Jean Nouvel ist einer der Architekten, die ich relativ rundweg bewundere – und das nicht nur wegen seiner tollen Frisur. Der französische Architekt besticht als Zwitter zwischen Fosters (inzwischen leider doch sehr zum Ausverkauf mutierter) britisch-reduziert-eleganter NewArchitecture (Nouvels Torre Agbar ist ein Zwilling von Fosters Londoner Swiss-Re-Glasgurke) und dem schrillen Grenzgängertum von Rem Koolhaas. Manche Arbeiten von Nouvel sind eher konservativ (im Sinne von: Würden beliebige andere moderne Architekten heute genau so auch so entwerfen können), andere, wie der Kilometro Rosso, so wunderbar off the wall, dass sie ins Künstlerische hineinragen. Designboom hat ein spannendes Interview mit Nouvel mit dem wunderbaren Satz: «I always wish to do a project full of simplicity, delicacy, depth.»
15. September 2007 14:57 Uhr. Kategorie Design. Keine Antwort.
