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Bloc Party: Four

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Yeahbu…what? Dieses Joss-Whedon-Zitat ist die meine erste wahre Reaktion auf dieses Album. Nach dem letzten Weichspüler-Longplayer und Kele Okerekes Ausflügen in Richtung Kirmestechno haben sich Bloc Party nicht nur wieder zusammengerauft, sondern wirken auch wie re-energetisiert. Wütend, gitarrenlastig und verdammt heavy geben sich die Briten alle Mühe, betont live zu klingen, bis hin zu dokumentierten Aufnahmefehlern (über deren Authentizität man nur rätseln kann), in einer Aufnahme, bei der man Alex Newports Erfahrung mit At the Drive in und Mars Volta stets durchhören kann. Dabei ist Four alles andere als ein Back-to-Basics-Album. Das wäre auch ein Fehler gewesen, denn zu den Basics kann man nicht mehr zurück, die hat man zu gut schon beim ersten Besuch ausgereizt. Statt dessen ist Four rockiger, deutlich weniger verspielt, deutlich weniger »alte« Bloc Party (selbst die Single »Octopus«, die noch am ehesten nach den alten Wurzeln klingt, dekonstruiert diesen Sound durch Radiohead-artige Effekte in der Gitarre). Das Ergebnis hat keine Nostalgie für alte Fans im Gepäck und sagt auch der Reise in Richtung Charts Goodbye. In vieler Hinsicht wirkt es so, als sei dies das wirklich zweite oder dritte Album, so befreit und konsequent klingt hier vieles. Der Härtegrad dieses unpolierten, oft in seinen Gegensätzen fast unfertig wirkenden Albums wird die Fans spalten – und das ist auch nur gut so. Respekt vor einer phantastischen Band, die ich nach zwei Semi-Blindgängern schon fast abgeschrieben hatte, für ein ziemlich großes Comeback.

24. August 2012 14:09 Uhr. Kategorie Musik. Tag .
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