
Wo wir gerade doch mal was an Arbeiten zeigen… zeige ich keine tatsächliche Arbeit, obwohl die eigentlich auch schön geworden ist, aber doch zumindest mal die Photos, die dafür gemacht wurden. Als Remix dieses Ansatzes (von dem ich irgendwann auch mal die restlichen Bilder zeigen muss, oder?) sind die neuen Photos von Marc Dirkmann gemacht worden und ich mag die einfach. Ein bisschen retro und ruhig, schöne Backgrounds, prima Leute, gute Bücher ;-D.






5. Oktober 2007 23:21 Uhr. Kategorie Arbeit. 6 Antworten.
ich finde sie ja ein bißchen SEHR cool und trendy, wenn das thema buch im mittelpunkt stehen soll … im welchen context sind die denn erschienen?
Leporello und Plakat für den Börsenverein des deutschen Buchhandels zur Buchmesse in Frankfurt, die Azubis für den Buchmarkt gewinnen wollen und eine sehr feine Balance zwischen einem seriösen, konservativen Auftritt wahren und einem wie ich finde eigentlich sehr wichtigen Auftritt gegenüber der Zielgruppe. Man ist bei solchen Kampagnen ganz schnell zu anbiedernd. Die Models hatten an, was sie einfach anhaben. Und geben sich auch so, wie sie sind. Was wir in der Post-Production gemacht haben, ist Piercings usw. entfernen und den Gesichtsausdruck etwas freundlicher zu machen, eigentlich waren die Leute also durchaus noch cooler und ernsthafter :-D. Und zwar ganz authentisch so – das sind Leute, die Buchhändler oder Mediengestalter werden könnten. Das Design selbst ist im bestehenden Rahmen des Corporate Design des Klienten sehr reduziert, sehr klar – auch als Reaktion auf den ersten Entwurf, der als zu verspielt ankam. Ich mag beide Versionen und bin gespannt, wie es ankommt.. Auf jeden Fall mag ich die Bilder von Marc einfach. rückblickend hätte man mehr verschiedene Bücher nehmen sollen… die Zadie Smith taucht mir zu oft auf… aber nicht zu ändern. Und ist ja auch ein sehr gutes Buch (IM ORIGINAL!!!!!!)
Das tolle an dem Ding ist, mit was für tollen Leuten wir beim Börsenverein zu tun hatten. Ich mag die Materie Buch, weil ich ja Lese-Junkie bin, und die Crew in Düsseldorf und Frankfurt ist einfach menschlich und professionell in der A-Liga. Das Projekt ist durch einige Hände gegangen, während es sich ge- und verändert hat, und jeder, mit dem ich dabei zu tun hatte, hat mir enormen Spaß bei der Arbeit gemacht.
danke für deine ausführung – man merkt wie wichtig der context bei design ist und ich merke das ich einfach älter werde ;-) gewisse modestile empfinde ich bei jungen menschen oft zu aufgesetzt doch für die zielgruppe, an die es sich dann richtet, scheint es mir sehr angemessen.
mich haben die bilder eben sehr an eine bildstrecke in einem modemagazin erinnert, aber vielleicht ist es gerade diese bildsprache, die eine schöne brücke schlägt zwischen der zielgruppe und dem thema buch.
Was ich übrigens nicht verstehe… wieso«zu cool» für das Thema Buch???
Muss Buch uncool sein? IST Buch uncool? Es gibt, finde ich, nichts besseres an Medium, als das Lesen. Jede Verfilmung ist nur ein schwaches Echo. Musik ist emotional, aber Lesen ist emotional UND Rational. Das Buch bleibt in vieler Hinsicht ein Königsmedium. Wer nicht liest, ist mit Sicherheit nicht cool. Sondern im Zweifelsfall eben unbelesen (nix für ungut ;-). Lesen IST cool – warum sollte es nicht so rüberkommen dürfen? Ich kann diese Lesen = Entspannen (Badewanne, Glas Wein, Strand) Yoghurtwerbeästhetik nicht mehr sehen. Man sollte dem Buch irgendwie ansatzweise den Gefallen tun, es aus der Brigitte-Leserinnen-Ecke wieder herauszuholen. Ansonsten entsteht da eine Abwärtswendel (Ja, Wendel, nicht Spirale… eine Spirale KANN nicht abwärts oder aufwärts, sondern dehnt sich von innen nach aussen aus…wie eine Schallplatte. Eine Spirale in den dritten Raum projiziert ist doch eher eine Wendel, oder eine Schraube von mir aus ;-). Wahrscheinlich irre ich mich da gerade schrecklich… :-D
Hehe, ohne deinen Kommentar hätte ich es nicht gesehen, aber jetzt entdecke ich doch ein paar nach oben gezogene Mundwinkel…
Lesen an sich ist aber immer noch uncool. Das gibt wohl nicht das sofortige “Boaah”-gefühl, man kann es sich nicht mal eben in 5 Minuten reinziehen. Ich freue mich immer, wenn ich Leute sehe, die sich an der Haltestelle noch schnell ein paar Seiten genehmigen, manchmal trifft man sogar auf Gehleser.
Es lebe das Buch.