
Du hast einen Gehirntumor. Obwohl es dir im Moment absolut gut geht, wird dieser Tumor dich ohne jeden Zweifel innerhalb von sechs Monaten töten. Dein leben kann (und wird) allerdings durch eine Operation gerettet werden. Der einzige Nachteil ist, dass es sich dabei um einen ziemlich brutalen Einschnitt in deinen vorderen Stirnlappen handeln wird. Nach dem Eingriff wirst du dadurch spürbar weniger intelligent sein. Du bist nach wie vor ein ganz normaler «funktionierender» Erwachsener, aber du wirst weniger logisch denken können, dein Gedächtnis wird schrecklich sein, und das Begreifen komplexer Konzepte oder schwieriger Ideen wird dir sehr schwerfallen. Die Operation findet in zwei Wochen statt.
Wie verbringst du die nächsten vierzehn Tage?
Chuck Klostermans Sex, Drugs and Cocoa Puffs
11. Dezember 2006 19:08 Uhr. Kategorie Stuff. 13 Antworten.
da stellt sich mir doch die Frage, ob ich nach der Operation noch in der Lage bin, das, was ich vor dem Eingriff alles gelernt und begriffen habe, noch immer zugänglich sein wird.
Ansonsten würde ich die zwei Wochen vor der OP mit einer dicken fetten Reise verbringen. Für den Fall dass ich bei der Operation hops gehe, möchte ich wenigstens noch was von der Welt gesehen haben.
operation absagen und 6 monate rocken!
Dieser Chuck nimmt doch zu viel chemische Drogen. Wie kommt man denn sonst auf solche Sinnfragen?
“…das Begreifen komplexer Konzepte oder schwieriger Ideen wird dir sehr schwerfallen.”
Ich find die Frage in Bezug auf Grafik Designer wirklich interessant ;)
Meine Antwort wäre alles zu tun, was ich nach der Operation vermutlich nicht mehr könnte…Millionen Menschen laufen dumm durch ihr Leben und sind da echt glücklich mit, warum sollte ich das nicht auch können…
vorher lexikas und andere bücher kaufen und diverse namen und telefonnummern aufschreiben damit ich nachher nicht so dumm dahstehe ;)
“…das Begreifen komplexer Konzepte oder schwieriger Ideen wird dir sehr schwerfallen.�?
Naja, das fällt mir ja jetzt auch schon schwer; also auf jeden Fall operieren. ;)
tja, schonmal jemand einen virus IM gehirn gehabt? von den anwesenden sicher keiner. ICH allerdings schon. herpes encephalitis nennt sich der »spass« und wer ein wenig bin biologie aufgepasst hat, weiss, wie viren »arbeiten«, richtig sie zerstören zellen um zu überleben. jetzt stellt euch vor ihr liegt im krankenhaus und und wisst nur, zelle um zelle wird zerstört, wo wisst ihr nicht, und wieviele wisst ihr auch nicht, mittel gegen viren gibt es nicht, weil diese grandiosen erzeugnisse der natur keinen stoffwechsel haben, das einzige, was hilft sind virostatika, die eine vermehrung der viren hemmen. es ist also ein wettlauf hingewebe gegen viren. okay, es ist ohne folgen geblieben, aber die angst war mehr als deutlich. mr. chuck scheint also einen spass daran zu haben sich an den ängsten anderer zu weiden. im idealfall nennt man sowas sadismus. waren die fragen bis jetzt noch halbwegs lustig so hört hier für mich der spass auf.
http://de.wikipedia.org/wiki/Enzephalitis
thomas › ich kann dich schon verstehen. alles was mit erkrankungen des hirns zu tun hat, hinterlässt bei mir aus guten gründen ein mehr als flaues gefühl im magen.
ich denke aber nicht, dass chuck klostermann sich an den ängsten anderer weiden will, denn er kennt die reaktionen der leser wahrscheinlich nicht. fragen dieser art (auch ein paar der vorangehenden) haben immer das potential jemanden persönlich unangenehm zu berühren, das liegt in der natur der sache.
man stellt solche fragen nicht wegen, sondern trotz der ängste, die der ein oder andere dabei empfindet.
meine antwort hat robertmichael schon gegeben, das ist so schön logisch :-)
es gibt doch diesn film, wo jemand aufgrund von tätowierungen sein vorhergehendes leben rekonstruieren muss … der titel ällt mir allerdings nicht ein. war glaube ic auch kein knüller.
memento heißt der streifen, glaube ich.
also die Situation in der man sich postoperativ befinden soll ist bei mir präoperativ auch schon oft genug Realität. So, why not?? Solange ich “normal” funktioniere, nicht hirnlos im Kreis laufe und meinem armen KInd auf den Nerv gehe – sicher, wenn ich dann leben kann…
Wenn das nicht gewährleistet ist, ist Leben sowieso nichts mehr wert und dann ist meine Proferenz die Einstellung von Jan, wenn es nur nicht gerade rocken sein müsste. Ich würde 6 Monate meine gesamte Knete verbraten (sorry HD) und dann Exitus und ab in den Ofen. Abregnen über dem Atlantik :=D
Mum’s Antwort deckt sich ziemlich genau mit dem, was ich denke. Für die präoperative Realität gibt es so viele Beispiele, die andere Menschen zum Lachen bringen… wäre ja fast schade, wenn das verloren ginge.
Insgesamt – before and after – sollte ich vielleicht dem Rat von RobertMichael folgen und mal Lexika und so was in die Nähe des Schreibtisches bringen, anstatt sie im Bücherregal im Nebenzimmer aufzubewahren (und ab und zu abzustauben) – siehste bin ich noch gar nicht drauf gekommen…
@Simone: Manche schaffen es auch ohne (°__°) Offensichtlich gehörst du dazu (Ich früher auch :-)) aber das war vor der OP.