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GRENZEN > DIE PLAKATE

So, und hier kommt die kleine Übersicht über die Plakate, die die Top 11 geschafft haben. Mit Kritik dazu und Anweisungen, wie es weitergeht. Ganz oben das Gewinnerplakat von Maren, das eigentlich nur noch auf A1 gebracht werden muss, plus winzige Typodetailkorrekturen (Wortabstand) damit wir eine PDF machen und es drucken lassen. Riesenglückwunsch nochmal, auch von mir. Das Thema Grenzen ist hier schön um die Ecke gedacht, zeichnerisch toll umgesetzt und der schwindelerregende Winkel macht es perfekt. Im Grunde ist das gar kein «Design»-Plakat, nicht im geringsten das, was ein normaler Designer produzieren würde, sondern etwas ganz eigenes, seltsames und insofern wunderbares. To do: Motiv auf A1 umbauen, Typokorrekturen, Postkarte front und back mit mir abstimmen.

Anna kommt mit einer sehr klaren Lösung, die sich wunderbar entwickelt hat in den ersten Korrekturen. Trügerisch schlciht will man hier zuerst denken: Och, das kann ich auch», aber erst mal machen. Der gespiegelte Text und die Art, wie das GRENZEN aus dem anderen Text springt, das ist simple und effektiv und ganz klassisch. Ich hätte mir im 2c-Druck auch schön vorstellen können, wie neongrün und neonrot auf einem solchen Motiv knallen. To do: Druckreife PDF.

Christoph hatte einige Irrfahrten hinter sich, und 100% zufrieden bin ich mit dieser Lösung auch noch nicht, Bin mir nicht sicher mit den Farben, mit den schwarzen Zoombalken, obwohl ich sie kraftvoll und bold finde. Die Typolösung oben links geht allerdings gar nicht so, sorry. To do: Da würde ich echt gerne noch einmal neue Entwürfe sehen, Chris. Alles okay soweit, aber die Schrift ist noch ein Thema. Wenn es hilft. Du mußt jetzt nicht mehr unbedingt auf gute lesbarkeit achten, die Schrift kann auch recht dezent werden :-D.

Fabian kommt mit einem kompletten Remix seines letzten Entwurfes, den ich absolut hinreissend finde. Witzig, irrlichternd, eine der irrsten Sachen die ich seit Factor-Designs greller 3D-Werbung für MaxSames. Absolut großartig, in jedem Detail. Wenn man diese Energie focussiert hätte, wäre Fabian sicher der Favorit des Kurses gewesen. So ist es leider einfach etwas über die Köpfe der Leute hinweg geschossen. Und vielleicht am Thema vorbei. Mehr Focus und du wärest unschlagbar gewesen. Vielleicht also nur fair so :-D. To do: PDF.

Johannes hat konsequent seinen Entwurf durchgezogen, alle Kritik aus dem Kurs sauber aufgenommen und umgesetzt. Das Ergebnis ist ein schöner Entwurf, der etwas um die Ecke gedacht über Grenzen und Freiheit sinniert, der sehr schlicht und ruhig mit der hinter dem Horizont verschwindenden Typographie arbeitet und einfach schön aussieht. To do: Vielleicht noch etwas die Farben optimieren, sehen wie man das recht kleine Bild auf A0 kriegt, dann PDF.

Kirsten war eigentlich sehr früh auf dem Punkt und hatte am Ende nur noch winzige Korrekturen zu machen. Ich mag den Entwurf sehr, er ist sehr erwachsen, sehr reduziert, eine minimalistische Idee schön umgesetzt. Der Riss, der ein Fluss ist, die Farbigkeit, die Brücke aus Schrift, der Anlegesteg im «Wasser». Die Aufteilung, die Simplicity. Hier ist so viel richtig. Vor allem ist es – vom Ansatz her – ein klassisches Plakat-Plakat, in der Tradition von Leuten wie Uwe Loesch. To do: Riss auf A0 kriegen und PDF.

Daniel hat eigentlich von Anfang an einen vielbeachteten Entwurf hingelegt, sich daber seit Schritt Zwei nicht mehr mutig nach vorn bewegt und sogar die Kritik aus dem Kurs nicht umsetzen können. Trotzdem eine schöne, ruhige Idee, die ich sehr mag und die bis zum Schluß bei allen zu den Favoriten zählte. To do: PDF.

Daniela und Marcel haben ein recht seltsames Motiv fabriziert, das surreal ist und noch surrealer wirken würde, wenn anstelle des Steinbodens Wiese oder so etwas wäre. Aber selbst so mag ich die Pose von Daniela sehr, dieses Kindliche, Suchende. Man merkt, die will durch diese Barriere hindurch, und man weiß nicht, ob dahinter Gutes oder Schlechtes wartet. Der Himmel könnte beides bedeuten ist zugleich vielversprechend und bedrohlich. Ein ganz schlichter, ganz seltsamer un-plakatiger Entwurf, der trotzdem gut funktioniert und in seiner schwebenden Polyvalenz so schön zur Ausstellung passt. To do: PDF.

Marens erster Entwurf. Ich mag den auch sehr, auch wenn wir wahrscheinlich beide froh sind, hier nicht noch die kleine Typo in die Illustration setzen zu müssen. Die grafische Umsetzung einer völlig surrealen Idee ist absolut gelungen. Auch hier bei mir etwas Verwunderung, dass eine reine Illustration zum Plakat wird, aber es funktioniert. Ich habe letztens eine andere Arbeit aus dem ersten Semester von Maren gesehen, die komplett anders angelegt ist – eher Richtung Vaughan Oliver at early 80s – und für ihre Vielseitigkeit spricht. To do: PDF.

Sebastian baut eine Stadt aus Buchstaben. Die Herleitung zum Thema Grenzen liegt mir hier schwer im Magen, im Grunde gibt es kaum einen Zusammenhang. Die Stadt selbst hätte ich gerne einmal experimentell granularer, kleinteiliger gesehen, vielleicht auch mit anderer Schrift. Ingesamt aber ein vielversprechender Entwurf. To do: Richtige Infos einsetzen, Typographie korrigieren, vielleicht doch mal versuchen, mit mehr und kleinerer Schrift zu arbeiten. PDF.

Vivianne hat aus ihrer Striche-Idee nach und nach etwas gemacht, das kraftvoll die ursprüngliche Idee des Durchbrechens visualisiert. Klar von Jackson Pollocks Drip-Paintings inspiriert, verbrannt, mehrfach überlagert, zerstörte Kunst an sich ein Grenzganz, die durchbrochene Leinwand, hinter der in minimalistischen Bändern die rationale Information durchbricht. To do: Kleine Typokorrekturen, Bild A0-tauglich rechnen. PDF.

Wanda Idee fusioniert sozusagen Kirsten und Vivianne (oder umgekehrt): Riss plus zerstörte Kunst. Farbenfroh, dreckig, energetisch. Ich hätte immer noch gern verschiedene Varianten gehabt, die den Riss wütender, aggressiver, energetischer gemacht hätten. To do: Unbedingt Typographie ändern, das ist noch überarbeitungswert, Bildgröße auf A0, PDF.

Was kommt jetzt? Marens Siegermotiv wird als A1 Plakat und Postkarte produziert. Aus den anderen machen wir A0-Inkjetdrucke auf LKW-Plane, 550 g, komplett mit Ösen. Die kosten euch zehn Studenten jeweils 40 Euro netto, aber das sollte die Sache wert sein. Hängung in der Ausstellung ist scheinrelevant, also seid bitte dabei. Die genauen Infos zu Bildauflösung und Größe erfrage ich heute bei Talwild, der Druckerei.

14. Dezember 2006 12:55 Uhr. Kategorie Stuff. 8 Antworten.

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