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Batman 1999

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Leserbrief aus Detective Comics, Januar 1970

Scheinriesen

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Dass weniger Bücher erscheinen, ist nicht unbedingt das Merkmal einer sterbenden, sondern vielmehr vielleicht einer gesundenden Branche. Der aufgeblähte Marktanteils-Ballast wird, so mag man hoffen, wegschmelzen. Die reine Zahl der sinkenden Auflagen und Neuerscheinungen sagt wenig über die Titel aus, die wegbleiben. Und vielleicht ist es kein qualitativer Verlust, wenn das ein oder andere Bücher über Vampire, Elfen oder Ponys nicht erscheint oder die x-te Kochbuchreihe nicht fortgesetzt wird. Dieser Schwund bedeutet sicher eine Veränderung in Gewinnmodellen und Querfinanzierungen – muss aber kein Fanal für das Sterben von Verlagen oder gar der Literatur sein. So wenig wie nach dem Backlist-Boom in der Musikbranche das Wegbrechen der CD-Neukäufe von Titeln, die die Käufer bereits auf Vinyl hatten und ein zweites Mal erstanden, wirklich real eine Krise bedeutete.

Der relative Niedergang der großen Fillialisten war leider absehbar, denn auch dieser ist bereits im Musik- und Videogeschäft vorweggenommen gewesen. Große Handelsketten verdrängen durch A-Lagen, scheinbar größere Auswahl, mehr Macht bei der Preisgestaltung und der Werbung die kleinen Vor-Ort-Händler im ersten Schritt. Die großen Kinoketten haben die Stadtteilkinos nahezu unwirtschaftlich gemacht, Mediamarkt, Saturn und Co dem kleinen Plattenladen den Garaus gemacht. Konsequenterweise fallen die Ketten dann einige Zeit später der eigenen Größe und der technischen Entwicklung zum Opfer und werden selbst durch noch effektivere Online-Anbieter oder durch digitale Download-Angebote verdrängt. Egal, wie viele Quadratmeter große Filialisten in Innenstadtlage bieten, Amazon wird immer scheinbar mehr Auswahl bieten und liefert bequemer an die Haustür. Und selbst das kann die «Instant Gratifikation» eines Online-Downloads nicht mehr erreichen, in dem die klassische AIDA-Kette, auf die die Konsumenten seit Jahrzehnten trainiert sind, in Sekunden realisiert werden kann. Dass die Sortiments-Auswahl ohnehin ein Phantom ist – auch die kleinste Buchhandlung kann in aller Regel alle bei Grossisten verfügbaren deutschen Titel binnen eines Tages liefern, ist für das digitale Buch egal… denn hier ist Lagerfläche kein Thema mehr, im ePub-Format passen mehr Bücher auf eine tragbare Festplatte als ein Mensch zu Lebzeiten lesen kann. Digitale Anbieter werden die großen Fillialen (und auch die restlichen kleinen Buchläden) zunehmend be- und verdrängen. Aber ist das aus Sicht des Lesers wirklich ein Verlust? Waren große Buchhandelsketten denn wirklich Orte literarischer Vielfalt und belletristisch versierter Beratung? War es wirklich sinnvoll, mehr als ein Fünftel der Fläche für Nonbook zu verwenden? Wahrscheinlich liegt die Rettung der größeren Anbieter jetzt sogar genau in der Beantwortung solcher selbstkritischer Fragen – weg von der reinen Mehr-ist-Mehr-Orientierung und hin zu den Qualitäten, für die der klassische Buchhandel seit Dekaden steht. Wobei ein Fokus auf Auswahl, Qualität, Beratung und Charisma unweigerlich auf Kosten eines effizienten Abverkaufens gehen wird. Und während die kleineren Buchhandlungen und inhabergeführten Strukturen diesen Weg der Selbstausbeutung seit langem kennen und leben, wird man sehen müssen, wie diese Arbeit aus Liebe zur Literatur und zum Stammpublikum auf die Logik von Handelskonzernen übertragen lässt. Wobei diese Frage – wie man als Konzern sozusagen zum Scheinriesen wird, der immer kleiner wird, je näher man ihm kommt, sich nahtlos auf viele andere Branchen übertragen lässt, die im digitalen Zeitalter vor ähnlichen Problemen stehen – von Banken bis zum Reiseanbieter.

Report / Require

Sometimes, there’s a conflict between what someone reports they need and what they require.
Corinna Proctor, Engadget

Strange / Beautiful

Something strange is always better than something beautiful.
Kevin Wilson, The Family Fang

Something else

Philosophy is needed now more than ever, but these are such unphilosophical times that perhaps it must be sold as something else, like entertainment or fashion or, best of all, style, that greatest surviving domain of individuality.
Glenn O’Brien How to be a man

Calibrate

That constant awareness of how to calibrate your performance up or down, a knowledge of how to break through the clutter or to own the quietness, is a sure mark of stardom.
Mark Harris GQ 03/13

Triviality

what is best in human pride… that need… to combat and destroy triviality.

Charles Baudelaire

Silent

I recently heard one of my fellow actors say it in just three words: «Just shut up.» Just go silent.

Bruce Willis, GQ 03/13

Pauses

Build gaps in your life. Pauses. Proper Pauses.

Thom Yorke, Esquire 03/13

Olfactive Studio

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Zunächst klingt die Idee, Parfums gemeinsam mit Photographen zu entwickeln und insofern eben auch Parfums für Photographen zu entwickeln möglicherweise nach einem Marketing-Gag. Krawatten für Architekten, Kaffeetassen für Lehrer, Uhren für Designer – es gibt immer wieder diese Nischenprodukte, die sich an einen Beruf heranrobben, auf der Suche nach neuen Absatzmärkten, unabhängig von einer wirklich zu dem Beruf passenden Idee.

Aber die Düfte von Olfactive Studio gehören ganz definitiv nicht dazu. Was vielleicht daran liegt, dass Celine Verleure durch ihre Arbeit für unter anderem Kenzo Erfahrung mit Parfums hat. Gemeinsam mit namhaften Photographen hat sie eine ganze Reihe von Düften kreiert, die photographische Eindrücke festzuhalten scheinen. Namen wie Chambre Noir, Still Life, Autoportrait und Lumière blanche vermitteln bereits bildhaft eine Ahnung davon, was bei diesen meist recht unisex-tauglichen Düften zu erwarten ist. Noir wirkt beispielsweise kraftvoll und dunkel, holzig, ein starker Duft, der mit Selbstbewusstsein getragen sein will, Autoportrait hingegen ist nahezu unsichtbar, zurückhaltend, vielleicht eine Art sehr viel leichtere Fassung von Sel de Vétiver von The Different Company. Das relativ neue Lumière Blanche riecht frisch und würzig, nach Moschus und Mandeln, während Still Life das vielleicht klassischste und blumigste Parfum der Reihe ist, mit viel Pfeffer in der Kopfnote und leicht holzig in der Basis. Jeder Duft bringt einen anderen Photographen oder Photographin (unter anderem Massimo Vitali) und eine eine andere Parfümeurin zusammen, wobei letztere dankbarerweise nicht im Schatten der Bildermacher stehen, sondern gleichermaßen auf der Website eine eigene Rolle spielen. So kann man entdecken, dass der vielleicht maskulinste und zugleich doppelbödigste Duft der Reihe, Chambre Noir (Darkroom), aus Kopf und Nase zweier Frauen erwachsen ist, was in der Reihe ansonsten meist männlicher Photographen ein Highlight ist.

Zusammengenommen bilden die derzeit vier Düfte eine Art kuratierter Serie, die sich für alle Gelegenheiten ideal anbietet. Von hell und klar bis zu hölzern-orientalischer Schwere ist für jeden Geschmack etwas dabei, beziehungsweise eben genügend Abwechslung für verschiedene Stimmungen und Anlässe. Es ist selten, dass eine so doch eher überschaubare Reihe so gekonnte definitive Stimmungen abdeckt und olfaktorisch auch hervorzaubern kann. Die Einheit von visueller Idee, Duft und Wirkung ist insofern ideal gelungen.

Wenn man so will, bietet Olfactive Studio genau das, wofür die Marke steht – Bildwelten, die man einatmen kann. Jedes der Parfums ist assoziativ und lädt bei aller Alltagstauglichkeit und gestalterischen Zurückhaltung zum Visualisieren ein, bis sich vor dem geistigen Auge tatsächlich die Ahnung einer Photographie, oder einer ganzen Ausstellung ergibt, in der man als Kurator durch Erinnerungen an zum Duft passende Photofragmente geht.

Insofern steckt hinter der Idee alles andere als ein Marketing-Gimmick – obwohl sie sich sicher dennoch perfekt als Geschenk für befreundete Photographen eignen wird. Vielmehr bietet Olfactive Studio ein sensuales Crossover, eine meisterhafte Synästhesie. Dazu kommt das schöne Detail, dass die Flakons in perfektem Minimalismus schwelgen: eine einfache Signatur, ein laborartiger Aufkleber, eine zum Thema des Duftes passende Färbung. Einfachheit, wie man sie vielleicht seit Helmut Lang nicht mehr hatte, die Flaschen kühl und funktional wie aus einem Laborregal.

Céline Verleures Konzept steht fast symptomatisch für einen Trend im Mode- und Fragrance-Markt, der zunehemend auch andere kreativwirtschaftliche Segmente erreicht. Mit der Erfahrung einer großen Marke im Rücken, bewaffnet mit einer Prise Mut, einem Blog, Facebook und einer kraftvollen Idee, hat die Pariserin eine Duftmarke etabliert, die eine willkommene Alternative zu den «big brands» darstellt. Wie Mikro-Brauereien, winzige Verlage oder kleinste Software-Schmieden, gibt es auch hier immer mehr Mini-Label, die eine erfolgreiche Alternative zu den Konzentrations- und Vereinheitlichungstrends in der Branche darstellen und sich als solche hoffentlich auch langfristig durchsetzen können.

Aw Yeah Comics

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Art Baltazar und Franco zeichnen seit einigen Jahren bei DC Comics für Publikationen verantwortlich, die eigentlich an Kinder als Einstiegsdroge gerichtet sind, die aber durch augenzwinkernden Humor, Insider-Kommentare auf den durchaus traurigen Zustand von DC heutzutage und durch phantastisches Artwork zu dem besten gehören, was dieser Verlag derzeit produziert. Umso trauriger, dass den beiden Schöpfern erst ein Heftwechsel aufgezwungen wurde und nun auch das eine Heft noch eingestellt ist, das sie zuletzt für DC produziert haben, ungeachtet der Kultgemeinschaft, die sich um die beiden geschart hat.

Insofern ist es nur konsequent, dass beide nun via Kickstarter ein neues Project starten – Aw Yeah Comics. Es wird spannend sein, ob die Arbeit der beiden auch ohne den satirischen Rückbezug auf die echten Superhelden-Comics ähnlich unterhaltsam sein wird, aber der Schritt zum vorfinanzierten Comic der beiden zeigt einen sehr deutlichen Trend, da immer mehr Autoren und Zeichner via Kickstarter ihre eigenen Publikationen planen, so etwa Gail Simone, die hier wohl auch auf ihre ganz eigene Krise mit DC Comics reagiert und – ähnlich wie Franco und Baltazar – in Rekordzeit ihre Pledge-Limit deutlich überschritten hat.

Warum ist das interessant? Es unterstreicht die Tatsache, dass Kickstarter inzwischen zu einer bedeutsamen Plattform wird (und es ist erschreckend, dass es in Deutschland immer noch nichts vergleichbares gibt), ebenso wie den Umstand, dass Kickstarter faktisch inzwischen zu den großen Comic-Verlagen in den USA gehört, ohne strukturell überhaupt ein Verlag zu sein. Man darf das getrost auf Filme, Bücher, Musik, Games und auf zahlreiche andere Produkte hochrechnen.

Der Grund liegt auf der Hand – Kickstarter ist eine der wenigen Antworten auf Raubkopie in Zeiten digitaler Medien. Denn die Finanzierung findet vorab statt. Die Erlöse nach der Publikation sind sicher Teil des Geschäftsmodells und «nice to have», aber im Grunde sind gut kalkulierte Projekte dieser Art bereits kein Minusgeschäft mehr, wenn sich ausreichend Backer finden, die Entscheidung über Flop oder Erfolg findet statt bevor die eigentliche Arbeit beginnt. Wenn Gail Simone bereits über 100.000 $ eingenommen hat – und damit das dreifache ihrer ursprünglich benötigten Startsumme -, dann dreht sich hier ganz nebenbei eine klassische Produktions- und Verkaufslogik um. Der Absatz findet bereits als Teil der Finanzierung statt.

Man darf sicher darüber diskutieren, ob ein solches Modell nur für bekanntere Kreative eine Basis bietet und sozusagen Überraschungserfolge oder die klassische Arbeit eines Verlages/A&R, überhaupt erst Stars zu generieren, ausschließt. Kickstarter ist keine universelle Antwort. Aber es ist interessant zu sehen, wie gut ein partizipatives Modell funktioniert und wie sich die Ideen hier exzellent positionieren lassen, während das herkömmliche Modell – erst produzieren, dann mal weitersehen, wer sowas braucht – zusehend ins Trudeln gerät.

Nicht nur für Baltazar und Franco dürfte insofern Kickstarter vielleicht eine Alternative zur work-for-hire-Situation darstellen, sondern auch für die Kreativbranche an sich eine Lösung skizzieren. Wir sind damit ja nicht so weit weg von den Methoden, unter denen etwa Musils Mann ohne Eigenschaften entstand, der auch von Freunden und Mäzenen und durch Vor-Veröffentlichungen finanziert war, nur weitaus weniger berechenbar und sozial verteilt. Dass dabei auch engere Verknüpfungen von Machern und Konsumenten entstehen, kann dabei kein Nachteil sein, wenn man bedenkt, dass die Idee des einsamen Autors im stillen Kämmerlein ohnehin und vielleicht auch Gott sei Dank etwas ausstirbt, der lebendige Austausch von Gesellschaft und diese reflektierenden Künstlern wäre ein Zugewinn (für beide Seiten). Die Frage ist, wie Verlage und Plattenfirmen, Produktionseinrichtungen und Künstler selbst mit diesen neuen Chancen umzugehen verstehen, wie schnell sie reagieren können und welche veränderte Rolle sie in diesem Gefüge spielen wollen und können.

Wer sagt, dass nicht das goldene Zeitalter der Autoren überhaupt erst bevorsteht?

Langly Camera Bag

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Eines der erfolgreicheren Projekte – neben der Pebble Watch – der Crowdfunding-Plattform Kickstarter ist die Photo-Rucksack-Lösung Langly CameraBag. Von dem Photographen Evan Lane erfunden, ist der Rucksack Beweis für die Energie von Kickstarter – früher hätte Lane wahrscheinlich nie das Geld beisammen gekriegt, um sich in dieser Form seine eigene Ausrüstung entwickeln zu können, und selbst dann hätte er noch die ersten Kunden und Multiplikatoren suchen müssen. Bei Kickstarter hat er beides in einem, Mini-Kreditgeber und bereits die ersten Abnehmer.

Tatsächlich ist der Rucksack, wenn man die Qualität mancher Kickstarter-Erstgeburten kennt, überraschend solide und durchdacht, kein Hauch von «Beta-Feeling». Die gewachste Baumwolle, die Lederapplikationen, die Nähte – in jedem Detail steckt genug Liebe, um einen deutlich höheren Preis zu rechtfertigen (wenn ich bedenke, was ein guter Weekender ähnlicher Machart so kostet) und den Rucksack wirklich als Objekt, das mit den Jahren und Belastung nur schöner werden kann, zu schätzen. Aber auch der Aufbau ist absolut durchdacht, tatsächlich die beste Kameratasche, die ich je in den Händen hatte. Die Nahaufnahmen zeigen die Qualität:

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Haltbar vernäht, Leder, Baumwolle – ein Rucksack für die Ewigkeit (oder zumindest für eine ganze Reihe harter Außenaufnahmen)

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Erinnert nicht von ungefähr an Vintage-Parkas: Die LanglyCameraBag ist durch und durch vom Military-Style inspiriert.

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Dezentes und schickes Branding – der Schutzschild ist tatsächlich ein passendes Logo für die Belastbarkeit des Rucksacks.

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Was für ein Unterschied zu herkömmlichen Nylon-Rucksäcken! Beausage-Materialien, wo das Auge hinreicht, nichts, was schlecht altern würde, man darf hoffen, dass dieser Rucksack mit der Nutzung einfach nur verrockter und schöner werden kann. Man will förmlich sofort in den Regen und den Schlamm damit.

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Passend zum Bundeswehr-Look hat der US-Hersteller das schöne deutsche «Rucksack» in das innere Label gedruckt, das den Militärstil endgültig auf die Spitze treibt.

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Keine Angst vor den Verschlüssen, sie tun nur so kompliziert: Die oberen Verschlüsse sind in Wirklichkeit durch Magnete sicher, aber leicht zu öffnen gehalten, die Schnallen sind nur Dekoration. Einerseits etwas schade, weil so natürlich etwas unsicherer als bei echten Schnallenverschlüssen, auf der anderen Seite großartig, weil man in der oberen Tasche beim Shooting die Kamera ablegen kann und durch die Magnetverschluss-Lösung blitzschnell zu Hand hat. Ein optionaler «echter» Verschluss wäre schön gewesen, aber da die Objektive und Kamera auf Reisen im unteren Teil des Rucksacks verstaut werden können, ist der Rucksack kein echtes Sicherheitsrisiko. Man beachte die Vielzahl an zusätzlichen Taschen rund um den Sack – Platz für jede Menge Kleinkram.

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Liebe zum Detail: Die Rückseite des Rucksacks ist ergonomisch gepolstert, selbst absolut gefüllt trägt er sich absolut angenehm

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Die größere Fronttasche ist zusätzlich durch einen Reißverschluss gesichert. Die seitlichen nicht.

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Die obere Tasche lässt sich durch Druckknöpfe erweitern und verengen/verschließen – zusätzlicher Schutz vor Wasser und Langfingern.

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Von Innen ist der obere Teil mehr als Geräumig. Ob man hier bei der Arbeit kurz die Kamera parkt oder auf der Reise ein paar Kleidungsstücke o.ä. verstaut – Platz ist genug.

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Dahinter hat ein komplettes Laptop sicher Platz. Mein 13″ Air hat mehr als genug Platz und kann selbst bei absolut vollgestopftem Rucksack noch problemlos untergebracht werden.

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Im unteren Teil des Rucksacks, dessen Reißverschluss durch eine dicke Wulst vor eindringendem Wasser geschützt ist, finden die Objektive (und auf Reisen der Kamera-Body) Platz. Ich habe hier alle sieben Objektive, die ich sonst in einem Crumpler-Bag und einem Alu-Koffer hatte, unterbringen können, indem ich die kleineren Festbrennweiten etwas gestapelt habe. Ähnlich wie bei Crumpler und anderen Anbietern kann man sich den Stauraum mit gepolsterten Trennern, die mit Klettverschluss fixiert werden (stabiler als bei meinem Crumpler), aufteilen.

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Mit allen Objektiven untergebracht habe ich noch zwei längere Trenner über, es sollte also für alle Anforderungen reichen (die beiden eignen sich übrigens auch perfekt, um komplette Objektive «einzurollen»).

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In die obere Tasche passt tatsächlich die komplette 5DIII, mit Batteriegriff und einem 70-200 aufgesteckt. Griffbereit im oberen Rucksackteil ist das die bisher schönste Lösung für unterwegs, die ich kenne. Unten die Objektive, oben die Kamera sicher untergebracht – alles in einer Tasche und im Zweifelsfall trotzdem die Hände frei. Respekt, Mr. Lang!

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So sieht der Bag randvoll aus – hier ist vom ersten Kabel bis zum letzten Fisheye wirklich jedes Kamera-Zubehör drin, das ich besitze. Stoßfest, so wassersicher wie es ohne Koffer-Monster-Lösungen geht, mobil und tatsächlich phantastisch leicht… und vor allem: Mit Materialien, die einfach Spaß machen und keinen Kompromiss kennen (wie etwa die blöden Plastik-Clips bei Crumpler). Dabei kostet der Bag nicht so viel, dass man ihn nicht anstelle anderer Anbieter bedenkenfrei nehmen könnte. Die Tasche gibt es bei Langly in zwei Varianten (hier ist die Alpha-Version gezeigt) und zwei Farben (Khaki und Grün) zu jeweils 199 Dollar, plus etwa 40 € für den Zoll, die man einplanen sollte.

Die LanglyCameraBag gehört, wie Pebble oder der NittyDrive, zu den Projekten, die ich bei Kickstarter gefördert habe, weil die Idee dieser Plattform an sich so spannend ist – das Venture Capital von Morgen. Dass die Tasche dabei noch so überzeugend ist, ist fast ein Bonus. Sie ist funktional die beste Kameratasche, die ich bisher gesehen habe und ästhetisch eine reine Freude. Ich hoffe, dass es in Zukunft noch viele kleine Alltags-Entrepreneure gibt, denen durch Kickstarter ähnlich phantastische Produkte ermöglicht werden.

Drag

If it’s good, it’ll drag you in.
Nick Tosches, Esquire, 12/12

Harmony

for the harmony of the world is made mani­fest­­­ in form and number, and the heart and soul and all poetry of natural philosophy are embodied in the concept of mathematical beauty

d’arcy wentworth thompson

Klarheit

wo klarheit herrscht, ist auch ruhe, oder entsteht doch nach und nach von selbst
f. w. von humboldt

Full frontal is the way to go

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Wunderbar, wunderbar geschmacklose Anzeige. Wunderbar schlechte Montage. Bin hin zur Armbanduhr des male models und dem Blick der Dame links neben ihn ein kleines Stück Kunst. So viel Spaß kann Technologiewerbung machen. Keine Ahnung, ob man so ein positives brand image aufbaut, aber immerhin: niemand guckt an dieser Anzeige vorbei :-D.

Papaaaaaaaa

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Auch ein ganz interessanter Trend derzeit: Vater mit Kind. Die Idee der Vererbung. Patek macht das schon lange, jetzt kommen sie alle hinterher. Bei Uhren noch vage verständlich, aber bei eau de toilette?

Sudelbuch 145

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(crushed by the wheels of industry)

Sudelbuch 144

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(or: The case of the exploding eyeball)

The Triffid Landscape

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Etwas schöne Handarbeit von unserer neuen Praktikantin Mareike – und natürlich ein nach wie vor phantastisches Buch. Alle Papierliebhaber werden uns jetzt wahrscheinlich für das Übermalen hassen.

Script

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So eine tolle Handschrift.

Perfect

I feel a fine artist is never through with his work because it’s never perfect to him.

Jack Kirby

Sudelbuch 140

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(übrigens immer noch schade, dass ich diese Idee für ein Saisonheft bisher nicht umsetzen konnte…)

Beautiful Typewriter

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Schreibmaschinenbrief von 1962. Sauber und klar, wunderbar.

Beautiful Typewriter 2

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Im Vergleich dazu 1928, die Unsicherheit einer neueren Technologie, die die Buchstaben noch auf dem Papier verschwommen zum Tanzen bringt.

Safe

»It’s okay,« said Joseph, holding up his disfigured hand, »it’s totally safe.«

Kevin Wilson, The Family Fang

Fall flat

Nothing encourages creativity like the chance to fall flat on one’s face.

James D. Finley

The Clint Way

Is there a Clint way? I guess the Clint way is just to realize you’ve got it when you got it. And if you don’t have it, realize you don’t have it. And go accordingly.
Clint Eastwood, Esquire 10/2012

You will

I think for people who take it seriously, mastery never consists of of getting it right immediately. It consists of trusting yourself to know that you will.
Scott Raab, Q&A with John Goodman, Esquire 10/2012

What we have to offer you

Here is what we have to offer you in its most elaborate form – confusion guided by a clear sense of purpose
Gordon Matta-Clark, quoted from Reading Under the Covers

Endless Now

People my age are products of the culture of the capital-F Future. The younger you are, the less you are a product of that. If you’re fifteen or so, today, I suspect that you inhabit a sort of endless digital Now, a state of atemporality enabled by our increasingly efficient communal prosthetic memory.

William Gibson, Distrust that particular flavor

When Kirby loved Armstrong

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Kleiner Mash-Up aus FF# 98.

Als die Werbung noch Copy hatte

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sehr viel Copy. Passt aber hier zum Produkt. Dennoch eigentlich schön zu sehen, wie textlastig Werbung einmal war, während heute selbst Info-Publikationen auf minimale Powerpoint-Spiegelstrich-Texte reduziert sind, weil jeder Absender annimmt, niemand lese mehr… wahrscheinlich aber nur, weil kein Mensch nun diese Art von reduzierten Stummeltexten lesen will, die wie ein Hammer immer wieder stumpf auf eine Wand schlagen. Dagegen wirkt die Copy von alter Werbung zwar natürlich albern und verlogen, ist rein handwerklich aber oft perfekt geschrieben und macht tatsächlich Spaß beim Lesen, verführt in einer klassischen Dreistigkeit, die man heute fast nicht mehr findet.

The stars my destination…

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Mondspielzeug für Kinder…

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… und für Erwachsene

It’s nuclear!

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Irgendwie war Werbung ja auch schöner, als sie noch völlig unverschämt lügen durfte. Ich süßte gern, was an diesem U-Boot nuklear war und wie die «nuklearen» Raketen und Torpedos aussahen, die es abschießen konnte. Und woraus das «test material» der Konstruktion ist. Von Reisen zum Grunde des Ozeans und in Piratengewässer ganz zu schweigen. Was für Zeiten, als Werbung noch auf so wunderbare Weise nicht hinterfotzig verlogen war und Zuckerwasser als EnergyDrink zu verkaufen versucht, sondern ganz offenbar phantasievoll-versponnen unfassbaren Kinderspielzeug-Trash als großes Abenteuer zu verpacken verstand. Die Enttäuschung beim Auspacken ist nicht geringer, aber die Werbung an sich macht mehr Spaß. Eine Kunst, die heute bestenfalls noch die Texter von Manufactum beherrschen ;-).

Bork Power

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Back when comics were fun…

Intuition

Intuition is the art, peculiar to the human mind, of working out the correct answer from data that is, in itself, incomplete or even, perhaps, misleading.
Isaac Asimov

Traps

Having to be different is the same trap as having to be the same.
Robert Rauschenberg

What is already there…

Well, that’s where the clue is to any creative process, to be able to figure out what is already there. Not to try to embellish.
Gene Hackman, GQ June 2011

Bravery

Bravery comes along as a gradual accumulation of discipline.
Buzz Aldrin, What I’ve learned, GQ 2003

I just don’t feel like… talking

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There can never be enough love for John Romita Sr.

Too Soon

Don’t put in too soon, don’t take out too soon.

Tommy Lee Jones, «What I’ve learned», Esquire 09/12

Atmosphere

When you write songs, you can’t really point out the exact thing you’re inspired by. It’s more a state or a mood or an atmosphere that you’re trying to put into words.
Keren Ann

Better

«There are two kinds of fools. One says, ‹This is old, and therefore good.› And one says, ‹This is new, and therefore better›.»
John Brunner, The Shockwave Rider

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