
Nachdem Jürgen Siebert im Fontblog bereits ausführlich und einigermaßen deppensicher erklärt, wie man das Fontbook auspackt – nur um mir dann zu eröffnen, daß mein Exemplar ganz anders verpackt ist :-D – hier die ultimative Anleitung zum Öffnen des Fontbook-Paketes.

Nachdem der freundliche UPS-Mann das Paket abgibt, nehme man sich ein Messer.

Trennt damit sorgfältig den im Fontshop-Corporate Design bedruckten selbstklebenden breiten Abrollklebestrifen auf, zunächst an den schmalen Seiten des Paketes….

… dann an der Längsseite.

Nun läßt sich das Paket bequem öffnen.

Man sieht bereits den sicher in Plöpp-Folie verpackten Inhalt.

Nimmt man die Folie sorgfältig und einfach mit der bloßen Hand weg, enthüllt sich das Fontbook.

Auf den ersten Seiten entdeckt man dann die Widmung der Macher hinter dem Buch, denen man die Erschöpfung vom ruhelosen Signieren der ersten Exemplare bereits graphologisch anmerkt. Nur Jürgen bringt es fertig, auch in eine Signatur eine sanfte Abwatschung hineinzubauen.

Im Inneren die gewohnte Effizienz des Fontbook, aufgeräumt, klar, alles am gewohntewn Ort, nur umfangreicher.

Nach wie vor das Standardwerk im Printbereich, wenn es darum geht, optisch nach einer bestimmten kommerziellen Schriftart zu suchen. Obwohl ich weniger und weniger auf diesem Papierweg arbeite, gehört das Fontbook einfach trotzdem ins Regal. Macht auch einfach Spaß, wenn man einmal die Zeit hat, durchzublättern und sich von schöner Schrift anspringen zu lassen. Was ich schade finde, ist daß der Fontshop sich diesmal ganz der Effizient verschrieben hat, das Fontbook ist ein nüchternes Arbeitswerkzeug. Es gibt – anders als in den alten Ausgaben – keine kreativen Trennseiten mehr, keine Anwendungsbeispiele. Schade drum. Aber bei der Masse an Schrift verständlich. Die reine Arbeit, die in diesem Buch steckt, die logistische Leistung, ist beeindruckend.

Überraschend viele bekannte Namen im Impressum. Und ein anscheinend neuer Font, die FS Catalog :-D Macht Sinn, für so ein Projekt auch eine eigene Schrift zu entwickeln, wenn man hauptberuflich eben Schriften macht.

So, fertig ausgepackt. Bleibt die große Frage: Wo in meinem ohnehin überbordenden Bücherregal habe ich noch Platz für diesen Klotz?
13. September 2006 12:42 Uhr. Kategorie Design. 35 Antworten.
Ach, wie schön!
Aber wie Regal? Das bleibt mindestens ein Jahr prominent auf dem Tisch stehen, oder?
Ja, ich habe heute bei meiner Frau angerufen, das Paket ist daaaa! Ich kann es kaum heute abend erwarten… bin zur Zeit woanders.
Yes, yes, yes… isch froi misch.
noch nix hier :(
Was mir jetzt schon fehlt – un wirklich fehlt, oder finde es nur nicht- ist die Foundry-Angabe bei den Schriften. Ich würde schon nicht nmur gerne wissen, wer der Macher ist, sondern auch, woher die Schrift stammt. Halte ich für ein gigantisches Manko, sehr im Sinne von Fontshop als Schriftvertrieb, gar nicht im Sinne von mir als User. An die Triplex gehört einfach auch emigre als Foundry. Also doch wieder Internet…
Wow, das FontBook wird bei uns in Aschaffenburg gedruckt. Damit hätte ich nicht gerechnet.
Freu mich übrigens auf das MADE WITH FONTFONT Buch. von jan und Erik gemacht, dürfte das sehr nett sein. Wundere mich, daß Neville Brody, der ja auch die Ausstellung mitgestaltet hat, nicht die Finger drin hat. Aber wird sicher ein schönes Buch.
was habt ihr denn alle – ist doch bloß ein fontkatalog.
die gelben seiten der typografie?
Nur mit weniger häßlichen Anzeigen?
Nein, es ist schon mehr. Es ist wirklich ein Gesamtüberblick über alle verfügbaren Schriften, mit Schriftmuster und und und. Anders als bei den GS melden sich da die Kunden ja nicht selbst mit ihren Daten, sondern es gibt eine Art Sortierungsprozeß, Entscheidungen usw.
wieviel kostet den dieses schön ausgepackte buch?
schon klar, – ich habe meine alten fontbooks (ja-das erste im ringordner und den nachfolger) kaum genutzt um mich inspieren zu lassen oder eine passende schrift zu finden. und unter bibliophilen aspekten finde ich es schlicht zu sachlich.
Ich finde es immer noch schön als Nachschlagewerk, mal eben was suchen. Ist einfach – wie ein PMS-Fächer – so ein Standard, den man im Haus haben muß. Und ich hab dank Fontbook mal ein Fontshop-Rätsel gewonnen, da lohnt sich die Anschaffung doch direkt. Auch wenn ich nicht mehr weiß, was es da eigentlich zu gewinnen gab. Ein Fuse-Paket, glaube ich.
Mach es so wie mit allen neuen Büchern. Quer auf die alten im regal drauf schmeißen =D
Aber schöne Anleitung
Auf das Regal paßt leider auch nchts mehr Quer, die Bücher parken ja schon zweireiihig udn es sind eh nur die designrelevanten Wälzer. Immer zu eng, egal was man macht :-D
alles was raus muß:
esmarchstr. 5, 10407 berlin.
porto übernehme ich ;-)
Haha.
Nein, ich hänge an meinen Büchern. Hab ja das alte Fontbook schon vermacht. Ich habe eigentlich überlegt, wenn es mal ruhiger wird (wonach es derzeit gottseidank nicht aussieht) ein paar meiner Bücher per Bookcrossing zu verteilen, stelle aber fest, daß die Bücher, dieich ohne weiteres abgeben würde, gar nicht soooo abgebenswert sind, sonst würde ich sie ja behalten. Aber die ganzen Thriller und Wegles-Bücher, die könnten echt mal weg. Mal sehen.
hattest du die eigentlich die nick yapp bücher bestellt?
Zwei kommen morgen, Lieferung dauert wohl…
HD: man kann auch rätsel knacken ohne fontbook :-) nichtdestotrotz (wie schreibt man das nun eigentlich) habe ich dem armen jürgen gestern noch eins aus dem kreuz geleiert, obwohl die signaturrunde schon abgelaufen war … wenns klappt kommt der erik auch noch rein zum typostammtisch.
Das war noch relativ prä-Web, seinerzeit das FS-Fax-Rätsel.
Du fährst von Aachen nach Berlin zu diesem Stammtisch? Röschpekt.
das weiss ich nocht nicht so genau. ich überlege, ob ich zeit, geld und nerven habe … lust nämlich schon. man könnte ja eine fahrgemeinschaft bilden. die kosten schrecken mich dann doch etwas ab. und so lange hält mein akku vom rechner auch nicht für 6h zug.
thriller usw. erst mal zum Lesen an Mum, bitte sehr. Was sind Wegles-Bücher HD??? Etwa von Weg = Weg :-D
Bücher, die man ohne Nachzudenken wegliest. So Standardliteratur halt. Krimis, SF… sowas.
Oder geb die Comics weiter und nutze den gewonnenen Platz für Bücher… =D
Aber wissen ja alle du das als allerletztes machen würdest (würde ich genau so wenig machen)
Och, von den Comics könnte ich mich reihenweise (im Wortsoinne) trennen. Cerebus komplett, reichlich X-Men, da ist viel bei, was wegkönnte. Aber es bei eBay zu verkaufen ist ja wie Geld verbrennen. Das Problem ist: Nominell haben die Hefte eienn Wert, real fast nicht :-D. Aber das war ja immer schon klar. NUr. Wenn man sich schon von X-Men aus den frühen 80ern trennt, dann will man auch ein paar Euro dafür als Schmerzensgeld.
Wenn Simon Blume das Fontbook von HD haben will, soll er sich bei mir melden… :) Ich habe übrigends auch das neue Fontbook…
Anmerkung: es ist das Fontbook von 1993, noch mit Ed Cleary.
[...] Einige ausführliche Besprechungen findet ihr bei unseren bloggenden Typo-Kollegen Nick Blume, HD Schellack oder Slanted. [...]
hey nick, ich habe dir eine mail geschrieben.
Ja, habe ich gelesen, komme erst dazu. Leider ist es schon vergeben, laut meinem öffentlichen Blog-Aufruf.
schade eigentlich, trotzdem danke.
Yup, allerdings vielleicht in 10 Jahren, wenn das nächste Fontbook ansteht? :) Wir sehen uns…
[...] Das größte deutsche Typographie-Forum ruft zum T-Shirt-Wettbewerb auf. Gründer und Schrift-Experte Ralf Herrmann hat Indra Kupferschmid (Autorin des großartigen Buchstaben kommen selten allein) und Jürgen Siebert (Fontshop-Marketingchef und Fontblog-Macher) und, ähm, mich in die Jury gebeten. Der Fontshop hat ziemlich nette Preise gestiftet, ein TYPO-Ticket (etwa 650 Euro wert), ein Fontbook und für den Drittplatzierten immer noch ein wunderschönes Made with Fontfont. Es lohnt sich also mitzumachen. Und ich rufe euch hiermit alle alle alle auf, mitzumischen. Und ich will da nicht in der Jury sitzen und mir Mist angucken müssen, also haut rein und reicht absolute Spitzenentwürfe ein, Freunde. Und vielleicht kommt ihr so last minute ja eben doch noch an ein Ticket für die fast ausverkaufte TYPO in Berlin. Jeder kann drei verschiedene Entwürfe abgeben. Wichtig: Es muss Vektorartwork sein, schon aus drucktechnischen Gründen. Ins Forum könnt ihr natürlich einen Screenshot davon pasten. Schöner Anlass, sich dort anzumelden :-D. Einen Einsendeschluss gibt es bisher nicht, aber die TYPO naht, also beeilt euch lieber… [...]
[...] … hat HD Schellnack verfasst. Liest sich sehr gut. Ich freue mich, dass er das Auspacken eines signierten Buches nochmals ausführlich beschreibt. Es scheint genau so viel Vergnügen zu bereiten wie das Entpacken eines Macintosh, wenn auch unser Karton bei weitem nicht so elegant gestaltet ist wie die von Apple. [...]
Wenn es gar nicht gehen sollte, den »Klotz« im ästhetischen Einklang mit dem Bücherregal zu vereinen…also ich würde es nehmen.
:)
[...] Eine neue Folge aus meiner Serie »Dinge, die alle falsch machen« (Teil 1: Vom richtigen Auspacken eines FontBooks; eine gemeine Fälschung meiner Serie auf dieser Seite). [...]