Keine Frage, die Kamera am iPhone ist der letzte Müll. Es sei denn man macht sich die Not zur Tugend und – virtuell, mittels Software – eine Holga, Lomo oder s/w-Kamera daraus. Dabei helfen einige Apps, die für wenig Geld etwas mehr Spaß mit der Kamera erlauben (wenn sie auch leider noch nicht in Echtzeit funktionieren, aber zumindest ist man der digitalen Holga so einen Hauch näher :-D), Hier sind drei, die ich mag (ToyDigi fand ich nicht so überzeugend)

Camerabag – sicher das vielseitigste der Tools mit recht sehenswerten Ergebnissen.
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HiCon – macht ziemlich feines S/W aus dem Digitalmüll. Everything looks better in black and white.

GothPix – vielleicht etwas Overkill und für Portraits unbrauchbar, aber trotzdem witzig.
12. Oktober 2008 21:45 Uhr. Kategorie Technik. 2 Antworten.
http://www.digitalomo.com von haik avanian ist ähnlich, nur dass bei ihm die reguläre schlechte bildqualität teil des charmes ist.
Wobei ich – call me oldfashioned – dem reinen Digitallook sehr wenig abgewinnen kann. Weder bei DSLRs, die mir zu flau und fad daherkommen, noch bei den kleinen Knipsen. Klar hat eine 2 MP-Kamera mit Plastiklinse oder eine Handykam ihre eigene Ästhetik – man bedenke allein die wunderbaren senkrechten Streifen im Bild bei wenig Licht – aber das wird man wahrscheinlich erst in ein zwei Dekaden wirklich ästhetisch «anders» finden. Während der Holga-Kunstgriff natürlich einen Hauch too fake ist, mag ich den HiCon-Effekt tatsächlich sehr, weil er eine gewisse Ehrlichkeit hat – er legt einfach einen anderen Film ein. Generell finde ich Tools wie Exposure im Vergleich zu anderen Filtern ehrlich, weil die nur einen Film einlegen. Ich finde, mit Ausnahme der großen Hasselblad/Phase-Digitalkameras, deren unnatürliche Smoothness und Schärfe ein komplett neuer Look für sich ist, haben die Digitalen trotz ihres Erfolges (die analoge Photographie ist ja quasi gestorben und der Film ist als nächstes dran) noch keinen eigenen Look gefunden. Wobei, viellicht IST das ja der Look. Was aus 0 und 1 besteht, kann jede Form annehmen, vielleicht ist also das Verformbare, das Multivektorae die Urform digitaler Photographie. Vielleicht ist es nur richtig, zu filtern und zu twisten und die Pixel zu biegen… weil die Form der digitalen Photographie ist, sowohl s/w als auch Holga als auch Überschärft als auch LowKey als auch Cross… alles auf einmal zu sein, was immer man gerade braucht, just in Time. So dasses kein Original mehr gibt, sondern nur noch endlose Iterationen.
Gerede beiseite, ganz praktsch ist es eine endlose Erleichterung, sozusagen in der Post-Produktion zu entscheidne, welcher Film eigentlich in der Kamera war :-D