
Im Fontblog habe ich gestern Nacht einen alten Brief entdeckt, den ich Jürgen etwa 1994 geschickt habe, als ich in Kommunikationswissenschaften bei Jo Reichertz meine Zwischenprüfung zum Thema «Typographie als Zeitsymptom» schrieb. Ich find’ witzig, wie man dem Brief ansieht, das ich mich irgendwie damals zwar für Design interessiere, vaaaage, aber absolut NULL Ahnung hatte. Nichts konnte, völlig naiv war. Dieses alberne Schraubenbild, die pesudoflippigen Ziffern. Und die Typo der Adresse natürlich 1a im Abheftbereich. Und noch sehr von der wissenschaftlichen Ecke her kam (das waren dann die Fremdworte, die Jürgen so störten, die hatte man einfach intus im Studium, ein paar Jahre später kommen die einem in der Tat sehr aufgesetzt und fremd vor, kann verstehen, warum Jürgen sich an diesem naseweisen Slang störte.)
Die Antwort, seinerzeit wirklich nicht so hilfreich, fand ich aber eigentlich auf eine smarte Art sehr sympathisch. Kein Grund, einen roten Kopf zu kriegen, Jürgen. Spannend, was draus geworden ist. Auf die nächsten zwölf Jahre.
11. Januar 2007 14:44 Uhr. Kategorie Leben. 13 Antworten.
Schade, daß man weder bei Dir noch im Original die Briefe nicht größerklicken kann… ich hätte sie zu gern mal gelesen.
Besser ist das :-D
das war die emigre und fuse zeit. ist doch egal.
meine alten arbeiten sahen noooooch viel schlimmer aus :-D
Wäre ja furchtbar, wenn man nach so langer Zeit von seinen Arbeiten immer noch durchs Band begeistert wäre! Das zeugt doch vom Reifungsprozess; weniger Haare, mehr Falten, mehr Ahnung, oder?
Das ist keine Arbeit. Ich war damals noch nicht mal ansatzweise sowas wie Designer.Ich hab ja nicht mal Design studiert. Arbeit ist was ganz anderes und sah dann auch spontan etwas besser aus, gottseidank :-D. Nicht perfekt, aber auchnicht SO naiv.
markus, jürgen hat mir die o-briefe netterweise geschickt, ichsetz die heute abend mal ein.
Aber bitte nicjht groß kommentieren, die Sache ist sehr alt und ich fand seine Antwort sehr okay. Und Jürgen ist einer von den ganz ganz ganz Guten. Wer hier ein böses Wort sagt, kriegt nen Tritt von mir :-D
Hier, hoffentlich lesbar, die größeren Scans als Ausschnitt…
Wie schön übrigens, dass das HD damals wie heute für Gender-Unklarheiten sorgt :-D
emigree – HAA! GREAT! :o)
Das Schlimme ist..Ich schreib’s bis heute falsch. Ich geb immer wieder deren url falsch ein, weil ich zwei E ans Ende tippe. Genauso, wie ich heute die Schreibweise Octavo für 8vo witzig finde.
und was hast du gedacht als die antwort von jürgen kam?
hat es dich eher angeregt selbst nach antworten zu suchen oder haste den mist in die ecke geschmissen? und was noch viiiiel wichtiger ist, gabs einen kalten winter? *g*
die antworten fand ich okay. Er hat überhaupt geantwortet, andere gar nicht. Ich kann mich nur noch an Jürgen erinnern und an Alex Branczyk, der absolut großartig war. Jürgen hat mir die Fakten gegeben, die ich brauchte und die soften Fragen habe ich ja auch selbst ganz gut gemanaged gekriegt. Ich fands ganz nett so. Inspiriert war ich ohnehin, da bauchte ich keinen Antrieb. Ich hatte die meisten Antworten schon.
Lustig finde ich, wie sehr der Brieftext von mir schon nach MIR klingt. Bin ich selbst überracht. Die reine Textmenge ist auch schon typisch. Eine Frage sechsmal paraphrasieren… very HD.
Irgendwann gibt es IMMER einen kalten Winter in der Zukunft.
Es ist witzig, wie manche Leute in deinem Leben katalytisch sind. Jürgen und Erik, direkter oder indirekter, gehören irgendwie zu diesen Leuten bei mir. Ich kann gar nicht sagen, wie surreal das war, im Beirat das erste Mal zu sitzen und da sitzt der Spiekermann. SPIEKERMANN. Hallo? Ich hab BLUT geschwitzt. Ich war nichgt mehr so nervös seit der Zeit, wo ich bei Dirk Rudolph gearbeitet hatte, den ich ja vorher NUR fünf Jahre förmlich angebetet hatte :-D. DAS war ein Praktikum, damn. Ich war die ganze Zeit die Uncoolness in Person.
Hat der Jürgen Recht gehabt. Mann der HD konnte Sätze schreiben die musste man 10 mal lesen um das einzige deutsche Wort darin zu finden und dass war dann meist und oder oder (°__°). Sehr viel geändert hat sich da auch nicht, Sohna!!!