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Kin: iamwhoiam

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Wer weiß, vielleicht ist »iamwhoiam« gar keine Musik, sondern ein audiovisuelles Stück Konzeptkunst – Jonna Lee ist sicher als Künstlerin experimentell genug, um jenseits der Grenzen eines «Albums» zu denken. Und trotzdem – auch ohne viral bei Youtube gehypte Videos und Konzepte überzeugt das Projekt Kin mit atmosphärischem Synth-Ambient-Pop, der sich nicht scheut, auch mal billig-verhallt zu klingen oder zu kitschigen Flächen und Glöckchen zu greifen. Unterkühlter, weit entfernter Gesang, mittig und eisern, halten die Sache in der Balance, lassen keine verdächtige Nähe zum Dream-Pop aufkommen, sondern erinnern eher an die Klangwelten eines Carpenter-Soundtracks, irgendwie billig, irgendwie süßlich und trotzdem irgendwie beunruhigend. Man fühlt sich auch an eine Art elektronische Version früher Cocteau Twins erinnert, schockgefrostet und in Wodka gebadet, lasziver, wenn das denkbar ist. Kin ist nicht so anschmiegsam produziert wie viele andere vergleichbare weibliche Sängerinnen und bewahrt eine klare Distanz zum Hörer, so sparsam wie die Titel der Tracks, wunderbar unterproduziert, weit ab von der Chance auf einen Hit, auch wenn »Sever« eigentlich ein ganz und gar famoses piece of pop ist. Absolut kaufenswert und nach mehrfachem Hören kein Album, das dich langweilen will, sondern wächst und wächst.

17. Juli 2012 16:41 Uhr. Kategorie Musik. Tag .
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