
Kleines, im Originallayout in einem Background fast verschwindendes Abfallprodukt der Arbeit am Homo-Faber-Abendprogramm. Die Kamera selbst ist Stock-Material.
Das gesamte Abendprogramm wird dann in etwa so aussehen (hier gedreht und unlesbar verkleinert, die aufklappbare Plakatseite fehlt und die Kameras sind im Hintergrund der Auslaufmodell-Seiten gelandet):


7. März 2006 16:57 Uhr. Kategorie Arbeit. 8 Antworten.
Dein Abfallprodukt ist zu schade für den Hintergrund. Bin sowieso kein großer Freund von Bildern hinter Copytext. Meist leidet einfach beides drunter. Du beweist mit vielen Deiner Arbeiten das Gegenteil, aber auf den drei unteren Seiten klappts nicht so gut, find ich.
Bei der Textmenge und dem Platz, der zur Verfügung steht hab ich gar keine andere Chance. Ansonsten sinds fünf weiße Seiten und ein Photo. Ich mag hinterlegte Bilder auch nicht immer so, aber die Herausforderung bei den ABs ist, trotz exorbitanter Textmenge noch jedesmal ein passables Produkt zu machen, daß metatextuel zum Stück passt und es ergänzt. Es isthalt so: Wir wollen möglichst viel Bild, die FDramaturgen möglichst viel Wort. Am Ende gehen Text und Design da einen Kompromiß ein, klar, reine Typo wäre besser lesbar, nacktes Design kickt uns etwas mehr, aber ich glaube, so ist es als Gesamterlebnis immer noch schöner, auch wenn es etwas mehr Auseinandersetzung herausfordert als normale Abendprogramme. (was ich im Theater eh als Publikumswunsch voraussetze), als so normale Heftchen. Für mich sind die Abendprogramme aber gerade wegen diesem notwendigen Fusionsprozeß von Bild und Wort auf engstem Raum immer hochspannend, zumal man gerade mal so einen Tag für die Gestaltung pro Heft hat… am nähesten dran an meinem alten Faible, dem CD-Booklet. Eigentlich irgendwie schade, daß ich derzeit für keine Band oder kein Plattenlabel rumtobe…
Wort und Bild sollen ja eine Einheit bilden und Du löst das von DIr beschriebene Problem/die Herausforderung immer wieder ganz famos. Bei den unteren drei Seiten gefällts mir einfach nicht so recht. Vielleicht weil die Bilder für mein Gefühl zu wenig im Hintergrund stehen. Vielleicht weil die Motive an sich auch viel zu stark dafür sind… Aber das ist kleinlich. Du machst sowas an einem Tag?!?
Ja, aber die Bilder waren in der A-version noch GAR nicht drin, dann lieber Tapete als GAR nicht :-D. De sind sehr dunkel, damit man den Text lesen kann. Gerade bei älteren Zielgruppen ist weißer Text auf dunklem Fond eigentlich ein Problem.
Ja, ein Tag Entwurf/Layout, knapp ein Tag Korrektur. Klar, wir machen ja auch 800 Seiten datenbankfrei handgelayouteten Katalog in zehn Tagen (Rest ist Korrektur). Bei den Abendprogrammen ists mal etwas mehr, mal etwas weniger, aber ein Tag Layout (wobei man ja nebenbei noch andere Sachen macht) und ein Tag Korrektur kommt in etwa hin. Zu mehr ist auch beim Theater keine Zeit. Menschenfeind mußte in knapp vier Stunden stehen, ging aber auch, weil wir großen Freiraum hatten und Uwe zum einen zwar wenig Zeit, zum anderen aber auch (wie stets) großen Mut hatte. Im Schnitt ein bis zwei Tage, deshalb leider auch recht viel Stockmaterial, weils doch fix gehen muß. Die Bilder von Philipp sind vorher gemacht und manchmal knipsen wir hier Sachen, wie etwa bei Nabucco oder Orleans. Stresig war es eher, jetzt 2009 zu machen. Zum einen gibts da eben diese layouteten Außenseiten, die aber recht schlicht gehalten sind (und superschön geworden sind), aber es gibt auf der Plakatseite eben kein Plakat, sondern 21 A4-Seiten StückTEXT. Auf A2. In 6,5/7,5 pt. Das geht so schnell echt nur noch dank Indesign und verschachtelter Formatvorlagen :-D.
uhhh scheiße – genau meine farben. geiles moddergrün und dieses braun – hach!
schön das mit der kamera – erinnert mich ein bißchen an rudolphs spielereien in den 90ern.
ich mag das.
Stimmt, an die Rasierapparate, Plattenspieler und so. Wobei es dafür auch ein paar Vorbilder gab. Ist ja bei mir auch dezent im Hintergrund versteckt :-D. Und bei Dirk klau ich immer gern, steh ich zu. Gab so vor einem Jahr oder zwei auch ein Vitra-Heft, das so ornamental mit den Stühlen von Vitra umging, auch sehr schön.
zu deinem vorletzten post: ich find es erstaunlich, dass deine arbeiten in so kurzer zeit entstehen und dabei aussehen, als wären sie mit furchtbar viel liebe gemacht (was sie bestimmt auch sind…). ich hätte erwartet, dass du da länger für brauchst und ziehe eine ganze reihe hüte. deine 800-seiten-in-zehn-tagen-geschichte macht mir schon wieder fast angst. ich muss noch viel lernen :D
Ich bin ja nur so schnell, weil Stefanie so gut ist :-D.