
Endlich. Ich liege ja seit Jahren – seit dem Schauspielhaus Bochum eigentlich – Intendanten und Dramaturgen in den Ohren, eine Art Blog zu betreiben und so die eigenen Veranstaltungen zu hypen. Photos von Proben, Materialien, Texte, Ideen, .. für einen engagierten Dramaturgen eigentlich eine traumhafte Spielwiese jenseits von reinem Marketing oder just promotion. Aber die meisten deutschen Theaterseiten sind seltsam tot, blutleer – ein Spielplan, etwas Backgroundinfo, etwas Ticketing, ansonsten gähnende Statik, kaum mehr als im Saisonheft. Dabei sind gerade Blogs preiswert und insofern theaterfreundlich machbar, die theaterimmanente Chance zur Improvisation ist ja geradezu typisches Merkmal beim Bloggen.
Jetzt, wo jeder ein Blog hat – sogar ich – ists aber irgendwie fast zu spät. Kutur sollte Speerspitze sein, nicht hinterherhecheln.
Die Deutsche Oper macht jetzt wenigstens den ersten Schritt… richtig so!
(Nur schade, daß während der Saisonpause so gar nichts passiert, oder?)
15. September 2006 17:48 Uhr. Kategorie Online. Keine Antwort.