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How News are made…

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In den stets lesenswerten Blog von Newspaper-Designpapst Mario Garcia (den man hierzulande u.a. für seine seinerzeit umstrittenes Zeit-Redesign kennt) findet sich ein Link zu einem Text der (Online-) Journalistin und Designerin Lauren Rabaino von der Seattle Times. Der Text befasst sich mit Twitter als News-Quelle, der enormen Redundanz von timeline-artigen Berichten und versucht einige Antworten auf die Probleme zu geben, die diese Art von Nachrichtenerzeugung mit sich bringt, die am Ende in der Idee einer Art News-Wiki mündet und einem Crossover aus verschiedenen Formen von Online- und Offline-Berichterstattung.

Garcia bring es auf den Punkt: «We have said repeatedly that the printed newspaper has lost the time advantage to the digital media.» Wann immer ich in letzter Zeit lokale Tageszeitungen gesehen habe, war ich überrascht, wie «alt» mir die meisten überregionalen und globalen Nachrichten erschienen. Ich kannte sie meist schon aus Tweeds, RSS und Online-Nachrichtenportalen. Gegen diese Medien ist selbst das Fernsehen, der alte Gegner der Printmedien, träge. Die Stärke von Print liegt aber, wenig überraschend, nach wie vor in den regionalen Nachrichten, die online nicht richtig stattfinden und in der Reflektion – dem Essay, dem Interview, der Langzeitberichterstattung und so weiter. Also in Dingen, die die Wochenzeitungen vorleben und die der Echtzeitigkeit enthoben sind, eher allgemein bekanntes noch einmal aufarbeiten, einordnen, differenzieren. Was mir die Hoffnung gibt, dass mehr Zeitungen aus reinem Überlebenswillen wieder zu essayistischen, feuilletonistischen Formen zurückfinden und die Grenzen zwischen «Literatur» und «Journalismus» wieder aufweichen und sich dadurch tatsächlich entschleunigen als Reaktion auf die High-Speed-Online-Medien.

Zukunft, echt

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Aus dem stets wunderbaren Blog von Christoph Schmidtke und Anja Schöler (a.k.a. Die Zweibeiner), in dem es von echten und wunderbar schlecht gefälschten Fundstücken, Ideen und schönen Texten nur so wimmelt. Hin, hin…

Bear + Potato = Beartato

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Keine Frage, was so wie oben 2005 anfängt und so wie unten 2011 endet, muss eine gute Reise sein: Das Nedroid Bilder-Tagebuch von Anthony Clarke ist, wie so viele Webcomic-Projekte, mehr als einen Besuch wert und gehört eigentlich fest in euren RSS-Feed.

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Caput Update

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Ich plädiere ja seit langem dafür, Schriften wie normale Software zu behandeln und für diese bei technischen Neuerungen oder Erweiterungen als «Update» anzubieten. So macht es nicht nur Vllg.com vor, auch die moderne Sans-Serif Caput von Natascha Dell and K. F. Oetzbachs Fontfarm ist ausgebaut und ergänzt worden. Und das Update wird zu einem mehr als fairen Preis angeboten, wie ich finde. Diese Strategie der Kundenbindung und des Schriftenausbaus würde ich mir von allen Anbietern wünschen – ich glaube, das es so einen größeren Anreiz für Foundries und kleinere Anbieter gäbe, ihre Schriftfamilien nach und nach wachsen zu lassen und die Kunden an diesem Wachstum zu beteiligen.

Ist TV-Land abgebrannt?

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Es wirkt in den letzten Monat etwas verzweifelt, wie die TV-Sender ihre Shows canceln und neue Konzepte herankarren und wieder absetzen – eins der neuesten Opfer bei ABC ist beispielsweise David Goyers Flashforward. Die zum Teil aufwendig produzierte offensichtlich langfristiger angelegte Serie, die Lost beerben sollte, endet nicht nach den geplanten drei oder vier Staffeln, sondern inmitten offener Handlungsstränge. Andere Opfer der letzten Zeit gibt es reichlich, die Liste umfasst 35 Sendungen. Darunter zahlreiche Shows, die einige mehr oder minder erfolgreiche Seasons hinter sich haben. Woran liegt dieser Einbruch?

Er zeugt nicht nur von wirtschaftlichen Problemen – Instantshows und Trash-TV sind einfach billiger, selbst American Idol dürfte weniger kosten als ein Pilot einer guten Serie -, sondern auch vom Ende eines TV-Zeitalters (oder zumindest einem sehr gravierenden Umbruch). Während Sendungen wie American Idol (und all die anderen Casting Shows) noch vom Live-Faktor leben, ähnlich wie Sport-Events, vom Mit-Abstimmen oder von dem Informiertsein / Mitredenkönnen am nächsten Tag, funktionieren die relativ komplexen Serien, die auf dem Season-Konzept aufbauen, wie es Twin Peaks (eigentlich die erste Revolution im TV), X-Files oder auch Buffy etabliert haben und das Lost oder Breaking Bad perfektioniert haben, durchaus auch dann gut wenn nicht sogar am besten, wenn man sie in einem Rutsch schaut – also am Ende einer Staffel. Ein Echtzeit-Sehen ist also nicht notwendig. Während einerseits TV-Serien sich in den letzten Jahren als extrem gutes Erzählformat bewiesen haben, gerade weil sie längeres Format haben und differenzierte Charaktere und langfristige Handlungsbögen erlauben (gegenüber der 3-Stunden-Grenze im Kino, das einfach mehr verdichten muss), verlieren diese anspruchsvolleren Formate den «casual viewer», der einfach nur mal ohne große Vorbereitung 45 Minuten etwas Entertainment will. Für diese Gruppe von Zuschauern reicht die Krimifall-der-Woche-Serie, die relativ statische Charaktere durch immer wieder andere, aber selbstähnliche Konstellationen jagt, eine Serie mit der Dichte von Twin Peaks oder Lost dürfte hier eher abschreckend sein und spricht eher eine spezifische Fan-Audience an. Die aber ist zum einen global, meist eher vorm Rechner als vorm Fernseher anzutreffen und zum anderen von der Jetztzeitigkeit des Webs auf «Ungeduld» programmiert. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Zielgruppe, bei der Hunderttausende von Teilnehmern bei Lost etwa an einem Alternate-Reality-Game online teilnahmen, die finale Staffel überhaupt noch zur Sendezeit im TV schaut, ist mehr als gering. Die Einschaltquoten von Lost liegen hinter American Idol, und dennoch ist es die meist heruntergeladene Serie weltweit im Moment. Nur hilft das ABC wenig.

Solange die Sender solche «Mythos»-Serien aber weiter nach Einschaltquoten und Nielsen-Ratings beurteilen, werden diese Fanbase-orientierten Serien scheitern, da die TV-Entscheider einen zentralen Paradigmenwechsel der Konsumgewohnheiten ihrer früheren Zuschauer verpassen. Ein Blick auf die Websites nahezu aller US-Sender verrät, wie hilflos der amerikanische Fernsehmarkt mit dem Fernsehen umgeht. Während im Schatten der Serie Lost eine verwobene und verwirrende Wiki rund um die Serie von Fans betrieben wird, bleibt es bei ABC bei Rückblicken und etwas Flash-Gedöhns. Dabei ist Lost, mit ARG-Ansätzen und J.R. Abrams genereller Tendenz zu multimedialer Verwebung seiner diversen Projekte noch durchaus Leitstern, während andere Serien noch stiefmütterlicher behandelt werden. Für FOX, CBS, ABC und Co ist der Zuschauer immer noch das Pantoffeltier vor dem Fernsehbildschirm – das spiegelt ganz wunderbar akut wieder, wie ungelenk viele andere Branchen mit dem medialen Wechsel der letzten Dekade umgehen. Tatsache ist: von der wahrscheinlich großen globalen (und illegalen) Zuschauerschaft hat eine Serie wie Flashforward oder Dollhouse beim jeweiligen Sender gar nichts – und zwar, weil der Sender diesen Zuschauern keine Chance gibt, gezählt zu werden.

Kurzfristig ist der erste Schritt, auf der eigenen Homepage aktiver zu werden und das Web als Kanal zu begreifen. Ob Werbefinanziert oder gegen (moderate) Bezahlung – die Sender sollten den Download aktueller Folgen und alter ganzer Staffeln anbieten. Warum das ganze Geld nur iTunes geben? Staffelpässe mit Extras, eine solide Betreuung der Serie und der Fanbase, eigene Blogs und Wikis, sind erste Möglichkeiten, sich auf das Web einzustellen. Denn wenn erst Technologien wie WiMax/LTE mobiles Internet auf VDSL-Tempo bringen, sollte man vorbereitet sein – ab diesem Zeitpunkt wird es kein Fernsehen, wie wir es in den letzten Jahrzehnten kannten, mehr geben.

Zugleich birgt dieser Umbruch enormes Potential für die Sender, das sie derzeit verschleudern. Wenn «Mythos»-Serien, zudem weltweit, Fans binden, ergeben sich hier Wertschöpfungsketten, die bisher weitestgehend brach liegen, weil es im engen Fernsehraum zwei Probleme gibt: Sendezeit und Produktionskosten. Ersteres ist im Web non-existent, da jeder Zuschauer sich seine Sachen selbst zusammenstellt. Letzteres ist eine Entwicklungsfrage – es kann keinen Zweifel daran geben, dass die Produktion von Film in den nächsten Jahren unglaublich billiger wird. Noch ist es eine bemerkenswerte Ausnahme, wenn die 5DII für den Dreh eines Staffelfinales eingesetzt wird – aber der Einsatz von preiswerteren digitalen Kameras sowie der Preisverfall bei computergenerierten Effekten dürften die Produktionskosten von Serien deutlich senken. Zumal inzwischen eine Zuschauergeneration heranwächst, der Stars weitestgehend egal sind bzw. die ihre Stars selbst generiert.

Warum also nicht in Zukunft – analog zu Direct-to-DVD – in einem direkt für das Web produzierten Format arbeiten? Warum hier nicht weg von dem System, Serien so lange laufen zu lassen, wie es eben geht… was entweder zu abrupten Absetzungen führt oder – schlimmer noch – im Erfolgsfall zu endlos in die Länge gezogenen Formaten, die längst über ihren eigentlichen Spannungsbogen hinweg künstlich am Leben erhalten werden? Warum das Internet nicht als eigenständiges Medium begreifen und entsprechend arbeiten? Warum, kurz, also nicht Geld mit der globalen Fangemeinschaft von Figuren und Serien verdienen anstatt sich an ein anonymes TV-Publikum mit dem kleinsten geringen Nenner zu verheizen und in endlosen Zugeständnissen an die Marketingleute von Großsendern das Herz der ursprünglichen Geschichte zu verkaufen? Vielleicht hätten wir dann auch wieder mehr als nur Cop- und FBI-Shows (plus Mystery-Element bitte) mit möglichst vielen Explosionen und mehr grandioses Format wie eben Breaking Bad, das in der Tat vergleichsweise preiswert zu produzieren wäre.

Online ergibt sich die Chance, auch mit kleinen, feinen Formaten und einer relativ überschaubaren Zielgruppe langfristig stabile Formate zu etablieren, die unabhängig von Quotendruck trotzdem Geld verdienen – zudem eventuell ohne Druck durch die Werbeindustrie. So ließe sich – was bei Lost ja erstaunlich gut funktioniert hat – ein Vorgehen denken, bei dem die Länge eines Stoffes von vornherein grob festgelegt ist und eine Geschichte in dieser längeren Narrationsform vollendet werden kann, um dann als Gesamtwerk abgeschlossen zu sein. Anfang, Mitte, Ende. Zugleich wären auch Mini-Serien denkbar – wie dereinst von Wild Palms vorgemacht. Der Stoff, die Story bestimmt den Umfang, nicht umgekehrt. Was HBO noch im TV weitgehend erfolgreich vormacht, wird im Web deutlich einfacher und zugleich umfassender realisierbar – nicht nur für die großen Sender, sondern vor allem auch für Kreative selbst. Dave Sim hat vor einigen Dekaden begonnen, das creator-owned-publishing von Comics vorzuleben, das Web und die modernen Produktionstechnologien ermöglicht es jetzt den Autoren, Regisseuren und Machern selbst, mit eigenen Produktionsfirmen als Start-Up zu eigenen Online-Sendern zu mutieren, sei es über Deals mit iTunes oder direkt über die eigene Site. Hier ist die Chance, sich auch im Langformat einer Serie vom Moloch TV zu lösen und – wie im Film – zu einer Trennung von «großen» Produktionsfirmen und «Indies» zu kommen, die die besseren, mutigeren Stoffe mit weniger Budget aber mehr Freiheit realisieren… und wie im Filmbereich dürfte auch hier ein reger Crossover zwischen beiden Bereichen herrschen. Schaut man sich an, dass viele Cash-Cows der Filmindustrie bereits heute ihr Handwerk in TV-Serien erlernt haben, wird einem schnell klar, wie lebhaft sich Film und Indie-Web-Serien gegenseitig befruchten dürften.

Das Seriensterben in den USA bringt eine der wenigen halbwegs nativen Kulturleistungen der USA ins Wanken – die Langzeitnarration in Form von Comics und TV-Serien. Aber tatsächlich ist es kein Aufbruchssignal, über bestehende Kommunikationsstrukturen nachzudenken, bevor die Symptome noch ernsthafter werden. Endlose Casting- und Trash-Shows sind kein Ausweg. Ein Ausweg wäre aber, wenn die Leute, die eine Geschichte zu erzählen haben, sich neuer Wege bemächtigen, diese zu vermitteln. Man stelle sich vor, ein Bryan Fuller, ein JJ Abrams oder ein Joss Whedon würden mit einer guten Crew online loslegen (erste Ansätze gibt es ja inzwischen), ordentlich vorfinanziert, als Crossoverprojekt aus (Web)-Serie, Comic, Merchandise, Film, Buch und und und… um ganz ohne Kompromisse der eigenen Vision folgend im großen Stil Geschichten erzählen zu können. Es wäre die nächste Evolutionstufe – und zugleich die Vorbedingung für den nächsten Schritt, ein vollwertiges, interaktives, dynamisches Erzählmedium, das kollektive Gruppennarration, Einwirken in die Erzählung, also Teilhabe zulässt, eine neue und offene Struktur von Storytelling, die mehrere Enden und Bifurkationen zulässt. Bei Lost ist diese Teilhabe – in Form eines komplexen Dialogs zwischen Autoren und Zuschauern und einer wahren Deutungsorgie von Hinweisen in der Serie – bereits in Gang, die tatsächliche Leistung der Serie ist, dass sie primär nicht mehr an sich unterhält, sondern selbst Anlass zur Unterhaltung schafft, anregt statt abstumpft, kaleidoskopisch statt eindimensional ist – im Grunde ist Lost bereits längst mehr ein Onlinephänomen als eine herkömmliche TV-Serie. Die Frage ist nur, wie man den Enthusiasmus der Fans in Geld umwandeln kann, eine Transformation, die aber nicht mehr über herkömmliche TV-Kanäle funktionieren kann, sondern (auf ganz unterschiedlichen Wegen) perfekt über das Internet (oder als jeweilige Kanal-App fürs iPad usw bzw über einen eigenen Sender-Bereich bei iTunes). Mittelfristig, keine Frage, lassen sich hier Summen verdienen, an die jetzige TV-Serien werbefinanziert nicht heranreichen. Und zugleich lassen sich preiswert kleine Konzepte entwickeln, als «Playground» für den kreativen Talente-Nachwuchs.

Gute Aussichten also, wenn nur jemand endlich den ersten wirklich erfolgreichen Schritt auf den neuen Kontinent machen würde.

Vielleicht sollte David Lynch sich eben doch noch mal an Twin Peaks setzen und ein zweites Mal eine Revolution stiften.

TextP bei YouTube

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Während die meisten Aprilscherze ja eher witzlos sind, ist dieser grandios: Bei Youtube kann man sich als neue Auflösung neben 360p und 480p jetzt auch TEXTp ansehen und jeden Video als ASCII-Kunstwerk bewundern. So schön kann virales Marketing sein. Vielen Dank an Stefan für den Tipp.

Design in the Cloud

Seit einigen Jahren munkele ich, dass Software in Zukunft nicht mehr lokal auf dem Rechner liegen wird, sondern – im Grunde gemietet – online auf einem Server, im Sinne von Cloud-Computing, stattfinden wird. Das steckt alles noch in den Kinderschuhen, wird aber fleissig vorwärtsgeschoben, wie das Aviary-Projekt beweist, das sehr beeindruckend Vektor- und Pixelediting, einen Effektegenerator und ein Kuler kaltstellendes Farbpalettensystem programmiert haben. Extrem beeindruckend, um es mal bescheiden zu sagen, wie die Nachbildung eines funktionierenden OS gestalterisch wie in der Umsetzung schon in der Beta funktionieren, auch wenn alles natürlich hinter den Möglichkeiten von etwa der Creative Suite zurückbleibt. Dennoch: Wer hiernach noch behauptet, Flash sei nur für alberne Animationen zu gebrauchen, sollte endlich mal umdenken. Das Cloud-Design wird kommen, und es ist mit Aviary ein ganzes Stück näher gerückt. Würde mich nicht wundern, wenn Adobe entweder schnell nachlegt oder kurzerhand die Tools einkauft…

Erik Johansson

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Der Schwede Erik Johansson vermischt Photographie und Photoshop zu oft surreal-wunderbaren Motiven, mitunter auch etwas banalen Montagen, die aber eher nach Auftragsarbeit aussehen, so dass die Idee vielleicht vom Kunden kam. Die guten Sachen des gerade mal 24-järhigen sind absolut sehenswert…

Christoph Ingenhoven bei Arte

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Gestern live im Fernsehen, heute in zwei Teilen bei arte: Das Interview mit dem deutschen Top-Architekten Christoph Ingenhoven, für den wir seit über zehn Jahren on und off arbeiten, 2008 sogar recht intensiv (auch wenn sein neues CD und die Site von KMS stammen). Christoph ist nicht nur einer der Architekten, die sich Sustainability und denkende Architektur schon auf die Flagge schrieben, als es noch nicht Mode war, sondern in Wettbewerben und Premium-Projekten immer wieder jemand, der es mit seinen Architekten schafft, ikonographische, spannende Architektur nicht aus gestaltertischer Eitelkeit, sondern als Notwenigkeit, als Lösung zu erfinden. Ingenhovens Denken über Architektur, sein Arbeitsfieber, sein Perfektionismus und sein Drive sind uns über die Jahre immer wieder eine Inspiraton gewesen. Wir freuen uns wirklich immer, in die Projekte seines über Jahre gewachsenen, hervorragenden Team in Düsseldorf einzutauchen.

Ich hätte mir den Arte-Beitrag vielleicht ein wenig mehr als «echtes» komplettes Feature über das gesamte Büro und den Output von Ingenhoven Architekten gewünscht, aber ein Einblick in Christophs Denken ist so oder so immer sehenswert.

Danke an Ben für den Tipp.

DIE NEUE VITRA SITE

Keine Frage, ich liebe Vitra. Unsere Möbel sind größtenteils von Vitra, ich liebe Tibor Kalmans Chairman-Buch über Rolf Fehlbaum, ich halte Vitra für eine der wichtiigsten deutschen Erfolgsgeschichten in Sachen Design, durch deren Speerspitzen-Effekt andere großartige deutsche Möbel-Firmen überhaupt erst so großartig werden konnten, wie sie sind. Wir haben nicht nur durch aber sicher eben auch entscheidend mitgeprägt von Vitra in Deutschland einen typischen «sachlichen» Möbelflair, immer wieder in letzter Zeit durchbrochen durch eine neue Lust auf moderne Materialien und die Farbigkeit, die diese mit sich bringen – Vitra ist eben mehr als der ewige Eames.

Leider wird die neue Homepage des Konzerns, gemacht von de-constuct in London, keine Ruhmestat des Designs. Zwar mag ich, dass Vitra auf Flash setzt und auch das generelle Flair der Site, aber selbst auf einem großen Bildschirm wirkt die Site irgendwie eng, es fehlt immer etwas, ich muss faktisch für gewisse Inhalte scrollen, obwohl es keine HTML-Blog-Site ist (wo das vertikale scrollen hauptsächliches Navigationselement darstellt), sondern eine geschlossene Flash-Site. Auch die vielen, stets etwas sinnlosen Farbflächen erinnern mich eher an Quark-Express aus den 80ern (wow, schau mal, wie leicht ich ein Rechteck aufziehen kann…) und somit an das grafische Niveau von Ersatzkrankenkassen. Vor allem scheint es eine inhaltlich nicht mehr sinnvolle Referenz an die alte Site, die von dort durchaus sehr sinnvollen farbigen Flächen geprägt war, zu sein. Das Ergebnis ist so aber weder Fisch noch Fleisch, etwa so unentsc hieden wie der permanente Wechsel zwischen echtem Font mit Antialias und Pixelfonts. Es gibt viele gute navigatorische Ansätze – die Site scheint sich quasi ständig zu bemühen, die Navigation auf verschiedensten Wegen deppensicher zu machen, mit einer History, mit Übersichten, mit einem Zurück-Extrafeld, mit Cookie-Gedächtnis – aber die Flut der Möglichkeiten verwirrt oft leider eher. Es gibt viele Stellen, wo ich intuitiv in ein Bild klicken will, um weiterzukommen, aber es passiert nichts und ich muss ein Textlink suchen.

Was mich aber am meisten irritiert ist, dass die Website keinerlei Mehrwert liefert – das Bildmaterial gab es überwiegend bereits in der alten Version, deren Informationstiefe auch etwa gleich gewesen zu sein scheint. Außer Kosmetik hat sich nicht viel getan. Was schade ist. Zumal einige Bereiche noch nicht mit Content gefüllt sind (wobei ich das aus eigener Erfahrung auch nur zu gut kenne), die Bildqualität wirklich schlecht ist und der generelle Eindruck irgendwie— unübersichtlich ist. Da kann Vitra vielleicht gar nichts für – immer mehr und mehr Firmen scheuen den Aufwand, das Internet aktiv zu bespielen und sind immer noch auf dem Stand, den Besuchern mehr oder minder eine Art Gesamtkatalog vor die Füße zu werfen, plus etwas Imagematerial.

Denn Vitra ist eins der spannendsten Unternehmen schlechthin – und das merkt man dem Online-Auftritt einfach nicht an. Die Marke ist nicht inszeniert, nicht gespielt, nicht ergründet, nicht entdeckt. Bei jeder anderen Marke würde ich bei einer solchen mehr oder weniger professionell-glatten Präsentation ja achselzuckend weitersurfen – schließlich sind USM, FSB oder COR ja nun auch eher mit sehr braven, eben sehr deutsch-architektonischen  Sites unterwegs, aber bei einem MythBrand wie Vitra tuts schon irgendwie weh, wenn ein Relaunch so wenig mitreissend ausfällt. Die Site ist beileibe nicht schlecht, nicht missverstehen – aber ist die gut genug für diese Marke? Es macht vielleicht Sinn, dass eine Firma, die ein so handfestest, greifbares Produktportfolio hat, mit dem etheralen einer Webpräsenz  Schwierigkeiten hat – wie setzt man das Gefühl, auf einem Stuhl zu sitzen, denn auch online um? – und man darf sich nichts vormachen, bei solchen Marken hat die Site sehr wenig mit dem direkten Umsatz zu tun, der auch nicht wirklich vom Straßenkunden generiert wird – aber eben darm ist es umso trauriger, dass Vitra die Chance vertan hat, mit der eigenen Site zu spielen, auf der Basis der Freiheit neue Dinge zu tun, eben Design zu entdecken. Das Rolf Fehlbaum dies in der wirklichen Welt sehr wohl vermag – in Kulturprojekten, im Vitra-Museum, in der stets lebendigen Produktwelt der Marke, und eben auch in Image-Print-Produkten – steht außer Frage. Umso trauriger, dass einer der großen Design-Entrepreneure Deutschlands nicht mehr Liebe in seinen Online-Auftritt gesteckt hat, oder? Die Vitra-Site ist eine solide Sache geworden, keine Frage. But it could have been magic. 

DANIELA BLOGGT

Okay, es ist offiziell: Jeder hat inzwischen ein Blog zum Diplom anscheinend  — ich mag das gar nicht auf ganz Deutschland hochrechnen. Daniela Sattler, die ihr von ihrem DDR-Buch kennt und die eigentlich ihr Diplom bei mir gemacht hätte und jetzt von Jürgen Störr betreut wird, zeigt, was sie macht online … hier

EISENMANN BLOGGT

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Jeder bloggt und das ist auch gut so, zumindest im Falle von Gregor Eisenmann, der seine Flut von Arbeiten online stellt. Gregor studiert Design, aber schon anhand der Auswahl von Sachen in seinem Blog – und das ist nur die Spitze der Spitze der Spitze des Eisbergs – sieht man, dass er von Herz und Seele ganz und gar Künstler ist und sein wird. Und wir alle werden sagen dürfen: we knew him when he wasn’t famous.

POCKYBOX

Die von mir über alle Maßen verehrte Maren Marmulla hat ihre Site online, noch nicht voll ausgebaut, aber schon ganz wunderbar im Retro-Gamestyle. Total nah dran an einer Idee, die – ich glaube – Fabian und ich einmal für die Ruhrakademie-Site hatten und insofern nett, es so grandios und phantasievoll von einer Ruhrakademie-Studentin gemacht zu sehen. Richtig super animiert wäre es noch schöner, aber die Idee, die kleinen Gags und das Feeling eines 80s-Telespiels (die ich ja noch live miterleben musste) ist kick-ass. Die Frau wird mal was ganz großes (ist sie eigentlich schon).

GOING DOWN SOUTH

Christoph Wilde macht sein an der Ruhrakademie von  Hendrik Lietmann betreutes Photodiplom in Südafrika, der bestdenkbare Ort, um sich dem Thema «Sicherheit» anzunehmen. Ein Land von Armut, Unruhen und Angst geschüttelt, in dem sich die Superreichen in Gated Communities verstecken, das hat einen Hauch von Zukunft à la J.G. Ballard. In seinem Blog kann man die Reise und die Entstehung der Photoarbeiten nachvollziehen – ich bin mehr als gespannt drauf.

MYQUIRE

In der immer unübersichtlicher werdenden Flut von Online-Social Networks und Online-Groupwareangeboten suchen wir immer noch nach der perfekten Alternative. Die meisten Sachen sind entweder unattraktiv oder user-unfreundlich oder schlicht an dem vorbei, was wir bei nodesign an groupware brauchen. Wenn wir wirklich alle mal auf Apple umgestiegen sind, wird eventuell .mac Sinn machen. Eine Freeware-Alternative, die vielleicht für den ein oder anderen da draußen spannend sein kann ist MyQuire, wo sich gratis Gruppen udn Projekte anlegen lassen und sozusagen Groupware und Social Networking zusammengelegt sind. Im grunde Xing plus Chat plus Fileupload plus Kalender plus simples Projekttool.

HELLO KITTY – LET’S PLAY

Hello Kitty hat sich in den letzten Jahren als eine der machtvollsten Markenfiguren schlechthin erwiesen – und startet jetzt mit einem MMORPG, das wahrscheinlich nach dem Start Abertausende von Kids an den Bildschirm fesseln wird. Vielleicht noch nicht die Killerapplication in Sachen VR, aber ich finde, die Schritte in diese Richtung werden immer und immer deutlicher. Die Fusion von Onlinegaming, IM, Social Network und zielgruppengerechtem Webmarketing dürfte in den nächsten Jahren Formen von sozialer Interaktion hervorbringen, gegen die die alten MUDs und auch heutige Systeme wie MySpace oder Facebook oder auch die heutigen iChat/Skype-Videofunktionen eher entsetzlich altbacken wirken dürften. Die Wii zeigt zudem, wie positiv der Markt auf mehr dreidimensionale Interaktion zwischen Körper und Maschine reagiert, preiswerte HI/ODs in Form von Suits oder Brillen sind da nur eine Frage der Zeit. Irgendwo lacht Bart Kosko sich tot, denke ich.

PLANETEN = MEME

Da scheint ja echt was in der Luft zu liegen. Die Planetenidee, die wir für das Saisonheft der Bielefelder Philharmoniker verwendet haben, taucht jetzt auch noch bei Nokia auf… produziert ist die insgesamt sehr geniale Site, die aufzeigt, wie sehr Video und Animation das Webdesign inzwischen beeinflussen, natürlich von group94. Interessant, wie diese Idee von zwei französischen Hobbyknipsern viral die Runde macht. Kommentar von Marian und Raffael war allerdings, dass der Planet nicht optimal gebaut ist, sondern eher nach Spherize aussieht ;-D. Der Zoom allerdings ist sehr schön gemacht und die Idee an sich wunderbar kommuniziert.

EINS LIVE KUNST

Peter Grabowski erzählt was zum einjährigen Bestehen von EinsLiveKunst, dem OnlineStreaming-Sender, der so ist, wie ich mir einen Radiosender wünsche. EinsLiveKunst fusioniert smarte aktuelle Popmusik jenseits des Chartsgedudel mit Kultur-Beiträgen von WDR 5 und WDR 3. Was sich krude anhört, funktioniert für mich in der Praxis optimal. Die Musik könnte manchmal etwas bösartiger sein – mitunter perlt das etwas zu chillig daher – aber die Ehe zwischen meinen bevorzugten On-Air-Formaten (Plan B und WDR 5 Scala) ist ein echtes Glücksrezept. Ich hoffe, die krude Mixtur genießt ein langes Leben und kann vielleicht irgendwann einmal mehr als nur täglich vier Stunden (ab 15:15) senden.

JARRETT TALKS

Ich muss nicht beweisen, dass ich unverwechselbar bin. Jeder ist einzigartig.

Nochmal die Zeit der letzten Woche… großartiges Interview mit dem Meisterpianisten und Jazzklassikgrenzüberschreiter Keith Jarrett darüber, warum man gegen die Essener Philharmonie anspielen muss, über Improvisation, über seinen Burn-Out und wie seine linke Hand ihn gerettet hat. Hochlesenswert. Und natürlich immer absolut hörenswert. Köln Concert ist einer der Sorte Platten für die einsame Inseln und auch neuere Sachen wie Radiance zeigen den gereiften Jarrett als Virtuosen.

DIGITAL CONSUMER

Avenue A | Razorfish hat eine Art Umfrage über digitale Mediennutzung herausgebracht, die nicht allzu viel neues verrät, aber trotzdem einen Blick wert ist. Da aber nur 500 Nutzer befragt wurden, ist die Sache mit Vorsicht zu genießen, das ist ein vergleichsweise kleiner Sample für eine wirklich tiefgehende Untersuchung. Aber selbst wenn die Umfrage eventuell einfach nur Hype für eine Medienagentur ist, zeigt sich hier der allmähliche Shift zum digitalen Inhalt, die Nutzung bestehender Angebote (RSS et al), sowie eine durch das Internet möglich gemachte und der Fragmentierung gesellschaftlicher Gruppen entsprechende Entstehung von stark ausdifferenzierten Nischenangeboten online. Was mit dem Privatfernsehen begann – das auf deinen ohnehin bestehenden Geschmack maßgeschneiderte Angebot, das dich nicht mehr groß herausfordert und zu Neuem führt – findet im Internet scheinbar seine vorläufige Endform…

via creativepro

WONG AGAIN

Mr. Wong haben ja mit ihrem Crowdsourcing-Wettbewerb für einiges an Rumoren gesorgt. Ich finde, die Ergebnisse sprechen einfach für sich. Sieht aus wie diese Sites, wo man für 40 Euro zig Logos kaufen kann. Gerade in diesem WUST von Logos, die hintereinander kommen, wird deutlich, wie sehr Crowdsourcing eben Bedeutungslosigkeit und Masse generiert und keinerlei Entwicklung aufzeigt, sondern nur Nebel ergibt. In der Masse sind natürlich rein visuell ein paar okay-e Sachen dabei, aber zugleich zeigt die reine Flut, wie beliebig und austauschbar ein solches Logo wird, der Prozess der Identitätsfindung, der Selektion, wird zu einem Deutschland-sucht-den-Superstar-Casting. Was, bekanntermaßen, eben keine Superstars hervorbringt.

THE ESSENTIAL MIX

Die BBC hat den Factory-Gründer Tony Wilson mit einem zweistündigen Special verabschiedet, das die Brücke zwischen den frühen Factory-Songs von Band swie Joy Division und A Certain Ration (erste Stunde, zusammengestellt von Pete Tong) bis hin zu den Dancefloorbeats des Hacienda-Clubs (zweite Stunde, von Hacienda-Legende Mike Pickering) schlägt. Der Übergang von frühem Indie zu Dance und Rave, und die kurze Verwandlung von Manchester zu der 24Stundenpartystadt schlechthin für den Factory wie kein zweites Label und Tony Wilson als Popikone steht (und den Joy Division/New Order sozusagen als eine einzelne Band verkörpert) ist hier – auch wenn man die meisten Tracks schon kennt – wunderbar widergespiegelt. Von den frühen Factory-Sachen, vor allen den etwas unbekannten Bands wie Section 25, Stockholm Monsters et al sollte es eigentlich wirklich auch einmal eine Compilation wie die MuteAudioDocuments geben.. es gab nie einen besseren Anlass als den Tod von Wilson.

Erste Stunde 1 (Pete Tong)
Transmission – Joy Division
She’s Lost Control – Joy Division
Shack Up – A Certain Ratio
Knife Slits Water – A Certain Ratio
Atmosphere – Joy Division
Otis – Durutti Column
Confusion – New Order
True Faith (Dub) – New Order
True Faith (Morel Pink Mix) – New Order
Step On (Accapella) – Happy Mondays
Hallelujah (Oakenfold Remix) – Happy Mondays
Fine Time (Steve Silk Hurley Remix) – New Order
Blue Monday (Original) – New Order
5-8-6 – New Order
Getting Away With It (Nude Mix) – Electronic
Getting Away With It (Original Mix) – Electronic

Zweite Stunde (Mike Pickering)
Move Your Body – Marshall Jefferson
Al Naafiysh – Hashim
Dreams Of Santa Anna – Orange Lemon
No Way Back – Adonis
Carin – Tcoy
Make My Body Rock – Jomanda
Can U Dance (Bonus Jack) – Kenny Jammin Jason
Nude Photo – Rhythm Is Rhythm
Pacific State – 808 State
Open Our Eyes – Marshall Jefferson
Good Life (Derrick May Remix) – Inner City
It’s Alright – Sterling Void
Voodoo Ray – A Guy Called Gerald
Someday – CeCe Rogers

Das gesamte Set gibt es (jedenfalls bisher noch – und in nicht wirklich sehr guter Qualität) hier als Download (170 MB).

via BeaucoupKevin

HOWTOONS


Die Howtoons von Saul Griffith, Joost Bonsen and Nick Dragotta sind kleine Comic-Wunderwerke – vielfältig, grell und völlig kickass. Außerdem gibt es ein wunderhübsches Blog.

via newsarama

ZERSTÖRUNG

Christian Hampe ist nicht nur Co-Herausgeber des Clownfisch-Magazins, sondern macht akut auch sein Diplom an der Ruhrakademie bei mir – zum gleichen Thema wie die nächste Clownfisch: Zerstörung. Entweder im Oktober oder im April, wir werden sehen :-D. . . jedenfalls dokumentiert er die Herangehensweise auf einem Blog zum Diplom, ohne dabei allerdings allzuviel zu verraten, damit es noch ein paar Überraschungen geben kann. Das Blog ist so eine Art virtueller Notizblock, Experimentiertstube, vernetzt zugleich aber auch Christian und mich und den Co-Berater Hendrik Lietmann. So wird das Blog zur offenen Korrekturplattform. Gar keine so schlechte Idee für die Zukunft, finde ich…

IT’S GONNA RAIN

René Siepmann kenne und verehre ich schon seit langem als Menschen und Bildermacher. Und ich hatte das Glück, dass er eine Zeit lang bei mir studiert hat und außerdem hier gearbeitet und mit uns einige schöne Projekte gemacht hat. Er ist einer dieser Leute, bei denen ich absolut hoffe, dass sie einen ganz großen Durchbruch à la Flix, Moers oder König hinlegen, einfach, damit er all die brillianten Ideen aus seinem Kopf ungestört zu Papier bringen und auch verkaufen kann, damit ich auf jeden Fall immer etwas von ihm zu lesen habe. Auf dem Weg dahin beglückt er uns mit einem kleinen Blog mit alten und neuen Bildern, die ihr nicht verpassen solltet.

PLAY

Der Server kickt immer wieder ein paar Sachen, aber ich glaube, die Play-Site sollte eigentlich inzwischen wieder laufen Wortassoziationsspiel für zwei Spieler, in Echtzeit. Der schnellste gewinnt. Have fun.

PLAY.

46 HOURS

Zürich–London–Tokyo–Sydney–Singapore ist die Reiseroute, die der Züricher Designer Thierry Blancpain vor sich hat, allein 46 Stunden on the plane. Thierry hat sich vorgenommen die ganze Sache zu bloggen. Und Reiseblogs sind immer super, also schaut ab und zu mal rein…

UNIVERSE…

Ich predige ja seit langem, das Webnavigation mehr sein sollte als horizontale und vertikale Bars. Hier ist ein Beispiel für eine etwas anstrengende, aber innovative explorative Interfacelösung von Jonathan Harris

via Warren Ellis

EXTRALIFE

Mehr hier

via Scans Daily

SINFEST




Läuft seit gut sieben Jahren und ist immer noch absolut grandios: Sinfest von Tatsuya Ishida.

Hier.

BUNNY

Noch ein Webcomic… und sooo niedlich… hier

Auch via Daily Scans

SIGMUND

Sigmund ist ein seit 1994 laufender Zeitungsstrip des Niederländers Peter de Witt. Hier…

via Daily Scans

MINIMALIST LIVESET

Von Marc gibt es hier übrigens ein aktuelles 100-MB-Liveset. Code eingeben, Minute warten und downloaden. Liebe Veranstalter, bucht den Mann…!

STUART IMMONEN

Von dem immer bestinformierten Martin Kretschmer kommt ein Webcomic von Stuart Immonen, den ich bisher nur als Artist im Printbereich kenne und der als Comic-Zeichner durch einen extrem wandlungsfähigen und doch stets eigenen Stil überzeugt, wie er gerade mit Warren Ellis bei Nextwave beweist. Sein kleines Webcomic ist zeichnerisch wunderbar, aber vor allem narrativ weit entfernt von den üblichen witzigen kleinen Online-Stories, sondern eher an Dave McKeans Cages erinnernd, kurze Skizzen mit einer an Raymond Carver erinnenden größeren Resonanz, die großartig und leicht von einer Figur und Szene zur nächsten weiterwandern. Ausgezeichnet und mit extrem hohem Suchtfaktor.

DIE TOTALITÄRE SCHWARMINTELLIGENZ

Jaron Lanier, einer der Pioniere des Internet, äußert sich nach der Printversion jetzt auch online im Spiegel zu seinen aktuellen Bedenken über das Internet. Kernsatz: «Die schlimmste ist der Glaube an die sogenannte Weisheit der Massen, die im Internet ihre Vollendung findet.» Im Grunde hat er damit recht. Auf schwarmartig usergenerierte Inhalte setzende Angebote, wie eben Wikipedia, sind sehr problematisch. Wahrheit ist hier nich mehr absolut sondern der Kompromiss zwischen dem Gedächtnis vieler. Das ist im Zweifelsfall sogar mal umfassender oder richtiger als der herkömmliche Weg der Wissensgenerierung über eine objektive redaktionelle Erstellung, das Problem liegt aber darin, dass der Konsensus der Vielen bestimmt, was «wahr» ist. Wikipedia hat da eine lange Historie von Missbrauch hinter sich, von Selbstdarstellern, und Colberts Wikipedia-Gag spricht für sich. Wenn fünfzig Leute bestimmen, Zuckerwatte schmeckt sauer, können drei andere noch so sehr auf süß bestehen, sie wird als sauer definiert sein. Problematisch daran ist, daß zum einen psychologisch seit Jahrzehnten in Tests untermauert ist, dass sich der einzelne unter auch nur sanfter peer pressure der Meinung der überwiegenden Mehrheit anzupassen versucht und zum anderen, daß es so etwas wie übergelagerte neutrale Wahrheiten gibt, die hier untergehen kann. Redet mal mit etwa 30 Amerikanern gleichzeitig über Hiroshima und ihr wisst, was ich meine. Demokratie schützt, das ist ihre Aufgabe, die Wenigen vor den Vielen. Das man dem Massengeschmack aber prinzipiell misstrauen muss, weiss jeder, der mal ins Fernsehen sieht oder in die Musikcharts. Scheiße ist rpima, eine Million Hausfliegen können sich ja nicht irren.

Auf der anderen Seite: Auch von offizieller Seite durch Fachleute erstelltes Wissen muss nicht unbedingt «wahr» oder «neutral» sein. Ich bin sicher, Lexika aus dem Dritten Reich, aus der DDR und aus China sind da interessante Studienobjekte. Wahrheit ist relativ. Und kann gefiltert werden. Der Gedanke, dass drei informierte «Offizielle» Hüter einer höheren Wahrheit sind, ist nicht weniger gruselig als ein anonymer Menschenschwarm, der sich im Diskurs auf eine Art Mittelwertigkeit von Fakten und Meinungen einigt. Die Leistung von Wikipedia ist dabei, den Diskurs offen zu legen, und somit – hallo Meister Habermas – etwas geschaffen zu haben, was oft spannender ist als der Eintrag selbst, nämlich den Metadiskurs über die Generierung gesellschaftlichen Wissens. Das dieses ohnehin seit eh und je ein Konstrukt ist – Wissen und Wahrheit sind soziale Konstrukte, Riten, Übereinkünfte… eine absolute Wahrheit ist meist wenig mehr als eine Art eine gesellschaftlicher Meme, deren Quelle wir vergessen haben. Es gibt also zu Wikipedia auch kein absolut erfolgreiches Gegenmodell.

Last not least ist Meinungs- und Wissensbildung im Internet eher weniger en bloc geworden, sondern kleinteiliger. Die «Wahrheit» setzt sich heute nicht aus Einträgen in Lexika zusammen (wiewohl der Trend, Wikipedia blind zu glauben, wirklich besorgniserregend ist, viele missverstehen es als eine Art echtes Lexikon (und nicht als eine Art Browser, auch, weil es in seiner Bandbreite ohnegleichen ist), sondern aus Artikeln, Foren, Blogeinträgen. Sie wird – mit dem Internet – auch in den Augen der meisten Menschen zu einem formbaren Puzzle, das man sich selbst zusammenzusetzen hat. Wahrheit an sich wird mehr und mehr hinterfragt. Nicht umsonst suchen die Leute ihre Wahrheit ausgerechnet im 21. Jahrhundert wieder im Esoterischen, Absoluten. Die Wirklichkeit, mit all ihren holographischen Subwahrheiten und Diskursen und ihrer fast kristallartigen Komplexität, die das Internet durch seinen Zugriff auf verschiedenste Meinungsströme ja erst richtig greifbar und transparent macht, erschreckt oft auch, wenn man einfache Antworten mag.

Wer aber ohnehin schon immer dachte, dass Wahrheit eher ein hochrelativer Begriff ist, dem man auf offener Straße im Dunkeln lieber nicht begegnen will, weil ihm immer zu mißtrauen ist, sollte sich von Lanier keine schlaflosen Nächte machen lassen.

GONE WITH THE BLASTWAVE

Die Sitcom zum Irakkrieg: In einer fernen Zukunft kämpfen anonyme blaue, rote und gelbe Krieger in einer Stadt ohne Fluchtmöglichkeit gegeneinander. Was nach ödem Strategiespiel klingt, wird bei dem Dänen Kimmo Lemetti zum absurden Comic über Langeweile und schwarzen Humor. Trotz seltener Updates ist Gone with the Blastwave einen wöchentlichen Besuch wert.

via ScansDaily

DON’T SHAKE HANDS WITH STRANGERS

Scott Kurtz, der Schöpfer des brillianten Webcomics Player vs. Player hat kürzlich in seinem Blog erklärt, daß er – angesichts der Grippen, die er nach jeder comic Book Convention mit nach Hause schleppt – aufhören wolle, Fremden die Hand zu geben. Ich persönlich halte es für einen (wunderbaren) Gag, vor allem mit der Erfindung eines ersatzweisen rituellen, vor allem auffälllig absurden Kopfnickens und dem Verweis auf seine rituellen Handwaschungen mit antibakteriellen Gels :-D. Und selbst wenn es ihm todernst wäre, ist das ja nun mal seine Entscheidung, so what…

Aber seine Fans sehen das anscheinend anders und haben einen echten Kommentarrekord aufgestellt. Der an Surrealität leider kaum zu toppen ist.
Web 2.0 olé.

DEUTSCHE OPER

Endlich. Ich liege ja seit Jahren – seit dem Schauspielhaus Bochum eigentlich – Intendanten und Dramaturgen in den Ohren, eine Art Blog zu betreiben und so die eigenen Veranstaltungen zu hypen. Photos von Proben, Materialien, Texte, Ideen, .. für einen engagierten Dramaturgen eigentlich eine traumhafte Spielwiese jenseits von reinem Marketing oder just promotion. Aber die meisten deutschen Theaterseiten sind seltsam tot, blutleer – ein Spielplan, etwas Backgroundinfo, etwas Ticketing, ansonsten gähnende Statik, kaum mehr als im Saisonheft. Dabei sind gerade Blogs preiswert und insofern theaterfreundlich machbar, die theaterimmanente Chance zur Improvisation ist ja geradezu typisches Merkmal beim Bloggen.
Jetzt, wo jeder ein Blog hat – sogar ich – ists aber irgendwie fast zu spät. Kutur sollte Speerspitze sein, nicht hinterherhecheln.

Die Deutsche Oper macht jetzt wenigstens den ersten Schritt… richtig so!
(Nur schade, daß während der Saisonpause so gar nichts passiert, oder?)

THE MIRACLE OF INTERNET MARKETING…

Das ist natürlich superschön. wenn auf der Homepage von Marvel Comics ein dickes Webbanner für die DVD der TV-Serie «Smallville» wirbt, die sich um den jungen Superman dreht – der aber als Figur zur Hauptkonkurrenz von Marvel, nämlich DC, gehört. Was ein bißchen so ist, als würde auf der Mercedes-Site ein BMW-Werbebanner erscheinen :-D.

SATURDAY MORNING BREAKFAST CEREAL CARTOONS



Wunderbar geschmacklose, grandios schlechtgezeichnete non-PC-Cartoon. Hier.

SPIEGEL ONLINE REDUX

Ohne allzu großes Trara umgestellt… das ist etwas ungewöhnlich für den Spiegel, bei dessen Printmagazin nahezu jede Änderung für Wellen sorgt und der deshalb auch dem eigenen Relaunch einen Artikel gönnt.

Respekt vor der Änderung, die bei dem wahrscheinlichen Traffic von Spon nicht ganz ohne gewsen sein dürfte, viel Luft für Bugs ist da nicht. Das Layout ist aufräumt und schneller und wirft etwas Ballast ab. Nah am alten Look und doch cleaner. Was vielleicht daran liegt – und das kann doch nur von kurzer Dauer sein, oder? – das die ultranervigen Flashbannerwerbungen verschwunden sind.
Nice.

ANNA

Ikea hat einen AI-Avatar namens Anna, der einfach Spaß macht.
Hier besuchen und dann oben «frag einfach Anna» klicken und ein paar Fragen stellen. Viel Spaß…

UNIVERSAL RECORDS VERSCHENKT SEINE MUSIK ONLINE



Könnte bald passieren
und wäre der erste echte Durchbruch in Sachen Online-Musik-Vermarktung und der knackige Untergang von iTunes.

Universal Music, the world’s largest music company, has agreed to back a new venture that will allow consumers to download songs for free and instead rely on advertising for its revenues. The new service, known as SpiralFrog, represents a departure from the 99-cent per-song business model made popular by Apple’s iTunes store. It will begin operations in December.

via Activate

FRAUEN AM RANDE DES NERVENZUSAMMENBRUCHS


Kirsten hat anscheinend und gottseidank viel Langeweile und beglückt uns mit Bildern von selbsterlegten Fliegen und nackten Barbies. Nach all den photolosen Wochen in ihrem Blog endlich mal wieder etwas Action.

MIRANDA PROBLEM

ICQ hat mal wieder ein Update gemacht und Miranda logt entsprechend nicht mehr ein, wenn ihr eine alte Version des ICQ-Plugins benutzt. Steve hat hier einen Link zum neuen ICQ.dll, einfach die aktuelle Miranda-Version downloaden, die alte ICQ.dll im Plug-In Ordner mit der neuen überschreiben und fertig. Thanks, Steve.

SUPERMAN RETURNS

Apropos Männer in zu langen Unterhosen: Im Grunde wird der neue Superman-Film von Bryan Singer ja fast genauso sein wie der erste Film von Richard Donner, sogar Marlon Brando tritt via CGI wieder auf… warum also nicht gleich einfach DAS hier ansehen?

JESUS HATES MUTANTS…

Ihr findet meine Filmkritiken seltsam?
Dann schaut euch diese hier mal an – zu X-Men 3. Besonders interessant finde ich die Sidebar, die die gröbsten Sünden gegen Gott gleich alle übersichtlich auflistet. Großartiger Service.

Wanton Violence/Crime (W)
# battle violence, repeatedly, some quite graphic, some massive
# assault
# child in self-mutilation
# “Kill me!”
# long sequences of fighting with deaths, some quite graphic, some massive
# threat to commit mass murder
# impalement injuries, repeatedly, some quite graphic
# attempts to kill, many
# blade killing, several
# gore
# incitement to revolt
# orders to kill, including to kill a child
# kidnapping, repeatedly
# action violence of varying intensities, repeatedly
# attempted murder
# body decimation gore, repeatedly

Impudence/Hate (I)
# seven uses of the three/four letter word vocabulary
# a child delaying compliance with father’s instructions long enough to hide what he was doing
# facial piercing, repeatedly, each instance associated with “bad guys”
# child threatening to kill adult
# “Don’t worry. We won’t get caught”
# massive tattoos, repeatedly, each instance associated with “bad guys”

Sexual Immorality (S)
# female nudity, frequent, many
# open mouth kissing, repeatedly
# sexual innuendo
# woman placing her legs around a man’s pelvis
# making out frenzy
# man on a woman ostensibly for intercourse
# inappropriate touch
# woman undoing man’s belt and waist snap then zipper with her powers
# dressing to maximize the female form and/or skin exposure, repeatedly
# homosexual innuendo, repeatedly
# excess cleavage/breast exposure, repeatedly
# crotch kick
# vulgarity by a child

Drugs/Alcohol (D):
# smoking, repeatedly
# multiple drug injections, most forced

Offense to God (O)
# unnatural/unholy powers to control others and things, including weather, frequent and of varying intensities
# unholy transformation/shape shifting, repeatedly
# unholy resurrection
# pro-evolution
# demonic appearance, repeatedly
# unholy healing, many
# calling righteousness evil [Isa. 5:20]

Murder/Suicide (M)
# multiple murders by unholy power, several quite graphic
# murder by incineration, three times
# murder by impalement
# “mercy killing” by blade to kill a killer at her request

via Superfrankenstein

MUAHAHAHAHAHA

Also mal ehrlich, dieser ganze Callboy-Thorsten-Schmu in den Blogosphäre interessiert mich eher wenig, weil mir da zu sehr der Wind von Daily Talkshows durchweht. Aber schön ist dann schon, wenn bei Markus Blog, das ganz offensichtlich wie prophezeit gut abhebt, bei diesem Thema so richtig in den Kommentaren was abgeht und Thorsten sich auch selbst zu Wort meldet. Glückwunsch, Markus :-D.

THE FLASH WARS

Das hier kam gerade via Marian…

Uhlenblog

Super Wortspiel, danke, ich bin die ganze Woche in diesem Club, werfen Sie ihr Geld einfach in den Hut.
Dirk Uhlenbrock von Signalgrau macht einen neuen blog-Anlauf. Besucht es regelmäßig, damit der Mann bei der Stange bleibt. :-D

PLAY OMEGA

Im Grunde großes Finale. Wenn noch jemand vielleicht mal das Englische checkt, können wir die Datenbank reinigen, die Interviews aus Berlin eingeben und das Ding vielleicht ein wenig promoten, denn das Spiel machen einen Mordsspaß, finde ich.
Mit INVITE A FRIEND könnt ihr selbst spielen, euch einen Namen geben, via Mail oder IM per Copy-Link einen Freund einladen, der sich dann einloggt und los geht’s. Keine Registrierung oder so etwas nötig, alles quick und easy. Beim Wortassoziations-Spiel geht es darum, möglichst schnell auf den Begriff des Partners zu reagieren und das Erste zu antworten, was einem impulsiv in den Kopf geht. Im Grunde wie Tennis, nur schneller und mit Worten.

Kaupp bei eBay…

How funny, der Kaupp-Katalog wird inzwischen anscheinend bei eBay versteigert: Hier, hier, hier und hier. Und sogar noch einer aus der Zeit vor uns, auch wenn hier etwas unterschlagen wird, daß der alte Katalog zum Teil schwarzweiß war (und nur 320 Seiten hatte, unglaublich, wie sich das auf 900 Seiten entwickelt hat… ich habe immer wieder Respekt vor dem mutigen Sprung, den Melanie und Karlheinz da mit uns gemacht haben). Die Vorstellung, daß jemand diese Kataloge, die ja eigentlich punktuell nur für eine Auktion geschaffen werden, als eigenes Objekt betrachtet, um die darin abgebildeten Sammlerobjekte und Antiquitäten zu genießen, ist eigentlich schön. Immerhin stecken von allen Beteiligten – den Kunsthistorikern um Ruth Hötzel und Diana Lamprecht, die in Rekordzeit die Texte schreiben, Oliver und Marc, die in nur zwei bis drei Wochen alle Photos inklusive Imageteil herauspowern und nicht zuletzt uns, die in diesen drei Wochen rund 1000 Bilder freistellen und in etwa 16 Tagen den kompletten Katalog gestalten – viel Blood Sweat and Tears drin. Da ist es irgendwie nett zu wissen, daß die Kataloge nach einer Auktion vielleicht nicht überall im Müll, sondern auch mal im Regal landen. Und ja: Wenn man bedenkt, wie hektisch solche Kataloge produziert werden, und wieviel hochgradig heterogener Inhalt unterzubringen ist (andere Auktionshäuser haben pro Katalog deutlich weniger Exponate) MACHT Kaupp durchaus die schönsten Auktionskataloge in Deutschland…. :-D und besonders lustig ist es, wenn andere, zum Teil größere, Häuser versuchen, den Stil von Karlheinz und Melanie zu imitieren. Imitation is the flattest form of sincerity….

The SADDEST THING I OWN

Hier

via Jonathan Carroll, wo ich gerade auch das italienische Cover von Dave McKean für «A child across the sky» entdecke:


Nochn Blog

PathosFM, eine von Essens besseren Combos, bloggen.

Get here now

Kirsten photobloggert jetzt auch, die alte Trendschnulle. Und da sie tolle Photos macht, wird sich ein Besuch lohnen, auch wenn das Blog jetzt noch etwas embryonal wirkt. Also fix hin, damit ihr sagen könnt: Die kannte ich schon, als sie noch ein Geheimtipp war.

Designklicks

Wahrscheinlich bin ich wieder der letzte, der das entdeckt, oder? Sehr schön gemachte Site für eine schöne Idee.

Maplecroft

Bei Maplecroft Maps findet ihr eine hochinformative interaktive Weltkarte. Beeindruckend.

via infosthetics

SIMPLEVIEWER

Netter gratis Flash-Photo-Viewer, der unter anderem via Serverscript personalisierbar ist. Not bad.

KADHIM BLOGGT

Sebastian Kadhim, übrigens im Bild nicht zu sehen, ein Ex-Student von der WAM, berichtet in seinem Blog über die Entstehung seiner Diplomarbeit. Ich drück die Daumen, KS.

ICQ MIRANDA FIX

Mein Miranda spinnt seit heute morgen. Julia hat rausgefunden, woran es lag und ich teile die gute Nachricht mal. Die ICQ-Betreiber, bei allem Respekt vor der kommerziellen Logik hinter der Entscheidung, daß wer den Service von ICQ nutzt, auch deren Werbung sehen soll, hebeln sich selbst aus, wenn sie versuchen, freie Clients wie Miranda oder Trillian zu attackieren. Niemand nutzt schließlich ICQ langfristig in der schrecklichen eigentlichen Version, die die anbieten… und ich denke, eine Alternative entstünde schneller, als die AOL-Jungs (denen ICQ schließlich gehört) «Napster» sagen können.

TOURBLOG

Ich bearbeite Markus Sorger seit ewig, endlich zu bloggen, weil sein Einblick in die Welt – nämlich der HINTER die Bühne von großen Veranstaltungen – ein ziemlich einzigartiger und spannender ist. Markus ist örtlich oder on the road für Veranstaltungen verschiedenster Kaliber zuständig, von Krachern wie Die Flippers bis hin zu den Rolling Stones. Über sowas zu schreiben sollte, selbst wenn man die ganz peinlichen Sachen sicher nicht öffentlich schreiben wird (Scha-de) sicher nicht minder spannend als das Leben eines Supermarktleiters :-D. Ich hab ihn gerade in Berlin bei einer hochseltsamen Phantom-der-Oper-Aufführung gesehen (die eben NICHT Webbers Version ist, was dem Publikum aber anscheinend nicht zu klar war, hehehe.), wo wir durch den engen Bereich über dem Zuschauerraum gekrabbelt sind. Jedesmal ein Abenteuer für mich, Markus bei der Arbeit besuchen zu dürfen und dementsprechend spannend wird also auch das blog sein. Der Mann ist außerdem Augenoptiker, Pyrotechniker und Seemann, wenn das nicht reicht, um euch neugierig zu machen, weiß ich auch nicht. Also: reinschauen.

JK


Julia Kappus photobloggt.

SEVEN SHORES

Ozeanische QT-Kurzfilme vom Grasscollective für wall-framded LCD-Displays. Just relax…

SUPERMAN RETURNS TRAILER

Immer noch skeptisch… aber schöner Teaser-Trailer. Musik aus dem Original-Film, Voice-Over ist Marlon Brando aus dem Originalfilm. Singer läßt wenig Zweifel daran, daß er den wahren Superman III drehen will, um nahtlos an die Filme aus den 70ern anzuschließen.

SUPERMAN RETURNS

Die Homepage zum nächsten Spandex-Film von Bryan Singer nach X-Men ist online. Zugegeben, ich sehne dem Film nicht unbedingt entgegen. Selbst der unglaublich gehypte Batman Begins war eher eine Enttäuschung und die Tatsache, daß Singer offenbar recht nahtlos an die aus meiner Sicht etwas verkorkste Fleischer/Donner-Kino-Version Superman I und II aus den 70ern anknüpft, ist eher besorgniserregend – einfach eine vergebene Chance wegzukommen vom verschnarchten Clark Kent, dem grundfalschen Krystall-Krypton und einem zu albernen Luthor. Aber Singer ist ein im Kern guter Regisseur, wie Ususal Suspects und Apt Pupil zeigen… also abwarten. Wahrscheinlich wird der siebenjährige Fanboy in mir am Ende doch siegen und mich ins Kino zerren. Immerhin war Superman I einer der ersten Filme, die ich im Kino bewußt gesehen habe – und von dem ich (bei aller, selbst damals, vorhandenen Abneigung gegen die willkürlichen und dummen Eingriffe in die Comic-Mythologie) doch schwer beeindruckt war, vor allem vom Filmbeginn in Smallville. Ich kann die Titelmusik heute noch.

HUMAN UPGRADES

Es ist natürlich so, daß das hier ein Fake ist, und ich höre die adbusters förmlich kichern… aber der Background ist nicht zu fiktiv. Nanotechnologie, transgene Modifikationen und Robotik dürften solche enhancements in nichtallzuferner Zukunft denkbar machen. Die Geschichte der Menschheit ist schließlich die der Auflehnung gegen die eigene (hoch mangelhafte) Natur. Medizin, Chemie, Technologie sind Medien dieses Widerstandes … und schon, wer sich auf der Sonnenbank bräunt, sich rasiert, die Augen lasern oder Fett absaugen läßt, ist schon auf dem Weg ins postnaturalistische Zeitalter. Nanobots unter der Haut sind nur die Corsagen der Neuzeit. Was anfangs wie Verstümmelung wirken und eher eine kleine fringe culture ansprechen wird, die schon heute bereit ist, sich Stahlkugeln subkutan einzupflanzen oder Schraubgewinde für Hörner in den Kopf zu setzen, wird als Massenbewegung (jedes fringe movement wird mittelfristig, inzwischen eigentlich fast in Echtzeit, globale Massenkultur, siehe Piercing, Tattoo und andere Außenseiter-Abgrenzungsmerkmale, die inzwischen zum Mainstream geworden sind) wahrscheinlich dafür sorgen, daß unsere Zukunft eben nicht die sterile Welt von Gattaca ist, sondern eher ein surrealer Hort voller Freaks. I’m quite looking forward to it…

via C-Blog

Google Print

Langsam macht mit Google irgendwie Angst…

MIRRORMASK

Interview mit Gaiman und McKean.

IRAQ – THE UNSEEN WAR

Hier gibt es Bilder (leider nur eine kleine Auswahl) vom Irak-Krieg, die wenig vom Mythos der Surgical Strikes und des Clean War übrig lassen.

via Attu

HUCH…


…und ich dachte, da geht nichts mehr. In einem meiner Lieblingsblogs gibts neues Futter. Hingehen und lesen. Nicht ganz The Everlasting Stoy of Nory, aber doch sehr schön.

CARROLL

I pass a large empty lot where a building was recently torn down and now there is only rubble left. Looking up at the surrounding buildings, I realize that for the first time in years, perhaps the first time ever, direct sunlight is pouring into windows that never knew sunlight, direct or otherwise, because it was always blocked by the now-destroyed building. What must it be like for the people living in those apartments who suddenly have new light washing the floors of their homes where there was never any light before? And new views out windows where previously there was only a depressing gray wall to see? What will it be like when a new building is inevitably built here and their view goes back to a gray wall four feet away?

Jonathan Carroll

PLAYER VS PLAYER




Beileibe nicht neu, in den Staaten sind bereits drei komplette Paperbacks der Serie bei Image erschienen, aber immer wieder einen Link wert ist PVP, Scott Kurtz’ Stories um die Nerds Cole, Brent, Francis und Kosorten, die einen leider nicht allzuweit von der Wahrheit entfernten Blick auf Comic- und Film-Fans weltweit freigeben. Dabei geht es nicht immer so derbe zu wie hier beim Thema Podcasting, aber der Humor ist fast durchgehend eng an ein zumindest leichtes Insiderwissen der US-Popkultur angelehnt. Ohne StarWars und Batman zu kennen geht hier also nicht viel. Wenn man als Geek aber (noch) über sich selbst lachen kann… perfekt.

PLACES AND SPACES


Der Online-Teil dieser Ausstellung zur Geschichte der Kartographie stellt einige Karten aus der Historie bis zur Neuzeit vor und erklärt ihre Entstehung. Interessanter Überblick über die Selbst-Verortung der Menschheit von der empirischen Erfassung der Welt bis hin zum heutigen Versuch, unsere neuen virtuellen Lebenssphären abzubilden.

via Future-Feeder

INGENIOUS

Wunderbar inspirierende Site.
Hier

via FutureFeeder

AMERICAN APPAREL

Ich weiß nicht, warum ein T-Shirt-Laden eigentlich eine Art von Photosite ist, aber es ist mir auch egal. ;^D

CARROLL BLOG

I was at Ruby Tuesday’s having lunch with my son.

Nearby, at another table was an elderly couple. The man was a World War II vet, as was clearly evident by the outfit that he was wearing (it looked as if they had come from the local lodge or some similar place). Clearly, they had been together for many lifetimes, still enjoyed one another, and appeared to be very much in love. I watched them for a long time.

I approached their server and asked her to put their check on my bill. She asked me why; I told her it didn’t matter why and asked her to do it, please. She did.

As the couple was leaving, they approached my table and asked why I had picked up their check. I told the man I just wanted to do something nice for them to thank him for his time in the service and for fighting for our country. A small thing to let him know that I appreciate his commitment to our freedom. He saw my cane and asked if I was in the service. No, I said and Nikko and I explained to them my situation, as they sat with us and had coffee. During my story, the woman began to cry. Her husband leaned over and kissed her tears (an old man, so sweet!). I said to them that that was the kind of love I’d like to find one day… someone who will spend a lifetime kissing away my tears. No, he said, this is my bride of just three weeks. We found each other late and are trying to make up for lost time.

Jonathan Carrolls Blog ist Pflichtlektüre.

ALTE SUPERMARKT PHOTOS




US-Supermärkte
vergangener Zeiten, 50er-Jahre-Futurismus. Die ganze Website ist ziemlich interessant.

via c-blog

BLOG ZWEI


FutureFeeder
ist ein Blog, das Bruce Sterling völlig zu recht als fast surreal – wie aus einem Paralleluniversum sendend – beschreibt. Weit, weit vorn.

BLOG

Schönes Typo-Blog hier.

WALTER WELKE

Geboren Thielsch. Weiß da jemand zufällig, wo ich Material herbekomme, eine Homepage oder sowas. Walter war mit Holger Hiller und Konsorten bei Palais Schaumburg, hat eine Zeit mit Dirk Rudolph gewerkelt und ist heute als Grafikdesigner (u.a.für Keimzeit) und Regisseur (u.a. für Fury in the Slaughterhouse) von Hamburg aus dabei… aber ich find keine Arbeiten von ihm. Schade.

RELAUNCH: ASHLEY WOOD

Der Illustrator Ashley Wood hat seine Site komplett überarbeitet. Auf den ersten Blick finde ich leider nur weniger Arbeiten als vorher auf der alten Site…? Interessant ist, daß Ashley nahezu keine der sehr Dave McKean-inspirierten älteren Artworks mehr zeigt.

Interessanter als Wood selbst ist vielleicht die Site seines Designers Tom Muller.

via Millarworld
Update: Woods Site ist anscheinend schon wieder offline.

PIXELGRAPHY

Daniela Börners Site hat jede Menge Links zu Photographen und Designern.

FONTLEECH

Man surft zu wenig. Ich hab dieses Fontblog erst jetzt entdeckt. Links zu Freewarefonts und wöchentliche Diskussion plus Tipps und Tricks rund ums Fi-Fa-Fonten

WARCHILDMUSIC

Kommerzieller Musikdownload exklusiver Track für Warchild. Zeitgemäße Idee für ein humanitäres Projekt, solide Site. Leider sind die Preise in Pfund und insofern etwas zu hoch.

via Goldenfiddle

SCHLEICHWERBUNG

Das Glück des kleinen Büros ist, meist nur mit Kunden zu arbeiten, die man wirklich mag. SchmitzJunior ist ein Sonderfall, nicht nur weil ich mit Sandra ja nun mal auch verheiratet bin (huhu), sondern auch, weil der Laden zwar leider viel zu wenig Geld in herkömmliche Werbung steckt, aber trotzdem das derzeit beste im Bereich Kinder ist, was die Buchhandelszene in NRW zu bieten hat. Das Blog von SchmitzJunior macht einfach Spaß und kommt hier als Tipp für alle, die Kinder haben.

ÜBERSETZUNGSHILFE

Diese kleine Hilfestellung übersetzt das PR-English von Adobe zur Übernahme von Macromedia in normales English.

via Joi Ito

SO YOU THINK VIVA SUCKS?

622 Music Videos. Und auch grundsätzlich eher die gute Richtung. Ich wei0 nicht, wie das Copyright diese Site sieht, so enjoy while it lasts…via relcious

Semipseudowiederda

Das alte Forum. Da ich wieder Dozent bin, biete ich auch das Forum wieder an. Anders als früher haben sich nicht direkt nach der ersten Stunde eine handvoll Studenten eingeloggt, ich werde anscheinend alt. Das oder die Not an der RA ist einfach nicht so groß ;-). Ich glaube nicht, daß es da noch einmal sooo lebendig wird wie zu Höchstzeiten, aber ich habe für mich eine Balance gefunden: Etwas normalerer Blogger-Stuff, Webfundstücke usw, landen hier, der geisteskranke Teil passiert weiter im Blog, das mehr und mehr zu einer Art Chatroom aus der Hölle mutiert. Ich hoffe, meine Studenten dazu zwingen zu können Ihre Arbeiten da zu zeigen und so vielleicht etwas Diskussion zwischen den beiden Kursen und vielleicht auch mit alten WAM-Kriegspferden hinzukriegen. Crossover olé.

WIEDERGEFUNDEN

Mit dem Raid-Crash hier hatten sich auch ein paar Links verabschiedet, meist so Sachen, die ich nicht per Backup gesichtert oder auf anderen Maschinen gedoppelt hatte. Darunter eins meiner Lieblingsblogs, das von Marie Fischer. Die schreibt zwar nur, wenn sie mal auf Reisen ist, aaaalso viel zu selten, aber dafür mit vielen Photos und allem Pipapo. Da will man direkt selbst Kinder kriegen

EXPERIMENT KANADA

Ex-Prakti-Kirsten, die sich übrigens beschwert hätte, auf dem Bild weiter unten sähe sie aus wie eine 12jährige (hatte ich nicht gesagt, ich kriege Ärger?), hat ein Blog über ihren Kanada-Aufenthalt eingerichtet. Hier

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