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Bobby Womack: The bravest man in the Universe

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Über diese Platte ist schon viel geschrieben worden. Meist mehr über Damon Albern als über den Mann, dessen Name den Titel prägt. Die Producer, die Kuratoren der Musik, werden langsam wichtiger als selbst die großen Altstars. Ehrlich gesagt, mir ist völlig egal, wer dieses Album produziert hat. Es ist so oder so gut. Womacks Stimme kann man sicher totproduzieren, aber es erweist sich eben doch als schwer – entsprechend ist der beste Song des Albums wohl »Deep River«, aber der Meister kann auch eine Lana DelRey als Gaststimme ebenso überleben wie die Gorillaz-lastige Produktion, die sich mit sperrigen Drumcomputer-Schichten und pulsierenden Synthbässen etwas tanzbarer zeigt als sonst bei Albern. Fast wünscht man sich angesichts dieser Sounds, dass Massive Attack dieses Album produziert hätten, deren Geist immer mal wieder durchblitzt, die aber sicher die durchdachtere, klanglich elegantere Leistung abgeliefert. Dennoch ist »Bravest Man« eine tighte, verblüffend moderne Mixtur, die nicht in die Falle tappt, Womack in einen retromodernen Funk/Soul-Pool zu tauchen, sondern ihn mit Blues, Techno, Dancehall und Triphop koppelt, die durchaus Humor in dieser Mischung aufweist und die einzig in den Sounds wirklich leider recht oft zu eindimensional bleibt und nur mit »Love is gonna lift you up« und »Jubilee« arge Durchhänger aufweist. Aber, wie gesagt, die Stimme von Womack kriegt man kaum kaputt und so setzt sie sich auf diesem Album meist überzeugend durch, auch wenn in Sachen Produktion die Sonne eigentlich immer aufgeht, wenn weniger mehr ist, Albarns Ego herunterfährt und die Vocals in den Vordergrund dürfen. Dann ist das Album unschlagbar und ein Geschenk.

15. Juli 2012 15:26 Uhr. Kategorie Musik. Tag .
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