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Brutto Mehr Netto

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Schon vor einiger Zeit im Fontblog von Jürgen Siebert vorgestellt, ist die FFNetto eine schöne Erweiterung derja nach wie vor trendigen runden Schriften à la Bryant und Co. Die gut ausgebaute OTF-Schrift, die allerdings scheinbar leider ohne Minuskelziffern daherkommt, wirkt bei allen stilistischen Eigenarten für kürzere Texte auch gut lesbar und passt in ihrer monoline-Ästhetik perfekt zu moderner Architektur, wofür sie (angesichts der vielen Airport-tauglichen Icons) scheinbar auch entwickelt wurde. Erinnert auch vielleict nicht von ungefähr stark an Ruedi Baurs Design für den Köln/Bonner Flughafen. Wenn Zeitgeist Schrift sein kann, dann sind es diese sleeken Schriften allemal, die so schön den windkanalgeformten Korpus des späten Kapitalismus wiederspiegeln, die für überstrahlende Lichtdisplays wie gemacht scheinen, so widerstandlos und frei von allen Ecken und Kanten. Und die eben doch stets versuchen, modern, hip und cool zu wirken, anders zu sein und doch zugleich Mainstream. Daniel Utz ist gelungen, diesem Trend eine neue Wendung abzutrotzen, eine moderne DIN zu schaffen, eine Schrift ohne Gesicht, eine Projektionsfläche, ein Versprechen der Junk Space Culture – und eben deshalb so sexy.

19. August 2008 22:27 Uhr. Kategorie Design. Tag .
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