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30. November 2007 22:58 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

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19:24 Uhr. Kategorie Photos. 2 Antworten.

PLANETENDIRIGENT

Thomas Bogdan, Orchestermusiker bei den Bielefelder Philharmonikern und profilierter Schwarzweiß-Photograph, hat mir – zusammen mit anderen Photos, die wir für eine Imagebroschüre brauchen – eine kleine Überraschung geschickt. Es sind Bilder von Marian und Raffael bei den Aufnahmen für das Orchesterphoto der Saison 2007/8 aus dem grenzenlos-Saisonbuch. Mit auf dem Bild ist Frank Lefers, der Geschäftsführer des Orchesters, der zusieht, wie Marian und Raffael die Orchestermitglieder in Position bringen. Vielen Dank Thomas!!!




Das Ergebnis sah so aus und hing unter anderem als 18/1-Großflächenplakat in Bielefeld:

Als Bonusbild mit dabei: eine kleine Verewigung auf einer Skulptur vor der Bielefelder Kunsthalle. .

08:27 Uhr. Kategorie Arbeit. 9 Antworten.

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00:12 Uhr. Kategorie Photos. 6 Antworten.

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29. November 2007 22:21 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

SCREENSHOT

Immer wieder schön, Marian über die Schulter zu sehen. Selbst die rein interne Debug-Console eines maßgeschneiderten CMS-Systems für ein Architekturbüro hat ihre eigene Ästhetik….

19:03 Uhr. Kategorie Arbeit. 10 Antworten.

NY TIMES BOOK COVERS OF THE YEAR

Über das Fontblog stoße ich auf die – nach Meinung der New York Timesschönsten Buchcover des vergangenen Jahres, die auch in der Tat durchgehend gelungen sind. Es ist überraschend, wie sehr sich bei Buchumschlägen international ein bestimmter Stil durchgesetzt hat, der etwas an den frühen Chip Kidd erinnert, insbesondere die hier gezeigten Drummond-Arbeiten. Es ist ein wenig Retro-Americana, die uns da entgegenkommt, Stilzitate, die nahelegen, dass nur eine ältere Zielgruppe noch von belletristischen Themen angesprochen wird, die man hier mit einer ironisch gebrochenen Form vergangener grafischer Stile anspricht. Und es funktioniert, rein vom Cover her machen die meisten dieser Bücher hier neugierig und nicht wenige würde ich aus dem Stand blind kaufen wollen. Unmarketable, eines meiner Lieblingscover, erinnert sicher nicht zufällig an Miranda Julys Eigenwerbung-Homepage, und seltsamerweiser erinnert nur Chip Kidd selbst nicht an Chip Kidd –

18:38 Uhr. Kategorie Design. Keine Antwort.

TYPO 2008

16:52 Uhr. Kategorie Photos. 5 Antworten.

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12:14 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

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28. November 2007 20:57 Uhr. Kategorie Photos. 8 Antworten.

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17:31 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

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09:37 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

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27. November 2007 23:51 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

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26. November 2007 14:37 Uhr. Kategorie Photos. 7 Antworten.

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10:29 Uhr. Kategorie Photos. Eine Antwort.

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25. November 2007 17:03 Uhr. Kategorie Photos. 11 Antworten.

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24. November 2007 18:25 Uhr. Kategorie Photos. 3 Antworten.

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09:52 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

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23. November 2007 22:38 Uhr. Kategorie Photos. 8 Antworten.

DIMENSIONS OF FAKE: BILDER

Nach den Workshop-Bildern habe ich inzwischen auch die Photos von der Konferenz Dimensions of Fake, die der Fachbereich Design der Hochschule Anhalt im wunderbaren historischen Gebäude des Bauhaus Dessau veranstaltet habe. Ein paar doppelte Motive habe ich herausgenommen, ansonsten einfach eher ungefiltert der Bilderstrom der beiden Herren.

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12:26 Uhr. Kategorie Leben. 3 Antworten.

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01:37 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

SCHAUSPIEL ESSEN: PARADIES

Hannah Luckraft, irgendwo zwischen 30 und 40, ist Alkoholikerin. Sie mag Flüssigkeiten und sie mag viel davon. Alison Louise Kennedys gleichnamiger Road-Movie-Romanklassiker präsentiert einen kaleidoskopischen stream of consciousness, eine zerbrochene Figur zwischen den Höhenflügen und Tiefen der Alkoholabhängigkeit, zwischen dreckigen BlowJobs und DT, Entzug und dem unglücklichen Liebesdrama mit dem ebenfalls alkoholsüchtigen Zahnarzt Robert Gardener. Das auf die Bühne bringen zu wollen, ist ambitioniert, und gelingt fast nahtlos. In der kleinen Box der Grillo, auf fast nackter Bühne, steht Judith van der Werff in schlecht sitzender verknitterter Esprit-Bluse, gerade noch präsentabel, aber auf den ersten Blick nicht ganz hier, und gibt die mäandernden, komplexen Monologe des Stückes mit einer Leidenschaft, die beängstigend ist. Selbst da wo sich Overacting anbietet, gelingt es ihr, niemals auszurutschen, selbst Gefühlsausbrüche wirken glaubhaft, die stillen Zwischentöne, die Pausen sitzen präzise. Ihre Partner Christoph Finger und der smarte Fritz Fenne, der hier glaubhaft den Alkoholiker aus dem Ärmel zaubert, bestechen, ohne dem Star des Abends das Wasser abgraben zu können. Der bescheiden mit seiner Posaune am Rand zwischen Bandmaschinen und Technik hockende Profi-Musiker Henning Beckmann, den man unter anderem schon als Gast der grandiosen Erdmöbel kennt, zaubert mit Loops und minimalster Elektronik einen beängstigend dichten Soundtrack zum Stück, bei dem man immer wieder zu Erdmann schaut, weil man sich fragt, wie der Mann mit Hilfe von etwas Sampling und Delay solche Walls of Sound zaubern kann und warum es die Musik nicht auf CD gibt. Der Less-is-More-Mentalität bei Bühnenbild, Kostüm und Musik folgt auch die Lichtregie, die den kleinen Raum in wahrscheinlich 30 verschiedene Weißtöne taucht, vom flirrenden Neonröhrenlicht über wärmere Lichtstimmung zu kalten Weißtönen, die gleichsam einen Raum suggerieren. Das Licht mutiert zum Mitspieler und definiert mit geringsten Mitteln Übergänge in Zeit und Raum, oft effektiver als ein Umbau es könnte. All diese Liebe zum Detail und der ganze Minimalismus wäre allerdings für die Katz, wenn van der Werff nicht eine Tour de Force auf die Bühne zaubern würde, bei der man hinter nicht mehr weiß, ob sie einfach nur die Rolle einer aufgelösten, völlig fertigen Frau spielt oder wirklich so am Ende ist. Man nimmt ihr die zynische, smarte, ihren Alkoholismus lange Zeit ironisierende, menschen- und weltmüde Hannah so nahtlos ab, dass am Ende des Stücks verstörtes Schweigen dem langanhaltenden Applaus voranging. Sparsam inszeniert, atmosphärisch dicht, darstellerisch umwerfend ist Paradies ein druckvolles Psychogramm, ein Blick in den postmodernen Abgrund, ein wirrer Remix des Buches, der fast noch irrlichtender und abgründiger wirkt als die Vorlage, Hannahs Aussetzer geschickt als Stilmittel nutzt, um aus der zyklischen Erzählung eine düstere Moebiusschleife zu drehen. Genau die Sorte Theaterabend, die man sich mehr wünscht. Danke an Seán fürs Mitnehmen ;-D.

22. November 2007 17:30 Uhr. Kategorie Live. Eine Antwort.

MUSEUM 36

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20. November 2007 09:05 Uhr. Kategorie Photos. 4 Antworten.

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19. November 2007 21:54 Uhr. Kategorie Photos. 2 Antworten.

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Weil Kirsten die Photos aus dem Museum so schön langweilig findet – bleib stark, es kommen nur noch, och, so hundert…

19:04 Uhr. Kategorie Photos. 4 Antworten.

FOCUS AWARD 2007 – STANDARD

Die FH Dortmund packt das Design in den Container. Im Rahmen des viertägigen Focus Award Symposiums 2007 an der FH Dortmund am 21.11. ab 19.00 gibt es eine Reihe interessanter Workshops hochrangiger Designer, unter anderem mit Stars wie  Niklaus Troxler, Gertrud Nolte, Eike König oder Mario Lombardo sowie den Dortmunder Lokalmatadoren labor b. Im Rahmen der Ausstellung von Arbeiten kann man unter anderem Raffael Stükens Diplom «die form der norm» bewundern. Klingt nach einer ausgezeichneten Veranstaltug, ich hoffe, ich habe Zeit, dort einmal vorbeizusehen…

12:27 Uhr. Kategorie Design. Eine Antwort.

30 Days of Night

30 Days of Night ist eine Comicverfilmung, die ohne Latexkostüme auskommt. Basierend auf einer Comicserie von Steve Niles und Ben Templesmith, die wiederum auf einem erfolglosen Filmkonzept von Niles basierte, erzählt der Film die Geschichte der Kleinstadt Barrow, die so nördlich in Alaska gelegen ist, dass dort eine 30tägige Polarnacht herrscht. Viele Einwohner verlassen die Stadt für diese Periode, aber Sherrifs Eben Oleson (der im Film einen anderen Nachnamen hat als im Comic, wie der Film ohnehin von der Vorlage abweicht und diese vor allem einfacher macht, auf die Kernstory konzentriert) bleibt mit einigen hartgesottenen Einwohnern zurück, ebenso wie seine getrennt lebende Frau Stella, die die Stadt nicht mehr rechtzeitig verlassen kann. Während der 30 Tage in Dunkelheit wird Barrow von Vampiren heimgesucht, die gnadenloses über die Menschen herfallen.

30 Days of Night ist in jeder Hinsicht ein Horrorfilm alter Schule, und fast modern in seinem unbedingten Verzicht auf Zeitgeist. Obwohl Regisseur David Slade, mit genügend Indie/Goth-Musik-Video-Erfahrung im Rücken, sicherlich hochaktuelle Visuals präsentiert und unter anderem wiederholt mit stroboskopartigen Bildern oder mit High-Speed-Kameraeffekten arbeitet, wirkt der Film erzählerisch denkbar klassisch gestrickt und erinnert stark an John Carpenters Assault on Precinct 13 oder The Thing und andere Klassiker des Genres. Die Reduktion auf eine klaustrophobisch einfache Situation – hier die isolierten Einwohner von Barrow, dort eine mythische, unaufhaltsame Bedrohung ohne jede Vernunft, mit der jegliche Kommunikation ausgeschlossen ist – gibt dem Film seine Kraft. Slade versucht kaum, den Vampiren einen Background, eine Dimension zu verleihen und erhebt sie so zur Naturgewalt. Als Lovecraft’sche «Andere», als fleischgewordene Schöpfungsprüfung kommen sie über die Kleinstädter und teilen Schwache von Starken. Die Vampire als Kraft eines brutalen Biodarwinismus, als Krieg zwischen den Spezies, den Kulturen. Das der Sheriff dabei am Ende selbst zum Vampir werden muss, um die Bösen zu besiegen, das sich Terrorismus also nur durch Terrorismus bekämpfen lässt, mag eine nach-911-Überinterpretation sein, aber das Bild bietet sich an – im Kampf Gut gegen Böse hast du als Guter nur eine Chance, wenn du einer der Bösen wirst. Egal, um welchen Preis, egal, wie wenig du so nur retten kannst.

Jenseits dieses Subtextes ist 30 Days of Night ein Horror-Kleinod, das nur durch sehr seltene Momente gestört wird. Die «Sprache» der Vampire wirkt etwas aufgesetzt, und das Ende nicht nur vorhersehbar, sondern auch etwas banal. Dennoch schafft es Slade, der denkbar simplen Grundstory und dem oft von logischen Fehlern oder stereotypen Charaktern belasteten Drehbuch zumindest visuell und erzählerisch einiges abzugewinnen. Die Kombination von Dunkelheit und extremer Kälte sorgt für eine ungemein böse, paranoide Grundstimmung, die suggestive Bildsprache gibt dem Horror-Klassiker Vampir eine neue Dimension, die meisten der Vampire sind mit kleinsten Mitteln körpersprachlich gut und ungemein effektiv als «fremd» gespielt und die Brutalität des Films ist so kompromisslos wie die Geschichte geradlinig. Nach einem Minimum an Exposition schlägt Slade dem Zuschauer immer und immer wieder mit der Faust ins Gesicht, bis das Fleisch roh und blutig ist, in einer beeindruckenden Unermüdlichkeit, mit einem Mangel an Finesse, die ich so ehrlich schon lange in keinem US-Horrorfilm mehr gesehen habe. 30 Days ist nicht elegant, nicht schön, aber schonungslos. Er ist weit entfernt von der tuffigen Wärme von «Interview mit einem Vampir». Die klassische Horror-Erzählform der Zehn Kleinen Negerlein wird exemplarisch, ohne Ironie, ohne Humor, todernst, durchgezogen, als wäre sie eben nicht schon längst jenseits aller Ironie angelangt, als hätte es nie Alien und die Welle der Kopisten von Scotts Weltraumhorrorwestern gegeben. Es ist dieser grimmige Ernst, die düstere Verbissenheit, die den Film bei allen Fehlern herausragend macht. Slade kehrt zu einer fast vergessenen Klarheit des Mediums zurück, zu einer Freiheit von jedweder Finesse, und kann dabei doch das Medium Kino ideal nutzen. 30 Days wird auf DVD-Bildschirm wahrscheinlich eher entsetzlich mau wirken, aber nutzt die Atmosphäre des Kinosaals ideal aus, durch die monochrome, ständig in Düsternis getauchte Bildwelt, die ein permanentes Irrlichtern von Schnee und Schatten suggerieren, die Vanpire wie Phantome inszenieren, die Gewalt stroboskopisch, blitzartig, hyperschnell und unwirklich präsentieren… und durch die physische Wucht des Sounds, den nur ein Kinosystem so erschreckend, so magenumdrehend plastisch abbilden kann.

Bei alledem ist 30 Days kein wirklich dummer Film. Josh Hartnett verkörpert die Wandlung seiner Figur mit minimalen Mitteln, mit Blicken und Mimik so überzeugend, dass man ihm den Schock, das tiefe Grauen über seine eigene Wandlung zum Schlächter – dass er am Ende selbst ein Monster wird ist nur konsequent – absolut abnimmt. Was die Situation Eben abzwingt, allen abfordert, ist jenseits menschlicher Moral und einer der wichtigsten Aspekte ist die Dehumanisierung der Protagonisten im Verlauf des Filmes. Während wir die Vampire im Laufe der Handlung immer menschlicher finden, ein Minimum über ihre Moral lernen, ihren seltsam osteuropäisch und zugleich völlig fremd anmutenden Akzent besser und besser verstehen… werden die Menschen uns immer fremder. Mit einem Minimum an Handgriffen liefert Slade mehr Subtext als zahlreiche andere Filme, die sich spürbar mehr abrackern für weniger Tiefgang. Allein Danny Hustons surreale Präsentation des Obervampirs als Mischung aus gealtertem Neil Tennant und absoluter Perfidität ist ein Erlebnis. Wie eine Art postmoderner Clockwork-Orange-Gang arbeiten sich seine Vampire durch Barrow und schlachten die Menschen so beiläufig, so achtlos ab, wie wir Nutztiere halten und töten.

Wer hätte – nach Blade, nach Buffy - noch gedacht, dass das Vampirgenre so frisch sein könnte, das Vampire noch einmal nicht als blödes Klischee, sondern als wirklich tiefgehend bedrohliche Kreaturen auf der Leinwand erscheinen könnten? Ungemein blutig und brutal ohne billig zu wirken, cinematographisch wegweisend, ist 30 Days ein überraschend ernster und  schmerzhafter Blick auf ein Genre, dass zur Selbstparodie verkommen ist. Trotz des arg unglücklichen und unlogischen Endes, trotz mitunter stereotyper Charaktere und trotz einiger massiver Plotholes gehört der Film nicht nur zu den besten Horrorfilmen der letzten Zeit, sondern zeigt auch, dass das Potential der schlichte Paranoia-Formel früher Carpenter-Filme nach wie nicht ausgeschöpft ist. 30 Days of Night ist Trash-Kino, aber das auf höchstem Niveau.

03:13 Uhr. Kategorie Film. 5 Antworten.

WORKSHOP DESSAU

Tom-Oliver Schneider hat mir einige Photos von dem Workshop in Dessau geschickt. Aus Zeitgründen, und weil ich ihn einfach mag, habe ich der Versuchung widerstanden, einen ganz eigenen HD-Workshop zu machen, sondern mit den Studenten Petr Bloklands Designprozess-Spiel gespielt, auch weil ich im Vorfeld nicht wusste, welches Semester und welcher Wissensstand mich erwartet. Im Rückblick fast schade, weil ich sicher bin, die Truppe hochmotivierter und begabter Studenten dort hätte auch mit einem ganz eigenen Projekt gut geflogen. Es hat – sieht man mir auch an, finde ich – einen Riesenspaß gemacht und umso mehr Dank an Tom für die 1A-Erinnerungsbilder. Vielleicht kriege ich auch noch ein paar Bilder vom Konferenztag, die poste ich dann auch nach.
PS: Einige Bilder verraten einfach ZU viel über das Spiel, deshalb habe ich einige Spoiler-Bilder weggelassen und einige leicht geschwärzt.

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17. November 2007 19:41 Uhr. Kategorie Leben. 6 Antworten.

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13. November 2007 13:18 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

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11:13 Uhr. Kategorie Photos. 5 Antworten.

LESSONTOOL

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Für den Fake-Vortrag in Dessau hat Marian eine neue, dritte Variante des Lessontools entwickelt, weil ich einige Wünsche hatte, die mir kein anderes Präsentationswerkzeug so richtig befriedigen konnte. Keynote ist zu powerpointig, Flash nicht flexibel genug, Swish zu diffizil, Wildpresenter zu unprofessionell…

Zwar noch nicht ganz ausgereift, weil wir im Grunde einen live-Betatest gemacht haben, während ich noch den Vortag erstellt habe, kann das Lessontool inzwischen folgendes:

  • Kombinieren von JPG, SWF und FLV in einer Präsentation.
  • Alle Daten werden automatisch auf das finale Bildschirmformat skaliert
  • Jede «Folie» kann mehrere Ebenen enthalten. Auf ein JPG oder ein Video kann also eine Flash-Textebene kommen. Klicks in der SWF-Ebene werden angesteuert. Die Ebenen lassen sich – ganz wie beim Photoshop – auf verschiedene Arten einrechnen (Multiplizieren, Aufhellen, Differenz uswpp). (Alle Texte kommen noch via Flash, aber irgendwann wird das Tool auch eine eigene Text-Engine haben.. noch ist Swish aber schneller und einfacher und vielseitiger)
  • Videos werden automatisch mit einem Rastereffekt versehen, der auch niedrig aufgelöste Filme gut ansehbar sein lässt bei 1024er Auflösung, ohne Perforance-Probleme. Kompromisslösung, aber es ist unmöglich, einen YouTube-Film in voller Auflösung zu zeigen, diese Lösung machts sehr erträglich und hat ihre eigene Ästhetik.
  • Bei Videos ist Start- und Endzeitpunkt wählbar (als Zeitangabe, real gehen viele Videos aber zu Keyframes in der Nähe der Zeitangabe)
  • Zwischen den Folien ist ein sanfter Crossfade Standard, es können alternativ aber auch harte Übergänge oder ein Aus und Einblenden gewählt werden (bei Videos etwas weniger performancelastig).
  • Live-Previewfenster.
  • Drag and Drop aller Daten.
  • Autoscroll und Mousewheel in dem Containerbalken
  • Vista-Kompatibel.

Als Output erstellt das Lessontool eine EXE-Datei, in der alle Ressourcen gespeichert sind und die standalone abgespielt werden kann. Mit Mouse oder Tastaturbefehlen kann man sich rückwärts oder vorwärts durch die Präsentation klicken.

Der Even-better-than-the-real-thing-Vortrag an sich steht inzwischen, auch wenn ich gespannt bin, wie ich auf die 30 Minuten kommen soll – um zu erzählen, was ich zu erzählen hatte, musste etwas Material rein und jetzt sind es 162 MB Präsentation. Mit jeder Menge Stoff: Barbarella zum Beispiel. Und Meg Ryan. Und Christina Aguilera. Und Contergan-Kindern. Und Tschernobyl. Und Bunuel. Und Kubrick. Und Aibo. Merkel und Posh Spice. iPhone und Sokrates. Der Hoden von Sagmeister und Rei Ayanami. Ziemlich chaotisch und ob ich da jemals live einen roten Faden finde, da bin ich selbst gespannt. Es wird also wie eine dieser vierstündigen Harry-Rowohlt-Lesung, nur ohne Alkohol und Bart. Was irgendwie schade ist, denn Alkohol und Bart könnten mich vielleicht noch retten. Vielleicht hätte ich bei der ersten Idee bleiben sollen, einfach einen Kassettenrekorder und einen Papp-HD auf die Bühne zu stellen.

04:00 Uhr. Kategorie Leben. 17 Antworten.

MUSEUM 31

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12. November 2007 09:44 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

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11. November 2007 15:32 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

NEIl GAIMAN: FRAGILE THINGS

Neil Gaimans zweite Sammlung von Short Storys beginnt passend für einen Autor, der einen Teil seines Ruhms seiner Webpräsenz und der Nähe zu seinem Publikum verdankt, mit einer ausführlichen Einleitung zu den einzelnen Texten. Gaiman weiß, dass sein phänomenaler Aufstieg vom Comic-Buch-Autor zum NY-Times-Bestseller-Novellisten und Multimediastar – Gaiman hat derzeit mit Beowulf und Stardust gleich zwei von ihm mitverfasste Filme im Kino – auch zum Teil seiner engen Community zu danken ist. Und tatsächlich zeigt Fragile Things den Briten als atemberaubend vielstimmigen Autor, der scheinbar mühelos von Genre zu Genre, von Timbre zu Timbre springt, von Prosa zu Poesie, von abstrakten Textfragmenten über Fantasy zu klassisch düsterem Horror. Seltsamerweise ist es genau diese Vielseitigkeit, die es mir schwer macht, Gaiman wirklich zu genießen. Während des Lesens denkt man permanent: Would the real Neil please stand up? Gaimans Geschichten sind, bewusst oder unbewusst, oft Pastiche, angelehnt an andere literarische Vorlagen, inspiriert von den Stimmen anderer Autoren. Lovecraft, Conan Doyle, Dahl, Bradbury, Ellison, Campbell, King, Barker, Carroll, Brown und viele andere Stimmen klingen in seinen Geschichten mehr oder minder deutlich durch und obwohl das den Band durchaus abwechslungsreich macht, fast zu einer One-Man-Anthologie, so irritierend ist es doch, einen Autoren als Stimmenimitator zu erleben. Wie bei einem begnadeten Karaoke-Sänger wünscht man sich: Wenn er nur mal seine eigenen Songs singen würde. Das ist durchaus immer mein Problem mit Neil Gaiman. American Gods und Anansi Boys klingen sehr nach US-Horror à la King, stets etwas durchmischt mit Gaimans eigener Faszination für Mythen und Götter, Neverwhere klang stark nach Douglas Adams, und Coraline war Lewis Carroll remixed. Das macht Gaiman nicht zu einem schlechten Schreiber – andere Autoren schaffen es im Gesamtwerk nur, eine andere Stimme zu imitieren – aber schade ist dieses Gefühl von deja vú mitunter eben schon.

Eine entsprechend bunte Mischung, den vielen Interessen des Autors folgend, ist Fragile Things denn auch. Unweigerlich bleiben dabei manche Geschichten enttäuschend, andere mau, einige hervorragend. A Study in Emerald, The Monarch of the Glen, Bitter Grounds, Keepsakes and Treasures, Strange Little Girls, Feeders and Eaters und Pages from a Journal… gehören für mich zu den stärkeren Geschichten der Sammlung, viele andere wirken fast wie Fingerübungen, in denen der Ventriliquist  Gaiman eine neue Puppe ausprobiert, der er seine Stimme leihen kann. Wo andere Autoren Gefahr laufen, sich in ihrem Stil heißzulaufen und von Buch zu Buch mehr zu langweilen, ist es bei Gaiman eher so, dass man zunehmend irritiert ist, weil Gaiman holographisch wirkt, eine Illusion bleibt. Der eigentliche Autor ist kaum oder nur schwer zu greifen, außer einer vagen Vorliebe für bestimmte Themen und Subgenre und einer atemberaubenden handwerklichen Vielfalt. Man kann es ihm nicht verdenken – warum sich auf einen Stil beschränken, wenn es so viele Spielzeuge gibt… aber als Leser wäre es schön, wenn Gaiman aus dem Kostümschrank herausträte und weniger versucht, andere Autoren zu emulieren, und noch stärker zu seiner eigenen Stimme (die es ja durchaus gibt) findet.

10:31 Uhr. Kategorie Buch. Keine Antwort.

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09:21 Uhr. Kategorie Photos. 6 Antworten.

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10. November 2007 19:31 Uhr. Kategorie Photos. Eine Antwort.

SEITE EINS

Seite Eins ist mir von Marc Benthaus zugeschickt worden (Merci!!!) und dient als jährliche Leistungsschau des Designsbereichs der FH Dortmund. Ich finde das besonders spannend, da ich der Ruhrakademie seit zwei Jahren in den Ohren liege, ein solches «Annual» zu produzieren. Die Gestaltung von SeiteEins erinnert leider frappant an die schon vom Namen her ähnliche BrandEins und hat insofern einen deutlichen Meiré-Touch. Was ja nichts schlechtes ist, die neosachliche Eleganz der BrandEins ist ja rundum gelungen und per se zeitlos schön, auch wenn man sich an diesem Look vielleicht etwas sattgesehen hat. Die Seite Eins hat dem tschicholdschen Look von Mike Meiré aber leider auch nicht viel neues abgewinnen können, bleibt ganz im Gegenteil eher braver als das Vorbild. Da finde ich ja immer eher, studentische Arbeit sollte die Freiheit haben, sich zu blamieren. Lieber laut und mutig auf die Nase fallen als elegant langweilen. Stilvoll und solide kann man dann noch im Alterswerk werden, aber die verlängerte Jugend um Mitte 20 sollte der Revolution gehören.

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11:20 Uhr. Kategorie Design. 16 Antworten.

MUSEUM 28

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09:49 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

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00:26 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

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9. November 2007 12:07 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

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8. November 2007 17:40 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

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15:17 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

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12:35 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

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7. November 2007 21:30 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

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19:30 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

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14:11 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

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6. November 2007 08:31 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

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03:44 Uhr. Kategorie Photos. 5 Antworten.

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4. November 2007 20:13 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

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16:10 Uhr. Kategorie Photos. 9 Antworten.

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10:35 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

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3. November 2007 16:09 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

KOCKY: KINGDOM CAME

Rap aus Schweden – das klingt etwa so authentisch wie Hiphop aus Stuttgart. Irgendwie gibt es einen deutlichen Mangel an Bronx-Feeling in Skandinavien. Der Producer David Astöm, alias Kocky, umgeht das Problem auf seinem ersten Album, indem er Hiphop und aktuelle Dancesounds zu einem eigenen Sound verwebt. Kingdom Came wartet mit ungezählten Gaststars auf – darunter Jens Lekman – und erinnert vom Klang in manchen Tracks ein wenig an Kanye West, dann blitzen M.I.A.-Referenzen auf, und überhaupt ist Kingdom Came ein flirrender Mix aus Dancefloor, Hiphop, Soul, Funk, 90s-Disco und Electro. Dieser als «Rapclash» bezeichnete Sound ist ein zeitgemässer polyvalenter Soundmix, bei dem wenig Langeweile aufkommt.

Die Sache leidet ein wenig unter zu braver Produktion, der Sound ist insgesamt nicht druckvoll genug und die stilistisch lange nicht so  auf der Höhe der Zeit wie vergleichbare französische Klangbastler. Das etwas nach Homerecording klingende Soundgerüst des Albums mag Teil des Konzeptes sein, und mindert nicht deutlich den Spaß an der verspielten und gutgelaunten Platte, aber hier und da wünscht man sich, dass das Rohmaterial in den Händen wirklich guter Remixer landet, die der Platte das Hausbackene aus den Knochen schütteln und mehr Piepsen, Klirren, Basswummern einbauen. Kingdom Came ist von der Idee her goldrichtig, in der Produktion aber zu sehr braves Midi-Programming geblieben und damit einen Herzschlag hinter dem liegt, was man von Kavinsky, Para One oder den unvermeidbaren (und insofern in kürzester Zeit abgenutzten) Justice gewohnt ist. Die Ideen sind da, aber handwerklich nicht gut umgesetzt. Die etwas piefig klingende Produktion, ein Mangel an Konsequenz in der Arbeit mit digitalem Klangmaterial und vielleicht auch zu wenig akustische Zusatzelemente machen das Album seltsam steril und rein klanglich ein wenig langweilig. Was schade ist, weil die Kompositionen ganz klar machen, wo es hingehen soll – Kocky könnte mit etwas mehr Budget und druckvollerer, smarterer und vor allem frecherer Produktion auf einem nächsten Album also ganz klar den Sprung zum internationalen Act schaffen. Kingdom Came ist aber auch so ein hörenswertes Lofi-HipPop-Album, von dem einige Tracks schon heute gut in den Indietronic-Discotheken funktionieren dürften.

09:19 Uhr. Kategorie Musik. Eine Antwort.

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2. November 2007 17:56 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

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07:38 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

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02:10 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

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1. November 2007 17:38 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

PHONOPHANI


Phonophani ist Espen Sommer Eide, und Phonophani ist ein Ambience-Erlebnis aus natürlichen und elektronischen Klängen, die als sanft oszillierende Texturen angelegt sind, weite akustische Gärten. Unter dem natürlich von Kim Hiorthoy stammenden Artwork dieser ursprünglich 1998 erschienen platte verbergen sich scheinbar nahtlos ineinander verwobene, mäandernde Klangsphären, monochrom und monolithisch, die zugleich beruhigend und beunruhigend vor sich hinfließen.


Durch den eigentümlichen Mix von Instrumenten wirkt die Musik seltsam zeitlos, teilweise klassisch. Multiinstrumentalist Eide schickt Bläser durch wabernde Echokammern, lässt subakustische Bässe wummern, präsentiert bizarre Glockenspiele, schafft aus seinen Samplings einen von scharfkantigen Splittern durchsetzten Schattenwald. Musik, die sich traumwandlerisch zwischen Synth-Sequencen, digitaler Produktion und einem Feeling von moderner E-Musik bewegt, ohne jemals wirklich anzukommen. Phonophani ist ein stilles, meditatives Album, aber weit entfernt von «Entspannungsmusik», sondern im Gegenteil eine akustische Herausforderung, wie man es vom Rune Grammofon-Label ja gewohnt ist, die an Hörgewohnheiten kratzt.

11:40 Uhr. Kategorie Musik. Eine Antwort.

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11:17 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

NEUTRAFACE REDUX

Christian Schwartz, einst vor allem als treuer Font-Bauer für Erik Spiekermann bekannt, ist seit langem eine eigene Größe als Schriftgestalter und hat mit Amplitude, FFBau und Neutraface (um nur einige zu nennen) moderne Klassiker geschaffen. Jetzt kommt er mit einem vielleicht überfälligen Remix der retrofuturistischen Neutraface, die als geometrisch angelegte SansSerif gegen Entwürfe wie wie Nobel und Futura antrat und ein seltsam starkes 20s /30s Flair für mich hatte. Ich habe die Neutraface aber selten verwendet, weil sie – anders als die sehr cleane Futura, wie man sie heute kennt (und die beste Futura bleibt der Meta-Design-Remix für VW) und anders als andere Cyberretrofonts wie etwa die Gotham – einen Hauch zu funky war. Die Extrem niedrig gehaltene Mittelachse war für Headlines in Versalien wunderbar, aber als Minuskelfont und im Alltagseinsatz wirkte die Neutraface schnell zu exaltiert. Die neue Neutraface No.2, die House Industries jetzt vertreibt, ist «normaler» geworden. Was irgendwie schade ist – obwohl es ja durchaus das Original noch gibt -, aber dem Ruf nach einer versatileren Schrift gerecht wird. Die ursprüngliche Neutraface ist zu einem absoluten Erfolg geworden, fast schon ein «overused» Font, sicher auch weil sie den Wunsch nach einer klaren, gut lesbaren, «kühlen» Geometrischen befriedigt, aber eben nicht so durchgenudelt ist wie die meisten Schriften aus diesem Segment. Mit dem «raising the bar», der Erhöhung der Mittelachse bei der neuen Variante, dürfte die Neutraface zu einem mehr als ernsthaften Konkurrenten der Futura und der Gotham werden. Gut ausgebaut, besser lesbar, echte Kursive, wunderbare Details (drei Q-Varianten, zwei g, zwei a… yay!) und jetzt etwas weniger «funky» ist jetzt schon klar, das sie ein moderner Bestseller werden muss. Auch hier, wie bei der National, ein historischer Rückgriff (was sich vor allen in den USA ideal vermarkten zu lassen scheint, wie der immense Erfolg von Hoefler und Frere-Jones beweist, aber ebenfalls einer, der zwar nicht nach vorne geht, aber doch eine technisch und (vielleicht abgesehen von dem für mich persönlich für leichte Lesbarkeit bei langen Texten etwas zu großem Unterschied zwischen Versal- und x-Höhe) ästhetisch schöne Alternative zum Bewährten anbietet. Willkommen im Remix-Zeitalter.

10:04 Uhr. Kategorie Design. Keine Antwort.

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00:12 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.


Creative Commons Licence