Ich stelle mehr und mehr fest, daß die Arbeiten sinnvoll sind, die entweder Super-Ich sind, sachlich, puristisch, durchdacht, simpel aber smart. Understatement, wegnehmen. Die skulptural sind, heißt, bei denen du von einem vorhandenen Stein wegnimmst und wegnimmst, bis nur die Essenz übrigbleibt. Was gesagt werden muß. Bis so einfach wirkt, daß es fast niemand mehr als Design warnimmt und es selbstverständlich wirkt. Und doch durch Ruhe wirksam ist. Less. Less. Less.
Oder aber: Malerisch arbeiten, also auf eine Leinwand aufpinseln, nicht wegnehmen, sondern draufschichten. Reines Es, reines Spielen, bis die Farbe dick und zur Textur geworden ist, reich an Bedeutungen, Quellen, Inhalten, Assoziationen, das Unterbewußte, spielerisch und irritierend, so daß man es dann auch kaum erklären, schwer rechtfertigen kann, weil man an die Sprachlosigkeit des Künstlers gegenüber dem eigenen Werk stößt, weil es privat und unbewußt entsteht und nicht erklärt werden kann, sondern in der eigenen Auseinandersetzung des Betrachter vielleicht irgendetwas – auch Unbeabsichtigtes – bedeuten kann. More More More.
Dazwischen entsteht meist nichts Gutes.
27. April 2006 13:15 Uhr. Kategorie Arbeit. Keine Antwort.