FH DORTMUND: BUCHMESSE FRANKFURT 09

Ich habe die wirklich große Freude gehabt, neben Sabine an Huef (FH Dortmund), Dirk Fütterer (FH Bielefeld) und Silke Löhmann/René Weynand (Oktober Design) die Bücher mitauswählen zu dürfen, die die FH Dortmund auf der kommenden Frankfurter Buchmesse präsentieren wird. Es gab viel schönes zu sehen, eine tolle Vorbereitung durch das Studententeam (in dem nicht zufällig Schatzsucher und Reflektor-01-Macher auftauchen… die engagierten Leute sind immer die gleichen, oder? Klasse!), eine konstruktive Diskussion am Ende und vielleicht war am Ende alles einen Hauch schnell vorbei, aber nächste Woche ist ja schon wieder FH Dortmund (Diplomshow), dann sieht man sich hoffentlich wieder.
Ich habe natürlich die «echte» Kamera zuhause gelassen, weil ich zu faul war, die 5DII mit mir herumzutragen. Schöne Gelegenheit,die Kamera von 3GS einmal einzuweihen. Allerdings ist die iPhone-Kamera leider auch mit Auto-Weißpunkt noch nicht auf Mischlicht vorbereitet, deshalb haben die Bilder alle einen etwas unschönen Warm/Kalt-Verlauf – und sind auch sonst etwas rauschig. Trotzdem: Um mal schnell einen Blick auf ein paar aktuelle Bilder aus dem Dortmunder Schaffen zu werfen, reicht es euch hoffentlich….
Hier gibts übrigens bessere Photos von der Jurierung auf dem Blog der Studenten.







Ich bin ja ohnehin ein Fan von Anette Bohn und dieses Buch zeigt wieder, dass Sie Photo ebenso gut kann wie Layout. Toll.


Eine völlig geniale Idee.







Bahnbrechend professionell, großartige Photos und professionelles, liebevolles Layout: Maurice Kohl. Wunderbares Buch. Würd ich sofort kaufen. Völlig runde Sache, die hoffentlich einen Verleger findet.








Sehr schöne Arbeit, der man sofort ansieht, dass sie bei Xuyen Dam entstand.





Großartig, dass diese Photos in DORTMUND entstanden sind, oder?



Nochmal Daniel Hofer. Sehr klassische Photographie, schöne Verarbeitung und ich mag mag mag die müden Gesichter der Leute.











Eins von drei China-zentrischen Büchern von Yolanda vom Hagen. Da hat offensichtlich jemand Feuer gefangen für das Land.





Nicht perfekt umgesetzt, aber wahnsinnig witzig und schön illustriert: Das Guerilla-Selfmade-Kit gegen den Schilderwahn, komplett mit Sprühfarben und USB-Stick mit Vorlagenbildern zum eigenen Bilderverschönern.







Ein Musterbuch mit OTF-Font. Sehr schönes, smartes Projekt.








Minimalismus extrem: Das Schwarz/Weiß-Lexikon.







Ein Photograph, dessen Namen ich mir sofort notiert habe: Ein smartes, perfektes, schönes Buch von Sebastian Mölleken, der zeigt, das ein klares Konzept nicht langweilig und monoton werden muss, im Gegenteil. Wunderbar produziert, schöne Bilder, und fast völlig frei von Pott-Kitsch. Respekt!













Typographisch mutig, tolle Illustrationen mit Mut und Liebe, gefiel mir sehr gut: Hänsel und Gretel modern reinterpretiert. So fesch können alte Märchen sein.



Nochmal China, nochmal Yolanda, sehr schöne Einzelphotos.




Martina hat sich aus aller Welt gebrauchte Seife schicken lassen. Wunderbare Idee, die sich – zusammen mit Seife – eigentlich perfekt als Geschenkbuch eignen würde. Und tatsächlich spannend zu «lesen».




Und nochmal China, diesmal ein Photoband über Chinesen, die in Deutschland leben.







Schöne Arbeit über einen Aufenthalt in Melbourne, der in Form von einzelnen handgemachten Postkarten erzählt wird. Tolle sympathische Zeichnungen, unangreifbar individuell.




Eines der vielen minimalistischen Bücher, das eine einfache Ausgangsidee einfach immer und immer wieder weiterspinnt, ästhetisch absolut überzeugend, 250° Weiss hat einen feinen Humor.








Noch eine schöne Idee: NRW erfahren anhand öffentlichen Nahverkehrs. Schöne Photos, sehr schöne Dokumentation, die sich mit ihrem rotzigen Stil oft gestalterisch sogar mehr traut als das an sich ja auch sehr feine Buch selbst.



Hier tu ich mit den Bildern dem select/deselect-Buch leider sehr unrecht. Typographisch reduziert und trotzdem spannend gemachter Rückblick auf ein Jahr von Tim Loffing, großes Kino… man kann sich in den Details dieses kleinen Büchleins wunderbar verlieren.


















Der Hammer: Emsig stellt (feine) Schriften vor, indem es sie zu Näh- und Stickpattern deutet. Liebevoll, klug, auf jeder Seite überraschend und trotzdem zurückhaltend. Ein Magazin, das es eigentlich echt geben sollte. Ich würde es jedenfalls kaufen. Sehr sehr schönes Ding. Eigentlich einen Vortrag bei der Typo wert…









Das war’s in aller Kürze und schlechter iPhone-Qualität. Ich bin sicher, auf dem Blog der Buchmesse-Macher finden sich bald VIEL schönere Bilder. Die Jury war sich bei den meisten Sachen sehr einig und ich zumindest hatte einen Riesenspaß, wenn ich am Ende eigentlich noch gern was geplaudert hätte, schade, so schnell aufbrechen zu müssen.
Vielen Dank für die Einladung und viel Erfolg in Frankfurt.
Die Arbeiten von Sebastian Mölleken und Maurice Kohl sind deinen Fotos nach zu urteilen meine Favoriten. Wirklich klasse Arbeiten dabei!