Ich habe gestern erfahren, daß mein Vater am Montag gestorben ist. Wahrscheinlich wegen Sauerstoffmangel im Bad gefallen, ohnmächtig, so unglücklich gefallen, daß die Knochen bis durch die Haut getrieben wurden. Über die Hintergründe weiß ich noch nichts, eine Freundin, die ihn am Montag in dem niederbayrischen Ort Plattling, wo er wohnte, in seiner Wohnung vorfand, rief mich gestern an.
Im Grunde habe ich als Scheidungskind zu meinem Vater keinen Kontakt mehr, seit Jahren. Bei der Trennung meiner Eltern war ich noch ein Kind, gesehen habe ich meinen Vater noch einmal, alks ich noch studierte und ihn besuchte, was eher bedrückend war. Danach noch ein zwei Anrufe, wenn er die Melancholie hatte. Insofern ist da jemand verstorben, der sehr sehr weit weg von mir war, faktisch ein Fremder, so daß es etwas unwirklich sein wird, sich um die Sache zu kümmern.
Aber ein seltsames Gefühl ist da trotzdem.
20. Juli 2006 09:35 Uhr. Kategorie Leben. 5 Antworten.
Daß Dich das Thema beschäftigt merkt man auch am Bild im nächsten Beitrag. Dir einen lieben Gruß.
Reiner Zufall.
der tod einer person die man kennt – egal wie nah sie einem war – ist in meiner (kleinen) erfahrung immer erst einmal einfach «komisch» im sinne von ungewohnt. ich finds schön dass du so offen damit umgehen kannst. dir alles gute, falls doch noch ein downer kommt.
Ich glaube nicht an Zufälle ! ;-)
Freud glaubte auch nicht an Zufälle und der alte Dauerredner starb an Kehlkopfkrebs.