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Alarms

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Aus Stefan Fürsts Mediaatelier kommt regelmäßig Software, die wunderbar gedacht und gemacht ist und mit stets superaktuellen Updates glänzt. Fürst ist eines der vielen Beispiele für kleine kreative Programming-Schmieden, die eben kleine, kreative und durchaus wichtige Software zu sehr fairen Preisen produzieren, kundennah arbeiten und ein wunderbares Gegengewicht zu Giganten wie Microsoft oder Adobe darstellen… und gerade die Apple-Plattform wimmelt ja von solchen kleinen Anbietern, die die Nischen und Lücken des OS perfekt füllen und es deutlich aufwerten.

Die neue Software von Fürst heißt schlicht «Alarms» und so einfach wie der Name ist das Programm – es ist ein in der MenuBar schlummernder Alarm, der den Tagesablauf begleitet. Man kann relativ einfach nahezu beliebige Dateien, Websites, Termine usw in die Menüleiste ziehen, Alarms klappt herunter und schon hat man sich selbst einen Termin gesetzt. Eine eMail, die man noch beantworten will, Software, die man sich vielleicht am Abend nochmal anschauen will, ein Memo von einem Telefonat landet so schwupps in Alarms und ein zwei Stunden später erinnert ein auffällig pulsierendes Alarmglöckchen daran, dass man doch noch was tun wollte. Auch manuelle Einträge sind mit einem Doppelklick in die Tagesübersicht schnell eingetragen, und wenn ihre Zeit gekommen ist, landen sie in der TODO Box.

Das Verschieben von Aufgaben ist dabei schick und einfach gelöst, und dazu bietet Alarms einen Snooze-Modus an, einfach viermal mit der Maus hin- und her, im Grunde wie ein Kopfschütteln, und die Applikation ist erst mal wieder still. Das Aufschieben ist also deutlich eleganter und einfacher als bei den meisten anderen Werkzeugen.

Als Alarms erschien, dachte ich: Nice, brauche ich aber nicht, ich habe ja OmniFocus. Tatsache ist, Alarms wäre deutlich besser, wenn es direkt mit Omnifocus kommunzieren könnte, wenn also eine erledigte Aufgabe in Alarms auch in OF abgehakt würde (hinthint)… aber da sich Alarms zumindest die am Tag anstehenden ToDos aus OmniFocus via iCal ziehen kann (OF mit Ical local synchronisieren und dann Alarms mit iCal), kann man die in OF geplanten Aufgaben für den Tag in Alarms noch einmal wundervoll über den Tag verteilen, verschieben und sich viel nervender (was ja gut ist) daran erinnern lassen als von OF. tatsächlich fühlt sich Alarms an, als wäre ein ideales Modul für nahezu jede GTD-App und nach einer Weile fragt man sich ohnehin, warum Apple diese Idee nicht in iCal integriert hat. Zumal Websites, Mails, PDFs usw sich direkt aus der Alarms-Leiste heraus öffnen lassen und man auch Notizen beifügen kann und damit die Fähigkeit, an iCal-Items Dateien und Anmerkungen anzuhängen, intuitiver und sinnvoller gelöst ist als in iCal selbst. Und während Omnifocus oder Things eher generell Aufgaben verteilen, sind sie sehr klobig, wenn es darum geht, diese Aufgaben am jeweiligen Tag noch mal auf der Stundenebene einzuteilen – und hier kann Alarms absolut glänzen. Morgens die anstehenden Aufgaben kurz auf den Tag verteilt, sieht man sofort, ob man sich zu viel oder zuwenig vorgenommen hat und kann es entsprechend ändern. Einziger Wunsch wäre eine nahtlose Fusion mit Omnifocus, so dass ich direkt aus Alarms die OF-ToDos verschieben und auf den nächsten Tag o.ä. legen kann und die OF-Todo sofort abgeglichen sind. Make it happen!

Wie bei Mediaatelier nicht anders zu erwarten, ist das Interface von Alarms so einfach wie grandios, es macht einfach Spaß, die Software zu benutzen. Leider ist die Software noch ein bißchen buggig, mal kommt die Leiste nicht so richtig heruntergefahren, mal bringt Alarms iTunes zum Stottern, wenn man etwas in die Menüleiste zieht. Aber wie ich Stefan Fürst kenne, wird es da bald Updates regnen, die die Software verbessern und stabiler machen. Aber selbst jetzt sind die derzeit 12 Euro für Alarms gut angelegtes Geld, wenn es darum geht, schnell und einfach den Tagesablauf zu organisieren.

Update 1: Tatsächölich lässt die Brücke Alarms > iCal > Omniocus zu, dass ich ToDos direkt in Alarms verschiebe, diese werden in iCal aktualisiert und – mit etwas Glück – dann nach einem Sync auch von OmniFocus übernommen. Wobei OF wirklich einen automatischen Sync brauchen könnte, muss ich sagen. Aber an sich kann man Alarms als Menu-Erweiterung von OF benutzen, sogar neue Termine eintragen (auch wenn dann natürlich die Projekte und Kontexte usw fehlen). Sehr schön!

Update 2: Noch ein Vorteil der kleineren Software-Macher ist die Geschwindigkeit bei Support-Anfragen. Alarms hat heute via MobileMe/iCal ein Problem mit anderen iCal-Rechnern verursacht (weil ich das Kleingedruckte in den Preferences nicht gelesen habe…), und die Antwort kam binnen 5 Minuten mit einem einfachen Fix für das Problem. Davon darf man bei Adobe doch nur träumen ;-D.

1. Oktober 2010 11:30 Uhr. Kategorie Technik. Tag . 3 Antworten.

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