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	<title>Kommentare zu: Copy &amp; Paste</title>
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		<title>Von: HD Schellnack</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/copy-paste/comment-page-1/#comment-52960</link>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 22:51:39 +0000</pubDate>
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		<description>Es darf ja gar nicht wahr sein...
iTunes geht endlich den richtigen Weg und bietet zeitgleich zur US-Ausstrahlung die sechste Staffel von LOST zum Download an. 
Und was passiert? 
Obwohl ich ansonsten Filme via iTunes-Rent sehen kann, sind die GEKAUFTEN Folgen von Lost plötzlich HDCP-kodiert, haben also ein Digital Rights Management, und ich kann sie NICHT via den Mini-DP-Ausgang an meinem Beamer sehen. 
Apple spinnt. Und zwar absolut - das ist einfach nur ein Fiasko. Vor einem Jahr, als der Unibody neu war, wäre das akzeptabel, aber jetzt doch nicht mehr. 
Okay, dann kaufe ich die gesamte Staffel eben nicht bei itunes, schreibe die 6 Euro für ersten beiden Folgen als Lehrgeld ab und kann immer noch nicht legal Lost sehen. 
Es ist einfach nur bizarr.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es darf ja gar nicht wahr sein&#8230;<br />
iTunes geht endlich den richtigen Weg und bietet zeitgleich zur US-Ausstrahlung die sechste Staffel von LOST zum Download an.<br />
Und was passiert?<br />
Obwohl ich ansonsten Filme via iTunes-Rent sehen kann, sind die GEKAUFTEN Folgen von Lost plötzlich HDCP-kodiert, haben also ein Digital Rights Management, und ich kann sie NICHT via den Mini-DP-Ausgang an meinem Beamer sehen.<br />
Apple spinnt. Und zwar absolut &#8211; das ist einfach nur ein Fiasko. Vor einem Jahr, als der Unibody neu war, wäre das akzeptabel, aber jetzt doch nicht mehr.<br />
Okay, dann kaufe ich die gesamte Staffel eben nicht bei itunes, schreibe die 6 Euro für ersten beiden Folgen als Lehrgeld ab und kann immer noch nicht legal Lost sehen.<br />
Es ist einfach nur bizarr.</p>
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	<item>
		<title>Von: Arne Seemann</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/copy-paste/comment-page-1/#comment-52934</link>
		<dc:creator>Arne Seemann</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 23:39:28 +0000</pubDate>
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		<description>Wirklich wirklich guter Post :)
Danke.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wirklich wirklich guter Post :)<br />
Danke.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: HD Schellnack</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/copy-paste/comment-page-1/#comment-52901</link>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 07:37:56 +0000</pubDate>
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		<description>&gt;59 Euro für iWork ist schlicht und ergreifend Dumping
Entweder das, oder 500 Euro für Office ist schlicht und ergreifend Wucher, oder? 
Das gleiche Phänomen habe ich bei Photoshop und Pixelmator. Pixelmator hat natürlich nicht den gleichen Leistungsumfang wie PS, und nicht dessen Status - ist also keine echte Alternative - ist dafür aber unglaublich schneller, volles 64bit, und kostet nur einen Bruchteil. Ohne die beiden Softwares zu vergleichen - kann es sein, dass Office oder PS so teuer sind, weil sie Monopolstellungen haben? Und iwork bzw. Pixelmator nicht? 

Apple lebt, nebenbei, nicht mehr nur vom Hardwareverkauf - ebensowenig wie sie iWork verkaufen müssen (oder Logic oder FC), müssten sie noch MacPros verkaufen. Trotzdem ist Apple - durch die Bank - keine Dumping-Firma. Logic und FC sind alles andere als preiswert. Und iWork wird niemals Office «wegdrücken» (obwohl es in Teilbereichen deutlich besser ist), sondern dient eher als preiswerte Alternative dazu im eigenen Marktsegment. 

Wobei der Mainstream-Mist in diesem Falle ja sogar eher Office ist, das - aus meiner Sicht - von Version zu Version untragbarer wird (vor allem auf Windows, Office 2007 war eine Zumutung), das immer noch kein richtiges OpenType beherrscht (6 oder 7 Jahre nach Markteinführung) und von Powerpoint will ich gar nicht anfangen, das ist meine persönliche Grusel-Software. Während ich Keynote beispielsweise deutlich gelungener, schneller, sicherer und intuitiver finde. An fast allen iwork-Programmen fehlt sicher einiges an Features (Autosave beispielsweise und bei iWeb an allen Ecken und Enden, beispielsweise beim halbwegs vernünftigen Code am Ende, da kommt nur Müll raus, mehr als ein Skizziertool wird das nie), aber bei 60 Euro ist das ja auch okay. Trotzdem schreibe ich Texte inzwischen in iWork oder - tada - in Ommwriter. Ich hab keine Lust, mit einer total überladenen Software zu arbeiten, nur um mal einen Brief zu schreiben. Selbst Buzzword macht mehr Spaß (naja, nicht wirklich, obwohl gleichzeitig zu dritt in einem Text rumwerkeln sehr lustig ist und Word kann das immer noch nicht...).  

Mir geht es auch weniger um die GRÜNDE, warum eine Software preiswert und die andere teuer ist , sondern um den EFFEKT. 60-Euo-Software wird kaum raubkopiert, weil der Risiko/Nutzen-Effekt nur noch sehr klein ist für eine breite Menge an Menschen. Faire Preise und Verfügbarkeit plus Service minus Paranoia-DRM = Umsatz.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>>59 Euro für iWork ist schlicht und ergreifend Dumping<br />
Entweder das, oder 500 Euro für Office ist schlicht und ergreifend Wucher, oder?<br />
Das gleiche Phänomen habe ich bei Photoshop und Pixelmator. Pixelmator hat natürlich nicht den gleichen Leistungsumfang wie PS, und nicht dessen Status &#8211; ist also keine echte Alternative &#8211; ist dafür aber unglaublich schneller, volles 64bit, und kostet nur einen Bruchteil. Ohne die beiden Softwares zu vergleichen &#8211; kann es sein, dass Office oder PS so teuer sind, weil sie Monopolstellungen haben? Und iwork bzw. Pixelmator nicht? </p>
<p>Apple lebt, nebenbei, nicht mehr nur vom Hardwareverkauf &#8211; ebensowenig wie sie iWork verkaufen müssen (oder Logic oder FC), müssten sie noch MacPros verkaufen. Trotzdem ist Apple &#8211; durch die Bank &#8211; keine Dumping-Firma. Logic und FC sind alles andere als preiswert. Und iWork wird niemals Office «wegdrücken» (obwohl es in Teilbereichen deutlich besser ist), sondern dient eher als preiswerte Alternative dazu im eigenen Marktsegment. </p>
<p>Wobei der Mainstream-Mist in diesem Falle ja sogar eher Office ist, das &#8211; aus meiner Sicht &#8211; von Version zu Version untragbarer wird (vor allem auf Windows, Office 2007 war eine Zumutung), das immer noch kein richtiges OpenType beherrscht (6 oder 7 Jahre nach Markteinführung) und von Powerpoint will ich gar nicht anfangen, das ist meine persönliche Grusel-Software. Während ich Keynote beispielsweise deutlich gelungener, schneller, sicherer und intuitiver finde. An fast allen iwork-Programmen fehlt sicher einiges an Features (Autosave beispielsweise und bei iWeb an allen Ecken und Enden, beispielsweise beim halbwegs vernünftigen Code am Ende, da kommt nur Müll raus, mehr als ein Skizziertool wird das nie), aber bei 60 Euro ist das ja auch okay. Trotzdem schreibe ich Texte inzwischen in iWork oder &#8211; tada &#8211; in Ommwriter. Ich hab keine Lust, mit einer total überladenen Software zu arbeiten, nur um mal einen Brief zu schreiben. Selbst Buzzword macht mehr Spaß (naja, nicht wirklich, obwohl gleichzeitig zu dritt in einem Text rumwerkeln sehr lustig ist und Word kann das immer noch nicht&#8230;).  </p>
<p>Mir geht es auch weniger um die GRÜNDE, warum eine Software preiswert und die andere teuer ist , sondern um den EFFEKT. 60-Euo-Software wird kaum raubkopiert, weil der Risiko/Nutzen-Effekt nur noch sehr klein ist für eine breite Menge an Menschen. Faire Preise und Verfügbarkeit plus Service minus Paranoia-DRM = Umsatz.</p>
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	<item>
		<title>Von: m.fehn</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/copy-paste/comment-page-1/#comment-52900</link>
		<dc:creator>m.fehn</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 23:48:32 +0000</pubDate>
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		<description>Nix für ungut, aber 59 Euro für iWork ist schlicht und ergreifend Dumping. Das wird gemacht, um die User an ein Stück Software zu binden. Und Apple macht das, weil sie es können, weil sie wissen, dass genügend Leute zu diesem Preis ihre Produkte kaufen werden, weil diese Leute etwas suchen, was zum Betriebssytem passt (und das erwarten sie von Apple).

Apple muss auch nicht eine einzige iWork-Lizenz verkaufen – sie müssen Computer verkaufen, der Rest ist Nebenschauplatz.

Das hat nix mit »kontra Raubkopie« zu tun, das ist ganz simples Wirtschaften und Konkurrenz-Wegdrücken. Kein unabhängiger Entwickler könnte diese Art Software zu diesem Preis herstellen

Also mal schön die Kirche im Dorf lassen... am Ende hast Du nämlich bloß noch Mainstream-Mist zum Billigpreis, weil sich die Alternativen nicht mehr lohnen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nix für ungut, aber 59 Euro für iWork ist schlicht und ergreifend Dumping. Das wird gemacht, um die User an ein Stück Software zu binden. Und Apple macht das, weil sie es können, weil sie wissen, dass genügend Leute zu diesem Preis ihre Produkte kaufen werden, weil diese Leute etwas suchen, was zum Betriebssytem passt (und das erwarten sie von Apple).</p>
<p>Apple muss auch nicht eine einzige iWork-Lizenz verkaufen – sie müssen Computer verkaufen, der Rest ist Nebenschauplatz.</p>
<p>Das hat nix mit »kontra Raubkopie« zu tun, das ist ganz simples Wirtschaften und Konkurrenz-Wegdrücken. Kein unabhängiger Entwickler könnte diese Art Software zu diesem Preis herstellen</p>
<p>Also mal schön die Kirche im Dorf lassen&#8230; am Ende hast Du nämlich bloß noch Mainstream-Mist zum Billigpreis, weil sich die Alternativen nicht mehr lohnen.</p>
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		<title>Von: HD Schellnack</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/copy-paste/comment-page-1/#comment-52897</link>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 08:35:16 +0000</pubDate>
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		<description>Wobei ich nach wie vor nicht verstehe, warum sich iTunes nicht den normalen DVD/DVD-Box-Preisen annähert. Download sollte PREISWERTER sein als das physikalische Produkt, oder?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wobei ich nach wie vor nicht verstehe, warum sich iTunes nicht den normalen DVD/DVD-Box-Preisen annähert. Download sollte PREISWERTER sein als das physikalische Produkt, oder?</p>
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		<title>Von: HD Schellnack</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/copy-paste/comment-page-1/#comment-52896</link>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 08:26:59 +0000</pubDate>
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		<description>Fabian wies mich übrigens darauf hin, das iTunes das oben beschriebene Problem am Beispiel von Lost anscheinend verstanden hat und die sechste Staffel in Echtzeit mit Untertiteln zum Download anbieten wird. 
http://itunes.apple.com/WebObjects/MZStore.woa/wa/viewTVSeason?id=349932258&amp;s=143443

Der Staffelpasspreis steht noch nicht fest, dürfte aber etwa bei 50 Euro liegen, wie bei Staffel 5. 

Umso abstruser, dass Season 5 IMMER noch nicht, weder in Englisch noch in Deutsch, verfügbar ist - rund ein Jahr nach der Ausstrahlung. 

Das Lost-6-Modell klingt vernünftiger: Sofort mit der US-Ausstrahlung in den iTunes-Store, auf Englisch mit optionalen Untertiteln (möglichst in beiden Sprachen), die abschaltbar sind, halbwegs fairer Preis (1,99 bis 2,99 pro Folge ist einen Hauch zu happig, auch bei HD-Auflösung, 0,99 bis 1,29 klingt sinnvoller und mehr nach «itunes»-Modell), und nach der Staffel in den USA löst sich der Staffelpass aus (die Download-Kunden können ihre Folgen aber behalten), so dass die deutschen Sender keine unmittelbare Konkurrenz haben. Nach der deutschen Ausstrahlung gehts dann bei iTunes wieder online, als Alternative zur DVD-Box o.ä. Kauft noch jemand DVDs???</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Fabian wies mich übrigens darauf hin, das iTunes das oben beschriebene Problem am Beispiel von Lost anscheinend verstanden hat und die sechste Staffel in Echtzeit mit Untertiteln zum Download anbieten wird.<br />
<a href="http://itunes.apple.com/WebObjects/MZStore.woa/wa/viewTVSeason?id=349932258&#038;s=143443" rel="nofollow">http://itunes.apple.com/WebObjects/MZStore.woa/wa/viewTVSeason?id=349932258&#038;s=143443</a></p>
<p>Der Staffelpasspreis steht noch nicht fest, dürfte aber etwa bei 50 Euro liegen, wie bei Staffel 5. </p>
<p>Umso abstruser, dass Season 5 IMMER noch nicht, weder in Englisch noch in Deutsch, verfügbar ist &#8211; rund ein Jahr nach der Ausstrahlung. </p>
<p>Das Lost-6-Modell klingt vernünftiger: Sofort mit der US-Ausstrahlung in den iTunes-Store, auf Englisch mit optionalen Untertiteln (möglichst in beiden Sprachen), die abschaltbar sind, halbwegs fairer Preis (1,99 bis 2,99 pro Folge ist einen Hauch zu happig, auch bei HD-Auflösung, 0,99 bis 1,29 klingt sinnvoller und mehr nach «itunes»-Modell), und nach der Staffel in den USA löst sich der Staffelpass aus (die Download-Kunden können ihre Folgen aber behalten), so dass die deutschen Sender keine unmittelbare Konkurrenz haben. Nach der deutschen Ausstrahlung gehts dann bei iTunes wieder online, als Alternative zur DVD-Box o.ä. Kauft noch jemand DVDs???</p>
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	<item>
		<title>Von: HD Schellnack</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/copy-paste/comment-page-1/#comment-52895</link>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 08:07:00 +0000</pubDate>
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		<description>Wie was?</description>
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		<title>Von: mum</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/copy-paste/comment-page-1/#comment-52894</link>
		<dc:creator>mum</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 01:28:46 +0000</pubDate>
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		<description>nein, ich habe nichts getrunken:-) aber ich entschuldige mich für die dümmlichen Fehler im Text oben. Die sind aber dafür definitiv nicht raubkopiert (°__°)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>nein, ich habe nichts getrunken:-) aber ich entschuldige mich für die dümmlichen Fehler im Text oben. Die sind aber dafür definitiv nicht raubkopiert (°__°)</p>
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		<title>Von: mum</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/copy-paste/comment-page-1/#comment-52893</link>
		<dc:creator>mum</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 01:26:44 +0000</pubDate>
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		<description>swie bite sehen deine langen Vetos aus, HD???</description>
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	<item>
		<title>Von: fide</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/copy-paste/comment-page-1/#comment-52891</link>
		<dc:creator>fide</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 15:29:45 +0000</pubDate>
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		<description>Wirklich spannede diskusion! Und ich kann mich im Grunde auch nur HD anschließen. Der Schlüssel liegt in der einfachen und bequemen verfügbarkeit zu fairen Preisen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wirklich spannede diskusion! Und ich kann mich im Grunde auch nur HD anschließen. Der Schlüssel liegt in der einfachen und bequemen verfügbarkeit zu fairen Preisen.</p>
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		<title>Von: HD Schellnack</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/copy-paste/comment-page-1/#comment-52887</link>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 07:30:37 +0000</pubDate>
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		<description>Stephan: 
&gt;Der linke Flügel raubkopiert und der rechte Flügel fordert DRM und ein verschärftes Urheberrecht

Ganz kurzes (haha) Veto: Ich glaube, es ist gar nicht sinnvoll, einer Handlung wie Copyrightverstoß eine politische Colour zuzuschreiben. Zum einen, weil das nur eine idealistische Verbrämung eines zunächst illegalen Aktes ist - der, ganz anders als vielleicht Häuserbesetzen oder Anti-AKW-Demos, an sich keine politische Dimension hat.  Vom Wohnzimmersessel aus einen Film aus dem Internet zu saugen ist kein politisches Statement und auch viel zu bequem dafür. Dazu kommt, dass die durchaus viel gravierenderen Fälle von Copyrightverletzungen nicht aus dem privaten Sektor kommen, sondern von Unternehmen selbst (Patentrechte, Markenschutz, Unternehmensspionage uswpp), und die sind nun wirklich nicht «links», sondern brav kapitalistisch. 

Raubkopieren ist auch keine Subkultur, die irgendwo in Berliner Neukölln-Kellern von der Antifa betrieben wird, sondern findet im privaten Sektor durch alle Banken statt. Vom Schulhof-Videotausch (den es übrigens auch schon laaaaange vor dem Web gab, ebenso das berühmte «Einer kauft eine Platte, 30 Leute machen sich eine MC davon») über Geschäftsleute, die Hörbücher tauschen bis hin zu Senioren, die vom Neffen eine gecrackte Version von Word bekommen, um Briefe schreiben zu können. Ich denke, die Trefferquote liegt bei 80 oder 90%, wenn du einen beliebigen Rechner anschmeißt und nach Musik, Video, Photo, Text oder Software durchsuchst, die da eigentlich nicht drauf sein dürfte. Laß uns gar nicht von Blogs oder Forenbeiträgen anfangen, in die jemand ein ergoogletes (oder erixquicktes oder erbingtes ;-)) Bild einkopiert, ohne die Nutzungsfrage geklärt zu haben. Die Frage betrifft JEDEN. Ich kenne Leute, die selbst bei Unternehmen und Einrichtungen arbeiten, die für massiven Urheberschutz eintreten und sich selbst in Nutzungsfragen total unsicher sind. Es gibt wahrscheinlich nur Scheintote und Fanatiker, die in Deutschland fehlerfrei alle Regeln des Urhebergesetzes beachten. Es ist, ehrlich gesagt, nahezu unmöglich. 

Es ist also nicht politisch. Und es ist - nach der akuten Gesetzeslage - verboten, gegen das Urheberrecht zu verstoßen, ergo sind wahrscheinlich 50-80% aller Deutschen in einer Grauzone. (Ja, die Zahl ist geraten,klar. Gibt&#039;s da eine Erhebung?). 

Ein anderes Beispiel: Ich habe im letzten Jahr die Milo gekauft. Und im deutschen Fontshop damals noch alter Version einfach nicht die passende Version für mich gefunden, vor lauter PS und TTF und OTF, OTF Pro, Einzelschnitten, Paketen. Es war ein Feiertag, tags drauf war Präsentation, der Font musste her. Im US-Fontshop hatte ich die Fonts nach fünf Minuten richtig zusammen - da ich aber meinen Warenkorb auch nicht einfach nach Deutschland übertragen konnte, half mir das nichts. Bis ich nach zwei Stunden Sucherei und unter Zeitdruck so genervt war, dass ich in den USA gekauft habe. Was ich als Deutscher gar nicht darf und was als Ex-Fontshopbeirat mal so richtig Scheiße war, wie ihr mir glauben könnt. Ich mag den US-Fontshop und sein Team, aber mein Geld soll ja eigentlich an Holger Fehsenfeld und sein Team gehen, gelle? An einem Werktag hätte ich Stefan Lehr angerufen und die Sache per Telefon geklärt - was einige Monate später an anderer Stelle gut funktionierte und sogar Geld sparte :-D (Stefan rockt!!!) - aber so dickfellig bin ich nicht, an einem Feiertag bei den Sieberts zuhause anzurufen. Und, man mache sich nichts vor, es ist ja einfach, mit ein paar Klicks etwas falsches zu tun - einfach statt Germany Zimbabwe als Heimatstaat eingeben, Kreditkarte wird trotzdem genommen (hihihi) und man kann weiterarbeiten. Inzwischen ist der Fontshop Deutschland deutlich moderner und kundenorientierter aufgestellt und damit so etwas nicht mehr nötig - auch wenn ich den US-Store immer noch einen Ticken übersichtlicher finde, aber deren Datenbank muss auch «nur» Schriften abbilden, keine Bilder. An diesem Beispiel wurde mir aber drastisch klar, dass die Bedingungen (und nicht nur die Moral oder das Gesetz) eben auch das Handeln formen (Das Sein bestimmt das Bewusstsein). 

Und diese Erkenntnis lässt sich übertragen auf wahrscheinlich recht viele Nutzer, die unter fairen und offenen Bedingungen ganz anders agieren könnten. Wie Fabian oben sagt: ABC würde an mir als User direkt Geld verdienen, wenn ich Lost 6 als Staffelpass bei denen direkt oder via iTunes bekäme - mit Untertitel, und bitte in Echtzeit,also spätestens einen Tag nach Ausstrahlung, nicht wie bei Fringe in der letzten Saison mit wochenlangen Verzögerungen. Und ich würd&#039;s gerne zahlen. Lost gehört zu den meistheruntergeladenen Serien der Welt - ist irgendjemandem klar, warum das so ist? Ich behaupte mal ganz dreist, ein großer Teil der weltweiten Fans der Serie würde mit Kusshand dem Sender, dem Team und den Autoren/Regisseuren/Produzenten Geld in die Taschen packen, wenn man nur irgendwie könnte. Weg vom Werbemodell, hin zum bezahlten Download - den muss es dann aber auch geben (ohne Streaming, ohne DRM, ohne Fußangeln, zum fairen Preis). Ich bin ziemlich sicher, unter solchen Bedingungen hätte es für Dollhouse auch noch eine 3. und 4. Staffel gegeben. 

Anders gesagt: TV braucht das, was für Comics in den 80ern der Direct Market war, nur als Online-Analog. Und Comics brauchen einen direkten Online-Markt. Gerade bei der Art, wie Marvel und DC inzwischen über hunderte von Hefte gehende Mega-Events erzählen (Final Crisis, Civil War, Blackest Night, Dark Reign... alles auch sehr optimistische Titel :-D), würde ein Download-Flatrate-Abo geradezu Sinn machen. Statt sozusagen «Singles» (monatliche Hefte, Floppies) zu verkaufen und statt «Albums zu vberkaufen (TPBs) könnte man einen «Stream» publizieren und der Leser würde nichts mehr verpassen. Die neue Struktur von Amazing Spider-Man (3x im Monat plus Extras) fordert das doch geradezu heraus. Die Zeit ist reift dafür. Ich würd gern einfach einzeln oder im Abo bei iTunes oder Marvel direkt meine Comics herunterladen - einfaches CBR/CBZ reicht doch. Das wäre im übrigen mit NULL Aufwand zu machen, wenn man den ganzen DRM-Müll weglässt. Die digitalen Bilddaten existieren, ein Onlineshop wäre in zwei Stunden aufgestellt, den Server wird Marvel wohl eh haben. Es macht ökonomisch keinen Sinn, auf solchen Content-Schätzen zu sitzen und sie nicht digital angemessen zu verwerten, sondern den Raubkopierern völlig konkurrenzlos das Feld zu überlassen und selbst eine so unpraktikable Lösung anzubieten, dass an einen legalen Weg zu digitalen Comics kaum zu denken ist derzeit. Und anstatt kompliziert auf Longbox und proprietäre iphone-Apps zu setzen gibt es eine Lösung, die in einem Monat online sein könnte - als Gesamtarchiv wohlgemerkt. Anklicken, 59 cent abbuchen, bingo. Mit Mengenrabatten, mit Möglichkeit zum Flatrate-Abo. Jesus. Wenn die Welt eins vom App-Store gelernt haben sollte, dann die Tatsache, dass eine Million mal 0,79c eine verdammte Menge Geld ergeben kann :-D. 

Geistiges Eigentum ist eine diffizile Sache. Ich bin absolut dafür, mehr als dafür, dass man Urheberschaft hoch achtet, dass kreative Leistung entlohnt wird, dass man nicht einfach als Nutzer illegal unbezahlten Content «saugt». Das ist Scheiße und entzieht ganzen Branchen die Überlebensenergie. Niemand kann wollen, dass Autoren, Musiker, Filmer und andere Kreative wieder brotlose Künstler sein müssen. 

Noch komplexer wird die Frage nach geistigem Eigentum und den Vor/Nachteilen bei Copyrights im Bereich Forschung, Software, Patente usw - aber dieses Fass kann und will ich gar nicht aufmachen, das ist eine Nummer zu groß für hier.

Es geht mir auch gar nicht um die Frage, ob der derzeitige Urheberschutz gut oder schlecht ist (er ist gut, aber nicht mehr zeitgemäß und er wird von Lobbyisten verschiedenster Färbung mißbraucht), sondern vielmehr ganz pragmatisch um die Frage, ob die Anbieterseite nicht durch relativ einfache Umdenkprozesse - nicht immer einfach, weil es hier auch um internationale Nutzungsverträge geht -  ihre Situation verbessern kann. Einfach, weil ich am Beispiel von iTunes drastisch gesehen habe, was ein besseres Angebot, Verzicht auf DRM (auch wenn es immer noch Watermarking und zahlreiche abstruse Regeln bei Apple gibt, wie etwa die legendären und deutlich unzureichenden 5 Aktivierungen) bewirkt haben. 

Oder, ganz akut, die Erkenntnis, dass ich bei Software wie CCC gern einen Betrag spende - völlig freiwillig, Carbon Copy läuft ja auch ohne und der Nag-Screen lässt sich durch Lügen umgehen - weil ich will, dass Mike Bombich daran weiter arbeiten kann. Je charmanter und offener eine Software zu mir ist, umso höher seltsamerweise meine Bereitschaft, zu zahlen. Beim Upgrade auf OS X 10.6 hätte ich eigentlich etwas schummeln und mir eine «private» Familienlizenz holen können - fand dann den Preis generell aber so freundlich, dass ich eben doch 5 einzelne Lizenzen gekauft habe. Fairness mit Fairness belohnen. 

Ich stelle also in keiner Weise geistiges Eigentum in Frage - als Designer wäre ich da ja auch schön blöde, oder? Sondern die Vertriebstaktiken der Rechteverwerter (böses Wort, eigentlich), die einfach um Jahre hinter den de facto existierenden illegalen Vertriebswegen hinterherhinken. Ganz drastisch überzeichnet ist das so, als habe ein Bäcker nur von 5-5.15 morgens seinen Laden geöffnet und wundert sich dann, warum die hungernde Kundschaft, die nicht kaufen kann, was sie kaufen möchte, irgendwann anfängt, ihm die Scheibe einzuschlagen und die Brötchen zu klauen. Es macht den Diebstahl nicht legaler - aber es zeigt einen Weg auf, wie der Bäcker ihn verhindern kann, indem er nämlich einfach seine Öffnungszeiten marktgerechter macht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Stephan:<br />
>Der linke Flügel raubkopiert und der rechte Flügel fordert DRM und ein verschärftes Urheberrecht</p>
<p>Ganz kurzes (haha) Veto: Ich glaube, es ist gar nicht sinnvoll, einer Handlung wie Copyrightverstoß eine politische Colour zuzuschreiben. Zum einen, weil das nur eine idealistische Verbrämung eines zunächst illegalen Aktes ist &#8211; der, ganz anders als vielleicht Häuserbesetzen oder Anti-AKW-Demos, an sich keine politische Dimension hat.  Vom Wohnzimmersessel aus einen Film aus dem Internet zu saugen ist kein politisches Statement und auch viel zu bequem dafür. Dazu kommt, dass die durchaus viel gravierenderen Fälle von Copyrightverletzungen nicht aus dem privaten Sektor kommen, sondern von Unternehmen selbst (Patentrechte, Markenschutz, Unternehmensspionage uswpp), und die sind nun wirklich nicht «links», sondern brav kapitalistisch. </p>
<p>Raubkopieren ist auch keine Subkultur, die irgendwo in Berliner Neukölln-Kellern von der Antifa betrieben wird, sondern findet im privaten Sektor durch alle Banken statt. Vom Schulhof-Videotausch (den es übrigens auch schon laaaaange vor dem Web gab, ebenso das berühmte «Einer kauft eine Platte, 30 Leute machen sich eine MC davon») über Geschäftsleute, die Hörbücher tauschen bis hin zu Senioren, die vom Neffen eine gecrackte Version von Word bekommen, um Briefe schreiben zu können. Ich denke, die Trefferquote liegt bei 80 oder 90%, wenn du einen beliebigen Rechner anschmeißt und nach Musik, Video, Photo, Text oder Software durchsuchst, die da eigentlich nicht drauf sein dürfte. Laß uns gar nicht von Blogs oder Forenbeiträgen anfangen, in die jemand ein ergoogletes (oder erixquicktes oder erbingtes ;-)) Bild einkopiert, ohne die Nutzungsfrage geklärt zu haben. Die Frage betrifft JEDEN. Ich kenne Leute, die selbst bei Unternehmen und Einrichtungen arbeiten, die für massiven Urheberschutz eintreten und sich selbst in Nutzungsfragen total unsicher sind. Es gibt wahrscheinlich nur Scheintote und Fanatiker, die in Deutschland fehlerfrei alle Regeln des Urhebergesetzes beachten. Es ist, ehrlich gesagt, nahezu unmöglich. </p>
<p>Es ist also nicht politisch. Und es ist &#8211; nach der akuten Gesetzeslage &#8211; verboten, gegen das Urheberrecht zu verstoßen, ergo sind wahrscheinlich 50-80% aller Deutschen in einer Grauzone. (Ja, die Zahl ist geraten,klar. Gibt&#8217;s da eine Erhebung?). </p>
<p>Ein anderes Beispiel: Ich habe im letzten Jahr die Milo gekauft. Und im deutschen Fontshop damals noch alter Version einfach nicht die passende Version für mich gefunden, vor lauter PS und TTF und OTF, OTF Pro, Einzelschnitten, Paketen. Es war ein Feiertag, tags drauf war Präsentation, der Font musste her. Im US-Fontshop hatte ich die Fonts nach fünf Minuten richtig zusammen &#8211; da ich aber meinen Warenkorb auch nicht einfach nach Deutschland übertragen konnte, half mir das nichts. Bis ich nach zwei Stunden Sucherei und unter Zeitdruck so genervt war, dass ich in den USA gekauft habe. Was ich als Deutscher gar nicht darf und was als Ex-Fontshopbeirat mal so richtig Scheiße war, wie ihr mir glauben könnt. Ich mag den US-Fontshop und sein Team, aber mein Geld soll ja eigentlich an Holger Fehsenfeld und sein Team gehen, gelle? An einem Werktag hätte ich Stefan Lehr angerufen und die Sache per Telefon geklärt &#8211; was einige Monate später an anderer Stelle gut funktionierte und sogar Geld sparte :-D (Stefan rockt!!!) &#8211; aber so dickfellig bin ich nicht, an einem Feiertag bei den Sieberts zuhause anzurufen. Und, man mache sich nichts vor, es ist ja einfach, mit ein paar Klicks etwas falsches zu tun &#8211; einfach statt Germany Zimbabwe als Heimatstaat eingeben, Kreditkarte wird trotzdem genommen (hihihi) und man kann weiterarbeiten. Inzwischen ist der Fontshop Deutschland deutlich moderner und kundenorientierter aufgestellt und damit so etwas nicht mehr nötig &#8211; auch wenn ich den US-Store immer noch einen Ticken übersichtlicher finde, aber deren Datenbank muss auch «nur» Schriften abbilden, keine Bilder. An diesem Beispiel wurde mir aber drastisch klar, dass die Bedingungen (und nicht nur die Moral oder das Gesetz) eben auch das Handeln formen (Das Sein bestimmt das Bewusstsein). </p>
<p>Und diese Erkenntnis lässt sich übertragen auf wahrscheinlich recht viele Nutzer, die unter fairen und offenen Bedingungen ganz anders agieren könnten. Wie Fabian oben sagt: ABC würde an mir als User direkt Geld verdienen, wenn ich Lost 6 als Staffelpass bei denen direkt oder via iTunes bekäme &#8211; mit Untertitel, und bitte in Echtzeit,also spätestens einen Tag nach Ausstrahlung, nicht wie bei Fringe in der letzten Saison mit wochenlangen Verzögerungen. Und ich würd&#8217;s gerne zahlen. Lost gehört zu den meistheruntergeladenen Serien der Welt &#8211; ist irgendjemandem klar, warum das so ist? Ich behaupte mal ganz dreist, ein großer Teil der weltweiten Fans der Serie würde mit Kusshand dem Sender, dem Team und den Autoren/Regisseuren/Produzenten Geld in die Taschen packen, wenn man nur irgendwie könnte. Weg vom Werbemodell, hin zum bezahlten Download &#8211; den muss es dann aber auch geben (ohne Streaming, ohne DRM, ohne Fußangeln, zum fairen Preis). Ich bin ziemlich sicher, unter solchen Bedingungen hätte es für Dollhouse auch noch eine 3. und 4. Staffel gegeben. </p>
<p>Anders gesagt: TV braucht das, was für Comics in den 80ern der Direct Market war, nur als Online-Analog. Und Comics brauchen einen direkten Online-Markt. Gerade bei der Art, wie Marvel und DC inzwischen über hunderte von Hefte gehende Mega-Events erzählen (Final Crisis, Civil War, Blackest Night, Dark Reign&#8230; alles auch sehr optimistische Titel :-D), würde ein Download-Flatrate-Abo geradezu Sinn machen. Statt sozusagen «Singles» (monatliche Hefte, Floppies) zu verkaufen und statt «Albums zu vberkaufen (TPBs) könnte man einen «Stream» publizieren und der Leser würde nichts mehr verpassen. Die neue Struktur von Amazing Spider-Man (3x im Monat plus Extras) fordert das doch geradezu heraus. Die Zeit ist reift dafür. Ich würd gern einfach einzeln oder im Abo bei iTunes oder Marvel direkt meine Comics herunterladen &#8211; einfaches CBR/CBZ reicht doch. Das wäre im übrigen mit NULL Aufwand zu machen, wenn man den ganzen DRM-Müll weglässt. Die digitalen Bilddaten existieren, ein Onlineshop wäre in zwei Stunden aufgestellt, den Server wird Marvel wohl eh haben. Es macht ökonomisch keinen Sinn, auf solchen Content-Schätzen zu sitzen und sie nicht digital angemessen zu verwerten, sondern den Raubkopierern völlig konkurrenzlos das Feld zu überlassen und selbst eine so unpraktikable Lösung anzubieten, dass an einen legalen Weg zu digitalen Comics kaum zu denken ist derzeit. Und anstatt kompliziert auf Longbox und proprietäre iphone-Apps zu setzen gibt es eine Lösung, die in einem Monat online sein könnte &#8211; als Gesamtarchiv wohlgemerkt. Anklicken, 59 cent abbuchen, bingo. Mit Mengenrabatten, mit Möglichkeit zum Flatrate-Abo. Jesus. Wenn die Welt eins vom App-Store gelernt haben sollte, dann die Tatsache, dass eine Million mal 0,79c eine verdammte Menge Geld ergeben kann :-D. </p>
<p>Geistiges Eigentum ist eine diffizile Sache. Ich bin absolut dafür, mehr als dafür, dass man Urheberschaft hoch achtet, dass kreative Leistung entlohnt wird, dass man nicht einfach als Nutzer illegal unbezahlten Content «saugt». Das ist Scheiße und entzieht ganzen Branchen die Überlebensenergie. Niemand kann wollen, dass Autoren, Musiker, Filmer und andere Kreative wieder brotlose Künstler sein müssen. </p>
<p>Noch komplexer wird die Frage nach geistigem Eigentum und den Vor/Nachteilen bei Copyrights im Bereich Forschung, Software, Patente usw &#8211; aber dieses Fass kann und will ich gar nicht aufmachen, das ist eine Nummer zu groß für hier.</p>
<p>Es geht mir auch gar nicht um die Frage, ob der derzeitige Urheberschutz gut oder schlecht ist (er ist gut, aber nicht mehr zeitgemäß und er wird von Lobbyisten verschiedenster Färbung mißbraucht), sondern vielmehr ganz pragmatisch um die Frage, ob die Anbieterseite nicht durch relativ einfache Umdenkprozesse &#8211; nicht immer einfach, weil es hier auch um internationale Nutzungsverträge geht &#8211;  ihre Situation verbessern kann. Einfach, weil ich am Beispiel von iTunes drastisch gesehen habe, was ein besseres Angebot, Verzicht auf DRM (auch wenn es immer noch Watermarking und zahlreiche abstruse Regeln bei Apple gibt, wie etwa die legendären und deutlich unzureichenden 5 Aktivierungen) bewirkt haben. </p>
<p>Oder, ganz akut, die Erkenntnis, dass ich bei Software wie CCC gern einen Betrag spende &#8211; völlig freiwillig, Carbon Copy läuft ja auch ohne und der Nag-Screen lässt sich durch Lügen umgehen &#8211; weil ich will, dass Mike Bombich daran weiter arbeiten kann. Je charmanter und offener eine Software zu mir ist, umso höher seltsamerweise meine Bereitschaft, zu zahlen. Beim Upgrade auf OS X 10.6 hätte ich eigentlich etwas schummeln und mir eine «private» Familienlizenz holen können &#8211; fand dann den Preis generell aber so freundlich, dass ich eben doch 5 einzelne Lizenzen gekauft habe. Fairness mit Fairness belohnen. </p>
<p>Ich stelle also in keiner Weise geistiges Eigentum in Frage &#8211; als Designer wäre ich da ja auch schön blöde, oder? Sondern die Vertriebstaktiken der Rechteverwerter (böses Wort, eigentlich), die einfach um Jahre hinter den de facto existierenden illegalen Vertriebswegen hinterherhinken. Ganz drastisch überzeichnet ist das so, als habe ein Bäcker nur von 5-5.15 morgens seinen Laden geöffnet und wundert sich dann, warum die hungernde Kundschaft, die nicht kaufen kann, was sie kaufen möchte, irgendwann anfängt, ihm die Scheibe einzuschlagen und die Brötchen zu klauen. Es macht den Diebstahl nicht legaler &#8211; aber es zeigt einen Weg auf, wie der Bäcker ihn verhindern kann, indem er nämlich einfach seine Öffnungszeiten marktgerechter macht.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: patrick</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/copy-paste/comment-page-1/#comment-52886</link>
		<dc:creator>patrick</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 20:31:34 +0000</pubDate>
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		<description>sehr guter text, hd!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>sehr guter text, hd!</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Stephan</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/copy-paste/comment-page-1/#comment-52885</link>
		<dc:creator>Stephan</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 19:12:40 +0000</pubDate>
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		<description>Letzteres kann ich sofort unterschreiben. Ein Problem der Raubkopiene sehe ich auch darin, dass das Einstiegsalter sehr gering ist. Kinder und Jugendliche haben noch gar kein so ausgereiftes Unrechtsempfinden wie unser einer. In dieser Gruppe sieht sich jeder als das Zentrum der Welt. Wenn hier seitens der Eltern oder des gesellschaftlichen Umfeldes kein Training dieser psychischen Eigenschaft statt findet ist der Weg zur gesellschaftlichen Akzeptanz vorgezeichnet. Daher auch das große Kopfschütteln angesichts der rigiden Versuche der Konzerne ihre geistigen Werte zu schützen. Das man diese Belehrung nicht überspringen kann ist wirklich eine dreiste Bevormundung, quasi Schuldvermutung mit dem Kauf. Ich frag mich wo die Schmerzgrenze liegt.

Es könnte auch als Kulturrevolution gesehen werden, in welcher wir gerade stecken. Der linke Flügel raubkopiert und der rechte Flügel fordert DRM und ein verschärftes Urheberrecht. Wenn aber die Subkultur der Raubkopierer wächst, dann sind das die Wähler, Produzenten und Käufer von morgen. Was wir also heute für illegal betrachten hat eigentlich nur noch nicht die richtige gesellschaftliche und politische Mehrheit gefunden. 

In einem SciFi könnte sich die Situation derart zuspitzen bis Kreative Amok laufen und die Gesellschaft terrorisieren. Der linke Revolutions-Flügel, der dann bereits politisch an der Macht ist, wird sich bestätigt fühlen und Gesetze zum Schutz der Bürger erlassen, welche Kreativität als solche ad absurdum führen und jegliche Forderung nach urheberrechtlicher Vergütung als terroristischen Akt ansehen. Wer etwas veröffentlicht tut dies zum Wohle aller und zum Fortschritt der Gesellschaft. Ein Festhalten am geistigen Eigentum wird als Rückständig empfunden :-P Bin gespannt wann der Stoff verfilmt auf DVD erscheint.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Letzteres kann ich sofort unterschreiben. Ein Problem der Raubkopiene sehe ich auch darin, dass das Einstiegsalter sehr gering ist. Kinder und Jugendliche haben noch gar kein so ausgereiftes Unrechtsempfinden wie unser einer. In dieser Gruppe sieht sich jeder als das Zentrum der Welt. Wenn hier seitens der Eltern oder des gesellschaftlichen Umfeldes kein Training dieser psychischen Eigenschaft statt findet ist der Weg zur gesellschaftlichen Akzeptanz vorgezeichnet. Daher auch das große Kopfschütteln angesichts der rigiden Versuche der Konzerne ihre geistigen Werte zu schützen. Das man diese Belehrung nicht überspringen kann ist wirklich eine dreiste Bevormundung, quasi Schuldvermutung mit dem Kauf. Ich frag mich wo die Schmerzgrenze liegt.</p>
<p>Es könnte auch als Kulturrevolution gesehen werden, in welcher wir gerade stecken. Der linke Flügel raubkopiert und der rechte Flügel fordert DRM und ein verschärftes Urheberrecht. Wenn aber die Subkultur der Raubkopierer wächst, dann sind das die Wähler, Produzenten und Käufer von morgen. Was wir also heute für illegal betrachten hat eigentlich nur noch nicht die richtige gesellschaftliche und politische Mehrheit gefunden. </p>
<p>In einem SciFi könnte sich die Situation derart zuspitzen bis Kreative Amok laufen und die Gesellschaft terrorisieren. Der linke Revolutions-Flügel, der dann bereits politisch an der Macht ist, wird sich bestätigt fühlen und Gesetze zum Schutz der Bürger erlassen, welche Kreativität als solche ad absurdum führen und jegliche Forderung nach urheberrechtlicher Vergütung als terroristischen Akt ansehen. Wer etwas veröffentlicht tut dies zum Wohle aller und zum Fortschritt der Gesellschaft. Ein Festhalten am geistigen Eigentum wird als Rückständig empfunden :-P Bin gespannt wann der Stoff verfilmt auf DVD erscheint.</p>
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	<item>
		<title>Von: HD Schellnack</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/copy-paste/comment-page-1/#comment-52884</link>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 14:42:39 +0000</pubDate>
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		<description>&gt;Der Vergleich zum Autodiebstahl hinkt ein wenig wie ich meine.
Unweigerlich. Da ich aber als normaler User eine gekaufte DVD in der Regel nicht wirklich raubkopieren werde, sondern GUCKEN will, ist es eher nervig, mir einen Moraltrailer vorzusetzen, der bei mir an der total falschen Adresse ist. Nervt einfach und da nicht skipbar nervt es gleich doppelt. 

&gt;Illegalität in der Natur der Sache liegt
Da bin ich unsicher. Es ist supereinfach, in einem Kaufhaus zu klauen, Kameras und Detektive hin oder her. Macht aber kaum einer. Das hat etwas mit «Öffentlichkeit» zu tun, aber eben, wie du ja sagst, mit gefühlter Moral. Die zu stärken - online, aber auch im Alltag - ist eine der zentralen Aufgaben der Demokratie. Aber nicht mit der Keule, sondern durch Kommunikation, passende Angebote und eine Art gesellschaftlichen Konvent. Im übrigen, auch wenn das platt ist, darf man sich kaum beschweren, wenn irgendwelche Kids sich Raubkopien ziehen, wenn die Mentalität der Bänker, Manager und Politiker ja auch eher in Richtung Nach-mir-die-Flut. Wenn ich daran denke, was in der Geschäftsführung von Karstadt zB abgegangen sein muss, finde ich ein paar MP3-Tracks volkswirtschaftlich vergleichsweise harmlos. Die Sache ist - aber so hoch wollte ich es gar nicht hängen - dass man natürlich gerade in der emergierenden ultratransparenten Gesellschaft, auf die wir zugehen, nicht eine Zweiklassen-Moral verordnen kann, vor allem nicht von oben. Erst wenn die Gier als akzeptables soziales Paradigma  obsolet geworden ist, kann man hier einen Wandel erwarten. 

Eine Nummer kleiner gesagt kann ich aber nur ganz individuell sagen: Ich glaube, dass deutlich weniger Leute raubkopieren WOLLEN als es Leute gibt, die es tatsächlich TUN. Es geht nicht ums Geld, es geht um die Vertriebsstrukturen und künstliche Barrieren, die die Anbieter möglichst schnell aufheben könnten, bevor sich illegale Strukturen verfestigen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>>Der Vergleich zum Autodiebstahl hinkt ein wenig wie ich meine.<br />
Unweigerlich. Da ich aber als normaler User eine gekaufte DVD in der Regel nicht wirklich raubkopieren werde, sondern GUCKEN will, ist es eher nervig, mir einen Moraltrailer vorzusetzen, der bei mir an der total falschen Adresse ist. Nervt einfach und da nicht skipbar nervt es gleich doppelt. </p>
<p>>Illegalität in der Natur der Sache liegt<br />
Da bin ich unsicher. Es ist supereinfach, in einem Kaufhaus zu klauen, Kameras und Detektive hin oder her. Macht aber kaum einer. Das hat etwas mit «Öffentlichkeit» zu tun, aber eben, wie du ja sagst, mit gefühlter Moral. Die zu stärken &#8211; online, aber auch im Alltag &#8211; ist eine der zentralen Aufgaben der Demokratie. Aber nicht mit der Keule, sondern durch Kommunikation, passende Angebote und eine Art gesellschaftlichen Konvent. Im übrigen, auch wenn das platt ist, darf man sich kaum beschweren, wenn irgendwelche Kids sich Raubkopien ziehen, wenn die Mentalität der Bänker, Manager und Politiker ja auch eher in Richtung Nach-mir-die-Flut. Wenn ich daran denke, was in der Geschäftsführung von Karstadt zB abgegangen sein muss, finde ich ein paar MP3-Tracks volkswirtschaftlich vergleichsweise harmlos. Die Sache ist &#8211; aber so hoch wollte ich es gar nicht hängen &#8211; dass man natürlich gerade in der emergierenden ultratransparenten Gesellschaft, auf die wir zugehen, nicht eine Zweiklassen-Moral verordnen kann, vor allem nicht von oben. Erst wenn die Gier als akzeptables soziales Paradigma  obsolet geworden ist, kann man hier einen Wandel erwarten. </p>
<p>Eine Nummer kleiner gesagt kann ich aber nur ganz individuell sagen: Ich glaube, dass deutlich weniger Leute raubkopieren WOLLEN als es Leute gibt, die es tatsächlich TUN. Es geht nicht ums Geld, es geht um die Vertriebsstrukturen und künstliche Barrieren, die die Anbieter möglichst schnell aufheben könnten, bevor sich illegale Strukturen verfestigen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Stephan</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/copy-paste/comment-page-1/#comment-52882</link>
		<dc:creator>Stephan</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 14:29:21 +0000</pubDate>
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		<description>Ein Denkanstoß zum ersten Absatz: Der Hinweis, das Raubkopieren illegal ist, ist nicht vergleichbar mit deinen nachfolgenden Beispielen. Sie richtet sich ja nicht an den erhlichen Käufer einer DVD sondern an den jenigen, der diese DVD kopiert. Auf dein Beispiel bezogen, du kaufst dir ein Auto und der Händler weist dich darauf hin, dass das exakte Nachbauen des Wagens eine Straftat ist. Der Vergleich zum Autodiebstahl hinkt ein wenig wie ich meine.

Aber den Kern, das Kopierschutzmaßnahmen eine permanente Unterstellungdarstellt hast du sehr gut getroffen. Erstaunlich ist, dass auf elektronischen Datenträgern ein Copyright-Vermerk nicht zum Schutz ausreicht. Anscheinend ist die vermeintlich unbedeutende Raubkopie nicht so stark im gesellschaftlichen Unrechtsbewusstsein verankert wie z.B. Autodiebstahl oder ein Banküberfall.

Ich will nicht sagen, dass es nicht möglich ist, aber ich vermute, dass die Illegalität in der Natur der Sache liegt. Einfach zu handhabendes Quellmedium + simple Kopiermechanismen führe zu einer schnellen Verbreitung. Die Schwelle beim Kauf einer legalen Lizenz ist da schon höher. Ist Raubkopieren nun ein Phänomen oder eine Sache der Gerechtigkeit und gesellschaflichen Moral? Bei erstem wäre dann wohl das Produkt fehlerhaft um diese Illegalität zu vermeiden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Denkanstoß zum ersten Absatz: Der Hinweis, das Raubkopieren illegal ist, ist nicht vergleichbar mit deinen nachfolgenden Beispielen. Sie richtet sich ja nicht an den erhlichen Käufer einer DVD sondern an den jenigen, der diese DVD kopiert. Auf dein Beispiel bezogen, du kaufst dir ein Auto und der Händler weist dich darauf hin, dass das exakte Nachbauen des Wagens eine Straftat ist. Der Vergleich zum Autodiebstahl hinkt ein wenig wie ich meine.</p>
<p>Aber den Kern, das Kopierschutzmaßnahmen eine permanente Unterstellungdarstellt hast du sehr gut getroffen. Erstaunlich ist, dass auf elektronischen Datenträgern ein Copyright-Vermerk nicht zum Schutz ausreicht. Anscheinend ist die vermeintlich unbedeutende Raubkopie nicht so stark im gesellschaftlichen Unrechtsbewusstsein verankert wie z.B. Autodiebstahl oder ein Banküberfall.</p>
<p>Ich will nicht sagen, dass es nicht möglich ist, aber ich vermute, dass die Illegalität in der Natur der Sache liegt. Einfach zu handhabendes Quellmedium + simple Kopiermechanismen führe zu einer schnellen Verbreitung. Die Schwelle beim Kauf einer legalen Lizenz ist da schon höher. Ist Raubkopieren nun ein Phänomen oder eine Sache der Gerechtigkeit und gesellschaflichen Moral? Bei erstem wäre dann wohl das Produkt fehlerhaft um diese Illegalität zu vermeiden.</p>
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	<item>
		<title>Von: fabian</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/copy-paste/comment-page-1/#comment-52881</link>
		<dc:creator>fabian</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 14:08:24 +0000</pubDate>
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		<description>man kann gegen die borniertheit der rechtevertreiber gar nicht laut genug anschreien. über dein eingangsbeispiel, die anti-raubkopie-werbung auf dvds, habe ich mich schon so oft aufgeregt. nicht nur sind diese absolut deplaziert, fürchterlich nervig (singende kinder), und lassen sich teilweise nicht überspringen, nein… ich finde &quot;hart aber fair&quot; gerade zu menschenverachtend. gerade weil man wie besprochen stellenweise keine alternative hat.

in amerika startet in wenigen wochen die 6. staffel von lost, und ich freue mich wie ein kleines kind darauf. wie viele habe ich mich im deutschen fernsehen anstecken lassen, aber irgendwann wurde das loch, dass zwischen der deutschen &quot;erstausstrahlung&quot;, und den im internet angebotenen folgen klaffte zu groß. ich habe alle in deutschland verfügbaren staffeln legal erworben, und als dvd im regal stehen. wenn der dealer der mich anfixt, irgendwann keinen stoff mehr verkauft, geh ich halt zu nem anderen. ich hab keine zeit und bin süchtig, verdammt! wenn irgendwann die 5. und 6. staffel beim elektronikkonsumfachgvertrieb meiner wahl erhätlich sind, sind sie für mich ein pflichtkauf. ich würde aber gerne JETZT das doppelte des boxpreises bezahlen, um die staffel JETZT bei der erstaustrahlung zu sehen, mit einem coupon für die dvd-box, wenn sie dann in 2 jahren hierzulande erscheint.

den kopierschutz auf dvds finde ich übrigens auch nervig, da er mich zwingt, filme oder serien die ich unterwegs auf meinem iphone gucken möchte über torrents nochmal herunterzuladen. ich will keine tauschbörsen benutzen, und ich möchte eine dvd, die ich gekauft habe, nicht nochmal via itunes bezahlen, nur um sie unterwegs zu schauen. absurderweise mache ich mich strafbar, weil ich ein produkt, für dass ich bezahlt habe, benutzen möchte. wenn ich ein buch kaufe, schreibt mir der verlag ja auch nicht vor, wo ich das zu lesen habe.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>man kann gegen die borniertheit der rechtevertreiber gar nicht laut genug anschreien. über dein eingangsbeispiel, die anti-raubkopie-werbung auf dvds, habe ich mich schon so oft aufgeregt. nicht nur sind diese absolut deplaziert, fürchterlich nervig (singende kinder), und lassen sich teilweise nicht überspringen, nein… ich finde &#8220;hart aber fair&#8221; gerade zu menschenverachtend. gerade weil man wie besprochen stellenweise keine alternative hat.</p>
<p>in amerika startet in wenigen wochen die 6. staffel von lost, und ich freue mich wie ein kleines kind darauf. wie viele habe ich mich im deutschen fernsehen anstecken lassen, aber irgendwann wurde das loch, dass zwischen der deutschen &#8220;erstausstrahlung&#8221;, und den im internet angebotenen folgen klaffte zu groß. ich habe alle in deutschland verfügbaren staffeln legal erworben, und als dvd im regal stehen. wenn der dealer der mich anfixt, irgendwann keinen stoff mehr verkauft, geh ich halt zu nem anderen. ich hab keine zeit und bin süchtig, verdammt! wenn irgendwann die 5. und 6. staffel beim elektronikkonsumfachgvertrieb meiner wahl erhätlich sind, sind sie für mich ein pflichtkauf. ich würde aber gerne JETZT das doppelte des boxpreises bezahlen, um die staffel JETZT bei der erstaustrahlung zu sehen, mit einem coupon für die dvd-box, wenn sie dann in 2 jahren hierzulande erscheint.</p>
<p>den kopierschutz auf dvds finde ich übrigens auch nervig, da er mich zwingt, filme oder serien die ich unterwegs auf meinem iphone gucken möchte über torrents nochmal herunterzuladen. ich will keine tauschbörsen benutzen, und ich möchte eine dvd, die ich gekauft habe, nicht nochmal via itunes bezahlen, nur um sie unterwegs zu schauen. absurderweise mache ich mich strafbar, weil ich ein produkt, für dass ich bezahlt habe, benutzen möchte. wenn ich ein buch kaufe, schreibt mir der verlag ja auch nicht vor, wo ich das zu lesen habe.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Jochen</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/copy-paste/comment-page-1/#comment-52880</link>
		<dc:creator>Jochen</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 14:05:24 +0000</pubDate>
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		<description>Ein Beispiel für einen - zwar kleinen - Verlag, der die Ebook-Thematik praktisch angeht ist &quot;The Pragmatic Programmers&quot; (http://pragprog.com/). Dort kann Hardcopies mit (inkl. Rabatt) oder ohne Ebook kaufen, nur das Ebook alleine. Wie man das braucht.
Als Ebookformate werden ungesicherte PDF-, Epub- und Mobi-Dateien angeboten. Diese Dateien sind mur mit Wasserzeichen versehen bzw. auf jeder Seite steht der Name des Käufers. An den Shop ist ein elektronisches Bücherregal gekoppelt, in dem alle gekauften Bücher ohne Einschränkung jederzeit eingesehen und wieder runtergeladen werden können.
Spitze ist auch die Möglichkeit, ein Beta-Buch zu kaufen und bei der Korrektur und Verbeserung des Buches mitzuhelfen!
Zugegeben ist dieser Verlag ein sehr spezieller, aber mein Bücherregal sagt mir, dass der Ansatz richtig ist ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Beispiel für einen &#8211; zwar kleinen &#8211; Verlag, der die Ebook-Thematik praktisch angeht ist &#8220;The Pragmatic Programmers&#8221; (<a href="http://pragprog.com/" rel="nofollow">http://pragprog.com/</a>). Dort kann Hardcopies mit (inkl. Rabatt) oder ohne Ebook kaufen, nur das Ebook alleine. Wie man das braucht.<br />
Als Ebookformate werden ungesicherte PDF-, Epub- und Mobi-Dateien angeboten. Diese Dateien sind mur mit Wasserzeichen versehen bzw. auf jeder Seite steht der Name des Käufers. An den Shop ist ein elektronisches Bücherregal gekoppelt, in dem alle gekauften Bücher ohne Einschränkung jederzeit eingesehen und wieder runtergeladen werden können.<br />
Spitze ist auch die Möglichkeit, ein Beta-Buch zu kaufen und bei der Korrektur und Verbeserung des Buches mitzuhelfen!<br />
Zugegeben ist dieser Verlag ein sehr spezieller, aber mein Bücherregal sagt mir, dass der Ansatz richtig ist ;-)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Marc</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/copy-paste/comment-page-1/#comment-52879</link>
		<dc:creator>Marc</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 13:25:55 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.hdschellnack.de/?p=3642#comment-52879</guid>
		<description>Am schlimmsten finde ich eigentlich diese nervigen Registry tools!
Bei Logic muss man nur diese dumme Seriennummer abtippen und ich habs trotzdem original gekauft.

Beim Native Instruments Plugin habe ich weiterhin nur die Möglichkeit die bunte Verpackung in meinem Regal zu bestaunen, oder irgendwo einen Crack zu suchen.
Ich nutze die Software eh nicht, aber es geht mir um das Prinzip dass ich die Software gekauft habe und keine neue Seriennummer bekomme, weil dieses verdammte Windows damals einfach nicht mehr starten wollte.

Ausserdem bringt ein Kopierschutz nichts. Wer nicht zahlen will, der bekommt es auch irgendwie illegal. Wenn ich aber schon  für Software zahle, möchte ich diese auch wenigstens stressfrei, ohne registry tools oder zumindest überhaupt nach einem Systemabsturz wieder mal nutzen können!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Am schlimmsten finde ich eigentlich diese nervigen Registry tools!<br />
Bei Logic muss man nur diese dumme Seriennummer abtippen und ich habs trotzdem original gekauft.</p>
<p>Beim Native Instruments Plugin habe ich weiterhin nur die Möglichkeit die bunte Verpackung in meinem Regal zu bestaunen, oder irgendwo einen Crack zu suchen.<br />
Ich nutze die Software eh nicht, aber es geht mir um das Prinzip dass ich die Software gekauft habe und keine neue Seriennummer bekomme, weil dieses verdammte Windows damals einfach nicht mehr starten wollte.</p>
<p>Ausserdem bringt ein Kopierschutz nichts. Wer nicht zahlen will, der bekommt es auch irgendwie illegal. Wenn ich aber schon  für Software zahle, möchte ich diese auch wenigstens stressfrei, ohne registry tools oder zumindest überhaupt nach einem Systemabsturz wieder mal nutzen können!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Henning</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/copy-paste/comment-page-1/#comment-52878</link>
		<dc:creator>Henning</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 13:04:06 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.hdschellnack.de/?p=3642#comment-52878</guid>
		<description>Lieber HD, mein Komment jetzt nochmal hier, weil ich frivolerweise nicht in allen siebzig Sozialnetzen jedem Link hinterhersteige, der mir dargeboten wird, es sich jedoch hier bei diesem Klassetext lohnt:

Prima Text, nur im zweiten Absatz stolpere ich über das Wort «sauber» in dem Satz ... «gibt es jenseits des Copyrights längst eine saubere, einfache, offene Lösung.»

Ehm, _jenseits_ des Copyrights sind die «Lösungen» illegal, also das genaue Gegenteil von sauber (sofern man Schmutz mit Böse gleich setzt). «Einfach» und «offen» stimmt dann ja auch wieder. Darum geht es Dir ja auch und das sehe ich 100%ig genauso. Na, ist nur das eine Adjektiv, über das ich gestolpert bin. Sonst: Chapeau!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber HD, mein Komment jetzt nochmal hier, weil ich frivolerweise nicht in allen siebzig Sozialnetzen jedem Link hinterhersteige, der mir dargeboten wird, es sich jedoch hier bei diesem Klassetext lohnt:</p>
<p>Prima Text, nur im zweiten Absatz stolpere ich über das Wort «sauber» in dem Satz &#8230; «gibt es jenseits des Copyrights längst eine saubere, einfache, offene Lösung.»</p>
<p>Ehm, _jenseits_ des Copyrights sind die «Lösungen» illegal, also das genaue Gegenteil von sauber (sofern man Schmutz mit Böse gleich setzt). «Einfach» und «offen» stimmt dann ja auch wieder. Darum geht es Dir ja auch und das sehe ich 100%ig genauso. Na, ist nur das eine Adjektiv, über das ich gestolpert bin. Sonst: Chapeau!</p>
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		<title>Von: kopieren &#38; einsetzen at Native Berlin</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/copy-paste/comment-page-1/#comment-52877</link>
		<dc:creator>kopieren &#38; einsetzen at Native Berlin</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 12:33:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.hdschellnack.de/?p=3642#comment-52877</guid>
		<description>[...] «Copy &amp; Paste» von HD Schellnack [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] «Copy &#38; Paste» von HD Schellnack [...]</p>
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