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30. November 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag . Keine Antwort.

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29. November 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag . Keine Antwort.

Sudelbuch 146

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21:53 Uhr. Kategorie Stuff. Tag . Keine Antwort.

Klarheit

wo klarheit herrscht, ist auch ruhe, oder entsteht doch nach und nach von selbst
f. w. von humboldt

17:22 Uhr. Kategorie Stuff. Tag . Keine Antwort.

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28. November 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag . Keine Antwort.

Slanted 20 Slab

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Ohne lange Worte: Photos von der neuen Slanted:

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20:13 Uhr. Kategorie Design. Tag , . Keine Antwort.

Full frontal is the way to go

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Wunderbar, wunderbar geschmacklose Anzeige. Wunderbar schlechte Montage. Bin hin zur Armbanduhr des male models und dem Blick der Dame links neben ihn ein kleines Stück Kunst. So viel Spaß kann Technologiewerbung machen. Keine Ahnung, ob man so ein positives brand image aufbaut, aber immerhin: niemand guckt an dieser Anzeige vorbei :-D.

18:41 Uhr. Kategorie Stuff. Tag , . Eine Antwort.

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27. November 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag . Keine Antwort.

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26. November 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag . Keine Antwort.

Papaaaaaaaa

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Auch ein ganz interessanter Trend derzeit: Vater mit Kind. Die Idee der Vererbung. Patek macht das schon lange, jetzt kommen sie alle hinterher. Bei Uhren noch vage verständlich, aber bei eau de toilette?

15:12 Uhr. Kategorie Stuff. Tag . Keine Antwort.

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25. November 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag . Keine Antwort.

Sudelbuch 145

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(crushed by the wheels of industry)

23. November 2012 13:02 Uhr. Kategorie Stuff. Tag . Keine Antwort.

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22. November 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag . Keine Antwort.

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21. November 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag . Keine Antwort.

Sudelbuch 144

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(or: The case of the exploding eyeball)

21:58 Uhr. Kategorie Stuff. Tag . Keine Antwort.

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20. November 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag . Eine Antwort.

The Triffid Landscape

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Etwas schöne Handarbeit von unserer neuen Praktikantin Mareike – und natürlich ein nach wie vor phantastisches Buch. Alle Papierliebhaber werden uns jetzt wahrscheinlich für das Übermalen hassen.

08:00 Uhr. Kategorie Stuff. Tag , , . Keine Antwort.

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19. November 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag . Keine Antwort.

Skyfall

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Dame

Es ist bemerkenswert, das Judy Dench im dritten der Relaunch-Bondfilme eine so zentrale Rolle besetzt. Bereits Casino Royale und Quantum of Solace gaben der Darstellerin mehr und mehr Raum, den sie sich sozusagen erarbeitet hat – ihre M ist eine der besten Figuren im Bond-Relaunch, neben Craigs etwas mehrschichtigerem 007 im Grunde der einzig dreidimensionale Charakter der Serie. Insofern ist es konsequent und zugleich auch schade, dass die Reise dieser Protagonistin hier Höhepunkt und Ende findet. Schade ist vor allem, dass auch Dench nicht der Versuchung widerstehen kann, der sehr harten und kalten Figur am Ende einen weichen Kern zu unterstellen, als Schauspielerin an einer tragischen Figur interessierter war als daran, Unschärfe und Geheimnis von Bonds Vorgesetzter beizubehalten. In den vergangenen Teilen war die Andeutung genug, eine fast subkutan gespielte Anteilnahme an ihrem Agenten, den sie ansonsten jederzeit kalt opfern würde – hier kippt die Beziehung zum Ende aber in eine seltsame Ersatzmutter/Sohn-Rolle. Es ist für Darsteller und Drehbuchautoren natürlich verführerisch – und insofern auch ein zentrales Element des New Bond – den Menschen hinter der funktionalen Maske zeigen zu wollen, die berufliche Deformation bloßzulegen. Die Gefahr ist allerdings groß, dass die Maske selbst zeitloser und größer ist als der Mensch dahinter, dass die Enthüllung enttäuschend und banal ausfällt, und der einmal demaskierten Figur insofern nur der Abtritt als Ausweg bleibt. Auch, weil sie ja keineswegs einen echten Menschen zeigt, sondern nur eine neue Maske, die Autor, Regie und Schauspieler anlegen und die meist nicht so langfristig gewachsen ist wie das ursprüngliche vorherige Rollenklischee. Während also M als ambivalente Figur zwischen Professionalität in einem mörderischen Gewerbe und einem fast widerwillig erhalten gebliebenen Restbestand Menschlichkeit eine von Dench über Jahre solide und glaubhaft etablierte Rolle ist, wirkt die Mutterfigur, die so plötzlich hervorspringt, dünn. Die vom Autor gewollte Katharsis für 007, der späte Ritterschlag durch die Mutterfigur, führt Regisseur Mendes und seinen Autor Neal Purvis aber zu einem weniger rebellischen »erwachsenen« Bond und schließt den mit Casino Royale begonnenen Zyklus.

Bube

Was wäre 007 ohne seine Gegner? Im 23. Film übernimmt der Spanier Javier Bardem die Rolle des britischen Geheimagenten und auch die wohl böseste Blondierung der Filmgeschichte kann nicht davon ablenken, dass hier etwas nicht ganz zusammen passen will. Bardem, ein herausragender Darsteller, der mehrfach bewiesen hat, dass er absolut zu Understatement und tiefem, emotionalem Spiel in der Lage ist, wirkt übermäßig aufgekratzt als Raoul Silva, ein Spanier, der ausgerechnet beim britischen Geheimdienst arbeitet. Vielleicht liegt es daran, dass eine so mehr als andeutungsweise homosexuelle Figur in einem Testosteron-Film à la Bond nicht ausgerechnet den Schurken geben sollte – auch wenn wir dadurch einen sehr bemerkenswert Bond-untypisch bisexuellen Kommentar von Craig bekommen.

Als Gegenspieler leidet Silva an einem Problem, das freilich nicht nur auf Bond-Filme beschränkt ist: Am Anfang nahezu als allmächtig aufgeplustert, um als filmtaugliche Bedrohung zu dienen, geht ihm am Ende die Luft aus. Warum ein global operierender Bösewicht, der eine komplette Armee sein eigen nennt, Satelliten fernsteuert und in einem nahezu aberwitzig überkomplexen Racheplan arbeitet, am Ende allein und recht verwirrt wirkend durchs Hochmoor stakst und eher die unfreiwilig-hysterische Komik-Bedrohlichkeit einer Cruella De Vill ausstrahlt, ist mir schleierhaft geblieben. Wie überhaupt über manche Entwicklung der Handlung besser nicht nachgedacht werden darf. So schön es jederzeit ist, Bardem auf der Leinwand zu sehen – als Bond-Schurke ist er ein Rückschritt gegenüber den beiden bisherigen Relaunch-Gegnern, die einfach etwas glaubhafter, weniger operettenhaft angelegt waren. Wie bei so vielen Dingen in diesem Film versucht Regisseur Sam Mendes hier einen Spagat zwischen dem «neuen» Bond und einer Rückkehr zu älteren Elementen vor dem Relaunch. Dieser Mix aus Modern und Retro funktioniert in diesem Aspekt aber ausgesprochen schlecht. Goldfinger passt eben nicht in die Welt von Jack Bauer.

König

Und tatsächlich stellt Skyfall einen Abschied von dieser Welt der Bauers und Bournes dar. Das Ende des Films führt Bond zurück zu seinen Anfängen. Sein Chef ist ein Mann, Miss Moneypenny sitzt hinter dem Schreibtisch und à la Connery ist da sogar ein Hutständer. Wo die beiden vorhergegangenen Filme einen Neuanfang wagten, und damit vielen Kritikern zu ernst waren, kehrt Mendes vehement zu einer Version von James Bond zurück, die er wohl aus seiner eigenen Kindheit kennt. Die bisher vor allem seit etwa den 80er Jahren aus der Welt der Comics bekannte Dynamik von Neuaufbruch und radikaler Veränderung und Trägheitsmasse von Publikum und Kreativen, die im Kern jede Abweichung vom Vertrauten ablehnen, hat damit auch die Filmbranche erreicht. Sinnigerweise, denn die auf Sequels ausgelegte Logik des modernen Kinos leidet unter den gleichen zyklischen Problemen wie etwa ein monatliches Spider-Man-Comic, der gleichen immer schwerer zu leistenden Existenzberechtigung, zu einem schulterzuckenden «Well, the fans demand more of the same…» wird.

Mendes Regieansatz ist die unwillkürliche Reaktion von Traditionalisten auf einen Relaunch – und mitunter ist man als Konsument ja auch dankbar für diesen Pendelschwung zwischen den Kräften von Innovation und Inertia einer Marke, vor allem wenn sie so zeitlos ist wie 007. (Und Bond ist natürlich keine Figur, kein Charakter, sondern eine Marke, die fast perfekte «Brand» sogar.) Insofern mag das Ende von Skyfall vielen Classic-Bond-Fans ein Aufatmen entlockt haben. Craigs Bondfigur mag immer noch blond sein, aber die meisten anderen Neuerungen sind mit diesem Abschluss ab dem nächsten Film potentiell ignorierbar. Es ist jedoch auch ein mutloser, enttäuschender Gang, der vielleicht der schwierigen Produktion und Finanzierung des letzten Bond-Films geschuldet war, der Angst der Broccolis, sich vielleicht zu weit aus dem Fenster gelehnt, zu leichtsinnig den Kern der 007-Identität aus dem Blick verloren zu haben. Und so fühlt sich Skyfall an wie aus einer vergangenen Zeit hochsteigend, ein Film mit nicht mehr Anspruch als den Mythos künstlich zu beatmen und dabei ein elegantes Werbeumfeld für Bier und Autos zu liefern, in dem Omega-Uhren so häufig aufblinken wie Google-Adwords in der Suchmaschine. Dass die Serie damit fast symbolisch für ein Gefühl von sozialer Stasis ist, für die Frage, was sich außer technologischem Fortschritt und krasserer Kommerzialisierung seit den 60er Jahren wirklich gesellschaftlich getan hat, ist insofern kein Zufall. Bond ist deshalb als Serienkino so erfolgreich, weil in seiner Welt ebenso wenig passieren kann und darf wie in der der «Simpsons». Insofern waren Casino Royal und Quantum of Solace nur eine «Illusion of change», nur ein Vorgaukeln von Wandel, der am Ende doch wieder im Status Quo mündet,

Ass

All das ändert wenig am Highlight des Films, an Daniel Craig. Im Kontext des etwas statischeren Skyfall-Films kann er nicht so glänzen wie dem bewegteren, schnelleren Quantum of Solace, aber dennoch gelingt ihm in vielen Nuancen eine bestechende Auseinandersetzung mit dem modernen Mann. Sein Bond ist ein Dandy, der sich die Cuffs zurechtrückt, obwohl er gerade während einer Verfolgungsjagd auf einen Zug springt und der im Arbeitsanzug aussieht wie ein GQ-Model. Und da Darsteller wie Craig oder Willis oder Gosling ja tatsächlich auf Modemagazinen Kleidung ausstellen, schließt sich hier ein Kreis, der zu Zeiten von Connery und Moore noch nicht in dieser Nahtlosigkeit existierte. Bond als Figur ist – wie Steve McQueen oder Cary Grant oder Gary Cooper, nur eben als imaginäre Chimäre – ein Spiegel dessen, was eine Dekade als Männlichkeit zu definieren scheint… gebrochen im Kontext eines Actionfilms, in dem die Männer per Definition immer hart, einsatzbereit und «in control» sein müssen. In dieser enorm engen Maske verleiht Craig der 007-Figur scheinbar nebenbei kleine Eigenarten, die den Charakter wie beiläufig, aber dabei signifikant vertiefen. Sein Bond ist nicht ironisch, wie Connery oder Moore es waren, sondern sarkastisch. Nicht distanziert-britisch, sondern stets irgendwo zwischen amüsiert und genervt. Nicht manieriert oder arrogant, sondern durch Scheitern und Verlust verkapselt. Als würde eine innere Dissonanz des ambitionierteren Darstellers über den Job als Actionstar durchblitzen, wirkt Daniel Craigs Darstellung von James Bond immer so, als würde er sich eigentlich eine bessere, andere Berufswahl vorstellen können, als wäre Ausstieg immer eine Option und Sehnsucht, ohne dass Bond am Ende dem Magnetismus der eigenen Arbeit widerstehen könnte. Craig schafft es, en passant in seinem Bond ein Zerrbild des modernen Söldners im Management anzulegen, der sich mit identischen Äußerlichkeiten umgibt. Das Auto, die Uhren, die Anzüge – schon rein äußerlich wäre 007 problemlos in den obersten Ebenen von Banken und Unternehmen daheim und auch seine Normen und Werte, sein Verhaltenskodes sind inzwischen «corporate»-tauglich. So wird Bonds Dasein als Workaholic, immer an der Grenze zum Burn-Out, dem das Privatleben aber doch nie gelingen will, seine Hassliebe zum System und seinen Vorgesetzten, zur Karikatur des modernen Angestellten, zugleich vielleicht zur Affirmation dieses Daseins. Craigs Bond ist wie Jon Hamms Don Draper zugleich coole Stilikone und nahezu entkernter Charakter, zerrissen, entfremdet, treibend und dennoch absolut hyperfunktional, wenn es darauf ankommt. Das Privatleben nicht vorhanden oder nur der Form halber als Wunschbild existent, fliehen beide Figuren vor ihrer Vergangenheit und sind zugleich für immer in ihren Urinstinkten als Beutejäger verstrickt. Helden und tragische Figuren zugleich. Es ist Craigs Leistung, diese Komplexität in zwei Stunde in die eigentliche Handlung eines Hollywood-Blockbusters zu schmuggeln, mit einem Minimum an darstellerischem Aufwand. An einen 007 nach Craig zu denken, ist derzeit schwierig.

20:01 Uhr. Kategorie Film. Tag . Keine Antwort.

Dunhill

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Absolut gekonnte Anzeigenserie des britischen Herrenausstatters Alfred Dunhill, die an Reduktion und Klarheit kaum zu überbieten sind – phantastische Testimonials, herausragend ausgewählte Markengesichter, gute Photographie, zeitlose Typographie. Und das ganze dann ganz modern mit kleinen Video-Botschaften im Netz weitergeführt. Wunderbare Arbeit.

17. November 2012 20:35 Uhr. Kategorie Design. Tag . 2 Antworten.

Decke

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16. November 2012 23:52 Uhr. Kategorie Photos. Tag . Keine Antwort.

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22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag . Keine Antwort.

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22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag . Keine Antwort.

This Rolex is 195 $

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Ein paar Dinge, die mir zu diesem schönen Beispiel von Vintage-Werbung aus 1964 für eine Submariner 5513 von Rolex einfielen:

A) Understatement. Mag sein, dass die ein oder andere moderne Rolex wie manche andere Uhr des gehobenen mittleren Segments irgendwie einen maskulinen Geltungsdrang bespielt und ins zu gewollte und große kippt. Aber davon ist hier keine Spur. Alles an dieser Anzeige ist souverän, sachlich, aufs wichtige reduziert – und damit ein Paradebeispiel dafür, wie Design und Werbung die Qualitäten eines Produktes visuell manifestieren. Kein Machismo, keine Hard-Sell-Anstrengung, das Produkt verschwindend bescheiden und genau dadurch im Fokus.

B) Design. Hier kannst du nichts mehr wegnehmen – der Mut zum schwarzen Weißraum, der reine Verzicht auf alles Dekorative sagt mehr als jede Headline oder Illustration es je kann. Anzeigenülatz ist teuer und subkutan realisiert jeder Leser, dass ein Hersteller, der es sich erlaubt, 50% dieser Bruttofläche einfach ungenutzt zu lassen, ernstzunehmen ist. »Weniger, aber besser« ist selten so formvollendet zu Papier gebracht. Und was da ist, ist eben keineswegs mehr Dekoration – das Design leitet sich nahezu zwangsläufig aus den Maximen der Uhr selbst ab, die selbst anderen Klassikern ihrer Zeit gegenüber ein ungewöhnlich aufgeräumtes Ziffernblatt hat (man vergleiche Speedmaster oder Navitimer aus den Sechzigern). Sogar verglichen mit der 5512 ist das aufgeräumtere Dial der Submariner ja eine dezente Reduktion, es gibt von dieser Marke faktisch kaum eine Uhr, die weniger vom Betrachter will. Die Eleganz der Anzeige ist also keine aufgesetzte Designwillkür, sondern folgt der Produktlogik und extrapoliert diese lediglich. Das die Taucheruhr zugleich auch im Layout sozusagen am Seeboden »liegt« und uns visuell klar wird, dass irgendeine Tauchuhr für 40 $ eben nicht so tiefentauglich ist wie die teurere Rolex, wird dabei fast unterschwellig mitkommuniziert, indem der obere Teil der Headline eine Art imaginärer Wasseroberfläche bildet und die Rolex dagegen quasi zur Bathysphäre wird,die in die Tiefe der Seite eintaucht. So schlicht und dabei so treffsicher gemacht – Respekt.

C) Copy. Und viel davon. Großartige, wunderbare Textmengen, perfekt abgestimmt auf die Argumentation, ein Mini-Essay, nicht zu kurz, nicht zu lang, jedes Wort gewählt und mit Bedacht gesetzt, auf Spalten- und Zeilenmaß passend geschrieben… und dabei doch so beiläufig klingend, eine beneidenswerte Mischung, die natürlich gerade im Englischen so überzeugend gelingen kann, dank der schönen Diffusität von »You«, und um die man im Deutschen viel härter kämpfen muss. Wunderbar noch mit scheinbar sinnlosen, aber mythos-generierenden Fakten unterfüttert, schafft der Text eine Preis-Rechtfertigung, die sich deutlich von heutigen Strategien unterscheidet. Heute ist die Marke im Luxussegment zuhause und der Preis sozusagen bereits per se ein Abgrenzungsmerkmal für die Käuferschaft, losgelöst von der tatsächlichen Qualität des Produktes. Die Uhr ist teuer, weil es ihr Sinn ist, teuer zu sein und insofern Kaufkraft zu kommunizieren. 1964 war die Uhr aber »nur« ein Arbeitswerkzeug, der höhere Preis ist also nutzen-orientiert abgeleitet, qualitativ plausibel argumentiert. Die Uhr präsentiert sich über den Bluff der anscheinenden Entschuldigung für den auf den ersten Blick so hohen Preis rhetorisch geschliffen als hochwertiges Produkt. Welcher namenlose Madison-Avenue-Texter hier auch dahinter stecken mag, es ist ein Artefakt aus einer Zeit, in der Copy-Autoren spürbar davon träumten, ernsthafte Schriftsteller zu sein und etwas unzynischer als heute handwerklich meisterhaft mit ihrem Werkzeug Text eine »Stimme« für die jeweilige Marke erarbeiteten, bis diese ihren ganz ureigenen, markanten Sound hatte – weit von der sonst oft anbiedernden Art naiverer 60s-Werbung entfernt ist. Bereits vier Jahre später hat sich Role von diesem produktorientierten Ansatz abgewendet, um zeitgeistiger und »cooler« zu werben, auf den Abenteuer-Aspekt zu setzen, der bis heute Chronometer-Werbung dominiert (wie akut wieder die Zenith-Werbung mit Baumgartner zeigt). Leider. Gegen dieses fünfzig Jahre alte Stück Gebrauchsgrafik sieht ausnahmslos sämtliche Uhrenwerbung von heute zu aufdringlich und zugleich zu unentschieden aus, es fehlt gegenüber dem Beispiel oben an Klasse, Zurückhaltung und Charisma. Die Uhrenreklame heute setzt (bei einem oft greifbaren Mangel an Gespür für Design) auf prominente Gesichter und (mehr oder minder frei erfundene) Angriffsflächen für die Zielgruppenidentifikation – anstatt kühl und klar, aber charmant auf die Magie des Produktes selbst aufzusetzen. Und die geht in dem Getöse zunehmend verloren. Wenn Omega mit einem denkbar zugeknöpften James Bond für die Skyfall-Speedmaster-Chrono wirbt, der einfach nur (sogar mit verdeckter Uhr) im Mantel herumsteht und so gar nichts aufregendes macht… was sagt das über die Uhr und ihre Hersteller?

D) Preis. Keine 200 $ für eine Rolex? Warum hat man eigentlich keine Zeitmaschine zur Hand, um ganz à la Biff Tannen ein paar Uhren zu diesem Preis in die Gegenwart zu holen, sich (immerhin haben wir 1964) ein paar frühe Spider-Man von Dito und Lee signieren zu lassen, gleich ein paar Aktien mitzunehmen und auf ein paar Baseball-Endspielergebnisse zu setzen?

03:59 Uhr. Kategorie Design. Tag , . Eine Antwort.

Script

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So eine tolle Handschrift.

14. November 2012 22:47 Uhr. Kategorie Stuff. Tag , . Keine Antwort.

Wunderbaum

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00:13 Uhr. Kategorie Photos. Tag . Keine Antwort.

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13. November 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag . Keine Antwort.

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12. November 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag . Keine Antwort.

Sudelbuch 143

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16:28 Uhr. Kategorie Stuff. Tag . Keine Antwort.

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11. November 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag . Keine Antwort.

Sudelbuch 142

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21:34 Uhr. Kategorie Stuff. Tag . Keine Antwort.

2Do Review

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2Do – das bessere Things? Das ist mein erster Eindruck nach ein wenig Testen mit dem neuen Taskmanager von GuidedWays, die neben vor allem islamischer Software bisher durch die exzellente 2Do-Software für iOS und Android bekannt waren. 2Do für OSX ist das Dektop-Gegenstück der mobilen Software und setzt wie diese auf einen einfachen iCloud-Sync, um die Daten abzugleichen. Das bedeutet zugleich auch, dass ToDos automatisch mit der Apple-eigenen Software «Erinnerungen» abgeglichen werden, was einen enormen Vorteil bietet, da über diese Schnittstelle wieder andere Dienste mit den Aufgaben gefüttert werden können.

Sauberes Interface

2Do bietet eine überraschend klare und vertraute Oberfläche – wer einmal mit dem einstmals so erfolgreichen, inzwischen aber fast eingeschlafenen Things gearbeitet hat, wird sich ziemlich sofort zurechtfinden. Zahlreiche Tastaturkürzel machen die effektive Eingabe von Aufgaben effizient, wenn auch das Eingeben von Datum und Uhrzeit nicht so federleicht geht, wie man es etwa von Omnifocus gewöhnt war – die Software erkennt zwar, dass mit 14 der 14. Tag des Monats gemeint ist, aber mit vageren Dingen wie «+1», «tomorrow» oder «next week» ist sie überfordert. Dafür ist der Tabulator bei der Schnelleingabe – die man überall im System sofort hervorrufen kann – in der Reihenfolge fast perfekt gedacht, besser wäre jedoch, wenn nach New Task sofort das DueDate käme und nicht die Notizen und die Tags vorweg.

Organisationswerkzeuge

Neben einfachen Aufgaben lassen sich auch verschachtelte Projekte und Checklisten erstellen, die auch Audio- und Bilddaten sowie Notizen enthalten können. Personen sind diese Aufgaben aber nicht zuweisbar, 2Do ist nicht wirklich gruppentauglich angelegt bisher. Prioritäten und als zusätzliche Auszeichnung ein Stern machen es relativ leicht, die Dringlichkeit zu organisieren und zusätzliche Listen, die man jederzeit einfach anlegen kann und die sich ebenfalls mit «Erinnerungen» synchronisieren, sind eine weitere Organisationshilfe. Leider lassen sich Tasks nicht manuell am Tag in der Reihenfolge verschieben

2Do ist eine vom ersten Moment an grundsolide Aufgabenverwaltung, die leider nicht so durch Details begeistert wie das iOS-Gegenstück, das fast konkurrenzlos auf dem iPad ist.

Es fehlt mir an einer Eingabe über die Menüleiste von OSX, wie es andere Softwares anbieten, es fehlt ein einfaches Drag-und-Drop von Mails oder Links oder Daten, die sofort zu ToDos werden (wie bei Alarms), der iCloud-Sync ist nicht vollautomatisch (oder zumindest dabei nicht so gefühlt sofort wie der von Alarms oder Erinnerungen).

Viele Features

Mit einer 1.0er Version mit Marktführern wir Things oder Omnifocus gleichzuziehen und den mobilen 2Do-Versionen eine souveräne Desktop-Version gegenüberzustellen, ist beileibe keine zu unterschätzende Leistung, und entsprechend ist 2Do eine wirklich sinnvolle Software, die vom Stand weg ein Design anbietet, das den Spaßfaktor von Things mit der Effektivität von Omnifocus verbindet. Anders als Things von CulturedCode ist 2Do allerdings besser mit dem Apple-eigenem Taskmanagement, und damit mit der Siri-Texteingabe und iCloud als Web-Frontend, verzahnt. Wo man bei Things umständlich importieren muss, ist bei 2Do der Workflow nahtlos. Wie bei Things kann man tags verwenden und nach diesen filtern, auch wenn diese Funktion etwas versteckter ist als vielleicht bei Things, dafür aber durchaus mächtiger, man kann zum Beispiel Tag-Gruppen bilden und dadurch recht wirksam die fehlende Ressourcen/Personen-Zuordnung zumindest ansatzweise umgehen, indem man in Task-Ordnern und Projekten eine Gliederung zweiter Art erstellen kann. Die Suchfunktionen von 2Do sind zudem überragend – die Kombination aus Ordnern, Tags, Priorität, Sternchen und Suche lässt kaum noch Sortierungswünsche offen. Ein Fokus-Modus hilft zudem, die gerade wichtigen Aufgaben nicht aus dem Blick zu verlieren und sogenannte «Smart Lists» lassen Aufgaben lassen sich relativ leicht mit den verschiedensten Parametern als Wiederholungen anlegen, einzelne Ordner vom iCloud-Sync gezielt aussperren, die gesamte App hat einen Passwort-Schutz integriert – es gibt einen Grund, angesichts der Vielzahl an Features, warum GuidedWays dem Produkt eine Anleitung als bebilderte PDF beifügen, zumal manche Tastaturkürzel nicht zu intuitiv sind.

Keine Frage – 30 € für einen Taskmanager sind happig, selbst wenn Things und Omnifocus noch teurer sind, wenn man bedenkt, dass Apple mit Erinnerungen einen für den Hausgebrauch wirklich leistungsfähigen und intuitiven Gratis-Aufgabenverwalter anbietet, der wirklich ausgezeichnet funktioniert. 2Do ist nicht so leicht zu begreifen wie Things und nicht so Poweruser-freundlich wie Omnifocus (das durch AppleScripts eigentlich fast alles mit allem kann), sondern liegt sinnvoll zwischen beiden Applikationen, bietet von beiden das beste, wenn auch nicht die letzten Features – aber die Software ist ja auch noch jung. Im Grunde erinnert 2Do deutlicher an Things UI, weniger an die sehr spartanisch-zweidimensionale Optik von Omnifocus (die dafür aber en detail personalisierbar ist). Und es ist zwar nicht so leichtfüßig wie Apples Erinnerungen (wo das Eingeben neuer Aufgaben unfassbar leicht ist), aber dafür in der Tiefe sehr viel leistungsstärker. Allein die Tatsache, dass man mehrere Tasks umfangreich gleichzeitig editieren kann, ist Gold wert.

Raum für mehr…

Die einzige Taskmanegement-Software, die einen ganz eigenen Weg geht, ist wie gesagt Alarms mit ihrem eher auf kurzfristigkeit angelegtem Menubar-Konzept. Ob Mails oder URLs, Dateien oder eine schnelle Notiz, mit Alarms hat man unfassbar schnell Todos eingegeben und kann Aufgaben flexibel im Micro-Management über den Tag verteilen und prioritisieren, ein einem mehr als ansprechenden Interface. Alarms ist nur leider für das komplexere Verwalten über längere Zeiträume nicht wirklich ideal, weil man stets (und genialerweise) nur die nächsten 24 Stunden im Blick hat. 2Do ist insofern eine ideale Ergänzung, weniger eine Konkurrenz, da beide Softwares über iCloud perfekt miteinander abgeglichen werden. 2Do für den großen Überblick, Alarms für die Tagesplanung. Dennoch hat 2Do eine Menge «room fr improvement». Ein Menubar-Icon mit einer sinnvollen Belegung à la Fantastical (wofür die App dann an sich unsichtbar sein sollte), ein eingebauter Pomodoro-Timer, Schnittstellen zu Omniplan/Merlin, sinnvolle Detailverbesserungen sind sicher denkbar. Man darf also gespannt sein, ob nach dem langen Warten auf die 1.0er Version die zukünftige Entwicklung schneller voran geht, oder ob sich, wie bei vielen anderen kleinen Softwareschmieden auch, die Vielzahl von zu bespielenden Plattformen und die Mühe, die Programme überall up-to-date zu halten und dabei auch noch ein Profitmodell zu finden, eher negativ auf die Entwicklung von 2Do auswirken werden.

00:31 Uhr. Kategorie Technik. Tag , . 6 Antworten.

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10. November 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag . Keine Antwort.

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9. November 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag . Keine Antwort.

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8. November 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag . Keine Antwort.

Perfect

I feel a fine artist is never through with his work because it’s never perfect to him.

Jack Kirby

02:39 Uhr. Kategorie Stuff. Tag , . Keine Antwort.

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7. November 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag . Keine Antwort.

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22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag . Keine Antwort.

Blew

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00:41 Uhr. Kategorie Photos. Tag , . Keine Antwort.

Growth

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5. November 2012 23:58 Uhr. Kategorie Photos. Tag , , . Keine Antwort.

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22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag . Keine Antwort.

Sudelbuch 140

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(übrigens immer noch schade, dass ich diese Idee für ein Saisonheft bisher nicht umsetzen konnte…)

21:23 Uhr. Kategorie Stuff. Tag . Eine Antwort.

Wait!

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21:19 Uhr. Kategorie Photos. Tag , . Keine Antwort.

Beautiful Typewriter

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Schreibmaschinenbrief von 1962. Sauber und klar, wunderbar.

3. November 2012 15:22 Uhr. Kategorie Stuff. Tag . Eine Antwort.

Beautiful Typewriter 2

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Im Vergleich dazu 1928, die Unsicherheit einer neueren Technologie, die die Buchstaben noch auf dem Papier verschwommen zum Tanzen bringt.

15:19 Uhr. Kategorie Stuff. Tag . Keine Antwort.


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