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Apple Battery Charger

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Über das neue Apple-Batterieladegerät ist viel gelästert worden. Durchaus zu Recht – es scheint, als würde Apple mit Geräten wie diesem oder auch den iPhone-Bumpern entschieden in den lukrativen Zubehör-Markt einsteigen wollen. Braucht es ein Apple-Ladegerät? Ganz einfach: Nein. Aber ist es mit 29€ überteuert, zahlt man die legendäre Apple Tax? Eben auch: Nein.

Im Grunde sind 30€ für ein gutes Ladegerät mit sechs Batterien ein sehr fairer Preis (sofern die Batterien halten, was sie versprechen). Gute Eneloop-Batterien und ein entsprechendes Ladegerät bringen sich auf den gleichen Endpreis, wenn nicht mehr. Das professionelle Ladegeräte mit Refresh-Optionen, verschiedenen Ladespannungen und der Möglichkeit, verschiedene Formate und einzelne Batterien aufzuladen, dem Apple-Charger deutlich überlegen sind, gar keine Frage. Und dennoch: Gerade für unterwegs ist das winzigkleine Ladegerät ideal. Während man im Büro ja inzwischen fast besser mit einem großen Profi-Lader bedient ist, um die pro Arbeitsplatz 4-6 Batterien aufzuladen, ist es unterwegs immer so, dass die Ladegeräte mit ihrem Kabelsalat unnötig sperrig sind und man auch fast nie wirklich vier Batterien gleichzeitig laden muss. Hier ist der zwei AA-Batterien überraschend schnell ladende Apple-Zubehör eine ideale Lösung. Platzsparend in der Tasche und in der Steckdose schmaler als der Euro-Stecker, überzeugt es trotzdem mit einer direkten Ladeanzeige (die gewohnte Apple-LED in Orange/Grün, gut sichtbar an der Oberseite des Laders) und sogar einer Fehlermeldung bei defekten Batterien. Nach abgeschlossenem Ladevorgang schaltet sich das Ladegerät ab, um Überladung der Batterie zu verhindern. Vielmehr kann man von einem winzigen Ladegerät dieser Preisklasse fast nicht erwarten.

Um schnell unterwegs die Maus-Batterien oder fürs iPad die Tastatur aufzuladen, ist es eine so handliche und elegante Lösung, dass ich mir spontan ein so gut gemachtes Ladegerät auch für meine Kamera-Akkus wünschen würde, zumal durch den üblichen Wechselstecker der Lader auch im Ausland sauber funktioniert. Über die Qualität der Batterien kann man so kurzfristig nicht viel sagen, außer, dass Apple sie im gewohnt schlichten Stil gehalten hat und sie eben fast verdächtig nach Eneloop klingen: Lange Lebensdauer, geringer Memoryeffekt, geringe Selbstentladung, 1900-2000mAh, 1,2 V. Wären die Batterien wirklich vergleichbar, wäre der Preis zu rechtfertigen – zwei Eneloop mit dem guten MDR-02-Ladegerät kosten immerhin 17€. Wer also viel unterwegs ist und Platz in seinem Geek-Arsenal sparen will, für den ist der Battery Charger von Apple zumindest einen Versuch wert. Und nebenbei ist es nur zu begrüßten, dass Apple – wenn es schon so viele batteriehungrige BT-Geräte auf den Schreibtisch stellt – hierfür auch eigene Batterien und Ladegeräte anbietet, um die Leute von den Einmal-Batterien wegzukriegen. Bleibt zu hoffen, dass in Zukunft vielleicht statt Einwegbatterien eben auch Akkus bei Tastaturen, Mäusen usw. beigelegt werden.

8. August 2010 11:29 Uhr. Kategorie Technik. Tag , . 7 Antworten.

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