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WALD

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ZWEIGE

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AST

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SPACEMAN

Das hat man davon, bei uns Praktikum zu machen: Katharina war letzte Woche zwei Tage in ganz Bielefeld unterwegs, um Photos für das nächste Saisonheft der Philharmoniker zu machen. So wie es sich anhört – im Kostüm steckte übrigens ihr Freund André Braun bzw. dessen Freund Nils – sorgte die Sache schon im Vorfeld wohl für einiges Aufsehen und viele gezückte Handykameras. Vielen Dank, Kath!

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SPAZIERGANG

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POCKYBOX

Die von mir über alle Maßen verehrte Maren Marmulla hat ihre Site online, noch nicht voll ausgebaut, aber schon ganz wunderbar im Retro-Gamestyle. Total nah dran an einer Idee, die – ich glaube – Fabian und ich einmal für die Ruhrakademie-Site hatten und insofern nett, es so grandios und phantasievoll von einer Ruhrakademie-Studentin gemacht zu sehen. Richtig super animiert wäre es noch schöner, aber die Idee, die kleinen Gags und das Feeling eines 80s-Telespiels (die ich ja noch live miterleben musste) ist kick-ass. Die Frau wird mal was ganz großes (ist sie eigentlich schon).

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A

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BONUS TRACK: DANIELA SATTLER «MADE IN DDR»

Kein Diplom, sondern «nur» eine Semesterarbeit für einen Projektschein, aber ich habe es vorgestern erst bekommen und es ist eine nette Coda für die Diplom-Bildorgie. Daniela Sattler hat aus Artefakten der DDR eine Collage gemacht, die das regime nur auf den ersten Blick zu verniedlichen scheint, mit Trabant und Sandmännchen als Quasi-Sympathieträger. Auf den zweiten entlarvt sich aber trotz des fröhlichbunten Designs die DDR als irgendwie doch auch recht piefiges Land, das für einen Diktatur irgendwie seltsam onkelig, seltsam spießig daherkommt. Insgesamt aber streift Daniela wie ein Kind durch einen Gemischtwarenladen, stopft sich die Taschen voll mit den visuellen Restwerten der Vergangenheit und spielt unbefangen und dreist damit herum, remixt eine Welt, die lange Zeit so vertraut und doch irgendwie fremd wirkt – ein seltsames Paralleluniversum deutschen Muffs. Und zugleich erzählt Daniela eine ganz persönliche Familiengeschichte dabei…

Diese Fingerübung lässt ahnen, was im Herbst zu erwarten ist, wenn Daniela sich etwas weiter in die Vergangenheit bewegt und sich der Genesis-Schöpfungsgeschichte annimmt und aufarbeitet, was Beate in ihrem Diplom auf drei Millimetern unter einem Populationsberg vergraben musste.

Mehr nach dem Break, dank an Katharina für die Pix…

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BAUM 2

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BAUM

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DESIGN IS LIKE SONGWRITING

Gestern spät abends bis nachts ganz ganz lieben Besuch meiner Diplomanden – und von zwei Leuten, die im Herbst Diplom bei mir gemacht hätten. Neben einer Kuchen, Sekt, guter Laune, einer New-Kids-On-The-Block-12″ (you GOT it), einem ausgezeichnet-Button, einem brandneuen Zerstörungsbuch und Danielas Projektbuch zur DDR (morgen mehr) gab es auch ein super T-Shirt. Mit einem Spruch, den ich wohl ein paarmal zu oft gebracht habe. Die Story dahinter ist, dass ich bei der Vorpräsentation der Diplome lang und breit bei einem Diplom erklärte, wie wichtig ich es finde, dass die Studenten ihren eigenen Ausdruck finden, und eine Geschichte erzählen, wie mit einem Film, wie mit einem Gedicht, wie eben mit einem Song, fiel dieser legendäre Satz. «Design is like Songwriting.» Und in Natalies Trailer zu ihrem Diplom-Film über die Ruhrakademie kam  ich eben auch vor, mit einem einzigen Satz und der war – ausgerechnet -: «Design is like Songwriting.» Wunderbar peinlich :-D.
Aber abgesehen davon stehe ich zu dem Spruch. Und jetzt kann ich ihn relaxt auf der Brust vor mir hertragen.

Ganz ganz tolle Idee, vielen Dank!

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DETAILS

Es ist sehr wichtig, dass alles so ist, wie es sein soll. Immer vorausgesetzt, die Vision stimmt – dann lohnt es sch, viel Arbeit in die Details zu stecken. Denn am Ende sind sie es, die ein Werk überleben lassen.

Adrian Utley, Portishead. Spex  Mai/Juni 2008. 

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DIE FERIEN DES MONSIEUR HULOT


Ich liebe es, alte Filme im Kino zu sehen – und ich liebe Jacques Tati, dessen Playtime zu den grandiosesten Filmen aller Zeiten zählt – was also liegt näher, als sich Sonntags bei strahlendem Sonnenschein in das überraschend volle Eulenspiegel zu setzen, um Die Ferien der Monsieur Hulot zu sehen? Die Sondervorstellung – eine wunderbare Hommage an einen verstorbenen Onkel, der mit Spitznamen Hulot genannt wurde – lief gottseidank ohne den zuvor angedrohten möglichen Filmriss ab und zeigt, das Tati schon 15 jahre vor Playtime in seinem zweiten Film der gleichen Thematik folgte, wenn auch hier mit deutlich weniger subtilem Humor und weniger künstlerischer Ambition. Wie es sich für einen trainiertenPantominen gehört, ist Les Vancances ein seltsam stummfilmartiges Vehikel, in dem Sprachfetzen, Radiostimmen, Musik gleichermaßen eher einen Klangteppich ergeben als eine nachvollziehbare Handlung, vielmehr verfolgen wir Alltagsszenen, die eine grobe Rahmenhandlung durchflechten, in der Tatis Figur Hulot unsicher durch die modernen Zeiten tapert. Eindeutig inspiriert vom großen amerikanischen Stummfilm, von Keaton und Chaplin, von den Marx Brothers und Harold Lloyd, hat dieser Film noch eine oft groben Humor, den Hulot später zunehmend ablegen sollte, aber auch leise Zwischentöne, die an sich tausendmal zeitloser, komischer sind. In wunderbarem Schwarz-Weiß – nur im letzten Moment wird der Film für einen kleinen augenblick wunderbarerweise farbig -  ist vor allem überraschend, wie zeitlos die Bilder wirken, bewegte Photos aus einer Welt mitte der Fünfziger, als alles noch seltsam naiv war und zugleich die Modernität von Autos, Radio und Jazz, nicht zuletzt von internationalen Touristen, allen vorweg die Deutschen, seltsam bizarr wirkt, so kurz nach dem Zweiten Weltkrieg.  In dem Film steckt ein naives und zugleich sarkastisches Staunen über den Tourismus, über die Gäste, die den ganzen Tag im Hotel sitzen, in Bussen anreisen, deren Verhalten im Film befremdlich und alien wirkt in der kargen Schönheit des bretonischen Urlaubsortes, in den einzig Hulot als seltsam lauter Störfaktor einfällt. Selbstironisch und zugleich liebevoll bespiegelt Tati die Modernen Zeiten, und es wirkt befremdlich, hier vorweggenommen Loriot, Monthy Pythons und Benny Hill nebenbeiander zu sehen, die sich allesamt bei Tati bedient haben, aber den Kern seiner Arbeit weggelassen haben – die deutlich inszenierten, aber eben deshalb so echten Szenen aus dem Alltag, die Surrealität kleiner Gesten und Momente, die brillante Kreativität, die jeden Moment des Films durchzieht und ihn der Komik enthebt (ohne ihn jemals unkomisch zu machen) und zu einem Kunstwerk macht, das einen Vorgeschmack auf die spätere atemberaubende Genialität von Playtime gibt.

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AMUSEMENT

It’s always the idea of «amusement» which causes me to do things…

Marcel Duchamp

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BLUMEN

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