
Naja, ehrlich gesagt, ist das Saisonheft der Bielefelder Philharmoniker schon seit dem 4. Mai weitgehend fertig, wird aber zusammen mit dem Theater gedruckt, das auch diese Woche fertig wird, so daß es am Ende recht entspannt mit den Korrekturen lief. Es gab eigentlich nur noch eine Verschiebung von Bildern, durchaus zum Vorteil des Heftes, die Tilmann mit dem richtigen Feeling eingebracht hat, und ein Vorwort zum Phototeil von mir, das den Bogen von Heft zu Bild schlägt und erklärt warum zur Hölle da so viele seltsame Photos erscheinen. Das ich tatsächlich was schreiben mußte, war ganz nüchtern der Preis dafür, daß ich die vollen 112 Seiten Heft behalten konnte – und diesen Tausch mache ich gerne, weil ich mich nicht von einem einzigen Bild hätte freiwillig trennen können. Jedesmal, wenn Tilmann laut überlegte, die Seitenzahl von 112 auf 96 zu kürzen, wurde ich ganz bockig. Und weil er ein Traum-Partner ist, hat er einen Kompromiß gefunden, der uns beide glücklich macht, weil er wirklich gut ist… sehr viel besser als meine Initialidee, wie ich finde. Das Heft ist einfach wunderbar geworden – und das kann ich sagen, denn es ist der Verdienst der mutigen Philharmoniker und der phantastischen Photos von Sannah Kvist, denn wahrnehmbares «Design» findet so gut wie gar nicht statt, wir haben ja sogar die overused FFDIN benutzt, weil wir keine unspektakulärere Schrift gefunden haben (die Apex haben wir probiert, immer noch zu viel Dynamik, selbst die Helvetica war mir nicht stumpf genug. Ich hätte gern die Neutral genommen, die mir als Synthese verschiedener Schriften so schön zum Thema Verbindungen gepasst hätte, sie aber für dieses Projekt leider nicht bekommen… also my beloved DIN.). Wenn man jetzt noch Budget hätte für tolles Papier und eine Veredelung auf dem Cover… it would be perfection. Und so etwas sag ich eher selten. Das Heft ist der wunderbare «Mißbrauch» eines Informationsträgers als Kunstobjekt, eine Miniatur-Ausstellung, ein kleines Geschenk der Philharmoniker an ihre Stadt, die Fortsetzung der kulturellen Bühnenarbeit in das Printmedium. Wie es sein soll. Kein anderes Orchester macht so etwas. (((Und ich bin auch gespannt, was die vielleicht konservativen Geister im Publikum dazu sagen werden – ach, man hätte doch auch Bilder von Geigern und Trompetern zeigen können (nein, konnte man tatsächlich aus Termingründen nicht, sorry.)))) Aber glaubt mir, die anderen Orchester werden anfangen, sie werden anfangen. Tiefen Dank an Tilmann Boettcher und Peter Kuhn und alle anderen Beteiligten. Ob man die Photos mag oder nicht, ist sicher Geschmackssache, wir alle mögen sie sehr, aber die Bielefelder Philharmoniker zeigen hier, daß man mit einem Spielzeitheft sehr viel mehr machen kann als reine Selbstbespiegelung, wie man diese Plattform nutzen und bespielen, damit inszenieren kann. Was da noch alles denkbar wäre…
Gott, hat dieses Heft Spaß gemacht.
Richtige Photos gibt es erst, wenn das Heft gedruckt bei mir ist, aber zur Feier des Tages ein paar schnelle Photos vom Bildschirm.
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Naja, ehrlich gesagt, ist das Saisonheft der Bielefelder Philharmoniker schon seit dem 4. Mai weitgehend fertig, wird aber zusammen mit dem Theater gedruckt, das auch diese Woche fertig wird, so daß es am Ende recht entspannt mit den Korrekturen lief. Es gab eigentlich nur noch eine Verschiebung von Bildern, durchaus zum Vorteil des Heftes, die Tilmann mit dem richtigen Feeling eingebracht hat, und ein Vorwort zum Phototeil von mir, das den Bogen von Heft zu Bild schlägt und erklärt warum zur Hölle da so viele seltsame Photos erscheinen. Das ich tatsächlich was schreiben mußte, war ganz nüchtern der Preis dafür, daß ich die vollen 112 Seiten Heft behalten konnte – und diesen Tausch mache ich gerne, weil ich mich nicht von einem einzigen Bild hätte freiwillig trennen können. Jedesmal, wenn Tilmann laut überlegte, die Seitenzahl von 112 auf 96 zu kürzen, wurde ich ganz bockig. Und weil er ein Traum-Partner ist, hat er einen Kompromiß gefunden, der uns beide glücklich macht, weil er wirklich