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	<title>HD Schellnack &#187; Design</title>
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	<description>Blog</description>
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		<title>Bücher machen</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Dec 2011 18:08:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
				<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Branche]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>

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		<description><![CDATA[Von 10 bis 19 Uhr geht es dann am Fachbereich Gestaltung in der Lampingstraße 3, 33615 Bielefeld um folgendes Programm:   10:00 Jenna Gesse  Leerzeichen für Applaus  11:00 Achim Böhmer, Sara Hausmann  Looking back to the future  12:00 Jost Hochuli  Von A wie Anmerkung und B wie Blödsinn bis Z wie Zeiger   13:45 Jost Hochuli  Systematische Buchgestaltung  14:45 Judith Schalansky  Gebrochene Schriften, abgelegene Inseln […] oder wie ich Bücher mache  15:45 Peter Graf  17:00 Sven Ehmann  Datenvisualisierung und Visual Storytelling  18:00 Prof. ...  Bei dem Programm - allein Hochuli wäre die Reise wert, Schalansky ist auf dem Weg zur Bestsellerautorin ersten Ranges und die anderen Sprecher sind kaum weniger prominent - ist verständlich, wenn Direkt Fütterer vom Institut um eine Anmeldung bittet: unter  mail@institut-buchgestaltung.de .  ...  Ich habe morgen Termine und kann nicht ins schöne Bielefeld, aber ich kann jeden Leser nur ermutigen, kurzentschlossen in den Zug zu springen und sich diese Tagung zu gönnen, es kann sich nur lohnen, zumal Dirk Fütterer an der FH und mit dem Institut wirklich ausgezeichnete Arbeiten produziert, die man gesehen haben sollte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/buechermachen.jpg" alt="hd schellnack" /></p>
<p>Besser spät als nie drauf hinweisen:<br />
Morgen startet die 1. Tagung des <a href="http://www.institut-buchgestaltung.de/joomla/">Instituts für Buchgestaltung</a> zum Thema «Bücher machen» an der FH Bielefeld einladen. Von 10 bis 19 Uhr geht es dann am Fachbereich Gestaltung in der Lampingstraße 3, 33615 Bielefeld um folgendes Programm:</p>
<p>
10:00 Jenna Gesse <em>Leerzeichen für Applaus</em><br />
11:00 Achim Böhmer, Sara Hausmann <em>Looking back to the future</em><br />
12:00 Jost Hochuli <em>Von A wie Anmerkung und B wie Blödsinn bis Z wie Zeiger</em></p>
<p>13:45 Jost Hochuli <em>Systematische Buchgestaltung</em><br />
14:45 Judith Schalansky <em>Gebrochene Schriften, abgelegene Inseln […] oder wie ich Bücher mache</em><br />
15:45 Peter Graf</p>
<p>17:00 Sven Ehmann <em>Datenvisualisierung und Visual Storytelling</em><br />
18:00 Prof. Ulrike Stoltz <em>KREUZ &amp; QUER/HIN &amp; HER […] nicht-lineares Lesen im Buch</em>.</p>
<p>Bei dem Programm &#8211; allein Hochuli wäre die Reise wert, Schalansky ist auf dem Weg zur Bestsellerautorin ersten Ranges und die anderen Sprecher sind kaum weniger prominent &#8211; ist verständlich, wenn Dirk Fütterer vom Institut um eine Anmeldung bittet: unter <a href="mailto:mail@institut-buchgestaltung.de">mail@institut-buchgestaltung.de</a>.</p>
<p>Der Besuch der Tagung ist kostenlos. Zur Kostendämpfung bittet das Institut die Besucher um eine kleine Spende von 5€ oder mehr, was angesichts des Programms und der Preise anderer Konferenzen mehr als fair ist. Ich habe morgen Termine und kann nicht ins schöne Bielefeld, aber ich kann jeden Leser nur ermutigen, kurzentschlossen in den Zug zu springen und sich diese Tagung zu gönnen, es kann sich nur lohnen, zumal Dirk Fütterer an der FH und mit dem Institut wirklich ausgezeichnete Arbeiten produziert, die man gesehen haben sollte. Hin Hin…</p>
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		<title>How News are made&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Nov 2011 02:44:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
				<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Print]]></category>

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		<description><![CDATA[In den stets lesenswerten  Blog  von Newspaper-Designpapst Mario Garcia (den man hierzulande u.a. für seine seinerzeit umstrittenes Zeit-Redesign kennt) findet sich ein  Link  zu einem Text der (Online-) Journalistin und Designerin Lauren Rabaino von der Seattle Times.   Der Text befasst sich mit Twitter als News-Quelle, der enormen Redundanz von timeline-artigen Berichten und versucht einige Antworten auf  die  Probleme zu geben, die diese Art von Nachrichtenerzeugung mit sich bringt, die am Ende in der Idee einer Art News-Wiki mündet und einem Crossover aus verschiedenen Formen von Online- und Offline-Berichterstattung.  ...  Was mir die Hoffnung gibt, dass mehr Zeitungen aus reinem Überlebenswillen wieder zu essayistischen, feuilletonistischen Formen zurückfinden und die Grenzen zwischen «Literatur» und «Journalismus» wieder aufweichen und sich dadurch tatsächlich entschleunigen als Reaktion auf die High-Speed-Online-Medien.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><IMG SRC="http://www.hdschellnack.de/uploads/redundant-coverage.jpg" ALT="hd schellnack"></p>
<p>In den stets lesenswerten <a href="http://garciamedia.com/blog/articles/the_path_of_a_news_story/">Blog</a> von Newspaper-Designpapst Mario Garcia (den man hierzulande u.a. für seine seinerzeit umstrittenes Zeit-Redesign kennt) findet sich ein <a href="http://www.mediabistro.com/10000words/the-new-convoluted-life-cycle-of-a-newspaper-story_b8552">Link</a> zu einem Text der (Online-) Journalistin und Designerin Lauren Rabaino von der Seattle Times. Der Text befasst sich mit Twitter als News-Quelle, der enormen Redundanz von timeline-artigen Berichten und versucht einige Antworten auf <a href="http://www.laurenmichell.com/">die</a> Probleme zu geben, die diese Art von Nachrichtenerzeugung mit sich bringt, die am Ende in der Idee einer Art News-Wiki mündet und einem Crossover aus verschiedenen Formen von Online- und Offline-Berichterstattung. </p>
<p>Garcia bring es auf den Punkt: «We have said repeatedly that the printed newspaper has lost the time advantage to the digital media.» Wann immer ich in letzter Zeit lokale Tageszeitungen gesehen habe, war ich überrascht, wie «alt» mir die meisten überregionalen und globalen Nachrichten erschienen. Ich kannte sie meist schon aus Tweeds, RSS und Online-Nachrichtenportalen. Gegen diese Medien ist selbst das Fernsehen, der alte Gegner der Printmedien, träge. Die Stärke von Print liegt aber, wenig überraschend, nach wie vor in den regionalen Nachrichten, die online nicht richtig stattfinden und in der Reflektion &#8211; dem Essay, dem Interview, der Langzeitberichterstattung und so weiter. Also in Dingen, die die Wochenzeitungen vorleben und die der Echtzeitigkeit enthoben sind, eher allgemein bekanntes noch einmal aufarbeiten, einordnen, differenzieren. Was mir die Hoffnung gibt, dass mehr Zeitungen aus reinem Überlebenswillen wieder zu essayistischen, feuilletonistischen Formen zurückfinden und die Grenzen zwischen «Literatur» und «Journalismus» wieder aufweichen und sich dadurch tatsächlich entschleunigen als Reaktion auf die High-Speed-Online-Medien.</p>
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		<title>Slanted # 16 Bold-Light</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 18:24:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
				<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Magazine]]></category>
		<category><![CDATA[Typographie]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum einen liebe ich helle und dunkle Schriften im Kontrast, das taucht immer und immer wieder bei mir auf, zum anderen ist Muhammad Ali via Bildern aus dem Corbis-Archiv photographisch heftigste in dem Heft präsentiert, der als Kindheitsidol durchgeht und bis heute vieles was an den 60ern gut und vieles, was verdammt schlecht war verkörpert und der zwar wie ein Schmetterling zu schweben verstand, aber stets eher schwer als «light» war und das in jeder Hinsicht.   Davon abgesehen ist das Heft wieder Spielwiese für die Magma-Designer, die hier natürlich experimenteller abgehen können als im Alltagsgeschäft… auch wenn ich zugeben muss, dass ich genau diesen Look, so sehr ich den an sich mag, langsam aber sicher nicht mehr sehen kann, weil es zu viele Magazine und Bücher, zu viele Büros in einer bestimmten Sparte von Design und viel zu viele Studenten gibt, die mal besser mal schlechter diesen etwas hingenöhlten Design-Look fahren, so wie vor 15 Jahren alles nach Carson aussah. ...  Bei all dem dürfen die Texte nicht zu kurz kommen - obwohl sie das in dem stream of conciousness der Slanted mitunter durchaus tun -, die Interviews (u.a. mit Jost Huchuli) oder die Essays (u.a. von Yves Porchez) - die die Slanted immer wieder zu einem wunderbar nerdigen Faszien für Schriftfreaks machen und ihr einen festen Platz sicher nicht nur in meinem Herzen sichern, weil kein anderes Magazin so unilateral auf Schrift als Medium festgenagelt ist in Deutschland und zugleich so grandios irrlichtern kann und das Thema so unlangweilig präsentiert - obwohl es ja durchaus langweilig sein könnte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/slanted_16_01.jpg" alt="hd schellnack" /></p>
<p>Mit diesem Heft hat die <a href="http://www.slanted.de/">Slanted</a>-Redaktion bei mir leicht gewonnen. Zum einen liebe ich helle und dunkle Schriften im Kontrast, das taucht immer und immer wieder bei mir auf, zum anderen ist Muhammad Ali via Bildern aus dem Corbis-Archiv photographisch heftigste in dem Heft präsentiert, der als Kindheitsidol durchgeht und bis heute vieles was an den 60ern gut und vieles, was verdammt schlecht war verkörpert und der zwar wie ein Schmetterling zu schweben verstand, aber stets eher schwer als «light» war und das in jeder Hinsicht. Davon abgesehen ist das Heft wieder Spielwiese für die Magma-Designer, die hier natürlich experimenteller abgehen können als im Alltagsgeschäft… auch wenn ich zugeben muss, dass ich genau diesen Look, so sehr ich den an sich mag, langsam aber sicher nicht mehr sehen kann, weil es zu viele Magazine und Bücher, zu viele Büros in einer bestimmten Sparte von Design und viel zu viele Studenten gibt, die mal besser mal schlechter diesen etwas hingenöhlten Design-Look fahren, so wie vor 15 Jahren alles nach Carson aussah. Wenn dieser Look aber langsam in den Theater-Spielzeitheften und Massenpublikationen ankommt (wo man sich fragen muss, ob er da überhaupt hingehört) kann und darf die Slanted eigentlich eine andere Richtung einschlagen, wie immer die auch aussehen mag. Den aktuellen Trend zu in-allen-vier-ecken-soll-typo-stecken… hey, vielleicht mag ich den einfach persönlich nicht, weil ich die 80er selbst live erlebt habe :-D.</p>
<p><img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/slanted_16_07.jpg" alt="hd schellnack" /></p>
<p>Dennoch ist dieses Heft bereits anders als die drei Vorgänger, wieder einen Hauch cleaner bei aller Liebe zum Chaos &#8211; und es steht so einem Heft, das keinen tighten roten Faden verfolgt, vielleicht ja auch ganz gut, wenn es etwas Notizblock-haftes hat, zusammengerockt wirkt, den Geruch von Überstunden, Koffein und Abreagieren hat, man den Seiten den Spaß und die therapeutische Wirkung briefingfreien Arbeitens ansehen kann. Schwerer zu lesen ist die Slanted dieses Mal, weil fast durchsichtig dünne Schriftschnitte oder sehr kompresse und fette Sachen wie die Ambrosia Françoise Bold schon auch auf die Augen gehen &#8211; andererseits, wer vor 15 Jahren durch dekonstruktiven Kram kam, überlebt das auch und ein bisschen soll es ja eben auch Abenteuerspielplatz für den Leser sein, denke ich. Wie auch die Produktion mit Papierwechseln, Verdelungen, Sonderfarben zeigt, wie weit das Magazin von seinen Kopierwerk-Anfängen gekommen ist. Bei all dem dürfen die Texte nicht zu kurz kommen &#8211; obwohl sie das in dem stream of conciousness der Slanted mitunter durchaus tun -, die Interviews (u.a. mit Jost Huchuli) oder die Essays (u.a. von Yves Porchez) &#8211; die die Slanted immer wieder zu einem wunderbar nerdigen Faszien für Schriftfreaks machen und ihr einen festen Platz sicher nicht nur in meinem Herzen sichern, weil kein anderes Magazin so unilateral auf Schrift als Medium festgenagelt ist in Deutschland und zugleich so grandios irrlichtern kann und das Thema so unlangweilig präsentiert &#8211; obwohl es ja durchaus langweilig sein könnte. Also, wenn ihr noch kein Weihnachtsgeschenk für den freundlichen Type-Geek in eurer Agentur oder in der Wohnung nebenan habt, wist ihr ja jetzt, wie man ihm oder ihr eine Freude machen kann: Mit einem <a href="http://www.slanted.de/abo">Abo</a> für die Slanted &#8211; für 40 € doch perfekt für den Weihnachtsbaum.</p>
<p><img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/slanted_16_03.jpg" alt="hd schellnack" /><span id="more-6274"></span>
<p><img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/slanted_16_02.jpg" alt="hd schellnack" /><img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/slanted_16_04.jpg" alt="hd schellnack" width="800" height="1200" /><br />
<img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/slanted_16_05.jpg" alt="hd schellnack" /><br />
<img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/slanted_16_06.jpg" alt="hd schellnack" /></p>
<p><img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/slanted_16_08.jpg" alt="hd schellnack" /><br />
<img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/slanted_16_09.jpg" alt="hd schellnack" /><br />
<img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/slanted_16_10.jpg" alt="hd schellnack" /><br />
<img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/slanted_16_11.jpg" alt="hd schellnack" /><br />
<img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/slanted_16_12.jpg" alt="hd schellnack" /><br />
<img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/slanted_16_13.jpg" alt="hd schellnack" /><br />
<img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/slanted_16_14.jpg" alt="hd schellnack" /><br />
<img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/slanted_16_15.jpg" alt="hd schellnack" /></p>
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		<title>Soleil</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 13:28:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
				<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Typographie]]></category>

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		<description><![CDATA[Typetogether  stelt gerade die neue Schrift des Österreichers  Wolfgang Homola  vor, die  Soleil , eine gut ausgebaute geometrische Schriftfamilie, die aber weniger steif und unterkühlt wirkt als viele andere Schriftfamilien aus dieser Ecke (obwohl, lieben wir Futura, Nobel &#38; Co nicht gerade wegen ihrer seltsamen und wunderbaren Frackhaftigkeit?).   Osteuropäischer Zeichensatz, Türkisch, Pfeile, zahlreiche Dingbats, OSFs, handgebaute Kursive und viele andere hochliebevolle Details zeichnen die Soleil aus, die durch die deutliche x-Höhe und klare, dennoch warme Formen eine Art Lücke zwischen Frutiger/Myriad und Futura/Neutra zu schließen scheint.   Die humanistischen Einflüsse machen die Soleil zu einer Art freundlichen Variante der herkömmlichen Geometrischen und lassen sie vor allem auch für Fließtext einsetzbar erscheinen, ohne dass der Leser gleich ein Augenleiden bekommt, während die Versalien ganz wunderbar schlicht und zeitlos im Bahnhof-Look gehalten sind.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/soleil.png" alt="hd schellnack" /></p>
<p><a href="http://www.type-together.com">Typetogether</a> stelt gerade die neue Schrift des Österreichers <a href="http://www.typografie.co.at/pdfs/Homola.pdf">Wolfgang Homola</a> vor, die <a href="http://www.type-together.com/Soleil">Soleil</a>, eine gut ausgebaute geometrische Schriftfamilie, die aber weniger steif und unterkühlt wirkt als viele andere Schriftfamilien aus dieser Ecke (obwohl, lieben wir Futura, Nobel &amp; Co nicht gerade wegen ihrer seltsamen und wunderbaren Frackhaftigkeit?). Osteuropäischer Zeichensatz, Türkisch, Pfeile, zahlreiche Dingbats, OSFs, handgebaute Kursive und viele andere hochliebevolle Details zeichnen die Soleil aus, die durch die deutliche x-Höhe und klare, dennoch warme Formen eine Art Lücke zwischen Frutiger/Myriad und Futura/Neutra zu schließen scheint. Die humanistischen Einflüsse machen die Soleil zu einer Art freundlichen Variante der herkömmlichen Geometrischen und lassen sie vor allem auch für Fließtext einsetzbar erscheinen, ohne dass der Leser gleich ein Augenleiden bekommt, während die Versalien ganz wunderbar schlicht und zeitlos im Bahnhof-Look gehalten sind. Exzellenter erster (offizieller) Wurf für Homola und ein weiterer wunderschöner Release von Veronika Burian and José Scaglione.</p>
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		<title>Dimensions of Stadt</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Nov 2011 17:31:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Branche]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer in der Vorweihnachtszeit sonst nichts vorhat und wer sich für die Schnittstelle von Design und Architektur interessiert, den kann es am 15.12. vielleicht nach Dessau ziehen, wo in der Bauhausaule der Fachbereich Design der Hochschule Anhalt die Konferenz «Dimensions of Stadt - Designer erobern den urbanen Raum» startet.   Moderiert von  Sandra Giegler  geht es vor allem um die Verzahnung von verschiedenen Kreativdisziplinen - Design, Architektur,Stadt- und Landschaftsplanung und Stadtplanern, Kulturwissenschaft usw. - zu einem Gesamtkontext, der eben auch beruflich für den Designnachwuchs hochspannend sein kann, der mit seinem prozess- und lösungsorientieren Denken ideal für die Arbeit an urbanen Eingriffen und Planungsaufgaben qualifiziert ist.   Davon ausgehend, wie sehr Designer inzwischen in Kultur und auch Innenarchitektur mitmischen, ist es tatsächlich nur logisch, unsere Art, gestalterisch und kommunikationspsychologisch zu Denken auch in den größeren stadtplanerischen Kontext einzuweben - außerdem ist wahrscheinlich alles gut, was die Flut von Designer, die nach wie vor auf den Arbeitsmarkt drängt, auch in neue Felder und Bereiche zu kanalisieren ;-).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/Dimensions-of-STADT.jpg" alt="hd schellnack" /></p>
<p>Wer in der Vorweihnachtszeit sonst nichts vorhat und wer sich für die Schnittstelle von Design und Architektur interessiert, den kann es am 15.12. vielleicht nach Dessau ziehen, wo in der Bauhausaule der Fachbereich Design der Hochschule Anhalt die Konferenz «Dimensions of Stadt &#8211; Designer erobern den urbanen Raum» startet. Moderiert von <a href="http://www.uni-weimar.de/gestaltung/studiengaenge/promotion-phd-drphil/details/promotionsstudiengang-kunst-und-design-freie-kunst-medienkunst-mit-dem-abschluss-doctor-of-philosophy-phd/promotionsprojekte/promotionsprojekte-kunst-und-design/s-giegler-form-follows-faith-der-einfluss-des-glaubens-auf-den-formfindungsprozess/">Sandra Giegler</a> geht es vor allem um die Verzahnung von verschiedenen Kreativdisziplinen &#8211; Design, Architektur,Stadt- und Landschaftsplanung und Stadtplanern, Kulturwissenschaft usw. &#8211; zu einem Gesamtkontext, der eben auch beruflich für den Designnachwuchs hochspannend sein kann, der mit seinem prozess- und lösungsorientieren Denken ideal für die Arbeit an urbanen Eingriffen und Planungsaufgaben qualifiziert ist. Davon ausgehend, wie sehr Designer inzwischen in Kultur und auch Innenarchitektur mitmischen, ist es tatsächlich nur logisch, unsere Art, gestalterisch und kommunikationspsychologisch zu Denken auch in den größeren stadtplanerischen Kontext einzuweben &#8211; außerdem ist wahrscheinlich alles gut, was die Flut von Designer, die nach wie vor auf den Arbeitsmarkt drängt, auch in neue Felder und Bereiche zu kanalisieren ;-).</p>
<p>Sprecher sind u.a. <a href="http://emedien.design.hs-anhalt.de/vorort/">Jakob Wolf</a>, <a href="http://www.farbfest-dessau.de/installationen/anja-wolf-agnes-zsikin/">Anja Wolf</a>, <a href="http://www.anschlaege.de/">Steffen Schuhmann</a>, <a href="http://www.susanbaldermann.de/">Susann Baldermann</a>, <a href="http://www.transform-architektur.de/weber-ebnet.0.html">Jan Weber-Ebnet</a>, <a href="http://www.tu-berlin.de/?id=72796">Cordelia Polinna</a>, <a href="http://www.szenografie.org/">Detlef Weitz</a> und <a href="http://www.julianpetrin.com/">Julian Petrin</a>.</p>
<p>Um 9.30 geht es am 15.12. in Dessau los, weitere Infos gibt es <a href="http://dimensions-of-stadt.tumblr.com/">hier</a>.</p>
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		<title>Montserrat</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Nov 2011 21:02:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Retro]]></category>
		<category><![CDATA[Typographie]]></category>
		<category><![CDATA[Vernacular]]></category>

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		<description><![CDATA[«The Montserrat Typeface» ist ein Kickstarter-Projekt von Julieta Ulanovsky, die mit einem Set von bis zu 9 Schriften die Alltagstypographie ihres Stadtteils Monserrat in Buenos Aires retten will, mit allen formalen Fehlern und trotzdem digital &#8211; und vor allem als Open Source Font. Was man bisher sehen kann, ist sehr vielversprechend und mehr als sympathisch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><IMG SRC="http://www.hdschellnack.de/uploads/Montserrat01.jpg" ALT="hd schellnack"><br />
<IMG SRC="http://www.hdschellnack.de/uploads/Montserrat02.jpg" ALT="hd schellnack"><br />
<IMG SRC="http://www.hdschellnack.de/uploads/Montserrat03.jpg" ALT="hd schellnack"><br />
<IMG SRC="http://www.hdschellnack.de/uploads/Montserrat04.jpg" ALT="hd schellnack"></p>
<p><a href="http://www.kickstarter.com/projects/julietaulanovsky/the-montserrat-typeface" target="_blank">«The Montserrat Typeface»</a> ist ein Kickstarter-Projekt von <a href="http://www.zkysky.com.ar/english/" target="_blank">Julieta Ulanovsky</a>, die mit einem Set von bis zu 9 Schriften die Alltagstypographie ihres Stadtteils Monserrat in Buenos Aires retten will, mit allen formalen Fehlern und trotzdem digital &#8211; und vor allem als Open Source Font. Was man <a href="http://www.kickstarter.com/projects/julietaulanovsky/the-montserrat-typeface/posts" target="_blank">bisher</a> sehen kann, ist sehr vielversprechend und mehr als sympathisch ist die Idee ohnehin &#8211; kein Wunder also, dass <a href="https://twitter.com/#!/julietulanovsky" target="_blank">Julieta</a> längst <em>deutlich</em> über dem zu erzielenden Mindestbudget von 5000 $ ist. Was ja nicht heißt, dass ihr trotzdem nicht ein paar Euro beisteuern könnt ;-). </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>The funny thing, though? It&#8217;s absolutely true!</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/the-funny-thing-though-its-absolutely-true/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Nov 2011 20:41:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Typographie]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><IMG SRC="http://www.hdschellnack.de/uploads/shirt_franklin.jpg" ALT="hd schellnack"></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Licht = gut</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 17:13:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Trotz der unschönen Anführungszeichen-Typographie natürlich ein absolut richtiges Statement von Axel Meise, Geschäftsführer von Occhio in der neuen Ausgabe des CI-Magazins.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><IMG SRC="http://www.hdschellnack.de/uploads/lichtgut.jpg" ALT="hd schellnack"></p>
<p>Trotz der unschönen Anführungszeichen-Typographie natürlich ein  absolut richtiges Statement von Axel Meise, Geschäftsführer von <a href="http://www.occhio.de/" target="_blank">Occhio</a> in der neuen Ausgabe des<a href="http://www.creative-inneneinrichter.de/" target="_blank"> CI-Magazins</a>. </p>
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		<title>Would Frank Miller wear this shirt?</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 11:16:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
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		<title>Andreas Fuhrimann</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 10:36:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Photographie]]></category>
		<category><![CDATA[Retro]]></category>
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		<description><![CDATA[Apropos Tycho; Aus Hansens ISO50-Blog kommt dieser Link zu einer atemberaubenden Sammlung von Photos alten 60er- und 70er-Jahre-Produktdesigns von Andreas Fuhrimann, einem hervorragendem Schweizer Architekten. Nicht neu, aber immer noch atemberaubend… Es ist nach wie vor spannend, wie sehr der ja doch sehr verlogene Werkstoff Plastik in seinen Jugendtagen mutiger und schöner war als heute, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><IMG SRC="http://www.hdschellnack.de/uploads/braunprodukt1.jpg" ALT="hd schellnack"><br />
<IMG SRC="http://www.hdschellnack.de/uploads/braunprodukt2.jpg" ALT="hd schellnack"></p>
<p>Apropos Tycho; Aus Hansens <a href="http://blog.iso50.com/" target="_blank">ISO50-Blog</a> kommt dieser Link zu einer atemberaubenden Sammlung von Photos alten <a href="http://www.flickr.com/photos/34019036@N05/sets/72157612596210147/" target="_blank">60er- und 70er-Jahre-Produktdesigns</a> von <a href="http://www.flickr.com/photos/34019036@N05/" target="_blank">Andreas Fuhrimann</a>, einem hervorragendem Schweizer <a href="http://www.afgh.ch/" target="_blank">Architekten</a>. Nicht neu, aber immer noch atemberaubend… Es ist nach wie vor spannend, wie sehr der ja doch sehr verlogene Werkstoff Plastik in seinen Jugendtagen mutiger und schöner war als heute, wo er fast die Welt an sich gerissen hat. In den frühen Plastik-Designs steckt der Geschmack von Aufbruch, von Auflehnung gegen eine Welt aus Holz, Glas, Leder und Metall (nach der wir uns heute zu Recht zurücksehnen) und ein Optimismus und Farbenfreude, die an die frühe Moog-Zeit erinnert und insofern bei aller Eleganz und allem Pop immer auch eine Spur Punkigkeit aufweist, ein Verbrennen alter Brücken und ein Aufbruchsgeist. Daraus kann unendlicher Kitsch werden, oder &#8211; in den richtigen Händen &#8211; Klassiker, die sich über ihren billigen Werkstoff erheben und auch in Jahrzehnten, jenseits aller Moden und Retrowellen, gut aussehen werden. </p>
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		<title>My dingbats is bigger than your dingbats</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 18:16:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
				<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Typographie]]></category>

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		<description><![CDATA[Johannes Erler, frisch gekürt zum Art Director des Sterns (und damit aus meiner Sicht vielleicht die letzte Hoffnung eines etwas darbenden Blattes), zeigt sich großzügig und schenkt der globalen Designergemeinschaft ein flottes Remake der Zapf Dingbats, die er etwas selbstironisch Erler Dingbats nennt. Aufgeräumt und klar, deutlich angelehnt an die FF Dingbats, die auch aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><IMG SRC="http://www.hdschellnack.de/uploads/erlerdingbats.jpg" ALT="hd schellnack"></p>
<p>Johannes Erler, frisch gekürt zum Art Director des Sterns (und damit aus meiner Sicht vielleicht die letzte Hoffnung eines etwas darbenden Blattes), zeigt sich großzügig und schenkt der globalen Designergemeinschaft ein flottes Remake der Zapf Dingbats, die er etwas selbstironisch <a href="http://www.ffdingbatsfont.com/erler/index.html" target="_blank">Erler Dingbats</a> nennt. Aufgeräumt und klar, deutlich angelehnt an die FF Dingbats, die auch aus dem Hause Factor Design stammte (als Erler noch dort war), und sicher auch ein kleines bisschen als Freemium-Maßnahme gedacht, um den Leuten Geschmack auf die (ja nun mal wirklich exzellente) FF-Dingbats 2.0 zu machen, ist der Font ein 1:1 Make-Over des Klassikers der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Zapf_Dingbats" target="_blank">Zapf Dingbats</a> aus den Siebzigern mit einer Ästhetik, die &#8211; da an die FFDingbats angelehnt &#8211; zumindest in mir wiederum eine schöne cleane Spät80er/Früh90er-Assoziation erweckt. Wer die FF Dingbats schon hat, wird die Erler nicht unbedingt brauchen, aber die Idee, diesen etwas in die Jahre gekommenen Zeichensatz komplett zu ersetzen (zumal die Erler als Freefont ja eventuell auch webtauglich ist), ist mehr als sympathisch und zugleich eine sehr charmante und bescheidene Verbeugung vor einem der ganz großen Schriftenmacher, was man in der Musik wohl «A Tribute to&#8230;» nennen würde. Was die Frage aufwirft, wie wohl die ZapfDingbats aus den Händen anderer Schriftdesigner interpretiert aussähe? Vor allem ist es auch schön, nicht immer nur Revivals von Helvetica oder Futura zu sehen, sondern hier einmal einen ganz anderen Schriftklassiker neu aufgelegt und poliert zu bekommen. </p>
<p>Auch wenn ich zugeben muss: Der Charme der Zapf Dingbats ist ja nicht, dass man ein Herz oder einen Pfeil zur Hand hat (die baut man sich zur Not rasch selbst), sondern eben der bauchige, weiche Look von Hermann Zapfs Klassiker, der im  entsprechenden Umfeld sofort «Vernacular» oder «Retro» wirkt und den man ja ohnehin meist nur ironisch gebrochen einsetzt, weil die Schrift aus heutiger Sicht einen vielleicht zu weichen und blumigen Duktus hat. Dieser Effekt geht natürlich mit der Erneuerung verloren, so wie der New Beetle eben auch kein Käfer ist (aber eben auch schneller fährt). Die sachliche Handschrift des Remakes überzeugt aber absolut und wer weiß, wieviel Arbeit in so einem Dingbats-Fontsatz steckt, wird zu schätzen wissen, dass Johannes Erler und Fontshop die Sache gratis verteilen. Dank an Johannes und Hennig Skibbe! </p>
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		<title>Blickfang</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 10:21:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Selbst wenn man akut keinen Etat hat, für den man einen Photographen braucht, ist man doch ständig auf der Suche nach visuellen Trends und Trendsettern, mit denen man für den «richtigen Job» zusammenarbeiten könnte. ...  Einen schönen Überblick bietet Blickfang – Deutschlands beste Photographen, quasi das Gegenstück zu den gewohnten Agentur-Annuals, und wie immer ist man etwas neidisch, wie einfach Photographen es haben, ihre Arbeit zu kommunizieren. ...  Auch wenn ich mehr und mehr dazu neige, solche Kompendien nicht mehr wirklich im Regal stehen zu haben - wo ich sie meist nicht mehr wiederfinde, sondern digital haben zu wollen, ist dieses edel aufgemachte Buch für 50 Euro  allemal  einen Kauf wert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/blickfang_01.jpg" alt="hd schellnack" /></p>
<p>Etwas spät komme ich endlich einmal dazu, die Bücher, die sich seit Jahresmitte hier stapeln, durchzugehen.</p>
<p>Für uns Kreativ- und Artdirektoren, auch wenn es bei Photographie einen ungebrochenen Trend zur Inhouse-Produktion gibt, sind gute Illustratoren und Photographen das Salz in der Suppe. Selbst wenn man akut keinen Etat hat, für den man einen Photographen braucht, ist man doch ständig auf der Suche nach visuellen Trends und Trendsettern, mit denen man für den «richtigen Job» zusammenarbeiten könnte. Bei einem kleinen Büro wie nodesign, wo es keinen dedizierten Art Buyer gibt, gehört ein offenes Auge beim Magazin-Lesen, Portfolio-Surfen, Messen wie Bild.Sprachen und so weiter oft zum Alltag. Einen schönen Überblick bietet <i>Blickfang – Deutschlands beste Photographen</i>, quasi das Gegenstück zu den gewohnten Agentur-Annuals, und wie immer ist man etwas neidisch, wie einfach Photographen es haben, ihre Arbeit zu kommunizieren. Da ist ein Bild &#8211; und das Bild funktioniert, ob allein oder im Kontrastumfeld einer Serie, basta. Kein Konzept, keine auf einem Photo schwer kommunizierbare typographische Detailarbeit, keine Auftraggeberwünsche, die hier oder dort ein Logo oder einen Störer bedingen &#8211; einfach nur ein starkes Bild. Blickfang bietet 726 Seiten davon, komplett mit Interviews und Texten aus der Branche &#8211; von der anderen Seite des Marktes also auch ein schöner Blick in die Realität von Photographen. Auch wenn ich mehr und mehr dazu neige, solche Kompendien nicht mehr wirklich im Regal stehen zu haben &#8211; wo ich sie meist nicht mehr wiederfinde, sondern digital haben zu wollen, ist dieses edel aufgemachte Buch für 50 Euro <i>allemal</i> einen Kauf wert. <a href="http://www.blickfang-dbf.de/bestellung.htm" target="_blank">Bestellen kann man es hier.</a></p>
<p><img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/blickfang_02.jpg" alt="hd schellnack" /><br />
<img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/blickfang_03.jpg" alt="hd schellnack" /><br />
<img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/blickfang_05.jpg" alt="hd schellnack" /><br />
<img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/blickfang_06.jpg" alt="hd schellnack" /><br />
<img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/blickfang_07.jpg" alt="hd schellnack" /><br />
<img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/blickfang_08.jpg" alt="hd schellnack" /><br />
<img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/blickfang_09.jpg" alt="hd schellnack" /><br />
<img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/blickfang_10.jpg" alt="hd schellnack" /><br />
<img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/blickfang_11.jpg" alt="hd schellnack" /><br />
<img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/blickfang_12.jpg" alt="hd schellnack" /><br />
<img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/blickfang_13.jpg" alt="hd schellnack" /><br />
<img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/blickfang_14.jpg" alt="hd schellnack" /><br />
<img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/blickfang_15.jpg" alt="hd schellnack" /></p>
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		<title>Skin</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Oct 2011 14:51:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
				<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
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		<description><![CDATA[  Großartige  Arbeit  der New Yorker Künstlerin Adriana Page-Russel, die sich intensiv mit Haut, Bodystyling und Design auseinandersetzt - und dabei zu ziemlich verstörenden Bildern kommt.       Photo: Ariana Page Russell  ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/skin_pagerussel.jpg" alt="hd schellnack" /></p>
<p>Großartige <a href="http://www.arianapagerussell.com/work/skin-two/">Arbeit</a> der New Yorker Künstlerin Adriana Page-Russel, die sich intensiv mit Haut, Bodystyling und Design auseinandersetzt &#8211; und dabei zu ziemlich verstörenden Bildern kommt.</p>
<p><i>Photo: Ariana Page Russell</i></p>
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		<title>The Shape of Speed</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 15:26:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Comics]]></category>
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		<description><![CDATA[Quasi als Memo für mich selbst, aber auch ansonsten spannend: Carmen Infantinos Methode, die Geschwindigkeit des «Roten Blitzes» Flash beim Laufen darzustellen, als quasi-stroboskopische Ansammlung von Nachbildern, die uns wissen lassen, dass Flash zu schnell für das menschliche Auge läuft, als fleischgewordener Film ein Nachfllickern, eine Vibrationsspur hinterlässt.   Physikalisch, wie so vieles bei Silver-Age-uperhelden der reine Unsinn, wobei die ganze Idee hinter einem Mann, der offenbar frei von Reibungshitze und Luftdruck mit Überschallgeschwindigkeit laufen kann, ohne dabei zu ersticken, erdrückt zu werden oder doch mindestens ein Heer von Fliegen zwischen den Zähnen hängen zu haben, ist der Flash trotzdem eine Metapher für das Zeitalter seiner Erschaffung, für Tempo und den unbändigen amerikanischen Vorwärtsdrang der 50er/60er Jahre, für Weltraumträume und die Ästhetik der Sixties, die aus jedem Auto gleich eine erektile Pseudorakete machte.   Eins der besten Kostümdesigns, das jemals ein Superheld trug, in dieser schlichten, designaffinen Art, in der DC die neuen Helden der 60er schuf (Infantino den Flash, Gil Kane Green Lanterns), schlank, fluide, ohne jedes unnötige Extra - was für Superman das Cape und Batman die Maske ist für den Flash der visuelle Slipstream, die Speedlines, die fester Teil seiner visuellen Identität und somit seines Kostüms sind.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><IMG SRC="http://www.hdschellnack.de/uploads/flashinfantino.jpg" ALT="hd schellnack"></p>
<p>Quasi als Memo für mich selbst, aber auch ansonsten spannend: Carmen Infantinos Methode, die Geschwindigkeit des «Roten Blitzes» Flash beim Laufen darzustellen, als quasi-stroboskopische Ansammlung von Nachbildern, die uns wissen lassen, dass Flash zu schnell für das menschliche Auge läuft, als fleischgewordener Film ein Nachfllickern, eine Vibrationsspur hinterlässt. Physikalisch, wie so vieles bei Silver-Age-uperhelden der reine Unsinn, wobei die ganze Idee hinter einem Mann, der offenbar frei von Reibungshitze und Luftdruck mit Überschallgeschwindigkeit laufen kann, ohne dabei zu ersticken, erdrückt zu werden oder doch mindestens ein Heer von Fliegen zwischen den Zähnen hängen zu haben, ist der Flash trotzdem eine Metapher für das Zeitalter seiner Erschaffung, für Tempo und den unbändigen amerikanischen Vorwärtsdrang der 50er/60er Jahre, für Weltraumträume und die Ästhetik der Sixties, die aus jedem Auto gleich eine erektile Pseudorakete machte. Eins der besten Kostümdesigns, das jemals ein Superheld trug, in dieser schlichten, design-affinen Art, in der DC die neuen Helden der 60er schuf (Infantino den Flash, Gil Kane Green Lantern), schlank, fluide, ohne jedes unnötige Extra &#8211; was für Superman das Cape und Batman die Maske ist für den Flash der visuelle Slipstream, die Speedlines, die fester Teil seiner visuellen Identität und somit seines Kostüms sind. Bis heute inspirierend und bei aller Kopie unerreicht in Eleganz und Langlebigkeit &#8211; ein Superheld, als sei er von Hans Gugelot entworfen worden.</p>
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		<title>Alex Leu fragt 27: Letzte Worte</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Sep 2011 16:35:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Fragen]]></category>
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		<description><![CDATA[Auf der anderen Seite kann ich jederzeit bei Thierry Blancpain anfragen, der in der Schweiz Design studiert, wenn ich zu einem bestimmten Thema etwas wissen will, und der donnert mir nicht nur fünf grandiose Vertreter einer bestimmten Richtung als Link um die Ohren, sondern hat auch gleich eine dezidierte Meinung zu dem Thema. ...  Du kannst an der Uni – Bachelor hin oder her – angstfrei deine eigenen Stärken finden und musst diese Chance auch immer wieder einfordern, deine Dozenten um Freiheiten und konkrete Hilfestellung angehen, die ein guter Student auch immer kriegen wird.   Machen, lernen, entdecken und dann als schon relativ guter Designer von der FH kommen – mit einem sauberen Portfolio und einer umwerfenden Diplomarbeit, mit den ersten guten Kontakten, weil du vielleicht mal bei der «Typo» aktiv gewesen bist oder auf der Buchmesse in Frankfurt oder bei Strichpunkt oder Magma oder KolleRebbe ein Praktikum hattest, ein Projekt von dir bei Slanted, fontblog, in der Form oder Novum präsent war. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/27.png" alt="hd schellnack" /></p>
<p><b>Welchen abschliessenden Rat würden Sie unseren Nachwuchs auf dem Weg geben?<br />
Wie kann man seine Stärken kommunizieren? Damit andere wissen, wer du bist, was du kannst. Um eben auch mit den entsprechenden Aufgaben betraut zu werden?</b></p>
<p>Der erste Rat ist sicher, dass man schauen sollte, ob man das wirklich machen will, was man macht. Du verdienst als Designer nicht wirklich so atemberaubend und der Job ist anstrengend, weil man sozusagen lebenslang Prüfungen meistern muss, gewogen wird, bewertet wird, sich immer wieder beweisen und auch selbst hinterfragen muss bei zugleich verhältnismäßig geringer sozialer Anerkennung. Also erst einmal überlegen: <i>Warum</i> will ich Designer werden? Und sich dazu informieren, wie der Alltag aussieht, der sich ja deutlich von «Gute Zeiten Schlechte Zeiten» oder «Mad Men» unterscheidet (leider in letzterem Fall).</p>
<p>Und wenn man es dann studiert, sollte man es so brennend studieren, wie man kann, weil es eben nicht Sozialpädagogik oder Maschinenbau ist. Es kann nicht darum gehen, irgendwie durchs Studium und in den Beruf zu kommen, sondern das Studium ist nur eine Art Ausrede, sich zu entdecken und entfalten. Man sollte seine Dozenten <i>völlig</i> in Anspruch nehmen, neben der Uni arbeiten und vier fünf Jahre nur Design leben und atmen, möglichst viele Praktika machen, möglichst viel nebenbei tun, an jedem Projekt teilnehmen. Design ist nicht BWL, es ist kein Beruf, sondern eine Lebensart, eine sehr ganzheitliche und grundlegende Sicht auf Welt und vielleicht auch auf dein eigenes Leben, es ist ein Paradigma an sich – und es gilt, im Studium in diese Lebensart einzutauchen. Ich kriege zugegeben zuviel, wenn Studenten im Diplom stehen und Vignelli oder Gugelot nicht kennen. Gesine Grotrian-Steinweg hat bei einer Podiumsdiskussion einmal Studenten gefragt, ob sie KesselsKramer kennen, eins von den drei <i>wirklich</i> wichtigen niederländischen Büros, eine Legende. Und keiner im Publikum hat es gekannt.</p>
<p>Auf der anderen Seite kann ich jederzeit bei Thierry Blancpain anfragen, der in der Schweiz Design studiert, wenn ich zu einem bestimmten Thema etwas wissen will, und der donnert mir nicht nur fünf grandiose Vertreter einer bestimmten Richtung als Link um die Ohren, sondern hat auch gleich eine dezidierte Meinung zu dem Thema. Da brauchst du nicht zu überlegen, ob der Mann mal ein guter Designer sein wird, es ist einfach klar. Der brennt für seine Sache, kennt sich aus, macht <i>wahnsinnig</i> gute Arbeit. Solche Leute hast du übrigens an fast jeder FH, immer so 3% bis 10% der Studentenschaft. Die machen Projekte, organisieren Veranstaltungen, produzieren Bücher und Magazine, sind immer wieder atemberaubende und spannende Leute, deren Namen man dann nicht ohne Grund immer und immer wieder irgendwo liest und auch in den kommenden Jahren lesen wird, weil sie die nächste Generation guten Designs darstellen. Solche Leute sind ein Geschenk, kann man nicht anders sagen… und als Student sollte man eigentlich alles daran setzen, so zu sein, so zu werden.</p>
<p>Es gibt sicher Jobs in Agenturen, die man auch kriegt, wenn man sich nicht für Design und Typographie und Kultur interessiert und nur InDesign halbwegs solide bedienen kann und tut, was gesagt wird. Keine Frage. Die sind im Zweifelsfall sogar besser bezahlt, weil die Jobs, die solche Läden machen, mehr Geld einbringen. Mittelmaß setzt sich durch.</p>
<p>Aber wer mehr will, muss Design <i>atmen</i>. Und natürlich gerade im Studium – diesem großen Freiraum, dieser beneidenswerten Chance (die der Bachelor leider sehr kleinrationalisiert hat) Zeit und Ressourcen für freie Projekte zu haben – einfach mal einen Kongress starten, einen Bücherstand für die Frankfurter Buchmesse stemmen, ein Buch produzieren. Solche Sachen, die dann dein ganzes weiteres Leben formen können. Christian Hampe und Beate Blaschczok haben an der Ruhrakademie mit «Clownfisch» angefangen und das ist inzwischen eine recht große Nummer geworden, längst eine Art kultursoziales Experiment und viel mehr als «nur» ein Magazin. Mutabor ist einst als Studentenprojekt gestartet, die haben noch in der Studienzeit für BMW gearbeitet und die ersten TDC-Awards eingeheimst und herausragende Arbeit gemacht. Du kannst an der Uni – Bachelor hin oder her – angstfrei deine eigenen Stärken finden und musst diese Chance auch immer wieder einfordern, deine Dozenten um Freiheiten und konkrete Hilfestellung angehen, die ein guter Student auch immer kriegen wird. Machen, lernen, entdecken und dann als schon relativ guter Designer von der FH kommen – mit einem sauberen Portfolio und einer umwerfenden Diplomarbeit, mit den ersten guten Kontakten, weil du vielleicht mal bei der «Typo» aktiv gewesen bist oder auf der Buchmesse in Frankfurt oder bei Strichpunkt oder Magma oder KolleRebbe ein Praktikum hattest, ein Projekt von dir bei Slanted, fontblog, in der Form oder Novum präsent war. Der Tip wäre also wahrscheinlich: Mach es nicht oder mach es ganz.</p>
<p><b>Wie kann man seine Stärken kommunizieren? Damit andere wissen, wer du bist, was du kannst. Um eben auch mit den entsprechenden Aufgaben betraut zu werden?</b></p>
<p>Das kann ich einerseits kaum beantworten &#8211; ich nage selbst seit ewig an der Frage und bewundere die Art Selbstdarsteller, die das so scheinbar mit Leichtigkeit macht, sich immer in den Mittelpunkt stellt, völlig gnadenlos selbst verkauft und anscheinend frei von Zweifeln ist. Zugleich mag ich solche Leute oft nicht, ich habe um mich eben meist doch eher Leute mit Selbstzweifeln und Unsicherheiten, nicht diese Self-Hype-Leute. Ich bewundere diese Fähigkeit abstrakt, aber wenn ich damit konfrontiert bin, macht sie mir Angst oder die Leute sind unsympathisch oder so. Gibt einige Ausnahmen, die die Regel bestätigen, natürlich. Aber generell sind mir Leute sehr viel lieber, die an sich selbst zweifeln und gar nicht realisieren, wie toll sie eigentlich sind und die nicht so selbstzufrieden sind und weiter an sich arbeiten.<br />
Ansonsten ist es so, dass bei uns beispielsweise Praktikanten immer wieder auch mal Aufgaben kriegen, die sie eigentlich überfordern. (Oder vielleicht nicht überfordern sollten nach einem Studium, es aber oft de facto tun). Und mit der Zeit kristallisiert sich dann deutlich heraus, wer etwas an den Tisch bringt und wer nicht. Wer Arbeitsethos hat, wer schöne Ideen und visuelles Denken hat, bei wem ich auch kein schlechtes Feeling habe, wenn es mal Routineaufgaben zu tun gibt bzw. wer auch diese erfüllt und über-erfüllt. Ich kann nur für uns selbst sprechen, aber ich glaube nicht, dass man sich bei nodesign nervös «verkaufen» muss, die Qualität zeigt sich von ganz allein im Tun.</p>
<p><b>Was ist die Voraussetzung um angstfrei zu sein? Zu wissen, was man will? Weil man sich mit seiner Arbeit identifizieren kann?</b></p>
<p><b><span style="font-weight: normal;">Völlig angstfrei zu sein, ehrlich gesagt, fände ich nicht gut. Angst ist ja auch ein herausragender Motivation und gesunder Teil unserer Gesamtpsyche. In gesunder Dosis ist Angst sinnvoll. Wobei ich nicht diese paralysierende und pathologische Angst meine, sondern in diesem Fall vielleicht eine grundsätzlichere Angst vor der Leere, dem Vakuum im Leben, der Sinnlosigkeit. Diese Art von Angst hat sicher schon manche Leute zu unfassbaren Leistungen bewegt. Zu wissen, was man will &#8211; aber dabei flexibel zu bleiben &#8211; hilft immer, auch wenn man das meist eher schubweise im Leben entdeckt und nicht mit 20 weiß. Die Identifikation mit der Arbeit… das ist so ein Ding. Wenn es nicht die Eitelkeit und sozusagen narzisstische Identifikation ist, sondern ein Eintauchen, eine Leidenschaft, dann unbedingt. Wichtig ist nur, es nicht zu ernst zu nehmen. Du bist nicht deine Arbeit, musst kritikfähig, flexibel, offen bleiben. Ich glaube fest, dass jeder seine ganz einzigartigen Fähigkeiten und Funktionen hat &#8211; und diese nur entdecken oder entfalten und trainieren muss, was aber meist nur mit einer Mischung aus Ehrlichkeit und Demut erreichbar ist. Und Humor &#8211; wenn du nicht mehr über dich selbst lachen kannst, hast du verloren.</span></b></p>
<p><b><br /></b></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Alex Leu fragt 26: Alter</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/alex-leu-fragt-26-alter/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 12:40:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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		<guid isPermaLink="false">http://www.hdschellnack.de/alex-leu-fragt-26-alter/</guid>
		<description><![CDATA[Mit 18 darfst du denken, auf alles die erste Antwort zu haben und besser als alle anderen zu sein, du darfst (oder  musst  vielleicht sogar) in diesem Nietzsche-Größenwahn-Modus operieren. ...  Natürlich gibt es viele Künstler, Musiker, Autoren und eben auch Designer, die nur in ihren ersten Jahren wirklich großartige Sachen machen und den Rest ihrer Karriere herum eiern, aber es gibt immer auch diese alten Kerle, die einfach umwerfende Meisterwerke produzieren. ...  Ich glaube, wenn man neugierig und hungrig bleibt, kann man auch nach dreißig Jahren als Designer noch phantastische Arbeit machen, vielleicht wenn man die Balance zwischen Abgeklärtheit und einem immer noch vorhandenem Enthusiasmus, einer immer noch vorhandenen Portion Sturm und Drang, findet. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/26.png" alt="hd schellnack" /></p>
<p><b>Spielt das Alter bei Designern eine Rolle?<br /></b>Das Alter spielt <i>immer</i> eine Rolle, egal, was du machst, oder? Spielt das Alter bei Musikern, Schauspielern oder Autoren, Architekten oder Handwerkern eine Rolle? Sicher.</p>
<p>Es mag etwas platt sein, aber das Klischee stimmt – in jungen Jahren sind die meisten Kreativen eher «Sturm und Drang», wollen alles anders machen, brennen heiß und lodernd. Mit den Jahren wird daraus mit Glück eine Glut, die nicht mehr verbrennt, sondern Wärme spendet. Mit 18 darfst du denken, auf alles die erste Antwort zu haben und besser als alle anderen zu sein, du darfst (oder <i>musst</i> vielleicht sogar) in diesem Nietzsche-Größenwahn-Modus operieren. Mit 40 hast du genug gesehen, um bescheidener sein zu dürfen/müssen, denn es geht nicht um dich, sondern um alles andere. Deine Ideen sind nicht neu und weltverändernd, sondern sie stehen in einer evolutionären Tradition und sie müssen sich in dieser Tradition bewähren und <i>funktionieren</i>.</p>
<p>Du wirst raffinierter, im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Raffination">Wortsinne</a>, sozusagen destillierter. Deine Interessen sind andere. Man verliert etwas von dieser flammenden, welterneuernden (und etwas klugscheißerischen) Kreativität und wird dafür erfahrener, tiefer. Das ist ein fairer Tausch – aber auch bei jedem anders. Natürlich gibt es viele Künstler, Musiker, Autoren und eben auch Designer, die nur in ihren ersten Jahren wirklich großartige Sachen machen und den Rest ihrer Karriere herum eiern, aber es gibt immer auch diese alten Kerle, die einfach umwerfende Meisterwerke produzieren. Insofern spielt Alter sicher eine Rolle, aber nicht generell so, dass man sagen kann, ob du nun «jung» besser oder «alt» besser bist. Jeder ist da anders. Ich glaube, wenn man neugierig und hungrig bleibt, kann man auch nach dreißig Jahren als Designer noch phantastische Arbeit machen, vielleicht wenn man die Balance zwischen Abgeklärtheit und einem immer noch vorhandenem Enthusiasmus, einer immer noch vorhandenen Portion Sturm und Drang, findet.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Alex Leu fragt 25: Haltung</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Sep 2011 19:43:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Design]]></category>
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		<category><![CDATA[Fragen]]></category>
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		<description><![CDATA[Je älter du wirst, umso länger weht der Umhang deiner Interessen, du akkumulierst Musikstile, Bücher, Erfahrungen, Gespräche und aus all diesen Eindrücken und Reflektionen entsteht so etwas ähnliches wie eine eigene Position zur Welt, die an sich aber auch (hoffentlich) immer nur als ein fluider Zustand zu denken ist.    Eine Haltung sollte keine Trutzburg sein, aus der heraus du auf die Welt schaust, sondern mehr wie ein U-Boot, klein und wendig, so ein Ein-Mann-Dinghy, mit dem du durch die Welt flitzt, dir die Dinge ansiehst und weitersaust und nicht altersstarrsinnig an deinen «Meinungen» klebst. ...  Das ist natürlich eine sehr postmodern-wurstige Haltung, aber ich kann's nicht ändern, mir erscheinen Menschen mit wirklich festen Meinungen irgendwie etwas seltsam – ich bewundere das einerseits, diese Gewissheit ist ja auch berauschend… aber es ist nichts für mich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/25.png" alt="hd schellnack" /></p>
<p><b>Wie hilfreich ist hierbei eine eigene Haltung?<br />
Liegen die Probleme darin begründet, dass man seine Rolle im Design noch nicht gefunden hat?<br />
Wie wichtig ist es, als Designer eine eigene Position und Haltung zu haben?</b></p>
<p>Eigene Haltung <i>hat</i> man ja nicht, die <i>entwickelt</i> man. So wie Musikgeschmack oder Kunstinteresse. Es ist <i>Arbeit</i>. Je älter du wirst, umso länger weht der Umhang deiner Interessen, du akkumulierst Musikstile, Bücher, Erfahrungen, Gespräche und aus all diesen Eindrücken und Reflektionen entsteht so etwas ähnliches wie eine eigene Position zur Welt, die an sich aber auch (hoffentlich) immer nur als ein fluider Zustand zu denken ist.</p>
<p>Eine Haltung sollte keine Trutzburg sein, aus der heraus du auf die Welt schaust, sondern mehr wie ein U-Boot, klein und wendig, so ein Ein-Mann-Dinghy, mit dem du durch die Welt flitzt, dir die Dinge ansiehst und weitersaust und nicht altersstarrsinnig an deinen «Meinungen» klebst. Denn Haltungen und Meinungen sind ja Meme, sind ja immer gesellschaftlich, also künstlich geformte Modelle, und mit den Jahren versteht man das klarer: Es gibt keine Wahrheit, es gibt keine absoluten Zustände. Was du als ewige Werte sahst, ist eigentlich mehr als relativ, die Welt und ihre Geschichte hat mehr Schichten als du mit 20 gedacht hast. Insofern ist «Haltung», wenn sie rigide wird, gerinnt, eine absolut tödliche Falle für das Denken, für die Offenheit und Toleranz, für die Neugier.</p>
<p>Die Haltung eines Designers sollte vielleicht eher ein bisschen naiv und offen sein, fließend und antidogmatisch, unpuristisch. Entgegen der landläufigen Meinung sollte Design an sich vor allem unpuristisch und auch unpuritanisch sein. Wir sollten ruhig wie Kinder durch den Spielzeugladen gehen und alles spannend finden. Und andererseits müssen wir knallharte Türsteher des guten Geschmacks sein und für unsere Ideen fighten. Ich habe selbst keine Ahnung, wie das zusammengeht, Offenheit zu bewahren und dann doch an <i>die</i> eine richtige Sache glauben und dafür auf die Barrikaden gehen, aber was auf dem Papier unvereinbar klingt, geht ja im Alltag ganz gut. Designer mit einer rigiden Haltung verstehe ich nicht, kenne ich aber ehrlich gesagt auch kaum. Die Welt ist zu komplex dafür und eine vorgefasste Denkschablone hält dich nur davon ab, zu lernen. Natürlich hat man eigene Positionen und seine persönlichen Orientierungslichter im Nebel, aber es ist immer gut zu verstehen, wie trügerisch und relativ diese Lichter eigentlich sind. Du musst also gerade deine eigenen Positionen (aber auch alle anderen) immer dem Säurebad unterwerfen, in Diskussionen mit Andersdenkenden, mit Fakten, oder indem du empathisch versuchst, dir die Gegenposition zu eigen zu machen, für und wider zu verstehen. Das ist natürlich eine sehr postmodern-wurstige Haltung, aber ich kann&#8217;s nicht ändern, mir erscheinen Menschen mit wirklich festen Meinungen irgendwie etwas seltsam – ich bewundere das einerseits, diese Gewissheit ist ja auch berauschend… aber es ist nichts für mich.</p>
<p><b>Liegen die Probleme darin begründet, dass man seine Rolle im Design noch nicht gefunden hat?<br /></b></p>
<p><b><span style="font-weight: normal;">Ich glaube eher, das Problem wäre, die Rolle «im Design» gefunden zu haben. Wenn du das getan hast, bist du Grafik-Beamter, aber kein Designer mehr. Definition eines guten Designers ist doch gerade, seine Rolle zeitlebens nicht zu finden, ein Suchender zu bleiben, staunend zu bleiben. Ich möchte nicht wissen &#8211; und ich mache das alles ja nun wirklich seit fast 20 Jahren &#8211; wie viele Klienten mich naiv finden, wenn ich wie ein Kind beim Geburtstag durch ihre Firma oder Einrichtung gehe und ALLES spannend finde und bestaune. Bloß nie abgeklärt und cool werden. Mag aber nur für mich individuell zutreffen &#8211; aber ich liebe an diesem Job, dass ich immer wieder hinter einen Vorhang schauen darf und zugleich doch die Distanz eines Besuchers wahren kann.</span></b></p>
<p><b>Wie wichtig ist es, als Designer eine eigene Position und Haltung zu haben?</b></p>
<p>Völlig unwichtig, siehe oben. Wichtig ist, die Position und Haltung anderer einnehmen zu können, tanzen zu können. Die Position des Auftraggebers &#8211; und wichtiger noch, die Position der Menschen, die er erreichen will. Die Denkmuster der Menschen, die du mit deiner Arbeit begeistern willst oder bewegen willst. So wie ein Autor sich in seine Figuren und in die Leser zugleich hineinführt, ein Regisseur seinen Film aus zig verschiedenen Blickwinkeln sehen kann (und sollte). Die Aufgabe der eigenen Position und dann die Eroberung einer fluiden Position der angemessenen Richtigkeit jenseits deiner persönlichen Vorlieben und Muster, das ist der Kick an der Sache. Lebenslanges Lernen, kurz gesagt.</p>
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		<title>Alex Leu fragt 24: Trendjäger</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/alex-leu-fragt-24-trendjager/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Sep 2011 13:23:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Fragen]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist aber natürlich schon übel – so wie die Carson-Grunge-Nachbauten vor zehn Jahren unerträglich waren (und ich habe letztens sogar noch welche in einer Bewerbung gesehen) – wenn heute so viel Design so gleich aussieht.  ...  Auf der anderen Seite wäre ich heuchlerisch, wenn ich nicht zugebe, selbst natürlich auch Einflüsse und Inspirationen zu haben, sogar sehr viele und mich bei denen auch gerne zu bedienen, wie ja vorhin schon besprochen.  ...  Ich denke, dieses Freischwimmen, das ein langsamer und tastender Prozess mit Fehlern und Irrwegen sein  muss , ist die Methode, die dann – wahrscheinlich erkennt man das selbst aber nie, weil man ja nicht auf das eigene Werk zurückblickt – zu einer Eigenständigkeit führt. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/24.png" alt="hd schellnack" /></p>
<p><strong>Was sagen Sie dazu, wenn sich Studenten oder Berufsanfänger vor einer konzeptionellen oder gestalterischen Wiederholung in deren Arbeiten fürchten? Einem Trend hinterherzujagen (aktuell Lombardo, Meire, Borsche Style etc.)<br />
Wie kann man seinen eigenen Stil entwickeln, ohne einem Trend hinterherzujagen?<br /></strong><br />
David Carson hat mal gesagt, dass man als Designer ein Drittel seiner Karriere lang andere Stile kopiert. Ich selbst glaube, man tut es unbewusst vielleicht sehr viel länger, nur raffinierter, subkutaner. Es ist aber natürlich schon übel – so wie die Carson-Grunge-Nachbauten vor zehn Jahren unerträglich waren (und ich habe letztens sogar noch welche in einer Bewerbung gesehen) – wenn heute so viel Design so gleich aussieht.</p>
<p>Wenn ein Praktikant 60% der Zeit im Büro Design-Blogs durchsurft, darf man nicht überrascht sein, wenn seine Vorschläge für Projekte dann verdammt nach dem aussehen, was er sich da den ganzen Tag lang angesehen hat. Auf der anderen Seite wäre ich heuchlerisch, wenn ich nicht zugebe, selbst natürlich auch Einflüsse und Inspirationen zu haben, sogar sehr viele und mich bei denen auch gerne zu bedienen, wie ja vorhin schon besprochen.</p>
<p>Ich hoffe bei Designern immer auf das, was ich den Beatles- (zeitgemäßer vielleicht den Radiohead-) Effekt nenne. Beide Bands haben nicht sonderlich innovativ angefangen, sich dann aber im Laufe der Karriere aber massiv freigeschwommen. In der Regel werden viele Künstler, Autoren oder Musiker mit der Zeit kommerzieller, chartsorientierter – und vielen Design-Büros geht das auch so. Die Kunden werden größer, und große Kunden scheuen das Experiment… in der Wahl ihrer Partner, aber auch in der tatsächlichen Arbeit. Wenn ein Studio also 20 oder 40 Mitarbeiter hat, wird es im Schnitt durch den größeren Output durchaus auch wegweisende Projekte geben, aber eben auch sehr viel Mainstream. Radiohead, die Beatles und ein paar andere Bands zeigen, dass es aber auch anders geht, das langfristiger Erfolg auch dadurch erfolgreicher wird, immer kompromissloser seinen eigenen Weg zu gehen. Aber das schaffen eben auch nur sehr wenige.</p>
<p>Dennoch macht man sich als Designer natürlich mit der Zeit freier von erkennbaren Einflüssen, freier von Unsicherheiten. Ich denke, dieses Freischwimmen, das ein langsamer und tastender Prozess mit Fehlern und Irrwegen sein <i>muss</i>, ist die Methode, die dann – wahrscheinlich erkennt man das selbst aber nie, weil man ja nicht auf das eigene Werk zurückblickt – zu einer Eigenständigkeit führt. Der Mut zum Fehlschlag gehört dazu. Man probiert viele Anzüge an, sieht auch mal schlecht angezogen aus, findet aber nur so seinen eigenen Look. Und irgendwann ist man so oder so außerhalb von Trends, weil man sich nicht mehr so damit befasst, was gerade angesagt ist, sondern eigenen Antworten hinterherjagt.</p>
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		<title>Alex Leu fragt 23: Oberflächendesign</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/alex-leu-fragt-23-oberflachendesign/</link>
		<comments>http://www.hdschellnack.de/alex-leu-fragt-23-oberflachendesign/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 14:24:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Fragen]]></category>
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		<description><![CDATA[Und es gibt andererseits eben auch ganz entsetzliche pro-bono-Projekte bei denen dich der Auftraggeber (der irgendwie vergisst, dass er eigentlich in diesem Fall ja gar keiner ist) völlig beschneidet oder frustriert und am Ende hast du ein Ergebnis, das schlecht ist und schlecht bezahlt wurde, schlimmer geht es gar nicht. ...  Auch wenn es immer wieder schwer ist, bei Null anzufangen, diese Geduld mitzubringen - weil man ja weiß, dass der  Klient  selbst wichtige Zeit verliert und weil es natürlich auch manchmal anstrengt, bei neuen Auftraggebern immer wieder durch diese Phase durchzumüssen, zu überreden, zu überzeugen, sich zurückzunehmen, Kompromisse auszuhandeln. ...  Aber dann siehst du mit etwas Abstand die sonstigen Materialien, die andere Büros für diesen Klienten umgesetzt haben… und realisierst, dass du ihn eigentlich schon ganz schön weit gedehnt hast und deine Verbündeten im Inneren der Maschine wahrscheinlich gar nicht mehr herauspokern konnten. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/23.png" alt="hd schellnack" /></p>
<p><b>Ambitionierte Studenten befürchten in der Praxis die Beliebigkeit und „Oberflächendesign“. Was sagen Sie aus Ihrer eigenen Erfahrung dazu?<br />
Beispiele: unrelevante Arbeit, für die Tonne zu arbeiten, zum Dekorateur zu verkommen, kommerziell pragmatische Projekte, geringe Wertschätzung: Gehört das in der Praxis auch einfach dazu?<br />
Gibt es einen Weg wie man damit positiv umgeht?</b></p>
<p>Zunächst ist <i>kommerziell</i> und <i>oberflächlich</i> absolut gar nicht gleichzusetzen. Ganz im Gegenteil geben dir gut bezahlte Aufträge eher die Ressourcen, in die Tiefe einer Idee einzutauchen, weil du mehr Zeit investieren darfst oder Geld hast, um mit Partnern, die dich selbst interessieren, zu kooperieren. Und es gibt andererseits eben auch ganz entsetzliche pro-bono-Projekte bei denen dich der Auftraggeber (der irgendwie vergisst, dass er eigentlich in diesem Fall ja gar keiner ist) völlig beschneidet oder frustriert und am Ende hast du ein Ergebnis, das schlecht ist und schlecht bezahlt wurde, schlimmer geht es gar nicht. Been there, done that, it sucks. Kommerziell mit «brav» gleichzusetzen ist, sorry, einfach eine Ausrede für Faulheit. Wir haben beispielsweise bei einem kommerziellen Kunden aus der Bankenwelt deutlich bösartigere Konzepte realisiert bekommen als an einem Theater, viel konfrontativeres Material produziert. Nonkommerziell ist nicht immer «besser». Es gibt keine schlechten Briefings. Ich habe bei pro-bono-Aufträgen unfassbare Kompromisse machen müssen («Mein Mann hat sich da auch mal etwas ausgedacht…») und andererseits bei hochkommerziellen Aufträgen wunderbare Erlebnisse und Ergebnisse gehabt. Also bloß nicht auf diese Klischees reinfallen, sie stimmen nicht.</p>
<p>Insofern gibt es keinen Job, der per se «oberflächlich» ist oder von uns so angegangen wird. Natürlich hast du immer wieder Klienten, die am Ende die scheinbar sicheren Varianten bevorzugen, die du nicht oder eben nur langsam ermutigen kannst, sich zu Strecken, gegen den Strich ihrer Branche zu bürsten. Manchmal braucht es etwas Zeit und gewonnenes Vertrauen, bis du ans Eingemachte darfst – ich kann das auch gut verstehen. Auch wenn es immer wieder schwer ist, bei Null anzufangen, diese Geduld mitzubringen &#8211; weil man ja weiß, dass der <i>Klient</i> selbst wichtige Zeit verliert und weil es natürlich auch manchmal anstrengt, bei neuen Auftraggebern immer wieder durch diese Phase durchzumüssen, zu überreden, zu überzeugen, sich zurückzunehmen, Kompromisse auszuhandeln. Aber mit dieser Erfahrung sind wir ja nicht allein. Das geht auch einem Chip Kidd oder Sagmeister so, also warum nicht nodesign :-D?</p>
<p>Wir haben 2009 solche Prozesse gehabt, bei einem spezifischen Auftraggeber und uns teilweise für die Endergebnisse etwas geschämt. Aber dann siehst du mit etwas Abstand die sonstigen Materialien, die andere Büros für diesen Klienten umgesetzt haben… und realisierst, dass du ihn eigentlich schon ganz schön weit gedehnt hast und deine Verbündeten im Inneren der Maschine wahrscheinlich gar nicht mehr herauspokern konnten. Relativ zur Norm war das Ergebnis zwar nicht dass, was du vielleicht für den Auftraggeber wolltest, aber dennoch das noch deutlich vorzeigbarste Ergebnis in seinem Medienportfolio. Insofern haben sich die Kompromisse irgendwie eben doch gelohnt, und unsere Hartleibigkeit in der Arbeit.</p>
<p>Es ist wichtig sich das immer wieder vor Augen zu halten, Geduld zu haben. Zumal es ja spannender ist, nicht ad hoc für «coole» Klienten zu arbeiten, wo das gute Design fast vorprogrammiert ist, sondern für Auftraggeber, die schwieriger sind und vor allem deutlich mehr Hilfe brauchen. Da habe ich einen Missionarsansatz, ich drehe lieber eine Betonfirma komplett um als bei einem Lifestyleanbieter die dann ja wieder übliche androgyn-glatte oder pseudo-provokante Optik zu fahren. Letzteren würden wir wahrscheinlich eher dann eben in eine für ihn auch wieder ungewohnte Richtung schieben wollen.</p>
<p><i>Oberflächlich</i> sind für mich vor allem Ergebnisse, die einfach nur «gut» aussehen, aber sonst aber nichts wollen, denen du keinen Hintergrund anmerkst. Um Peter Hein zu zitieren: «Es mag sich zwar reimen, aber warum?» Stuff, der sehr zeitgeistig daherkommt, aber der mit den Inhalten wenig zu tun hat, der keinen Subtext hat, den du nicht deuten kannst, der nur kosmetisch ist. Das sind ja gerade oft die Arbeiten, die du als «wild» bezeichnest, die durch viel Styling von ihrem faktischen Mangel an Substanz ablenken, die nur formale Experimente sind, akut toll aussehen und dann langweilen. Das sind die Dekorationsarbeiten, das ist das visuelle Feigenblatt des horror vacui. Und was die Geringschätzung angeht &#8211; man sollte sich selbst nicht zu wichtig nehmen, wir sind keine Unfallchirurgen, sondern Gestalter. Dennoch machen wir wichtige Arbeit &#8211; und wer die gut und souverän macht, wird auch nicht gering geschätzt werden, weil er einen sehr greifbaren Beitrag zum Erfolg einer Sache leistet, einen Mehrwert schafft.</p>
<p>Man muss da vorsichtig sein – manche der so aussehenden Arbeiten haben ein phantastisches Fundament, sind Styling <i>und</i> Substanz, haben eine Aussage und sind absolut umwerfend. Andere eben nicht. Spannend am Design finde ich selbst nicht die Gestaltung. Die ist und bleibt Mittel zum Zweck und ist, ehrlich gesagt, mitunter etwas langweilig. Man darf Design an sich nicht zu ernst nehmen. Das Spannende ist der <i>Zweck</i>. Mich reizt an Design nach wie vor die Wirkung, also die Vorstellung, damit eine Reaktion kurz- oder langfristig hervorzurufen, als «Agent of Change» sehr direkt aktiv sein zu können. Wandel (mit) zu gestalten, so platt das klingen mag. Als Designer bist du oft sehr pragmatisch an Umbruchprozessen, Relaunches oder an Neugründungen beteiligt und damit, wenn der Klient dies zulässt, ganz aktiv an Change-Management-Prozessen. Wie Mitarbeiter und Kunden ein Unternehmen sehen, wie eine Einrichtung sich sozial definiert, liegt dann zumindest teilweise mit in deiner Hand. Nicht oberflächlich ist insofern für mich ein journalistisches, neugieriges, lernendes Design, das versucht, den Auftraggeber und sein Umfeld zu erkunden, wie ein Helikopter zu umkreisen, unter die Lupe zu nehmen, das in die Tiefe geht, sozusagen auf leichte Art organisationspsychologisch ist. Und mittelfristig versucht, den Status Quo zu verändern, zu optimieren, indem es positive Impulse und Vorbilder schafft.</p>
<p>Das positive Umgehen ist insofern, sich den Beruf zu eigen zu machen. Es gibt viele Nischen im Design, vom flashigen Trendzeug bis ursolider Werbung und dazwischen auch Raum für Büros wie unseres, das irgendwie weder noch ist. Design ist wie Musik &#8211; es gibt zig Stile und Nuancen, du kannst eher der Jazzer oder eher der Raggamuffin sein… wichtig ist vor allem, dass du dein Ding möglichst ehrlich und gut machst.</p>
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		<item>
		<title>Alex Leu fragt 22: Avantgarde und Innovation</title>
		<link>http://www.hdschellnack.de/alex-leu-fragt-22-avantgarde-und-innovation/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Aug 2011 16:27:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HD Schellnack</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Fragen]]></category>
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		<guid isPermaLink="false">http://www.hdschellnack.de/alex-leu-fragt-22-avantgarde-und-innovation/</guid>
		<description><![CDATA[Nein, man muss nicht immer innovativ sein - und ich glaube auch nicht, dass im Design ein «avantgardistischer Gedanke» herrscht, der wäre auch nicht herbei leitbar, den hat die Kunst wenn überhaupt für sich gepachtet, Avantgarde wäre ehrlich gesagt aus meiner Sicht das pure Gegenteil von dem was Design sein sollte - nämlich anwenderorientiert. ...  Das gleiche lässt sich übrigens auch in der Kunst festmachen, wo eigentlich auch nahezu nichts aus der leeren Luft kommt, sondern Autoren, Komponisten, Maler und und und sich gegenseitig über die Generationen inspirieren und man etwa in der Klassik fast so etwas wie Gespräche über Jahrhunderte hinweg nachverfolgen kann.  ...  In der Architektur also Dinge wie Klimatisierung, Lebensräume, Infrastrukturen, Gebäude, die hinterfragen, wofür sie eigentlich gedacht sind und sozusagen mit der Tabula Rasa anfangen und deshalb vielleicht zu am Ende sogar bescheideneren, aber besseren Ergebnissen kommen - Architektur also, die von der Lösung, nicht vom Look her gedacht ist. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.hdschellnack.de/uploads/22.png" alt="hd schellnack" /></p>
<p><b>Im Design herrscht dieser avantgardistische Gedanke. Drang nach Innovation. Muss man denn immer innovativ sein?<br />
Warum wollen wir Designer alle etwas besonderes sein oder leisten?</b></p>
<p>Ha, das habe ich ja fast schon vorweg beantwortet. Nein, man muss nicht immer innovativ sein &#8211; und ich glaube auch nicht, dass im Design ein «avantgardistischer Gedanke» herrscht, der wäre auch nicht herbei leitbar, den hat die Kunst wenn überhaupt für sich gepachtet, Avantgarde wäre ehrlich gesagt aus meiner Sicht das pure Gegenteil von dem was Design sein sollte &#8211; nämlich anwenderorientiert. Wo kommt diese Behauptung her &#8211; ich kenne ehrlich gesagt nicht einen Designer, der sich selbst als «Avantgarde» bezeichnet hätte. Dafür sind die meisten auch zu bescheiden &#8211; oder zu sehr von der Realität gebeutelt. Design ist eigentlich kein Beruf, der allzu große Starallüren hergibt.</p>
<p>Innovation ist so ein seltsam technologisches Paradigma – ich glaube nicht, das Geisteswissenschaften wirklich um «Innovationen» kreisen, sondern um Theorien, Entwicklungen, Thesen und Antithesen. Ich glaube, dass Design sich auch eher so dialektisch entwickelt und nicht in Innovationssprüngen. Bei uns kommt nichts aus dem «Nichts», das kreative Genie ist ein reiner Mythos.</p>
<p>Und auch bei den Ingenieuren sind Neuerungen ja keineswegs sprunghaft, sondern ein stetiges, evolutionäres Forschen und Weiterentwickeln, gegenseitiger Austausch. Der Begriff des <i>Reverse Engineering</i> kommt ja aus dieser Ecke – etwas bestehendes auseinandernehmen, sehen, wie das gemacht wurde, neu und anders zusammensetzen, verbessern. Fortschritt ist Optimierung, immer und immer wieder die gleiche Sache in die Hand nehmen und schleifen, bis es perfekt ist. Insofern ist auch Design ein Kaizen-Prozess. Natürlich sieht es manchmal so aus, als sei dann sprunghaft etwas nach vorn gegangen, aber in Wirklichkeit, wenn man genau hinsieht, war alles im Ansatz auch schon vorher da, es ist nur eine Art Markierungspunkt in einer ansonsten sehr stetigen Kurve. Das gleiche lässt sich übrigens auch in der Kunst festmachen, wo eigentlich auch nahezu nichts aus der leeren Luft kommt, sondern Autoren, Komponisten, Maler und und und sich gegenseitig über die Generationen inspirieren und man etwa in der Klassik fast so etwas wie Gespräche über Jahrhunderte hinweg nachverfolgen kann.</p>
<p>Innovation ist ein Wandlungs-Prozess, schon vom Wortstamm her, kein plötzlicher Deux Ex Machina. Innovation ist übrigens im Design schon gar nicht wildes Anti-Design, ebenso wenig wie die Dekonstruktion in der Architektur der neunziger wirklich «innovativ» war. Wichtig, spannend, fesselnd? Sure. Aber hat es wirklich etwas <i>Neues</i> gebracht? Nein, du kannst ganz ähnliche Entwürfe wie die von Morphosis schon in den zwanziger und sechziger Jahren finden, Thom Mayne kam insofern nicht aus dem Nichts, ebensowenig wie David Carson. Innovativ sind eher neue Technologien und fast unscheinbar wirkende Dinge, die irgendwann geballt einen Tipping Point erreichen und dann geballt zu einem überraschenden Gesamteffekt werden. In der Architektur also Dinge wie Klimatisierung, Lebensräume, Infrastrukturen, Gebäude, die hinterfragen, wofür sie eigentlich gedacht sind und sozusagen mit der Tabula Rasa anfangen und deshalb vielleicht zu am Ende sogar bescheideneren, aber besseren Ergebnissen kommen &#8211; Architektur also, die von der Lösung, nicht vom Look her gedacht ist. Im Alltag Elektrogeräte oder Softwares, die auf Feature-Bloat verzichten und genau deshalb umso besser funktioneren. Ganz nach Dieter Rams: <i>Weniger, aber besser</i>. Das ist Innovation &#8211; ganz im engsten Definitionssinne eine Entwicklung, die umfassend das Wohlbefinden und die Effizienz der Gesellschaft verbessert. Der Airbag ist &#8211; obwohl unsichtbar &#8211; in diesem Sinne mehr Design-Innovation als eine schicke Karosserie. Innovation ist <i>nicht</i> der (schon gar nicht der schrille) Look, sondern die <i>bessere</i> <i>Nutzung</i>,die ideale Passform, die bessere Lösung, die nachhaltigere, ökonomischere Systematik. Nicht laut – sondern unsichtbar. Gutes Design siehst du gar nicht, gute Systeme sind unsichtbar bis sie eventuell fehlschlagen und in diesem Prozess ihre Struktur erkennbar wird, weil sie nicht mehr reibungslos funktioniert, der Fehlschlag zu einer neuen Design/Innovations/Optimierungs-Runde führen muss, um das System wieder subkutan zu machen.</p>
<p>In diesem Sinne sollte Design sicher immer innovativ sein wollen, nicht aber im Sinne einer aufgeregten Jagd nach dem oberflächlich vermeintlich Neuem, sondern im Sinne einer evolutionären, generationenübergreifenden, bewussten dialogischen Verbessung des Bestehenden. Innovation ist also nicht das kurzatmig-neue, sondern ganz im Gegenteil eine liebevolle, behutsame und stetige Überarbeitung, ein sozusagen skulpturaler Prozess, der auch nie abgeschlossen ist.</p>
]]></content:encoded>
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	</channel>
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