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Zu Verschenken 15: Die Photos

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Sebastian

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Tidde

Diesmal ja ein schöner Input an s/w-Bildern, und ich werd den Teufel tun, das hier selbst zu entscheiden.
Wir machen also wieder die Kommentarabstimmung, bis Montag früh könnt ihr bestimmen, wer das Clic-Buch kriegen soll. Bin gespannt, was eure Favoriten sind.

27. Februar 2009 14:57 Uhr. Kategorie Stuff. Tag , . 12 Antworten.

Milk

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Es ist offenbar wirklich ein Trend, derzeit die 70er Jahre aufzuarbeiten, Hollywood suhlt sich förmlich in der Schlaghosen-Dekade, egal ob im Kino oder mit TV-Serien wie Life on Mars. Ob das nun Nachwehen aus der Bush-Ära sind, der Wunsch nach mehr liberaler Freiheit, nach einem Post-Vietnam-Aufarbeitungsspirit oder nur die Sehnsucht nach einer unschuldigeren Zeit, in es noch klare Fronten von Gut und Böse, Richtig und Falsch gab, in der es der Wirtschaft gut genug ging für eine Bürgerrechtsfrage, in der noch nicht die Probleme der gesamten Welt vernetzt waren, sondern die Vereinigten Staaten sich splendidest isoliert völlig selbst genügten, wer weiß? Aber durch den Schmelz entsättigter Farben und grobkörniger Aufnahmen schmeckst du die Sehnsucht nach dieser Zeit – die in Wirklichkeit keineswegs besser war – ohne Computer, ohne eMail, ohne Handys, ohne Co2-Krisen, mit dicken Prä-Ölkrise-Muscle-Cars, und den aus heutiger Sicht fast naiven Weltbildern in Sachen Rasse und Gender, über die es sich postmoderner Everything-Goes-Perspektive so schön einfach den Kopf schütteln lässt. Vielleicht zu einfach. Denn Gus van Sants Biopic über den homosexuellen Bürgerrechtler Harvey Milk wirkt vielleicht aus dem Grunde ein wenig dick aufgetragen, dass das Gay-Rights-Movement-Thema deutlich weniger akut ist und Homosexualität zumindest in den Metropolen längst zum Mainstream geworden ist, weil also das seinerzeit nötige Pathos heute deplaciert scheint, der Leidensdruck der Gay Community von damals heute weniger nachvollziehbar, wenn man das heutige San Francisco kennt – das vielleicht ohne eben diese Hippie- und Schwulenbewegung niemals zu der vielleicht europäischsten Stadt der USA geworden wäre. Andererseits erschien der Film nicht ohne Grund zeitgleich zu der immer noch laufenden kalifornischen Debatte um Proposition 8, die sich nicht so grundlegend von der im Film zentralen Proposition 6 unterscheidet und das Recht auf homosexuelle Ehe beschneiden will.  Es sieht also so aus, als sei Gay Bashing und Diskriminierung auch im 21. Jahrhundert noch ein Thema – und dieser Hintergrund erklärt vielleicht den mitunter etwas stark emotionalen Touch von Milk, dessen Ende vielleicht doch einen Touch zu sehr auf die Club-der-toten-Dichter-Tränendrüse drückt, mit der Lichterkette, die Tausende von Menschen angedenk des Mordes an Milk und Bürgermeister Moscone hielten.

Van Sant fühlt sich hier wieder deutlich mainstreamiger an als in seinen letzten Filmen, selbst wenn Spurenelemente der quälend endlosen Walking-Sequenzen aus dem grandiosen Elephant aufblitzen und die wunderbar grobkörnige Ästhetik des Films dem Ganzen einen Hauch Independent-Flair verleiht. Der Plot, bereits die narrative Form der erzählten Rückblende, wirkt aber erschreckend konventionell, es wäre schön gewesen, wenn jemand mit Van Sants Talent hier einen anderen Zugang zu der Materie gefunden hätte als das übliche Heldenepos. Der Tag «based on a true story» darf nicht über die etwas zu glatte Darstellung von Milk und seinem Umfeld und die fast stereotype Erzählstruktur des Films hinwegtäuschen, dessen einzig innovativer Ansatz der Mix von authentischem und gedrehtem Material ist, in einer mitunter auch etwas verunsichernden Vermischung von Realität und Fiktion, die naheegt, dass ein reiner Dokumentarfilm vielleicht spannender und ehrlicher geworden wäre als die Nacherzählung, die beständig das Original-Material zitiert, als wolle der Regisseur, vor allem im Nachspann, beweisen, wie viel Mühe er sich mit dem Nachbau und dem Casting gemacht hat, wie bemüht er der Realität gleichkommen wollte. Film ist aber nun einmal keine Fleißübung.

Van Sants Milk zeichnet – wie ein unbewußter Kompagnon zu David Finchers Zodiac – ein Bild einer Stadt, die ihre Neurosen zu unterdrücken versucht, die gerne grau und vorstädtisch bleiben würde, und in deren Möchtegernidylle unvermittelt Dinge explodieren, die den Spießern die Nächte schlaflos machen. Was bei Fincher als Serientäter externalisiert wird, ist bei Van Sant weltnäher als Hippies, Junkies, Dropouts und Gays verortet, als Konflikt zwischen der späten Alternativkultur und den «guten Bürgern», die Van Sant in Form von Stadtrat Dan White sanft demontiert und entlarvt als die wahren Neurotiker, hinter deren heiler Fassade Neid, Missgunst und unterdrückte sexuelle Unsicherheit lauern, eine Mixtur, die sich am Ende eruptiv und gewaltsam ihren Weg bahnt. Die Idee des Spießbürgers, der  gewaltsam gegen die seine enge Vorstellung von Normalität bedrohenden «Anderen» vorgeht (nicht ohne Grund war Der Exorzist damals ein so erfolgreicher Film), ist ein (leider nur zu reales) Klischee, mit dem Van Sant relativ vielschichtig und sanft umgeht und dabei auch klar stellt, dass Milk sich – machttrunken den Gegenspieler abservierend – vielleicht auch selbst zum Mittäter macht. Ähnlich differenziert wie White skizziert Van Sant auch Harvey Milk selbst, einerseits in einem vielleicht zu positiven Licht erstrahlend als Streetworker und Helfer und Bürgerrechtler, andererseits auch als als machtbewussten, cleveren Mann, der geschickt die Schwulenbewegung zu instrumentalisieren und als Machtfaktor zu nutzen weiß, der sich komplett verändert, um wählbar zu werden, der ein waschechter «Politiker» ist, mit allen Kompromissen und Brüchen, die dazugehören. Dass der echte Milk deutlich promiskuitiver war als Sants Version, die ansonsten doch um fast photorealistischen Nachbau bemüht ist, mag der Legendenbildung geschuldet sein, oder vielleicht dem Versuch, eine Art (überflüssiger) OTP-Lovestory in den Plot einzufädeln. In vielerlei Hinsicht mag man in der Geschichte von Harvey Milk Analogien zum Wahlkampf von Barack Obama (oder, lokaler, auch Joschka Fischer) sehen, und der Erkenntnis, dass auch ein vielleicht guter Mann faule Kompromisse machen muss, schlechte Dinge tun muss, mit schlechten Menschen kooperieren muss, um an die Macht zu kommen, um dort angekommen das (hoffentlich) richtige zu tun, oder auf dem Weg dorthin korrumpiert zu werden. Ob bewusst oder unbewusst – weil man als Betrachter nur in die von Van Sant offengelassene hermeneutische Bresche springt – wird Obama so zu einer Art Einlösung des Versprechens, das Harvey Milk zu geben erschien – dem Versprechen, dass das Establishment knackbar ist und mit den eigenen Mitteln zu schlagen ist. Wie Milk Demonstrationen einfädelt, die er dann als Politiker wieder pressetauglich eindämmt und beruhigt, ist ein Lehrstück früher Guerilla-Politik, ebenso seine Grass-Roots-Rekrutierung von Wahlhelfern und Wählern. In diesem Sinne ist Milk auch ein Stück amerikanische Politik-Lehrstunde, und es wäre spannend gewesen, was aus Harvey Milk geworden wäre, hätte ihn nicht ein Kopfschuss zum Märtyrer gemacht – die Frage, inwieweit er sich seinen Idealismus und seine Smartness behalten hätte, oder ob der Politikerberuf den Menschen eben doch mehr geändert hätte als der Mensch den Beruf (à la eben Fischer), wäre interessant gewesen.

Sean Penn überrascht als grandios menschennaher, sympathischer, lebendig gestikulierender Harvey Milk, bei dem man schnell vergisst, dass Penn sich hier weit außerhalb der für ihn normalerweise reservierten Schubladen bewegt, was erneut unterstreicht, was für ein Ausnahmedarsteller (und -typ) Penn ist, der den Oskar hier redlich verdient hat.In einer exzellenten Gruppe von Co-Darstellern, die in den 70s-Klamotten bizarr zeitgemäß und hip wirken, sticht er im Anzug fast als fremdelnd hervor, brilliert als bärtiger Hippie ebenso wie als Politikerstereotyp im grauen Anzug mit angeklatschten Haaren, als Agitator auf der Bühne ebenso wie leise verzweifelnd daheim. Das Penn, ansonsten eher auf den introvertierten Macho gebucht, hier als extrovertierter gefühlsstarker Mann brilliert, unterstreicht wie souverän das Casting des gesamten Films ist, in dem keine Rolle fehlbesetzt scheint, was dem Mix aus O-Material und Nachdreh eine unerhört intime, authentische Note gibt.

Milk ist ein für heutige Zeiten ungewohnt klar engagierter, eindeutiger Film, der nicht nur dokumentarisch ist, sondern – bereits allein durch den Zeitpunkt seiner Veröffentlichung – ein Statement abgibt, und dabei auch mal zum groben Instrumentarium des Pathos greift. Wenn man auf Streichermusik und Lichterkette also nicht etwas allergisch reagiert, sollte man die Taschentücher parat halten, denn Milk mutiert gegen Ende zu einer flammenden Rhetorik für Toleranz, Liebe, Offenheit und vielleicht vor der Folie von Proposition 8 und einem rechtsruckenden neochristlichen Amerika von allem ein wenig zu viel, zu forciert, zu wütend, zu in your face für einen europäischen Geschmack– was aber die Botschaft nicht weniger richtig oder aktuell macht.

14:19 Uhr. Kategorie Film. Tag . Eine Antwort.

E.S.T.: Leucocyte

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Das durch den Tod des Pianisten Esbjörn Svensson wohl letzte (aber vor seinem Ableben fertiggestellte, also nicht posthume) Album von e.s.t. markiert in mehr als einem Sinne das Ende einer Reise. Das für den Jazzbereich ungewöhnlich band-artig operierende, festgeschweißte Trio von Svensson, Schlagzeuger Magnus Öström und Basser Dan Berglund hat sich bereits auf den vorhergegangenen Alben spürbar aus den  Parametern normaler Klavier/Bass/Schlagzug-Arrangements freigeschwommen und etwa auf Tuesday Wonderland einen hochfragilen, einsamen und doch oft wütend verzerrten Sound präsentiert, der seinesgleichen suchte. Leucocyte zeichnet diese Entwicklung weiter – fast säuberlich getrennt in Stücke, die immer skizzenhafter, verlorener, ätherischer wirken, kaum noch zusammengehalten, federleicht, Herbstlaub im Wind, und andererseits in Tracks, die man in Ermangelung besserer Worte vielleicht als Grungejazz bezeichnen mag, ein an das Fieber von der Jimi Hendrix Experience oder an das Monomanische, Epische von Bands wie den Red Sparrows erinnernder Sound, bei dem schnell vergessen ist, dass nur drei Musiker dafür verantwortlich zeichnen oder dass man sich im Jazz-Schwimmbecken befindet, dessen seniorengerechte Wassertiefe e.s.t. hier absolut verlassen und dem Hörer jeden Boden unter den Füßen nehmen. Das hier ist Musik, die alle Genre überschäumend hinter sich lässt, eine meisterhafte Improvisation, die ebenso brutal wie elegant, ebenso chirurgisch wie manisch. Jedes e.s.t.-Album ist auf eine eigene Art ausgezeichnet, aber dieses ist das vielleicht emotionalste, im Sinne einer breiten Spanne von Gefühlen, die von dem leisesten Pianohauch ebenso getriggert werden können wie von furiosen Maschinengewehrsalven der Snaredrum, die wütend über die musikalische Wüste feuern. Nie waren e.s.t. auf einem Album so experimentell, so sperrig, so vielleicht auch unzugänglich und avantgarde wie hier, und doch entpuppt sich Leucocyte als ein ausgesprochen rundes, reifes Werk, als ein wahres Kunstwerk, das nicht zu einem Ohr rein und dem anderen wieder raus fährt, sondern verstanden, gehört werden will. Die Verzahnung von zeitgenössisch-moderner Kunst und Jazz, seit John Coltrane und Miles Davis fast ein Klischee, ist selten so greifbar wie hier – Leucocyte ist eine holographische, seltsam mutierte Klangskulptur, in der jeder Ton das Ganze umfasst und zugleich komplex dreidimensional verästelt wirkt, sich verändert, je nachdem, wie man ihn dreht, die eigenen Stimmungen reflektiert und zugleich verändert. Weiter weg von Gefälligkeitsjazz kann man kaum kommen, ohne atonal zu werden, was e.s.t. tatsächlich nie werden, weil Svensson eben doch ein präziser Melodiker bleibt, der auf Berglunds verlässliche Strukturen auch im wildesten Lärm noch nachvollziehbare weiche Harmonien à la Keith Jarrett stapelt, sich nie im Noise verliert. Die fast empathische Zusammenarbeit des Trios, aufbauend af endlosen Livekonzerten in der gleichen Besetzung und einer Chemie, wie man sie im Jazz mit seinen häufig wechselnden Besetzungen selten hat, gibt den ausgedehnten Improvisationen eine Dichte, die unverkennbar e.s.t. ist, selbst wenn die Band alles tut, um nicht nach e.s.t. zu klingen. Insofern ist Leucocyte vielleicht auch der Versuch – oder die Konsequenz – eines Prozesses der Befreiung von der eigenen Perfektion. Schon auf Tuesday Wonderland ist die sonst so perfekte nordische Klarheit und Beauty der Musik immer mal wieder von Störungen, von Kratzern in der Fassade durchzogen – hier übernehmen die Störungen mitunter das Ruder, den vergleichsweise herkmmlichen geschliffenen Triojazz alter Alben sucht man hier vergebens, die Fassade wirkt zerborsten, unzivilisiert, draußen tobt der Krieg und drinnen spielt ein Kind ohne Eltern auf einem kaputten Kinderklavier eine katatonische Phrase. Es ist ein dekonstruktives Album, ein destruktives, wütendes Album, das anspielt gegen einen funktionierenden, glatten Jazz für Chill-Out-Bars und Hotellobbys, das alles andere als der Soundtrack für die Midlife-Crisis-Männer sein will. Es ist ein Album gegen den eigenen Ruhm, gegen den eigenen Erfolg, die eigenen Routine. Es ist selbstdestruktiv, die Sorte Album, die eine Karriere völlig verändert oder aber ruiniert. Svensson hämmert wütend gegen die Käfigstäbe seiner eigenen handwerklichen Perfektion und sucht das Kaputte, das Schräge, das Schmerzhafte, einen groben, ungehobelten Sound, der vielleicht nicht mehr immer schön ist, aber wenigstens echt.  Leucocyte ist deshalb so ein verfluchtes Meisterwerk, weil es nicht nur das Ende einer tatsächlich als Hörer nachvollziehbaren Evolution des Trios ist, sondern weil es in einer Zeit perfekt geschliffener blutleerer Produktionen so ein verdammtes potentes pockiges narbiges Monstrum voller Fehler und Macken ist, das nur wackelnd auf seinem Podest steht, eine Art Musik gewordener Mickey Rourke, der sich vom Schönling zum bizarren aber gerade deshalb inmitten der glatten Hollywood-Gesichter so schrecklich glaubhaften stolzen Freak gewandelt hat. Es ist natürlich ein schreckliches Klischee, das letzte Album eines verstorbenen Künstlers sein Meisterwerk zu nennen, aber manchmal sind Klischees eben wahr.

09:30 Uhr. Kategorie Musik. Tag . Keine Antwort.

Zu Verschenken 15: Clic

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Diesmal gibt es einen KLOTZ von einem Buch – Clic 2 ist ein Photoband, durchgehend s/w mit wunderbaren Photos von Leonardo Bezzola aus den Jahren 1978-1992, dick wie ein Schuhkarton, ein echtes Buchobjekt, nicht umsonst gebraucht zwischen 60 und 80 Euro online zu Kaufen – und hier gratis :-D.

Der Deal: Wer mir bis morgen  das schönste Photo fürs Blog per Mail zuschickt, kriegt die Bücher und trägt nur das Porto selbst.
Achtung: Passend zum Thema sollten die Photos schwarz/weiß photographiert sein.

25. Februar 2009 12:06 Uhr. Kategorie Stuff. Tag . 3 Antworten.

Zu Verschenken 14: Die Photos

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Andreas

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Bernhard

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Christopher

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Jonathan

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Tidde

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Tobalo

Und hier die Photos zum Give-Away 14.Feine Sachen dabei, auch wenn ich bei Jonathan nicht ganz sicher bin, wie’s zur Aufgabe passen soll. Tidde kriegt das Buch, mehr Körpersprache geht ja gar nicht :-D.

11:42 Uhr. Kategorie Stuff. Tag , . 3 Antworten.

Hotel

22. Februar 2009 18:12 Uhr. Kategorie Photos. Tag , . 4 Antworten.

Rand

21. Februar 2009 18:33 Uhr. Kategorie Photos. Tag , . Keine Antwort.

Baum

19. Februar 2009 18:08 Uhr. Kategorie Photos. Tag , . Keine Antwort.

Zu Verschenken 14: Körpersprache Für Manager

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Schon heute, weil ich am Wochenende nicht da bin. Sehr schön – das Buch habe ich mal für ein Abendprogramm des Bochumer Schauspielhauses gebraucht. Es ist eins dieser phantastischen Bücher, in denen nonverbale Kommunikation auf einfache Tricks herabgebrochen wird, die beim «Verkaufen» und «Motivieren» helfen sollen, also wunderbar manipulativ und falsch und natürlich auch irgendwie schrecklich. Ich weiß, ihr wollt es alle haben, um in Zukunft schon per Körperhaltung eure Kunden zu manipulieren :-D.

Der Deal: Wer mir bis Montag  das schönste Photo fürs Blog per Mail zuschickt, kriegt die Bücher und trägt nur das Porto selbst. Und Achtung: Passend zum Thema sollten die Photos natürlich im weitesten Sinne mit Körper zu tun haben. Viel Spaß…

15:01 Uhr. Kategorie Stuff. Tag . 5 Antworten.

Zu Verschenken 13: Die Photos

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Bjoern

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Christoph

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Peymaneh

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Richard

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Stefan

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Tobalo

Hier die Bilder zum 13. Giveaway. Scheint schwerer zu sein, wenn ich ein Thema gebe – wobei ich mich bei Stefan schon frag, ob er das Thema gelesen hat :-D. Ohne lange Vorrede: Die Bilder gehen zu Peymaneh. Viel Spaß damit.

14:52 Uhr. Kategorie Stuff. Tag , . 12 Antworten.

Letitgoletitgoletitgo

Für die meisten Menschen bedeutet es einen Schock, sich altern zu sehen. Ich sehe das gänzlich anders. Mein Motto lautet: «Let it go, let it go, let it go.» Die Zeit richtet, die Zeit heilt.Ich wollte nie zurückblicken, wollte nie wieder jung sein. Zu keinem Zeitpunkt. Warum auch?

Morrissey
in dem auch ansonsten sehr lesenswerten, sehr auf Alter und Zeit zentrierten Interview in der Spex 319.

10:20 Uhr. Kategorie Stuff. Tag . Keine Antwort.

Kitsuné Maison Compilation 6

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Der sechste Sampler des stets verlässlichen französischen Musik/Mode-Labels Kitsuné um Gildas Loaëc und Masaya Kuroki liefert den üblichen Mix tanzbar-elektronischer Up-to-date-Musik und fungiert sozusagen als legales Gegenstück zu Hot-Shit-Blogs und reflektiert wie diese den Schwenk zu einem Clash aus glitchendem Elektro und späten Billigsynth-Italodisco-Feeling der 80er, was das Album paradoxerweise etwas sanfter und souliger macht als die Vorgänger. Mit La Roux’ Quicksand ist im Grunde diesmal der Übergang zum Charts-Mainstream fast vorgegeben und es zeichnet sich ab, dass Kitsuné vielleicht nicht Vorreiter, sondern sicher eher Zusammenfasser von Trends ist, der Sampler hat etwas retrospektives. Generell ist das Album über weite Strecken sehr gefällig – With you forever von Pnau ist reiner Pop, Polar Bear von Ted & Francis oder We love the Disco Sound von Streetlife DJs sind  auch nahtlos radiokompatibel-, kann aber auch mal schön böse werden wie mit dem kratzigen Nintendo-Soundchip-Gone-Crazy-Song  You love coz she’s dead von Superheroes, oder retro wie Etienne de Crécys Hanukkah, das fast nach ganz alten Front 242 klingt. Durchweg gibt es, wie bei fast jedem Kitsuné-Sampler,  einen sehr gut weghörbaren Mix aus alten Vertrauten und neuen Namen, der sich immer im ja grundrichtigen Grenzbereich von Laptronica-Remix, Alternative und Trash-Dancefloor bewegt. Mit Kitsuné machst du nach wie vor nicht alles richtig, aber sicher auch nichts verkehrt.

10:08 Uhr. Kategorie Musik. Tag . Eine Antwort.

Baum

18. Februar 2009 19:28 Uhr. Kategorie Photos. Tag . Keine Antwort.

ZU Verschenken 13: Kommunikationstheorien

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Jawohl, Restbestände aus Studienzeiten – und weil das eigentlich nicht jeden anspricht, gleich beide zusammen. Dabei ist vor allem erstes Buch eigentlich auch für den Laien trotz des körperlich leicht unangenehmen Untertitels durchaus noch lesenswert, finde ich. Bin gespannt, ob bei den beiden Büchern diesmal null Photos kommen :-D.

Der Deal: Wer mir bis morgen  das schönste Photo fürs Blog per Mail zuschickt, kriegt die Bücher und trägt nur das Porto selbst. Und Achtung: Passend zum Thema sollten die Photos auch im weitesten Sinne mit Menschen und Kommunikation zu tun haben.

09:34 Uhr. Kategorie Stuff. Tag . 3 Antworten.

Himmel

17. Februar 2009 18:06 Uhr. Kategorie Photos. Tag , . Eine Antwort.

Holz

16. Februar 2009 22:09 Uhr. Kategorie Photos. Tag . Keine Antwort.

Frost/Nixon

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Ron Howard ist nicht unbedingt die Sorte Regisseur, der ich großes Vertrauen entgegenbringe. Eher der Mann fürs solide Handwerk, ohne bemerkenswerte eigene Note, hat er zuletzt mit DaVinci-Code einem schlechtem Buch den endgültigen Todesstoß versetz. Nicht die besten Voraussetzungen, ein Theaterstück und zudem einen medienhistorisch wichtigen Moment auf die Leinwand zu bringen und sich – nebenbei – mit Oliver Stones Nixon-Verfilmung messen zu wollen. Doch vielleicht gerade weil Howard der Mann ohne Eigenschaften ist, gelingt ihm ein ruhiger, reibungslos funktionierender Film, der zwar dem Stoff geschuldet etwas kammerspielartig dahinfließt und sich wie so viele Filme darin gefällt, als Ausstattungsoper eine Epoche – in diesem Fall die 70s – wiederauferstehen zu lassen, inklusive den seltsamen Farben, die altes Filmmaterial mit sich brachte, der aber auf die Kraft seiner Darsteller setzen kann und deshalb von der eigenen Konturlosigkeit ideal profitiert.

Die Story ist einfach: Einem unbedarften Talkshow-Host gelingt es, ausgerechnet die politische Skandalfigur der frühen Siebziger zu einem TV-Interview einzuladen, nicht zuletzt, weil Nixon, frisch zurückgetreten. hier einen naiven Gegenspieler vermutet, mit dessen Hilfe er sich öffentlich reinwaschen kann, vielleicht sogar eine politische Karriere wiederbeleben. Frost, Womanizer, Schönling und beileibe nicht in der Gewichtsklasse eines gewieften Polit-Fragestellers, tritt in vier Gesprächsrunden gegen Nixon an, der ihn zunächst locker in die Tasche steckt und die Gespräche als rhetorischer Profi dreht, wie er es braucht. Erst in der letzten Runde gibt es eine dramatische Wendung…

Die Filmadaption von Peter Morgans Bühnenstück setzt auf die beiden Hauptdarsteller, die die berühmten Vorbilder schon 2006 bei der Bühnenpremiere verkörperten. Sheen und Langella merkt man an, dass sie die Figuren über hundert Mal gegeben haben, sie sitzen auch im Film nahezu erschreckend in ihren Rollen, Sheen als der stets etwas überschminkte und überdresste Möchtegern-Dandy, Langella als hünenhafter Ex-Präsident, dessen größter Feind der eigene Kontrollverlust zu sein scheint. Langella, visuel fast ein Amalga, aus Breshnev, Reagan und Nixon gewinnt dem Präsidenten enorm menschliche, fast weiche Züge ab, schafft vielleicht sogar zu viel Sympathien für Nixon mit deinen weichen braunbärigen Augen und den sanft wippenden Augenbrauen, die mehr Humor erahnen lassen als das Gesicht des echten Nixon, mehr Wärme. Überhaupt scheint der Film rückwirkend milde gestimmt zu sein – Sam Rockwells Wut auf Nixons Verbrechen in Vietnam und gegen das Bürgerrecht scheinen fast die Stimme eines wütenden Radikalen zu sein, und Howard räumt Nixons menschlicher Seite viel Raum ein, zeigt einen gebrochenen Mann, der alles andere als ein vorsätzlicher Krimineller ist, sondern scheinbar nur über seinen eigenen Eifer, seine eigenen Gefühle stolperte. Wenn Nixon am Ende des Films sich nicht an seinen nächtlichen Droh-Anruf (offenbar eine reine Erfindung des Autors) bei Frost erinnern kann, fragt man sich, welche psychischen oder neuronalen Probleme dieser Mann haben mag und hat man fast Mitleid mit ihm, kommt an den Punkt, den man bei Ronald Reagan im echten Leben eben tatsächlich hatte. Der Film gewinnt so einen Unterton von Vergebung, «tragödisiert» – wie die Serie 24 es permanent tut – den permanenten Ausnahmezustand des Präsidentenamtes, den Entscheidungsdruck, der auf dem Amtsinhaber ruht. Es weht ein Hauch von Vergebung mit George Bush durch diesen Film, der ebenso unkontrolliert  emotional wirkt wie Langellas Nixon – insgesamt wirkt der Film zu sanftmütig, zu palliativ-amüsant, zu sehr an den glatten Regeln eines Boxerdramas à la Rocky orientiert, um wirklich jemals Wucht zu haben.

Dennoch – das (in vielerlei Hinsicht nicht mit dem echten Interview kongruente) Wortgefecht zwischen Nixon und Frost zeigt, wie spannend Talking Heads sein können. Das Duell zwischen Frost und Nixon, bei dem es weniger so ist, dass Frost gewinnt, als dass sich der fiktionale Nixon im Grunde schlussendlich selbst entscheidet, einen kathartischen Moment herbeizuführen, hat hohe Spannungsmomente und lebt von Langellas großartiger Körpersprache, die – über Nixon hinausgehend – die Urform aller Berufspolitiker einfängt. Ausweichen, Antäuschen, Dominieren, Ablenken – Frost/Nixon präsentiert auf dem Objektträger genau jene Techniken, die wir nur zu gut aus Politikerinterviews kennen. Der geschulte, unauthentisch-authentische Habitus des Berufspolitikers, der so echt sein möchte und sofort als falsch identifiziert ist, der nahtlose Übergang von Politiker und Schauspieler – dem Schauspieler Langella, der den Politiker Nixon mimt, der wiederum schauspielert – lässt sich hier genüsslich dekonstruiert betrachten.

Angesichts der Wichtigkeit, die das Medium Fernsehen heute für die Politik hat, verwundert es nicht, das Ron Howard das Interview von Frost und Nixon ex post zu einer Art Sternstunde amerikanischer Politik hochjazzt – und damit seinem eigenen Medium, dem Bildmedium, zugleich ein Denkmal zu setzen versucht. Langella/Nixon selbst erzählt den urbanen Mythos, das Nixon gegen Kennedy hauptsächlich verlor, weil er im Fernsehen visuell eine schlechtere Figur gegen den gutaussehenden Youngster abgab – und das Voiceover des Films lässt keinen Zweifel daran, dass es die Großaufnahme war,  die Nixon im Frost-Interview den Rest gab. Hier zelebriert sich ein Medium selbst – die Kamera streicht fast zärtlich über das alte Filmequipment, vergleicht sorgfältig die realen Gesichter mit denen auf schwarzweißen Bildschirmen, der Film wechselt fluide zwischen fiktionalen und realen Elementen. Dass das Medium Fernsehen in Wirklichkeit Politik längst nicht mehr entblößt und transparenter macht, sondern im Gegenteil verschleiert, fällt dabei unter den Tisch. Längst ist das Fernsehen mit seiner Verkürzung komplexer Inhalte und Prozesse auf den emotionalen, vor allem aber kleinsten gemeinsamen Nenner, ein Gegner demokratischer Diskursformen geworden und hat beileibe kein Anrecht auf den Orden investigativen Jounalismus, den Howard dem Fernsehen hier anzuhaften versucht. David Frost mag – fast zufällig und auch nur einmalig aufblühend – von Talkshow-Moderator zum Politik-Interviewer gereift sein, heute aber ist die gesamte Interview-Kultur längst im Umkehrschluss zum Showbiz geraten… Frost war seiner Zeit also nur voraus mit der Erkenntnis, dass ein Gameshow-Host qua blauer Augen und gefälligem Gesicht auch befähigt sei, Politiker zu interviewen. Was 1973 noch die fast skandalöse Ausnahme war, die kein Sender einkaufen wollte, ist heute Norm geworden, niemand nimmt Anstoß, wenn ein Sportmoderator ganz postmodern auch Spielshows, aber eben auch politische Interviews führt – am Ende gerinnt auf dem Bildschirm eben alles zu Entertainment. Mit Nixon ging eine Ära zu Ende, die von Zeitung und Radio – und die Blütezeit des TV Mitte der Siebziger bis in die Neunziger hinein begann. Ähnlich, wie mit Bush – womöglich, man sollte es nicht zu früh beschreien – die Dominanz des TV ihr Ende erlebt, und das Internet zum Leitmedium avanciert.

Und auch im Kino herrscht die Regel dass eben alles Entertainment zu sein hat, alles konsumierbar sein muss – so dass der Film allzusehr einer Erfolgsstory hinterherjagt; den Mut des kleinen Mannes gegen den großen Politiker, den Träumer, belohnt sehen will – und so erleben wir, wie Rocky sich kurz vorm dem Abgezähltsein aufrappelt und in letzter Sekunde den Champion besiegt und Nixon paradoxerweise nicht seine Rache an den JFK-glatten fernsehfreundlichen «homo medialis» bekommt, sondern erneut scheitert. Howard erzählt diese klassische amerikanische Story als fast abgefilmtes Theater in routinierten Bildern, die wunderbar grobkörnig und farbstichig sind (was leider nur zu schnell einen Vergleich mit Die Unbestechlichen herbeiführt – dem Frost/Nixon nicht wirklich gewachsen ist)  und mit Darstellern, die dem kargen Plot durchaus Tiefe abzugewinnen wissen, wie etwa Kevin Bacons Nixon fast verliebt zugetane Stabschef Brennan oder Oliver Platt als scharfzüngiger Bob Zelnick, und allen vorweg Frank Langella als Nixon selbst. Das Ergebnis sind zwei Stunden sehr solide, spannende und niemals wirklich platte Unterhaltung mit vielen kleinen bemerkenswerten Details – vielleicht Ron Howards bester Film.

18:43 Uhr. Kategorie Film. Tag . 3 Antworten.

Giveaway 12: Das Photo

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Tobalo

Ja, das ist dann ja einfach: Christóbal hat als einziger ein Photo für das letzte Zu-Verschenken eingeschickt. Und kriegt dann natürlich auch das Buch. War die Aufgabe zu schwer? Buch zu schlecht? Keine Lust mehr?

Morgen mehr… :-D

16:02 Uhr. Kategorie Stuff. Tag , . 7 Antworten.

Strom

08:41 Uhr. Kategorie Photos. Tag . Keine Antwort.

Post

00:11 Uhr. Kategorie Photos. Tag . Keine Antwort.

Cranes: Cranes

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Nachdem das britische Duo Jim und Alison Shaw, das in den Neunzigern mit einer ganzen Serie von EPs und Longplayern von sich hören machte,  lange Zeit von der Bildfläche verschwunden schien, überrascht es jetzt mit einem neuen Album, das aber leider eben wenig überrascht. Während die Cranes vor allem auf den ersten EPs von fast experimenteller Vielfalt – stets zusammengehalten von Alisons kinderhafter Stimme – lebten, erinnert das neue Album im Grundtonus sehr an Future Songs, die lange Pause seit Particles and Waves ist fast unmerkbar. Die Stücke sind vielleicht noch einen Hauch introvertierter geworden, bereits der erste Track Diorama, der wie ein Überbleibsel aus der elektronischen E-Musik der sechziger Jahre anmutet, stimmt darauf ein, kontrapunktiert von dem dann fast bandartig eingespielten und von einer lauten Akustikgitarre dominierten Worlds. Es scheint, als wollten die Cranes eine Art Best of anbieten, mit Songs, die an Future Songs gemahnen und anderen Tracks, deren Arrangements weiter an die Anfänge der Band zurückreichen – aber der Versuch ändert wenig daran, dass die Songs auf Cranes eine gewisse Selbstähnlichkeit haben – Grooves, Harmonien, Gesang – die das Album zugleich hypnotisch fesselnd machen, aber eben auch keinen einzelnen Track wirklich herausragen lassen. Wo andere Alben der Cranes bei aller halluzinogenen Qualität immer auch Dynamik und Leben hatten, wirkt Cranes eher durchgehend meditativ, die perfekte Musik zum Einschlafen, keine Disharmonie, keine Kakophonie, die dich aus dem Schlummer reißen will.Ob mit Band arrangiert oder nach Laptronica klingend, die Tracks schweben im vertraut dumpfen klerikalen Hall, in pulsierenden Echowolken, hinter denen wie Sonnenstrahlen der stets leicht lispelnde Gesang von Alison, gerne auch im Dubover-Chor mit sich selbst, aufblitzt. Störend sind dabei eigentlich nur die oft wirklich Lagerfeuer-simplen Gitarren-Akkorde, die sich zu stumpf vorwärtsschrammeln und denen es an der Eleganz der Keyboards einfach mangelt.

Cranes ist ein verblüffend unambitioniertes Comeback, Essenz einer Band, die sich auf ihrem Weg gefunden hat und nicht mehr viel nach links oder rechts die Abhänge hinab zu schauen scheint, sondern entspannt nach vorne geht. Dass ein (vielleicht der beste ) Track des Albums Sleepwalking heißt, ist dabei fast programmatisch. Man mag die oft fast nach schnell hingeworfenen Songskizzen klingende Platte furchtbar langweilig finden oder bezaubernd meditativ, reduziert einfach oder uninspiriert – und vielleicht sogar je nach Laune beides zugleich. Die bezaubende Naivität der frühen Cranes und das düster-triphoppige Cinemascope von Future Songs kriegt die neue Scheibe nicht hin, klingt zugleich aber klarer, konzentrierter, im besten Sinne unmoderner als etwa Loved oder Forever, die stets versuchten, sich an Trendsounds der 90s anzudocken. Das neue Album ist eine Sammlung von Notturnos, monochromatische Reisen in die  verregnete Welt der Shaw-Geschwister, die vielleicht nie so klar wußten, wohin ihre Reise geht, wie auf diesem Album.

15. Februar 2009 10:51 Uhr. Kategorie Musik. Tag . 4 Antworten.

Giveaway 12: Color Harmony

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Noch ein Farbbuch mit harmonisch aufeinander abgestimmten Farbcharts, ach die wunderbare Welt der neunziger Jahre…

Der Deal: Wer mir bis montag  das schönste Photo fürs Blog per Mail zuschickt, kriegt die Bücher und trägt nur das Porto selbst. Und Achtung: Passend zum Thema sollten die Photos auch mit Farbe zu tun haben.

13. Februar 2009 17:25 Uhr. Kategorie Stuff. Tag . Keine Antwort.

Giveaway11: Die Photos

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Friedemann

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Jann

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Johannes

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Peymaneh

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Sebastian

Trotz der langen Pause eigentlich nur sehr wenig Photos diesmal – ist das Buch so schlecht, die Give-Away-Sache durchgenudelt oder war das themenbezogene Photofinden so schwer?

Obwohl ich drei der Bilder wirklich mag, kriegt Sebastian das Buch.

Gleich gehts weiter.

17:23 Uhr. Kategorie Stuff. Tag , . 11 Antworten.

Lampe

12. Februar 2009 21:21 Uhr. Kategorie Photos. Tag , . 2 Antworten.

?!

10. Februar 2009 06:41 Uhr. Kategorie Photos. Tag , . Eine Antwort.

Gold

9. Februar 2009 16:33 Uhr. Kategorie Photos. Tag , . Keine Antwort.

Autobahn

8. Februar 2009 15:53 Uhr. Kategorie Leben. Tag . Eine Antwort.

Kran

13:01 Uhr. Kategorie Photos. Tag . Keine Antwort.

Zu Verschenken 11: Designer’s Handbook

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Tatsächlich ein Standardwerk ist der schmale kleine englischsprachige Band, in dem eigentlich alles,was man über die Produktion von Grafikdesign Anfang der 90er wissen konnte, enthalten ist. Aus heutiger Sicht nicht mehr ganz aktuell, sind trotzdem viele wissenswerte technische Informationen, von Typographie bis zum Raster enthalten und es schadet ja auch nicht, bestimmte Inhalte auch einmal mit der englischen Terminologie verknüpft zu sehen.

Der Deal: Wer mir bis montag abend das schönste Photo fürs Blog per Mail zuschickt, kriegt die Bücher und trägt nur das Porto selbst. Und Achtung: Weil das Buch so schön schwarz ist, sollten die Photos auch mit Schwarz zu tun haben.

6. Februar 2009 06:40 Uhr. Kategorie Stuff. Tag . Eine Antwort.

15. Leipziger Typotage

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Leipzig erweist sich mit den 15. Typotagen wieder einmal als sehr ernsthafter Standort für Schriftgestaltung. Wo andere Veranstaltungen gern mit recht offenen Ein-Wort-Themen auffahren, sin die Leipziger seit jeher thematisch sehr ernsthaft dabei und wenden sich vielleicht mehr an Fachleute aus Design und Druck, nicht umsonst findet das ganze im Museum für Druckkunst statt. Nachdem letztes Jahr das Zeitungsdesign im Vordergrund stand, widmet sich die Gesellschaft zur Förderung der Druckkunst diesmal einem ähnlichen Spezialthema, nämlich dem Verpackungsdesign. Und wer hat sich noch nicht gefragt, wessen Strafarbeit es eigentlich ist, die ganze winzig kleine Information auf den Joghurt zu setzen oder ob es hier spezielle Regeln oder gestalterische Freiräume gibt – und warum Package Design ein so scheinbar unflexibles Gestaltungsfeld ist, mit wenigen gestalterisch einwandfreien High-End-Produkten, einer wahren Flut von Supermarkt-Augenkrebs und sehr sehr wenig dazwischen, quasi einer Art umgekehrten Gauß-Glocke. Dabei sollte doch auch hier die Regel gelten, dass gutes Design gut fürs Geschäft ist.

Die Redner werden das Thema von allen Seiten fachlich versiert beleuchten: Armin Angerer ist  Geschäftsführer Produkt und Packaging bei der Peter Schmidt Group in Hamburg, die seinerzeit mit hochwertigen Parfumpackage-Design reüssierte. Klemens Ehrlitzer kommt vom Verband der Hersteller selbstklebender Etiketten und Schmalbahnconverter. Prof. Dr. Ulrike Herzau-Gerhardt von der HTWK Leipzig ist eine absolute Fachfrau in Sachen Drucktechnik. Olav Jünke von ondesign in Hamburg wird vielleicht vom Message-on-a-bottle-Projekt berichten. Rainer Schneider von der Dresdner Markenteam Werbeagentur und  Julius Wiedemann vom Taschen Verlag  sind zwei weitere spannende Speaker, wenn es darum geht, wie eine Verpackung einen Inhalt determinieren kann.

Für interessierte Designer sicher einen Besuch wert. Die Veranstaltung findet am Samstag den 16. Mai 2009 statt und kostet für Nicht-Mitglieder des Vereins 1oo Euro Eintritt.

3. Februar 2009 08:04 Uhr. Kategorie Design. Tag . 3 Antworten.

Zu Verschenken 10: Die Photos

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Anja

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Christine

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Christoph

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Holger

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Jakob

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Jann

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Johannes

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Jonathan

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Moritz

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Simone

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Sören

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Thorben

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Tobalo

Erst heute die vielen schönen Bilder mit Schrift. Übrigens toll, wie die Bilder von Christine Hager und Christoph Wilde zusammenpassen, oder?

Wir machens diesmal wieder mit Abstimmung in den Kommentaren, oder? Wer bis morgen früh die meisten Stimmen hat kriegt das Tycho-Buch von tomato. So viel Arbeit für so ein dünnes Buch, it almost seems unfair.

07:35 Uhr. Kategorie Stuff. Tag , . 25 Antworten.

33 Pt Eskapade

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Am 03. und 04. April 2009 findet in der FH Dortmund das bekannte Typographiesymposium 33pt. statt, diesmal mit dem Thema Eskapade. Die Dortmunder fahren zu diesem Thema ziemlich sehenswerte internationale Gäste auf, darunter der David Crow (Autor des phantastischen Visible-Signs-Buches), Phil Baines (Autor von Lust auf Schrift), Barbara Hahn und Christine Zimmermann, Autobahn, Sven Ehmann vom Gestalten Verlag, einer der Fontstruct-Macher Rob Meek und viele mehr. Mit dabei ist auch das von der TYPO bekannte  Typeradio (www.typeradio.com), mit dem Donald Beekman und Lisa Enebeis die Veranstaltung begleiten werden.

Was sich anhört wie die große Berliner Typo im kleineren Format ist tatsächlich ein rein studentisches Projekt, bei dem eine Gruppe von Studenten Konzeption, Gestaltung und Durchführung übernimmt. Und weil Studenten wissen wie es ist, in tolle Veranstaltungen mangels Geld nicht hineinzukommen, ist bei 33pt. der Eintritt frei.

Mehr Infos unter www.33pt.de, wo sich in den nächsten Wochen vor der Konferenz noch einiges tun soll.

2. Februar 2009 07:41 Uhr. Kategorie Design. Tag , . 5 Antworten.

Insel 2

1. Februar 2009 19:54 Uhr. Kategorie Photos. Tag , . Keine Antwort.

Licht

19:41 Uhr. Kategorie Photos. Tag , . Keine Antwort.

Insel

19:03 Uhr. Kategorie Photos. Tag . Eine Antwort.

Nneka: No longer at ease

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Nneka Egbunas zweites, 2008 erschienenes Album No Longer at Ease, ist ein perfektes Beispiel dafür, was deutscher Pop jenseits der Viva-Zielgruppe leisten kann, ohne geich chartsfremd zu werden. Die Hamburger Songwriterin hüpft auf dem elegant produzierten Album durch sämtliche Stilschubladen, ohne jemals beliebig zu werden oder einen eigenen Sound zu verlieren. HipHop, Dub, TripHop, Soul, Ragga und zahllose andere Elemente breiten einen eleganten Teppich für die Stimme der Sängerin aus, die sich urban und dreckig à la M.I.A. zeigen kann, aber auch jazzige Töne stemmt – aber immer mit einer Schaufel Dreck in der Stimme, mit einer Echtheit, die der zu der Chuzpe passt, als deutscher Act ausgerechnet Dub zu machen. Mitunter schwirrt das Album zu sehr, ist unentschieden, will Pop liefern, aber auch eine harte Kante zeigen, will Tricky sein und Lauryn Hill, aber über weite Strecken gelingt der Mix, das Ergebnis ist nicht Gemischtwarenhandlung, sondern eine Reise durch ein eklektizistisches musikalisches Denken, eine Art Mix-Tape, das trotzdem einen klaren eigenen Geschmack zeigt. Hier probiert sich jemand aus und weiß doch, wohin die Reise geht.

Heartbeat, die Auskopplung, ist die aus dem Album herausragende Nummer, nicht, weil sie besser wäre, sondern weil sie aus dem sonst eher ruhigen Slowbeat-Gerüst heraus völlig nach vorne geht, hektisch, fast wie ein alter Moloko-Song, eine meiner Lieblingsnummern im letzten Jahr – vielseitig, elegant, zittrig, unfertig und insofern perfekt. Der Rest des Albums ist – fast leider – smoother geworden, ruhiger, nicht so wütend und insofern paradoxerweise mainstream-kompatibler als die Auskopplung. Das streckenweise an Portishead gemahnende Deadly Combination lässt noch einmal ahnen, wie gut Nneka auch außerhalb der vielleicht zu passenden African-Music-Schiene funktionieren würde, mit härteren Klängen, die weniger zum Patrice-Publikum passen würden. Hier zeigt eine Sängerin ihre musikalische Schuhsammlung, von straightem Pop bis zu harten elektronischen Klängen, von tanzwütigen Africanbeat bis zu träge scheppenden Dubsounds – und überzeugt in jeder ihrer vielen Rollen. Diese vielen Facetten bedingen, dass nicht jeder Song sofort für jeden Zuhörer zünden mag, machen aber glaubhaft, dass Nneka keine Lust hat sich in irgendwelche Schubladen stecken zu lassen – und dieser (meist) klischeefreie Genremix ebenso wie die viel weniger «deutsch» klingende Produktion des zweiten Albums tun No Longer at Ease insgesamt gut und verhindern jede Form von Langeweile.

10:41 Uhr. Kategorie Musik. Tag . Keine Antwort.


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