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Microsoft Goes Gaga

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Angesichts der erfolgreichen I’m a Mac/I’m a PC-Werbespots von Apple hat Microsoft ja vor einiger Zeit den bekennenden Apple-User und Comedian Jerry Seinfeld angeheuert, um ihn für Windows/Vista werben zu lassen. Bereits bei der Ankündigung hagelte es knackige Kommentare, laut denen Jerry ja bereits mit Seinfeld eine TV-Serie über «Nothing» gedreht habe, insofern also der ideale Mann sei, um für ein Betriebssystem zu werben, über dass es eben Nichts (Bzw. nichts gutes) zu sagen gibt.

Jetzt ist der Spot erschienen – und verwirrt. Sollen wir alle Microsoft kaufen, weil Bill Gates sich ansonsten keine Schuhe mehr leisten kann? Soll der Spot uns sagen, dass Bill einer von uns normalen Menschen ist und wir ihm deshalb vertrauen können? Sollen wir verstehen, dass Vista wie ein Paar Schuhe ist, die man erst einlatschen, unter der Dusche dehnen und mit schmerzverzerrtem Gesicht verbiegen muss, bis man sich richtig wohl damit fühlt (und genau so ist es, Vista läuft eigentlich erst, nachdem man in Jahr daran herumgeknetet hat, anders als andere Betriebssysteme, die irgendwie sofort funktionieren)? Und warum ist Windows Delicios? Produziert Microsoft also demnächst Twinkies? Und wieso eigentlich Bill Gates – hat der Gute sich nicht kürzlich erst zur Ruhe gesetzt? Ist Steve Ballmer nicht attraktiv genug? Tatsache ist, dass es in dem Spot tatsächlich irgendwie um «Nichts» geht und auch wenn ich das unterhaltsam Verquere des Spots irgendwie mag, funktioniert er einfach in kaum einer Hinsicht, außer das er semi-unfreiwillig komisch ist.

Während Apple – ungeachtet aller MobileFail und iPhoneRückschläge einen Ball nach dem anderen schlägt und mit etwas Mut auch in Zukunft die Nase vorn haben kann – wirkt Microsoft wie gelähmt. Vista ist ein schlechter Nachbau von OS X, Windows 7 wirkt kaum überzeugender. Darüber hilft keine Werbung der Welt hinweg, sondern Microsoft müsste überlegen, wie man der Zange OS X/Linux, die mehr und mehr auch in den eigentlichen Stammbereich von MS – dem Businesssegment – an Boden gewinnt, vom Home-Bereich ganz zu schweigen, begegnen kann. Und Apple ist nun auch kein kleiner, flinker David gegen den Goliath MS, sondern ebenfalls eine multinationale, große Firma, die aber gerade im direkten Vergleich deutlich behender wirkt. Wer immer in Zukunft die Geschicke von MS leitet, sollte Dynamik ins Spiel bringen und einen großen, mutigen Schritt nach vorn wagen, bevor es zu spät ist und Gates sich wirklich seine Schuhe im Billiggeschäft kaufen muss.

5. September 2008 13:04 Uhr. Kategorie Technik. Tag , .
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