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Kevin Wilson: Family Fang

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All Families are psychotic – diese einfache Wahrheit treibt seit ewig die Literatur an. Kevin Wilsons zweiter Roman Family Fang bereichert das Genre dysfunktionaler Familienromane um eine schöne Facette, die mit dem Älterwerden einer Generation von Autoren, Musikern und Künstlern der Sechziger Jahre an der Zeit ist – wie lebt es sich eigentlich als Kinder von Eltern, die an Wildheit kaum noch zu übertreffen sind? Wie wird man erwachsen, wenn man groß geworden ist an der Seite von Menschen, die «anders», eben außerhalb des Establishments, funktionieren? Wie fühlt sich das eigentlich also an, wenn dein Vater ein Polanski oder ein Tingueley ist?

Für Annie und Buster ist diese Frage keine Spekulation – sie sind die Kinder eines Künstlerpaares, das die Kinder nahtlos in öffentliche und bizarre Performances einbindet, die in Rückblenden den Kontrapunkt bilden zu dem heutigen Leben von Annie, die sich als Schauspielerin durchschlägt, und Buster, der als erfolgloser Autor von Artikeln für das Männermagazin »Potent« lebt. Von akuten Niederschlägen getroffen – eine Reihe von Skandalen und ein wütender Ex-Freund bremsen Annies Filmkarriere aus, Buster ist nach einer Gesichtsverletzung durch eine Kartoffelkanone aus seiner stagnierenden Autorenlaufbahn geworfen – landen beide wieder bei den Eltern. Als Caleb und Camille Fang allerdings bald darauf verschwinden, sind Kind «A» und «B» verunsichert – sind ihre Eltern wirklich verschwunden, vielleicht sogar tot… Oder sind die beiden Kinder wieder nur ahnungslose Mitspieler in einem neuen, noch geschmackloserem Kunstevent der Fangs? Von dieser Angst (und Hoffnung) getrieben, entdecken die Fang-Kinder die Vergangenheit ihrer Eltern und, fast nebenbei, die Spuren ihrer eigenen Zukunft.

Auch wenn der deutsche Buchtitel es suggeriert, Wilsons Buch ist keineswegs nur unterhaltend. Die dysfunktionalen Abenteuer der Fangs sind natürlich absurd und oft hochkomisch, aber Schicht um Schicht zeigt Wilson seinen Lesern den Preis, den die Installationen der Eltern von den Kindern fordern. Wilson erzählt klug von einer Kunst nach der Kunst, wie wir sie heute kennen, die vor allem auf Reaktion ausgerichtet ist, überraschen, schockieren oder aufwecken will, der Kreation fast misstrauisch gegenübersteht. Fang dreht die Performances etwa einer Marina Abramović nur einen folgerichtigen Tick weiter ins Abstruse, bis sie die Logik von Candid-Camera-Sketches erreichen… und fragt zugleich, wie das Leben extremer Performance-Künstler aussehen mag, ob es überhaupt noch Spuren von Normalität im Ausnahmeleben geben kann. Dass er diese Frage am Ende bejaht, als beide Kinder die Künstlichkeit ihrer Existenz erkennen, und aus ihren Erfahrungen unmittelbar Kraft für eigene – freilich deutlich bravere – künstlerische Arbeit als Schriftsteller und Schauspielerin schöpfen, mag nicht verwundern. Ein Buch wie Family Fang braucht ein Happy End und Wilson ist klug genug, dieses nicht allzu eindimensional oder berechenbar abzuliefern, im Gegenteil. Während Camille und Caleb im Feuer der eigenen Kreativität alles der Kunst unterstellen, am Ende nicht nur die Kinder sondern auch die gesamte eigene Identität, die sie bis an den Rande des Aberwitzigen nur für eine Performance aufzulösen bereit sind, schaffen Buster und Annie eine Fusion aus Kreativität und persönlichem Glück, die bescheidener und daher lebenswerter klingt. Es mag die Stimme des Autors selbst sein (wessen sonst?), die hier 1:1 durchklingt, wie an mehreren Stellen im Buch, etwa wenn nach etwa 2/3 des Romans Buster in der Schreibarbeit an seinem eigenen Werk etwas ratlos wirkt, wie er die beiden Kinder-Protagonisten seines Romans glücklich zurück ans Tageslicht bringen soll… eine Passage die nur zu gut zu der zeitgleich etwas ratlos herum flottierenden Handlung in der sozusagen darüber liegenden Schicht von Family Fang selbst passt. Und kaum hat Buster die rettende Eingebung, geht es auch in Wilsons Buch mit einer unerwarteten Deus Ex Machina-Lösung weiter – eine Sequenz, deren Konstruktion man noch am ehesten mit Charlie Kaufmans «Adaption» vergleichen kann.

Alles in allem ist Kevin Wilson mit The Family Fang die rare Sorte Buch gelungen, das unterhaltsam aber nicht banal ist und dessen Stoff sich dem ur-amerikanischen Thema Familie ebenso gekonnt annähert wie dem Minenterrain der modernen Kunst. Eingebettet in die meist flüssig vorwärtsdringende Handlung, die allerdings an einigen Stellen vom Autor in klassischer Detektivroman-Manier recht forciert wirkt, liefert das Buch immer wieder Sequenzen, die Wilsons Stärke als Erzähler von Kurzgeschichten unterstreichen. Einzelne Beobachtung, kurze Dialoge, absurde Situationen, die für sich oft stärker sind als das (ja durchaus gute) Werk insgesamt, gekonnt skizzierte Charaktere, die Wilson als guten Essayisten ausweisen. Die Geschichte der Familie Fang gibt kein großes Buch ab, aber sie ist vielleicht eine der besten John-Irving-Publikationen, die nicht von Irving selbst kommen.

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Sweet

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War unten in der Tüte mit dem Kuchen, den Katharina Motyll heute für uns dabei hatte. Gott sei Dank hat den auch tatsächlich niemand anderes gegessen :-D. Schönes Detail ist die dezente Schleichwerbung für die gute Papierindustrie…

Buchstützer

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(Mit Riesendank an alle in Frankfurt, die uns die letzte Woche unterstützt haben!)

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Vernissage Kokolores

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Am 7. Januar begann die Ausstellung der Diplomarbeit Kokolores von Daniela Brand in der Galerie Damen und Herren, Oberbilker Allee 35, 40215 Düsseldorf. Die Ausstellung läuft bis zum 21.Januar und endet noch mal mit einer kleinen Finissage um 19.00 Uhr. Die Eröffnung war wirklich gut besucht und permanent kamen unbekannte Menschen zu Daniela, um ihr (zu Recht) zu ihrem Buch zu gratulieren. Danny hat mir ein paar Photos geschickt, die die schön verrockte Stimmung bei den DamenundHerren gut einfangen ;-D

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Frohe Weihnachten

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Es ist mehr und mehr so, dass man von vielen netten Menschen gar keine Hausadresse mehr hat, sondern nur noch ein Gemenge aus Facebook/ICQ/eMail-Adressen. Wenn ich euch also auf dem Postwege nicht erreicht habe, der in diesen Tagen ja ohnehin nicht gerade wahnsinnig verlässlich sein dürfte (wie wir letzte Woche schmerzhaft lernen mussten) also noch einmal elektronisch gute Festtagswünsche. Alles Liebe zu Weihnachten, entspannte Tage zwischen den Jahren und einen guten Start in 2011…

Danny näht…

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Ungewohnte Töne im Büro heute – unsere derzeitige Praktikantin Daniela Brand sitzt an der Nähmaschine und bastelt die Schrift für die Ausstellung ihres Kokolores-Buchprojekts in Düsseldorf. Nachdem ich mich die letzten Wochen eher abstrakt mit handgemachtem Design befasst habe, ist es eigentlich ganz toll, auch einmal bei der Entstehung live zuzusehen…

Analogue Thinking

Auch wenn ich zum Mindmapping inzwischen Omnigraffle auf dem iPad verwende – obwohl das Programm nach wie vor recht buggy ist und wichtige Features fehlen -, ist es doch immer wieder überraschend, wie gut es funktioniert, mit mehreren Leuten einfach mit Zetteln auf einer großen Wand zu arbeiten. Was zu Recht zum etwas belächelten Workshop-Klischee geworden ist, die Arbeit mit Post-Its, funktioniert nach wie vor ausgezeichnet, wenn man eine Story zu entwickeln versucht. Ich kenne nach wie vor kein digitales Mittel, dass so quick and dirty, intuitiv und schnell ist wie die gelben Zettelchen, Ausdrucke, Transparentpapier und und und. Vielleicht, weil man schneller schreiben kann, einfacher verwirft, oder weil die größere Fläche und das haptische Manipulieren das Gehirn eben doch mehr anregen als Vektorboxen schieben, weil das tatsächliche Malen auch für einen Selbst die Visualisierung und Klärung von Gedanken erleichtert, die Ordnung und Inspiration schafft… – es geht wenig über das Malen und Kleben an einer großen Wand, wo man aus Alternativen und Möglichkeite und vielen What-Ifs eben doch schnell ein If-Then konzentrieren kann. Danach geht digital fast alles schneller und besser – festhalten, in Form klopfen, Mindmapping, Projektplanung und und und… aber bisher habe ich (und als bekennender Digitalfreak kann ich fast nur sagen: leider) immer noch keine Software gefunden, die Stift und Papier völlig ersetzt.

Bill Murray vs Ghandi

«Äh warte… wer ist Bill Murray?»
«Das ist so, als würdest du fragen: Wer ist Ghandi?»
«…wer ist Ghandi?»
Zombieland

Bittebittebitte

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Herzzerreißender Zettelfund im Wald…

Max fragt 05

Was fehlt Ihnen zum Glück?

Max Frisch, Fragebogen.

Freu!

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Auf die Gefahr hin, hier öffentlich eitel zu wirken – jeder, der mich etwas kennt, weiß, dass ich auf Komplimente normalerweise eher mit einem «Naja, aaaaber…» reagiere – hat uns diese liebe Karte besonders gefreut, weil sie so liebevoll auf verschiedenem Papier, mit perforierter Schrift und mit ganz liebevoll bunter Handtypographie ankam. Und weil es um ein Projekt ging, mit dem wir alle selbst intern eher kritisch sind und uns alle umso mehr gefreut haben, wenn es von jemand, dessen Meinung wir absolut respektieren, ein Lob gibt, das jetzt auch nicht nur nach reiner Höflichkeit klingt. Wir haben uns, kurz gesagt, alle tierisch gefreut – vielen Dank dafür!

Die Viechers

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Ich habe ehrlich gesagt gar keine Ahnung, wo ihr Kira Hagebeuckers wunderbare Viechers-Schlüsselanhänger so ohne weiteres kaufen könnt, es gibt noch keinen Online-Shop. Aber in «echt» – ich habe sie ja unter anderem bei Needful Things in der Hebebühne Wuppertal live erlebt – sind sie noch viel viel viel besser. Also: Haltet euch einen Platz an eurem Schlüsselbund frei für diesen Cute Overkill.

Zeitpunkt

Immer seltsam, eigene Entwürfe von anderen Leuten remixed zu sehen… Und dann so groß. Gefällt mir hier aber.

The Shape of Things

So sieht der Spiegel diese Woche aus. Auf dem Cover eine zum Weltkonzern und zum globalen Gesellschaftsfaktor mutierte Gratissuchmaschine, auf der Rückseite eine Anzeige für Handy-Miniatursoftware. Wer über das Ende der Gutenberg-Galaxis nachdenkt, darf dieses Cover gerne meta finden.

Weihnachts-Post von Unbekannt

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Wir haben zu Weihnachten natürlich eine Menge Post gekriegt und uns sehr über alles gefreut – zumal wir selbst dieses Jahr gar keine Weihnachtskarten gemacht haben.Besonders hervorgetan hat sich dieser mit Maschine beschriftete Brief (aus Köln?), der voller A7-großer Kärtlein mit einem kleinen Aphorismus von des ja stets famosen Jean Baudrillard steckte. Das Ganze mit einem kurzen lieben handschriftlichen Gruß und – völlig anonym, was die Weihnachtspost erst so richtig magisch machte, weil sie ohne Absender, ohne Absicht, ohne Marketing ankommt und keine als Weihnachtspost verkleidete Werbung ist.

Wer immer du bist, der uns/mir das geschickt hat: 1000 Dank!!!

Mandela Day

Heute ist Nelson Mandelas 91. Geburtstag. Um den legendären Anti-Apartheid-Aktivisten, der fast 30 Jahre inhaftiert war, zu feiern, veranstaltet die nach seiner Gefangenennummer 46664 benannte weltweite Anti-AIDS-Kampagne der Nelson Mandela Stiftung heute online ein Make-an-Imprint-Event. Du kannst dich online registrieren, auf dem «Handwall» einen Abdruck hinterlassen und 67 Minuten dieses Tages stiften, um etwas besonderes zu tun. Hier.

Kunst Cluster

Obwohl wir ja eigentlich Designer und gar keine Künstler sind, hat uns Thilo Küpper von der Kunst-Cluster-Initiative Wuppertal eingeladen, 2009 zu den vielen Künstlern zu gehören, die in der ELBA-Halle in Wuppertal ihr Arbeiten zeigen. Wir freuen und sehr, nicht zuletzt, weil Beate und Christian von Clownfisch in der gleichen Location am 20.6. die dritte Ausgabe Ihres Kunstmagazins präsentieren wollen – und werden zu dem Anlaß die Astronauten noch einmal – quasi als Abschied, denn die Saison ist ja in Bielefeld vorbei – in die Arena bringen, vielleicht mit den Konzertplakaten der Saison (oder deren Restbeständen) als Gratisbeilage, mal sehen. Am 6.6. ist die Auftaktveranstaltung (von Clownfisch, Kunst-Cluster und Shakespeare Live gemeinsam veranstaltet), die Kunst-Cluster-Ausstellung geht vom 24.6. bis zum 28.6.. Vom 6.6. bis zum Finale am 28. kann man übrigens auch in der ELBA-Halle die Blanko-Heft-Ausstellung zur Schöpfungs-Ausgabe von Clownfisch sehen, wo alle eingesendeten und handbearbeiteten leeren Hefte, die die Redaktion weit verteilt hat, zu sehen sind – das dürfte spannend werden…  so oder so eine gute Ausrede/Gelegenheit für uns, im Juni hoffentlich ein paar gute Stunden mit ein paar der besten Menschen in Wuppertal zu verbringen, worüber ich mich eigentlich am meisten freue.

The Long Hard Road to Minimalism

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Der Buchcover-Designer Henry Sene Yee beschreibt in seinem Blog den Weg zu diesem phantastischen Cover des Buches Columbine von Dave Cullen, dass sich um den mittlerweile 10 Jahre zurückliegenden Amoklauf von Eric Harris und Dylan Klebold dreht. Aus seinen Ausführungen wird schnell klar, dass der Weg zu diesem exzellent aufgeräumten fertigen Cover im Grunde ein skulpturales Arbeiten, ein Wegnehmen von Material ist, bis nur noch das allernötigste übrigbleibt und eine angemessen bedrohliche und zugleich spießig-enge Stimmung entsteht. Interessant daran ist, dass die Typo sich ab dem zweiten Entwurf kaum noch ändert und die ruhige, weiße Klarheit der Schrift am Ende sich auch auf der Bildebene durchsetzt. Was das Cover gut und mutig macht ist die weiße Schrift auf dem fast weißen Background und das Photo, tatsächlich ein ganz normales Pressephoto, auf dem die Schule aber wirkt wie eine Erziehungsanstalt. Exzellent.

Zu verschenken 21: Die Photos

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Benjamin

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Ina

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Lars

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Markus

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Philipp

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Rafael K.

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Raffael S.

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Tobalo

Man, I missed this, I really did. Tolle Bilder, Benjamin und Tobalo schicken einfach durchgehend schöne Sachen. Wenn Ben nicht gerade eben was gewonnen hätte, wäre er es auch – aber so ticke ich in Richtung Philipp. Das wäre ein ausgesprochen schönes Buchcover-Motiv, finde ich. Alle anderen sind aber auch toll.

Zu Verschenken 20: Die Photos

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Benjamin

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Raffael

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Timo

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Tobalo

Lang lang ists her, und es waren auch nicht viele Photos (waren es echt nur vier – oder habe ich durch die Zeitverschiebung Photos übersehen beim Kramen in der eMail? Sagt Bescheid). The winner is Benjamin.

Zu Verschenken 07: Die Photos

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Holger

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Jan

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Jann

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Tobalo

Ich habe ganz vergessen, die Bilder für das Giveaway 07 zu zeigen. Ich hoffe, das verwirrt jetzt nicht allzu sehr. Anscheinend wollte niemand das Simplify-Your-Life-Buch, die Leser dieses Blogs sind eben alle schon perfectly simple.

Ganz ganz fieser Endspurt zwischen Jann und Holger… aber Jann hat die Nase einen Hauch vorn, obwohl ich die Vögel sehr mag und As-dem-Flugzeug-Fenster-Bilder wirklich en masse eistieren. Trotzdem, der Flügel, das Licht… Win.

Schneebilder Von Kirsten

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Kirsten schickt uns nette Bilder aus dem romantisch verschneiten Leipzig. Merci!!!!

Baum



Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich dieses Wetter liebe…

Rad

Frohe Weihnacht


Feiert schön…

Heute ab 10: Workshop auf Zollverein

Die wichtigste Nachricht als erstes: ich war doch beim Friseur :-D. Außerdem noch so bis 1 auf der Geburtstagsfeier der wunderbaren Beate Blaschczok und seit 6 wieder am Rechner, also entsprechend müde, was immer zu recht unterhaltsamen Zuständen bei mir führt.

Es gibt gerade eben genug Voranmeldungen, um den Workshop zu machen, der Termin unter der Woche scheint subideal gewesen zu sein, sorry. Ich glaube, ich habe mehr Mails mit dem Tonus «Ich würd so gern kommen, aaaber nicht an dem Tag…» als alles andere. Aber dafür auch ganz spannende Anmeldungen von Leuten, die ich gar nicht kenne und auf dich ich mich freue. Vielleicht kommen auch noch ein paar Leute spontan. 10 Uhr, Zollverein Schacht XII, Gelsenkirchener Straße, Halle 6. Vielen Dank übrigens an dieser Stelle an Sabine Dienemann, die die Halle zur Verfügung stellt und  alles organisiert hat – super :-D

Es lohnt sich übrigens, Bastelzeug mitzubringen. Pappe, Schere, Klebe, Malzeug, Feuerzeug….

Bis gleich!

Morgen ab 10: Workshop auf Zollverein

Morgen ab 10:00 beginnt der Design-Workshop in der Halle 6 auf Zollverein Schacht 12, . Ich hoffe, es kommen ein paar Leute. Richtig Spaß macht es mit 30 Leuten, bis jetzt sind so 10 oder 12 angemeldet – es ist also noch PLATZ! Ob es am Über-Killer-Angebot von Essens Kreative Klasse liegt, am Mitten-in-der-Woche-Termin oder an mir, keine Ahnung. Also: Anmelden oder unangemeldet vorbeikommen, damit es ein bisschen rummelig wird auf Zollverein. Und da ich es heute nicht mehr zum Friseur schaffe, gibt es zudem die spannende Frage, ob ich mit viel zu langen kurzen Haaren oder kurzerhand mit frischausrasiertem Kopf komme :-D. Wer kann da zuhause bleiben?

Als kleines Dank an alle, die mitmachen, bringen wir die übrigen Matroschka-Plakate und die Etch-a-Sketch-Plakate und Broschüren mit.
Wer kommt und mitmacht und ein Plakat und/oder Booklet will, kann sich also gerne morgen eins mitnehmen.:-D

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Etwas spät dran heute, viel zu tun. Hoffe, wir kriegen trotzdem ein paar Vorschläge. Und tut mir den Gefallen, achtet auf Realisierbarkeit,  sonst geht’s uns so wie letzte Woche und die Sache geht gar nicht. Merci :-D
Die Sache
Ich versuche, 25 Wochen lang Aufgaben zu erledigen, die meinen Alltag durchbrechen, die interessant, spannend und möglichst kreativ sind. Die Aufgaben kommen von euch und werden im Blog vorgeschlagen, abgestimmt und dokumentiert. 11 Wochen sind geschafft, 14 to go.

Die Vorschläge
Montags könnt ihr in den Kommentaren  hier Ideen abgeben für die Mission der Woche.

Die Ideen
Gesucht sind kurze «Anweisungen»
- kurz formuliert.
- zeitlich und finanziell realistisch im Büroalltag zu realisieren. Also bitte pragmatisch – keep it short and sweet
- die ein schönes Ergebnis, Bild, Song, Photo, oder eine Aktion ergeben.

Wer kann mitmachen?
Alle.

Das Voting
Den gesamten Dienstag wird online live abgestimmt.

Die Mission
Erledige ich (und die armen anderen Leute hier) von Mittwoch bis Montag und zeige die Ergebnisse im Blog.

*Freu*

Justyna Haronski schreibt mir gerade und ich erfahre, dass sie und Jacqueline nicht nur einen if-Award für ihr You are always on my mind-Diplombuch gewonnen haben, sondern sogar einen der 5 Special Awards geholt haben, die man in der Too Good to be true-Abteilung bekommen kann. Wenn ich bedenke, wie sehr die beiden von der Diplomvorpräsentation verunsichert waren und dass sie bis zum Ende Angst um die Note hatten, ist das total verdient und hoffentlich eben auch die Bestätigung einer international hochrangig besetzten Jury (darunter Fons Hickmann und Markus Hanzer), dass ihr Buch in jeder Hinsicht rockt. Ich freu mich total für euch!!!

Wenn jetzt nur mal die anderen auch alle endlich mal ihre Sachen einreichen würden… :-D

****************

Kategorie: too good to be true
Auftraggeber: Justyna Haronski & Jacqueline Scheibel, Remscheid/Deutschland
Projekt: Rock’n'Roll | Buch
Design: Justyna Haronski & Jacqueline Scheibel, Remscheid/Deutschland

Begründung: „Dieser Beitrag ist eine überzeugende Wiederbelebung eines verloren gegangenen Lebensgefühles, ohne dabei in Klischees oder ewig Bemühtes abzugleiten.“ 

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Kultursymposium NRW Tag

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SYMPOSIUM
KUNSTKULTURARCHITEKTURDESIGN

Wann
Samstag, 30.08.2008

Wo
NRW-Tag Wuppertal
Elba KunstCluster
Friedrich Ebert Straße 119 / Moritzstraße 14
Wuppertal
Eintritt frei

Anfahrtskizze

Was?
Disziplinen treffen aufeinander – Synergien und Probleme, Schnittstellen und Chancen von Architektur, Kunst, Kultur und Design. Während ringsherum
ca. 300 Künstler in den Bereichen bildender Kunst, Musik, Theater, Tanz, Performance, Medienkunst, Design usw. ausstellen, werden Referenten die
bisweilen harten Grenzen zwischen Kunst, Kultur und Design aus ihrer eigenen Sicht durchbrechen und in einer Diskussionsrunde ihre Standpunkte und Erfahrungen aufeinander prallen lassen. Und wir haben Gäste, für die sich die Anreise lohnt.

Wer?

Olaf Bargheer
wurde uns vom Hamburger Schauspielhaus wärmstens empfohlen, kommt aus der Hamburger Kunstszene und betreibt den Scoop Think Tank und versteht sich als Ideengeber an der Schnittstelle zwischen Kultur, Medien und Kreativwirtschaft. Mit seinem Off-Projekten wird dem Hamburger der KunstCluster in der Elba-Halle sicher vertraut vorkommen.

Markus Hanzer
ist eine noch nicht so graue Eminenz der Design-Szene, aber einer der erfahrensten Designer, die man sich einladen kann. Erfahrung als Designer beim ORF, bei SAT1, ARD, Premiere, Deutsche Bank, Bertelsmann, RWE, Allianz, ZDF, Zusammenarbeit mit Neville Brody, Schriftdesign für den Fontshop, Erfolg als Filmer und Photograph, sein eigenes Typo-Museum mit www.stadtgespraeche.com, zahllose Jury/Seminar/Beratungstätigkeiten/Vorträge und seit 2006 mit seiner brandneuen Wiener Firma mira4 erfolgreich.Ich kenne Markus von diversen Typo-Vorträgen und aus dem Fontshop-Beirat und weiß, dass er ALLEIN ein Symposium stemmen könnte. Wo er ist, ist Know-How über die Design-Szene und ein solider Blick über den Tellerrand immer garantiert.

Mad Eagle
Mad Eagle, wurde 1948 geboren und ein künstlerisches Universal-Genie. Musik, Malerei, fotografische und filmerische Arbeit prägt das Oevre dieses Künstlers, dessen Lebensgeschichte zugleich von den zahllosen Begegnungen mit anderen Größen der Kunst- und Musikgeschichte geprägt ist. Das MadEagle nur eine Kunstfigur von Toni Hüning ist, macht die Sache nur umso spannender.

Mason
Der Photograph und Graffiti-Star aus Dortmund beschäftigt sich mit Industriekultur im Ruhrgebiet und ihren verborgenen Schönheiten, er betreibt eine Art urbaner Archäologie. Als einer der Könner kreativer Stadtverschandelung ist Mason auch Kenner der künstlerischen Subkultur der Region, deren Flair längst Musik und auch Design mitprägt.

Chris Rehberger
arbeitet als Designer nicht nur deswegen an der Schnittstelle von Kunst und Design, weil er durch seinen Bruder Tobias Rehberger knietief in der Kunstszene steckt, sondern auch weil viele seine Kunden aus dem Bereich Film, Kultur, Kunst kommen. Dass er nebenbei noch als Musiklabel und Filmaktivist mitmischt und auf der letzten TYPO seine Liebe für künstlerische Einflüsse und die Unperfektion der Ergebnisse von gestalterischer Arbeit im Vortrag verraten hat, macht ihn zum idealen Gast des Symposiums.  Frisch gekürt mit dem Deutschen Designpreis 2007 und dem Lead Award gehört Chris inzwischen zur A-Liga deutschen Designs.

Björn Syffus
kennt als Architekt sowohl die große als auch die kleine Welt des Bauens. Mit RKW Architektur und Städtebau gehört er zu einer Firma mit fünf internationalen Standorten, die vom Centro in Oberhausen bis zum Fußballstadion in Warschau alle nur denkbaren Großprojekte realisiert haben. Mit der Architektengruppe Düsseldorf arbeitet er aber auch an kleinen, privateren Projekten. Björn Syffus betreut bei RKW unter anderem das Corporate Design, Onlineprojekte und Printmedien, ist also genau an der Schnittstelle von Architektur und Marketing zu Hause.

Reinhard Wiesemann
ist der Begründer des Unperfekthaus in Essen, einem hochlebendigen Ort für Kunst und Kultur, das ohne öffentliche Förderung funktioniert und neben großartigen Projekten auch eins der besten Cafés in der Stadt hervorgebracht hat. Der gebürtige Wuppertaler und gelernte IT-Fachmann mit dem bewegten Lebenslauf hat sich inzwischen darauf spezialisiert, Netzwerke aus Menschen zu schaffen – und das mit durchschlagendem Erfolg.  Neben seinem in der ehemaligen Villa Vogelsang entstandenen LinuxHotel  ist das Unperfekthaus ein ideales Labor für Kreative, aber auch Beweis für Wiesemanns unruhige Suche nach dem Neuen – wie sein neues Kulturpaddler-Projekt beweist.

Martin Woodtli
arbeitete bereits bei Stefan Sagmeister und David Carson, bevor er sich in der Schweiz selbständig machte. Der Zürcher Designer hat inzwischen eine eigen, leider vergriffene, großartige Monographie im Gestalten-Verlag, die ihn als einen jenseits der engen Grenzen angewandten Designs operierenden Meister der verspielten und doch klaren Vektorgraphik präsentiert – dabei hat Woodtli durchaus noch mehr auf der Pfanne, als das Buch zeigt. Woodtli gehört zu der neuen Generation Schweizer Designer, die den für die Schweiz so typischen klaren Intenationalem Stil einerseits brechen, andererseits fortentwickeln. Mit deinen ultrapräzisen Arbeiten, denen man die enorme Mühe darin bei aller verspielten Leichtigkeit stets ansieht, ist Woodtli an der Schnittstelle von Design und Kunst – seine wunderbar manischen Pop-Art-Arbeiten kann man sich genau so gut an die Wand hängen wie auf einem Geldschein bestaunen. Auch wenn er wahrscheinlich zu bescheiden wäre, es selbst zu behaupten – Woodtli gehört zu dem neuen Typus Designer, dessen Arbeiten zwar Design sind, aber längst die Grenze zur technologisch erzeugten Kunst überschritten haben.

Moderation: HD Schellnack ;-)

Sichert euch die Matroschka!

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Das PlanetMatroschka-Poster ist in A1 heute angekommen und ich kann alsbald meine Aufgabe 07 beenden. Abgesehen davon, dass ich eine Stunde lang versuchen muss, 50 dieser Plakate für 2 Euro zu verkaufen, bleiben sicher mindestens 50 übrig.
Für 2 Euro plus Porto/Package könnt ihr sie euch sichern. Schickt uns eine eMail an schellnack@nodesign.com, gebt eine Bestellmenge an (maximal 5 Plakate) und ob ihr die Sachen auf A4 gefaltet haben wollte (billiger, aber Falten im Poster) oder per Rolle verschickt (teurer, aber eben ohne die Falten). Ihr kriegt dann, wie bei den nobooks eine Mail mit der Kontonummer, überweist und die Sachen gehen nach und nach raus – mir tun Jan und Bianca jetzt schon leid :-D

Praktikum bei Nodesign

Da uns Katharina im Juli leider schon wieder verlässt (um ihr Diplom an der FH Dortmund zu machen) suchen wir dringend einen neuen Praktikanten, der 6-12 Monate hier arbeiten will.  Nur Angst vor Hunden sollte man nicht haben :-D.
Meldet euch…

HD anbellen

Bei der Geburtstagsparty von Christian Hampe musste jeder Gast eine Aufgaben-Karte ziehen, die er den ganzen Abend machen musste, um Leben in die Party zu bringen. DAS hier ist ausgerechnet die Karte, die ich selbst gezogen habe. :-D Wie gut, dass er sich drauf verlassen konnte, dass ich in Schwarz komme…

Typo 2008 Bilder

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Wieder zuhause und mit CardReader bewaffnet kommen hier endlich ein paar Photos von der Typo2008 – obwohl die Konferenz ja wunderbar bereits vielerorts live gebloggt wurde. Viel weniger Bildmaterial als 2006, zum einen weil es visuell dann doch eher das gleiche wäre – jemand steht an einem Tisch und redet – uind wiel ich die gezeigten Charts schon aus Copyrightgründen nicht zu intensiv zeigen wollte, zum anderen, weil man ja auch mal selbst in der Sonne liegen will – und weil ich wieder backstage ein Spiel gemacht habe, aber davon etwas später mehr, wenn die Dinge soweit sind. Eigentlich sollte das Etch-a-Sketch-Spiel wieder ins Blog, aber ich glaube, das kickt visuell nicht, wenn ich hier nur Photos davon zeige, da muss etwas anderes mit passieren und wir haben auch eine lustige Idee. Also noch etwas Geduld.

Wie immer kann man auf der Typo nur 1/3 von dem tun, was man eigentlich tun möchte. Man verpasst immer Vorträge, weil oft fünf Sachen gleichzeitig passieren, man hat nie genügend Zeit, mit allen Menschen zu plaudern, oder einfach einmal – was ich eigentlich ganz toll finde – auf wildfremde Designer zuzugehen und die in ein Gespräch zu verwickeln. Und man kann ja auch nicht den ganzen Tag in der Sonne herumliegen, obwohl das Freibadwetter und die guten Grillsachen nun wirklich dazu einluden. Wie Erik so schön sagte, auf der Typo muss man sich permanent GEGEN etwas entscheiden und so ists leider auch, von mir aus könnte die Show dreimal wiederholt werden auf neun Tage verteilt, dann hat man eine Chance, nahezu alles zu machen und zu erleben, was man möchte. Die Liste der Dinge, die ich nicht gemacht hab ist wahrscheinlich länger als die, die ich gemacht habe, und das obwohl ich echt nicht viel gefaulenzt habe :-D.

Weiter nach dem Break…

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Typo 2008 Tag Eins

Da ich ja alles dabei habe, nur keinen CardReader für die CF-Karte meiner Kamera, gibt es erst später Bilder. Nur vorweg ganz kurz, dass es schön ist, die Typo wieder am alten Ort zu haben, am idyllischen Wasser, bei wunderbarem Sonnenschein, selbst besser ausgeschlafen als 07 und mit bisher wirklich guten Vorträgen, auch wenn ich es schade finde, dass so viele Leute sich offenbar nicht ganz trauen, frei zu reden, obwohl man ja an sich unter Freunden ist. Steve Heller war inhaltlich einfach – wie erwartet  – grandios.  Alison Jackson war eine tolle Überraschung. Der FontFight am Abend war – unerwartet – ein Highlight, aber der etwas surrealen Sorte. Fidel Peugeot, Alexander Branczyk, Erik Spiekermann und Kurt Weidemann auf einer Bühne, das hätte eigentlich hochspannend werden sollen und sah anfangs auch wirklich so aus, zumal Weidemann mit großem Sympathiebonus auf die Bühne kam und sich seinem Graf-Typo-Gedicht in der ersten Runde auch klar die Lacher auf seiner Seite hatte. Ab der zweiten Runde fand ich – persönlich, ich mag mich irren – aber, dass Weidemann etwas  unter die Gürtellinie von Erik und der Typo an sich schlug und etwas unfreundlich und auch persönlich wurde. Ich konnte gut verstehen, dass Erik – der sich sehr zurückhielt und nur seiner Verwunderung Ausdruck gab, er dächte, man sei für einen Fontfight auf der Bühne, nicht für Gedichte und persönliche Attacken – in der letzten Runde von der Bühne bleiben wollte, um sich dem Theater zu entziehen. Man kennt Erik als jemanden, der schon klar seine Meinung sagen kann und auch mal aufbraust – hier war er sichtbar indigniert, aber dabei großzügig und ruhig. Bei der dritten Runde war da eigentlich der Punkt, wo ich als Zuschauer aus dem Raum gehen würde, wäre da nicht Alexander Branczyk gewesen, der sich furios und humorvoll selbst inszenierte und vor allem seine eigene manische Schaffensarbeit an Flyerfonts, Magazinfonts und ja durchaus hochseriösen Arbeiten. Czyks gesamte Präsentation war ein einziger Parforce-Ritt wider Weidemanns Pauschalkritiken, mit dem Höhepunkt, die Corporate ASE als Partyfont zu bezeichnen. Alex hat – gegen das Heimspiel von Erik, gegen den Old-Warhorse-Bonus von Weidemann und gegen Fidels wirklich grandiose, selbstironische Performance – völlig und absolut zu Recht den Titel gewonnen und ist entsprechend gefeiert worden. Boshaft, stichelnd, aber immer humorvoll, mit Selbstironie und ordentlich Drive in der Präsentation – verdienter Sieg für den  Mann, der Weimar das Typogravieh und MehrLicht gebracht hat. Irgendeine A-Liga-Uni sollte sich Alex  unbedingt als Professor sichern, ich wäre gern Student bei so einem Energiebündel. Love!!!
Photos, wenn ich einen Cardreader geholt habe.
Später mehr.

The Center For Vernacular Typography

Wer in Deutschland lebt, hat nicht immer so den idealen Zugang zur verwitterten, irgendwie kruden Alltagstypographie, die die Arbeit von so vielen «grungy» Designern befeuert und vor allem das Werk von David Carson maßgeblich beeinflusst hat – aber in Südeuropa, und geradezu atemberaubend in den USA gibt es eine Flut von solcher folkstümlicher «vernacular typography», dass man kaum hinterherkommt mit dem photographieren. Das Public Design Center in Mississippi hat eine ganze Flickr-Gruppe zu diesem Thema gegründet und sucht Leute, die mitmachen. Amerikanische Großstädte sind ein Schatz von zerkratzter, verwitterter, abgenutzter Schrift, die teilweise bis in die zwanziger Jahre zurückreicht und die ein essentieller Teil des Charmes und der Geschichte dieser geschichtslose, weil ja – im Vergleich zu Paris, Rom oder Wien – relativ jungen Städte ausmacht, eine Art Archäologie der (Post)Moderne. Die Flickr-Group ist noch relativ leer, aber die Idee ist super.

Ostern im Mai…

Beim Aufräumen des Archivs haben wir ein rätselhaftes Paket von Kaupp gefunden, das im Layout irgendwie vergessen wurde, weil ich es ursprünglich ungeöffnet für eine Idee des Saisonheftes knipsen wollte, aus der dann aber nichts wurde (weswegen hier auch noch ein Dutzend kleine Hirschgeweihe auf dem Schrank liegen). Ich fand die VORSICHT-Verpackung einfach so super, und im Designstreß mit dem Saisonbuch, dass dann ja in eine ganz andere Richtung ging, wurde sie dann nie benutzt, geschweige denn geöffnet, sondern lag in meinem IN-Korb auf dem Schrank mit einigen anderen potentiellen Photo-Objekten. Jetzt haben wir es aufgemacht und uns total gefreut, weil uns zwei süße Osterhäschen entgegen kamen, die noch für ein Photo posieren dürfen, bevor sie gnadenlos verputzt werden. Danke :-D.

Nobook Versand

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Wow – Katharina hat alle nobooks fertig für den Versand. 90 Bücher, wobei ich die Bücher und die Stifte schon nachbestellt habe, weil definitiv alles weg ist. 100 Stifte und 100 Bücher – weg und einige Leute müssen schon warten. Womit sich der Kreis schließt… ich habe wieder mehr Bücher und Stifte hier als ich verbrauchen kann. Also: Wer noch will, kann weiterbestellen. Ich sollte vielleicht einen Shop einrichten ;-D.

Spaceman

Das hat man davon, bei uns Praktikum zu machen: Katharina war letzte Woche zwei Tage in ganz Bielefeld unterwegs, um Photos für das nächste Saisonheft der Philharmoniker zu machen. So wie es sich anhört – im Kostüm steckte übrigens ihr Freund André Braun bzw. dessen Freund Nils – sorgte die Sache schon im Vorfeld wohl für einiges Aufsehen und viele gezückte Handykameras. Vielen Dank, Kath!

Design is like Songwriting

Gestern spät abends bis nachts ganz ganz lieben Besuch meiner Diplomanden – und von zwei Leuten, die im Herbst Diplom bei mir gemacht hätten. Neben einer Kuchen, Sekt, guter Laune, einer New-Kids-On-The-Block-12″ (you GOT it), einem ausgezeichnet-Button, einem brandneuen Zerstörungsbuch und Danielas Projektbuch zur DDR (morgen mehr) gab es auch ein super T-Shirt. Mit einem Spruch, den ich wohl ein paarmal zu oft gebracht habe. Die Story dahinter ist, dass ich bei der Vorpräsentation der Diplome lang und breit bei einem Diplom erklärte, wie wichtig ich es finde, dass die Studenten ihren eigenen Ausdruck finden, und eine Geschichte erzählen, wie mit einem Film, wie mit einem Gedicht, wie eben mit einem Song, fiel dieser legendäre Satz. «Design is like Songwriting.» Und in Natalies Trailer zu ihrem Diplom-Film über die Ruhrakademie kam  ich eben auch vor, mit einem einzigen Satz und der war – ausgerechnet -: «Design is like Songwriting.» Wunderbar peinlich :-D.
Aber abgesehen davon stehe ich zu dem Spruch. Und jetzt kann ich ihn relaxt auf der Brust vor mir hertragen.

Ganz ganz tolle Idee, vielen Dank!

HD rennt

Da hat Marian mich ja schön erwischt… :-D


Ich ihn aber auch:

Bye Bye Robert


Wer mich kennt, weiß, dass ich sehr sehr lange suchen kann, bis ich etwas finde, das mir wirklich gefällt. Umso härter trifft mich dann, wenn die guten Dinge verschwinden. Seit über zehn Jahren benutzen wir bei nodesign Thomas Albrechts Stuhl Robert Office, der zuletzt von Nils Holger Moormann hergestellt wurde. Als jetzt einer der fünf Stühle entzwei brach, hatte Harald Bühler von NHM eine gute und eine schlechte Nachricht. Die Gute: Es gibt einen Ersatzknopf, den sie mir in drei Wochen zuschicken, die schlechte: Der Stuhl wird nicht mehr hergestellt. Ich werde ihn vermissen…

Design Discussion – Mittelmäßigkeit



Von Nora Gummert-Hauser und Giuseppe Vitucci  kommen diese Bilder von der Design Discussion. Man sieht wunderbar, wie restkrank ich an dem Tag war. Und etwas unvorbereitet, da ich ja so gar nicht wusste, was mich erwartet – was natürlich Absicht war vom Gastgeber ;-D. Aber 90 Minuten mit Erik Schmid über Mittelmaß, Grau (sehr passend zu unseren Anzügen), Studenten, Beamte, Abenteuer, Kundenerfahrungen und eigentlich alles nur denkbare zu plaudern, war natürlich in Wirklichkeit viel mehr Spaß, als erlaubt sein dürfte. Nicht nur, weil Erik ein intelligenter, scharfzüngiger, schneller und unglaublich inspirierender Gesprächspartner war und ich auf dieser Grundlage stundenlang hätte plaudern und polemisieren können. Sondern vor allem auch, weil man hinterher sehr charmant mit einigen Menschen zusammensitzen konnte, die man leider viel zu selten sieht. Es war toll, das Thomas, die beiden Björns, Daniel, Fabian und natürlich auch Nora zu sehen. Sehr netter Abend und die FH Niederrhein und ihre StudentInnen können echt glücklich sein – ich kenne nicht alle eure Dozenten, aber die beiden, DIE ich kenne, sind richtig perfekt.

Design Discussion 13

Mittelmäßigkeit
Ein Diskussionsabend über Grau, den Durchschnitt
und die Mitte als das Gute.

Prof. Dr. Erik Schmid vom Fachbereich Design
der Hochschule Niederrhein, diskutiert mit
HD Schellnack

Donnerstag, 17.01.08, 20 Uhr
Krefeld, Fabrik Heeder
Virchowstraße 130 (Eingang C)
STUDIO BÜHNE II
Eintritt frei

… was ganz seltsam werden dürfte, weil ich dem Lob des Mittelmaßes und dem Guten des Mainstreams wirklich nur völlig theoretisch und abstrakt etwas abgewinnen mag, ansonsten glaube ich eher, dass es vielleicht eher dort spannend wird, wo etwas besonders häßlich/irritierend/provokant ist oder wo etwas wirklich schön, gelungen, perfekt ist. Der kommerzielle Erfolg liegt natürlich für bestimmte Produkte und Dienstleister genau in diesem Segment des Mainstreams, aber generell gilt nach wie vor, dass in der Mitte der Straße doch die meisten Tiere überfahren werden. Ich würde meinen Klienten zumindest nur ungern Mittelmaß verkaufen wollen und ich denke, wer mit uns arbeitet, ist selten mittelmäßig. Ich mag Grau als Farbe, da bin ich sicher Otl-Aicher-geschädigt, aber dem reinen Durchschnitt kann ich wenig abgewinnen, worauf sich viele Menschen einigen können, das ist mir mitunter suspekt. Auch in der Arbeit versuchen wir immer, Kunden dadurch von ihrer Konkurrenz abzuheben, dass wir sie besonders machen, ermutigen, gegen den Strom zu schwimmen – macht man das strategisch richtig, kann man in kurzer Zeit enorme Austiegsgeschichten entwickeln. Profilierung kann nicht durch Mittelmäßigkeit stattfinden. Die größte kreative Angst ist doch, genau in diesem Mittelfeld zu landen – insofern werde ich da in Krefeld wohl nicht als Advokat des Mainstreams auftreten. Wird entsprechend trotz nur zwei Leuten auf der Bühne mit verdächtig ähnlicher Frisur hoffentlich ein spannender Abend…

Frohe Weihnachten

Es ist erstaunlich – und ein Zeitzeichen - von wie vielen Menschen, mit denen man eigentlich recht oft zu tun hat, man keine Postadresse mehr hat. eMails ohne Adresse, IM- und Onlinekontakte, die, wenn man dann eine Adresse braucht, sich plötzlich als ortlos entpuppen. Allen, die unsere kleine Karte nicht erreicht haben, die aber vielleicht trotzdem mal hier schauen: Ich wünsche allen ein frohes Weihnachtsfest, seid mit Freunden und Familien und feiert… and pray for snow.

2!

:-D

DIMENSIONS OF FAKE: BILDER

Nach den Workshop-Bildern habe ich inzwischen auch die Photos von der Konferenz Dimensions of Fake, die der Fachbereich Design der Hochschule Anhalt im wunderbaren historischen Gebäude des Bauhaus Dessau veranstaltet habe. Ein paar doppelte Motive habe ich herausgenommen, ansonsten einfach eher ungefiltert der Bilderstrom der beiden Herren.

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WORKSHOP DESSAU

Tom-Oliver Schneider hat mir einige Photos von dem Workshop in Dessau geschickt. Aus Zeitgründen, und weil ich ihn einfach mag, habe ich der Versuchung widerstanden, einen ganz eigenen HD-Workshop zu machen, sondern mit den Studenten Petr Bloklands Designprozess-Spiel gespielt, auch weil ich im Vorfeld nicht wusste, welches Semester und welcher Wissensstand mich erwartet. Im Rückblick fast schade, weil ich sicher bin, die Truppe hochmotivierter und begabter Studenten dort hätte auch mit einem ganz eigenen Projekt gut geflogen. Es hat – sieht man mir auch an, finde ich – einen Riesenspaß gemacht und umso mehr Dank an Tom für die 1A-Erinnerungsbilder. Vielleicht kriege ich auch noch ein paar Bilder vom Konferenztag, die poste ich dann auch nach.
PS: Einige Bilder verraten einfach ZU viel über das Spiel, deshalb habe ich einige Spoiler-Bilder weggelassen und einige leicht geschwärzt.

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LESSONTOOL

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Für den Fake-Vortrag in Dessau hat Marian eine neue, dritte Variante des Lessontools entwickelt, weil ich einige Wünsche hatte, die mir kein anderes Präsentationswerkzeug so richtig befriedigen konnte. Keynote ist zu powerpointig, Flash nicht flexibel genug, Swish zu diffizil, Wildpresenter zu unprofessionell…

Zwar noch nicht ganz ausgereift, weil wir im Grunde einen live-Betatest gemacht haben, während ich noch den Vortag erstellt habe, kann das Lessontool inzwischen folgendes:

  • Kombinieren von JPG, SWF und FLV in einer Präsentation.
  • Alle Daten werden automatisch auf das finale Bildschirmformat skaliert
  • Jede «Folie» kann mehrere Ebenen enthalten. Auf ein JPG oder ein Video kann also eine Flash-Textebene kommen. Klicks in der SWF-Ebene werden angesteuert. Die Ebenen lassen sich – ganz wie beim Photoshop – auf verschiedene Arten einrechnen (Multiplizieren, Aufhellen, Differenz uswpp). (Alle Texte kommen noch via Flash, aber irgendwann wird das Tool auch eine eigene Text-Engine haben.. noch ist Swish aber schneller und einfacher und vielseitiger)
  • Videos werden automatisch mit einem Rastereffekt versehen, der auch niedrig aufgelöste Filme gut ansehbar sein lässt bei 1024er Auflösung, ohne Perforance-Probleme. Kompromisslösung, aber es ist unmöglich, einen YouTube-Film in voller Auflösung zu zeigen, diese Lösung machts sehr erträglich und hat ihre eigene Ästhetik.
  • Bei Videos ist Start- und Endzeitpunkt wählbar (als Zeitangabe, real gehen viele Videos aber zu Keyframes in der Nähe der Zeitangabe)
  • Zwischen den Folien ist ein sanfter Crossfade Standard, es können alternativ aber auch harte Übergänge oder ein Aus und Einblenden gewählt werden (bei Videos etwas weniger performancelastig).
  • Live-Previewfenster.
  • Drag and Drop aller Daten.
  • Autoscroll und Mousewheel in dem Containerbalken
  • Vista-Kompatibel.

Als Output erstellt das Lessontool eine EXE-Datei, in der alle Ressourcen gespeichert sind und die standalone abgespielt werden kann. Mit Mouse oder Tastaturbefehlen kann man sich rückwärts oder vorwärts durch die Präsentation klicken.

Der Even-better-than-the-real-thing-Vortrag an sich steht inzwischen, auch wenn ich gespannt bin, wie ich auf die 30 Minuten kommen soll – um zu erzählen, was ich zu erzählen hatte, musste etwas Material rein und jetzt sind es 162 MB Präsentation. Mit jeder Menge Stoff: Barbarella zum Beispiel. Und Meg Ryan. Und Christina Aguilera. Und Contergan-Kindern. Und Tschernobyl. Und Bunuel. Und Kubrick. Und Aibo. Merkel und Posh Spice. iPhone und Sokrates. Der Hoden von Sagmeister und Rei Ayanami. Ziemlich chaotisch und ob ich da jemals live einen roten Faden finde, da bin ich selbst gespannt. Es wird also wie eine dieser vierstündigen Harry-Rowohlt-Lesung, nur ohne Alkohol und Bart. Was irgendwie schade ist, denn Alkohol und Bart könnten mich vielleicht noch retten. Vielleicht hätte ich bei der ersten Idee bleiben sollen, einfach einen Kassettenrekorder und einen Papp-HD auf die Bühne zu stellen.

DIMENSIONS OF FAKE

Hinter diesem schönen Plakat versteckt sich eine Veranstaltung des Fachbereichs Design der Hochschule Anhalt in Dessau zum Thema Dimensions of Fake – Standpunkte zu Design und Täuschung am Donnerstag den 15.11.07. Gäste sind unter anderem der Verfahrentechniker und Ökovisionär Michael Braungart, Chris Rehberger von Double Standards, der hinter dem wunderbaren und zu Recht preisgekrönten Design des HAU123 steht, Gesine Grotrian-Steinweg, die gemeinsam mit Fons Hickmann für einige der besten Designs in Deutschland verantwortlich zeichnet, Stefan Eichhorn, den ich nicht kenne, aber dessen Installationen perfekt zum Thema passen und Lust auf mehr machen, der Autor und Filmemacher Jakob Schillinger, der Photograph Hartmut Nägele aus Düsseldorf, Slowfood-Macher Sebastian von Kloch-Kornitz und die umwerfende Juli Gudehus als Moderatorin. Und aus irgendeinem Grund bin ich auch dabei, und wir haben intern wetten laufen, um wie viele Stunden ich die gegebene Redezeit als Schlußredner vor der Podiumsdiskussion wohl überziehen werde. Es gibt auch noch einen Film und eine DJ-Party, insofern scheint sich das Kommen auf jeden Fall zu lohnen. Und wo ich gerade mal im Dessau bin, mache ich am Tag davor einen Workshop dort, was mich ziemlich ehrt, weil ich damit in die nicht unbedingt kleinen Fußstapfen von Eike König und Slanted-Macher Lars Harmsen treten darf. Insofern tausend Dank an Susann Stefanzien, Matthias Honert und Prof. Brigitte Hartwig die die Einladung und Organisation der Sache, ich freue mich sehr drauf.

Anmeldungen unter dimensions-of-fake@design.hs-anhalt.de bis 9. November. Der Eintritt ist frei.

PS: Und hier mein Vortrags-Teaser:

EVEN BETTER THAN THE REAL THING

Wir leben in einer zunehmend artifiziellen, simulierten Welt, in der die Grenzen zwischen «real» und «fake» schwimmend geworden sind. Was bedeutet es, wenn Design zum umfassenden Lebensparadigma mutiert – und sollte man gegen diesen Exodus aus der Realität ankämpfen oder sich lieber lustvoll von der Wirklichkeit verabschieden?

KABELTOTBEISSER

Gestern abend fiel plötzlich das Internet aus. Rebooten des Routers half nichts. Das DSL-Modem war auch absolut in Ordnung. Allgemeine Verwirrung. Ausfall bei Arcor? Blitzschlag? Router defekt? Netzwerktrouble? Erst nach einigem Suchen fiel uns dann auf, wer im Büro den Webzugang gekillt hat: Kabelkiller Emma, die ein LAN-Kabel vom DSL-Modem zum Router durchgekaut hatte. Wir haben ein Monster gezüchtet…


Das Kabel


Die Emma (nachgestelltes Motiv)

BESTREUTE WEGE

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Wien ist randvoll mit diesen Schildern, deren autoritärer Tonfall wunderbar passé klingt, so rostig und alt wie die Schilder selbst.Zugleich besticht die offizielle (alte) Wiener Beschilderung durch eine oft mangelhafte, aber immer charmante Typographie, die mit den gewohnten Grotesk-Look daherkommt, aber mit oft eigenwilligen Details, die jene seltsame Balance des Wieners zwischen Obrigkeitshörigkeit und Kaffeehausanarchie perfekt einfangen. So wie in Wien alteuropäische Geschichte in jedem Kopfsteinplaster und in zahllosen Bauten ganz offensichtlich konerviert ist, atmen auch die Schilder eine etwas andere Art von Geschichte, die vielleicht nicht ganz so offensichtlich ist, aber kaum weniger atmosphärisch. 

IRRLICHT 025

Pauls Probleme begannen vor vier Jahren als er 15 wurde und sein Goldfisch begann, mit ihm zu reden.

«Ich weiß, was du denkst», waren Bartholomäus’ erste Worte.

Ein Geschenk zu Pauls 14. Geburtstag, hatte Bart ein Jahr lang friedlich in seinem Glas geschwommen, diesme öden Glasball, aber jetzt starrte er durch das dünne Kristalglas scheinbar in Pauls Augen.

«Was?»

Pauls Haut ist seltsam rein und aknefrei für einen Teenager, das Licht der Schreibtischlampe reflektiert matt in seinem dünnen Schweißfilm.

«Paul, schau mich an.»

STOCKHOLM RELOADED

Steffi hat natürlich recht… es gibt ja noch eine Reihe von Photos aus Stockholm von der Leica, die sie gemacht hat, mit denen wir euch foltern können. Darunter der legendäre Besuch in der Eisbar :-D. Und jede Menge Photos von dem einen verregneten Nachmittag – und jetzt siehts so aus als wäre da nur schlechtes Wetter gewesen :-D.
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VASA

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Das Vasa-Museum auf der Stockholmer Insel Djurgården sollte man sich nicht entgehen lassen. Nicht nur, weil die Geschichte des Schiffes faszinierend ist (auch wenn man das zunächst nicht glaubt), sondern auch, weil die kühl-moderne Architektur des Museums, aus dessen Dach das Schiff herausragt, und die multimedialen Installationen, die die geborgenen Seeleute und Besatzungen zum Leben erwecken, hochgradig spannend sind. Unbedingt hin!

RUCKSACK 2

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Überraschend hieran fand ich, wie sehr das Bild nach Verona aussieht…

MATRIX II

Nicht der Film, die Schrift. Zuzana Licko hat einen ihrer großen Klassiker, die 1985 veröffentliche Matrix komplett neu entwickelt. Emigre war damals einer der Vorreiter der digitalen Revolution und die Matrix eine für die Ausgabe auf niedrig auflösenden Geräten (sprich Postscript-Bürodruckern) optimierte Schrift, die ursprünglich sogar auf einer Bitmapgestaltung basierte. Minimalistisch gestaltet, wies die Matrix ein Minimum an Bezierkurven auf und hatte trotzdem einen modernen Gestus und wurde prompt ein Klassiker der 80er, wie die Meta, die aus einem ähnlichen Ansatz zu einem ganz anderen ästhetischen Ergebnis gelangte. In den Neunzigern bereits deutlich ausgebaut, lief die Matrix wie ein Lauffeuer um die Welt. Jetzt hat Licko die Matrix vier Monate lang aufwendig überarbeitet, remixed, optimiert und als umfassende Open-Type-Familie veröffentlicht, die sich – weil ästhetisch leicht anders als das Original – Matrix II nennt.

Die Matrix, weil so sehr Kind ihrer Zeit, habe ich lange lange nicht mehr verwendet – wie eben auch die per se neutralere Meta bei mir Alterserscheinungen zeigte und erst durch die ultraleichten Schnitte wieder moderner, zeitgemässer wirkte. Ich bin gespannt, ob der – tatsächlich ja sehr moderate – Remix der Matrix zu einer Renaissance dieses Fonts führen wird.

WLAN

Wo ich gerade so schön auf dem Hotelbett liege und mit dem Trinity surfe… was wir in fünf Jahren brauchen ist DSL-schnelles Wireless, europaweit, flächendeckend, gratis oder zu extrem preiswerter grenzenloser Flatrate. Alles andere ist Unsinn.

ZOO

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Supersonnenwettersonntag. Und nicht nur wir, sondern das halbe Ruhrgebiet geht in den Zoo. Ich hab selten so viele Kinder auf einmal gesehen. Spannender als die meist nicht sichtbaren Tiere im Dortmunder Zoo waren allemal die Besucher, ein superschöner Querschnitt durch alle möglichen Formen von Sozial- und Familienstruktur.

Nach dem Break unsagbar niedliche Dia-Abend-Terweltphotos von mir und Stef :-D.

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Mc24

Wieso gibt es eigentlich diesen Trend, dass man sich durch einen Namenszusatz eine Art Qualität an den Namen schraubt? Mc-plus-Irgendwas ist besonders billig, 24+irgendwas ist besonders schnell. Scheint, als sei in Zeiten, wo der Kunde sich nicht mehr persönlich von den Qualitäten einer Firma überzeugen kann, solche Zusätze irgendwie ein Marktvorteil, eine Art griffiges Geiz-ist-Geil-Kürzel, ein Me-too-Branding, eine Einordnung in die Kaste der Billigen und Willigen. Das solches Branding, zumindest anfangs, funktioniert, ist ein Zeichen dafür, wie hilflos wie Konsumenten geworden sind, wenn wir auf solche Oberflächeneffekte setzen. Die, natürlich, nicht überprüfbar sind. Heute war vor mir auf der Landstraße ein Truck mit großer 24 im Namen. Er fuhr 40.

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