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MISSION 03 > 30.06.-06.07.

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Und wir gehen in die dritte Runde.
Heute werden die Vorschläge gesammelt, morgen abgestimmt.
Wer schon weißm wie es geht, braucht nicht weiterzulesen, für eventuelle Newcomer noch einmal die Idee:

Die Sache
Ich versuche, 25 Wochen lang Aufgaben zu erledigen, die meinen Alltag durchbrechen, die interessant, spannend und möglichst kreativ sind. Die Aufgaben kommen von euch und werden im Blog vorgeschlagen, abgestimmt und dokumentiert.

Die Vorschläge
Montags könnt ihr in den Kommentaren  hier Ideen abgeben für die Mission der Woche.

Die Ideen
Gesucht sind kurze «Anweisungen»
- kurz formuliert.
- zeitlich und finanziell realistisch im Büroalltag zu realisieren. Keep it short and sweet
- die ein schönes Ergebnis, Bild, Song, Photo, oder eine Aktion ergeben
Wer kann mitmachen?
Alle.

Das Voting
Den gesamten Dienstag wird online live abgestimmt.

Die Mission
Erledige ich (und die armen anderen Leute hier) von Mittwoch bis Montag und zeige die Ergebnisse im Blog.

Ich freue mich auf euch. Vielleicht auch auch mal ein paar, die sonst nichts schreiben?

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THE UNIVERSAL

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When the days they seem to fall through you well just let them go…

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HOOLITYPE

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Das die sinnfällig-zielgruppenaffine Abstimmung von Firmennamen und Typographie nicht unbedingt immer zu guten Ergebnissen führt, zeigt dieser Laden in Wuppertal.

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STETHOSKOP

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MISSION 02_GORILLAS ON THE TRAIN

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Die zweite Wochen-Aufgabe ist, dass ich Mitfahrern der Bahn Schneebälle in die Hand drücken soll, optional mit Gorillamaske auf dem Kopf. Hab ichs gemacht? Klickt weiter und seht es euch an…

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WETTERHAUS

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DIE NEUE VITRA SITE

Keine Frage, ich liebe Vitra. Unsere Möbel sind größtenteils von Vitra, ich liebe Tibor Kalmans Chairman-Buch über Rolf Fehlbaum, ich halte Vitra für eine der wichtiigsten deutschen Erfolgsgeschichten in Sachen Design, durch deren Speerspitzen-Effekt andere großartige deutsche Möbel-Firmen überhaupt erst so großartig werden konnten, wie sie sind. Wir haben nicht nur durch aber sicher eben auch entscheidend mitgeprägt von Vitra in Deutschland einen typischen «sachlichen» Möbelflair, immer wieder in letzter Zeit durchbrochen durch eine neue Lust auf moderne Materialien und die Farbigkeit, die diese mit sich bringen – Vitra ist eben mehr als der ewige Eames.

Leider wird die neue Homepage des Konzerns, gemacht von de-constuct in London, keine Ruhmestat des Designs. Zwar mag ich, dass Vitra auf Flash setzt und auch das generelle Flair der Site, aber selbst auf einem großen Bildschirm wirkt die Site irgendwie eng, es fehlt immer etwas, ich muss faktisch für gewisse Inhalte scrollen, obwohl es keine HTML-Blog-Site ist (wo das vertikale scrollen hauptsächliches Navigationselement darstellt), sondern eine geschlossene Flash-Site. Auch die vielen, stets etwas sinnlosen Farbflächen erinnern mich eher an Quark-Express aus den 80ern (wow, schau mal, wie leicht ich ein Rechteck aufziehen kann…) und somit an das grafische Niveau von Ersatzkrankenkassen. Vor allem scheint es eine inhaltlich nicht mehr sinnvolle Referenz an die alte Site, die von dort durchaus sehr sinnvollen farbigen Flächen geprägt war, zu sein. Das Ergebnis ist so aber weder Fisch noch Fleisch, etwa so unentsc hieden wie der permanente Wechsel zwischen echtem Font mit Antialias und Pixelfonts. Es gibt viele gute navigatorische Ansätze – die Site scheint sich quasi ständig zu bemühen, die Navigation auf verschiedensten Wegen deppensicher zu machen, mit einer History, mit Übersichten, mit einem Zurück-Extrafeld, mit Cookie-Gedächtnis – aber die Flut der Möglichkeiten verwirrt oft leider eher. Es gibt viele Stellen, wo ich intuitiv in ein Bild klicken will, um weiterzukommen, aber es passiert nichts und ich muss ein Textlink suchen.

Was mich aber am meisten irritiert ist, dass die Website keinerlei Mehrwert liefert – das Bildmaterial gab es überwiegend bereits in der alten Version, deren Informationstiefe auch etwa gleich gewesen zu sein scheint. Außer Kosmetik hat sich nicht viel getan. Was schade ist. Zumal einige Bereiche noch nicht mit Content gefüllt sind (wobei ich das aus eigener Erfahrung auch nur zu gut kenne), die Bildqualität wirklich schlecht ist und der generelle Eindruck irgendwie— unübersichtlich ist. Da kann Vitra vielleicht gar nichts für – immer mehr und mehr Firmen scheuen den Aufwand, das Internet aktiv zu bespielen und sind immer noch auf dem Stand, den Besuchern mehr oder minder eine Art Gesamtkatalog vor die Füße zu werfen, plus etwas Imagematerial.

Denn Vitra ist eins der spannendsten Unternehmen schlechthin – und das merkt man dem Online-Auftritt einfach nicht an. Die Marke ist nicht inszeniert, nicht gespielt, nicht ergründet, nicht entdeckt. Bei jeder anderen Marke würde ich bei einer solchen mehr oder weniger professionell-glatten Präsentation ja achselzuckend weitersurfen – schließlich sind USM, FSB oder COR ja nun auch eher mit sehr braven, eben sehr deutsch-architektonischen  Sites unterwegs, aber bei einem MythBrand wie Vitra tuts schon irgendwie weh, wenn ein Relaunch so wenig mitreissend ausfällt. Die Site ist beileibe nicht schlecht, nicht missverstehen – aber ist die gut genug für diese Marke? Es macht vielleicht Sinn, dass eine Firma, die ein so handfestest, greifbares Produktportfolio hat, mit dem etheralen einer Webpräsenz  Schwierigkeiten hat – wie setzt man das Gefühl, auf einem Stuhl zu sitzen, denn auch online um? – und man darf sich nichts vormachen, bei solchen Marken hat die Site sehr wenig mit dem direkten Umsatz zu tun, der auch nicht wirklich vom Straßenkunden generiert wird – aber eben darm ist es umso trauriger, dass Vitra die Chance vertan hat, mit der eigenen Site zu spielen, auf der Basis der Freiheit neue Dinge zu tun, eben Design zu entdecken. Das Rolf Fehlbaum dies in der wirklichen Welt sehr wohl vermag – in Kulturprojekten, im Vitra-Museum, in der stets lebendigen Produktwelt der Marke, und eben auch in Image-Print-Produkten – steht außer Frage. Umso trauriger, dass einer der großen Design-Entrepreneure Deutschlands nicht mehr Liebe in seinen Online-Auftritt gesteckt hat, oder? Die Vitra-Site ist eine solide Sache geworden, keine Frage. But it could have been magic. 

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YOUR OWN PERSONAL GRAVIS

Eigentlich will ich Gravis ja mögen – immerhin haben sie bei der Wahl ihres Designstudios ja Geschmack bewiesen. Das gelungene Branding  (und das sehr schicke g von Susanna) funktioniert ja einfach im Kopf des Konsumenten, wenn es um das Bild eines Dienstleisters geht. Das smoothe, moderne g legt Tnmpo und Effizienz nahe, digitalen Wunschlosglücklichservice. Aber die Praxis scheint da leider anders zu sein – das Design ist besser als die Realität.

Ich habe vor fünf Wochen einen MacPro (3,2 Ghz, 16 GB, 4 TB, 8800 GeForce) und einen iMac (3,06, 4 GB, 1 TB, 8800 GeForce) bestellt. Der MacPro sei angeblich «sofort» lieferbar und der iMac (der damals ja gerade vorgestellt wurde so in «zwei bis drei Wochen.» Da ich die Anfrage ziemlich kompliziert gestellt habe – mit verschiedenen Varianten halt – hab ich sogar bestens verstehen können, dass einige konkrete Anfragen zum MacPro (sind da noch Clover- oder schon Harpertowns drin?) eher verwirrt zum iMac beantwortet wurden, der gar keine 3,2er Prozessoren hat, schon gar nicht 2×4. Das in beiden Angeboten das gravis Protection Plus Pack nicht dabei war, obwohl ich darum gebeten hatte, ist eher doof – meine Bitte, zumindest beim MacPro kulanterweise die 99 Euro einfach in den Preis einzurechnen, wurden abgewimmelt (beim iMac hätte ich das nicht erwartet, das Gerät ist einfach nicht hochpreisig genug, aber bei einer Kiste für 6000 Euro sollten 99 Euro Kulanz im Entscheidungsspielraum eines Fillialleiters liegen, oder?). Anrufen bei Gravis ist bekannterweise schwierig – man landet fast sofort bei der Hotline in Berlin. Auf meine eMails, was ich anzahlen solle, kam keine Antwort. Ende letzter Woche schrieb ich letztmals, dass die Lieferfristen inzwischen alle überschritten seien und ich – sofern ich nicht bis Anfang dieser Woche ein Feedback bekäme – den Auftrag stornieren würde. Ich habe BIS JETZT keine Antwort, heute aber bei Gravis Berlin den Auftrag zurückgestellt und um Rücküberweisung der Anzahlung gebeten. Die Berliner Hotline teilte mir mit, dass bei Geräten, die so wie meine «maßgeschneidert» seien (wobei sich alle meine Wünsche absolut im Rahmen des im Apple Store konfigurierbaren bewegen, so ist nun nicht) eine Lieferzeit von 4-6 Wochen einzurechnen sei. Worauf hin ich ihr erklärte, dass sei schon starker Tobak, an sich aber okay gewesen, wenn es mir nur ehrlich jemand von vorneherein so gesagt hätte. Dann hätte man entsprechend planen können. Zusammen mit einigen Erfahrungen mit dem iMac 2,8, den ich bei Gravis geholt habe, finde ich dabei vor allem erschreckend, wie schlecht derService beim für ein Unternehmen angenehmsten Teil der Kunden-Firmen-Kommunikation ist, nämlich dem Auftrag. Was machen die erst, wenn es mal richtig Garantiefälle und wichtige zeitkritische Abstimmung gibt?  Sorry, mag sein, dass man bei Gravis fix mal einen ipod kaufen kann – wie bei Karstadt, Amazon und sonstwo auch – aber als Systemhaus reichts nicht. Ich bin da natürlich von meinem sehr persönlichen und wunderbaren Service in Sachen PC-Welt sehr verwöhnt, keine Frage – aber ich frage mich schon, warum die Jungs mehr oder minder freiwillig auf diese Aufträge verzichten (und die eventuellen Folgeaufträge, die sich ja unweigerlich irgendwann ergeben). Wäre Gravis Essen so kompetent gewesen wie die Telefondame heute in Berlin, der die Sache spürbar leid tat, gäbs ja keine Probleme. Jetzt bin ich erst mal gespannt, wie sich scnet machen, wo Frank Kirsch zumindest heute schnell, kompetent und freundlich die Sache angeschoben hat.

Ich finde es immer schade, wenn bei einem Laden das Design besser ist als die tatsächliche Performance. Gravis hat von Erik und Partnern einen zwar nicht völlig makellosen, aber sauberen und wohl architektonischsten Auftritte in der PC-Handelslandschaft bekommen, effizient, modern, schnell. Ich hab mal einen Kunden gehabt, dessen Marketingchef mir erklärte, mein Design sei eigentlich gefährlich, weil es ein Maß an Qualität und Service suggeriere, dass der Laden realistisch nicht leisten könne. Ich hab das damals nicht verstanden und dachte – denke immer noch – das gutes Design eine Chance für ein Unternehmen ist, sich weiterzuentwickeln, eine Zukunftsprojektion.

Aber irgendwie verstehe ich jetzt schon, was er meinte – die Enttäuschung des Kunden ist vorprogrammiert, wenn außen alles superglossyshiny ist und innen die Infrastruktur einfach nicht steht.

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KREUZ

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MISSION 02 > AUFGABE

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HAND

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MISSION 02 > VOTE


So, ihr habt jetzt den ganzen Montag Zeit, darüber abzustimmen, welche Mission ich als nächste erfüllen soll. Ich bin gespannt und hoffe, ihr macht mit.

Es gibt eine kleine Änderung: die Aufgaben werden ab kommende am Montag gestellt und am Dienstag wird abgestimmt. Das scheint irgendwie sinniger als ausgerechnet über das Wochenende nach Ideen zu fahnden, und außerdem habe ich so am Wochenende – außerhalb der Arbeitszeit – Gelegenheit, die Aufgabe zu lösen ;-D.

{democracy:3}

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KATZEN

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SPIELUHR

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Matrjoschka

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