Das Zimmer ist karg, ungemütlich. Es ist nach Pauls Vorgaben eingerichtet, wer sich über zwölf Monate im Regency eine ganze Etage leisten kann, darf gern Sonderwünsche haben. Wer die Suite betritt, ist meist entsetzt. Wer zur Hölle sucht sich so etwas freiwillig aus?
Es gibt nur zwei Zimmermädchen – Amelia und Sheenan -, die sich neben Marshall um Pauls Wohlergehen kümmern. Beide haben seitenlange non-disclosure-Knebelverträge unterschreiben müssen. Bloomsbury hat – völlig zu Recht – gehörige Angst, dass irgendein Detail von Pauls freiwilliger Selbstinhaftierung an die Presse dringt. Die beiden Mädchen würden sich für immer ruinieren, käme auch nur ein Wort an die Tabloids… und Diskretion gehört ohnehin zu den Stärken des Regency. Aber nachts zittern sie manchmal im Bett neben ihren Männern – der in Amelias Fall eine Frau ist -, und brennen innerlich, darüber reden zu können, nur einen Hauch von dem, was sie in Suite 213 jeden Tag sehen, teilen zu dürfen.
Und sie schlafen schlecht…
…
24. Januar 2007 06:44 Uhr. Kategorie Leben. Keine Antwort.