Die Kunst, aus nahezu Nichts etwas Großes zu schaffen verkörpert für mich kein Lied so sehr wie Bela Lugosi’s Dead von Bauhaus. Postpunk gewordener Minimalismus, ein solides Stück Kunst, ein Designklassiker, schwarz und scharfkantig, auf der Höhe des damaligen New Wave und bis heute unübertroffener Klassiker. Nicht umsonst ist die Formation um Peter Murphy aus Kunststudenten hervorgegangen, und direkt mit diesem 12″-Erstling hat Bauhaus 1979 das Lied geschaffen, mit dem sie bis heute vor allem identifiziert werden, eine Hymne für die Dekade danach. Ein Monster.
Ich selbst verbinde mit dem Song, der eigentlich so gar nicht uplifting ist, hauptsächlich gute Erinnerungen. Nächte auf Dächern mt Freunden, lange Heimwege, den adolescent thrill of being an outsider. Und, seltsamerweise, vor allem auch ein Konzert von Proximate Force, bei dem wir Bela Lugosi in ein eigenes Lied integriert hatten. Und so auf den Punkt nachgespielt haben, dass ich heute bei Bela Lugosi mehr an die Force erinnert werde als bei jedem eigenen Track ;-D. Gute, wenn auch naivere, Zeiten.
White on white translucent black capes
Back on the rack
Bela Lugosi’s dead
The bats have left the bell tower
The victims have been bled
Red velvet lines the black box
Bela Lugosi’s dead
Undead undead undead
The virginal brides file past his tomb
Strewn with time’s dead flowers
Bereft in deathly bloom
Alone in a darkened room
The count
Bela Logosi’s dead
Undead undead undead
8. Januar 2007 22:37 Uhr. Kategorie Musik. 2 Antworten.
Stimmt, die damaligen Heimwege im Morgengrauen, wenn die öffentlichen Verkehrsmittel noch schliefen, waren sehr speziell. Wieviel Nächte, Wochen und Monate würde man das so noch durchhalten, war das Leben eine Party?
Obwohl … wenn ich mir das letzte Jahr so ansehe… weniger durchmachen war da auch nicht. Der Unterschied ist nur, daß man ein Auto hat ;-)