In der gleichen Art, in der ich Jonathan Carroll für einen phantastischen Schriftsteller halte, mag ich auch Porcupine Tree. Es ist alles vielleicht etwas zu selbst-bewußt, zu gekonnt, vielleicht zu gestelzt, zu handwerklich. So wie Carroll zu oft nach seinen Vorbildern schmeckt, blitzt bei Porcupine eben auch immer mal wieder Pink Floyd oder in letzter Zeit Dream Theatre durch, oder andere ProgRock-Größen. Aber aus Steve Wilsons kleinem Homerecording-Projekt ist durch Richard Barbieri (ex-Japan) und die hervorragende Rythmussektion ein grandioses Uhrwerk geworden, das mit dem letzten Album In Absentia den Gang ins allzu Seichte doch ziemlich konsequent vermieden hat und auf Metanoia beispielsweise im Grunde eine einzige lange fast fusionjazzige Studiosession veröffentlicht hat. Jetzt ist das neue Album da.
29. März 2005 01:06 Uhr. Kategorie Musik. Keine Antwort.