HD Schellnack /// Kontakt iPhoto s90 Typographie Pop Alternative Aktionen Twitter nodesign Licht Apple Photographie Denken Fail Natur Fragen Dayshot Belletristik Winter Studium Software Medien Vernacular Fun Comics Werbung Gesellschaft Farbe Web Print iOS ScienceFiction Electronic Zukunft Jazz Frühling Magazine Hardware Retro Klassik Kitsch Drama Sommer Zitat Herbst Sachbuch Kunst Fantasy Emma Organisation Kultur

HAPPINESS IS A WARM GUN

Unglaublich aber wahr. Wir haben termingerecht den ersten Entwurf des Saisonheftes der Bielefelder Philharmoniker gegen alle Tücken der Technik geschafft. Fünf Nachtschichten und der geniale Einsatz von Steffi, Raffael und Marian, nicht zuletzt das Verständnis anderer Kunden und meiner Studenten, die alle warten mussten, bis dieses Stück Weg geschafft war, haben sich also hoffentlich gelohnt… und gleich doppelt. Denn wir sind nicht nur in time fertig, sondern ich kann auch müde aber happy zur Typo, morgen früh geht’s mit Marian, Sean, Chris und Steffi los, richtig dekadenter Roadmovie mit Chris’ 5er BMW. In Berlin selbst muss ich mich noch um Details und das Covermotiv kümmern, aber das schaffe ich schon. Es ist witzig, wie sich dieses Heft quasi selbst bestimmt hat und viele unserer ursprünglich geplanten Ideen einfach nicht mit den Planetenbildern harmonieren wollten, deren eigenwilliger Look einfach nach eher schlichter Typographie verlangte. Und so kommt die fast HD-typische rotschwarze Typographie wieder zum Vorschein, etwas widerwillig vielleicht, aber es war die richtige Lösung, alles andere sah «unecht» aus. Die ersten Versionen waren dann noch zu streng und somit langweilig, aber ich finde, jetzt haben wir gegen Ende einige lustige Dinge drin. Ach, das Heft müsste 280 statt 112 Seiten haben, wir hatten noch so viele Ideen dafür. Ich hoffe, in den Korrekturen bleibt es möglichst unverändert – die Philharmoniker sind in der Hinsicht seit jeher eigentlich traumhafte Partner-, denn die Sache ist eigentlich recht … äh… rund :-D. Es ist hier und da etwas eng geworden, weil 112 Seiten natürlich sehr wenig sind. Die Hälfte der Arbeit war, das auf diese Seitenzahl zu begrenzen.

Großartig war die Synergie im Büro bei diesem Job, der wirklich alle technischen Grenzen gesprengt hat. Die fertigen Planeten sind – schon als Kompromiss heruntergerechnet – bei 350 dpi 2,25m² groß. Irgendwann kann ich da noch mal Faktenhuberei machen, wenn man wieder durchblickt, welche Files wo auf welchen Rechnern sind. Auf jeden Fall hat es hier ordentlich trotz mehrerer Terabyte Speicher wirklich fast alle Festplatten gesprengt und mein Rechner war der einzige, der die Bilder überhaupt noch durch ein zwei Filter jagen konnte, und selbst das hat Stunden gedauert. Und so saßen wir hier zwischenzeitlich mit sieben Rechnern, um wie Irre Panoramas und Planeten zu rendern, Marian kam zwischenzeitlich mit seinem eigenen PC ins Studio, überall waren Laptops vernetzt, überall wurde retuschiert (aus jedem Bild muss ja z.B. der Tripodschatten entfernt werden) oder an Bildern gewerkelt und Raffael, Steffi und ich haben im Layout recht nahtlos zusammengearbeitet, während Marian mir heute mit der Übernahme eines Fototermins den Rücken phantastisch freigehalten hat. Es war eine irrsinnig anstrengende Woche, hat mir aber trotzdem viel Spaß gemacht. Solche Jobs mit etwas mehr Zeit und Budget und ich wäre ein Happy Cowboy. Ob das Heft wirklich ausgewogen und gut geworden ist.. keine Ahnung, sowas weiß ich immer erst mit Abstand. Es ist jedenfalls komplett anders als im Vorjahr, opulent statt streng, Barockserifen statt DIN. Und ich denke, die Bielefelder selbst haben ihre Stadt so noch niemals gesehen, was sicher an sich schon eine feine Sache ist. Ich hatte große Angst, dass die Stereoskopie ein leerer Digital-Gag bleibt, aber die großartigen Photos von Raf und Marian, die auch an sich – als normale Panoramas – sehr schön sind, machen die Sache zu mehr als einen reinen Visual Pun. Wirklich grandios sind die Bilder aber eigentlich erst in Originalgröße, weil sie einfach so detailreich sind. Ich bin sicher, man könnte sie problemlos bis 5 Meter ausgeben. Ich hab selten so Lust auf ein größeres Format gehabt – A3+ – wie bei diesem Heft.

Ein paar hastig-schlechte Shots vom Bildschirm als Festhalten dieses Arbeitsstandes und als Vorgeschmack… jetzt noch fix 30GB für die Nachtschichten in Berlin aufs Laptop schaufeln und ich bin in jeder Hinsicht fertig :-D….














































16. Mai 2007 22:02 Uhr. Kategorie Arbeit. 32 Antworten.

32 Antworten

Antworten

Schreibe eine Antwort, oder hinterlasse einen Trackback von deiner Site. Antworten abonnieren.


Creative Commons Licence