MORE OF THE SAME, ONLY DIFFERENT

War tatsächlich so im Cinemaxx-Programm untereinander. Gibt es etwas einfallsloseres als Kinoplakate? Schade!

War tatsächlich so im Cinemaxx-Programm untereinander. Gibt es etwas einfallsloseres als Kinoplakate? Schade!
Liebe Freunde, die Bilder unten im Blog sind nicht ganz sinnfrei.
Deshalb auch eine Mini-Umfrage:
In einem Wort – was macht für euch eine «Diva» oder «Göttin» aus?

Sehr spannende Statements zum Thema elektronische Distribution von Comic Books. Da Comics in der Produktion teuer sind und zugleich ein trashigeres Medium als die belletristische Literatur, denke ich, dass hier vorweggenommen wird, was den Buchmarkt als Ganzes erwartet, es lohnt sich also für alle am Buch interessierten, ein Auge auf DC und Marvel, die beiden US-Branchengrößen zu haben. Die Technologie ist noch alles andere als ausgereift, der Kindle ein Alptraum und das iPhone noch nicht weit genug und zu klein, aber die großen Comicverlage bereiten sich mit Hochdruck auf das digitale Zeitalter vor, vielleicht auch, weil andere Häuser wie IDW in kleinen iPhone-Tests bereits überraschende Auflagen verbuchen konnten. Ab dem OS3 wäre eine Art Marvel-Applikation denkbar, die im Abo oder als Preis-per-Ausgabe tatsächlich wie ein Online-Kiosk funktioniert und die gesammelten Hefte liest man dann später als Trade Paperback oder Hardcover. Es klingt derzeit so, als wäre der Tod der «Monthlies», die durch die aufwendige Produktion inzwischen bei bis zu 4,99 $ für 21 Seiten (oft dekomprimierter) Geschichte angekommen sind, nur noch eine Frage der Zeit…

Ich liebe ja den Moment, wo du länger nicht auf eine Sache draufgeschaut hast und dann wieder darauf zurück kommst und sie funktioniert.

I approached everything, my job, my family, my romances, with intensity.
Gene Tierney

I’ve reached a point in my life where it’s the little things that matter… I was always a rebel and probably could have got much farther had I changed my attitude. But when you think about it, I got pretty far without changing attitudes. I’m happier with that.
Veronika Lake

You must train your intuition – you must trust the small voice inside you which tells you exactly what to say, what to decide.
Ingrid Bergman
Photo: Life

There is a fountain of youth: it is your mind, your talents, the creativity you bring to your life and the lives of people you love. When you learn to tap this source, you will truly have defeated age.
Sophia Loren

Erik Spiekermanns neue Schrift Axel sieht tatsächlich sehr nach einer alten Spiekermann-Schrift, der OfficinaSans aus, die nur ordentlich korrigiert und etwas schmaler gerückt wurde. Da die Officina eine sehr lebhafte Vergangenheit hinter sich hat und ich insgeheim eigentlich fast länger mit einer FSI-Überarbeitung gerechnet hat, überrascht mich das nicht ganz, vielleicht eher die Veröffentlichung beim deutschen Fontshop-Vertrieb selbst, nicht bei der Foundry. Das macht aber durchaus Sinn, wenn man sich den Kampfpreis von nur 9,90 Euro für vier Schnitte ansieht, mit der die Schrift eingeführt wird und die Tatsache, dass hiermit natürlich ideal die (gravierend verbesserten) Merkzettel- und Kauffunktionen der neuen Site vorgestellt werden können. Bei 9,90 Euro klickt man ja mal eben auf Kaufen und kann schnell selbst erleben, wieviel netter das Shopping geworden ist – bei 399 Euro eher weniger. Insofern darf man davon ausgehen, dass die Axel mit ihrem bis Ende Juni datierten Angebotspreis vor allem Promotion für den Site-Relaunch machen soll. Ob es danach eine ausgebaute Axel bei FSI geben wird, abwarten.
Auszubauen wäre nämlich einiges. Die Axel kommt – bei dem Preis mehr als korrekt – recht eingeschränkt daher. Hinter dem OTF-Paket verbirgt sich im Grunde ein Windows-TrueType, ohne großen Extra-OTFPro-Zeichensatz, ohne Small Caps, ohne verschiedene Ziffernarten, ohne Fremdsprachen. Was nicht nur angesichts von 10 Euro vertretbar ist, sondern auch andeutet, wohin es die Axel zu treiben scheint: Dies ist, offenbar, kein Font für Mac-affine Designer, die sich in Indesign austoben und ein Maximum an Glyphen wollen, sondern eher eine knackige und handwerklich saubere Lösung für Office-Nutzer an Window- und Mac-Rechnern. Obwohl OS X mit iWork natürlich OTF-Features nutzen kann, sind Office-Nutzer seit Jahren in Sachen OpenType außen vor (was sich mit der nächsten Version ändern soll). Bis dahin liefert die Axel eine saubere Lösung, zumal die SmallCaps (unter Word usw unerreichbar, wenn SC in den OT-Glyphen liegen) ja ausgelagert sind.
Die Axel ist insofern inoffiziell Spiekermanns erster Font für Windows und Mac-OS, eine Art hochökonomischer Systemschrift, die man weniger (nur) für Printdesign benutzt, als vielmehr, um relaxt Tabellen und Texte am Rechner zu bearbeiten. Dafür sprechen das ausgedehnte manuelle Hinting (der Alptraum jeder Fontkonvertierung), das eine hochwertige Bildschirmdarstellung und auch gutes Druckbild bei Inkjet und Laser gewährleistet und die Nutzung von Cleartype, für die spezielle Nutzung als Tabellensatzschrift empfiehlt sich Axel nicht zuletzt dadurch, dass hoch- und tiefgestellte Bruchziffern mitgeliefert sind und einige mathematisch Sonderzeichen.
In der langen Historie der Officina ist es vielleicht ironisch, das eine für die Schreibmaschine entwickelte Schrift nach Umwegen als die Mutter der Understatement-Designtypographie der 80s/90s jetzt wieder da ankommt, wo sie hingehört: In die Büros, als Schrift für die Nachfolger der Schreibmaschine, auf Computern und Laptops. Also: Zugreifen, solange der Preis noch so niedrig ist. Vielleicht erleben wir ja so eine Off…ähm Axel-Renaissance. :-D

Last not least die Bilder vom dritten Tag, ebenfalls unedited. Ganz wichtig: Ich habe die Photos natürlich nicht selbst geschossen, sondern hauptsächlich stammen sie von Katharina und Stefanie, die den ganzen Tag die schwere Kamera in der Hand hatten und tolle Momente eingefangen haben – 1000 Dank!!!

Ganz schnell die Roh-Bilder von dem zweiten Tag der Typo in Berlin, mit einem ziemlichen Übergewicht an Markus-Hanzer-Bilder, was ein derart fulminanter Vortrag aber auch wirklich verdient hat…

Hier in aller Eile (verschlafen) und nicht groß bearbeitet, zumal die Belichtungsmessung der Canon offensichtlich in der Hall etwas spinnt, die Bilder der Space-Typo Berlin 2009 vom ersten Tag, lose kommentiert:
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