
Kein Diplom, sondern «nur» eine Semesterarbeit für einen Projektschein, aber ich habe es vorgestern erst bekommen und es ist eine nette Coda für die Diplom-Bildorgie. Daniela Sattler hat aus Artefakten der DDR eine Collage gemacht, die das regime nur auf den ersten Blick zu verniedlichen scheint, mit Trabant und Sandmännchen als Quasi-Sympathieträger. Auf den zweiten entlarvt sich aber trotz des fröhlichbunten Designs die DDR als irgendwie doch auch recht piefiges Land, das für einen Diktatur irgendwie seltsam onkelig, seltsam spießig daherkommt. Insgesamt aber streift Daniela wie ein Kind durch einen Gemischtwarenladen, stopft sich die Taschen voll mit den visuellen Restwerten der Vergangenheit und spielt unbefangen und dreist damit herum, remixt eine Welt, die lange Zeit so vertraut und doch irgendwie fremd wirkt – ein seltsames Paralleluniversum deutschen Muffs. Und zugleich erzählt Daniela eine ganz persönliche Familiengeschichte dabei…
Diese Fingerübung lässt ahnen, was im Herbst zu erwarten ist, wenn Daniela sich etwas weiter in die Vergangenheit bewegt und sich der Genesis-Schöpfungsgeschichte annimmt und aufarbeitet, was Beate in ihrem Diplom auf drei Millimetern unter einem Populationsberg vergraben musste.
Mehr nach dem Break, dank an Katharina für die Pix…
















































































24. April 2008 20:00 Uhr. Kategorie Design. 8 Antworten.
abooo
Wie meinen?
Yeah! ich freu mich total auf dein Diplom!
Sehr coole Arbeit…ich will nicht wissen wir das Diplom wird… ;) Weiter so Sahni!!!
ohhhhhhh will ich haben sahni! :) find ich sowas von schön und schön vintage mäßig
Der Gag ist natürlich,d ass es eigentlich Made in GDR heißen müsste. ;-D
Danke euch, sehr lieb!
Hehe, stimmt , GDR wäre theoretisch korrekt. Aber najaaa… DDR klingt besser ;)
[...] — ich mag das gar nicht auf ganz Deutschland hochrechnen. Daniela Sattler, die ihr von ihrem DDR-Buch kennt und die eigentlich ihr Diplom bei mir gemacht hätte und jetzt von Jürgen Störr betreut [...]