Okay, es ist offiziell. Ich wähle ab jetzt jede Partei, die mir verspricht, Steuern und Sozialabgaben zu senken.
Immer, wenn man denkt, man hat etwas auf dem Konto kommt ein Brief der Steuerberater und man hat nichts mehr. Ich glaube, als Sozialhilfempfänger hätte ich am Monatsende mehr auf dem Konto als als Freiberufler. Das geht echt gar nicht. Ich merke hier wirklich, wie das aktiv Arbeitsplätze killt. Von meinen Abgaben könnte ich entspannt 5 oder 6 Leuten ein solides Nettogehalt zahlen.
Das macht so einfach keinen Spaß, Leute. Ich kann jeden Konzern verstehen, der Arbeitsplätze abbaut. Nicht auszudenken, was man an 6000 Gehältern so unterm Strich spart. Wirklich, die hohe Arbeitslosigkeit ist selbstgemacht.
Don’t get me wrong, ich mag den Sozialstaat und ich zahl gern Steuern für ein effizientes und transparentes System. Aber fast 20 % Sozialabgaben für eine Rente, die final einmal unter dem Einzahlungsniveau liegen wird? Steuermittelverschwendung in Milliardenhöhe? Die Sachen, die mir in der Förderung wichtig sind – Kultur, Gesundheit, Wissenschaft, Bildung, Strukturförderung, Integration von Immigranten und und und – werden Jahr und Jahr gekürzt während Ein strukturell marodes Gesundheitssystem? Ohne jetzt hier den üblichen Mittelstandsblues singen zu wollen… kommt, das geht so nicht mehr weiter. Und das man es ändern kann, haben andere europäische Länder ja vorgelebt. So paart sich der persönliche Frust, Unsummen an den Staat zu überweisen, vielleicht mit dem Gefühl, ein stillstehendes System zu subventionieren. Geht mir, ganz nebenbei, mit der GEZ sehr ähnlich :-D
Das sind echt so Tage, da sehnst du dich nach einem festen Job als Angestellter. Berechenbares Gehalt, weniger Streß, mehr Sicherheit und der Staat / die Sozialkassen lassen dich einfach in Ruhe.
Merde.
9. März 2006 18:22 Uhr. Kategorie Leben. 6 Antworten.
scheiße!
Ach; Angestelltenjobs werden überschätzt.
soso!
komm du mir ins bureau!!!
One of these days, huh?!
Uh oh – good luck!