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KAUPP 0905

Und wieder ein Kaupp-Katalog fertig. Unwirklich, wenn man bedenkt, daß man in drei Wochen mehr oder minder zu zweit 850 Seiten layoutet. Noch unwirklicher, daß es Anfang Oktober schon an den nächsten geht. Der Katalog ist kein Design-Award-Ding, aber ich bin immer ziemlich stolz auf das, was wir hier in der kurzen Zeit schaffen, vor allem verglichen mit anderen Auktions-Katalogen. Der Imageteil und die generelle Tonalität mischen, wenn ich Melanie Edelbruch von Kaupp glauben darf, dementsprechend auch die Branche ziemlich auf… und das liegt weniger an uns als vielmehr am Mut von Kaupp, an deren harter Arbeit in der Vorbereitung und in der Korrektur, sicher ganz entscheidend an den Photos von Oliver und Marc. Vielleicht auch an der Tatsache, daß mit Ausnahme der Website inzwischen von der Gebäudebeschriftung bis zum Aufkleber auf dem Postpaket alles relativ aus einem Guß daherkommt.

Der Imageteil – immer mein größter Funfaktor am Katalog per se, weil ich hier die größte Chance habe, nicht Waren zu zeigen, sondern die Marke zu profilieren, was langfristig den größeren Erfolg haben wird – hat diesmal das zentrale Thema «Heimat», im Grunde nur ein einleitender Text zu Land und Leuten in Sulzburg, gefolgt von einer Strecke von Photos, die Menschen in Sulzburg zeigen, vom Bürgermeister bis zum Kindergartenkind, von der ältesten Einwohnerin zum Nachwuchs.
Dazwischen, wie auf dem Cover und den Kapitelopenern, immer wieder die fast surreal idyllische Freiburger Landschaft, in die Kaupp eingebettet ist.

Der Spaß an Kaupp ist, daß sie die Grenzen ihres Genres redefinieren, nach vorne gehen, Geld investieren, die richtigen Entscheidungen treffen und uns von Katalog zu Katalog etwas mehr vertrauen (weil’s hoffentlich auch entsprechend funktioniert). Niemand macht die Dinge so wie wir hier. Niemand macht Zeichnungen in einen Katalog und fast Modestreckenartige Bilder in den nächsten. Und der Winterkatalog hat die nächste Bombe, die kein anderes Haus so liefert, in Petto. Von 2006 mal ganz zu schweigen. Der Fun ist, daß es hier geht. Das es niemals wirklich ein Ernstes «Das können wir so nicht machen» gab, sondern immer den Spaß daran, der Igel zu sein und nicht der Hase.

Klar, viele Seiten im Katalog an sich sind natürlich Kompromisse (manche Objekte sind, trotz steigender Wertigkeit der Einlieferungen, keine Premiumobjekte, da muß man auch mal Seiten vollschaufeln können, ist auch mehr als richtig so) und iiirgendwie ist da an Objekten sicher wenig dabei, was ich mir in die Wohnung stellen würde (wobei es gerade die Herausforderung ist, diesen oft schon hochkitschigen Objekten etwas abzuringen, gerade gegen die eigenen Denkmuster angehend die Bewunderung für das Handwerk und die Arbeit zu kristallisieren… und der Respekt ist ja da: Denn das hier sind keine Fabrikartikel, kein Fließband. Das ist Handwerk, Manufaktur, Kunst. Unikate, Sammlerstücke. Selbst die besten Photos fangen nicht ein, wie magisch viele dieser Sachen eigentlich realiter sind. Das handwerkliche Detail mancher Artikel ist nahezu unwirklich…). Aber der Kick ist eigentlich, einen Katalog zu produzieren, den die größeren Häuser so niemals hinkriegen werden und der redefiniert, was mit Einsatz machbar ist, der unterm Strich doch weitab vom reinen pragmatischen Warenkatalog ist. Der nicht auf jeder Seite, aber auf einer ganze Menge Seite einfach Attitude hat, die Wenn-schon-dann-machen-wir-das-richtig-Attitude von Kaupp eben. Die Sorte Attitude, bei der ich sehr gespannt bin, womit man da gemeinsam noch alles hinkommen wird :-D…








































































9. September 2005 23:54 Uhr. Kategorie Arbeit. Eine Antwort.

1 Antwort

  • Margräflerin 10.27.08

    Toll geworden, der Katalog, auch die Webseite des Kauppschen Auktionshauses ist wieder einen Besuch wert.

    Gratulation an das geschulte Auge, dem es gelungen ist, diese wunderbaren Momentaufnahmen einzufangen, zu digitalisieren und auf Papier zu bringen. Muss mir jetzt unbedingt den Katalog besorgen :) Bitte weiter so!


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