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HOW OLD

«How old were you when I died?» I hold my breath.
«Five.» Jesus, I can’t deal with this.

Audrey Niffenegger
, The Time Travellers Wife

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SKALIEREN IN INDESIGN CS3

Obwohl die Creative Suite 3 einen großen Schritt nach vorn in Sachen Tempo und Funktionalität bedeutet, hat Indesign CS3 für uns einen massiven Bug – das Skalieren via Tastatur ist von Adobe entscheidend geändert worden. Während in CS2 via Tastenkürzel Rahmen und Inhalt skaliert wurden, ist es in CS3 nur noch der Rahmen, das Objekt wird beschnitten. Ziemlich egal für Leute, die viel mit Maus arbeiten, aber für uns ist das präzise nachvollziehbare Skalieren in bestimmten Schritten und ausgehend von einem bestimmten Punkt ein Essential.. etwa bei der Produktion der Kaupp-Kataloge. Es gibt seitens Adobe keine direkte Lösung für dieses Problem, obwohl es sich einfach lösen lässt. Dank Marians Java-Künsten haben wir eine Lösung gefunden, nämlcih vier Skripte, die für vergrößern und verkleinern zständig sind und die alte Funktion wieder herstellen. Und sogar noch etwas besser sind. Zum einen lassen sich relativ leicht die Skalierungsschritte in dem Skript selbst auf die persönlichen Wünsche anpassen, zum anderen wird – anderes als in Indesign CS2 – auch Text richtig mitskaliert (d.h. nicht nur der Textrahmen vergrößert, sondern auch die Schrift selbst). Die Skripte werden einfach in den entsprechenden Ordner kopiert (…….\Adobe\Adobe InDesign CS3\Scripts\Scripts Panel\Samples\JavaScript) und stehen dann im Skripte-Menü von Indesign zur Verfügung. Mittels der individuellen Tastenbelegung von Indesign kann man jedem Skript ein eigenes Kürzel zuweisen (neue oder einfach die alten überschreiben) und so wieder genau so skalieren wie gewohnt. Da die Scriptsprache Java ist, sollte die Sache auch plattformunabhängig funktionieren.

Hier die Scripts als .zip-Datei.

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Readyboost…

Okay. Ich mag mich vielleicht irren. Aber ich hab meinem eh mit 8 GB nicht gerade RAM-knappen WinVista gerade nochmal 4 GB Readyboost geschenkt… und aua. Das macht es tatsächlich nochmal greifbar schneller. Wenn ihr mit Vista arbeitet, haut euch ne CompactFlashDisk in den Reader-Slot und probiert es einmal.

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Kurze Frage…

hat jemand von euch Erafhrung mit dem HP Designjet 130?
Ist der NR die bessere Wahl? Hat die normale Version überhaupt so etwas wie eine Rollenvorrichtung?
Ist das Gerät gut? Der Preis macht mich etwas stutzig. 990 bis 1300 Euro für A1+… das ist schon okay. Da würde ich auf den Eintrag in Designers Profile 07/08 verzichten (sorry Birkhäuser) und hätte für Präsentationen nen feinen Inhouse-Drucker hier.
Aber… IST er fein?

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KATHARSIS

Ein neues Semester, ein neues Projekt. Nach der Grenzen-Ausstellung im letzten Jahr diesmal der Versuch, ein Buch zu produzieren, in dem jeder Student so 12-16 Seiten zur freien Gestaltung bekommt. Die Studenten haben das Thema – Katharsis - selbst in Gruppen erarbeitet und gewählt und kümmern sich in Gruppen auch selbst um Sponsoren, Druckerei, Anzeigenkunden und die Präsentation. Auch die Arbeiten werden gemeinschaftlich bewertet und jeder Input gibt nur eine Richtung, keine echte Korrektur. Das Ziel ist, dass die Studenten sich – jenseits des Scheinmachens – möglichst für sich selbst austoben und eine visuelle Sprache finden und eine Arbeit bringen, auf die sie (nach ihren jetzigen Möglichkeiten) wirklich stolz sein sollen und zeigen wollen, die irgendwas sagt. Jeder Studi hat sich selbst ein Subthema ausgewählt und jetzt geht es nach viel Vorgeplänkel und Besprechungen und Konzeption in die erste Runde von tatsächlichen Entwürfen. Ein paar Schnipsel davon sind hier und schon ganz vielversprechend. Alles noch weitgehend im Frühstadium, ohne Typo usw….
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SUPERCALI

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MARMOR STEIN UND EISEN…

Im Fontblog wird gerade heftig über das neue Design fürs Haus der Kulturen von Doublestandards debattiert. Ungeachtet aller Argumente für und wider das neue Erscheinungsbild, kam uns hier die Sache mehr als bekannt vor. Die aus einem Grid herausgeschälten Blockbuchstaben hat Raffael Stüken nämlich schon im April 2006 für sein Diplom Die Form der Norm entwickelt. Die Buchstaben sind bei ihm aus dem Gestaltungsraster des Buches abgeleitet und liegen zum Gratisdownload auf der Site zum Buch. Für das Thema der Arbeit fand ich die Idee, eine enfache Display-Schrift auf Basis eines Normierungstools wie dem Designgrid eines Buches zu entwickeln, wunderbar passend und zugleich postmodern selbst-dekonstruktiv. Raffael enthüllt hier kreativ, das sein Buch ja selbst auf Basis eines strengen, normierten Standards (eben einem Gestaltungsraster) basiert, und visualisiert diese Norm in der Schrift, die im Buch selbst wieder verwendet wird, auf einer anderen Gestaltungsebene, als Meta-Kommentar zur eigenen Arbeit. Die fast unlesbare, blockige, düstere Anmutung der Schrift passt zudem perfekt zum Tonus des Buches und dem Gefühl, das Normierung als Werkzeug brauchbar, als Denkmuster allein – egal, wie sie ummantelt sein mag – eine Einbahnstrasse ist. Nach wie vor tolle Arbeit. Inwieweit diese Art von blockiger, an die 80er-Space-Invaders erinnernder experimenteller Typographie aber zeitlos genug für ein Corporate Design ist und wie sie architektonisch und inhaltlich zum ja eher von sanften Rundungen und einer offenen einladenden Struktur geprägten Haus der Kulturen passt… je ne sais pas.

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CS3

Morgen habe ich mehr Zeit für CS3, aber vorweg… es war selten eine Software von Adobe so buggy wie diese. Im Grunde liefert CS3 wunderbare neue Features, jedes Program ist entscheidend verbessert worden.
Aber es gibt halt so Dinge… wie etwa die Tatsache, dass mir Indesign CS3 urplötzlich bei jedem Start die Aero-Oberfläche abschaltet, absolut schneckenlangsam wird und das gesamte System ausbremst. Das Indesign CS3 bei jedem Start einen kurzen Aussetzer – «Keine Rückmeldung» – hat und generell nicht die beste Performance an den Tag legt. Das Aero-Prblem lag eventuell an der Installation einer Trial von FotostationPro, das zwar offiziell für Vista geeignet ist, aber eine Version von Quicktime installiert, die eher nicht unter Vista läuft, sondern Probleme mit dem Aero-Skin hat. Schon derbe, wenn nach der Installation eines Zusatztools wie Fotostation CS3 nicht mehr problemlos läuft, oder? Nach der Deinstallation der FotostationTrial lief alles wieder soweit okay. Aber inwieweit ist Quicktime ein Teil der Creative Suite geworden?

Das alles ist noch nicht so unglaublich schlimm wie CS2 und der Activation-RAID-Bug, aber die Foren bei Adobe quellen über mit Horrorgeschichten und Installationsversuchen, die jeden Durchschnittsuserin die Knie treiben (XP-Installations cheint ein Horror zu sein, große Probleme, wenn CS2 oder Flash 8 installiert ist, läuft teilweise nur im Silent Mode, auf Kommandozeilennivau). Das ist etwas unschön für eine Firma, deren Basissoftware – Photoshop – man früher blind vertrauend installieren konnte, weil immer alles problemlos lief. Vielleicht auch hier ein Fall von zu viel Marketing, zu wenig Code-Fu :-D.

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SEADRAGON & PHOTOSYNTH

Eigentlich witzig, dass die gleiche Firma, die mit Vista das meistverkaufte Betriebssystem der Welt so surreal verbockt hat, andererseits auch für derart aufregende und coole Ideen stehen kann:Die Technologie von Seadragon könnte die Art, wie wir Bilder managen völlig revolutionieren und Photosynth als praktische Anwendung wird Flickr und user-generated Content auf ein ganz neues Niveau heben… Dank Seadragon – einer Technologie zum management großer Bildmengen bei gleichzeitig extrem detaillierter on-the-fly-generierter Auflösung – jedenfalls werden wir Designer über die Skalierbarkeit von Bildmaterial neu nachdenken müssen. Interessantes Buzz-Word in dem Beitrag von Seadragon-Chef Blaise Aguera y Arcas auf der TED ist Gigapixel. Zusammen mit Surface ist Microsoft derzeit irgendwie gar nicht so un-innovativ, wie man meinen möchte. Es kommt nur bisher zu wenig beim User an ;-) Ganz klar ist hier aber der Trend weg vom Computer, wie man ihn bisher kennt, hin zu Geräten ohne Tastaturen oder Maus, die intuitiv mit dreidimensionalen Pixelströmen arbeiten können. Das Büro der Zukunft, wie man es in Steven Spielbergs Minority Report noch als Science Fiction gesehen hat, ist deutlich absehbar.

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HOT FUZZ

Die Idee ist so einfach wie brilliant: Hot Fuzz versetzt die Machart normaler Actionfilme in die britische Dorftristesse. Supercop Nicholas Angel wird wegen zu viel Erfolg von London nach Sandford versetzt, wo er alsbald – begleitet von seinem Sidekick Danny Butterman – mit rätselhaften Unfällen konfrontiert ist. Und überhaupt ist in diesem «Dorf des Jahres» nicht alles so idyllisch wie es scheint.

Abgesehen vom surrealen Schauplatz behalten Edgar Wright und Simon Pegg alle Charakteristika des üblichen Action-Filmes à la Die Hard oder Bad Boys bei. Wie schon bei Shaun of the Dead ist die Pokermiene, mit der das Duo Fikmklischees auf surrealistisch anmutenden Alltag prallen lässt, der eigentliche Spass. Wo andere Parodie-Filme meist auf Übertreibung setzen, spielt Hot Fuzz einzig und allein mit der Juxtaposition von Machogenre und Landeiern. Es ist verblüffend, wie präzise und mit wieviel Spass Wright und Pegg die visuelle Sprache des Actionfilm-Genres im Grunde völlig ironiefrei ausleben… und sie zugleich einfach qua Kontext wieder völlig ins Lächerliche ziehen. Das dabei Butterman im Film selbst ein Testosteron-Film-Fan ist und permanent auf Streifen wie Gefährliche Brandung oder Bad Boys II verweist, die dann en detail in Hot Fuzz wieder aufgegriffen werden… das ist an Selbstreferentialität kaum zu überbieten. Anstatt die Schwächen und Klischees des Genres ins Lächerliche zu ziehen, wird Hot Fuzz so zu einer sympathischen Fanboy-Liebeserklärung. Das dabei oft auch cinematographisch großartige Arbeit geleistet wird, und der Film keineswegs so lieblos durchgezogen ist wie etwa Scary Movie… das spricht dafür, dass Wright nicht herablassend aus einem Genre Kapital schlagen will, sondern seinen eigenen, wenn auch ironischen Tribut zollen will. Und so finden sich weniger direkte Film-Veräppelungen hier, als vielmehr Anspielungen, Andeutungen, die völlig straight produziert sind… aber eben im Supermarkt eines winzigen Dorfes statt in LA stattfinden.

Hinter den oft auch etwas derberen Gags des Films schwebt so ein natürlich an die Monty Pythons erinnernder Meta-Humor, ähnlich wie in Scream, der permanent charmant augenzwinkernd mit den Genre-Kennern flirtet. Hot Fuzz schreckt nicht einmal davor zurück, Shaun of the Dead mehrfach direkt zu zitieren… und auch Plakat und Logo sind im Stil der großen Blockbuster gemacht, ganz deutliche Hommage an Bad Boys. Dieser Ansatz ist nur eben schlecht für alle, die Filme wie Léon, Bad Boys, oder Reservoir Dogs nie gesehen haben – den die Story für sich genommen ist natürlich, ahem, extrem hohl. Und die Gags sind auch nicht immer wirklich subtil oder zündend. Was auch Filme wie Kill Bill oder Matrix II und III auszeichnet – die Piraterie an anderen Filmen und Quellen – wird in Hot Fuzz auf die Spitze getrieben, ohne dass die Sache dabei so generisch bleibt wie bei Die Nackte Kanone oder anderen Zucker-Produktionen. Der Unterschied zu anderen Medienparodien ist, dass – wie bei Shaun - Pegg und Wright ihren Charakteren mit Respekt gegenübertreten und sie wirklich als Protagonisten entwickeln, dreidimensionaler werden lassen als ansonsten Figuren in Gag-Movies dieser Art sind. Tatsächlich sind die Figuren in Hot Fuzz sogar oft realer als in den tatsächlichen Action Movies. Was die Absurdität der Handlung nur noch surrealer und großartiger macht.

Hot Fuzz
ist sicher kein umwerfender oder gar kluger Film – obwohl die Meta-Parodie auf Actionfilme und deren Parodien an sich ja beileibe kein dummer Ansatz ist -, aber manchmal ist es schöner, in einen dummen Guilty-Pleasure-Film zu gehen, der sich als ausgesprochen clevere postmoderne Medien-Selbstbespiegelung erweist, als in einen von den Kritikern hochgelobten Streifen, der sich als langweilig und oberflächlich herausstellt. Hot Fuzz ist so gaga wie der (britische) Titel vermuten lässt. Bring the noise!

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REPERTOIRE

It’s not my ability to do things, but my desire to figure out how to do them that I sell… therefore I have an unlimited repertoire

Richard Saul Wurman (Design without Boundaries, Rick Poynor)

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IRINA PALM

Das verblüffende an Irina Palm ist, wie brav dieser Film ist. Für einen Streifen über eine Frau, die in einer Sexbar in Soho Männer befriedigt, um Geld für die Operation ihres todkranken Enkels zusammenzukriegen, wirkt Irina Palm ungemein wenig anstössig, wenig rotzig. In der Rolle der Maggie schlurft sich hier ausgerechnet die frühere britische Skandalikone Marianne Faithfull durch eine stille Tragikkomödie, deren Trailer vielleicht vermuten lässt, es handele sich um eine dieser spritzigen britischen Underdog-Movies, die in Wirklichkeit aber eher bedacht und leise bleibt. Maggie, die also das Schicksal ihres Enkels, aber auch das ihres Sohnes und seiner Frau in die Hand nimmt, wird von Faithfull als abgestumpft-bescheidene, fast naiv liebenswerte Hausfrau gebracht, deren Vorstellungen vom Leben ähnlich verstaubt wirken wie ihre Blümchentapete, die aber ohne Zweifel das Herz am rechten Fleck hat. Maggie, die nach dem Tod hres Mannes alleine in einer kleinen Wohnung lebt und von ihren pointiert unangenehmen Freundinnen umgeben ist, entdeckt in der Rolle der Masturbatorin Irina scheinbar erstmals etwas, worauf sie selbst stolz sein kann – die weichste Hand in ganz Soho zu sein. Die Wandlung, – unterstützt von einer langsamen fast unwahrnehmbaren Romanze mit Clubbesitzer Miki – fährt aber jäh vor die Wand, als ihr Sohn wissen wil, woher seine Mutter das Geldhat und ihr nachspioniert…

Um die Wahrheit zu sagen, der Film ist nicht wirklich komisch, der Trailer vergibt bereits alle wirklichen Gags. Ganz im Gegenteil ist Irina Palm eher von stillen Passagen geprägt, von kurzen Sequenzen, die ins Schwarze abblenden. Die Musik, oft kaum vorhanden, begnügt sich mit monoton-traurigen Gitarrenakkorden. Die tristen Bilder, die die Vorstadthölle des proletarischen Londons ebenso einfangen wie das Schmuddelige von Soho, inszenieren Irina Palm als einen eher tragischen als komischen Film. Wenn Maggie fast wortlos bei ihrer Vorgängerin Luisa vor der Tür steht, die Irina erst eingearbeitet hat und dann wegen ihr den Job verlor, dann wächst der Film zu wahrer Größe auf, weil sich zwei Frauen gegenüber stehen, die auf ganz unterschiedliche Art sprachlos sind und deren gerade erst begonnene Freundschaft fast grundlos verkümmert. Hier, nicht zuletzt dank Dorka Gryllus als Luisa, wächst der Film zu wahrer Größe und Tiefe. Aber selbst die komischen Momente sind nie auf dem Schenkelklopferniveau von Filmen wie The Full Monty, der Umgang mit dem pornographischen Moment von Irinas Manufaktur bleibt beinahe spießig. Das verklemmte Kichern der Freundinnen von Maggie, als sie ihnen von ihrem Job berichtet, durchzieht den ganzen Film. Manche der Gags sind einfach nur witzig, wenn man sehr wohlbehütet aufgewachsen ist. Auch die Reaktion von Maggies Sohn Tom, der schockiert die Mutter verstösst und völlig überzogen zum Wüterich wird, ist nur aus einer solchen biederen Weltsicht verständlich… ansonsten wirkt diese gesamte Handlungsentwicklung eher aufgesetzt. Tom als halbwegs erwachsener Großstädter sollte schon verstehen, warum seine Mutter keine andere Chance hatte, an schnelle so 6000 Pfund zu kommen und dass nicht zur «Hure» geworden ist, sondern sich für ihn an die Arbeit gemacht hat. getan hat. Ebenso vorhersehbar ist dann, dass ausgerechnet Toms Frau Sarah, zuvor stets zickig gegenüber Maggie, sich plötzlich als verständnisvoll erweist, bevor es dann in Richtung eines vorsichtigen, monochromen Happy Ends geht.

Das Problem des Films ist die Story, die zu keinem Moment unvorhersehbar, originell oder überraschend ist. Die spießige Reaktion von Maggies Umwelt, ihr Aufstieg zu «Ruhm», die an zig französische 70er-Jahre-Filme gemahnende Beziehung zwischen ihr und Miki… been there, done that, bought the T-Shirt. Was etwas schade ist, denn die Regie ist einfühlsam, die Besetzung mit Ausnahmen gut, die Stimmung von Musik und Kameraarbeit wunderbar zurückhaltend und die Leistung von Marianne Faithfull als verschlissen-knautschiges Hausmütterchen, das sich mit Tupperdose und Blümchenkittel an die neue Arbeitsstelle begibt, ist großartig. Faithfull leistet eine wunderbare Balance zwischen Müdigkeit und Resignation, innerer Lebensfreude und Schönheit der vom Leben gebeutelten Maggie. Faithfull wirkt über weite Strecken einfach authentisch und rettet so den an sich weitgehend etwas erschlafften Film. Irina Palm steht und fällt mit der liebenswerten Naivität dieser altgewordenen Anti-Amélie, mit der Stoik von Maggie, an der der Dreck von Soho scheinbar abperlt, der sich so tief in das Yves-Montand-Gesicht von Miki Manojlovic eingegraben hat. Faithful, Manojlovic und Gryllus machen den Film sehenswert, sofern man mit den beiden voller Sympathie fest zugedrückten Augen, die man für die Handlung einfach braucht, überhaupt etwas erkennen kann… ;-)

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STILL BLUE….

.. wow, die ersten Leute fragen besorgt an, ob ich krank bin, weil nichts im Blog passiert.

Es ist nur so, dass ich immer noch im Rechnerwahn bin. Nicht nur muss ein neuer Rechner im Büro komplett eingerichtet werden, sondern Mari hat seine Maschine gekillt und zeitgleich ich Probleme mit der großen Workstation, die nicht nur weiter aufgerüstet wird (nächste Woche), sondern bei der ich auch einen Ersatz für Ghost installiert habe, um endlich ein Sicherheiits-Image der Systemplatte zu haben. Ghost will ja nicht unter Vista64, die Helpline war keine Hilfe… also habe ich mir Acronis True Image 10 gekauft. Das hätte ich mal sein lassen sollen.

Nur hat dieses Tool, das für die Sicherheit des Rechner sorgen soll, auch in der aktuellsten Version leider den Bootmanager von Vista64 zerschossen. Weil es mit dem RAID10-SCSI-Verbund einfach überfordert ist. Acronis läuft super auf nicht-RAID-Systemen und einfachen Raids, aber mit dem Adaptec-System von mir war es wohl gestresst. Und zwar immer und immer wieder, sobald man irgendwas damit gemacht hat, war die winload.exe zerstört. Donnerstag und Freitag standen insofern völlig im Zeichen des gemeinsam verzweifelt vor dem Rechner knien. Inzwischen läuft es (vorerst) wieder, mal sehen, was das Wochenende bringt. Ich mach keinen Hehl draus.. nachdem ich jahrelang sehr sehr happy mit Windows war, treibt mich Vista wirklich ganz massiv Apple in die Arme. Wobei ich denke, OSX wäre auch überfordert mit dem, was ich hier anstelle :-D.

Dabei habe ich aber eine Menge netter Sachen entdeckt. Vorweg empfehle ich schon einmal die Plus-Version Stardocks ObjectDock. Die Freeware-Version ist schon nett, die Plus-Version, auch wenn unter Vista64 einige Features (Systemtray und Start-Button) noch nicht supported sind, gehört zu den besten Docks am Markt, in den Features dem normalen OSX-Dock weit voraus.

Zum anderen noch eine Apple-fizierung. Die Yahoo Widgets stellen die ja doch eher müde Windows-Sidebar mit Abstand in den Schatten und sehen, vor allem zusammen mit dem Aero-Look, wirklich solide aus. Schön schwarz. Eigentlich perfide, dass man inzwichen bereit ist, RAM für solche Spielereien draufzugeben, vor ein paar Jahren noch undenkbar. Mir fehlen ein paar Applikationen und vor allem sind sie – wie alle Widgets – nicht ausreichend individualisierbar, aber das sind erstmals die ersten Widgets (abgesehen von Avedesk), die den Desktop echt aufwerten.

Und noch eine Apple-Technik: Switcher ist ein brauchbarer und ausgezeichnet konfigurierbarer Exposé-Clone, der richtig eingestellt nicht ruckelt, gut ausschaut und mit 0,1 ms extrem schnell einstellbar ist und unter Aero bestens funktioniert.

CS3 ist inzwischen installiert und läuft. Dazu später ein paar Worte mehr.
Vor allem dabei etwas zum Indesign-CS3-Bug mit dem Skalieren via Tastatur. Da hat Adobe zwischen CS2 und CS3 leider die komplette Logik geändert, was desaströs ist. Aber wie gut, dass Marian Java-Fu kann…

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CS3 und Vista

… auf der Habenseite läuft CS3 aber ziemlich muckenfrei unter Vista64 bisher. Auch Bugs, die CS2 noch sehr deutlich hatte, wie etwa die Probleme mit der Einrichtung des virtuellen Druckers (bei 64bit ist immer noch ein Trick nötig, um den richtigen Treiber zu installieren…) und die Abstürze, wenn AcrobatDistiller kein Fenster für die Dateinamensvergabe unter Vista öffnen konnte, sind gefixt. Alle Programme verhalten sich soweit recht stabil und starten fixer als die CS2-Vorläufer. Die neuen Features von IndesignCS3 sind mit Gold übrigens nicht auszuwiegen :-D. Etwas seltsam ist aber, dass das Skalieren via Tastatur in 3 völlig anders läuft als in 2. In 3 wird nur der Rahmen skaliert, in 2 waren es Rahmen UND Inhalt… was etwas nutzbringender war, ehrlich gesagt.

Immer noch problematisch unter Vista:

Ghost läuft nicht, d.h. ich habe keine absolute Systemspiegelung.
QuatoColor läuft nicht, d.h. der Bildschirm ist nicht wirklich hardwarekalibrierbar.
einige Plug-Ins und Tools laufen nur im Kompatibilitätsmodus WinXP oder ohne Aero-Look.

Lässt sich insgesamt sicher mit Leben, aber insgesamt fühlt sich Vista eher wie ein Rückschritt an. Zu Out-of-the-Box gedacht, zu sehr an Apples entnervender stumpfer «Benutzerfreundlichkeit» orientiert, die den User zum Kleinkind degradiert, zu wenig flexibel, zu aufgebläht. Höflich gesagt ist Vista wie kein Windows zuvor am Designer orientiert. Die Umwege, die man gehen muss, um Type-1-Schriften zum laufen zu kriegen, die Wartezeit auf ein richtig unterstütztes CS… das ist ziemlich inakzeptabel. Momentan kann ich nur sagen: wenn ich nicht viel Geduld habt und bereit seid, 90% eurer Tools neu zu kaufen… don’t do it. Ich denke, das 32-bit-Vista wird größtenteils besser sein, aber Vista 64… autsch. So müssen sich Apple User beim Sprung zu OSX gefühlt haben.

Um die Wahrheit zu sagen, habe ich so viel Stuff nachgekauft in den letzten Wochen, ich hätte wirklich von PC zu Apple wechseln können.

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SYMANTEC BLUES

… wow. Ich meine mal abgesehen davon, dass mir Vista64 wirklich allmählich an die Nerven geht, weil vorn und hinten die Treiber nicht am Start sind, mal abgesehen davon, dass mein geliebtes NortonSystemworks unter Vista64 GAR nicht läuft… muss es sein, dass ich an der Installation von zwei Symantec Tools (Ghost und 360) einen ganzen Tag sitze? Weil 360 zwar läuft, Ghost aber nicht? Und ich dann alles deinstallieren und wieder installieren darf und wieder und wieder. Und dann erfahre, dass Ghost meinen RAID beim Restore von CD sowieso nicht erkennen wird? Hallo?

Bisher ließ sich Ghost12 nicht zum Starten bringen, trotz kompletter Deinstallation ALLER Norton-Tools. Wer programmiert so einen Kram? Und wo kriege ich mein Geld zurück?

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