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Dakota Suite: The Hearts of Empty

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Chris Hooson und seine Dakota-Suite-Crew produzieren ihre Alben schneller, als man sie kaufen kann. «The Hearts of Empty» ist noch gar nicht so alt, da steht schon «the side of her inexhaustible heart» bereit, wenn auch noch nicht bei iTunes verfügbar. Auf «The Hearts of Empty» präsentieren die Zeitlupenmusiker von Dakota Suite ausgesprochen jazzig, die in nur wenigen Tagen eingespielte Platte weht durch den Raum wie eisiger Wind, verhallt, entfernt und doch schneidend. Die reduzierten, betont einfachen Kompositionen sind dabei allerdings alles andere als echter klassischer Jazz, sondern Jazz gefiltert durch Hoosons Ohren, melancholisch, verloren, eine Art Twin-Peaks-Soundtrack, der niemals verwendet wurde. Die Tracks sind so reduziert, dass sie fast Loops sein könnten, Darlings Cellofragmente etwa, über die fast nur noch die Drums Leben hauchen. Es ist ungemein mesmerisierende Musik, seidig und geschmeidig, wie dahin driftender Schnee oder gefrorene Flüsse, eine Klanglandschaft, die fast nicht vorhanden ist, in der immer wieder vertraute Motive aus dem Nebel ragen, in einer seitlosen, verlorenen Zugfahrt entlang der Küste und durch brachliegende Industrie-Innenstädte, durch Schnee und Regen. Ein Minimum an Elektronik und Ambientsounds reichert die 14 Tracks dieses Slowcore-Soundtracks an, der so ausgesprochen gut zum Wetter draußen passt. «The Hearts of Empty» ist eine wunderbare Platte, ein zu Musik geronnenes Stück Depression, eine Musterübung an Reduktion und Langsamkeit, die «meditativ» zu nennen freundlich untertrieben wäre. Es gibt sicher noch einige weiter verinnerlichte Alben, aber es sind sicher nicht sehr viele.

27. November 2011 21:21 Uhr. Kategorie Musik. Tag , . Keine Antwort.

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