
Die neuen Zweiwege-Kopfhörer von Apple sind im Grunde die ersten Apple-Kopfhörer,die man tatsächlich verwenden kann. Da beim iphone das Skippen von Tracks etwas aufwendig ist – Rausholen, Bildschirm an, 2x Home-Taste, Skip-Button – und die Apple-Headphones Pause/Play und Skip über einen integrierten Kabelbutton erlauben und weil 80 Euro für einen Innerear-ZweiwegeKopfhörer absolut preiswert sind, habe ich sie mir testweise bestellt. Und tatsächlich funktionieren die Headphones sehr anständig mit dem iphone, Mikrophon und alle Kabelfunktionen werden unterstützt, bis auf die Lautstärkefunktion im Kabel, die ich aber nicht vermisse. Das eingebaute Mikro macht Telefonie möglich, auch wenn ein BT-Set sicher die bessere Wahl ist, aber für ein Telefonat nebenher beim Musikhören reicht es. Steckt man die Headphones in das iphone und klickt einmal für Play auf die Kabel-Fernsteuerung, startet automatisch der iPod, selbst wenn das iPhone an sich abgeschaltet ist.
Bei der ersten Verwendung war ich extrem enttäuscht von den Kopfhörern. Kratziger Klang, verzerrte Musik, kaum Bass. Kein Vergleich mit Sennheiser oder Sony-Systemen. Bis ich dann mehr als Experiment die L-Silikon-Ohrpolster anstelle der normalen verwendet habe und der Klang sich drastisch änderte. Es ist interessant, dass die Polster so extrem auf den Klang auswirken und bei meinen anderen Inner-Ear-Systemen ist das nicht derart extrem ausgeprägt, aber tatsächlich klingen die Apple-Ohrhörer mit den L-Earbuds großartig. Und mit den normalen Polstern grausam. Es kommt also hier anscheinend mehr als sonst auf einen gute Passform zum Ohr an.
Mit den großen Polstern sind die Bässe präsent und druckvoll, die Höhen ungemein klar und die Mitten gut vertreten. Es mag sicherlich bessere Systeme geben, aber für 80 Euro und mit dieser funktionalen Integration in das System wahrscheinlich nicht, zumal die Headphones ganz gut auf den (leider wirklich schwachen) iphone-EQ abgestimmt sind (hier würde ein User-definierbarer EQ Sinn machen, ich verwende fast zwangsweise die etwas flaue einstellung »Mehr Bässe«, weil alles andere wirklich zu schwach in den Tiefen wirkt). Einziges Manko ist da noch die weiße Farbe. Der Klang ist ausgezeichnet, die Lautstärke gegenüber den Sony-71er deutlich besser, der Tragekomfort ist auch mit den großen Earbuds sehr angenehm (weiches Silikon) und alles in allem zählen die Apple In-Ear Headphones zu den besten Kleinstlopfhörern, die ich bisher gehört habe. Absolut empfehlenswert.
10. Dezember 2008 20:31 Uhr. Kategorie Technik. 6 Antworten.
Das zurück/pause/skip geht auch mit den Standard iPhone Kopfhörern! Vielleicht missverstehe ich dich, aber am Mikro der Standard Kopfhörer kann man drücken, einmal gleich pause, zweimal ein Lied vor, dreimal ein Lied zurück.
Der einzige Grund die neuen zu kaufen, ist die Lautstärkenregelung am Kabel, aber die funktioniert ja nur mit dem Touch.
Der Grund, sie Apple In-Ears zu kaufen … ist der Sound. Apple Kopfhörer klingen legendär miserabel – und Kopfhörer anderer Hersteller unterstützen die Bedienung natürlich nicht via Kabel. Insofern sind dies die ersten Kopfhörer, mit denen iPod/iPhone gut bedienbar sind UND die passablen Sound bieten. (Wenn sie richtig im Ohr sitzen ;-))
Ich werde sie testen. ;)
Wie gesagt, bemerkenswert ist der Unterschied, den die richtige Passform in diesem Fall macht. Hatte ich bei anderen In-Ear-Systemen bisher in dieser Form noch nie, der Unterschied zwischen schlechtem Sound mit den normalen Buds und sehr gutem Klang mit den größeren war bei mir wirklich groß – und ich habe nun beileibe keine XXL-Ohren.
Nett, aber ich werde weiterhin brav mit meinen hd25 in der bahn sitzen und einfach absolut gar nichts von dem “um mich rum” mitbekommen. bei jeder fahrkartenkontrolle muss der kontrolleur mich anstupsen weil ich selbst lautes rufen nicht höre :-D
Schönen Namen haben die Kopfhörer :-D
Aber mir wäre es etwas zu derb, mit großen Kopfhörern herumzulaufen – zumal Inner Ear Headphones die Umwelt ja gerade erschreckend abschirmen…