Der Tipp kam eben von Marc Dirkmann, der auf der Suche nach einem preiswerten Toycamera-Tool für den Mac auf AnalogColor von Pentacom stieß. Mit zahlreichen Optionen und für 10 Euro sicherlich eine Testfahrt wert, zumal die (sich leider etwas wiederholenden) «Open Camera»-Lichteinfälle Spaß machen. Den Look landläufiger Fake-Lomo/Holga/Diana-Photographie kriegt AnalogColor solide hin und bietet zudem deutlich mehr Einstelloptionen als etwa CameraBag, das nur mit Templates arbeitet und zudem 10 Euro teurer ist. Beide Tools kriegen den Look zahlloser iPhone-App-Photoverfremdungen solide hin, die 0.5er-Version von AnalogColor macht zumindest bei meinem MacPro mit dem Prozessor etwas Mucken und bremst andere Prozesse aus, Marc hat aber beispielsweise keine Probleme damit. Das minimalistische Interface ist gewöhnungsbedürftig, aber funktional – da das Programm Bilder auch kleinrechnen kann, eignet es sich sicher, um unterwegs schnell ein paar Photos für ein Blog zu «trashen». Wer mehr Kontrolle will und mit Photoshop arbeitet, dürfte sicher mit einem Plug-In wie Exposure 3 von Alienskin besser beraten sein, dass deutlich mehr Optionen bietet (allerdings keinen Lichteinfall simuliert, leider), mit 250 Dollar aber auch deutlich teurer kommt und in Sachen s/w-Konvertierung neben nik Silver FX das sicher beste Werkzeug derzeit darstellt.
Wer allerdings eine Photoshop-freie Lösung für kleines Geld sucht, die quick und dirty Photos etwas spackiger aussehen lässt, ist hier sicher gut beraten, die kleine Anwendung macht für den Preis durchaus Spaß, auch wenn Sie sich so gar nicht nach «Apple» anfühlt.
Die Frage ist natürlich, ob man diesen Lomo-Style-Look langsam aber sicher nicht satt hat, wenn dank Hipstamatic und Co inzwischen nahezu jedes dritte Photo vom iPhone so aussieht (wie hier ja auch, ich liebe Hipsta). Was beim iPhone auch elementar Sinn macht – es IST ja (auch beim 4er) nach wie vor eher eine Spielzeugkamera, sich auf dem Desktop mit 21-MP-Photos aber irgendwie zunehmend seltsam und unspontan anfühlt. Der Unterschied ist wahrscheinlich, dass Tools wie Hipsta den Effekt direkt anwenden und man nicht nachträglich etwas ändert, man also tatsächlich mit einer ToyCam photographiert (auch wenn sie nur emuliert ist).
7. Dezember 2010 15:54 Uhr. Kategorie Technik. Tag Photographie, Software. 2 Antworten.

bin vor einiger Zeit ebenfalls auf Analaogcolor gestossen… finde das Tool einfach der Hammer… und finde das übertrifft in gewissen Punkten sogar Hipstamatic (welches ich im übrigen auch genial finde)…
Ich war erstaunt wie gut die Qualität der iPhone4 Bilder die ich mit Hipstamatic gemacht habe, aussehen wenn man Sie ausdruckt. Aber ist und bleibt halt eine Handycam die gewisse Einschränkungen hat. Für unterwegs aber sicherlich eine tolle Sache ist…
Meine Lomo ist zwar SUPER, aber die Entwicklung der Bilder ist relativ teuer mit der Zeit und daher nimmt man die nicht immer mit resp. macht nicht mal so nach Laune ein paar Fotos sondern selektiert hier schon etwas strenger – also ich zumindest mache dies so…
Hier finde ich haben Digicams einen grossen Vorteil – man kann einfach mal drauflos schiessen… Darum hab ich mir eine Canon G12 gekauft, da ich einfach was kompakte für unterwegs haben wollte, die anständige Bilder macht. Die Resultate haben mich sofort überzeugt – obwohl ich bin absoluter Hobbyfotograf und bin noch weit weg ein geübter Hobbyfotograf zu sein… egal.. auf jedenfall finde die die Digipics obwohl sie sehr gute Qualität haben, irgendwie etwas fade… und da kommt eben genau Analogcolor zum Zug… es muss ja nicht immer ein extremer Lomoeffekt sein.. schon feine Einstellungen geben den Bildern etwas mehr pepp… und sehen auf einmal interessanter aus…
Klar, wenn ich mich mit Photoshop auskennen würde, wäre mir ev. Analogcolor zu mikrieg… aber für meine Kenntnise ist das Teil echt genial.. und das beste – es geht raze-faze mit dem Bearbeiten… ist auch noch nett, vorallem wenn mann ca. 300 Bilder hat die man gerne bearbeiten möchte… die 10 Dollar sind auf jedenfall gut angelegt… Wobei ganz ehrlich entweder ich bin blind oder doof.. oder sogar beides… aber einen Unterschied zur Trail Version konnte ich bis dato nicht ausmachen?! Ev. ist die Auflösung besser?
nun egal… finde kluge Köpfe die so ein Tool erfinden und anbieten haben von mir 10 Dollar verdient… weiter so Freunde!
Solltest du ein iPad haben, besorg dir einmal snapseed von nik – für knappe 4 Euro einfach phantastisch.
Mit Analog Color haben wir sogar tatsächlich bei einem Job, der auf Stockphotos (leider nicht anders realisierbar) basierte, die relativ heterogen waren, einen Toycamera-Look hingekriegt, der die Bilder noch einmal deutlich aufgewertet und homogener gemacht hat.