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	<title>Kommentare zu: DESIGN VS ART</title>
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		<title>Von: Alexander Kipp</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/design-vs-art/comment-page-1/#comment-2784</link>
		<dc:creator>Alexander Kipp</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Sep 2006 10:48:01 +0000</pubDate>
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		<description>Um die conditio humana aus einer Sammlung von Graphiken leichter zugänglich zu machen, habe ich einige erklärendende Worte für die ersten Beiträge hinzugefügt. Ich hoffe, dass durch diese Worte der Inhalt und die Bedeutung hinter den Graphiken sichtbar werden:

&lt;a href=&quot;http://blog.conditiohumana.org&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;blog for blocks&lt;/a&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Um die conditio humana aus einer Sammlung von Graphiken leichter zugänglich zu machen, habe ich einige erklärendende Worte für die ersten Beiträge hinzugefügt. Ich hoffe, dass durch diese Worte der Inhalt und die Bedeutung hinter den Graphiken sichtbar werden:</p>
<p><a href="http://blog.conditiohumana.org" rel="nofollow">blog for blocks</a></p>
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		<title>Von: HD Schellnack</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/design-vs-art/comment-page-1/#comment-2604</link>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Aug 2006 15:59:18 +0000</pubDate>
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		<description>Dazu der Herr Herzog: http://zeus.zeit.de/text/2004/21/Interview_2fHerzog

Esist übrigens aus meiner Sicht auch so, daß man zwischen pre-industrieller und post-industrieller Kunst als Kunst unterscheiden sollte. Und man kann Design/Kunst der Gegenwart auch recht solide am sozialen Begriff der Schönheit ausdifferenzieren. Design will meist ästhetisch pleasantly daherkommen, Kunst will alles andere als.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dazu der Herr Herzog: <a href="http://zeus.zeit.de/text/2004/21/Interview_2fHerzog" rel="nofollow">http://zeus.zeit.de/text/2004/21/Interview_2fHerzog</a></p>
<p>Esist übrigens aus meiner Sicht auch so, daß man zwischen pre-industrieller und post-industrieller Kunst als Kunst unterscheiden sollte. Und man kann Design/Kunst der Gegenwart auch recht solide am sozialen Begriff der Schönheit ausdifferenzieren. Design will meist ästhetisch pleasantly daherkommen, Kunst will alles andere als.</p>
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		<title>Von: Alexander Kipp</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/design-vs-art/comment-page-1/#comment-2492</link>
		<dc:creator>Alexander Kipp</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Aug 2006 19:53:22 +0000</pubDate>
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		<description>Ja, dieses Projekt auf die Beine stellen ist viel Arbeit und vorallem ist dieses Projekt nicht leicht kommunizierbar. Deshalb habe ich die knalligen Farben (Design) verwendet um den Besucher aufzuschrecken und zu signalisieren, STOPP hier gelten andere Regeln.

Können Blinde im Internet recherchieren? Woher findet eine kreative Jungunternehmerin die Kraft in Ihrem Hinterhofatelie Taschen zu designen und zu vermarkten? Ein Chat mit Frauen aus Brasilien, moralisch korrekt? Richard Branson, der reichste Mann von UK, hatte er Glück oder war es Strategie? Alfred Nobel ehemals ein reicher Mann, Herrscher über ein Weltimiperium, starb als einsamer Mann. Frischer Wind, ein Arzt versucht ein eigenes Konzept einer finanzierbaren Krankenkasse zu forcieren... überall sehe ich Menschen... die conditio humana. 

Ein verschwindend kleiner Anteil der Links sind kommerziell, aber Strom wird halt nicht im Hinterhof und Viagra nicht in der Suppenküche entwickelt. Ein Leben ohne Strom? Das Aufatmen durch die Erleichterung durch Viagra? ... der Mensch... Ich habe meine Seite heute früh in google eingetragen und hoffe, dass viele brotlose Künstler und kreative Jungunternehmer mitmachen (gratis) und ihren Beitrag,... zeigen.

Das peppige Design und &quot;what&#039;s that&quot; reichen anscheinend nicht aus, um die Bedeutung der einzelnen Beiträg für die conditio humana zum Ausdruck zu bringen. Ich werde die block-Seite im Laufe der nächsten Woche erweitern, sodass die einzelne Beiträge kommentiert werden.

Die conditio humana schillert schon in meiner Vorstellung, jedoch habe ich anscheinend noch keine hinreichend ausdruckstarke Darstellung gefunden, um dieses Bild zu vermitteln, diese erfordert mehr als Design und ist Kunst.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, dieses Projekt auf die Beine stellen ist viel Arbeit und vorallem ist dieses Projekt nicht leicht kommunizierbar. Deshalb habe ich die knalligen Farben (Design) verwendet um den Besucher aufzuschrecken und zu signalisieren, STOPP hier gelten andere Regeln.</p>
<p>Können Blinde im Internet recherchieren? Woher findet eine kreative Jungunternehmerin die Kraft in Ihrem Hinterhofatelie Taschen zu designen und zu vermarkten? Ein Chat mit Frauen aus Brasilien, moralisch korrekt? Richard Branson, der reichste Mann von UK, hatte er Glück oder war es Strategie? Alfred Nobel ehemals ein reicher Mann, Herrscher über ein Weltimiperium, starb als einsamer Mann. Frischer Wind, ein Arzt versucht ein eigenes Konzept einer finanzierbaren Krankenkasse zu forcieren&#8230; überall sehe ich Menschen&#8230; die conditio humana. </p>
<p>Ein verschwindend kleiner Anteil der Links sind kommerziell, aber Strom wird halt nicht im Hinterhof und Viagra nicht in der Suppenküche entwickelt. Ein Leben ohne Strom? Das Aufatmen durch die Erleichterung durch Viagra? &#8230; der Mensch&#8230; Ich habe meine Seite heute früh in google eingetragen und hoffe, dass viele brotlose Künstler und kreative Jungunternehmer mitmachen (gratis) und ihren Beitrag,&#8230; zeigen.</p>
<p>Das peppige Design und &#8220;what&#8217;s that&#8221; reichen anscheinend nicht aus, um die Bedeutung der einzelnen Beiträg für die conditio humana zum Ausdruck zu bringen. Ich werde die block-Seite im Laufe der nächsten Woche erweitern, sodass die einzelne Beiträge kommentiert werden.</p>
<p>Die conditio humana schillert schon in meiner Vorstellung, jedoch habe ich anscheinend noch keine hinreichend ausdruckstarke Darstellung gefunden, um dieses Bild zu vermitteln, diese erfordert mehr als Design und ist Kunst.</p>
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	<item>
		<title>Von: HD Schellnack</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/design-vs-art/comment-page-1/#comment-2491</link>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Aug 2006 19:23:33 +0000</pubDate>
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		<description>Ganz abgesehen davon finde ich aber toll, daß du so etwas auf die Beine stellst.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ganz abgesehen davon finde ich aber toll, daß du so etwas auf die Beine stellst.</p>
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		<title>Von: HD Schellnack</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/design-vs-art/comment-page-1/#comment-2489</link>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Aug 2006 19:21:05 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.hdschellnack.de/?p=1289#comment-2489</guid>
		<description>Ich verstehe nicht ganz, was an einem Portal mit hauptsächlich kommerziellen Links Kunst ist? Wo entpuppt sich da die im Titel zitierte Conditio Humana? Über das Flash-Design müßte sich Marian komptetenter äußern können als ich. 

OneMillionDollar wollte ja nie Kunst sein... der Name ist Programm :-D. Das es gerade deswegen möglichweise, zumal erster seiner Art, ganz unfreiwillig als Kunst zu betrachten sein könnte, ist ein anderes Thema, und nicht meins.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich verstehe nicht ganz, was an einem Portal mit hauptsächlich kommerziellen Links Kunst ist? Wo entpuppt sich da die im Titel zitierte Conditio Humana? Über das Flash-Design müßte sich Marian komptetenter äußern können als ich. </p>
<p>OneMillionDollar wollte ja nie Kunst sein&#8230; der Name ist Programm :-D. Das es gerade deswegen möglichweise, zumal erster seiner Art, ganz unfreiwillig als Kunst zu betrachten sein könnte, ist ein anderes Thema, und nicht meins.</p>
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	<item>
		<title>Von: Alexander Kipp</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/design-vs-art/comment-page-1/#comment-2487</link>
		<dc:creator>Alexander Kipp</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Aug 2006 19:14:16 +0000</pubDate>
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		<description>Flämische Landschaftsmaler gibt es wie Sand am Meer; haben sich diese von dieser Tatsache vom Malen abhalten lassen? Und vor allem wieviel Designer haben schon das Rad oder den Stuhl neu erfinden können? Kaum einer.

Herr Schellnack Sie haben vollkommen recht, ich habe das Motiv/Suject von der zitierten Internetseite aufgegriffen und weiterentwickelt. Das Design und die expressionistische Farbgebung ist neu. Der Grundgedanke durch eine Sammlung von Graphiken den Menschen zu zeigen ist neu. Die Möglichkeit, dass jeder Mitmachen kann ist neu... das Motiv der Vorlage ist schön, doch deren Umsetzung ist meines Erachtens kraussig. 

Bei meinem Projekt trägt das Design dazu bei den künstlerischen Inhalt sichtbar zu machen.

Unterschiedliche Stühle mögen sich auf den ersten Blick sehr ähnlich, doch nachdem Sie mehrere Stunden in diesen gesessen haben, spüren Sie die Unterschiede.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Flämische Landschaftsmaler gibt es wie Sand am Meer; haben sich diese von dieser Tatsache vom Malen abhalten lassen? Und vor allem wieviel Designer haben schon das Rad oder den Stuhl neu erfinden können? Kaum einer.</p>
<p>Herr Schellnack Sie haben vollkommen recht, ich habe das Motiv/Suject von der zitierten Internetseite aufgegriffen und weiterentwickelt. Das Design und die expressionistische Farbgebung ist neu. Der Grundgedanke durch eine Sammlung von Graphiken den Menschen zu zeigen ist neu. Die Möglichkeit, dass jeder Mitmachen kann ist neu&#8230; das Motiv der Vorlage ist schön, doch deren Umsetzung ist meines Erachtens kraussig. </p>
<p>Bei meinem Projekt trägt das Design dazu bei den künstlerischen Inhalt sichtbar zu machen.</p>
<p>Unterschiedliche Stühle mögen sich auf den ersten Blick sehr ähnlich, doch nachdem Sie mehrere Stunden in diesen gesessen haben, spüren Sie die Unterschiede.</p>
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	<item>
		<title>Von: HD Schellnack</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/design-vs-art/comment-page-1/#comment-2486</link>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Aug 2006 18:15:58 +0000</pubDate>
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		<description>Vor allem ist es nicht neu: 
http://www.milliondollarhomepage.com/</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vor allem ist es nicht neu:<br />
<a href="http://www.milliondollarhomepage.com/" rel="nofollow">http://www.milliondollarhomepage.com/</a></p>
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		<title>Von: Alexander Kipp</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/design-vs-art/comment-page-1/#comment-2485</link>
		<dc:creator>Alexander Kipp</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Aug 2006 18:02:48 +0000</pubDate>
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		<description>DESIGN vs ART? Da stößt man sehr schnell an die Ausdrucksfähigkeit der Sprache und man müsste erstmals exakt die impliziten Definitionen, kulturelle Kontexte und dergleichen exakt definieren...

... mein Beiträg zu dieser Diskussion soll ein konkretes Fallbeispiel sein. Vor kurzem habe ich das Kunstprojekt www.conditiohumana.org gestartet. Was meint ihr:

Design? Kunst? Designkunst? Kunstdesign? Oder Schrott?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>DESIGN vs ART? Da stößt man sehr schnell an die Ausdrucksfähigkeit der Sprache und man müsste erstmals exakt die impliziten Definitionen, kulturelle Kontexte und dergleichen exakt definieren&#8230;</p>
<p>&#8230; mein Beiträg zu dieser Diskussion soll ein konkretes Fallbeispiel sein. Vor kurzem habe ich das Kunstprojekt <a href="http://www.conditiohumana.org" rel="nofollow">http://www.conditiohumana.org</a> gestartet. Was meint ihr:</p>
<p>Design? Kunst? Designkunst? Kunstdesign? Oder Schrott?</p>
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	<item>
		<title>Von: HD Schellnack</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/design-vs-art/comment-page-1/#comment-2479</link>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Aug 2006 19:39:41 +0000</pubDate>
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		<description>Ich glaube, das hat nicht viel mit der Arbeitsweise und den Denkstrukturen zu tun. Du bist Designer und machst Design oder du bist Künstler. Selbst ein noch so künstlerisches Plakat bleibt ein Plakat, es sei denn es verläßt den funktionalen Bereich. 
Kunstgewerbe ist ein Begriff, den ich für Design hochtreffend finde. Kunsthandwerk analog, halte ich – obwohl es ja meist abwertend gemeint ist – für ein ungeheures Kompliment. 

Worum es geht, ist aber, daß Kunst per se kein WERT ist. Kunst ist nicht gleich «gut» oder «besser» oder «kreativ». Kunst ist einfach Kunst. Und kann insofern auch Scheiße sein, you know? Meisterschaft ist ein ganz anderes Kriterium. Es ist eben nicht so, daß Gutes Deisgn oder gute Architektur dann künstlerisch wird. Oft im Gegenteil, weil die Aufgaben so konträr sind. 

Deshalb Gehry (partiell) als Beipsiel für jemanden, der vom Architekten zum Künstler wird... weil seine Häuser immer weniger als Häuser funktionieren, sondern als Symbole, als Semiotik. Und dabei – anders als bei anderen Architekten  – der Nutzwert nahezu vernachlässigt wird. Andere Baumeister können beide Aspekte verbinden, subsumieren somit die Ästhetik in den Nutzwert, bauen ein Haus für Menschen... Gehry tut das nicht mehr. Er macht Skulpturen, die zufällig auch Häuser sein könnten. Weswegen man ihn zugleich bewundern und verabscheuen darf ;-D.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich glaube, das hat nicht viel mit der Arbeitsweise und den Denkstrukturen zu tun. Du bist Designer und machst Design oder du bist Künstler. Selbst ein noch so künstlerisches Plakat bleibt ein Plakat, es sei denn es verläßt den funktionalen Bereich.<br />
Kunstgewerbe ist ein Begriff, den ich für Design hochtreffend finde. Kunsthandwerk analog, halte ich – obwohl es ja meist abwertend gemeint ist – für ein ungeheures Kompliment. </p>
<p>Worum es geht, ist aber, daß Kunst per se kein WERT ist. Kunst ist nicht gleich «gut» oder «besser» oder «kreativ». Kunst ist einfach Kunst. Und kann insofern auch Scheiße sein, you know? Meisterschaft ist ein ganz anderes Kriterium. Es ist eben nicht so, daß Gutes Deisgn oder gute Architektur dann künstlerisch wird. Oft im Gegenteil, weil die Aufgaben so konträr sind. </p>
<p>Deshalb Gehry (partiell) als Beipsiel für jemanden, der vom Architekten zum Künstler wird&#8230; weil seine Häuser immer weniger als Häuser funktionieren, sondern als Symbole, als Semiotik. Und dabei – anders als bei anderen Architekten  – der Nutzwert nahezu vernachlässigt wird. Andere Baumeister können beide Aspekte verbinden, subsumieren somit die Ästhetik in den Nutzwert, bauen ein Haus für Menschen&#8230; Gehry tut das nicht mehr. Er macht Skulpturen, die zufällig auch Häuser sein könnten. Weswegen man ihn zugleich bewundern und verabscheuen darf ;-D.</p>
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	<item>
		<title>Von: Atli</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/design-vs-art/comment-page-1/#comment-2478</link>
		<dc:creator>Atli</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Aug 2006 18:27:25 +0000</pubDate>
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		<description>Es gibt auch im Design oder in der Architektur einen autonomen Aspekt, der die reine Zweckhaftigkeit transzendiert und diese künstlerisch relevant macht.
Sei es bei Otl Aicher, dessen Texte wie »Die Welt als Entwurf« oder »Analog und digital« – überspitzt gesagt – einen höheren Anspruch als den eines Kunstgewerblers formulieren. Mit dem Vergleich von Bauhaus und Ikea kann ich mich nicht so recht anfreunden. Wie beispielsweise Reyner Banham (»Theorie und Gestaltung im Ersten Maschinenzeitalter«) entlarvt hat, war das trotz aller Propaganda nicht wirklich an der proletarischen Massenproduktion interessiert (nicht einmal in der Ära Hannes Meyer), sonder nur an der Rhetorik der Maschinenästhetik und der Massenproduktion. Die Bauhaus Produkte sollten das nur ausdrücken, nicht wirklich Massenprodukte sein. Aber das schmälert ihre Bedeutung nicht.
Bei Ikea gab es zumindest in der Frühphase noch Ahnung des romantischen schwedischen Landlebens a la Carl Larsson.

Aber um den Bogen zurück zu dem Ausgangsproblem zu spannen, Design sei keine Kunst und sollte deshalb gesellschaftlich und ökonomisch relevanter, so hängt das denke ich wohl auch von der Einstellung und den Arbeitsstrukturen der Designer ab. Seltsamerweise knüpfen diese ja selber nicht an Institutionen wie den Deutschen Werkbund an, vielleicht spukt in manchen Köpfen auch noch das schöne altmodische Wort des Kunstgewerbes herum …

Im übrigen fühle ich mich etwas unfreiwillig als Architekt geoutet …</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt auch im Design oder in der Architektur einen autonomen Aspekt, der die reine Zweckhaftigkeit transzendiert und diese künstlerisch relevant macht.<br />
Sei es bei Otl Aicher, dessen Texte wie »Die Welt als Entwurf« oder »Analog und digital« – überspitzt gesagt – einen höheren Anspruch als den eines Kunstgewerblers formulieren. Mit dem Vergleich von Bauhaus und Ikea kann ich mich nicht so recht anfreunden. Wie beispielsweise Reyner Banham (»Theorie und Gestaltung im Ersten Maschinenzeitalter«) entlarvt hat, war das trotz aller Propaganda nicht wirklich an der proletarischen Massenproduktion interessiert (nicht einmal in der Ära Hannes Meyer), sonder nur an der Rhetorik der Maschinenästhetik und der Massenproduktion. Die Bauhaus Produkte sollten das nur ausdrücken, nicht wirklich Massenprodukte sein. Aber das schmälert ihre Bedeutung nicht.<br />
Bei Ikea gab es zumindest in der Frühphase noch Ahnung des romantischen schwedischen Landlebens a la Carl Larsson.</p>
<p>Aber um den Bogen zurück zu dem Ausgangsproblem zu spannen, Design sei keine Kunst und sollte deshalb gesellschaftlich und ökonomisch relevanter, so hängt das denke ich wohl auch von der Einstellung und den Arbeitsstrukturen der Designer ab. Seltsamerweise knüpfen diese ja selber nicht an Institutionen wie den Deutschen Werkbund an, vielleicht spukt in manchen Köpfen auch noch das schöne altmodische Wort des Kunstgewerbes herum …</p>
<p>Im übrigen fühle ich mich etwas unfreiwillig als Architekt geoutet …</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: HD Schellnack</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/design-vs-art/comment-page-1/#comment-2477</link>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Aug 2006 13:43:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.hdschellnack.de/?p=1289#comment-2477</guid>
		<description>Atli, für mich ist aber nicht so sehr die Kunst entscheidend in der Debatte, die kommt gut alleine klar, sondern das Design und der hier ständig laufende Fehler, sich selbst als Künstler mißzuverstehen. 

Wirklich.. Otl ist KEIN Künstler. Sein Anspruch ist eben ein ganz anderer. Die Sachen haben ihren durchdachten Zweck und Sinn und Funktion und sind eben nicht um irher Selbst willen entstanden. Es ist Design. Kunstvolles, kreatives, ästhetisches Design, aber eben Design. Aicher hat das selbst stets betont und auch schön begründet. Es fängt ja bereits damit an, daß ein Plakat kein UNIKAT oder keine Limitierte Serie ist, sondenr ein Massenprodukt, mithin der ontrapunkt zur Kunst, bei der die einzigartigkeit oder Begrenzung zeitlich, räumlich oder eben in der reinen Menge ein zentraler und ganz pragmatischer Aspekt ist. 

Rubens et al sind für mich aus dem Verständnis moderner Kunst keine «Künstler» wie Trockel oder Richter oder Rauch usw  es sind. Es sind andere Welten, wie ich finde. Erst ab 20. Jh ist Kunst eher konzeptionell-intellektuell denn handwerklich, mithin entkörpert. Ich finde, der Kunstbegriff bis ins 19. Jh und der von heute sind völlig unterschiedlich. Und da es Design – wie du so schön sagst als Sündenfall – als eigene Disziplin erst ab Ende des 19, Anfang des 20. Jh gibt (und erst nach WW II als etablierte, relevante kommerzielle Massenerscheinung)... sollte man es am Kunstbegriff der entsprechenden aktuellen zeit messen, nicht am Kunstbegriff des 19. Jahrhunderts. Alles andere führt in die Irre. Und ist auch irrelevant, ich kenne keinen Designer, der sich mit Rubens verwechselt. 

Mit Zweckhaftigkeit meine ich, daß primär ein Nuztzen generiert wird. Ein Dosenöffner, so genial er auch designed ist, ist ein Dosenöffner. Keine Kunst. Eine Marketingbroschüre bleibt eine Marketingbroschüre, auch wenn du noch so sehr darin herumkreativst. Ein Bahnhof bleibt ein Bahnhof. Erst wenn er so gestalterisch wirr geworden ist, daß er die Nutzung als Bahnhof fast verliert – und so was würde ich einem gehry eben nahtlos zutrauen –, wenn also der Nutzungsaspekt in den Background tritt, kann es sicher auch Kunst werden. Aber solange etwas seine eigene Zweckhaftigkeit (und damit meine ich nicht den Verkauf von Kunstwerken zwecks Überlegen, das ist ein ganz anderer Pragmatismus  des Kunst-Marktes), in sich trägt, ein Radio also immer noch Radiostationen abspielen kann, auch wenn es in einer biomophen Masse von Selbst an der Wand hängt und in LED-Blau pulsiert oder so etwas, wird es immer Design bleiben. Es löst eine Art von Problem, verbessert ein Produkt oder seine Nutzung/wahrnehmung und so weiter. Es bleibt Produkt- oder Kom-Design. 

Kunst, nebenbei, ist eben reproduzierbar (Benjamin), Desiugn aber ist auf Reproduzierbarkeit ANGELEGT. Es ist eine Reaktion auf die Massengesellschaft, ein ästhetischer Überbau der Massenproduktion, eine kreative-qualitative Aufladung und im Bauhaus ja sogar bewußte Forcierung/Nutzung dieses Prozesses. Insofenr bezeichne ich Ikea ja immer halblaut als DEN offiziellen Bauhaus-Erben. Das Bauhaus-Entwürfe heute als seltene Sammlerobjekte und Kunstwerke durchgehen, widerspricht dem Geist der Sache, die auf Multiplikation und soziale Massenfertigung aus war

Und natürlich gibt es (gottseidank) immer noch Künstler, die prämodern arbeiten. Und ich selbst mag es ja auch. Mir geht es hier eben eher um die Frage, was Design und Kunst unterscheidet, nicht um die zahlreichen Nuancen in der Kunst selbst.Aber ein Gemälde, wie auch immer gemalt, ist ein Gemälde (außer es sollte eine Photographie sein), weswegen heute auch ein naturalistisches Ölgemälde eben ein Gemälde ist (weil es ja sonst eine Photographie sein könnte), was 1416 etwas anderes war... die Chance, daß ein Gemälde einfach nur ein Photo sein sollte, ist hier eben recht hoch, heute bei Null. Ein Gemälde SOLL heute mehr als ein Photo sein. Donald Judd arbeitet doch aber hypermodern, finde ich? Ganz abstrakt und very minimal art. Großartiger Mann. 

Architektur ist keine Kunst. Architektur ist Architektur. Ist auch gut so. Man baut halt Häuser. Und plant Städte. Das ist was ganz anderes als Kühe zersägen. Was du als Architekt tust, und das weißt du aus der Praxis ja selbst, ist eine Mischung aus Ingenieurstätigkeit, lateraler Kreativität... beides fusioniert mit dem Blick auf «Wird das funktionieren?». Ob ein Gebäude schön ist und ästhetisch neue Wege beschreitet ist Teil dieses Denkens. Man baut ein Haus nicht einfach nur so, sonder hat immer die Nutzung, die Funktion im Blick. Die Utopie ist Teil davon. Auch der Braun Schneewittchensarg oder der Smart, beides hervorragende Produktdesigns, wie ich finde, sind keine Kunst, obwohl beide auch eine gesellschaftliche und visionäre Ebene in sich tragen. Ich persönlich bin der Meinung, daß dies eine ganz andere Augabenstellung, andere Denke ist als «Kunst» zu produzieren, die im Vakuum stehen darf und kann und eher mit sich selbst und dem Künstler beschäftigt ist, eben «a-sozial» ist. Während du als Architekt immer sozial denkst, immer an die Menschen, die in deinem Haus sind, die du mit deinen Entwürfen bereichern willst. Du machst das nich für dich, sondern du hast einen Idealuser vor Augen, du entwickelst nicht völlig frei und spontan, sondern auf ein harmonisches Ganzes, eine GESTALT hin. Völlig andere Sachen. Es ist so, als würde sich ein Boxer als Fahradfahrer bezeichnen, nur weil er auch seine Beine benutzt :-D. Und darin ist auch Impliziert, daß ich Design und Kunst gleichwertig sehe, das Design sogar einen Hauch schwieriger udn wichtiger finde, weil es nicht so impulsiv sein kann, sondern nicht nur kreativ und neugierig und spannend und ästhetisch und und und sein soll und oft muß, sondern auch Kostenkriterien erfüllen muß, marktkrierteien bedenken muß, pragmatische Lösungen suchen muß und unterm Strich für eine Vielzahl von Parametern FUNKTIONIEREN muß (Und Kunst eben den Luxus hat, nicht nurnicht funktionieren zu müssen, sondern eben sogar nicht funktionieren zu DÜRFEN, außer eben als Kunstwerk. Niemand würde Ueckers Nagelskuplturen als Garderobe verstehen und seinen Mantel daran aufhängen. Umgekehrt wäre eine Garderobe, die seinen Stil aufgreift und mit Nägeln arbeitet, keine Kunst, sondern eben ein Designobjekt, das Kunst zitiert.. denn im Vordergrund steht der Nutzen als schicke Garderobe, nicht der Wert als Kunstunikat und persönliche Verwirklichung, wie bei Uecker. Und so weiter.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Atli, für mich ist aber nicht so sehr die Kunst entscheidend in der Debatte, die kommt gut alleine klar, sondern das Design und der hier ständig laufende Fehler, sich selbst als Künstler mißzuverstehen. </p>
<p>Wirklich.. Otl ist KEIN Künstler. Sein Anspruch ist eben ein ganz anderer. Die Sachen haben ihren durchdachten Zweck und Sinn und Funktion und sind eben nicht um irher Selbst willen entstanden. Es ist Design. Kunstvolles, kreatives, ästhetisches Design, aber eben Design. Aicher hat das selbst stets betont und auch schön begründet. Es fängt ja bereits damit an, daß ein Plakat kein UNIKAT oder keine Limitierte Serie ist, sondenr ein Massenprodukt, mithin der ontrapunkt zur Kunst, bei der die einzigartigkeit oder Begrenzung zeitlich, räumlich oder eben in der reinen Menge ein zentraler und ganz pragmatischer Aspekt ist. </p>
<p>Rubens et al sind für mich aus dem Verständnis moderner Kunst keine «Künstler» wie Trockel oder Richter oder Rauch usw  es sind. Es sind andere Welten, wie ich finde. Erst ab 20. Jh ist Kunst eher konzeptionell-intellektuell denn handwerklich, mithin entkörpert. Ich finde, der Kunstbegriff bis ins 19. Jh und der von heute sind völlig unterschiedlich. Und da es Design – wie du so schön sagst als Sündenfall – als eigene Disziplin erst ab Ende des 19, Anfang des 20. Jh gibt (und erst nach WW II als etablierte, relevante kommerzielle Massenerscheinung)&#8230; sollte man es am Kunstbegriff der entsprechenden aktuellen zeit messen, nicht am Kunstbegriff des 19. Jahrhunderts. Alles andere führt in die Irre. Und ist auch irrelevant, ich kenne keinen Designer, der sich mit Rubens verwechselt. </p>
<p>Mit Zweckhaftigkeit meine ich, daß primär ein Nuztzen generiert wird. Ein Dosenöffner, so genial er auch designed ist, ist ein Dosenöffner. Keine Kunst. Eine Marketingbroschüre bleibt eine Marketingbroschüre, auch wenn du noch so sehr darin herumkreativst. Ein Bahnhof bleibt ein Bahnhof. Erst wenn er so gestalterisch wirr geworden ist, daß er die Nutzung als Bahnhof fast verliert – und so was würde ich einem gehry eben nahtlos zutrauen –, wenn also der Nutzungsaspekt in den Background tritt, kann es sicher auch Kunst werden. Aber solange etwas seine eigene Zweckhaftigkeit (und damit meine ich nicht den Verkauf von Kunstwerken zwecks Überlegen, das ist ein ganz anderer Pragmatismus  des Kunst-Marktes), in sich trägt, ein Radio also immer noch Radiostationen abspielen kann, auch wenn es in einer biomophen Masse von Selbst an der Wand hängt und in LED-Blau pulsiert oder so etwas, wird es immer Design bleiben. Es löst eine Art von Problem, verbessert ein Produkt oder seine Nutzung/wahrnehmung und so weiter. Es bleibt Produkt- oder Kom-Design. </p>
<p>Kunst, nebenbei, ist eben reproduzierbar (Benjamin), Desiugn aber ist auf Reproduzierbarkeit ANGELEGT. Es ist eine Reaktion auf die Massengesellschaft, ein ästhetischer Überbau der Massenproduktion, eine kreative-qualitative Aufladung und im Bauhaus ja sogar bewußte Forcierung/Nutzung dieses Prozesses. Insofenr bezeichne ich Ikea ja immer halblaut als DEN offiziellen Bauhaus-Erben. Das Bauhaus-Entwürfe heute als seltene Sammlerobjekte und Kunstwerke durchgehen, widerspricht dem Geist der Sache, die auf Multiplikation und soziale Massenfertigung aus war</p>
<p>Und natürlich gibt es (gottseidank) immer noch Künstler, die prämodern arbeiten. Und ich selbst mag es ja auch. Mir geht es hier eben eher um die Frage, was Design und Kunst unterscheidet, nicht um die zahlreichen Nuancen in der Kunst selbst.Aber ein Gemälde, wie auch immer gemalt, ist ein Gemälde (außer es sollte eine Photographie sein), weswegen heute auch ein naturalistisches Ölgemälde eben ein Gemälde ist (weil es ja sonst eine Photographie sein könnte), was 1416 etwas anderes war&#8230; die Chance, daß ein Gemälde einfach nur ein Photo sein sollte, ist hier eben recht hoch, heute bei Null. Ein Gemälde SOLL heute mehr als ein Photo sein. Donald Judd arbeitet doch aber hypermodern, finde ich? Ganz abstrakt und very minimal art. Großartiger Mann. </p>
<p>Architektur ist keine Kunst. Architektur ist Architektur. Ist auch gut so. Man baut halt Häuser. Und plant Städte. Das ist was ganz anderes als Kühe zersägen. Was du als Architekt tust, und das weißt du aus der Praxis ja selbst, ist eine Mischung aus Ingenieurstätigkeit, lateraler Kreativität&#8230; beides fusioniert mit dem Blick auf «Wird das funktionieren?». Ob ein Gebäude schön ist und ästhetisch neue Wege beschreitet ist Teil dieses Denkens. Man baut ein Haus nicht einfach nur so, sonder hat immer die Nutzung, die Funktion im Blick. Die Utopie ist Teil davon. Auch der Braun Schneewittchensarg oder der Smart, beides hervorragende Produktdesigns, wie ich finde, sind keine Kunst, obwohl beide auch eine gesellschaftliche und visionäre Ebene in sich tragen. Ich persönlich bin der Meinung, daß dies eine ganz andere Augabenstellung, andere Denke ist als «Kunst» zu produzieren, die im Vakuum stehen darf und kann und eher mit sich selbst und dem Künstler beschäftigt ist, eben «a-sozial» ist. Während du als Architekt immer sozial denkst, immer an die Menschen, die in deinem Haus sind, die du mit deinen Entwürfen bereichern willst. Du machst das nich für dich, sondern du hast einen Idealuser vor Augen, du entwickelst nicht völlig frei und spontan, sondern auf ein harmonisches Ganzes, eine GESTALT hin. Völlig andere Sachen. Es ist so, als würde sich ein Boxer als Fahradfahrer bezeichnen, nur weil er auch seine Beine benutzt :-D. Und darin ist auch Impliziert, daß ich Design und Kunst gleichwertig sehe, das Design sogar einen Hauch schwieriger udn wichtiger finde, weil es nicht so impulsiv sein kann, sondern nicht nur kreativ und neugierig und spannend und ästhetisch und und und sein soll und oft muß, sondern auch Kostenkriterien erfüllen muß, marktkrierteien bedenken muß, pragmatische Lösungen suchen muß und unterm Strich für eine Vielzahl von Parametern FUNKTIONIEREN muß (Und Kunst eben den Luxus hat, nicht nurnicht funktionieren zu müssen, sondern eben sogar nicht funktionieren zu DÜRFEN, außer eben als Kunstwerk. Niemand würde Ueckers Nagelskuplturen als Garderobe verstehen und seinen Mantel daran aufhängen. Umgekehrt wäre eine Garderobe, die seinen Stil aufgreift und mit Nägeln arbeitet, keine Kunst, sondern eben ein Designobjekt, das Kunst zitiert.. denn im Vordergrund steht der Nutzen als schicke Garderobe, nicht der Wert als Kunstunikat und persönliche Verwirklichung, wie bei Uecker. Und so weiter.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Atli</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/design-vs-art/comment-page-1/#comment-2475</link>
		<dc:creator>Atli</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Aug 2006 13:02:42 +0000</pubDate>
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		<description>Danke für die Antwort. Die hier immer wieder angeführten Randbereiche sind sicher problematisch, aber ich habe einige Einwände:

Entscheidend ist nicht die Disziplin der Kunst, sondern der Anspruch, der in ihr steckt – ob sie will oder nicht.
So muß man Künstler vor ihrem zeitgeschichtlichen Hintergrund betrachten und darf ihnen und ihrer Propaganda nicht allzu sehr auf dem Leim gehen. Den naiven handwerklichen Aspekt in Otl Aichers Äußerungen halte ich für – flapsig gesagt – verspätete Bauhaus-Propaganda — auch die von ihm angedrohten Prügel passen wohl eher in Zeit der  Straßenkämpfer der Weimarer Republik als in die frühe BRD. Aber Spaß beiseite, ich würde es Otl Aicher nicht absprechen wollen, daß er durchaus einen wichtigen Beitrag zur Kunst geleistet hat, obwohl sicher vieles von seiner Produktion wohl eher Gebrauchskunst ist.
(Diese zeitgeschichtliche Betrachtung erledigt auch die Frage, ob man den Begriff Design auf ein Objekt aus dem 16. Jahrhundert anwenden darf. Der Sache wird übrigens interessant, stellt man die Frage, als was sich beispielsweise Dürer, Rembrandt oder Rubens bezeichnet haben. Ihr Selbstverständnis war sehr unterschiedlich und dennoch betrachten wir sie heute als »Künstler« und vegleichen ihre Werke — eben weil sie über ihr eigenes Selbstverständnis hinaus relevante Kunst produziert haben.)

Bei dem Begriff der Zweckhaftigkeit reden wir aneinander vorbei. Die Zweckhaftigkeit der Kunst verhindert ja nicht den Anspruch. Es ist naiv zu glauben, die heutige »freie Kunst« sei durch den Markt völlig frei, so viel freier als sie in früheren Jahrhunderten durch die Bindung an Auftraggeber, Genres, Konventionen u.ä. gebunden ist. 
Auch das Originalgenie, der an keine Auftraggeber, Vorbilder, Diskurse u.ä. gebunden ist, ist eine romantische Fiktion. Ähnliche, wenn auch subtilere Beschränkungen sind heute durchaus noch vorhanden und sei es in Form des Marktes oder der Erwartungen der Sammler. Gerade die letzten großen Kunstmessen und -ausstellungen, auf denen ich war, habe ich als – höflich formuliert – ziemlich pragmatische Veranstaltungen erlebt.

Aber ich stimme dem zu, daß es durch photographische oder elektronische Medien eine Grenze im Bezug auf Reproduzierbarkeit und Ikonografie zwischen vormoderner und moderner Kunst gibt, aber ich zum einen würde ich das – weiter gefaßt – als Ergebnis von Abstraktion und Industrialisierung ansehen, nicht als Entfesselung der Kunst. Es gibt ja auch ein Reihe zeitgenössischer Künstler, die nicht auf diesen Fortschritt zurückgreifen, beispielsweise Michael Heizer, Donald Judd oder Ólafur Elíasson.

Apropos Architektur, die ich altmodischerweise immer noch zu den Künsten zähle, obowhl man wohl zwischen schnödem Bauen und Architektur unterscheiden muß. Gerade Frei Otto wird unterschätzt, denn seine gesellschaftlicher, teilweise utopisch-visionärer Gesellschaftsanspruch weisen weit über das einfache Planen und Bauen hinaus. (Und ja, die Hermeneutik von Stühlen, wie Marcel Breuers Freischwinger ist sicher untersuchungswürdig — ist auch untersucht worden. Aber bei den meisten Sitzgelegenheiten kann man sich das wohl sparen.)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für die Antwort. Die hier immer wieder angeführten Randbereiche sind sicher problematisch, aber ich habe einige Einwände:</p>
<p>Entscheidend ist nicht die Disziplin der Kunst, sondern der Anspruch, der in ihr steckt – ob sie will oder nicht.<br />
So muß man Künstler vor ihrem zeitgeschichtlichen Hintergrund betrachten und darf ihnen und ihrer Propaganda nicht allzu sehr auf dem Leim gehen. Den naiven handwerklichen Aspekt in Otl Aichers Äußerungen halte ich für – flapsig gesagt – verspätete Bauhaus-Propaganda — auch die von ihm angedrohten Prügel passen wohl eher in Zeit der  Straßenkämpfer der Weimarer Republik als in die frühe BRD. Aber Spaß beiseite, ich würde es Otl Aicher nicht absprechen wollen, daß er durchaus einen wichtigen Beitrag zur Kunst geleistet hat, obwohl sicher vieles von seiner Produktion wohl eher Gebrauchskunst ist.<br />
(Diese zeitgeschichtliche Betrachtung erledigt auch die Frage, ob man den Begriff Design auf ein Objekt aus dem 16. Jahrhundert anwenden darf. Der Sache wird übrigens interessant, stellt man die Frage, als was sich beispielsweise Dürer, Rembrandt oder Rubens bezeichnet haben. Ihr Selbstverständnis war sehr unterschiedlich und dennoch betrachten wir sie heute als »Künstler« und vegleichen ihre Werke — eben weil sie über ihr eigenes Selbstverständnis hinaus relevante Kunst produziert haben.)</p>
<p>Bei dem Begriff der Zweckhaftigkeit reden wir aneinander vorbei. Die Zweckhaftigkeit der Kunst verhindert ja nicht den Anspruch. Es ist naiv zu glauben, die heutige »freie Kunst« sei durch den Markt völlig frei, so viel freier als sie in früheren Jahrhunderten durch die Bindung an Auftraggeber, Genres, Konventionen u.ä. gebunden ist.<br />
Auch das Originalgenie, der an keine Auftraggeber, Vorbilder, Diskurse u.ä. gebunden ist, ist eine romantische Fiktion. Ähnliche, wenn auch subtilere Beschränkungen sind heute durchaus noch vorhanden und sei es in Form des Marktes oder der Erwartungen der Sammler. Gerade die letzten großen Kunstmessen und -ausstellungen, auf denen ich war, habe ich als – höflich formuliert – ziemlich pragmatische Veranstaltungen erlebt.</p>
<p>Aber ich stimme dem zu, daß es durch photographische oder elektronische Medien eine Grenze im Bezug auf Reproduzierbarkeit und Ikonografie zwischen vormoderner und moderner Kunst gibt, aber ich zum einen würde ich das – weiter gefaßt – als Ergebnis von Abstraktion und Industrialisierung ansehen, nicht als Entfesselung der Kunst. Es gibt ja auch ein Reihe zeitgenössischer Künstler, die nicht auf diesen Fortschritt zurückgreifen, beispielsweise Michael Heizer, Donald Judd oder Ólafur Elíasson.</p>
<p>Apropos Architektur, die ich altmodischerweise immer noch zu den Künsten zähle, obowhl man wohl zwischen schnödem Bauen und Architektur unterscheiden muß. Gerade Frei Otto wird unterschätzt, denn seine gesellschaftlicher, teilweise utopisch-visionärer Gesellschaftsanspruch weisen weit über das einfache Planen und Bauen hinaus. (Und ja, die Hermeneutik von Stühlen, wie Marcel Breuers Freischwinger ist sicher untersuchungswürdig — ist auch untersucht worden. Aber bei den meisten Sitzgelegenheiten kann man sich das wohl sparen.)</p>
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		<title>Von: HD Schellnack</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/design-vs-art/comment-page-1/#comment-2473</link>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Aug 2006 10:44:11 +0000</pubDate>
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		<description>Das Zitat von Deleuze greift es sehr schön. Wobei Interpretation natürlich ein weites Feld ist – auch ein Vitra-Stuhl mag nach hermeneutischer Zerpflückung rufen :-D, ist aber trotzdem meist doch Design (es sei denn, er ist Kunst, muahahah)

Die Zewckhaftigkeit halte ich für ein entscheidendes Kriterium. Und wie gesagt – ich nehme einen modernen Kunstbegriff, finde wie du, daß vor dem 20.Jh ein überwiegender teil der Kunst Auftragsarbeit und präphotographisch war, also un-entfesselt. Moderne Kunst, und nur um die kann es uns gehen, es sei denn, wir wollen auch über Design im 16. Jahrhundert reden, ist postphotographisch und wird oft vorproduziert und findet dann ihre Käufer/Sammler. 

Frei Otto ist aber kein Künstler, sondern Architekt. Ein umwerfend guter, kreativer, warmer Architekt, wie man ihn selten genug hat... aber eben ein Architekt. Was im Zweifelsfalls so gut, vielleicht besser ist, als ein Künstler zu sein. Nur ist er eben kein «Künstler» im Sinne einer modernen Kunst des 20/21. Jahrhunderts, sondern jemand, der Gebäude, Städte usw. plant. 

Analog Otl Aicher, dessen frühe Plakate für Ulm für mich persönlich schon deutlich künstlerischen Ausdruck haben, diese Reduktion, die Formensprache.. großartig. Aber der Mann hätte dich verprügelt, wenn du ihn als Künstler diffamiert hättest :-D. Denn jedes der Plakate schaut nicht einfach gut aus oder ist künstlerisch anregend, es erfüllt auch auf fast gespenstisch zutreffende Weise seinen Zweck. Die schaut man sich an und denkt, man will den Job an den Nagel hängen, weil Otl eben den schon lange jahre vorher so auf den Kopf getroffen hat, daß man eh nicht mehr hinankommt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Zitat von Deleuze greift es sehr schön. Wobei Interpretation natürlich ein weites Feld ist – auch ein Vitra-Stuhl mag nach hermeneutischer Zerpflückung rufen :-D, ist aber trotzdem meist doch Design (es sei denn, er ist Kunst, muahahah)</p>
<p>Die Zewckhaftigkeit halte ich für ein entscheidendes Kriterium. Und wie gesagt – ich nehme einen modernen Kunstbegriff, finde wie du, daß vor dem 20.Jh ein überwiegender teil der Kunst Auftragsarbeit und präphotographisch war, also un-entfesselt. Moderne Kunst, und nur um die kann es uns gehen, es sei denn, wir wollen auch über Design im 16. Jahrhundert reden, ist postphotographisch und wird oft vorproduziert und findet dann ihre Käufer/Sammler. </p>
<p>Frei Otto ist aber kein Künstler, sondern Architekt. Ein umwerfend guter, kreativer, warmer Architekt, wie man ihn selten genug hat&#8230; aber eben ein Architekt. Was im Zweifelsfalls so gut, vielleicht besser ist, als ein Künstler zu sein. Nur ist er eben kein «Künstler» im Sinne einer modernen Kunst des 20/21. Jahrhunderts, sondern jemand, der Gebäude, Städte usw. plant. </p>
<p>Analog Otl Aicher, dessen frühe Plakate für Ulm für mich persönlich schon deutlich künstlerischen Ausdruck haben, diese Reduktion, die Formensprache.. großartig. Aber der Mann hätte dich verprügelt, wenn du ihn als Künstler diffamiert hättest :-D. Denn jedes der Plakate schaut nicht einfach gut aus oder ist künstlerisch anregend, es erfüllt auch auf fast gespenstisch zutreffende Weise seinen Zweck. Die schaut man sich an und denkt, man will den Job an den Nagel hängen, weil Otl eben den schon lange jahre vorher so auf den Kopf getroffen hat, daß man eh nicht mehr hinankommt.</p>
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		<title>Von: Atli</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/design-vs-art/comment-page-1/#comment-2472</link>
		<dc:creator>Atli</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Aug 2006 10:36:38 +0000</pubDate>
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		<description>Zufällig bin ich gerade über diesen Blog gestolpert und finde interessant, wie Designer offensichtlich unter dem Phantomschmerz des »Kunst-Komplexes« leiden.

Die allzu inklusiven Definitionen im Bezug auf Kunst halte ich für problematisch, weil eben alle Randdiszplinen auch mit erfaßt werden wollen. Stattdessen ist die Definition von Deleuze, Kunst sei – verkürzt – eine Maschine zur Produktion von Interpretation ein guter Ansatz, weil der Anspruch zu einem wichtigen Kriterium wird. 
In diesem Sinne sind beispielsweise Beuys offene oder erweiterte Kunstwerke wichtige Beiträge zur Kunst, aber seine Aktionen sind einmalig und nicht wiederholbar, nicht jeder Straßenfeger ist ein Künstler.
Auch der zeitgeschichtliche Hintergrund spielt eine wichtige Rolle, spätere »Kopien« sind nicht mehr besonders relevant, spät-impressionistische Malerei heute oder Filmmusik beispielsweise.

Man kann sich letztlich nur an die soziale Konvention halten, ob man Design oder Gestaltung für bedeutende Kunst hält oder nicht. In meinen Augen sind beispielsweise die Proun-Bilder von El Lissitzky große Kunst, viel spätere Gestaltung, die darauf aufbaut, nicht. Analog, ob Architektur, Möbel o.ä. Kunst ist oder nicht. Das Medium ist nicht entscheidend, siehe Damian Hirst.

Die Zweckhaftigkeit ist – finde ich – kein Kriterium, die meiste Kunst bis zum 20. Jahrhundert war Auftragskunst, die in bestimmten Genres »abgewickelt« wurde (in der Malerei Stilleben, Portrait, Vedute usw., in der Musik ebenso). Auch die Architektur leidet immer unter ihrer Funktion, aber Funktion, Typologie, Konstruktion usw. sind halt die grundlegenden Mittel dieser Kunstdisziplin und entwerten sie nicht. Gerade Frei Otto ist für mich ein Jahrhundert-Architekt, weil er durch völlig neue Konstruktionen (Zelte, Schalen usw.) eine nicht dagewesene Architektur für eine befreite, ökolgische und anti-autoritäre Gesellschaft entwirft, obwohl seine Bauten »nur« Bahnhöfe, Olympia-Stadien u.ä. sind.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zufällig bin ich gerade über diesen Blog gestolpert und finde interessant, wie Designer offensichtlich unter dem Phantomschmerz des »Kunst-Komplexes« leiden.</p>
<p>Die allzu inklusiven Definitionen im Bezug auf Kunst halte ich für problematisch, weil eben alle Randdiszplinen auch mit erfaßt werden wollen. Stattdessen ist die Definition von Deleuze, Kunst sei – verkürzt – eine Maschine zur Produktion von Interpretation ein guter Ansatz, weil der Anspruch zu einem wichtigen Kriterium wird.<br />
In diesem Sinne sind beispielsweise Beuys offene oder erweiterte Kunstwerke wichtige Beiträge zur Kunst, aber seine Aktionen sind einmalig und nicht wiederholbar, nicht jeder Straßenfeger ist ein Künstler.<br />
Auch der zeitgeschichtliche Hintergrund spielt eine wichtige Rolle, spätere »Kopien« sind nicht mehr besonders relevant, spät-impressionistische Malerei heute oder Filmmusik beispielsweise.</p>
<p>Man kann sich letztlich nur an die soziale Konvention halten, ob man Design oder Gestaltung für bedeutende Kunst hält oder nicht. In meinen Augen sind beispielsweise die Proun-Bilder von El Lissitzky große Kunst, viel spätere Gestaltung, die darauf aufbaut, nicht. Analog, ob Architektur, Möbel o.ä. Kunst ist oder nicht. Das Medium ist nicht entscheidend, siehe Damian Hirst.</p>
<p>Die Zweckhaftigkeit ist – finde ich – kein Kriterium, die meiste Kunst bis zum 20. Jahrhundert war Auftragskunst, die in bestimmten Genres »abgewickelt« wurde (in der Malerei Stilleben, Portrait, Vedute usw., in der Musik ebenso). Auch die Architektur leidet immer unter ihrer Funktion, aber Funktion, Typologie, Konstruktion usw. sind halt die grundlegenden Mittel dieser Kunstdisziplin und entwerten sie nicht. Gerade Frei Otto ist für mich ein Jahrhundert-Architekt, weil er durch völlig neue Konstruktionen (Zelte, Schalen usw.) eine nicht dagewesene Architektur für eine befreite, ökolgische und anti-autoritäre Gesellschaft entwirft, obwohl seine Bauten »nur« Bahnhöfe, Olympia-Stadien u.ä. sind.</p>
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		<title>Von: HD Schellnack</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/design-vs-art/comment-page-1/#comment-2437</link>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Aug 2006 16:17:37 +0000</pubDate>
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		<description>Wahrscheinlich, ist ein bißchen arg genau in der Kaupp-Hardcorephase. Und so umwerfend fand ich den Preview noch nicht. Vor allem die Typo der großen Banner ist, höflich gesagt, ausbaufähig :-D. Gab aber schon sehr spannende und schöne Exponante und generell finde ich die Leistung, die Zollverein dort stemmt, beachtenswert und förderungswürdig. Wenn ich meinen müden Körper also irgendwie dorthin bekomme, würde ich gern hin.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wahrscheinlich, ist ein bißchen arg genau in der Kaupp-Hardcorephase. Und so umwerfend fand ich den Preview noch nicht. Vor allem die Typo der großen Banner ist, höflich gesagt, ausbaufähig :-D. Gab aber schon sehr spannende und schöne Exponante und generell finde ich die Leistung, die Zollverein dort stemmt, beachtenswert und förderungswürdig. Wenn ich meinen müden Körper also irgendwie dorthin bekomme, würde ich gern hin.</p>
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		<title>Von: uhlenbrock</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/design-vs-art/comment-page-1/#comment-2436</link>
		<dc:creator>uhlenbrock</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Aug 2006 16:13:24 +0000</pubDate>
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		<description>danke, ganz meine meinung.
gehts du zur eröffnung am 25ten?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>danke, ganz meine meinung.<br />
gehts du zur eröffnung am 25ten?</p>
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	</item>
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		<title>Von: HD Schellnack</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/design-vs-art/comment-page-1/#comment-2422</link>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Aug 2006 06:37:33 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.hdschellnack.de/?p=1289#comment-2422</guid>
		<description>Marian... politische Ziele usw in der Kunst sind PERSÖNLICHE. Kunst kommt aus dem Individuum und aus seiner Reaktion auf die Umwelt. Sie ist a-sozial. Design ist sozial. 

Mir ist pretty much egal, was Kunst nu ist. Für mich selbst hänge ich ja auch eher an einem offenen Kunstbegriff à la Beavis &amp; Butthead (It sucks/It&#039;s cool), der aber natürlich, I know, schnell empfindlich gleichmacherisch und allzu postmodern und vor allem proletarisch-ungebildet ist. «Kunst ist, was ich mag» ist ein schrecklich abschüssiger Hügel, bei dem jede Differenrzierung mittelfristig auf der Strecke bleibt. Was sympathisch ist, aber der Definition von Kunst nicht hilft. 

Nur randscharfe Definitionen sind brauchbar. Ich mag das nächstes jahr ganz anders propagieren, aber momentan geht mir das warme Wischiwaschi etwas gegen den Strich. Designer sind Künstler. Müllmänner sind Künstler. Weil wir alle keine Lust mehr haben, ehrlich zu arbeiten, sind wir alle «Artisten». Keiner will mehr Bäcker oder Schreiner werden, die Betriebe klagen über mangelnde Lehrlinge. Und im Designbereich zahlen die Kids drei vier Jahre 600 Euro im Monat, um dann ein Praktikum zu machen, um dann vielleicht eine Anstellung zu kriegen. 

Design hat mit Kunst gar nichts zu tun. Es ist ein im höchsten Maße ausgefeilter Beruf, wie Chirurg oder Architekt, der ein ganz ganz spezifisches Set von Fähigkeiten braucht und bedingt und der – ob als Produktdesigner bei BMW oder als freiberuflicher Kommunikationsdesigner - einen täglichen Kampf gegen das Grau bedeutet. gegen das schlecht gestaltete, gegen die 80%-Mentalität, gegen die eigene Stagnation und die der Auftraggeber. Er erfordert Fingerspitzengefühl in einer hypersensiblen Art, weswegen viele Designer– wie Schauspielr, die beruflich Gefühle auf Knopfdruck gluabhaft generieren können müssen oder Identität als formbar erleben müssen – etwas verstrahlt wirken, durchaus etwas Künstlerhaftes auszustrahlen scheinen. Aber die berufliche Deformation ist eine ganz andere. 

Und natürlich gibt es weiche Grenzen. Stankowski. Vasarely. Die waren in den 60ern vielleicht schwimmender als heute, weil Design damals noch das handwerkliche des Zeichnen-Könnens stärker in sich trug. Aber Fleckhaus, Brodovitch... die beiden waren keine Künstler. Saville ist schwierig.Hat er New Order nicht doch manchmal mißbraucht, um Kunst zu machen? Oder war es nur perfektes Produktdesign? Die Grenzen sind nicht immer klar. 

Wichtig aber ist, daß wir in der Selbstdarstellung von dieser Künstlerpose wegkommen. Und auch nicht in der platten Anzug-und-Kravatte-Dienstleisterpose enden, bei den gegelten Haaren, die ich inzwischen so oft bei Pitches sehe, den glatten Werbegesichtern, denen das Nicken schon angeboren scheint. Deshalb sind große Designbüros und Agenturen oft gefährlich, manche von denen (nicht alle) verlieren die Kraft zum Neinsagen, weil sie ihre Infrastruktur finanzieren müssen und es nur noch um den Etat geht. 

Wir sind keine Dienstleister zweiten Grades, die nur einen Job erledigen. D.h. wir erledigen oft nicht den Job, für den wir angeheuert sind, sondern einen darüber liegenden. Designer gehören in Entscheidungsprozesse der von ihnen betreuten Firmen eingebunden. Michael Siegers Forderung, daß man Designer auf Vorstandsebene bei großen Firmen bräucht, halte ich für angemessen, fast selbstverständlich. Design ist keine Dienstleistung mit gebeugtem Haupt. 

Aber wir sind auch keine Künstler. Und dieses Klischee beim Kunden erschwert die Kommunikation. Ich treffe keine Entscheidungen auf Basis persönlichen Geschmacks, sondern ich treffe sie – im Rahmen meiner Möglichkeiten, meines Stils, der ja Folge meines spezifischen Nicht-Könnens ist – für den Kunden. Ich treffe sie auf keinen Fall so, wie er sie treffen würde, sondern so wie ich denke, daß er sie treffen sollte. Ich will immer schon ein Stück wieter, als der Kunde sich es selbst gerade zutraut, meist, weil ich denke, daß er es sich locker zutrauen kann... man sieht die Dinge von außen ja oft klarer.
Und dann ists in der Debatte oft so ein Punkt à la «Ja sie und ihre Künstler-Ideen...» und das ist anstregend, weil keine der Ideen aus der Kunst kommt, sondern aus der RICHTIGEN Lösung (mit meinen Mitteln und meinem Stil) für das gegebene Problem. 
Beim WAZ-Pitch ist dann also nicht die Frage, wie ich mir «als Künstler» eine Zeitung vorstelle (gar nicht mehr.. als Künstler würde ich etwas online machen wollen) oder auch nur wie ich mir als Designer ganz frei eine Zeitung machen würde (Das ginge in eine magazinigere Richtung), sondern wie ich mir zwei ganz alteingesessene traditionelle Stadtteilblätter so vornehme, daß sie strukturell besser navigierbar sind, daß die alte Leserschaft mitgenommen und eventuell peu a peu neue gewonnen wird, daß die redaktionen – so sie wollen – freier und essayistischer arbeiten dürfen, die Inhalte besser steuern und schöner verpacken, und das, ganz konkret, die Anzeigenabteilung mit einem frischen Layout einen Aufhänger hat, sich von der (lustigerweise hauseigenen) Konkurrenz abzuheben und sich an den Mann zu bringen. Denn das war der Job. 
Und dazu gehört eben nicht nur, ein bißchen Typo auszuwählen und Layout zu machen, sondern auch ein Nachdenken über Möglichkeiten in der Photographie, der Hinweis auf ein Redaktionssystem à la Indesign (auf das die WAZ ja ohnehin umstellt, warum also nicht auch hier) und, wenn man den Job kriegt, intensive Zusammenarbeit mit den beiden Chefredakteuren und hoffentlich den Anzeigenleuten. 

Als Designer ist man ja professionell neugierig, hungrig auf neuen Input, hungrig auf MORGEN. D.h. der Clou hier wäre, mal hinter die Kulissen einer Zeitungsproduktion zu schauen, zu lernen, zu überdenken, wie man es optimiert (eben designed) und dann eine Lösung im Team zu erarbeiten, die die Ansätze der anderen Parteen ästhetisch möglichst befriedigend verpackt. 

Es ist ein Job, den zu viele Leute machen wollen und nur wenige machen können und bei dem ich ganz ganz oft nicht weiß, ob ich ihn machen kann und an dem ich gern auch mal verzweifele. Aber unterm Strich ist es ein Job. Und in dem gibt es die Bandbreite von soliden Handwerkern, die brav machen,w as der KUnde will zu durchgeknallten Vögeln, die nur machen, was sie selbst wollen. Ich denke, die gibts im Garten- und Landschaftsbau sicher auch :-D. 

Design ist Design ist Design. Keine Kunst. 

Ein Löwe, der ein Hai sein will, kriegt einfach nur nasse Füße.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Marian&#8230; politische Ziele usw in der Kunst sind PERSÖNLICHE. Kunst kommt aus dem Individuum und aus seiner Reaktion auf die Umwelt. Sie ist a-sozial. Design ist sozial. </p>
<p>Mir ist pretty much egal, was Kunst nu ist. Für mich selbst hänge ich ja auch eher an einem offenen Kunstbegriff à la Beavis &#038; Butthead (It sucks/It&#8217;s cool), der aber natürlich, I know, schnell empfindlich gleichmacherisch und allzu postmodern und vor allem proletarisch-ungebildet ist. «Kunst ist, was ich mag» ist ein schrecklich abschüssiger Hügel, bei dem jede Differenrzierung mittelfristig auf der Strecke bleibt. Was sympathisch ist, aber der Definition von Kunst nicht hilft. </p>
<p>Nur randscharfe Definitionen sind brauchbar. Ich mag das nächstes jahr ganz anders propagieren, aber momentan geht mir das warme Wischiwaschi etwas gegen den Strich. Designer sind Künstler. Müllmänner sind Künstler. Weil wir alle keine Lust mehr haben, ehrlich zu arbeiten, sind wir alle «Artisten». Keiner will mehr Bäcker oder Schreiner werden, die Betriebe klagen über mangelnde Lehrlinge. Und im Designbereich zahlen die Kids drei vier Jahre 600 Euro im Monat, um dann ein Praktikum zu machen, um dann vielleicht eine Anstellung zu kriegen. </p>
<p>Design hat mit Kunst gar nichts zu tun. Es ist ein im höchsten Maße ausgefeilter Beruf, wie Chirurg oder Architekt, der ein ganz ganz spezifisches Set von Fähigkeiten braucht und bedingt und der – ob als Produktdesigner bei BMW oder als freiberuflicher Kommunikationsdesigner &#8211; einen täglichen Kampf gegen das Grau bedeutet. gegen das schlecht gestaltete, gegen die 80%-Mentalität, gegen die eigene Stagnation und die der Auftraggeber. Er erfordert Fingerspitzengefühl in einer hypersensiblen Art, weswegen viele Designer– wie Schauspielr, die beruflich Gefühle auf Knopfdruck gluabhaft generieren können müssen oder Identität als formbar erleben müssen – etwas verstrahlt wirken, durchaus etwas Künstlerhaftes auszustrahlen scheinen. Aber die berufliche Deformation ist eine ganz andere. </p>
<p>Und natürlich gibt es weiche Grenzen. Stankowski. Vasarely. Die waren in den 60ern vielleicht schwimmender als heute, weil Design damals noch das handwerkliche des Zeichnen-Könnens stärker in sich trug. Aber Fleckhaus, Brodovitch&#8230; die beiden waren keine Künstler. Saville ist schwierig.Hat er New Order nicht doch manchmal mißbraucht, um Kunst zu machen? Oder war es nur perfektes Produktdesign? Die Grenzen sind nicht immer klar. </p>
<p>Wichtig aber ist, daß wir in der Selbstdarstellung von dieser Künstlerpose wegkommen. Und auch nicht in der platten Anzug-und-Kravatte-Dienstleisterpose enden, bei den gegelten Haaren, die ich inzwischen so oft bei Pitches sehe, den glatten Werbegesichtern, denen das Nicken schon angeboren scheint. Deshalb sind große Designbüros und Agenturen oft gefährlich, manche von denen (nicht alle) verlieren die Kraft zum Neinsagen, weil sie ihre Infrastruktur finanzieren müssen und es nur noch um den Etat geht. </p>
<p>Wir sind keine Dienstleister zweiten Grades, die nur einen Job erledigen. D.h. wir erledigen oft nicht den Job, für den wir angeheuert sind, sondern einen darüber liegenden. Designer gehören in Entscheidungsprozesse der von ihnen betreuten Firmen eingebunden. Michael Siegers Forderung, daß man Designer auf Vorstandsebene bei großen Firmen bräucht, halte ich für angemessen, fast selbstverständlich. Design ist keine Dienstleistung mit gebeugtem Haupt. </p>
<p>Aber wir sind auch keine Künstler. Und dieses Klischee beim Kunden erschwert die Kommunikation. Ich treffe keine Entscheidungen auf Basis persönlichen Geschmacks, sondern ich treffe sie – im Rahmen meiner Möglichkeiten, meines Stils, der ja Folge meines spezifischen Nicht-Könnens ist – für den Kunden. Ich treffe sie auf keinen Fall so, wie er sie treffen würde, sondern so wie ich denke, daß er sie treffen sollte. Ich will immer schon ein Stück wieter, als der Kunde sich es selbst gerade zutraut, meist, weil ich denke, daß er es sich locker zutrauen kann&#8230; man sieht die Dinge von außen ja oft klarer.<br />
Und dann ists in der Debatte oft so ein Punkt à la «Ja sie und ihre Künstler-Ideen&#8230;» und das ist anstregend, weil keine der Ideen aus der Kunst kommt, sondern aus der RICHTIGEN Lösung (mit meinen Mitteln und meinem Stil) für das gegebene Problem.<br />
Beim WAZ-Pitch ist dann also nicht die Frage, wie ich mir «als Künstler» eine Zeitung vorstelle (gar nicht mehr.. als Künstler würde ich etwas online machen wollen) oder auch nur wie ich mir als Designer ganz frei eine Zeitung machen würde (Das ginge in eine magazinigere Richtung), sondern wie ich mir zwei ganz alteingesessene traditionelle Stadtteilblätter so vornehme, daß sie strukturell besser navigierbar sind, daß die alte Leserschaft mitgenommen und eventuell peu a peu neue gewonnen wird, daß die redaktionen – so sie wollen – freier und essayistischer arbeiten dürfen, die Inhalte besser steuern und schöner verpacken, und das, ganz konkret, die Anzeigenabteilung mit einem frischen Layout einen Aufhänger hat, sich von der (lustigerweise hauseigenen) Konkurrenz abzuheben und sich an den Mann zu bringen. Denn das war der Job.<br />
Und dazu gehört eben nicht nur, ein bißchen Typo auszuwählen und Layout zu machen, sondern auch ein Nachdenken über Möglichkeiten in der Photographie, der Hinweis auf ein Redaktionssystem à la Indesign (auf das die WAZ ja ohnehin umstellt, warum also nicht auch hier) und, wenn man den Job kriegt, intensive Zusammenarbeit mit den beiden Chefredakteuren und hoffentlich den Anzeigenleuten. </p>
<p>Als Designer ist man ja professionell neugierig, hungrig auf neuen Input, hungrig auf MORGEN. D.h. der Clou hier wäre, mal hinter die Kulissen einer Zeitungsproduktion zu schauen, zu lernen, zu überdenken, wie man es optimiert (eben designed) und dann eine Lösung im Team zu erarbeiten, die die Ansätze der anderen Parteen ästhetisch möglichst befriedigend verpackt. </p>
<p>Es ist ein Job, den zu viele Leute machen wollen und nur wenige machen können und bei dem ich ganz ganz oft nicht weiß, ob ich ihn machen kann und an dem ich gern auch mal verzweifele. Aber unterm Strich ist es ein Job. Und in dem gibt es die Bandbreite von soliden Handwerkern, die brav machen,w as der KUnde will zu durchgeknallten Vögeln, die nur machen, was sie selbst wollen. Ich denke, die gibts im Garten- und Landschaftsbau sicher auch :-D. </p>
<p>Design ist Design ist Design. Keine Kunst. </p>
<p>Ein Löwe, der ein Hai sein will, kriegt einfach nur nasse Füße.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Esther</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/design-vs-art/comment-page-1/#comment-2420</link>
		<dc:creator>Esther</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Aug 2006 16:31:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.hdschellnack.de/?p=1289#comment-2420</guid>
		<description>Marian,
eine klare abtrennung ist sicher schwierig. für mich ist es so, dass kunst eher fragen stellt, etwas IN frage stellt, etwas eigenes, persönliches hinzufügt - aber eher weniger &quot;lösungsorientiert&quot; funktioniert.

die bezeichnung «designer» mag ich auch nicht so. als ich studiert hab, hiess mein studiengang «visuelle gestaltung» - heute heisst er «visuelle kommunikation» - ich mag «Grafiker» eigentlich immer noch am liebsten. das hat so was handwerkliches.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Marian,<br />
eine klare abtrennung ist sicher schwierig. für mich ist es so, dass kunst eher fragen stellt, etwas IN frage stellt, etwas eigenes, persönliches hinzufügt &#8211; aber eher weniger &#8220;lösungsorientiert&#8221; funktioniert.</p>
<p>die bezeichnung «designer» mag ich auch nicht so. als ich studiert hab, hiess mein studiengang «visuelle gestaltung» &#8211; heute heisst er «visuelle kommunikation» &#8211; ich mag «Grafiker» eigentlich immer noch am liebsten. das hat so was handwerkliches.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: marian</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/design-vs-art/comment-page-1/#comment-2419</link>
		<dc:creator>marian</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Aug 2006 16:14:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.hdschellnack.de/?p=1289#comment-2419</guid>
		<description>« kunst macht keine zielgruppenanalyse. (oder doch? heutzutage evtl. schon - aber ist es dann noch kunst? oder schon wieder design?) » was ist mit aktionskunst? der künstler wird sich wahrscheinlich schon seine gedanken darüber machen, wenn er damit ansprechen, oder vielleicht angreifen will. der künstler braucht seine „zielgruppe“ alleine schon zur identitätsfindung.

kunst kann auch durchaus politische motive verfolgen. fragen stellen, meinungen propagieren, tabus brechen … ist das dann nicht design, ein an der problemstellung orientierter lösungsansatz? ich sehe die trennung da schon in vielen bereichen, aber ich sehe da auch eine grauzone. das verlangen nach klar abgegrenzten begriffen erscheint mir eher nach dem wunsch nach einer identifikationsmöglichkeit, was man ist. aber ein wort ändert da nicht viel für mich. das, was ich mache ist sehr problemorientiert, immer an der optimalen funktion einer sache ausgerichtet. kann kunst das nicht auch sein?

ich würde mich weder als designer (das ist mir so „cool“), noch als künstler bezeichnen. ich sehe mich eher als problemlöser. aber wenn man sich schon mit diesem no-word „designer“ bezeichnet, dann doch auch als künstler. alles und jeder schimpft sich designer, alles hat irgendwie ein cooles design … gut, diplom-problemlöser ist eher noch unseriöser.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>« kunst macht keine zielgruppenanalyse. (oder doch? heutzutage evtl. schon &#8211; aber ist es dann noch kunst? oder schon wieder design?) » was ist mit aktionskunst? der künstler wird sich wahrscheinlich schon seine gedanken darüber machen, wenn er damit ansprechen, oder vielleicht angreifen will. der künstler braucht seine „zielgruppe“ alleine schon zur identitätsfindung.</p>
<p>kunst kann auch durchaus politische motive verfolgen. fragen stellen, meinungen propagieren, tabus brechen … ist das dann nicht design, ein an der problemstellung orientierter lösungsansatz? ich sehe die trennung da schon in vielen bereichen, aber ich sehe da auch eine grauzone. das verlangen nach klar abgegrenzten begriffen erscheint mir eher nach dem wunsch nach einer identifikationsmöglichkeit, was man ist. aber ein wort ändert da nicht viel für mich. das, was ich mache ist sehr problemorientiert, immer an der optimalen funktion einer sache ausgerichtet. kann kunst das nicht auch sein?</p>
<p>ich würde mich weder als designer (das ist mir so „cool“), noch als künstler bezeichnen. ich sehe mich eher als problemlöser. aber wenn man sich schon mit diesem no-word „designer“ bezeichnet, dann doch auch als künstler. alles und jeder schimpft sich designer, alles hat irgendwie ein cooles design … gut, diplom-problemlöser ist eher noch unseriöser.</p>
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	<item>
		<title>Von: HD Schellnack</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/design-vs-art/comment-page-1/#comment-2410</link>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Aug 2006 15:28:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.hdschellnack.de/?p=1289#comment-2410</guid>
		<description>Ohhh, ich mag Scroll-Orgien. WEITER mach ich nur bei Bildern und auch das nur den GPRS-Usern zuliebe :-D</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ohhh, ich mag Scroll-Orgien. WEITER mach ich nur bei Bildern und auch das nur den GPRS-Usern zuliebe :-D</p>
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	</item>
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