
Engadget hat den T-Mobile G-1 in den Händen gehabt, das erste Handy mit Googles offenem Mobile-Betriebssystem Android. Symbian, WindowsMobile und das iPhone-OSX bekommen so Konkurrenz. Was eigentlich spannend sein sollte – aber irgendwie nicht ist. Die Hardware sieht altbacken aus, einfach langweilig, die OS-Oberfläche ist schrecklich designed und das ganze fühlt sich an wie Linux-für-Kurzsichtige. Dies könnte ein historischer Moment sein, für Google und die die User-Community, but really… I can hardly contain my indifference. Auch wenn es Open Source ist, auch wenn es sich sicher rasant verbessern wird. Es kommt weder an die HTC-modifizierte Plattform heran, noch an das iPhone. Und irgendwie denke ich langsam, wir brauchen weniger Google, nicht mehr. So praktisch Google ist, wir züchten da ein Monster heran.
Der einzige Vorteil mag sein, dass die zusätzliche Konkurrenz Apple dazu bringt, das iPhone aggressiver und schneller zu entwickeln, die Hardware auf den aktuellen Stand zu bringen und die Software voranzutreiben. Daist viel zu tun, Apple hinkt bei allem Aufholtempo einfach hinterher. Das WinMo7 nun erst Ende 2009 erscheinen wird (und dann bereits veraltetsein wird, unglaublich) gibt Apple aber auch etwas Atempause – wenn Android nicht total einschlägt.
23. September 2008 18:43 Uhr. Kategorie Technik. 12 Antworten.
das Gerät sieht leider so dermaßen unsexy und langweilig aus, dass ich nicht weiß, wer sich dafür begeistern kann.
Diese Tasten hatten wir in den 90ern schon mal…
grässlich.
Gruseeeeeligst. Wirklich. Auch die Software wirkt einfach auf den ersten Blick eher öde.
Ich frag mich auch, wie ich mir einen komplett unkontrollieren Android-AppStore vorstellen darf. So restriktiv und manchmal dumm Apples Kontrollwahn im Store ja sein mag (Netshare, seufz…), so wuselig und unübersichtlich finde ich DEN schon – ich mag nicht darüber nachdenken, wie ein Application Store aussieht, der völlig free for all ist.
Nur: Google unterschätzen wäre – trotz des extrem 1.0-artigen Starts… – absolut ein Fehler.
Ich frag mich übrigens, inwieweit Apple angesichts dieser direkten Konkurrenzsituation – sofern man es als eine sehen mag – die starke Einbindung von Google in das iPhone überdenken wird.
Ich denke nicht, dass Google aus dem iPhone verbannt wird. Die Verbreitung ist so dermaßen stark, selbst meine Oma kennt den Begriff googlen, dass sie es nicht wagen können einen Weg ohne das große G zu beschreiten.
Du hast Recht, der Appstore ist unübersichtlich und ich kaufe/lade Apps nur auf Empfehlung und wenn ich den Link dafür präsentiert bekomme. Durchsucht habe ich den Store nur am ersten Abend.
Das Ganze G1 wirkt so wie ein Schnellschuss. Der nicht vorhandene 3,5 Kopfhörerausgang, der beschriebene Appstore…alles so…merkwürdig.
schaut euch NEO OFFICE an und man ahnt, wohin das führen wird. ich denke, solange da kein fester kern die administrative peitsche schwingt, wird das nichts ernsthaftes geben.
das wird immer aussehen wie linux oder windows, weil die programmierer auf dem designauge leider ziemlich blind sind.
nicht alles, was apple baut ist ja zum dahinschmelzen schick oder nützlich, aber sowas haben sie einfach besser im griff.
und den »wir müssen aber unbedingt anders aussehen« um des »wir wollen nicht aussehen wie apple«-willens ist sicher nicht der richtige weg um ebenso gute produkte zu bauen.
Es geht ja nicht nur darum, nicht wie Apple aussehen zu WOLLEN. Man darf vor allem nicht – Apple ist inzwischen deutlich klüger als früher und tritt mal nicht eben ein paar Patente an Microsoft ab. Jede klare Imitation des Look&Feel würde unweigerlich zu Prozessen führen, denke ich. Apple sichert sich doch inzwischen für jeden Move, jeden Look, jedes Detail die Rechte.
google war doch von jeher eher für schlichtes Design bekannt. Wenn die Funktionalität stimmt, ist hier meiner Meinung nach ein hervorragendes Packet entstanden.
design by apple ist auch nicht gerade opulent daniel. das würde ich auch eher als schlicht und zurückhaltend bezeichnen, zumindest die neueren sachen. das sie gerade dadurch ikonen schaffen, sollte vielleicht doch die anderen zum nachdenken anregen.
jonathan ive ist sicher nicht der einzige herausragende produktdesigner, den wir aktuell haben. das ist schlichtweg unwahrscheinlich.
Nur: Wenn man Ives braun-esques Design kopiert, sieht es sofort eben nach Apple aus. Was natürlich nicht geht. Außerdem können die meisten anderen Firmen nicht in solchen Stückzahlen fertigen wie Apple – und ihre Geräte müssen deshalb eher auf Standardelemente zurückgreifen.
Google finde ich übrigens nicht SCHLICHT, sondern häßlich :-D
Wenn ich schon die Uhr auf dem Display sehe, wird mir anders. Zumal oben in der Menüleiste ohnehin eine ist. Das Klapp-Display von HTC, so retro auch DAS sein mag, wirkt wenigstens irgendwie zeitgemäßer als so eine Windows-Widget-artige Uhr. Ugh.
Und alles so bunt.
Wobei ich das iPhone-Interface auch beileibe nicht zu gelungen finde, zu wenig Information auf einen Blick, zu viele Icons, warum hat die Menüleiste keine Funktionalität wie bei WinMo schon ewig? Und diese Pinstripes in den Anwendungen… da ist noch viel zu tun.
Ja, richtig.
Wir züchten da ein Monster ran.
Keinen Wolf im Schafspelz wie Apple.
Google hat es geschafft und gezeigt wie man an die Spitze kommt.
Wir können nur hoffen dass der Markt noch mehr aufgemischt wird, das ist ja alles zum Einschlafen.
Ein witzig aufklärerischer Post dazu:
http://gizmodo.com/5052578/how-android-will-help-google-profile-you
Google, Datenbanken und Tracking !NERV!