
Auf der Suche nach einer Alternative zu Moleskine bin auch auf die Atoma Notizbücher bei Manufactum gestoßen. Bei den Moleskine hat mich gestört, dass man wiederkehrende Elemente immer wieder selbst von Hand eintragen musste und ich suchte nach etwas, das ich selbst vordrucken und dennoch als einigermaßen schickes Notizbuch nutzen konnte.


Die Bücher des belgischen Herstellers Atoma arbeiten mit einem Ringbuchprinzip, bei dem die Ringe allerdings nicht wie sonst geöffnet werden und gelochtes Papier entnommen wird. Die Ringe sind solide Scheiben, in die das Papier einfach eingehängt ist. Die Blätter sind einfach nach oben zu entnehmen, aber beim Blättern halten sie bisher erstaunlich gut. Insofern kann man sehr einfach neu sortieren, zusätzliche Blätter einfügen, Blätter bedrucken und wieder einhängen, auch kleinere Notizen einhängen und so weiter.


Die Atoma-Version von Manufactum ist insofern bemerkenswert als dass Manufactum anstelle der sonst verwendeten Plastikringe auf mattierte schwere Aluminium-Ringe setzt und das Cover aus Texon ist, einem Lederersatzmaterial, das wasserabweisender und widerstandsfähiger sein soll als normaler Karton. Manufactum bietet die Notizbücher un verschiedenen Formaten von A7 bis A4 an. Durch die schweren Aluringe lässt sich das Notizbuch auch perfekt als Notiz- oder Skizzenblock benutzen, wenn man es anders herum hält. Ob Buch oder Block – das liegt hier einfach an den Wünschen des Benutzers, beides geht. Das Papier gibt es liniert, kariert und auch blanco. Die Bücher sind relativ preiswert und die Nachfüllpacks wirklich – gerade für Manufactum-Verhältnisse – absolut fair.

Kleine Kritikpunkte an dem ansonsten überzeugenden Notizbuch: Ich finde, das 90g-Papier ist trotz etwas Volumen zu dünn, 135 g wären einfach netter gewesen. Auch die Coverdeckel hätten mehr Dicke vertragen, das Heft wirkt mir insgesamt zu flexibel und weich, vor allem im Vergleich zu den ja sehr massiven Moleskine-A5-Büchern. Ein großes Manko ist darüber hinaus, dass die Blätter sich nicht in Reihe bedrucken lassen. Die Ösen, mit denen die Blätter eingehängt sind, verhaken sich ineinander, so dass im Papiereinzug des Druckers sofort Papierstau entsteht, wenn man mehr als ein einzelnes Blatt einlegt. Etwas schade, aber immer noch schneller als von Hand schreiben zu müssen.


Ich selbst nutze die Atomas als Dozenten-Kursbuch an der RA und konnte mir Studentenprofile für die Punktevergabe und Anwesenheitslisten und ein generelles Protokoll so schnell und effizient vordrucken und für jedes Semester dann schnell neu aktualisieren. Ich bin gespannt, ob das Buch in der praxis beim Hin- und Herblättern hält oder ob es nicht doch auseinander fällt. Zudem benutzen wir die Atomas jetzt auch im Büro als normale Notizblöcke, weil man zugleich ein Buch hat, in dem alles merkenswerte bleiben kann, aber zugleich auch einen schnellen Abreißblock – ideale Kombination also. Und sie sehen auf dem Schreibtisch gut aus :-D.
27. April 2007 13:04 Uhr. Kategorie Stuff. 11 Antworten.
um nochmal an die detail-fotografie-diskussion anzuschließen:
hier finde ich es schön gelöst.
fotos, die die gesamt-ansicht zeigen gepaart mit close-ups, um details herauszuarbeiten, die man bei den andere fotos eben nich sofort erkennt.
ich finde die atoma-bücher auch sehr gelungen, v.a. auch mit dem “upgrade” von manufaktum mit den alu-ringen.
perfekt wäre das system, wenn es jetzt noch einen kleinen stanzer gäbe, so wie die blümchen-motivlocher, damit man andere papiere, die z.b. schon gedruckt sind, nachträglich lochen und mit einlegen kann.
Ich glaube, Atoma hält den Locher – den ich auch als logische Ergänzung empfände – ganz bewusst zurück. Auf deren Homepage habe ich das Produkt jedenfalls nicht gefunden :-D. Wobei ich mit auch vorstellen kann, da diese Stanzung so präzise ist (und sein muss, anders als bei einer normalen Wire-O-Binding etwa), dass man einfach nicht selbst so sauber würde stanzen können.
yep, so ein einzel- oder mehrfachlocher (wie man die von filofax- u.a. systemen) kennt, wäre aufwändiger als normale “nur ein rundes loch”-locher.
aber nett wärs. :)
Sehr schöne Fotos (und inspirierend noch dazu…)
Nur am Rande sei bemerkt, dass noch in diesem Jahr ein Locher von Atoma auf den Markt kommen soll (preislich noch unter 100.-). Was bereits jetzt möglich ist, ist einen Locher der amerikanischen Marke Rollabind zu benutzen. Die Löcher entsprechen nicht exakt denen von Atoma in der Größe, da sie aber nur geringfügig kleiner sind, sitzen sie etwas fester, ohne dabei jedoch zu klemmen.
Hey, danke für den Tipp :-D
Dem Lob für die Fotos kann ich mich nur anschliessen. Klasse!
Die Atoma-Produkte in ihren verschiedenen Variationen kann man nun auch in Deutschland erwerben. Auf http://www.blattwerk-trends.de werden sie seit kurzem angeboten. Der Locher von Atoma soll ab Ende Juli auch erhältlich sein.
tatsache, im neuen manufaktum-katalog taucht auch der locher auf; liegt allerdings bei 98,-.
link manufaktum
Habe ich im Katalog auch gesehen, der Preis ist etwas hyper… und ich denke, wenn man selbst locht, sind die Ergebnisse vielleicht auch nur so lala. Trotzdem, gute Erweiterung des Systems. Tragischer ist eher, das man das vorgelochte Papier nicht en masse drucken kann, weil es sich verhakt :-D
Habe den Locher gekauft. Zwar kann man nicht ganz viele Seiten gleichzeitig lochen, das Lochergebnis ist einwandfrei und total sauber! In der Kombination einfach perfekt. Bin total begeistert
Weiß eigentlich irgend jemand,ob es den Atoma auch im DIN A6 Format gibt? DIN A7 ist mir zu klein, DIN A5 zu groß…