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Wall-E

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Man muss den Machern von Pixar lassen, dass sie auch nach der Fusion mit Disney noch zu Experimenten fähig sind, auch wenn man das nach Ratatouille nicht unbedingt glauben konnte. Wall-E ist zumindest teilweise ein Film, der an die Grenze dessen geht, was ein Animationsfilm heute kann – um dann schließlich an dieser Grenze etwas hasenfüßig umzudrehen und wieder auf Nummer Sicher zu gehen.

Der erste Teil des Films spielt in einer postapokalyptischen Welt, deren monopolistischer Über-Konsumerismus sie offenbar in eine Naturkatastrophe geführt hat. Die Menschen haben die vermüllte Erde verlassen und nur Roboter wurden zurückgelassen, um aufzuräumen. Und von denen verrichtet auch nur noch ein einziger sein Werk – Wall-E, der Turmhohe Müllpakete sauber zwischen den Skyscrapern der Zukuntsmetropole aufstapelt.  Der Roboter, der über die Jahrhunderte offenbar Gefühle entwickelt hat, fühlt sich einsam und verlassen, geht seltsamen Hobbys nach, bis eines Tages eine Roboterdame, Eve, wortwörtlich in seinem Leben landet. Wall-E verliebt sich prompt in die kühle weiße Schönheit und folgt ihr bis ins Weltall, als sie wieder von ihrer erfolgreichen Mission abgerufen wird.

Dieser Sprung von der Erde ins All steht wie ein Riss im Film. Während vorher eine fast dialogfreie Handlung, die weit entfernt von einem reinen Kinderfilm ist, im Mittelpunkt steht, steht der zweite Akt da wie jeder andere Pixar-Film auch. Die erste Hälfte ist ein obskurer Stilmix aus Stummfilm und Dystopia-Genre, ein postmoderner Buster Keaton, der charmant herzgewinnend durch seine Endzeitwelt rollt und der unbeholfen um die Liebe einer unerreichbaren Schönen wirbt. Der erste Akt ist an Brillanz kaum zu überbieten und verschiebt erfolgreich das Machbare im Kinder-Animationsfilm, er ist im Grunde bei allem Humor ernster und poetischer als alles, was Pixar bisher produziert hat. Die CGI-Bilder sitzen hier überzeugend an der Grenze von Phantasie und Realbild in einer seltsam surrealen Welt, die den apokalyptischen Anfang von I Am Legend deutlich in den Schatten stellt, und kaum ein Detail weist noch auf die klassische Zielgruppe von Disney/Pixar-Filmen hin. Der erste Teil des Films ist im Rahmen des kommerziell machbaren, ein Animationsfilm für Erwachsene, trotz allen Merchandise, trotz des Marktzwanges, eine 40-minütige Hommage an den Stummfilm und sicher nicht zuletzt an 2001, den anderen SF-Film, der zur Hälfte ohne echte Dialoge und ohne treibende Handlung auskam. Für lange Momente ist hier das Bewusstsein greifbar, im kommerziellen Kontext eines Disney-Streifens mehr zu wollen als nur Popcorn-Entertainment.

Der zweite Akt, auf dem Raumschiff, mit dem die Menschen die Erde verlassen haben, wo sie nach Generationen der Dekadenz und der robotergestützten Vollversorgung zu dicken monströsen Fleischbergen mutiert sind, ist hingegen leider eher typische Pixar-Kost. Es gibt einen klassischen Telespiel-Plot, wo Dinge von A nach B gebracht werden müssen, es gibt den klassischen Bösewicht, den man auch sofort an seinem HAL-artigen Computerauge erkennt, es gibt eine Wandlung, es gibt Schurken und Helden, Gefahren und Abenteuern und ein Happy-End wider jede Logik. Das alles macht unbedingt Spaß, ist furios und liebevoll umgesetzt, aber wirkt gemessen an dem ersten Teil wie ein Zugeständnis an die Zielgruppe: Okay, ihr wart so langegeduldig, jetzt geht’s rund. Dass der Plot von den Menschen, die mit Schwebesesseln und Vollversorgung degenerieren tatsächlich aus einer Donald-Duck-Geschichte stammt, ist vielleicht nur für mich irritierend gewesen. Die zweite Filmhälfte, so nett sie ist, erinnert eben mehr an Toy-Story und Nemo als an Kubrick. Das ist bei einem solchen Film sicherlich nicht anders zu erwarten – und der Bruch ist narrativ elegant  und zwangsläufig gelöst – aber man darf sich nicht ausmalen, wie ein ganzer Film mit der kreativen Kraft der ersten Hälfte gewesen wäre.

Wall-E ist vor allem der Film, mit dem die Nerds bei Pixar sich wahrscheinlich selbst ein Denkmal gesetzt haben. Von der angedeuteten Brille bis zu seinem Sammeltick ist Wall-E ein Geek. Wer sonst würde einen wertvollen Ring wegwerfen, aber die Packung behalten, einen Rubicks Cube besitzen, Zippo-Feuerzeuge manisch sammeln, Pong auf dem Atari 2600 spielt und alte Musicals wie Hello Dolly lieben? Wall-E ist der liebenswerte Loser aus tausenden von Sitcom-Filmen, der schlecht frisierte Freak aus der letzten Reihe mit den Comics und den Actionfigürchen – und genau diese Nerds regieren das Pixar-Imperium, wo sich ja bekanntermaßen die 3D-Designer ihren Arbeitsplatz à la Star Wars und Co. gestalten dürfen… und im Grunde ist Animation ja das ultimative Actionpuppen-Paradies. Das Wall-E sich wie jeder brave Nerd in den neuesten glatten weißen, und tatsächlich von Apple-Chefdesigner Jonathan Iv stammenden, i-Pod.. äh… EVE verliebt, ist da also nur folgerichtig. Wall-Es leuchtende Augen beim Anblick der Robotersonde, die auf der Erde nach Leben fahnden soll, sind die Augen ungezählter iPhone-Fans beim Schlangestehen vor dem Applestore. Dass Wall-E sogar mit dem Apple-Bootgeräusch quittiert, wenn seine Batterie aufgeladen ist, und natürlich ein iPod seine Filme speichert, sind da nur Randerscheinungen, wie zahlriche andere Apple-Cameos, die wir wahrscheinlich nicht zuletzt der Tatsache verdanken, dass Steve Jobs bis 2005 CEO von Pixar war und heute als Mitglied des Disney-Vorstandes faktisch immer noch mit der Firma verbandelt ist.

Diese Art von Product-Placement wirkt unfreiwillig komisch in einem Film, der so dezidiert flache Kapitalismuskritik anzubieten weiß – vor vielleicht zwei Dekaden wäre die Welt von Wall-E noch die Folge eines atomaren Krieges gewesen, heute braucht die Menschheit keine Bomben mehr, um die Welt zu zerstören, es reicht, wenn wir hemmungslos konsumieren. Wall-Es Welt wird von einer einzigen, alle Lebensbereiche dominierenden Marke geprägt, deren CEO, so deuten es seine Videobotschaften an, zugleich eine Art Präsidentenrolle inne hat. Die Menschheit, so die Botschaft des Films, geht an ihrer eigenen Fauheit und Trägheit zugrunde – wir ruinieren die Erde und selbst wenn wir sie verlassen, um auf einer Art zeitloser Traumschiff-Reise durchs All zu vagabundieren, verkommen wir weiter, zu weichen amorphen Fleischsäcken ohne jeden Wert, die in einer Art De-Evolution den aufrechten Gang aufgegeben haben, und den ganzen tag vor dem Bildschirm sitzen und VideoChats betreiben, während sie Softdrinks aus übergroßen Bechern schlürfen. Letzteres übrigens ein Bild, das gerade im Kino, wo die Leute Cola aus 1-Liter-Bechern saugen, fast subversiven Charakter besitzt. Es ist – kaum noch übertrieben wirkend – das Zerrbild der emergierenden Techno-Gesellschaft, die Schattenseite der in Wall-E gefeierten Nerd-Culture, eine Welt von fetten Otakus, die nicht mehr an die Sonne kommen. Das mag seltsam wirken in einem Film, der ausgerechnet so präsent nach Apple aussieht, aber vielleicht sollen die dicken Weltraumnomaden ja Windows-User sein? I am a PC. Denn auch wenn die Geschichte förmlich mit einem Abstreifen von Technologie endet – im Abspann wunderbar erzählt als Abfolge von historischen Bildern – zurück zu Ackerbau und Viehzucht und Kultur und echtem Leben… bleiben Wall-E und Eve ja immer dabei. Der Roboter mit dem Apple-Bootsound und der MacInTalk-Stimme und die High-Tech-Drone aus den Händen von Jonathan Ive – die beiden Apple-Produkte bleiben also erhalten, nur der böse «Auto»-Roboter, der die Menschen faul und dumm hält, muss besiegt werden. Wer weiß, vielleicht ist der ganze Film nur ein verkappter Werbespot, sich aus den ruinösen Monopolhänden von Microsoft zu befreien, aufzustehen und endlich einen iMac zu kaufen. Neiiiiin, undenkbar, oder?

Letztendlich ist Wall-E auch ein wunderbarer Zitatenfilm, ein Suchspiel, das wahrscheinlich erst bei mehrfachen Sehen alle Rätsel preisgibt. Nicht nur, weil der Film ohnehin die alte Geschichte vom tapferen Zinnsoldaten aufgreift, die unsterbliche Geschichte von der kleinen ängstlichen, unnützen Kreatur, die am Ende zum Helden wird, sondern auch, weil er voller Anspielungen auf die Popkultur steckt, wie so viele Pixar-Filme. Ich war fast überrascht, nicht irgendwo auf dem Raumschiff für einen Sekunde Bender, den Robot aus Futurama zu sehen, oder doch zumindest einen Dalek. neben Anspielungen auf die Stummfilmära von Hollywood, finden sich Liebeserklärungen an zahllose Filme, 2001, ET, Metropolis, Nummer 5 lebt und viele weiter, und der Moment, in dem ein Sputnik durchs Bild fliegt, intakt im Satellitenmüllgürtel, der die Erde umspannt, ist auch sehenswert.

Vor allem aber lebt der Film von der Gabe Pixars, toten Pixeln eine Art Leben einzuhauchen- eine Antropomorphisierung, die hier besonders subtil und schön funktioniert. Mit kleinsten, sparsamen Gesten erzählt der Film zu Beginn seine Geschichte und verzaubert uns inmitten einer kaputten, ausgebrannten Welt mit einer abstrusen Liebe, deren Ironie besonders greifbar wird, wenn Wall-E die inaktive Eve wie einen Ballon an einer Lichterkette hinter sich herzieht. So wie wir uns in die animierten Pixel von Wall-E verlieben, sie vermenschlichen, so vermenschlicht der Roboter seine eigene geliebte Maschine. Für einen Designer ist das eine seltsam einleuchtende Botschaft, das die Liebe aus uns selbst kommt und nur reflektiert wird und man sich faktisch in alles verlieben kann. In Wall-Es Welt können das rostige Löffel ebenso sein wie hochglänzende Roboterdame. In unserer Welt kann das ein rostiger ängstlicher ungeschickter Harold-Lloyd-Roboter sein, der nur drei Worte sprechen kann und sich mühelos in unsere Herzen spielt. Eine fast beängstigende Vorstellung für echte Schauspieler.

30. September 2008 09:35 Uhr. Kategorie Film. 3 Antworten.

And Also The Trees Christuskirche Bochum

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And also the Trees gehören zu den etwas unbekannteren, aber um so besseren Bands der achtziger Jahre, in der Gitarrenecke etwa das Gegenstück zu Trisomie 21 in der Elektronik… ein wenig schräger, ein wenig verschrobener, ein wenig mehr Offbeat. Und so wurden Simple Minds oder The Cure zu relativ traurigen Stadionrockern, während die Trees eher eine obskure Band blieben, die mit längeren Pausen (jüngst vor einem Jahr) immer mal wieder ein Album veröffentlichten, sich im großen und ganzen nur marginalst weiterentwickelte, vielleicht, weil der Sound im Grunde bereits ab Virus Meadow kaum noch besser und geschliffener vorstellbar schien, zum anderen sicher auch weil der melodramatische Sprechgesang von Simon Huw Jones nicht allzu viel Variation zulässt. Bis heute präsentieren die Trees einen hochemotionalen musikalischen Soundtrack, der an endlose Landschaften und Einsamkeit erinnert, mit verlorenen, fast mandolinenartigen, fein ziselierten Gitarrenlicks, ruhig pulsierenden Bässen und einem oft grandios vertrackten Schlagzeug – eine Mischung, die entfernt an Dif Juz erinnert und den perfekten Teppich für Jones’ schwermütige und tiefgründige Lyrics ausbreiten.

Für diese Art von Musik ist eine Kirche der perfekte Veranstaltungsort. Die Kälte des Raums, das Echo, die Akustik, das Wissen um die an sich geweihte Natur des Ortes (der insofern natürlich perfekt als Veranstaltungsort des Matrix für Bochums Goth-Szene geeignet ist) – all das ist schon perfekter Background für die filigranen Klangkonstruktionen von AATT, die hier ja bereits 2005 gastierten. Die Band hat das Konzert sauber in zwei Hälften zerlegt – der erste Part besteht fast ausschließlich aus neuen Tracks von The Rag and Bone Man, dichte melodische Stücke, an denen die Zeit seit dem ersten Album von 1984 beinahe spurlos vorangezogen zu sein scheint. Besser produziert, geschliffener komponiert sicher, nicht dichtere Saitenkonstruktionen von Justin Jones und Ian Jenkins phantastische Arbeit am Kontrabass ist atemberaubend, aber im Kern ist die Musik diamantenklar in sich geblieben.

Das wird nach einer kurzen Pause deutlich, nach der die Band nur noch alte Tracks spielt, größtenteils von Virus Meadow, dem für mich vielleicht wichtigsten Werk der Band – ein stellares, überirdisches Album, dessen Aktualität und Druck live besonders klar wird. Drummer Paul Hill verleiht den Tracks auf der Bühne eine frische Dynamik, und treibt die introspektiven Stücke nach vorne, ohne jemals in dem diffizilen Klangambiente der Kirche überdominant oder zu störend zu wirken. Das Publikum ist im zweiten Teil von den Bänken aufgestanden und steht – wenn auch nur in kleiner Zahl – dicht an der Bühne im Altarbereich, tanzt, singt mit. Es ist unweigerlich ein bisschen «Feier deine Jugend» und ein bisschen traurig, wenn fast 40jährige Jungs im Publikum Slow Pulse Boy Zeile für Zeile mitsingen können, aber ich muss zugeben, das hier ist weit weit weg von diesen Melancholie-Konzerten, weit weg von New-Wave-Oldie-Hitparade und Ü30-Party – das hier ist zeitlose Musik, die ganz offenbar mit dem ersten und zweiten Part mühelos zwei Dekaden überspannt und die heute ebenso in den Kopf schießt wie damals. Die für die an sich bescheidene Location exzellente Lichtshow und der sichtbare Spaß der Musiker am Konzert inspirieren, es gibt vier herausragende Zugaben und tatsächlich hat man am Ende das Gefühl, this could go on forever. Die Musik, in der es einzelne Tracks kaum zu geben scheint, in der sich eine Perle nahtlos an die andere reiht, ein einziger Song in immer neuer Variation, in verschiedenen Facetten – man kann greifen, dass AATT nach dem perfekten Lied suchen und nur noch an feinsten Parametern drehen, reduzieren, iterieren, reines Klanggefühl suchen.  Was für Außenstehende vielleicht monoton wirkt, vrdichtet sich am Bühnenrand zu einer klaren Woge, zu einem konzentrierten Strahl von Musik, dessen hypnotischer Wirkung es zu verdanken ist, dass man sich nach weit über zwei Stunden Konzert einerseits hungrig nach mehr Trees, andererseits fast benommen von solch intensiver Musik wieder in die normale Welt zurückbegibt. Angesichts der Tatsache, dass die meisten Bands aus den frühen Achtzigern zu traurigen Schatten ihrer Selbst geworden sind, sell outs oder has-beens, ist verblüffend, wie intensiv und akut die Band aus Worcestershire geblieben ist- vielleicht weil sie immer schon weit jenseits des Mainstreams operierte.

29. September 2008 12:01 Uhr. Kategorie Live. Keine Antwort.

Jesus And Nietzsche meeting on a Treadmill

Consider Jesus. Mediating between God and Man stands Jesus, speaking parables that must be interpreted, telling stories that signfiy deeper meanings the way chop in the water implies rock, wind, and current. Graphic designers shoulder a dilemma of identification: how to balance the role of emissary with the role of savior, the fact of servitude with the dream of redemption. We designers can always excuse ourselves by appealing to the temporary nature of our assignments, the urgency of paying today’s bills, the necessity of commercial relationships and the possibility of mutual benefit. But what parables can you come up with and will they have more meat on ther bones than the morsel of one interpretation?

What is needed, to paraphrase Nietzsche, is style. Moral style. Outfit your bad self by developing your desires, values and goals. The lifelong process of challenging convictions to forge new ones revitalizes your imagination, And to hell with a balanced life and a moral compass pointing north to Convention. Word so hard you make yourself sick. Nietzsche did. And Jesus never ate soy burgers, ran on a treadmill, or stayed out of the sun. A balanced life may suffice as a subject for a lifestyle magazine, but if the magazine is laid out well, you can bet the designer is an imbalanced hellcat.

American Mutt, David Barringer, Looking Closer 5.

26. September 2008 14:16 Uhr. Kategorie Design. Keine Antwort.

Elmore Leonard: The Hot Kid

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Elmore Leonards Schreibstil ist auf den Punkt wie kaum ein anderer – über die Dekaden hat er seinen persönlichen, unnachahmlichen Stil so geschliffen, dass kein Wort zuviel fällt in seinen Büchern. Im Grunde schreibt er – bei allen unterschiedlichen Epochen und Szenarien, die er liefert – doch immer eine klassische Gunslinger-Geschichte, die wie ein Dieselzug mit voller Geschwindigkeit auf das Duell hinausläuft.  The Hot Kid ist da keine Ausnahme.  In der US-Wirtschaftsdepression der zwanziger Jahren angesiedelt, setzt Leonard hier den Havanna-Roman Cuba Libre fort, mit Carl Webster, dem Sohn von Virgil Webster, der inzwischen in Oklahoma zu Ölreichtum gekommen ist. Leonard bevölkert sein Buch mit Bankräubern, Gansterbräuten, harten Sheriffs, illegalem Alkohol und jeder Menge Gaunerfiguren aus den Roaring Twenties, wie etwa Bonny und Clyde oder John Dillinger, die am Rande auftauchen. Carl Webster entscheidet sich, nachdem er mit 15 einen Viehdieb erschießt, ein US Marshall zu werden und wird schnell als «The Hot Kid» berühmt, ein cooler, eitler, etwas zu gut gekleideter Detective, der seine Waffe nur zieht, um zu töten. In den Cocktail vermengt Elmore Leonard noch einen einen Reporter, der eigentlich ein Faible für Crime Fiction hat und Jack Belmont, erzogenes Öl-Millionärssöhnchen, der unbedingt Verbrecher werden will, faktisch Carls Gegenentwurf.

Die große Stärke von Leonard ist, wie er ohne große Worte einen abstrusen Mix durchaus glaubhafter, wenn auch nur sparsam skizzierter Charaktere erzeugt und über die Dynamik dieser Figuren seine Handlung in Gang bringt. Man hat glaubhaft das Gefühl, dass Leonard ohne große Vorbereitung in ein Werk stürzt und einfach selbst zuschaut, wie sich das Ganze entwickelt. Dabei ist für das tyische Leonard-Flair der historische Background immer ein wenig irrelevant, die testosteronschwangeren Konflikte gehen immer zurück an die Wurzel des Western-Romans, mit dem Elmore Leonard sein über fünfzig Jahre umspannendes Gesamtwerk begann, und die knorrige Qualität dieser Wurzel ist spürbar. Ob in der Gegenwart, im späten 19. Jahrhundert oder wie hier in den 1920er Jahren,  die Leonard mit zahlreichen Details zum Leben erweckt – die Geschichten wirken zeitlos, die Charaktere nie verstaubt, sondern immer zugänglich und authentisch. Hier ist der fast arrogante Showman Webster, der einen seltsamen Helden abgibt, ein Aufreisser, ein Macho, ein Großmaul, im Kern ein (zu) junger Clint Eastwood, der sich ein bisschen zu stolz in seine ersten Abenteuer wirft.

The Hot Kid verschmilzt Leonards Western-Prosa mit seinen subversiven Crime-Novels zu einem sehr trockenen Cocktail, schnell erzählt, mit Leonards einzigartigem Humor und lakonischen Dialogen, voller schillernder Figuren, die oft so skurril  wie liebenswert sind. Zwischen Depression, Krieg, Ölboom und dem Staub des mittleren Westens inszeniert Elmore Leonard eine brutale Farce voller Monster, Gesetzloser, Neureicher und andere seltsamer Kreaturen, die in diesem Sturm nach oben wollen… ein Buch voller Selbstdarsteller und Emporkömmlinge, die sich oft verdächtig ähneln, und nur fast zufällig auf verschiedenen Seiten des Gesetzes stehen. Leonard, inzwischen 83, geht es greifbar zunehmend weniger um die Action, als vielmehr um die Figuren, ihre oft sinnfreien Motive und Absichten. Seine Bücher scheinen oft eine zeitlang zu driften, bevor sie urplötzlich phantastische Geschwindigkeit entwickeln, um dann wiederzu dekompressieren. Der Nachteil dieser freien Art der Erzählung ist ein etwas hervorsehbarer Höhepunkt, ein oft beliebiges Umherirren zwischen Szenen und Charakteren, denen es mitunter an wirklicher Unterscheidbarkeit und Motivation mangelt. Leonard reduziert seine Charaktere mit der routinierten Handschrift des Altmeisters auf sparsamste Striche, und diese fast Carver-esque Reduktion macht sie natürlich auch austauschbarer, redundanter. Mehr als je zuvor wird Leonard dabei zu jemanden, der im Mainsstream das Ungesagte in den Mittelpunkt zu stellen vermag.

Süffig und zugleich nicht dumm, ein Thriller mit einem über das Genre hinausreichenden dramaturgischen, fast belletristischen Flow und einem Gespür für knarzigen, authentisch klingenden Dialog, ist The Hot Kid eines der besseren aus den vielen guten Büchern des Elmore Leonard, der hoffentlich noch einige viele Geburtstage feiert und in bester Manier jährlich ein kleines seltsames Meisterwerk abliefert.

11:08 Uhr. Kategorie Buch. Keine Antwort.

Mircea Eliade: Youth Without Youth

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Gemessen an Francis Ford Coppolas Film wirkt die Buchvorlage des rumänischen Philosophen Mircea Eliade auffällig knapp. Eher – in jedem Sinne – eine Novelle als ein Roman, stellt sich das Buch als ebenso angerissen und skizzenhaft dar wie Coppolas Film, der jedoch auf der Ebene der Bildsprache mehr Assoziationen, mehr Vieldeutigkeit, mehr subkutane Inhalte bereitstellt und die Möglichkeiten, die das Buch zur Interpretation bietet, voll ausreizt. Angesichts der unerhört vielschichtigen Verfilmung ist es fast unmöglich,nicht permanent beim Lesen den Vergleich zur Verfilmung parat zu haben. Eliades Buch wirkt trockener, weniger verträumt, weniger phantastisch. Coppola hat nichts hinzuerfunden (lediglich eine Sequenz in Irland weggelassen, die mit der Hauptgeschichte des Buches auch kaum verbunden ist), aber Lücken genutzt. Den Doppelgänger des Dominic Mattei gibt es im Buch nicht, ebenso wenig wie die Wiedererscheinung Lauras in Veronika nicht explizit ist. Sachlicher, aber ebenso atemberaubend schnell vergeht das Buch, das in kafkaesker Traumartigkeit am Leser vorbeifliegt, durch die surrealen Erlebnisse Mateis, die Eliade in trockenen Worten erzählt. Der Mix aus übernatürlichen Elementen und philosophischen Abschweifungen macht die Novelle absolut lesenswert, die Anklänge anderer Werke – Borges, Kafka, Mann – sind geschmackvoll umgesetzt, unterstreichen aber mitunter das Gefühl, Eliade springe von Idee zu Idee, Land zu Land, Episode zu Episode, ohne jemals wirklich etwas substantielles zu sagen. Es unterstreicht die traumhafte Qualität der Erzählung, und im Hinblick auf das Ende des Buches mag all das sogar Absicht sein – während des Lesens aber ist die Art, wie Charaktere und Zeitläufte vorbei preschen mitunter ermüdend. Stilistisch erreicht Eliade sogar so, zu kommunzieren, wie für einen Menschen mit drastisch veränderter Zeitwahrnehmung die Welt sich anfühlen mag, auf den Leser aber wirkt vieles gehetzt. Das Buch ist weder als philosophisches Traktat lesbar, noch als echter Roman und entpuppt sich so als seltsamer Bastard – nicht Science Fiction, nicht Belletristik, nicht Historisch, nicht Liebesroman und doch von allem ein wenig – und genau das macht es so liebenswert. Es ist die Sorte Fabel, die den Leser zwingt, selbst in die Lücken und Breschen der Narration zu springen und die Löcher zuzuspachteln, die der Autor hinterlassen hat… wie es auch Coppola mit seinem Film getan hat. Im Ergebnis ist Eliades Buch insofern einerseits unbefriedigend – da fast skizzenhaft geschrieben – andererseits dynamischer und pulsierender als viele andere Bücher, die vielleicht zu lang an Details verweilen. Bedenkt man Eliades Vergangenheit als Mitglied der rumänischen Eisernen Garde, wirken die Sequenzen während des Zweiten Weltkrieges seltsam doppelbödig und trügerisch, und seine Beschäftigung mit Religion, Mythos und Schamanismus durchtränk nahezu jede Seite – Youth Without Youth ist nicht nur eine Erzählung, sondern eine verklausulierte Rekapitulation von Ideen und Erlebten. Atemlos fliegt die Geschichte vorbei und noch während man sich fragt, was die Sache mit dem indischen Mädchen nun bedeuten mag, schiebt Eliade schon die nächste Kulisse ins Bild. Dass Eliade bestenfalls durchschnittlich schreibt – dadurch jedoch das visuelle Melodrama von Coppolas Verfilmung im Buch völlig absent ist – und zu viel Wert auf seine Botschaft, aber zu wenig auf eine erzählenswerte Geschichte legt, wird dadurch wettgemacht, dass aus dieser Melange es eine seltsam unwirkliche, zugleich schweres und federleichtes Märchen erwächst, das am ehesten an einen David-Lynch-Film erinnert, in einer fast drogenrauschartig fiebernden Eile und Über-Buntheit, die am Ende zu einem zirkulären Verlauf führt, der rätselhafter und befriedigender kaum denkbar wäre. Youth Without Youth ein seltsames Kleinod über Lebensträume, Zeit, Sehnsüchte und ihre Unmöglichkeit und über die Gabe, irgendwann bescheiden zu erkennen, das das wichtige am Leben ist, es gelebt zu haben.

21. September 2008 09:25 Uhr. Kategorie Buch. Keine Antwort.

Wanted

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Eine Woche zwischen Film und Review? God, I must be busy.

Wanted basiert auf einem Comic des schottischen Autors Mark Millar und hat so gut we nichts mit der zynischen, nihilistischen Vorlage zu tun. In Millars zusammen mit J.G. Jones (der Name J.G. Millar taucht als Cameo im Film auf) produzierter Serie haben recht leicht als DC-Superschurken zu erkennende Bösewichte die Weltherrschaft an sich gerissen, das Ganze ist eine What-if-the-bad-guy-actually-won? Geschichte. Entsprechend von düsterem Humor getrieben ist Millars wenig jugendfreie Story, die nicht ohne Grund mit dem Satz endet: This is my face while I fuck you in the ass. Dass der Film deutlich milder ist, merkt man schon an dessen letztem Satz: What the fuck have you done lately? Nicht ganz die gleiche Sache. (Im deutschen übrigens unerträglich lahm übersetzt, was den Schluss des Films irgendwie ruiniert).

Der Vergleich macht deutlich, wie sehr Wanted der Film eine Art Kastration von Wanted dem Comic ist. Timur Bekmambetow, der sich zuvor vor allem mit seinen Matrix-inspirierten Wächter-Filmen einen Namen gemacht hat, weicht mit den vier Drehbuchautoren entschieden von der Vorlage ab und macht aus einem Comic, das eine Menge Insider-Wissen voraussetzt und auch unmöglich aufwendig zu produzieren gewesen wäre, eine relativ straighte amerikanische Popcorn-Action-Produktion. Die sich nicht zu schade ist, massive Anleihen bei Filmen wie The Matrix, Mission Impossible und Fight Club zu nehmen.

Der Film, in Chicago, Prag und Budapest gedreht, beginnt wie der Comic mit dem Weichei Wesley Dodds, einem modernen Peter Parker, unglücklich im Beruf, betrogen von seiner Freundin, ein Loser wie er im Buche steht. Analog zu Edward Nortons Figur in Fight Club lässt uns der innere Monolog von Wesley, kombiniert mit einer furiose Bildmontage,in groben Zügen an dessen inneren Elend teilhaben. Wesleys Welt wird auf den Kopf gedreht, als Fox in sein Leben tritt. Gespielt von Angelina Jolie – die hier erschreckend mager aussieht, aber zugleich mehr denn je an Modesty Blaise erinnert-, weiht die Auftragskillerin Wesley in eine geheime Bruderschaft ein, der schon sein Vater angehörte. Der weitere Verlauf des Filmes folgt auf seltsam perverse Art der Logik normaler Superheldenfilme, indem Wesley in die Geheimnisse seiner ererbten Fähigkeiten eingeweiht und brutalst trainiert wird. Das Ganze erinnert etwas an die Schinderszenen von etwa Rambo und anderen Get-Tough-Filmen, inklusive der finalen raschen Bildmontage, in der Wesley seine inneren Blockaden überwindet und zum echten Überkiller wird. Er tötet im Auftrag einer – im Comic nicht vorkommenden – Bruderschaft unter der Anführung von Sloan (Morgan Freeman, der den Film im Halbschlaf spielt), die auf Tuchweber des 18. Jahrhunderts zurückgeht, die entdeckt haben, dass ihre Webmaschine Ihnen mitteilt, welche völlig anonymen Menschen sterben müssen, damit die «Balance» zwischen Gut und Böse erhalten bleibt. Das ist zugegeben eine der dümmsten Ideen der jüngeren Filmgeschichte, obwohl es Bekmambetow gelingt, der Szenerie des alten Schlosses voller Webstühlen eine seltsam mystische Aura zu verleihen, die dann auch darüber hinwegtröstet, dass die seltsamen Heilbäder, in denen die Wunden der verletzten Killer schneller heilen, ebenso wenig Sinn machen wie die Mission der Weber. Der Plot des Films hängt, sorry, am seidenen Faden. Das im weiteren Verlauf einige wirklich extrem vorhersehbare Dinge passieren, macht es nicht besser.

Wovon der Film lebt, wie jeder gute Actionfilm, ist also weniger seine intrinsische Logik – die man relativ vergebens sucht – als vielmehr seine Bilderwelt. Wo das Comic auf düsteren zähnefletschende Zynismus setzt, in einem Härtegrad, den ein Mainstream-Film kaum erreichen kann, baut Bekmambetow auf überwältigende Stunts und Effekte. Und das mit Erfolg – der Film kann mit atemberaubenden visuellen Effekten über seine erzählerischen Durchhänger hinwegbluffen und macht zu keinem Moment einen Hehl darauf, nicht mehr als ein Popcorn-Blockbuster sein zu wollen. Es ist förmlich greifbar, mit welchem Spaß Tibur Bekmambetow in seinem US-Debut verschiedenste Vorlagen zitiert und in den Eingeweiden der amerikanischen Kino-Bildsprache zu wühlen versteht. Wie ein Kind im Bonbonladen hangelt sich Wanted insofern von einem visuellen Stimuli zu nächsten und das Drehbuch ist nur dazu da, mehr recht als schlecht, die Übergänge zwischen den Actionsequenzen zu schaffen.

Auf der einen Seite ist Wanted insofern wenig mehr als der typische adoleszente Rache/Wunscherfüllungsfilm – der nerdige Verlierer, der sich zum Übermenschen entpuppt, die heiße Braut kriegt, seine früheren Gegner erniedrigt, die bad guys auslöscht und am Ende als cooler Siegertyp dasteht. Da ist wenig neues, das sind Plots, aus denen zahllose Teenagerfilme geschrieben sind, in denen die moderne männliche Kastrationsangst negiert wird. Nicht ohne Grund wandelt sich Jolie von der mysteriösen schweigsamen Too-cool-for-you-Killerin zur Selbtmörderin im Laufe des Films.

Dennoch gelingt es Bekmambetow, den Standardplot mit seltsam kratzigen Details aufzuwerten. Nicht nur die beeindruckenden Kamerafahrten, Stunte und Visuals, seine meisterhaft videoclipartig musikalische Bildsprache, sondern auch zahllose visuelle Details und deren oft liebevolle Inszenierung verleihen dem Film einen Hauch mehr Tiefgang, als die Story vielleicht eigentlich verdient. Er überzieht den Stoff der Handlung mit einem prunkvoll ornamentalen Brokat, einer opulenten Surrealität, die sich durch den Großteil des Filmes zieht. Es gelingt Wanted, die grauen Alltagswelt von Wesley Dodd mit einen unwirklich anmutenden, archaischen Gegenentwurf zu konfrontieren, deren magische Waffen jahrhundertalt und doch hypermodern wirken, wie aus einer Zukunft kommend, die sich nie vom Mittelalter verabschiedet hat. Klöster, Tuchwebereien, Pistolenkugeln die verziert sind wie antike Schwerter, die Tatoos von Jolie – all das verleiht dem Film eine frei flottierende Traumlogik, ein Gegensatz, der den Film seltsamerweise auch zu einem erwachsenen, düsteren Pendant zu Harry Potter macht (dessen Geschichte wiederum nicht allzu weit entfernt ist von eben der des Peter Parker/Spider-Man). Bekmambetow überzieht den Leichnam des amerikanischen Actionsfilms mit einem Damastgewand aus metaphorischen Details, die Wanted sicher sehenswert machen – ebenso wie der halsbrecherische, voller Twists steckende Beat des Film, der John Woo in nichts nachsteht. Wanted ist eine rasante, sinnfreie Achterbahnfahrt voller märchenhafter Bilder jenseits aller Logik – ein durch und durch kommerzieller Hollywoodstreifen, unter dessen Oberfläche der Regisseur sich offenbar mit Freude der verschiedensten Filmzitate bedient und zugleich eine reiche Ader surrealistischer Bildwelten legt. Das alles macht aus Wanted sicher keinen wirklich guten Film – die genretranszendierenden Vorbilder Fight Club und Matrix erreicht er nicht annähernd – aber für eine Tüte Popcorn und einen netten Abend reicht es sicher allemal.

20. September 2008 11:44 Uhr. Kategorie Film. 2 Antworten.

Clemens Theobert Schedler

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Clemens T. Schedler hat von Jürgen Siebert das Etch-a-Sketch-Paket bekommen und revanchiert sich bei mir mit einem sehr netten Buchpaket mit eigenen Arbeiten, was mich sehr gefreut hat. Ich kenne Clemens eigentlich eher  als wunderbar hintersinnigen Typo-Moderator und hervorragenden Gesprächspartner, gar nicht als Designer – und war fast überrascht, dann aber doch bestätigt, dass seine Arbeit eine zutiefst entschleunigte,nachdenkliche,typographisch unglaublich präzise Handschrift hat, die sehens- und beachtenswert ist. Man merkt den Arbeiten an, das Clemens ruhig und präzise arbeitet und möglichst hohes Maß an Kontrolle über seine Projekte sucht. Das Buch Strategien des Handwerks ist eine solche liebevoll gemachte Sache, wunderbar layoutet, wunderbar verarbeitet (sehr schöne grau/schwarze Duotone-S/W-Bilder auf MunkenExtra 1,5er Volumen, und plötzlich überraschend mittendrin ein Farbphoto, großartig, auch wenn ich manche Photos nicht ganz so gelungen finde… dafür andere umso mehr, im ganzen beachtliche Dokumentation, die nicht in die allzu lockende Falle der Brand-Eins-Ästhetik tappt. Beachtenswert ist die wunderbare Wiedergabe der Bilder auf dem Munken Print Extra… ich kann Arien singen von Druckereien, die an diesem an sich einfachen Papier immer wieder scheitern, die Druckerei Theiss liefert hier ein makelloses Ergebnis, traumhaft, das Buch ist wunderbar gedruckt und verarbeitet), jedes Detail scheint zu sitzen, ein monolithisches Werk gestalterischer Ruhe und Präzision. Auch das Büchlein «Begleitung» von Florian Fischer ist nicht nur inhaltlich schön – wie das von Hans-Joachim Gögl betraute Strategien-Buch übrigens auch- , absolut lesenswert – sondern mit ähnlich klassischer Liebe zur Buchgestaltung gemacht, erinnert mich etwas an die alten Agfa-Büchlein. Vorsatzpapier, dezenter Umgang mit Farbe und Grautönen, Papierwahl – alles ist zurückhaltend, dezent, ästhetisch, makellos.. und trotzdem nicht langweilig, sondern mit wunderbaren Details. Kurz: Der Clemens kann’s.

Schaut selbst und besorgt euch das Buch.Die Broschüre gibt es vielleicht bei Florian Fischer selbst…

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18. September 2008 14:12 Uhr. Kategorie Design. Eine Antwort.

Fortlaufendfolgende

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Schon vor einiger Zeit bei slanted und im fontblog vorgestellt wurde die fortlaufenfolgende Zeitung der Wuppertaler Julia Meer und Sebastian Glück. Zwei Ausgaben gibt es bisher – Pathos und Geschmack, wunderbar auf buntem Zeitungspapier gedruckt und mit viel Liebe zwischen geschmacklos knietschiger und geschmackvoll klassischer Typographie gestaltet – und vor allem, bei aller leichten Konzentration auf den bergischen Lebensraum der beiden Designer, wirklich lesenswert. Die ff ist gratis und eine echte Liebesgabe. Neben Clownfisch das beste, was es umsonst aus Wuppertal gibt – eigentlich verblüffend und sehr schön, das zwei so gute Sachen mit einer free-for-all-Mentalität aus der gleichen Stadt kommen. Ich bin spät dran mit dem Tipp, aber er kommt vom Herzen: Bestellt euch hier eure Ausgaben.

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17. September 2008 06:41 Uhr. Kategorie Design. Keine Antwort.

Maren Thomsen Buch

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Unter dem etwas unhandlichen Titel Grundrisse zu Verarbeitung und Veredelung von Papier und Pappe hat die von mir ja hochverehrte Maren Thomsen GmbH ein rundum sympathisches Buch zur Firmengeschichte, zum Produktportfolio und tatsächlich zu den kreativen Möglichkeiten im Package Design herausgebracht. Das Ganze, wunderhübsch zurückhaltend gestaltet, wie stets bei MT, kommt in firmentypisch grobe Pappe gehüllt daher, und entpuppt sich natürlich vor allem als beeindruckendes Promotion- und Showcase-Buch, aber das in einer so schönen Form, dass man wirklich hingerissen ist. Einziger Wermutstropfen sind die mitunter etwas schlecht ausgeleuchtet und rauschig wirkenden Photos, die aber auch wirklich nur auffallen, weil der Katalog als Ganzes so bibliophil gestaltet ist, dass er weniger wie eine Verkaufspromo wirkt als vielmehr wie die Sorte Buch, dass man auf jeden Fall ins Regal stellt – und so soll es ja auch sein.

Der Katalog ist unter 03088720770 direkt bei Maren Thomsen bestellbar.

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06:32 Uhr. Kategorie Design. Keine Antwort.

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Etwas spät dran heute, viel zu tun. Hoffe, wir kriegen trotzdem ein paar Vorschläge. Und tut mir den Gefallen, achtet auf Realisierbarkeit,  sonst geht’s uns so wie letzte Woche und die Sache geht gar nicht. Merci :-D
Die Sache
Ich versuche, 25 Wochen lang Aufgaben zu erledigen, die meinen Alltag durchbrechen, die interessant, spannend und möglichst kreativ sind. Die Aufgaben kommen von euch und werden im Blog vorgeschlagen, abgestimmt und dokumentiert. 11 Wochen sind geschafft, 14 to go.

Die Vorschläge
Montags könnt ihr in den Kommentaren  hier Ideen abgeben für die Mission der Woche.

Die Ideen
Gesucht sind kurze «Anweisungen»
- kurz formuliert.
- zeitlich und finanziell realistisch im Büroalltag zu realisieren. Also bitte pragmatisch – keep it short and sweet
- die ein schönes Ergebnis, Bild, Song, Photo, oder eine Aktion ergeben.

Wer kann mitmachen?
Alle.

Das Voting
Den gesamten Dienstag wird online live abgestimmt.

Die Mission
Erledige ich (und die armen anderen Leute hier) von Mittwoch bis Montag und zeige die Ergebnisse im Blog.

15. September 2008 16:44 Uhr. Kategorie Leben. 14 Antworten.

New Family


Der zweite Microsoft-Spot ist erschienen. Die Viralität dieser Kampagne dürfte extrem hoch sein, einfach weil man dieses Beispiel für laaaange und völlig abstruse – aber durchaus lustige – Werbung einfach weiterreichen muss. Respekt vor Bill Gates Selbstironie… aber ich verstehe ehrlich gesagt immer noch nicht, was das Ganze soll. Der Spot ist so gebaut, das bestenfalls 5% den seltsamen WesAnderson-Humor darin goutieren werden, und wow – das ist NICHT wirklich die Microsoft-Nische. Keine Ahnung, wo das hinführt, aber ich habe zweifel, dass es den Absatz von Vista ankurbeln wird. Während ich den Schuh-Spot noch halbwegs verstnd (aber nicht lustig fand), verstehe ich hier nur noch Bahnhof im Hinblick auf Produktwerbung, finde es aber immerhin witzig – trotz Seinfeld und Gates. Die Familie ist prima.

12. September 2008 09:47 Uhr. Kategorie Stuff. Tag , . Eine Antwort.

Roboter Kalligraphy

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Wenn das Projekt auch bereits ein Jahr alt ist, ist es doch mehr als nur einen Twitter-Eintrag wert: die freie Künstlergruppe robotlab, gegründet von Matthias Gommel, Martina Haitz und Jan Zappe, präsentiert auf ihrer Site eine Installation namens bios [bible], bei der ein Industrieroboter binnen nur sieben Monaten die gesamten 66 Schriftrollen Bibel kalligraphisch reproduziert. Ein interessantes Konzept, eine subversive Idee und ein überraschendes Ergebnis: Der Roboter ersetzt die handschriftliche Arbeit eines Mönchs in der Manufaktur des Bibel-Skriptoriums perfekt und geht so einen seltsamen Cyber-Parallelwelt-Weg zu Gutenbergs Erfindung der beweglichen Lettern, mit denen Gutenberg ja genau diese Substitution menschlicher Schreibkraft ja auch durchführen wollte.
Die anderen robotlab-Projekte des Trios sind ebenso sehenswert.

6. September 2008 08:09 Uhr. Kategorie Design, Technik. Tag , . 7 Antworten.

Microsoft Goes Gaga

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Angesichts der erfolgreichen I’m a Mac/I’m a PC-Werbespots von Apple hat Microsoft ja vor einiger Zeit den bekennenden Apple-User und Comedian Jerry Seinfeld angeheuert, um ihn für Windows/Vista werben zu lassen. Bereits bei der Ankündigung hagelte es knackige Kommentare, laut denen Jerry ja bereits mit Seinfeld eine TV-Serie über «Nothing» gedreht habe, insofern also der ideale Mann sei, um für ein Betriebssystem zu werben, über dass es eben Nichts (Bzw. nichts gutes) zu sagen gibt.

Jetzt ist der Spot erschienen – und verwirrt. Sollen wir alle Microsoft kaufen, weil Bill Gates sich ansonsten keine Schuhe mehr leisten kann? Soll der Spot uns sagen, dass Bill einer von uns normalen Menschen ist und wir ihm deshalb vertrauen können? Sollen wir verstehen, dass Vista wie ein Paar Schuhe ist, die man erst einlatschen, unter der Dusche dehnen und mit schmerzverzerrtem Gesicht verbiegen muss, bis man sich richtig wohl damit fühlt (und genau so ist es, Vista läuft eigentlich erst, nachdem man in Jahr daran herumgeknetet hat, anders als andere Betriebssysteme, die irgendwie sofort funktionieren)? Und warum ist Windows Delicios? Produziert Microsoft also demnächst Twinkies? Und wieso eigentlich Bill Gates – hat der Gute sich nicht kürzlich erst zur Ruhe gesetzt? Ist Steve Ballmer nicht attraktiv genug? Tatsache ist, dass es in dem Spot tatsächlich irgendwie um «Nichts» geht und auch wenn ich das unterhaltsam Verquere des Spots irgendwie mag, funktioniert er einfach in kaum einer Hinsicht, außer das er semi-unfreiwillig komisch ist.

Während Apple – ungeachtet aller MobileFail und iPhoneRückschläge einen Ball nach dem anderen schlägt und mit etwas Mut auch in Zukunft die Nase vorn haben kann – wirkt Microsoft wie gelähmt. Vista ist ein schlechter Nachbau von OS X, Windows 7 wirkt kaum überzeugender. Darüber hilft keine Werbung der Welt hinweg, sondern Microsoft müsste überlegen, wie man der Zange OS X/Linux, die mehr und mehr auch in den eigentlichen Stammbereich von MS – dem Businesssegment – an Boden gewinnt, vom Home-Bereich ganz zu schweigen, begegnen kann. Und Apple ist nun auch kein kleiner, flinker David gegen den Goliath MS, sondern ebenfalls eine multinationale, große Firma, die aber gerade im direkten Vergleich deutlich behender wirkt. Wer immer in Zukunft die Geschicke von MS leitet, sollte Dynamik ins Spiel bringen und einen großen, mutigen Schritt nach vorn wagen, bevor es zu spät ist und Gates sich wirklich seine Schuhe im Billiggeschäft kaufen muss.

5. September 2008 13:04 Uhr. Kategorie Technik. Tag , . 7 Antworten.

Kultursymposium NRW: Bilder

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Beim Clownfisch-Kultursymposium am NRW-Tag in Wuppertal ging es trotz etwas chaotischer Umstände ganz wunderbar kreativ und spaßig zur Sache. Bewusst offen gehalten – dem interdisziplinären Anlass entsprechend, aber auch, weil ich glaube, dass man allein über die Definition von «Kunst» trefflich jahrelang streiten kann, geschweige denn über die Schnittstellen verschiedener Bereiche dazu – warfen sich die Designprofis Markus Hanzer, Chris Rehberger und Martin Woodtli die Bälle zu, die von den Kulturprofis Olaf Bargheer und Reinhard Wiesemann sowie dem Architekten Björn Syffus souverän angeschnitten zurückgeflankt wurden. Ich selbst war noch im Urlaubsmodus und etwas vergrippt, aber die auch bewusst als Modus gewählte leicht verpeilte Art (T-Shirt statt Anzug, Bier statt Wasser) passte eigentlich auch sehr schön zum Kunstcluster in den Elba-Hallen und das Ambiente drum herum, wo Improvisation und Humor-trotz-allem an der Tagesordnung standen. Christian Hampe und Beate Blaschczok haben hier aus eigener Initiative und ohne große Fördermittel eine auf 200o Quadratmeter weitgehend überzeugende Ausstellung/Performance organisiert … und das allein zeigt, wie sehr Kunst, Design, Bau, Kultur und all die anderen Kreativberufe von den einzelnen Menschen leben, die etwas bewegen wollen.

Vor etwa 150 Zuschauern haben wir gut zwei Stunden lang durch die verschiedensten Themen gewildert – und genau diese Sprunghaftigkeit kam bei vielen Zuschauern, die nachher zu mir kamen, ganz gut an. Und nur so kann man auch den gebündelten meinungsstarken Talente gerecht werden, zumal alle Themen/Fragen, die ich mir im Vorfeld notiert hatte, auch ganz natürlich und wie selbstverständlich behandelt wurden. Dass es in der Kürze der Zeit nicht tief ins Fleisch der Themen geht – und wir paradoxerweise am wenigsten über Kunst gesprochen haben, vielleicht weil die beiden geladenen Künstler nicht erschienen – tat der kontroversen, vielstimmigen, im Kern aber doch sehr harmonischen Diskussion keinen Abbruch. Allein, dass klar wurde, wie heterogen der subjektive Kunstbegriff unweigerlich ist/sein muss, macht die Sache wertvoll – ganz zu schweigen davon, dass den weitestgehend jungen Zuschauern auch recht vielstimmig ein Bild in die Wirklichkeit von »Kreativwirtschaftlern» und den Widersprüchen, die dieses Leben mit sich bringt, gegeben wurde. Dass das Publikum rund 180 Minuten zugehört und anschließend mitdiskutiert hat, obwohl draußen Sonne und Bier warteten und obwohl es im Kunstcluster unendlich viel zu entdecken gab, ist ein echtes Geschenk und spricht für die Entertainment-Qualität der sechs Gäste.

Olaf hat die Sache eigentlich besser zusammengefasst als ich es je könnte -  insofern bleibt mir noch einmal ein herzlicher Dank an die geduldigen und wunderbaren Gäste für den Talk und einen sehr netten Abend – trotz der wirklich miserablen Musik bei der EinsLive-PlanB-Party :-D.  Jeder der eingeladenen Gäste bedeutet mir aus den verschiedensten Gründen etwas – mit Ausnahme von Olaf, den ich auf begeisterte Empfehlung von Nicole Lohrisch eingeladen habe und der dem vorauseilenden Lob wirklich mehr als nur gerecht wurde -  und ich habe mich sehr gefreut, so unterschiedliche Temperamente nebeneinander versammelt zu sehen und fand hinreissend, wie lebhaft und eben UNkonferenz-ig das Gespräch war. Vielen Dank, Leute!

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4. September 2008 16:54 Uhr. Kategorie Design. Tag , , . 3 Antworten.

Nur Heute: Gratis Poster und Booklet beim Fontblog

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Nur heute gibt es bei Jürgen Siebert im Fontshop-Fontblog ein A0-Plakat und eine 60 Seiten starke 9,8×9,8 große Broschüre GRATIS. Die beiden Sachen sind das Ergebnis meiner Etch-a-Sketch-Spiele bei der Typo 2008, wunderbar von Katharina Mönkemöller gestaltet. Es wird die beiden Sachen später auch hier geben, aber nicht ganz gratis, sondern eben mit Porto (das Jürgen im Fontblog wunderbarerweise spendiert, was wahrscheinlich teurer ist als der ganze Druck ursprünglich war :-D). Das kann ich mir nicht leisten, aber der Fontshop machts und deshalb: RÜBERRÜBERRÜBER UND BESTELLEN!!!! Oder direkt eMail hierhin.

3. September 2008 12:58 Uhr. Kategorie Design. Tag , . 4 Antworten.

/ Soapbox / 05 / Pitch As Pitch Can

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Gerrit berichtet in seinem Weblog gerade von seinen Pitch-Erfahrungen und die übliche Aufregung um das Thema wird spürbar (auch von meiner Seite). Erik Spiekermann, Tibor  Kalman und zahlreiche andere Designer haben sich ausgesprochen deutlich über die Nachteile von Wettbewerben um Aufträge geäußert – aber was sind eure eigenen Erfahrungen?

Ich bin immer hin- und her gerissen bei der Sache. Einerseits sind Wettbewerbe für die Designer völlig neben dem, was sie eigentlich tun, und die Kunden kriegen entsprechend nur frustrierende Dosenware, andererseits kann es ja auch Spaß machen, völlig frei über ein Thema nachzudenken und ohne viel Kommunikation mit dem Kunden einfach mal eine fiktionale Idee zu entwickeln. Ich fand das bei Architekten eigentlich immer sehr reizvoll, wenn ein Team mehr oder minder einfach mal recht frei über einen Bahnhof, Flughafen oder ein Hochhaus nachdenken kann – und die Ergebnisse freier, als sie vielleicht wären, wenn sie im Kundendialog entstehen. Weniger Kompromisse, mehr reines Design. Und es ist ja auch spannend, sich auf ein total neues Thema stürzen zu dürfen, sich einzuarbeiten und es zu durchleuchten.

Neben der Frage, ob ihr grundsätzlich Pro oder Contra Pitch seid, interessieren mich vor allem persönliche Erfahrungen – gute wie schlechte. Wie geht ihr einen Wettbewerb an, wie präsentiert ihr am liebsten, wie sind eure Erlebnisse in diesem Bereich.

Last not least – was sind die Alternativen und wie kommuniziert man sie? Entzieht ihr euch dem Wettbewerbswahn? Macht ihr nur unter bestimmten Bedingungen mit? Was ist eure eigene Lösung im Umgang mit diesem Thema?

Stellt euch auf die Soapbox, meckert oder feiert und sagt eure Meinung. Let’s exchange stories :-D.

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Die Soapbox gibt es jeden Mittwoch – eine Frage zum Bereich Design im weitesten Sinne, um die wir uns hoffentlich wortstark streiten können. Steigt auf die Seifenkiste und sagt eure Meinung in den Kommentaren. Wenn jemand einen Vorschlag für ein Thema hat, freue ich mich drauf: schellnack@nodesign.com.

11:27 Uhr. Kategorie Design. Tag , . 3 Antworten.

Woodtli Kaufen

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Beim Design-Gespräch am Samstag hab ich ja mehrmals auf Martin Woodtlis Monographie beim Gestalten-Verlag hingewiesen, die leider vergriffen ist.

Bei Kopp gibts eine Restauflage zum unschlagbaren Superpreis von 7,50 €. Also, hinhinhinhin und kaufen – es lohnt sich wirklich.

1. September 2008 14:01 Uhr. Kategorie Design. Tag , . 2 Antworten.

*Freu*

Justyna Haronski schreibt mir gerade und ich erfahre, dass sie und Jacqueline nicht nur einen if-Award für ihr You are always on my mind-Diplombuch gewonnen haben, sondern sogar einen der 5 Special Awards geholt haben, die man in der Too Good to be true-Abteilung bekommen kann. Wenn ich bedenke, wie sehr die beiden von der Diplomvorpräsentation verunsichert waren und dass sie bis zum Ende Angst um die Note hatten, ist das total verdient und hoffentlich eben auch die Bestätigung einer international hochrangig besetzten Jury (darunter Fons Hickmann und Markus Hanzer), dass ihr Buch in jeder Hinsicht rockt. Ich freu mich total für euch!!!

Wenn jetzt nur mal die anderen auch alle endlich mal ihre Sachen einreichen würden… :-D

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Kategorie: too good to be true
Auftraggeber: Justyna Haronski & Jacqueline Scheibel, Remscheid/Deutschland
Projekt: Rock’n'Roll | Buch
Design: Justyna Haronski & Jacqueline Scheibel, Remscheid/Deutschland

Begründung: „Dieser Beitrag ist eine überzeugende Wiederbelebung eines verloren gegangenen Lebensgefühles, ohne dabei in Klischees oder ewig Bemühtes abzugleiten.“ 

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13:11 Uhr. Kategorie Leben. Tag . 3 Antworten.


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