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Brauchen Menschenrechte ein Logo?

Auf dem Fontblog, dass ich ja noch lese, ist eine seltsame Debatte um eine Marketeing-Aktion des Crowdsourcing-Designanbieters jovoto entbrannt. Einfach als Memo an mich selbst will ich fix ein paar Eindrücke notieren, die das ganze ausgelöst hat.

Marketing vs. Blog
Fontblog ist eine Marketingplattform für Fontshop und damit für Erik Spiekermann. Deshalb werden dort natürlich oft Projekte und Leistungen von Erik und seinem Umfeld – Ex-Metadesignern etwa – und aus dem Netzwerk von TypoBerlin und Fontshop publiziert und auch die Arbeiten von MetaDesign der Öffentlichkeit vorgeführt, oder vielleicht aufgrund der geschichtlichen Beziehung zwischen Meta und Erik, auch leicht süffisant vorgeführt, da bin ich mir nicht immer so sicher. Das ist völlig okay so, aber manchmal würde ich mir wünschen, es wäre mehr als eine Art Presseplattform, oder zumindest in dem Sinne, dass ich dort auch von KMS oder Mutabor oder Borsche usw. lesen würde. Entweder hält man sich damit zurück, jedes dritte CD von Meta zu zeigen und jede (stets verdiente) Ehrung von Spiekermann zu promoten, oder man muss die Bandbreite erhöhen und auch mal außerhalb der eigenen Buddy-Liste Arbeiten zeigen. Ansonsten ist mir schleierhaft, warum das BOEV-Logo von Meta vorgestellt wird, aber nicht ein Logo, das meinetwegen Magma oder Hesse gerade gemacht haben. Andere Blogs kriegen das ja auch hin. Hier ist ein Blog, das eine lebendige Chance auf Designdiskurs hat und irgendwie mutiert es aus meiner bescheidenen Sicht mehr und mehr zu einer sehr subjektiven und sehr eng definierten Sache, was ich persönlich etwas schade fände.

Diskurs vs. Rechthaberei
Für mich persönlich hat das Fontblog als Diskussionsplattform, die mir Spaß macht, und die ich lange gegen Kritik von Kollegen verteidigt habe, etwas an Bedeutung verloren, als der Betreiber mich persönlich als «Fanatiker» bezeichnete, weil ich es in einer Sachfrage für richtig hielt, eine andere Meinung zu vertreten als er. Warum eine Plattform für Meinungspluralismus betreiben und dann zutreten, wenn der Diskurs nicht zur Bestätigung des eigenen Weltbilds wird? Dann lieber gleich die Kommentare ganz abschalten. Gleiches haben wir jetzt bei der HumanRights-Debatte, wo nicht Jürgen persönlich, sondern Erik von «nöhlenden» und «beleidigten Leberwürsten» spricht – und damit die Kommentatoren des Blogs meint, die ja immerhin seit Jahren eine recht kleine Gemeinde sind, in aller Regel auch Kunden seines Unternehmens. Ich bin ein großer, fast unkritischer Fan von Spiekermann, der einer der Leute war, die mich zu diesem seltsamen Beruf inspiert haben und der im Hinblick auf Persönlichkeit und Lebensleistung sicher völlig zurecht das Alphatier des deutschen Anwendungsgrafikdesigns ist, aber so blank dürfen die Nerven dann ja doch nicht sitzen, finde ich. Es ist das gleiche Pattern – Diskurs wird durch Diffamierung abgewürgt. Ich nenne das für mich selbst meist die George Bush Technik («Wenn du nicht für mich bist, bist du gegen mich»), aber historisch geht dieser Ansatz natürlich deutlich weiter zurück. Im Sinne des Streamlinings von Meinungen (vulgo: Maulkorb) funktioniert diese Technik, im Sinne eines lebendigen Ideenaustauschs ist die ein Zeichen von Schwäche. Argumente und Austausch sind gut, Beschimpfungen von Menschen mit abweichenden Meinungen sind ein Diskursabwürger und schaden am Ende nur dem, der diese Waffe zur Hand nimmt – er hört auf zu lernen und sich an abweichenden Meinungen zu entwickeln. Kurzfristig mag man so kosmetisch «Recht» bekommen – ohne Recht zu haben – langfristig stagniert man, wird kritikresistent. Ich glaube nicht, dass Erik diese Art Mensch ist, umso erschreckender finde ich diese Art von ungeduldiger und rechthaberischer Geste. Im Kontext von «Menschenrechten» in dieser leicht diktatorischen Form in einem Blog aufzutreten, dass Erik im Grunde gehört und in dem er out of the box ganz andere Positionierungschancen hat als die reinen Kommentatoren ist zumindest etwas «mixed message», finde ich.

Human Rights = Crowdsourcing?
Die Entwicklung eines Menschenrechtslogos und die Einberufung einer namhaften Jury ist für den Betreiber ohne Zweifel eine Marketing-Maßnahme, um die Möglichkeiten seiner Crowdsourcing-Plattform profiliert zu kommunizieren. Das ist richtig gedacht und professionell umgesetzt – schade ist aber, wenn auf diese Strategie unkritisch reingefallen wird. Da wird ein Goodwill-Thema gesucht, bei dem Stardesigner wie Minister gerne den Termin «wahrnehmen» (im doppelten Sinne: Sie gehen hin, jurieren und gehen wieder weg, werden eben aber auch selbst im Kontext eines positiven Themas «wahrgenommen», profitieren also von einem Imagetransfer ebenso wie das ausrufende Unternehmen) und eine PR-Maschine angeworfen. Wenn Erik dann fragt, wer sonst als eine CS-Plattform einen solchen Wettbewerb ausrufen und durchführen kann, weil andere Agenturen ja schon bei der Recherche zehntausende von Euro verbraten würden, muss damit leben, wenn sich demnächst auch Industriekunden fragen, ob sich bei Jovoto nicht Geld sparen lässt. Wer als Designer denkt, dass eine Bildmarke entsteht, indem hunderte und tausende von Menschen unbezahlt visuelle Ideen an die Wand klatschen, darf sich nicht wundern, wenn dieser Masse=Klasse-Denkansatz dann irgendwann auch die eigenen Klienten erreicht. Es ist interessant zu sehen, dass Erik hier im Namen des vermeintlich Guten die Grundsätze, die er seinem eigenen Laden verpasst hat, fröhlich über Bord wirft. Bin ich nun zynisch und nörgelig, wenn ich einen solchen Wettbewerb in jeder Form für verkehrt halte? Die großen Bewegungs-Logos sind ja tatsächlich als «Graswurzel»-Ding entstanden… oft nicht von Profi-Designern gemacht. Aber: Sie stammen nicht aus Reißbrett-Wettbewerben, deren primäres Ziel Eigenmarketing ist, sondern sind aus der Bewegung selbst entstanden. Würde also eine Sekretärin bei AI ein Logo entwerfen, das sich im Laufe der Zeit durchsetzt, wie die Anti-Atom-Sonne, perfekt – besser kann es nicht gehen. Eine gute Marke braucht nicht unbedingt Profis, sie muss sich nur durchsetzen. Aber ist eine Castingshow globaler Illustrator-Künste hier wirklich der Ansatz? Selbst wenn etwas durchkommt – welche Rückendeckung kriegt denn ein Logo durch eine (zudem national besetzte) Jury wirklich? Keine – ebenso wenig wie eine Castingshow-Jury ein Garant dafür ist, dass ein Sänger wirklich gut ist. Die Jury – ein Gremium und wir alle wissen, was Gremienentscheidungen für Designergebnisse bedeuten – gewährleistet nur, dass etwas gewinnt, auf das sich alle einigen können. Unter uns: Selbst wenn Barack Obama, Gott und Vignelli am Tisch säßen, um sich auf ein Logo zu einigen, wäre es am Ende kein globales Logo für eine globale Idee. Es ist vermessen, sorry, ein Gegenstück zum «Peace»-Signet im Rahmen eines solchen Wettbewerbes zu finden. Es findet sich, wenn nötig, von selbst. Es gibt einen Unterschied zwischen gut gemeint und gut gemacht und es gibt Dinge, die man nicht tun sollte, selbst wenn es eine gute Absicht gibt. Ich unterstelle allen Beteiligten die besten Absichten – oder einen Mix aus Eigennutz und guter Absicht -, aber wäre es nicht vermessen zu denken, dass am Ende wirklich DAS Logo für weltweite Menschenrechte entsteht? Oder soll da am deutschen Wesen wieder die Welt genesen? Warum entsteht das Logo nicht woanders? Und man darf natürlich die Frage stellen, inwieweit ein Außenminister, der in Lybien wie in China in genau der Thematik zeigt, dass er zu laut brüllt und dann zu kurz springt, hier nicht eher Malus als Bonus in einer Jury ist, wenn es um die Frage der Legitimierung geht.

Brauchen Menschenrechte ein Logo?
Seien wir doch mal ganz ehrlich: Nein. So Sachen gehen doch schief. Ich will kein Logo für Gender-Mainstreaming, kein Logo für Netter-sein-zu-Ausländern und so weiter. Es gibt einige Signets, die sich etabliert haben und die funktionieren – das berühmte Hakenkreuz, das in den Abfalleimer geworfen wird, die Powersonne der Anti-AKW-Bewegung usw – aber die sind nicht gemacht, die sind gewachsen… von unten nach oben, nicht umgekehrt. Und sie sind aus einer Zeit, in der wir nicht ohnehin in Logos und Signets nahezu ertrunken sind. Logos sind die moderne Heraldik von Unternehmen – und machen als solche Sinn – und in einigen wenigen Ausnahmen haben sich ein Slogan und ein Bild auch als «Logo» für eine Sache etabliert. Es ist schon ein Denkfehler, das katholische Kreuz oder den Davidstern als «Logos» mißzuverstehen… und ebensowenig ist eion Peace-Zeichen ein «Logo». Diese Zeichen als so zu betrachten verknappt und verengt die historische Narration, die hinter solchen Symbolen steht – ein Kreuz ist kein Nike- oder Apple-Logo und es «verkauft» nichts. Es ist immer wieder erstaunlich, dass Designer diesen Unterschied zwischen «gemacht» und «gewachsen» so unterschätzen, zumal die «gemachten» Signets ja aus der Lehre der über Jahrhunderte gewachsenen Wappen und Zeichen gewachsen sind. Logographie, wie Sprache, braucht dieses Wachstum (auch das Nike-Logo hat ja inzwischen eine gereifte, in der Zeit gewachsene Komponente) – ein «richtiges» Logo wird nicht von Designern gemacht, sondern von den Nutzern akzeptiert. Das ist ein haarfeiner Unterschied – denn diese langfristige Akzeptanz zu erzeugen ist ja die Aufgabe guten Designs – aber es ist der Unterschied zwischen lauwarmen Reißbrett-Clusterfuck und dem zeitlos Gutem, das bleibt und wächst und gedeiht, sich verändert und dennoch bei sich bleiben kann, es ist der Unterschied zwischen statischen und dynamischen Systemen. Insofern ist die Idee, dass ein Logo für eine Bewegung, demokratisch und nicht durch eine Agentur entsteht, durchaus richtig – aber es darf eben auch nicht in einem Wettbewerb entstehen, sondern es wird von selbst und sui generis entstehen, wenn die Zeit dafür da ist. Es wird einfach da sein, es braucht keine Geburtshelfer. Dass es fast zynisch ist, wenn ausgerechnet eine hochkapitalistische Plattform in der Urform des kapitalistischen Aussortierens – dem Casting-Wettbewerb – für «Menschenrechte» ein Signet entwickeln will, wenn doch genau diese Menschenrechte unter eben diesen Mechanismen leiden, ist da fast nur die Fußnote, eine fast an Münchhausen erinnernde Volte. Ich finde die Idee Crowdsourcing und «Menschenrechte» in einem Atemzug jedenfalls grandios realsatirisch.
Tatsächlich brauchen die Menschenrechte kein Logo, sie brauchen Menschen und Rechte. Sie brauchen Informationsfreiheit und politischen Druck, sie brauchen mutige Menschen, Journalismus, Zeit und Geld. Aber keinen schmissigen Begriff und kein funky logo, egal wie gut oder schlecht es sein mag. Man darf das nicht mit der Frage verwechseln, ob Design sich nicht in den Dienst der guten Sache «Menschenrechte» stellen kann, durch Plakate, Anzeigen, Magazine, Bücher und und und. Und wer weiß, vielleicht entsteht bei diesem Contest wirklich ein Logo, das global dem guten Zweck dient (was ja toll wäre). Aber intuitiv würde ich vermuten, jeder der Beteiligten könnte sich besser – wenn auch unsichtbarer – für die Menschenrechte engagieren, wenn er es anders täte als durch diese Aktion.
Ich glaube zunehmend nicht daran, dass «Ideen» ein Logo brauchen – entweder es entsteht eins aus der Idee an sich, professionell begleitet oder auch nicht, oder aber es braucht kein Signet. Die Idee, dass alles und jedes ein Logo, am besten noch eine Hausfarbe und -schrift braucht, ist ein seltsamer Ordnungsanfall, und wenn man historisch ansieht, wie undemokratisch die Genese von Zeichen dieser Art ist, darf man sich vielleicht sogar um jede Bewegung freuen, die so bunt und so vielfältig ist, dass sie sich nicht unter einem einzelnen Zeichen versammeln mag und kann.

Heilt Design die Welt?
Design ist komplex und ganzheitlich und im höchsten Maße sozial – da wundert es nicht, wenn Designer sich für mehr verantwortlich fühlen als ihren eigenen Bereich, sondern immer das Große Ganze wollen. Es geht nicht um die Broschüre, es geht um die Philosophie, es geht nicht um die Visitenkarte, es geht ums Denken, die Vision… wir neigen alle dazu, uns immer furchtbar konzeptionell zu überschätzen, nicht das Handwerk zu machen, sondern die große Rede zu schwingen. Ich packe mich an dieser Stelle sehr gern an die eigene Nase – ich neige da auch zu und diese Neigung ist an sich auch gut. ich glaube, dass gutes Design darin besteht, über MEHR nachzudenken und MEHR zu machen, zu nerven, zu bohren, nein zu sagen, zu quengeln, zu streiten und zu verführen, bis es möglichst gut wird. Und wenn ich sehe, wie Arbeit aussieht, die durch Jasager entsteht, finde ich diese (für alle Beteiligten enorm anstrengende) Strategie eigentlich immer goldrichtig. Den Fehler, den ich aber nie mache, ist der Umkehrschluss. Ich glaube, dass gutes Design eine gute Wirkung (langsam und langfristig) entfaltet, aber ich war nie der Meinung, dass Design die Welt besser macht. Der Welt ist Design zu Recht völlig schnuppe. Uns Designern darf die Welt nicht schnuppe sein, aber ich käme nie auf die Idee, ein Signet für den Umweltschutz würde TATSÄCHLICH dem Umweltschutz helfen. Wir arbeiten seit Jahren immer wieder pro Bono für zahlreiche Sozialprojekte, aber das tun wir, weil ich es selbstverständlich finde, bei guten Sachen auf kleine Art meinen Beitrag mit dem zu leisten was ich und mein Team halt gut können. Idealerweise ist so etwas langfristig und macht beiden Seiten Spaß, aber ich lebe nicht in einer Realitätsverzerrung, in der ich denke, dass das, was wir da tun wichtig ist. Wichtig sind die Leute, die wir unterstützen, wichtig sind Ehrenämtler und engagierte Menschen, die etwas bewegen. Wenn wir denen helfen können, ihre Kommunikation erfolgreicher zu machen – und nur darum geht es – dann mache ich das gerne und hoffe aufs Beste. Aber ich glaube nicht, dass ein neues Logo für die Suchthilfe Essen auch nur einen Hauch tut, um die Junkies von den Straßen zu kriegen. It’s just windowdressing. Ein langfristiges, strategisches Design (plus etwas Budget plus generell gute Bedingungen) kann sicherlich einen Unterschied machen, weniger an sich als vielmehr durch die damit verbundenen Ideen, Prozesse und Austauschmomente – und natürlich hilft es, wenn eine Broschüre gut gemacht und fein gedacht ist oder ein Plakat die Chance hat, aufzuwecken. Aber Design löst keine Probleme, auch wenn das der Mythos ist. Ein Logo macht keine Menschenrechte, ebenso wenig wie Political Correctness soziale Ungerechtigkeiten löst. Wir leben in einer politsch immer «korrekteren» Welt, und haben eine wirtschaftliche Ungleichheit wie seit Jahrzehnten nicht mehr, mit den gleichen Barrieren wie eh und je – nur ist der Stacheldraht heute rosa angepinselt. Ein Logo ist insofern reine Symbolpolitik – es ist insofern nur verständlich, dass hier ein Minister gern in ein Juryamt wahrnimmt -, die nichts bewirken kann und auch nichts bewirken will, es ist so wirkungsvoll, als würde man die Putzfrau zur Facility Managerin umdefinieren, natürlich ohne Gehaltserhöhung oder sonstige faktische Änderungen. Aber um die Realität, nicht um den Symbolkosmos in dem wir Designer uns bewegen, geht es nun einmal. Wer etwas für die Menschenrechte tun will, sollte nicht Illustrator anschmeißen und Linien zeichnen, sondern sich beim Amnesty International seines Vertrauens erkundigen, wie er aktiv werden kann. (Ja, ich weiß, dass man auch AI kritisch betrachten kann als Spendensammelverein, es ist nur ein Beispiel.)
Natürlich kann Design sozial und politisch sein. Designer wie Bruce Mau, Tibor Kalman oder lokaler Sandy Kaltenborn beweisen ja, dass aus einem bestimmten Denken auch eine Haltung und Handlung enstehen kann und darf, Design nicht a-sozial oder unpolitisch sein muss oder man (wie in der Werbung so oft) gegen das eigenen Gewissen arbeiten muss. Der richtige Weg hier ist aber ausnahmslos die Strategie der kleinen, eigenen Schritte. Wer sich als Designer engagieren will, wird nicht bei Jovoto ein Wegwerflogo mit zig anderen Leuten in die Runde werfen, sondern seine Zeit vielleicht besser investieren, um der lokalen Kirche oder einer Protestgruppe unter die Arme zu greifen – oder sich Projekte größeren Maßstabes suchen, wo er sich einbringen kann. Ansonsten ist dieser Logo-Wettbewerb so inhaltslos und folgenarm wie einen «Like»-Button unter einem Facebook-Aufruf zu drücken. Design wird die Welt nicht im großen Heilen – und das ist auch gut so. Design in komplexerer Form – als Propaganda, als System von Bildern, Memen, Texten, als Gärtnertätigkeit im Treibhaus der Kommunikation, kann langfristig sehr wohl Wirkung entfalten… aber das ist eine ganz andere Nummer als ein Logo-Casting, das ist ein lebenslanger Prozess, das ist Otl Aicher, nicht Crowdsourcing.

Also bitte, liebe Kollegen – wenn ihr Gutes in eurem Job tun wollt, bitte tut das. Ich finde es essentiell für ein Designbüro – und nicht nur für Designbüros – das man etwa 10%-15% der jährlichen Arbeitsleistung in ein pro-bono-Projekt steckt, und zwar nicht, um mit einem krassen Anti-Tierversuch-Plakat beim ADC einen Nagel zu kriegen, sondern um mit den bescheidenen Mitteln, die man hat, etwas zurückzugeben. Insofern ist die Erfolgsrate, die persönliche Befriedigung und der Spaß ganz zu schweigen von der Wirkung höher, wenn man nicht einem Zweck, der kein Logo braucht, eins verpassen will, sondern sich lokal umsieht, wo man mit einem Plakat, einem Flyer oder eben auch einem Logo ganz handfest helfen kann. Es bringt einfach mehr – und vor allem hilft es den richtigen Leuten.

  

5. Mai 2011 17:37 Uhr. Kategorie Design. Tag . 12 Antworten.

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