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Pull

29. September 2009 21:51 Uhr. Kategorie Photos. Tag . Keine Antwort.

Help Me I Think I’m Drowning II

28. September 2009 00:26 Uhr. Kategorie Photos. Tag . 4 Antworten.

Warhol, Later

27. September 2009 14:10 Uhr. Kategorie Photos. Tag . Eine Antwort.

Rasterraster

14:00 Uhr. Kategorie Stuff. Tag . Eine Antwort.

Zu Verschenken 31: Die Photos

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Benjamin

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Christian

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Felix

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Johannes

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Sebastian

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Thierry

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Tobalo

Sehr viele urlaubsinspirierte Photos zum Finale der Giveaway-Aktion, mir wird ganz sommerlich.
Der Sieger steht heute aber sozusagen automatisch statt: Es ist Thierry Blancpain. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!!!

Vielen vielen Dank an alle die die 31 Etappen mitgemacht haben (trotz aller Pausen, die 2009 dieses Blog auszeichnen), und vor allem auch an die, die echt fast durchgehend dabei waren. Für Tobalo gibt es ein Abschiedsschmankerl – nämlich das iF-Gesamtpaket 2009: Communication und Product-Design in drei Bänden. Es kann aber noch zwei drei Wochen dauern, bis die Sachen zur Post kommen :-D.

24. September 2009 07:02 Uhr. Kategorie Stuff. Tag , . 4 Antworten.

Volkswagen hat umfirmiert

18. September 2009 08:25 Uhr. Kategorie Stuff. Tag , . Keine Antwort.

Zu Verschenken 31: Füsschen In Brunos Suppe

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Das vorläufige Finale (bevor GAR keine Photos mehr kommen) macht Christina Dinkels Klassiker Füsschen in Bruno’s Suppe, eine Art typographisches Bilderbuch, das aufs schönste für die ersten Merkmale von Schrift sensibilisiert und zeigt, dass Tyo-Know-How auch super für geheime Botschaften und etwas Beziehungsanbahnung sein kann. Im furchtbaren Zustand, weil im Unterricht ausgiebig verwendet, aber trotzdem mehr als lesenswert.

Machen wir einen kurzen Endspurt draus: Wer mir bis Sonntag das schönste Photo fürs Blog per Mail zuschickt, kriegt das Buch. Und ich hoffe, ich denke Montag auch daran, sie zu zeigen :-D.

07:33 Uhr. Kategorie Stuff. Tag . Keine Antwort.

Zu Verschenken 30: Die Photos

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Benjamin

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Mascha

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Tobalo

Wegen diverser Serverprobleme und viel Arbeit leider in Vergessenheit geraten, aber ohnehin nur bescheidene Teilnahme (was ich, zugegeben, bei dem Buch auch völlig verstehen kann) – das vorletzte Giveaway. Wenige, aber sehr feine Bilder. Tobalo ist echt durchgehend amtlich dabei, der heimliche Champion dieser ganzen Aktion, Mascha macht ohnehin immer tolle Photos – aber das Holzmesser und die irgendwie seltsame Reflexion von Benjamins «Ich knips mal in die Spüle»-Bild sind irgendwie zu seltsam, um zu widerstehen. So Bilder macht jeder mal – aber dieses ist irgendwie fast ein LP-Cover (wenn man das Arzberg wegstempelt).  Und ich kann Tobalo jetzt ja nicht dreimal hintereinander gewinnen lassen :-D. Obwohl das Photo schon super ist undman sich sofort fragt, ob es nun um erste Hilfe oder Hundehypnose geht. Gibt es Hundehypnose? Es sollte einen Hundehypnotiseur geben, das wäre prima. «Deine Lider werden schwer…»

07:28 Uhr. Kategorie Stuff. Tag , . 3 Antworten.

Typoversity

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DMIG-Macher Patrick Sommer hat kaum die letzet Ausgabe seines Mags online, da werkelt er schon wieder an einem Projekt. In dem Buch Typoversity soll es um verschiedene studentische Arbeiten gehen, egal ob Semesterprojekt oder Diplomarbeit, die ihren Schwerpunkt im typographischen Bereich haben. Wer also Arbeiten hat, die nicht älter als Januar 2008 sein, kann sich für eine kostenlose Veröffentlichung bewerben, einfach eine Mail mit PDF-Augenfutter an Typoversity.

17. September 2009 06:05 Uhr. Kategorie Design. Tag , . Keine Antwort.

Yeah Yeah Yeahs: It’s Blitz

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Das dritte Album des New Yorker Trios um Karen Orzolek schiebt die schon auf Show Your Bones spürbare Anpassung an eine Art Mainstream weiter voran in Richtung Dancefloor. Vom Garagegewitter der ersten EPs und Fever to Tell ist wenig zu spüren, zugleich verschwindet aber auch der (gesanglich allerdings nach wie vor nahezu unvermeidbare) Vergleich zu Siouxie Sioux. Glamouröser, discoglitteriger treten die YYYs auf, von der Produktion herspürbar elektronischer, deutlich nicht mehr auf den Spuren von 80er Gitarren-Goth, sondern eher bei Heaven 17 und französischem Elektro angelangt. Was vielleicht nur schlüssig ist – Show Your Bones war sicherlich das Ende der Gitarre/Schlagzeug/Vocals-Schiene, ein neues Album wäre nur Selbstplagiat geworden. Stattdessen bleibt die Band ihrem vertrackten Grundsound erkenntbar treu und wechselt lediglich die Instrumente. Es bleibt die große Geste, es bleibt der Pathos, es bleibt die grandiose Stimme von Karen O, aber hinzu kommt ein neues Spektrum von Werkzeugen zum Ausdruck musikalischer Idee. Entsprechend etwas tanzbarer, mitunter auch etwas sanfter, ist Blitz geworden, weniger explosiv, dafür mitunter ehrlicher und verletzlicher (Skeletons) und große Pop-Musik. Tracks wie Dull Life oder das noisige Shame and Fortune bezeugen unzweifelhaft, dass die Band immer noch zickige Beats und ordentliche Verweigerungshaltung kann, aber selbst hier überwiegt ein weniger stacheliges, insgesamt positiveres Feeling, mehr Party, weniger Düsterheit. Die neue Komplexität der Produktion – nicht zuletzt TV-on-the-Radio-Gitarrist Dave Sitek zu verdanken, der auch beim letzten Album die Finger am Mischpult hatte – bringt die Band an die Vorderfront der ja nicht wenigen New Yorker Discowave-Bands, mit einem Mix aus Krach und Melodik, Softness und Härte, der bemerkenswert ist. Kein Track des Albums ist wirklich jemals glatt, aber zugleich ist die Eingängigkeit, der emotionale Zugang zu den Liedern, deutlich erhöht, vielleicht weil die Band – wie jede Combo – mit zunehmenden Alter mehr ruhige Songs produziert (Runaway). Insgesamt gibt es eine fast erschreckende Dichte potentieller Auskopplungs-Kandidaten auf dem Album (das Blondie-esque Zero, Heads will Roll, Dull Life, Dragon Queen, das vielleicht etwas flache Faces) und wäre It’s Blitz nicht trotzdem insgesamt ein sehr erwachsenes und sperriges Album, könnte man vermuten, die Band wolle endlich mal einen großen Dancefloor-Kracher haben. Mit dem dritten Album zeigt sich Karen O eigentlich auf dem Sprung zum Soloalbum und zur Pop-Diva. Auf der hauchdünnen Rasierklinge zwischen melodisch sperrigem Independent und affirmativer Spaßdisco ist die Platte aber sicher eine der spannenderen Popproduktionen der letzten Zeit – und unter der glitzernden Oberfläche vielleicht sogar unangepasster als Songs wie Gold Lion oder Way Out.

05:53 Uhr. Kategorie Musik. Tag . Keine Antwort.

Phoenix: Wolfgang Amadeus Phoenix

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Mit dem herrlichen pop-art-igen Cover und Titel Wolfgang Amadeus Phoenix ist das vierte echte Album der Franzosen eine Reise in die Zukunft und die Vergangenheit. Es klingt mehr als die letzten beiden Alben nach dem United-Debut und weist doch in eine klarere Richtung als alle Alben zuvor. während Phoenix sich bisher fast manisch ausprobiert haben, ihre Produktionsbedingungen und Kompositionsmethoden stark veränderten, wirkt Wolfgang Amadeus unglaublich in sich ruhend. Es ist schwer, den Sound von Phoenix zu fassen – diese seltsam organische und doch artifizielle Mischung aus synthetischem Pop und anderen Einflüssen: Folk, New Wave, Rock, Funk, Fahrstuhlmusik, dazu der seltsam an Beachboys oder The High Lamas erinnernde androgyne Gesang von Thomas Mars, der selbst in seinen ernstesten Momenten nie das lakonisch-ironische zu verlieren scheint. Dennoch ist der Sound sofort wiedererkennbar und einzigartig, und selten so gekonnt gefasst, so scharf und klar und doch vielseitig wie hier. Alles an diesem Album wirkt interessiert, offen, neugierig, über-ambitioniert, euphorisch – und nach Ausflügen in eine eher deutsch-berlinerische Stimmung ist hier (und auch das ist schwer in Worte zu fassen) fast überdeutlich wieder Frankreich zu spüren, was nicht nur die Farbgebung des Albumcovers betrifft, sondern auch die schiere Energie der Songs. Lizstomania sprüht als gut aufgelegter Synthfolk-Opener förmlich Funken und gibt den Beat für das Album vor –   mit Ausnahme der Soundtrack-artigen beiden Love is like a Sunset-Episoden geht wirklich jeder Track nach vorn, die Zeiten ruhigerer Töne sind anscheinend vorbei. Die perlende Energie von United ist hier wieder da – und auch die seltsamen Klangfusionen – doch zugleich wirkt die Vision des Albums klarer, weniger verspielt, so als habe der ursprüngliche Sound der Versailler Band sich mit dem Mathrock aus Großbritannien gepaart. Das Ergebnis – fugenfreier Discogitarrenpop -  ist eine neue Form von französischem New Wave, die auf dem Album mitunter zwar noch etwas steril und zu perfekt, zu luftdicht produziert wirkt, live mit etwas mehr Dreck aber sicher ziemlich grandios wirken dürfte. Wolfgang Amadeus ist ein Feuerwerk, eine künstlerische und kunstvolle Geste voller Energie, Musik als Skulptur zum Anhören und zum drumherumtanzendürfen. Vieles an diesem Album wirkt, als hätte das Quartett zu viel getrunken und zu lange seltsame Filme gesehen oder nachts durch Paris streifend in Museen herumgelungert – die Platte ist überdreht, hell, architektonisch, bombastisch, selbstverliebt, unbescheiden und fast mehr Designobjekt als alles andere. Mitten im Album der seltsame Bruch, nur um zu zeigen, dass man auch anders kann, die Makellosigkeit des Soundwände, und die über alle Tracks die ans Selbstzitat grenzende saubere Handschrift von Phoenix – man darf dieses Album auch einfach nur bestaunen und braucht fast etwas Zeit, um den Respekt abzulegen und die Musik wieder als Musik zu nehmen, nicht als hochpolierte Hyperkunst, in der selbst die Trashigkeit von Countdown noch kalkuliert und wohl abgemessen ist. Nach dem Berliner Trip in den Gitarrenfolk-Kosmos sind Phoenix am Ende ihrer Rundreise angekommen und können von jetzt an entweder für immer bei diesem Sound bleiben – oder bei dem nächsten Album wieder etwas völlig neues und anderes machen (was ihnen absolut zuzutrauen wäre). Im Moment ist allerdings schwer vorstellbar, diese Platte noch zu überbieten.

16. September 2009 07:35 Uhr. Kategorie Musik. Tag . Eine Antwort.

Zeit für ein Bad.

15. September 2009 07:06 Uhr. Kategorie Leben. Tag , . 3 Antworten.

Monocular: Somewhere on the Line

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So schön kann lokale Musik sein: Jan und Nic Koray aus Dortmund sind Monocular, die schon vor einiger Zeit mit ersten Vorab-Downloads und der Water-Shape-EP beeindruckten und mit Somewhere On The Line nun ein komplettes Album nachlegen. Das Gemeine vorweg: Ja, Monocular klingen mehr als ein wenig nach Lamb und auch auf Photos und in den Texten zitiert man Louise Rhodes und Andy Barlow etwas deutlich. Nicole Korays Stimme ist bis hin zu den leichten Überschlägen und den Atemgeräuschen erschreckend nahe dran an Lou Rhodes. Die Ex-Your-Finest-Drops-Sängerin beweist mit ihrem Ende des Jahres bei Jan Korays VierSieben-Label erscheinenden Solo-Projekt, dass sie auch problemlos ganz anders klingen kann und durchaus ihren «eigenen» Sound hat, insofern ist die musikalische Nähe zu Manchester sicher kein Zufall, sondern gewollte Hommage. Nun muss ich zugeben, dass auch (gut) nachgebaute Lamb besser sind als gar kein Lamb und ich fast verstehen kann, wenn jemand das vielleicht selbst gespürte Vakuum nach der Trennung von Lou und Andy einfach mit eigenen Tracks füllen will – das ist im Grunde schon eigentlich sympathisch. Wenn niemand mehr die Musik macht, die du hören willst, machst du sie eben selbst. Zum anderen sind bei näherem Hören natürlich unter der ersten enormen Ähnlichkeit deutliche Unterschiede zu hören. Monocular sind etwas glatter, synthetischer in ihrem Trip Hop, eher Laika als Lamb,  durchaus mit der großen Geste und dem Patho, die dieser Sound braucht, aber eher eine Fusion aus Elementen von Massive, Portishead, Goldfrap et al, plus glattere Synth-Sounds, weniger akustisch, U-Turn nimmt eine wabernd-bedrohliche Dichte an, die man seit dem ersten Lamb-Album nicht mehr gehört und deren pulsierender Bass enorm an Laika erinnert, um in der Strophe zu lupenreinem Electronica-Pop à la Tiefschwarz umzukippen. Und an diesem Ruhrgebiets-Trip Hop ist nichts falsches. Die Korays produzieren musikalische Fantasy-Landschaften, durch die sich der feenhafte Gesang wie eine verlorene Konsolenspiel-Heldin nach vorn tastet. Während die meisten Trip Ho Combos, die heute noch aktiv sind, sich deutlich düsteren Soundscapes zugewandt haben, fahren Monocular den vollen Pathos der frühen 90er auf, mit sphärischem Gesang, dicken Akkorden und schleppenden Drumkits, die auf dem fast schon zu fett klingenden Album turmhoch aus den Kopfhörern kommen. Es mag seltsam sein, ein so lupenreines Revival einer seit fast zehn Jahren toten Musik zu hören, aber wer den Manchester-Sound nach wie vor mag (und das sind ja nicht wenige), kommt um Monocular nicht umhin. Somewhere On The Line ist ein fast erschreckend «fertiges» Debut, an dem nichts nach Wohnzimmer-Produktion klingt, das vom ersten Song an souverän im Raum steht und nicht hinter den Vorbildern, sondern neben ihnen stehen will, durchaus über die Hommage hinaus auch eigene Steherqualitäten hat. Denn Monocular ist sicher mehr als ein Bündel von Referenzen an Krom, Frou Frou und andere Bands, an die das Duo unweigerlich erinnert – am Ende ist das Album insofern vor allem das Versprechen, mit besserer Produktion und mehr Live-Instrumenten noch dichter und berührender klingen zu können und mit eine zweiten, dritten Album traumwandlerisch sicher aus dem Schatten der Vorbilder heraustreten zu können, nicht zuletzt weil in dem bestehenden Gerüst mit diesem nahezu makellosen Debut fast schon alles gesagt ist und ein Nachfolger eine andere Richtung brächte. Ich bin gespannt…

06:56 Uhr. Kategorie Musik. Tag . Keine Antwort.

Maybe you be prettier with no arms and legs

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via Daily Scans

14. September 2009 20:24 Uhr. Kategorie Stuff. Tag . Keine Antwort.

Ands Sheppard: Movements in colour

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So breitgefächert wie die Namen Kuljit Bhamra, Eivind Aarset, John Parricelli und Arild Andersen als Mitstreiter auf diesem Studioalbum des Saxophonisten Andy Sheppard vermuten lassen ist auch tatsächlich die Klangwelt von Movements in Colour. Sheppard, der hier nach Jahres des Dienstes bei Jazzlegende Carla Bley sein ECM-Debut hinlegt, produziert Musik, die in ihrer uneinzuordnen Einordbarkeit eben perfekt zum Label ECM passt – smarten, federleichten und doch erdigen Jazz, der verkopft ist ohne kopflastig zu wirken.Tabla-Spieler Bhamra peitscht das Ensemble mit organischen Grooves nach vorne und schafft die Kohärenz, die das Quintett für Improvisationen braucht. Kluge Harmoniewechsel, ein geschickter Wechsel zwischen einschmeichelnden Motiven und auch mal fast schneidenden Soliklängen von Tenor und Sopransaxopho, die auf den ästherischen Klangwolken von Basser Andersen und dem ECM-Veteranen Aarset (Gitarre) schweben machen den 14-minütigen Opener La tristesse du roi zu einer phantastischen Nummer, die programmatisch für den Rest des Albums ist, das einen schwerelos durch Regenpfützen gleitenden Soundtrack präsentiert, meist eher melancholisch (Ballarina, May Song), aber durchaus mit Silberstreif am Horizont. We Shall Not Go To Market Today hat eine fast tanzende Qualität, geprägt von einer Gumboots-fröhlich daherschwingenden Gitarre. Sheppards Saxophon ist mitunter zu einschmeichelnd, zu weich, zu maniriert, zu wohlerzogen und sanftmütig, zu zivilisiert. Ein bisschen mehr Testosteron, ein bisschen mehr Unzugänglichkeit und Kantigkeit hätte dem Album hier und dort nicht geschadet, die Musik läuft leicht Risiko, im Hintergrund zu verschwinden, ein weicher Teppich zu werde, in dem Details einfach versacken. Dies ist sicher kein Jazz, der irgendjemanden vergraulen will, sondern eine federnde liebevolle Geste, eine Band, die sich im Spaß an der eigenen Spielfreude fast verliert und damit bestens an Sheppards Where we Going erinnert, vielleicht mit einer Prise mehr Garbarek/Molvaer-Touch. ECM eben. Mit mehrfachem bewußten Hören gewinnt das Album zusehends an Größe und Resonanz und entpuppt sich als liebevolle tonale Puzzlearbeit, die das überraschende Moment im Detail versteckt und die vor allem trotz vieler Downtempo-Tracks eine unerhörte positive Wärme ausstrahlt und Spaß macht.

20:19 Uhr. Kategorie Musik. Tag . Keine Antwort.

Wordclock

12. September 2009 20:38 Uhr. Kategorie Photos. Tag . Eine Antwort.

Blau

11. September 2009 23:01 Uhr. Kategorie Photos. Tag . Keine Antwort.

Girl

20:57 Uhr. Kategorie Photos. Tag . Keine Antwort.

New Moon

14:14 Uhr. Kategorie Photos. Tag . 2 Antworten.

The Revolution will be televised… On Nickelodeon

8. September 2009 09:01 Uhr. Kategorie Stuff. Tag . 2 Antworten.

Cute Overkill

08:53 Uhr. Kategorie Stuff. Tag , , . Keine Antwort.

Ooops

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via TUAW

7. September 2009 22:39 Uhr. Kategorie Stuff. Tag . Eine Antwort.

Nomo: Ghost Rock / Invisible Cities

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Nomo kommen eigentlich aus Michigan, aber ihre Musik ist unverortbar. Das seltsame Geflecht aus mathematisch präzisen Rockelementen und frei flottierenden Jazzimprovisationen, gemischt mit Fela-Kuti-Afrobeat-Flair ergibt eine seltsam hypnotische, laszive Textur, die bei allen verortbaren Vorbildern doch ganz eigen wirkt. Synkopische Beats, Hornarrangements und flirrende Syntheziser verweben sich zu einem fliegenden Teppich, der bei All The Stars beispielsweise mit einem noisy gefilterten Synthgebilde anfängt, um dann fast bei einem entspannten 70er-Straßen-von-San-Francisco-Beat zu landen. Entsprechend ist jeder Song eine Reise, die durchaus auch mal Längen und Langeweilen haben kann, insgesamt aber immer einen lohnen Trip ergibt, Rings etwa ist ein Song in dem zugleich alles und nichts passiert, der aufpeitscht und beruhigt zugleich und dem man eine hypnotische Kraft nicht absprechen kann. Jeder Song des Albums – das treibende Ghost Rock, das absolut herausragend funkige Last Beat, wirklich jeder – ist zugleich fast luftdicht arrangiert und doch schaumig, sphärisch, offenporig und atmend geblieben. Der Mix aus (Kraut-)Rock, Funk und Afro ergibt ein fast orchestrales, geerdetes aber eben doch nicht von dieser Welt wirkendes Klangmonster.

Auf Invisible Cities – einem während der Ghost-Rock-Sessions und in folgenden Liveauftritten eingespielten Album – treibt die sechsköpfige Band um Elliot Bergman ihre Reise in eine leicht andere Richtung, ohne den ursprünglichen Flugplan dabei ganz aus den Augen zu verlieren. Mitunter mag man trotz klarer Ghost-Rock-Anklänge wie etwa in Crescent kaum glauben, dass Invisible eine Art Sequel sein soll: deutlich spürbarer werden die selbstgebastelten Percussiontools in den Vordergrund gerückt, eine wortlose Stimme mischt sich in einem Song in die Beats, der Jazz ist greifbarer, die fast improvisierte Entstehung von Songs aus Themen und Riffs wird fast transparent für den Hörer, Musik scheint aus der Luft gebaut zu werden, bis druckvolle imposante Klangskulpturen entstehen, denen man sich kaum entziehen kann. Das Moondog-Cover Bumbo wirkt rauher und improvisierter, fast ein Blasinstrument-Battle, bei Elijah hört man Sun Ra durchschimmern, der Titeltrack des Albums bringt die eigenartige Mischung der band aus Afrogroove, komplexen rhythischem Pattern, klingelnden Sounds und gigantischen Hornblower-Sätzen auf den Punkt. Dabei ist vor allem überraschend, dass die architektonisch eben stets doch sehr smarte Musik niemals kopflastig oder bleiern wirkt, sondern immer in erster Linie Tanzlaune aufkommen (Waiting) lässt und in jeder Hinsicht Spaß macht.

07:00 Uhr. Kategorie Musik. Tag . Keine Antwort.

Inglorious Basterds

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Ein Blick in den Soundtrack von Tarantinos neuem Film reicht, um sich innerlich darauf vorzubereiten, dass man es weniger mit einem normalen Kriegsfilm zu tun haben wird als vielmehr mit einem Spaghetti-Western – nachdem Ennio Morricone bereits in anderen Filmen von Quentin Tarantino aufblitzte, ist er hier im Grunde überpräsent, obwohl er sich weigerte einen neuen Soundtrack für den Film zu schreiben – und auch Musik aus «Alamo» ist zu hören. Und entsprechend beginnt der Film – mit der ersten Zeile «Once upon a time in Nazi-occupied France…» klarstellend, dass wir uns in einem Märchen befindend und den Sergio-Leone-Vorverdacht ordentlich verhärtend – mit einer brilliant langsamen, ausgewalzten Szene zwischen dem Nazi Hans Landa (eine seltsam düstere Fassung von Sherlock Holmes, grandios gespielt von Christoph Waltz) und dem Milchbauern LaPadite, die in sich eine Tarantino-Quintessenz ist.

Die eigentliche Geschichte des Films ist überraschend banal und nicht so weit entfernt von Kill Bill – vielleicht weil Kill Bill sozusagen in einer Schreibpause für Inglorious Basterds entstand -, eine einfache Rache-Geschichte die auf beiden Seiten gleichermaßen verrohte wie verruchte Gestalten hervorbringt, Killer, Doppelagenten, Opportunisten und Betrüger. Beachtenswert in diesem Genre ist, dass Tarantino es sorgfältig vermeidet, ungebrochene Figuren zu präsentieren. Seinem Hans Landa kann man ebenso gute Seiten abgewinnen wie man Pitts Lt. Aldo Raine (El Dorado?) und seine Mannen mehr als einmal barbarisch und grausam finden wird – es ist eben nicht nur eine Hommage an Sergio Leone, sondern auch an die Grobschlächtigkeit eines Dario Argento. Die Nazis im Keller der französischen Taverne im vierten Kapitel des Films, die recht harmlos «Wer bin ich» spielen wirken mitunter mental gesünder als die «The Bride»-Variante dieses Films, Shosanna Dreyfus, die als manisch lachender gigantischer Leinwandkopf über dem Inferno eines brennenden Kino eher wirkt wie eine völlig wahnsinnige weibliche Version von Dr. Mabuse. Daniel Brühls Fredrick Zoller wirkt bis zu einem gewissen Punkt relativ bubenhaft-unschuldig, wenn auch etwas eitel, nur um am Ende auch ein anderes Gesicht zu entblößen. Selbst Hitler und Göring wirken wie Schulbuben – Wuttkes Hitler operettenhaft zum eitlen Comicschurken überzeichnet, fast störende Persiflage, während Göring wie ein hormonell überdrehter Hollywood-Filmproduzent daherkommt. In Tarantinos fiktivem Krieg gibt es nur Schattenwesen, die verbogen und entstellt sind und sich der Welt um sie herum so angepasst haben, dass sie selbst Grau in Grau wirken. Lediglich der von Jacky Ido gespielte Projektionist Marcel kommt halbwegs gut weg – wenn man von der Tatsache absieht, dass er das Kino in Brand steckt und damit Hunderte von Menschen (und sich selbst) umbringt. Ungeachtet der Tatsache, dass die dünne politisch-moralische Botschaft des Films (Krieg macht alle zu Unmenschen) trotz des rückblickenden Stils des Films eine seltsame Kongruenz zur Welt nach 9/11 zu haben scheint, wirkt die Handlung als ganzes mitunter seltsam leicht, schwerelos, anskizziert, unwirklich. Sie plätschert am Betrachter vorbei und ist selten wirklich emotional fesselnd, vielleicht, weil es keine klaren Identifikationsfiguren gibt, vielleicht, weil Tarantino sich immer wieder in bizarr ausgedehnten Szenen verliert, vielleicht auch, weil der Film mitunter eher fast aufdringliches Zitaten-Metakino wird -  ein Fetischkabinett für QT – was aber nicht immer einen guten neuen Film ergibt.

Denn im Mittelpunkt des Films steht wie selten zuvor der Film selbst, die titelgebenden «Basterds» werden fast zu Nebenfiguren in der Gemengelage von Schauspielern, Kinobetreibern, Filmproduzenten, Filmbesuchern und Filmzitaten, Lillian Harvey- und Zarah-Leander-Fragmenten, einem von Eli Roth gedrehten Film im Film (der als deutscher Propagandafilm kaum weniger banal und brutal wirkt als der Film drumherum selbst), einem Exkurs über das deutsche Kino der 20er und 30er, und einer Liebeserklärung an das alte Celloloid-Kino, das – Abgesang auf das alte Kino im Angesicht der digitalen Revolution? – am Ende in Flammen aufgeht. Ich frage mich manchmal, ob man einem Autor durchgehen lassen würde, wenn er sich so auf das Zitieren anderer Bücher und die Metaauseinandersetzung mit dem eigenen Kreativbereich und seinen Genre begrenzen würde (die Antwort ist wahrscheinlich ja), aber Tarantino’s Werk scheint mehr und mehr zu einer Art Meta-Kino zu mutieren, in dem es weniger um den tatsächlich gezeigten Film geht, als vielmehr um ein cineastisches Ratespiel, das mit inhaltlichen, textuellen, bildlichen und musikalischen Andeutungen ausgerüstet ist. Quentin öffnet den Schrein seiner Faszinationen (auch in diesem Film darf es etwa nicht an einer kleinen Fußfetisch-Einlage mangeln) und sein Publikum darf mitraten – es ist ein bisschen wie das Warten auf die ersten Tauben in einem John Woo Film. Nahezu jeder Name im Film, jedes Plakat, jede Einstellung, jedes Detail ist ein Spiegelkabinett von Insidergags und Geek-Smartness. Inglorious Basterds funktioniert kaum noch werkimmanent, sondern vielmehr als discokugelglitzernde Reflektion, als Reflexion des Filmgenres in sich selbst, ein Art Kindergeburtstag für Filmfreaks, die die Fassbinder-Zitate, die Verbeugungen vor italienischen Kult-Regisseuren wie Margheriti, die Referenz zu The Torn Curtain, die Lubitsch-Referenzen, die Argento-Anklänge und all die ungezählten, wahrscheinlich irgendwann von den Fans online minutiös aufgelisteten endlosen anderen Glitzersplitter ebenso lieben wie die Tatsache, dass Tarantino eben andererseits mehr und mehr auch einen eigenen Kosmos von Eigenreferenzen aufbaut.

Tarantino hat sich bereits mit Jackie Brown, Kill Bill und natürlich Deathproof mehr und mehr auf den Genre-Zitat-Pfad begeben, auf ein endlos multiplizierbares Spiel von Insidergags, Andeutungen und Fanboy-gone-Professional-Ideen. Tarantinos Kino ist eine autopoietische Bildermaschine, ein Perpetuum Mobile, in dem sich neu aufgekochte Reste des differenzierungslosen Bildmischmasch im Kopf des Regisseurs endlos neu zusammensetzen lassen. Wer wäre noch überrascht, wenn Tarantino als nächstes ein Zombie-Musical ankündigt? Tarantino ist damit wie kein zweiter sein eigenes Genre, sein eigener Kosmos geworden, ein «Autor» eben, von dem vielleicht zu befürchten ist, dass er mehr und mehr in die Ecke des postmodernen Everything-Goes-Genrequirls abrutschen wird – auch wenn er dies kunstvoll wie kein Zweiter tut. Andererseits ist QT immer für eine Überraschung gut – man beachte den staubtrockenen Jackie Brown nach dem Erfolg von Pulp Fiction  – insofern abwarten. Man darf ja die Hoffnung nicht aufgeben, dass Tarantino irgendwann die Nase davon voll hat, andere Filme zu referenzieren wie ein eifriger Musterstudent und endlich selbst ein Meister sein möchte – also sein ganz eigenes Kino produzieren will, und zu einer Form zurückfindet, die er eigentlich schon in seinen früheren Filmen ansatzweise hatte.

Inglorious Basterds ist insofern ein Film, der zugleich enttäuscht und begeistert. Der schwache Plot und die oft bizarr überzeichneten Karikaturen und der etwas seltsame Beigeschmack, dass Tarantino sich nicht mehr weiterentwickelt, sondern vielmehr zuspitzt, eskaliert werden gekontert von ungemein liebevollen Aufnahmen, großartigen Einzelszenen, einem absolut herausragenden Christoph Waltz, und eben doch auch dem Spaß an diesem «Hast du das gesehen? Das war doch aus Lola»-Feeling, dem fröhlichen Mitkramen im kollektiven Filmgedächtnis, nicht zuletzt auch von der Freude, dabei zuzusehen, wie Tarantino mit offenbar größtem Genuß einen von Untertiteln dominierten, viersprachigen Film macht, der eben insofern sehr europäisch wirkt, und der ganz oft einfach auch wirklich grandios komische und gelungene Momente hat.

06:08 Uhr. Kategorie Film. Tag . 6 Antworten.

Der Grüne Wahlkampf geht in die heiße Phase

Ernsthaft ist es eine sehr sehr schöne Headline aus der Zeit.

4. September 2009 23:52 Uhr. Kategorie Stuff. Tag , . Keine Antwort.

Autsch!

Kam gerade in einem Mailnewsletter eines BARF-Anbieters: «heute eingetroffen: Bullenhoden. Sie finden die Bullenhoden unter “Sonderposten/Bruchware”». Der arme Bulle

2. September 2009 12:08 Uhr. Kategorie Stuff. Tag . 4 Antworten.

Got milk?

1. September 2009 20:06 Uhr. Kategorie Stuff. Tag . Eine Antwort.


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