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Schwarzgelb

30. April 2006 16:53 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

Sudelbuch 009

Eines Tages verstehe ich vielleicht mal, woher meine seltsame Faszination für Warnschilder aller Art herrührt…

14:09 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.

Kran VI

10:20 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

Sudelbuch 008

Gott, ich habe Die Woche geliebt. Kurz, knackig, nicht zu ernst aber nie wirklich flach, und gerade gegen Ende ihrer Karriere vor dem Untergang von einer grandiosen Dreistigkeit. Immer noch ein Konzept für eine Wochenzeitung, das einzigartig und aus meiner Sicht in der richtigen Lücke zwischen FAZ und Zeit ist. Nur gekauft hat sie anscheinend keiner.

Windows 95… Kinders, wie die Zeit vergeht.

00:53 Uhr. Kategorie Stuff. 3 Antworten.

Blech

29. April 2006 23:16 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

Sudelbuch 007

Karte aus LA. Wie die Screw-Karte hat auch diese Wortlernkarte für Kinder einen seltsamen Subtext, oder? Grandiose Typo, die beiden Karten sind einfach wunderbar in der Gestaltung.

19:23 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.

handlungsreisender

mit fünf vokalen in der hand
durchfährt er die fremde
manchmal sieben
manchmal acht tage die woche
verkauft schwarzes in gläsern
und buchstaben den blinden
besucht die horizontale unschuld
für manche stunden
gelegentlich fenster zu putzen
an hübschen tagen
um die sonne auf seine stimme
scheinen zu lassen
es ist grausam dir die absätze
so von den schuhen zu treten
aber leben macht lieben
und alles ist schön

18:04 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.

Sudelbuch 006

Happy Baby.

09:13 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.

CCTV

08:28 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

LOCH











Das man ein Logo entwirft als Designer, ist ja die eine Sache. Das man aber vor 100 oder 200 Leuten einen Vortrag darüber halten muß, ist schon irgendwie eher seltsam, vor allem ohne Mikrophon. Andreas Siemes von Mocotech hat heute nicht nur seinen 50. Geburtstag gefeiert, sondern auch die Fast-Fertigstellung der neuen Niederlassung seiner Firma. Das großzügige Gebäude in Rheinberg samt gigantischer Werkshalle und sonniger Terasse konnte man ausgiebig bewundern, Cocktails trinken, Salsa hören und nebenbei durfte ich eben auch von Meteoritenkratern, Zahnlücken, schreienden Kindern, Lochkarten, optischen Täuschungen, süßen Entlein und eben Filigranlasern erzählen, um zu begründen warum das neue Logo eigentlich nur aus Löchern besteht :-D. Schöne Party, schöner Vormittag.

00:04 Uhr. Kategorie Arbeit. Keine Antwort.

Sudelbuch 005

Technische Bauanleitungen, Explosionsskizzen: Junk Food für die Augen.

28. April 2006 22:25 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.

BANAL ABER WAHR

Egal, was du machst, versuche immer, der Beste zu sein.
Gehe nie mit der Masse.
Wenn alle rechts gehen, gehe nach links.
Und umgekehrt.

Yves Gijrath

20:14 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.

Sudelbuch 004

19:12 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.

Kran V

13:19 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

Sudelbuch 003

09:10 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.

NEON

06:11 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

AUA AUA AUA

Da hat man eine lustige Idee für ein Logo und muß dann feststellen, daß es diesen Visual schon vor zwei Jahren gab. Ich häte mit der Startbahn Ruhr – neben anderen Entwürfen – gern ein Logo gemacht, daß aus einem Streifen Himmel besteht. Der Himmel aus verschiedenen Positionen des Ruhrgebiets photographiert, jeweils im Stundentakt einen Tag lang, so daß in den Medien immer andere Himmel über dem Ruhrgebiet sichtbar gewesen wäre, jeder Mitarbeiter des Teams hätte sich so seinen Himmel basteln können, die Homepage hätte im Tagesverlauf einen lebendigen Himmel gehabt, die User hätten zwischen verschiedenen Standorten wählen können. Ideen für Fassade und Messestand waren schon fertig. .

Und heute morgen, schön nach der Präsentation, habe ich ein laues Deja vu. Stellt sich heraus (danke Dirk), daß im Saisonheft 2004 der Ruhrtriennale ein offener Himmel auch Keyvisual war. Zwar konzeptionell etwas anders, aber so nahe dran – gedanklich wie regional –, daß ich es lieber hab sein lassen. Das Ruhrtriennale-Heft von oktober design selbst hab ich heute auszugsweise erstmals gesehen, anscheinend hat mein Unterbewußtsein mal irgendwann ein Plakatmotiv mitgenommen.

Immerhin noch rechtzeitig gemerkt. Es sollte eine Ideen-Datenbank geben, damit so was nicht passieren kann :-D

Und wieder ans Reißbrett…

(weiterlesen…)

00:11 Uhr. Kategorie Arbeit. 16 Antworten.

Sudelbuch 002

Ah, ich liebe Bild/Text-Dissonanzen.

27. April 2006 22:45 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.

VOLLE KANNE TASSE

Gibt nix, was man im Netz nicht findet… so also sieht die Tasse von Jürgen Siebert aus, liebe Fontblogleser. Das nenn ich perfektes Productplacement viral marketing.

via the exit

20:42 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.

Kirmes III

18:28 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

SUDELBUCH

Wie ich so in meinem Sudelbuch (den Namen verdankt es einem alten Soziologie-Professor von mir) herumblättere, fällt mir ein, daß man das auch bloggen sollte, wenn ich schon peinlicherweise alte Texte hier einstelle. Mein Sudelbuch ist ein Notizbuch, daß ich 1987 am Venice Beach bei Noteworthy gekauft habe, wunderschönes Ding. Inzwischen von Maren Thomsen mit neuem Inhalt wiederbelebt und aufgearbeitet, war die erste Version von 1997-2002 so eine Art Mix aus Terminkalender, Schmierbuch, Tagebuch, in dem alle Möglichen Memorabilia, Postkarten, Fundstücke und Schnipsel landeten. Die zweite Inkarnation ist leider weniger beklebt, weil man inzwischen offenbar doch sehr viel elektronischer plant, denkt und sammelt. Hier ein PDA, da ein Blog, und das Buch ist nicht mehr das gleiche :-D.

Ich werde also über die Zeit verteilt einfach wahllos einen Berg Photos posten.

Und los mit einer Postkarte aus LA:

14:00 Uhr. Kategorie Stuff. Eine Antwort.

EINFACH ARBEITEN

Ich stelle mehr und mehr fest, daß die Arbeiten sinnvoll sind, die entweder Super-Ich sind, sachlich, puristisch, durchdacht, simpel aber smart. Understatement, wegnehmen. Die skulptural sind, heißt, bei denen du von einem vorhandenen Stein wegnimmst und wegnimmst, bis nur die Essenz übrigbleibt. Was gesagt werden muß. Bis so einfach wirkt, daß es fast niemand mehr als Design warnimmt und es selbstverständlich wirkt. Und doch durch Ruhe wirksam ist. Less. Less. Less.

Oder aber: Malerisch arbeiten, also auf eine Leinwand aufpinseln, nicht wegnehmen, sondern draufschichten. Reines Es, reines Spielen, bis die Farbe dick und zur Textur geworden ist, reich an Bedeutungen, Quellen, Inhalten, Assoziationen, das Unterbewußte, spielerisch und irritierend, so daß man es dann auch kaum erklären, schwer rechtfertigen kann, weil man an die Sprachlosigkeit des Künstlers gegenüber dem eigenen Werk stößt, weil es privat und unbewußt entsteht und nicht erklärt werden kann, sondern in der eigenen Auseinandersetzung des Betrachter vielleicht irgendetwas – auch Unbeabsichtigtes – bedeuten kann. More More More.

Dazwischen entsteht meist nichts Gutes.

13:15 Uhr. Kategorie Arbeit. Keine Antwort.

OPINION

You keep believing the bullshit that you are entitled to your own opinion, when I keep telling you, over and over, that you are only entitled to your informed opinion.

Harlan Ellison

12:00 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.

Fundstück

Auch wenn wir nach der Fertigstellung seiner Homepage leider derzeit nicht mehr viel mit ihm machen, ich liebe Christoph Ingenhoven. Und zwar wegen Statements wie in diesem Fundstück in einem alten Sudelbuch aus der leider eingestellten Wochenzeitung «Die Woche». Hier streiten sich Antje Vollmer und Christoph über das Berliner Schloß, also darüber, was an Stelle des Palastes der Republik mal entstehen sollte. Vollmer gehört zu der Wiederaufbau-Fraktion (interessanterweise, da sie eigentlich – bevor sie als Politikerin quasi offiziell für den Prunkbau votieren mußte, nämlich 10996 im FAz-Magazin – selbst einen Park in Berlin Mitte Unter den Linden anregte), Ingenhoven plädiert dafür, die Sache ruhen zu lassen und erst mal einen Park zu errichten, eine Art Central Park, den die Stadt dringender bräuchte als noch einen Prunkbau. Kurzerhand macht Christoph aus dem Gespräch eine Grundsatzerörterung der Grünen und ihres Verrates an den eigenen Prinzipien, bis Vollmer schließlich die Nerven verliert und dieser Austausch kommt:

Vollmer: Darf ich noch leben?
Ingenhoven: Gerne.

Unbezahlbar.

07:04 Uhr. Kategorie Stuff. 2 Antworten.

Kran IV

06:19 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

statik

blind die blinden zu führen
sind meine finger
vielleicht eine halbe welt entfernt
in sanfteren konturen
zu wühlen
um einen anderen puls zu lieben
du bist nie zu weit von mir
eine halbe welt entfernt

26. April 2006 22:48 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.

KFC I

16:20 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

M

Nochmal etwas Abfall von der Arbeit… ein M von Sean für einen dann doch nicht verwendeten Schriftzug. Solo aber very pretty, wie ich finde.

09:03 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.

Kran III

06:16 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

Tower II

25. April 2006 17:30 Uhr. Kategorie Photos. Eine Antwort.

GOOD NIGHT AND GOOD LUCK

Und noch ein Film, den ich schon vor mehr als einer Woche gesehen habe. Good night and good luck ist ein minimalistischer und nostalgischer Film, ebenso gefüllt vom Rauch ungezählter Zigaretten wie vom Schmelz der Mode und des Feelings einer Zeit, die Drehbuch-Coautor und Regisseur Clooney in seinem zweiten Regiewerk als offenbar untergegangen betrauert. Eine Zeit ohne oberflächliche Political Correctness, eine Zeit der aufgekrempelten Ärmel, der klassischen Männerfreundschaft.

In grandios theatralischen Schwarzweißbildern von Robert Elsvit erzählt der Film die Geschichte des Moderators Edward R. Murrow, der atemberaubend, mit dieser fast autistischen Zeitlupen-Intensität des frühen deNiros, von David Strathairn absolut oskarreif gespielt wird. Ein starrer, irgendwie stolzer, Kerl von einem Prinzipienreiter, der in seiner Polit-Sendung See it Now in den frühen 50s gegen die Übergriffe des legendären US-Senators Joe McCarthy ankämpft. Eine Story, deren Background den meisten Deutschen fremd sein dürfte, die in den USA aber zum Mahnmahl eines im Namen des Antikommunismus fast faschistoid vorgehenden Staates, der auf Rufmord, falsche Beweise, Erpressung und Denunziation setzte und zahllose Menschen, darunter auch viele «linke» Kreative aus den verschiedensten Bereichen, um Karriere und Leben brachte. Die McCarthy-Ära gilt bis heute als eine schwarze Zeit für Amerika. Der Black-and-White-Kunstgriff erlaubt Clooney nicht nur eine glaubhafte Zeitreise, sondern ermöglicht auch die nahtlose Einbringung von Original-Bildmaterial aus jener Zeit, so daß sich eine Art kleines Kammerspiel auftut, daß die Tragödie jener Zeit fast beiläufig, nüchtern erzählt, so daß der Selbstmord von Don Hollenbeck (gespielt von Laura Palmers Vater Ray Wise, der hier beängstigend nach Jonah J. Jameson aussieht), fast störend wirkt und entsprechend aus der Ferne betrachtet wird. Was gut zu dem ruhigen, dokumentarischen Feel des Filmes paßt, in dem das Leben Murrows hgänzlich ausgeblendet bleibt, nur die Funkion wichtig ist.
Es ist ein seltsam unemotionaler, kühler Film, ein Film wie für den Protagonist gemacht, den Strathairn mit steinernem Mienenspiel gibt, während die Kamera auf ihm draufbleibt, wenn er off air ist, wenn die Fassade bröckelt, wenn die Angst und die Leere kommen. Murrow und sein Team spielen mit dem Feuer, es geht um die persönliche Karriere, um den Sender an sich, um Freundschaften, die auf dem Spiel stehen. Und, auf der anderen Seite, ums Prinzip, um die Moral, um den Ethos, für den Ed Murrow nahezu alles aufs Spiel setzt, um am Ende einen schalen hohlen Sieg davonzutragen.

Es ist ein Film mit einer klaren Botschaft, die Clooney in die post-9/11-Zeit sendet: Das Individuum hat die Pflicht, dem Staat zu mißtrauen, die Presse hat die Pflicht, zu hinterfragen und die Wahrheit zu sagen. Mach dich nicht eins mit dem Staat. Laß dich nicht einspannen. Werde nicht zum Komparsen eines Systems, zum Einluller, zum Barbiturat einer Nation. Es ist eine kaum vermantelte Warnung an die zur Zeit des Afghanistan- und Irakkriegs freiwillig gegeißelte Epoche des «Embedded Journalism», der wehenden Fahnen, der TV-reifen Dramatisierung von Fakten, in der für Recherche, unangenehme Wahrheiten und klare Positionen kein Raum mehr ist. Die Warnung, die Murrow gegen Ende des Films ausspricht, ist längst unsere Realität.

Zugleich, dezenter, erzählt der Film wehmütig von einer anderen Zeit. Nirgends wird dies deutlicher als in dem Raum der durch alle Bilder wabert. In der Liebe zur Mechanik in den Bildern, zu einer einfacheren Technologie der 50er, die entschleunigend einherging mit einer tieferen Auseinandersetzung mit den Dingen. Fast unterschwellig wird klar, wieviel die gutmeinende – und insofern oft in den USA eher vom linksliberalen Lager kommende – Entpolitisierung, «Feminisierung» des Alltags zusammen mit einem generellen rend zur Beschleunigung, am Ende eine Oberflächliche und ärmere Welt erzeugt. Eine weichere, weniger reflektierte Welt, in der Ego und Super-Ego längst verloren haben, in der die Britneys und die Brads wichtiger sind als die Politik und die Wahrheit, in der Philosophie und Politik tot sind zugunsten von Technicolor. Das Eindringen dieser faden Welt zeichnet sich im Film bereits in den Entertainment-Interviews ab, die Murrow widerwillig und gelangweilt führt, die das Einsickern des Weichspülers in das echte Leben verkörpern, der jeden Diskurs, jede Diskussion langsam und klebrig auslöscht. Und den die Sponsoren des Senders, die Industrie, deutlich mehr mag als Murrows nüchterne schwierige und aneckende Nachrichten. Clooney läßt zudem wenig Zweifel daran, daß die Zeit damals maskuliner war. Es gibt nur wenig Frauen in dem Film und selbst die sind tough cookies. Aber hauptsächlich erzählt der Film von Männerfreundschaft, von unausgesprochenen Bündnissen, von Treue und Ehre. Hier sind die Männer noch diejenigen, die das Fernsehen machen und präsentieren (während heute die meisten Nachrichten und journalistischen Sendungen in Frauenhand sind), in der die nörgelnde Ehefrau, die den Mann bittet, seine stinkenden Zigaretten auszumachen, nicht zur gesetzgeberischen Kraft geworden ist und die Jungs noch rauchen und trinken konnten, wie sie wollten. Es ist ein Film, ob richtig oder falsch, der den Untergang des Machismo lamentiert. Der Film ist insofern ein Heldenepos, aber weniger das Murrows, mehr die epische Wiederauferstehung einer versunkenen Medienepoche, bis hin zum Zitat der minimalistischen Bildsprache jener Zeit.
Good night and good luck ist also vor allem ein Abgesang, weniger eine Warnung. Mehr ein persönlicher, weniger ein politischer Schlüsselfilm. Unter dem offensichtlichen Subtext 9/11 steckt die tiefere Trauer um eine im bunten Weichspüler verlorene Ernsthaftigkeit, auch eine verlorene maskuline Dominanz, die Sehnsucht nach einer kälteren, rationaleren, härteren Welt, die zugleich langsamer und schneller ist, auf jeden Fall aber intensiver. Eine Sehnsucht, die man ein Stück weit – zumindest nur ein Stück weit – verstehen kann, wenn man Brandt und Adenauer mit Merkel und Beck vergleicht.

Unterm Strich ein sehr auf vielen Ebenen persönlicher, kleiner Film, ein weiteres Mosaiksteinchen auf Clooney persönlichem Weg nach Damaskus, vom Serienmimen zum ernsthaften Künstler, der als Schauspieler, Regisseur und Produzent (Section Eight, das Brainchild von Clooney und Soderbergh hat Good Night natürlich produziert) in der Bedürfnispyramide soweit oben angekommen ist, daß er sich leisten kann, zu sagen, was er will. Es sei ihm gegönnt, daß er diese Chance noch ein Weilchen länger hat. Denn nach Confessions of a dangerous mind zeigt sich Clooney hier wieder als überraschend hervorragender Regisseur, der es schafft, einen unterhaltsame Plot um mehrere Schichten Subtext zu bereichern und diese Melange dann in wunderbare Bilder umzusetzen. Mehr davon.

07:29 Uhr. Kategorie Film. 2 Antworten.

Kirmes II

00:19 Uhr. Kategorie Photos. 5 Antworten.

Fisch

24. April 2006 18:06 Uhr. Kategorie Photos. 7 Antworten.

in der rennbahn

ein freund von mir
durchstreift die stadt
wie ein hund die rennbahn
und sucht nach liebe
ich selbst renne ihm
belustigt hinterher
und streiche über meine augenbrauen
wie man das so tut
er küßt einer flurfrau
auf den staubigen mund
und hastet schon weiter
ich lächele mit den augenbrauen
nie mit dem mund
es gibt keinen grund hier zu grinsen
und sehe wie die flurfrau
unbekümmert seinen kuss
von ihren lippen wischt
wobei ich nun natürlich
meinen freund aus den augen
verloren habe
ein wenig traurig
krame ich nach ihm
in den taschen der stadt
wie nach einem gedanken
den ich einmal an besseren tagen
im schnee verlor
und nach dem frühling nicht wiederfand
den nachmittag
höre ich sein lachen
von einem spielplatz her
ich sehe ihn in den letzten
sonnenstrahlen des tages
als ich ihn endlich finde
wie er mit einem kind spielt
das lachend auf dem rücken liegt
wie eine verspielte schildkröte
für kurze momente sehen sie aus
wie vater und sohn
bis eine fette syphilis heranrennt
in ihrem flanellgrau erinnert sie mich
an meine alte schulmeisterin
mit ihrem säuerlichen duft
erhascht den sohn und trennt ihn
von dem vater der keiner ist
wie schulmeisterinnen das nun mal
so an sich haben
mit schreiender kehle
und fuchtelnden armen
vertreibt sie uns
als wären wir nur träge fliegen
auf dem leichnam ihres kindes
syphillis und ihr sohn entschwinden
und ihre schatten sind lang
und schwarz im abenddämmern
mein freund sitzt immer noch
im sandkasten
und blickt ihnen beiden lange nach
bis sie am horizont verdampfen
er schaufelt sand in seine hände
und läßt ihn durch die finger rinnen
er sieht mich an
»ich werde niemals liebe finden!«
und weil er mein freund ist
umarme ich ihn
so sitzen wir bis in den kühlen abend
er lauscht dem wind
den ich nie zuvor so kalt und hell
gehört habe

14:06 Uhr. Kategorie Leben. Keine Antwort.

Carina

23. April 2006 21:18 Uhr. Kategorie Photos. 10 Antworten.

Strom II

14:07 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

Nightscribbles III

Und noch ein Schwung. Nur leider gehen mir leider die gut bearbeitbaren Bilder aus, man merkt es schon bei diesem Batch…






04:55 Uhr. Kategorie Arbeit. 2 Antworten.

INSIDE MAN

Man merkt wirklich, daß man gut zu tun hat, wenn man erst gut eine Woche später dazu kommt, einen Film zu besprechen.

Inside Man ist sicher Spike Lees bisher kommerziellster Film (vielleicht auch, weil er den Job von Ron Howard geerbt hat?), ähnlich wie Oceans 11 (und 12) Steven Soderberghs wohl kommerziellste Filme sind. Nicht zuletzt drängt sich dieser Vergleich auf, weil beide eine Art Rififi-Plot vom «perfekten» Verbrechen aufweisen, ebenso Plotlöcher, durch die man einen Truck fahren könnte, stark verschwimmende Grenzen zwischen Gut und Böse und vor allem Stars, Stars, Stars.

Inside Man fährt mit Denzel Washington, Jodie Foster, Clive Owen und Willem Dafoe ein gutes Stück Hollywoods A-Liga auf, und dennoch ist der eigentliche Haupdarsteller des Films New York. Spike Lee beginnt den Film bereits mit einer genüßlichen Kamerafahrt durch die Stadt, unterlegt mit Bollywood-Muzak, und bestückt seinen Film großzügig mit der multiethnischen Bevölkerung New Yorks, zeigt Amerika – etwa mit dem Querschnitt der Geiseln in der Bank – als Melting Pot verschiedenster Nationalitäten und Gemüter. Die Art wie Lee verschiedene urbane Gruppen aufeinanderprallen läßt, etwa weiße und schwarze Cops, aber auch wenn ein als Geisel freigelassener Sikh von den Polizisten wie ein potentieller arabischer Terrorist be/mißhandelt wird und die ahnungslosen Cops ihm auch noch den Turban abnehmen. Der Sikh hebt zu einer flammenden Rede über den post-9/11-Rassismus in Amerika ab, die Detective Keith Frazier (Denzel Washington) flachwitzelnd abwürgt mit der Bemerkung, daß er aber doch zumindest wohl keine Probleme haben dürfte, ein Taxi zu bekommen.

Ein weiteres wichtiges Stück NY verkörpert die Anwältin/Problemlöserin Madaline White, eine Rolle, die fast so platt angelegt ist, wie der Nachname vermuten läßt. Gespielt von Foster – die bei aller gestylten Frostigkeit einfach doch zu treuherzig blickt für diese Rolle, das wäre sicher eher ein Fall für Sharon Stone gewesen – ist White die Verquickung von Politik und Medien, Korruption und Big Business, Skrupellosigkeit und Glitz. Am Ende des Films sitzt sie mit ihrem Auftraggeber (dem von Christopher Plummer eher routiniert und leider arg durchschaubar gegebenen Bankdirektor – der, wenn ich dem Spiegel glauben darf, an den Kriegsgewinnler und Präsidentengroßvater Prescott Bush angelehnt sein soll, und bei dem von der ersten Sekunde an klar ist, daß er Dreck am Stecken hat, weil er schon so schrecklich nach old money aussieht) am Tisch und da haben wir sie: The Rich and the Beautiful, daß Tom Wolfe seine reine Freude dran hätte, die Schickeria von NY, die Wallstreet. Und dann kommt Frazier und schiebt, wie er hinterher selbst sagt, den Weißen richtig schön tief seinen Fuß in den Hintern.

Wobei Frazier selbst beileibe keine Heldenfigur ist. In fast John-Woo-artiger Manier sind Held und Anti-Held in Inside Man unklar, laufen nicht entlang der üblichen Bahnen. Der Bösewicht ist nicht der Bankräuber, eher der Bankinhaber. Der Cop ist alles andere als ein strahlender Hero. Clive Owens Bankräuber ist smart, sexy und charmant und schon rein optisch eigentlich eher der moderne Heros, Cop Frazier hingegen wirkt eitel, notgeil («Big Willy und die Zwillinge»), korrupt (ich bin übrigens immer noch der Meinung, daß er am Ende des Films den MDA III einer Geisel gestohlen hat), er ist dem Ernst der Situation nicht annähernd gewachsen (er witzelt beispielsweise nahezu ununterbrochen, während um ihn herum ein Geiseldrama abläuft und Menschen in Lebensgefahr sind, er verliert beim ersten Kontakt mit dem Geiselnehmer die Nerven und wirkt auch hier, als habe er seinen Verhandlungsstil nicht aus der Polizeischule, sondern aus den Beverly-Hills-Cop-Filmen von Eddie Murphy … und wenn er gerade keine Witze reißt, kalkuliert er, wie dieser spezielle Job seiner Karriere behilflich sein kann.) Entgegen den üblichen Hollywood-Moralfilmen wandelt sich Frazier vor allem nicht im Laufe des Films. Er wächst nicht an seiner Aufgabe. Er bleibt ein Geck mit Hut, er bleibt korrupt – wenn es auch die Korruption des kleinen Mannes in einer viel größeren korrupten Welt ist – und am Ende ist er trotzdem der Gewinner, kriegt das Mädchen, kriegt das Geld, kriegt die Beförderung. Und zwar ausgerechnet dank seines Gegenspielers, dem Bankräuber Russell.

Um diese Themen herum strickt Lee routiniert einen schnellen, wohlgelaunten Film, der zwar ein paar Längen und logische Mängel aufweist, die aber die Spielfreude der Besetzung auffängt – auch hier also eine Verwandschaft zu Oceans 11/12. Ein purer Blockbuster ist dabei nicht wirklich herausgekommen, Spike Lee fährt sehr viel glücklicher als Namensvetter Ang beim Hulk, zeigt souverän, daß ihm der Spagat zwischen mordernem Black Cinema und «normalem» Unterhaltungsfilm traumwandlerisch gelingt. Schnell und reibungslos kommt er zum Kern des Plots, um so mehr Zeit zu haben für ästhetische und erzählerische Extratouren, wie etwa die in den Handlungsverlauf bereits vorgreifend eingeschnittenen Vernehmungen der Geiseln, die ein schönes Spannungsmoment liefern, oder eben die ungezählten kleinen anekdotischen Details, die selbst seinen kleineren Figuren Tiefe verleihen. Es ist vielleicht kein Zufall, daß ausgerechnet Foster und Plummer die klischeehaftesten (weißen) Cookie-Cutter-Figuren sind, vielleicht kein Zufall, daß die Geiseln an die gefangenen Taliban auf Kuba erinnern, vielleicht kein Zufall, daß Lee hier über das multiethnische New York, das geldgeile und geschichtslose New York erzählt. Es ist ein politischer Film im Gewande des Kommerzkinos, eine mitunter hochsubversive Sache, ein Wolf im Schafspelz. Unterm Strich ist Inside Man Entertainment mit hochbrisantem Subtext, Zuckerwatte mit Cyanidkern. Und allein dafür ein Kinoticket wert.

00:16 Uhr. Kategorie Film. Keine Antwort.

Oder

22. April 2006 23:36 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

IKEA

Ich hab ganz vergessen, wieviel Spaß Ikea macht, wenn man nicht gezielt etwas sucht, sondern einfach nur aus Spaß einkauft. Obwohl der Laden nach wie vor brutal bei anderen Firmen das Design klaut, machen die selbstentworfenen Sachen, die kleinen Details in der Produktion und das erschreckende Preis/Leistungsverhältnis einfach Spaß. Außerdem kauf ich da gern ein, weil so viele Paare und Leute mit Kindern da sind, die sich oft gerade ihre erste Bude einrichten und einfach gut drauf sind und Spaß haben…

23:34 Uhr. Kategorie Leben. Keine Antwort.

Uhhhh…

Es gibt schon so Tage, da fragt man sich, ob Comic-Book-Leser nicht doch etwas strange sind…

via All the Rage

11:39 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.

KINDER KEGELN KARREN

Gestern beim Spazierengehen entdeckt: ein leicht psychedelisches Warnschild, daß die Autofahrer vor rabiaten Kindern warnt, die mit Autos werfen. Oder bewerfen sie die Autofahrer mit Bällen? Jedenfalls Pariser Vorort-Verhältnisse…

08:38 Uhr. Kategorie Stuff. 2 Antworten.

Fritten

08:23 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

die pest

wir hatten die pest
der regen erfrischend und die insel einsam
ich lächele durch die zähne
aber meine finger quellen auf
sie riechen es aber sie sagen nichts
der tag bleibt also normal
sieht man von dem blutigen speichel ab
der sich im waschbecken sammelt
abends beugt sie sich übers klo und kotzt
daß es ihr fast die gedärme rausreißt
und die schüssel ist burgunderfarben vom blut
die piraten drüben winken uns fröhlich zu
wir haben die pest
wir streichen die tage grün an die hoffnung
gestern habe ich sie wieder kniend
vor der toilettenschüssel gefunden
wie sie heult und betet
und ich wollte sie windelweich prügeln
aber sie ist alles was ich habe
so etwas vergißt man leicht
am strand suchen die piraten nach gold
aber die schwarzen punkte an meinen händen
zeigen wohl keine schätze
und sie heult schon wieder
ich schreie ich liebe sie – aber sie heult nur
also gehe ich raus bevor ich sie schlage
wie kann ich sie lieben wenn sie heult?
wir verlieren wir haben die pest
dann wieder spiele ich klavier
aber meine hände sind fleckig
die spiegel haben wir verhängt
eitelkeit im angesicht des todes
ist menschliche tugend
nachts wenn sie schläft
betrachte ich den gelben mond
er weiß wir haben die pest
dann heule ich und bete so leise
daß sie es nicht hört
sie steht morgens nicht mehr auf
und ihre wangen sind kalt wie wachs im dunkeln
ich bin jetzt allein mit den stunden
und gehe nackt durch die wohnung
die sie hinterließ
dann spucke ich blut auf die morschen teppiche
und winke selbstvergessen den piraten zu
ich versuche den mund wieder
über einmal gesagte lügen zu stülpen
aber es ist schwer
ich bin schwach und es ist kalt und dunkel
die piraten rufen mir aus der ferne zu
du hast die pest bursche du hast die pest
mit einem eleganten bogen
verschwindet die sonne jetzt
ich habe die pest
dann lege ich mich neben ihren kalten körper
und küsse sie
berühre ihre rauhe haut streiche über die flecken
zeit zu schlafen
und wenn es nur nicht so kalt wäre

08:17 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.

Kran II

21. April 2006 16:54 Uhr. Kategorie Photos. 2 Antworten.

FFFFFFFFFUCKFUCKFUCKFUCKFUCKFUCK

ich stelle wirklich fest, daß mein persönliches Befinden derzeit, wenn man in so vielen Projekten steckt, sehr weit von Entscheidungen meiner Klienten abhängt, zumal ja privat alles prima ist. Up- und Downtage sind somit momentan irgendwie stark fremdbestimmt, was für mich und meine Umwelt wirklich anstrengend sein kann, weil ich nahtlos von happygolucky zu sterbenderschwan wechseln kann. So war gestern ein guter Tag, weil an zwei Baustellen einigermaßen positive Signale kamen, heute ist ein black day, weil es direkt in der ersten eMail, die ich lese, eine wirklich schlimme Entscheidung gibt, die am Telefon bestätigt wird und damit den ganzen Tag für mich von vorneherein absolut killt. Vielleicht sollte ich doch noch Bademeister oder so etwas werden. Oder zumindest auch anfangen, meine guten oder schlechten Tage von Autofarben abhängig zu machen. Als Designer nehme ich meine Arbeit anscheinend zu ernst.

11:02 Uhr. Kategorie Leben. Keine Antwort.

LIVE DRIVE

Wie ich ja öfter angedeutet habe, liegt die mittelfristige Zukunft wahrscheinlich darin, daß wir alle unsere Daten – Musik, Filme, Bilder, Texte – online speichern und mit Broadband direkt auf verschiedene relativ schlanke und insofern auch mobile devices herunterladen werden, sei es Fernseher, Hifi-Satelliten, Cellphone, Auto und und und. Man hätte so seine persönlichen Daten im Grunde global überall und jederzeit in Echtzeit verfügbar, als Stream sozusagen. Mit Ausnahme von echten Arbeitsstationen, im Grafik-, Audio- oder Filmbereich etwa, wären herkömmliche Rechner damit fast so etwas wie Dinosaurier, vom Aussterben bedroht, während Technologien wie UMTS Broadband (noch besser: stadtweite WLAN-Netze), serverbasierte Datenspeicherung und RFID im Grunde nahezu jedes nur denkbare Gerät internettauglich machen würde. DVD-Player, herkömmliche CD-Spieler, herkömmliche Fernseher, herkömmliche Laptops und PDAs und Handys würden verschwinden, wir hätten kleinste mobile Universalgeräte.
Microsoft macht jetzt den ersten Schritt, unter dem denkbar uninspirierten Namen Live Drive, zu solchen Serverfarmen. Vielleicht nicht wirklich die Firma, der die meisten Leute ihre Daten anvertrauen werden.

Denn der Schritt von local zu remote Datenverwaltung ist eine Vertrauenssache. Hier wird sich entscheiden, ob der User über seine Daten verfügt oder die Industrie. DRM und microsofteigene Spyware lassen da nichts Gutes ahnen (nicht daß Apple besser wäre, die iTunes-Songs sind auch alle mit seltsamen Digital Rights Management ausgestattet). Auch der Umgang mit internationalen Copyrights wird da spannend werden, schließlich lassen sich für solche Online-Drives wahrscheinlich sehr schnell kreative illegale Verwendungen finden.

Richtig technologisch aufregend ist das Ganze eigentlich nicht, da man sich ja ohne weitere inzwischen auch so einige GB als Server leisten kann (es ist eher so, daß der Zugriff mobil noch zu langsam ist, das wireless internet muß viel schneller werden), und es gibt ja auch berewits ungezählte Anbieter von Onlinemöglichkeiten, Bilder und andere Daten zu hinterlegen… ausschlaggebend wäre also vielmehr die Frage, ob es Gates und Co gelingt, die Technik massentauglich zu bekommen. Schließlich gab es MP3 und auch kleine tragbare MP3-Player schon lange vor dem iPod, aber erst die Marketingpower von Apple hat die Sache breitenkompatibel gemacht.

08:46 Uhr. Kategorie Technik. Keine Antwort.

NIGHTSCRIBBLES II

Ein bisserl was Neues von mir und wirklich ganz großartiger Stuff von Séan Nagel…






08:28 Uhr. Kategorie Arbeit. 8 Antworten.

FOLIE


Auf dem Blog von Raf und Co wird fleißig ersticken gespielt

20. April 2006 23:33 Uhr. Kategorie Stuff. 2 Antworten.

TOWER

20:48 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

ABFALLPRODUKT

Kleines Überbleibsel von der Arbeit heute…

17:10 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.

Cold April

ist wie ein herbstraum
fensterlos kühl ohne bilder
ohne spinnweben in den ecken
cold april
hat sie an die wand gesprüht
draußen war noch eis auf der pfütze
in der jetzt die hunde spielen
schnee tanzt in der luft wie
kalter puls
fürchtet den boden
weiß und kühl
ohne spinnweben in den ecken
frostiger einsamer frühlingstraum
cold april
aber
keine not
in ihrer umarmung

12:13 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.

Reiher


07:34 Uhr. Kategorie Photos. 4 Antworten.

BASE

Fazit nach dem ersten Tag:
Superschneller Service vom Start weg. Karte mittags freigeschaltet, zeitgleich die Wunschnummer erhalten, einige Minuten später per Fax die Zugangseinstellungen für GPRS für mein PDA. Ohne große Fummelei und ohne Probleme sind SMS, Mailbox und Webzugang eingerichtet.

Wo ich schon mal dabei bin, installiere ich ein paar empfehlenswerte Tools wie spb Full Screen Keyboard, spb Pocket Plus und spb Imagineer auf dem PDA; außerdem einen CPU-Overclocker für Handhelds und den File Commander, eine Art Norton-Clone. Aber das alles hat mit Base schon gar nichts mehr zu tun, sondenr eher damit, daß sich durch die Flatrate und die Web-Flatrate der Status des PDA noch einmal ändern wird, weil er jetzt wirklich mobile Schaltzentrale wird, jedenfalls mehr als vorher. Vielleicht sollte ich mir auch mal ein akzeptableres Bluetooth zulegen :-D

GPRS ist – gemessen an 16 Mbit DSL – vergleichweise langsam – auch wenn Broadband UMTS ja bereits zeigt, wo es langfrsitig hingehen wird – und natürlich ist ein PDA-Screen nicht wirklich der wahre Hit beim Surfen, aber beides ist erträglich und es ist einfach nett zu wissen, daß man überall und jederzeit einfach draufloswebben kann. Ein Schritt näher zu Google at your fingertips. Als ich mich aufrege, daß man die GPRS-Verbindung am Qtek nur mit einem Trick beendet kriegt (indem man länger die rote Aufhängen-Taste gedrückt halten), meint Steffi: Na, ist doch jetzt eh egal. Und sie hat Recht: die mobile Online-Flatrate ist in etwa so ein bedeutsamer Durchbruch wie seinerzeit im die Flatrate im Festnetz. Wer erinnert sich heute denn noch daran, die Minuten gezählt zu haben, bei den quälend langsamen Downloads? Inzwischen ist das egal, dank schnellerer Anbindung und Flatrate.. und mobil wird es bald genau so sein:)

Unterm Strich: Perfekt bisher. Sehr netter lokaler Service, und keinerlei Mängel am ersten Tag. Mal sehen, wie es weitergeht.

00:18 Uhr. Kategorie Leben. Keine Antwort.

Tonnen

19. April 2006 18:54 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

NEUE NUMMER

So, die neue Handy-Nummer ist da, schneller Service vom Base-Laden hier in Essen.
Und die ist im Grunde die Festnetznummer:
0177 9 766569
Festnetz ist ja:
0201 766569

Kann man sich ja merken :-D

09:55 Uhr. Kategorie Technik. Keine Antwort.

BASE

Okay, da mir Vodaphone seit einer Tarifumstellung vor einigen Monaten zwar nominell nur 10 Euro im Monat abnimmt, ich realiter aber immer öfter bei 50 bis sogar 150 Euro ankomme, bin ich gestern zu dem E-Plus-Flatrateanbieter Base gewechselt. Und zwar mit der Phone- als auch mit der Online-Flatrate. Die Beratung war mir persönlich etwas zu sehr in irgendwelchen Seminaren geschult (glauben die Anbieter eigentlich wirklich, wir Kunden wollen das?), aber freundlich und kompetent, wobei ich im Grunde alle wichtigen Fakten aber ohnehin schon kannte. Die Laufzeit von 24 Monaten macht mich unglücklich und die Handies, die man zur Flatrate dazukriegt, sind zum einen nicht wirklich spürbar preisreduziert und kamen zum anderen für mich vom Leistungsumfang her eh nicht in Frage. Ich glaube, hier muß man warten, bis der Konkurrenzdruck im Flatratebereich größer wird. Man hat die Wahl, Online und Phone auf zwei getrennten Sims zu bekommen (was prima ist, wenn man etwa eine UMTS-Karte im Laptop hat) oder eine integrierte Sim-Card. Letzteres ist für mich mit dem Smartphone die bessere Alternative, denke ich. Die Flatrate umfaßt GPRS und UMTS (meines Wissens leider kein Broadband mit 1,8 Mbit), aber mein Qtek S200 kann bisher nur GPRS. Angeblich soll irgendwann 2007 der S300 erscheinen, der dann auch UMTS kann und auch ansonsten ganz sexy klingt…

Vodaphone läuft noch bis Mai 2007 (diese Laufzeiten sind tödlich, oder?), die alte Nummer hat also noch Bestand bis dahin, aber im grunde werde ich aucf eine neue Mobilnummer umsteigen, mal sehen, ob ich bei Base meine Wunschnummer bekomme, die sich aus der Festnetznummer ableiten würde.
Ich bin gespannt, inweit vor allem die Online-Flatrate sich auswirkt. Man wird sich wohl erst dran gewöhnen müssen, ohne Gedanken an Kosten mit dem PDA zu surfen, auch wenn das mit 260 k noch nicht die nackte Freude sein dürfte. Trotzdem: Arbeit und Mobilität so besser vereinbaren zu können, wäre schon eine gute Sache.

Die Karte soll heute freigeschaltet werden, also: to be continued.

08:12 Uhr. Kategorie Technik. Keine Antwort.

Wurst

07:01 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

transeuropaexpress

gestern
im transeuropaexpreß
saßen wir und tranken tee
aus porzellantäßchen
in deren dekor
blasse elfen tanzten
sprachen ohne belang
nur in der zeit
zigarettenduft und parfüm
und ein augenblick
auf sehnsüchtige landschaften
gestern
saßen wir und tranken tee
im transeuropaexpreß

18. April 2006 16:11 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.

Kran

09:54 Uhr. Kategorie Photos. Eine Antwort.

Nightscribbles…







Florale Elemente und Blendenflecken… die beiden großen Tabus im Grafikdesign. Hehehe…

03:59 Uhr. Kategorie Arbeit. 7 Antworten.

Kirmes

00:49 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

Medienwelt…

Ich habe heute beim Suchen nach alten Bildern eine Semesterarbeit im Rahmen der Veranstaltung »Alltäglicher Umgang mit Medien« von Barbara Mettler-von Meibom an meiner alten Uni GHS Essen gefunden. Der Text ist recht präzise zehn Jahre alt, von Februar 1996. Nicht geschrieben, sondern damals diktiert, ganz rush of the moment. Ist also nicht wirklich akut, klingt aber immer noch nach mir. Seltsame Momentaufnahme, seltsamer Flashback. Manches hat sich total, manches nicht allzusehr geändert. Seltsam, manchmal etwas peinlich, sich selbst so wieder zu begegnen. Aber/Und warum eigentlich nicht ins Blog damit? Passenderweise beginne ich schon damals mit dem…

nachwort

Dies ist mit Sicherheit die seltsamste Arbeit, die ich je geschrieben habe, angefangen mit der Tatsache, daß ich sie nicht geschrieben, sondern auf zwei Bänder diktiert, meiner Mutter zum Schreiben gegeben und seitdem nicht mehr gelesen habe, weil nur so ein unreflektierter, weitgehend offener Stil möglich war. Eine Arbeit ohne Zitate, ohne Quellen, ohne Fremdworte, ohne Bandwurmsätze, und vor allem ohne inhaltliche Tiefe. Und wo die Tiefe fehlt, ist die Breite meistens nicht weit, aber im Grunde ist die Darstellung meiner Medienwelt eher durch das Nichtgesagte interessant als durch das gesagte. Wo bleiben die Auskünfte über meinen Umgang mit Sex und Pornographie (beides völlig okay) , über mein Verhältnis zu meiner Mutter (auch gut), über meine Telephongewohnheiten (viel und lang)? Über das Fernsehen habe ich wahrscheinlich zuviel, über Bücher zuwenig gesagt, einfach weil tv kontroverser und Bücher eben Bücher sind. Hier kann nur ein Fragment, eine Momentaufnahme entstehen. Kein tiefgreifender Seelenstriptease, und keine umfassende Analyse meines medialen Er-Lebens, das nächsten Monat oder nächstes Jahr ohnehin wieder ganz aussehen kann.
Oder wie Smudo sagen würde: Ich erzähl’ aus meinem Leben, es kann spannenderes geben.

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17. April 2006 15:54 Uhr. Kategorie Leben. Eine Antwort.

Pandora



Markus Sorger
hat mir Pandora vor einer ganzen Weile empfohlen und nach etwas Herumspielerei damit, gebe ich ihm recht: Die Idee hat Beine und macht einfach Spaß. Pandora basiert auf dem Music Genome Project und stellt eine Art Audiostream dar, mit verschiedenen virtuellen Stationen, die basierend auf einer Band- oder Songvorgabe Vorgabe des Anwender ähnliche Tracks abspielen. Das Ganze hat seine Grenzen, akustisch (nur 128 k, aber Stereo und somit durchaus ausreichend für «Radioqualität») wie technisch (vielmehr lizenztechnisch, Pandora darf gewisse Dinge einfach nicht), ist aber eine ziemlich geniale Sache, wenn man einfach mal eine bestimmte Richtung hören möchte, aber trotzdem überrascht werden will. Wenn man also vielleicht den Flair von Múm braucht, aber einfach nicht die Bands, die man eh schon kennt hören will. Interessante Methode also, um komplett neue Acts kennenzulernen. Und im Zweifelsfall sofort kaufen zu können :-D.

Ich frage mich, welche Funktion herkömmliche Radiosender, deren Playlists gerade mal im dreistelligen Bereich liegen, angesichts von iPod und Streaming-Music aus dem Web, noch innehaben wollen. Die müssen ganz schnell neue Konzepte und Angebote, eine neue Definiton haben, um zu überleben. Den reinen Bügelmucke-Funk kann es nicht mehr lange geben. Ich persönlich halte das Basiskonzept von EinsLive als ultraaktiven Entdecker-Sender vor Ort (also für den «Sektor»), also als sehr inklusives Jugend-Angebot, und das von WDR5 als reinen Kultur/Info-Sender für wegweisend,frage mich aber, was normale Kommerz-Sender machen wollen, die einfach nur Nachrichten und Musik liefern. Die werden sterben. Wenn die Flartrate fürs Handy preiswert und Breitband kommt, sind die doch tot.

Und die Fernsehsender sollten die drei vier Jahre, die ihnen die Technik noch läßt, nutzen, um sich ganz schnell was einfallen zu lassen. Denn die werden das gleiche Problem kriegen, sobald jedes Handy aus dem Web nicht nur Filme und beiträge streamen kann, sondern diese via UPnP an jedes beliebige TV oder Hifi-Gerät senden kann. In den Kinderschuhen geht das schon längt – Nokia bringt gerade ein via Bluetooth als UPnP-gerät nutzbares Handy auf den Markt.

Aber was, liebe TV-Sender, wenn das alles erst einmal ausgereift ist?

14:56 Uhr. Kategorie Technik. Eine Antwort.

Comiclopedia

Hölle, wer macht sich all diese Arbeit? Hier gibt es eine unglaubliche, beängstigend umfassende Übersicht über Comicartists.

14:33 Uhr. Kategorie Design. Keine Antwort.

Hände

14:16 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

SCHMIDTKE IM KOM(M)ÖDCHEN

Der von mir überaus vergötterte Christoph(er) Schmidtke ist im Kom(m)öd(s)chen, Düs(s)eldorf. Seine Witze sind größer als meine Witze. Tickets kosten 20 Euro. Am 20 und 22.

Hingehen, gell?

12:10 Uhr. Kategorie Leben. Keine Antwort.

Stein

01:05 Uhr. Kategorie Photos. 2 Antworten.

OSTERN

Muß zu Ostern ja auch mal gesagt sein:


via Attu

16. April 2006 18:55 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.

Tische

18:36 Uhr. Kategorie Photos. Eine Antwort.

EXPO


Bei Flickr hat ninecormorants zwei Photosets eingestellt, einmal die Weltausstellung 1964 in NY, einmal die von 1967 in Montreal. Beide Sets, die er im Wortsinne auf der Straße gefunden hat, bestechen durch diese seltsam ausgebluteten Farben, die wir so mit dne 60ern und 70ers assozieren und durch grandios touristisch nichtssagende und eben daher so wunderbare Photos.

via wemakemoneynotart

12:56 Uhr. Kategorie Leben. Keine Antwort.

Ende

Everything’s been done in design today… it’s all about how you edit your cultural references.
ATTIK, Noise Four, 2001

Everything that can be invented has been invented.

Charles H. Duell, Commissioner of the US Patent Office, 1899

12:34 Uhr. Kategorie Design. Keine Antwort.

Markus + Carina

11:34 Uhr. Kategorie Photos. 5 Antworten.

HAFEN


15. April 2006 21:02 Uhr. Kategorie Photos. 3 Antworten.

THE MALL

It’s a Mall. The biggest one in the United States. The second biggest in the world … The ideal thing is to celebrate your eighteenth birthday here at the Mall. There is an entire population in the Twin Cities of Minneapolis and St. Paul whose dream is to come here on the major occasions of of life, to these long, windowless galleries, devoid of fresh air, dotted with surveillance cameras and the occasional sniffer dog, noisy, stiffling. They come here to pick one another up. Flirt. Lift their spirits when things aren’t going well. Hang out. Treat themselves to a festive honeymoon. Get married. … It brings to mind the famous «absolute, minute, regular, provident and mild» authority predicted by Tocqueville, the dominant characteristic of which would be a state of «perpetual childhood», in which the master is «well content that the people should enjoy themselves provided they have only enjoyment in mind.» And in both cases, we are gripped by an obscure terror, as though we had suddenly discovered another face of Big Brother, enveloping and gentle, pure love – and thus all the more perilous.

Bernard-Henri Levy, American Vertigo

20:43 Uhr. Kategorie Leben. Keine Antwort.

SPIELZEUG

10:03 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

STÜHLE

14. April 2006 22:31 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

PERSONAL DNA

Jajaja, ich bin Anke Gröners bitch, so sieht das wohl aus. Also hab auch ich meine Personal DNA getestet und bin noch recht gut weggekommen, finde ich…

Advocating Artist.

You are an Artist

Your appreciation of beauty, ability to think abstractly, and innovativeness make you an ARTIST.

Never one to be tied to a particular way of doing things, you let your imagination guide you in discovering different possibilities.

You would rather seek out new experiences than stick to your everyday habits, taking in as much of the world as possible.

Your eye for beauty and your willingness to consider different perspectives make your creative efforts interesting—even though you may not realize this yourself.

You prefer to think about things before voicing your opinion, considering a wide, diverse range of options.

While there are forms and styles that you prefer, you tend to keep an open mind when it comes to your artistic preferences.

You are curious about things, interested in the “why” more than the “how.�?

You have an active imagination that leads you express yourself in a distinct way.

Your sense of adventure is supreme – you’re up for anything, anytime. Making plans in advance isn’t necessary for you: you’d rather figure things out on the go.

You have a strong sense of style and value your personal presentation – friends may even seek your style advice from time to time.

Generally, you believe that you control your life, and that external forces only play a limited role in determining what happens to you.

You are Advocating

Being social, empathic, and understanding makes you ADVOCATING.

Some people find being around others exhausting—but not you! You are energized by spending time with friends, and you are good at meeting new people.

One of the reasons you enjoy conversation as much as you do is that you often learn about yourself while talking things out with a friend; you realize things about your own beliefs while discussing them with others.

You have insight into what others are thinking and feeling. This ability allows you to be happy for others, and to commiserate when something has gone wrong for them.

You are highly compassionate, and being conscious of how things affect those close to you leaves you cautious about trusting others too hastily.

Despite these reservations, you are open-minded when it comes to your worldview; you don’t look to impose your ways on others.

Your sensitivity towards others’ plights contributes to an understanding—both intellectual and emotional—of many different perspectives.

As someone who understands the complexities of the world around you, you are reluctant to pass judgments.

Your sense of adventure is supreme – you’re up for anything, anytime. Making plans in advance isn’t necessary for you: you’d rather figure things out on the go.

You have a strong sense of style and value your personal presentation – friends may even seek your style advice from time to time.

Generally, you believe that you control your life, and that external forces only play a limited role in determining what happens to you.

18:49 Uhr. Kategorie Leben. 2 Antworten.

NORMBUCH

Da Raffael Stükens Diplomarbeit an der Ruhrakademie Die Form der Norm Buch ja online in Sachen Doppelseiten ganz gut anseh- und downloadbar ist, kommen hier nur ein paar Detailaufnahmen. Séan hatte allerdings bein Knipsen doch ein etwas unruhiges Händchen, deshalb sind die Bilder doch schon ein bißchen funky-lofi-verwackelt :-D. Leider ist das Buch zudem im Digitaldruck nicht zu kongenial produziert, einige Seiten sind sehr glänzend oder wellig ausgefallen, deshalb drücken wir alle die Daumen, daß Raf dafür einen Verlag findet. ich finde ja, das Ding würde schon gut zum Gestalten-Verlag passen, wenn man es etwas ausdehnen und modifizieren würde. Mehr Bilder nach dem Break

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11:36 Uhr. Kategorie Design. 3 Antworten.

STROM

13. April 2006 16:49 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

SCHÄNDUNG

Vielleicht habe ich zuviel erwartet.

Botho Strauß ist einer meiner bevorzugten deutschsprachigen «großen» Autoren und der Züricher Bruno Ganz ist ohne jeden Zweifel einer der ganz großartigen Bühnendarsteller, den ins Schauspielhaus Bochum zu ziehen schon fast Eventcharakter besitzt. Dazu kommt, daß Luc Bondys Inszenierung von Strauß’ Viol – Schändung (und der vorhergegangene Zwist zwischen Peymann und Ganz) in Paris für größte mediale Aufmerksamkeit sorgte, man also bei einer deutschen Premiere eigentlich versuchen sollte, Bondy gleichzuziehen oder besser zu überbieten. Und daß Goerden durchaus der richtige Mann für den Stoff ist, der das Thema durchziehen kann, nicht zuletzt, weil er Strauß’ Vorlage bereits gut kennt. Da darf, kann doch eigentlich nicht schiefgehen.

Im Stück selbst, einer Fortschreibung von Shakespeares Titus Andronicus, hat Strauß viel Reichtum angelegt. Schon in den Figuren gibt es wunderbare Parallelen, zwischen Lavine und ihrem Mund, ihrem Metatron, ihrem Zwilling Monika, die ja nicht ohne Grund an ihrer statt erneut vergewaltigt wird, zwischen Lavine und Tamora, die beide einen tiefen Fall erleben (von der Gotenfürstin zur Gefangenen Roms, von der Tochter des Generals zum verstümmelten Ding) und im Sex ihren Trost, ihren Lebenssinn finden, um schlußendlich beide unterzugehen. Zwischen Titus, dem Feldherrn und Ordnungsfanatiker, diesem Technokraten des Todes, dessen Söhne in der Schlacht fielen und der ohne Regung Tamoras Sohn verbrennen läßt, der seiner Tochter nie wirklich nahe kommt, und dem Mohren Aaron, dem Zyniker, dem Intriganten, dem Diabolischen dem größten Regelverstoß in Titus Welt, der am Ende die Liebe zu seinem Kind entdeckt und so findet, was Titus verloren ging, auch wenn es Aaron das Leben kostet.

Dazu kommen die üblichen Straußschen Sprengsel von Zeitgeist, wie etwa die Rahmenhandlung in der Shopping Mall, die Lukas/Lucius einführt, die Medienkritik, die fast unvermeidliche und insofern schon nahezu langweilige Folterthematik, die die Übermalung von Shakespeares Urgewalt zu einer Fabel für die Neuzeit machen oder doch zumindest machen wollen , über die Gewalttätigkeit des Menschen und das fragile Ordnungswerk, das wir über diesem Barbarismus errichten. Titus wirft es in den Wahn, als diese Ordnung, die er als Soldat in den Regeln und Bräuchen des alten Römischen Reichs liebt, zugrunde geht und sich Geilheit und Gewalt in seine Welt drängen. Es ist ein Sinnbild für die Dekadenz des Westens, den möglichen Niedergang der geschichtslos gewordenen westlichen Hemisphäre, diesem Kristallpalast, in dem wir alle leben und ficken und sterben. Es ist also schon einiges drin an hermeneutischem Lego in diesem Stück, viel Botho trotz oder wegen William, genug um das Stück lieben oder hassen zu dürfen, genug, um mit einigen Änderungen, einen grandiosen Bühnenabend hinzulegen.

Doch die Inszenierung in Bochum läßt mich, fast unerwartet, kalt. Obwohl es immer wieder Szenen gibt, die ich ansprechend finde – wie die Meta-Pressekonferenz, in der die Figuren aus sich heraustreten, oder wie die an Bowies Outside-Tour erinnenden Neonröhren von der Decke herabfallenden in der Folterszene zwischen Aaron und Titus. Es gibt den Moment, da die geschändete Lavinia still wimmernd am Boden liegt, den man hätte ausdehnen können, die Zeit bremsen, um ein wirkliches Unwohlsein zu erzeugen. Und es gibt bei Ganz Momente, wo seine Figur tatsächlich Textur gewinnt und funktioniert, mehr wird als Klischee.Vielleicht hätte ich mehr erwartet als einen Hauptdarsteller, der das Stück mißbraucht, der sich durch den Irrsinn von Titus eher woyzeckt als alles andere, sich von einer Hitlerparodie des brutalen siegreichen Generals zu einer Art «Hannibal-Lector-meets-Louis-de-Funes» wandelt, dessen Irrsinn so wenig durch den Darsteller kommuniziert wird, daß man ihm eine Hand auf die Schulter klebt, vielleicht um zu zeigen, daß Titus jemanden neben sich stehen hat. Ganz schnarrt, schreit und komödiert wie ein routinierter Bühnendarsteller, aber die Essenz der Figur bleibt unter diesem Kunstgewerbe seltsam vergraben. Zur Stille unfähig, mutiert sein Titus zur Witzfigur, zur Parodie der Parodie. Ein ruhigerer, stillerer, fokussierter Irrsinn hätte vielleicht mehr Gefühl in mir ausgelöst, hätte Empathie geschafften. Ein nach innen verdorrender, schwelender, brennender Irrsinn, der sich schließlich Bahn bricht, der hätte mich mehr begeistert als all der spritzende Speichel und die geschwollenen Adern. Auch bei Lavinia, gespielt von Lisa Stroux, wäre weniger einfach mehr gewesen. Verzeiht Freunde, wenn ich die krächzende stammelnde Figur nicht armselig (no pun intended) und mitleidsheischend fand, sondern nur albern. Auch Strauß Schuld, der konsequent die Stumme hätte stumm sein lassen müssen, ohne ihr ein menschliches Mundwerk zur Seite zu stellen. Die zuckenden Bewegungen, die gutturalen Laute, all das soll das Elend der Unkommunikation greifbar machen und ist doch zuviel Kommunikation. – = + wäre hier ein Weg gewesen, die größere Herausforderung für Autor, Regie, Darsteller. So ist es absurd, die stumme Tochter wird zum Plappermaul, zur geil krächzenden Lachnummer, die eher in eine Talkshow gehört. Was an sich auch ein Ansatz ist, aber das tragische wicht dem (unfreiwillig? gewollt?) Komischen, ohne wirklich jemals ganz eins von beiden zu sein. Vielleicht fehlt Stroux auch die Gnadenlosigkeit, der ungebremste Bühnennarzismus von Dörte Lyssewski, der ich schon zutraue, die Balance des lebenshungigren Torsos zwischen Albernheit und Trauer, zu stemmen. Stroux, durchaus ein Talent, scheitert hier vielleicht noch. Die finale Auflösung, in der Tamora ihren von Monika und Titus, inzwischen in wunderbarem Elektra-Komplex zum Paar mutiert, gekochten Sohn verzehrt, ist so abgegriffen und so mau, daß man ihn bitte hätte entweder nie so schreiben dürfen oder in der Dramaturgie komplett hätte ändern müssen.Das ausgerechnet Ganz nahtlos das Ende von Hannibal nachspielt (ganz zu schweigen davon, daß die Idee bereits in unzähligen Filmen, sorry, eben verwurstet wurde), das hätte nicht sein dürfen. Es ist nicht grausig, es ist banal und langweilig, es ist die Wiederholung eines Medienklischees, das bildgewordene Hinterherhinken des Theaters.

Apropos Bild: Das Bühnenbild, mich seltsam an Hartmanns Handschrift erinnernd, macht aus Rom ein Spinnennetz, umgeben von komplex wuselnden Linienkonstruktionen, gekrönt von dem Logo «Amor», das – eine doch etwas platte – Brücke zwischen dem fiktiven Shoppingcentre und Rom(a) schlägt. Wobei man Amor eben vergebens in Strauß Stück sucht, denn niemand hier findet Liebe – außer vielleicht Aaron, übrigens phantastisch gegeben von Martin Rentzsch, der mich neben Ulli Maier am ehesten mitreißt – der Rest der Figuren landet eher in den Armen von Eros und Thanatos den beiden Trieben, die fast ausnahmslos die seltsamen Wandlungen der Handlung bestimmen. Geilheit und Zorn. Das Bühnenbild an sich ist… so zeitgemäß, wie eine Cocktailbarlounge. Dunkles Holz, illuminiertes transluzentes Plastik, schwarze und weiße Lederinseln. Es ist ein Wohnzimmer und so relaxt plätschert auch das Stück hin.

Nach Goschs exzessiven Macbeth ist man vielleicht verdorben. Denn wo die Chance zu Radikalität liegt, in dem Stück, wo man – wie in Gaspar Noés Irreversibel – das bürgerliche Publikum hätte verstören können und dürfen und vielleicht auch müssen, da bleibt es in Bochum brav. Brav. Brav. Gewalt findet Off-Screen statt, unsichtbar, und das nicht einmal phantasievoll. Wo der Stoff nach einem Exzeß an Blut und Schock geradezu schreit, ist das schockierndste wohl, einige Millisekunden Maier und Rentzsch nackte Körper zu sehen. Der Rest…? Schweigen. Oder besser: Plappern. Die Vergewaltigungen, oder ihre Ansätze, die man auf der Bühne sieht, haben eher boulevardesken Charakter, sind zugetextet, ohne Intensität, ohne Energie.
Man mag das sehen als Reaktion auf die Welle von «Schocktheater»-Ansätzen, als den Wunsch, sich einem Blut-und-Ekel-Ansatz zu entziehen, zur Essenz zu kommen, der eigenen Abstumpfung zu begegnen. Vielleicht ist man auch müde, noch ein Stück zu 9/11 und Folter und Abu Ghuraib zu machen. Auch wenn genau diese Sachen im Programmheft thematisiert werden, so, als fänden sie auf der Bühne tatsächlich statt, als wäre da mehr als nur Andeutungen und eine allzu vorhersehbare Anspielung auf Folter und Rassismus.

Glasklar. es hat auch etwas mit der Handschrift von Dramaturgie und Regie zu tun und ich respektiere das. Aber es hat auch etwas zu tun, vielleicht, mit der Angst vor dem Publikum, mit dem Versuch, nicht anzuecken, in einer Stadt, die wahrscheinlich für etwas mehr Ecken und Kanten im Theater durchaus empfänglich wäre, weil sie sich – teilweise ja zu Recht – als eine der Spitzenstätten deutschen Theaterschaffens sieht. Leid und Lust, das zentrale Thema des Stückes, bleibt so aber außen vor, der Stoff wirkt entkernt, kastriert.

Was bleibt, und vielleicht habe ich zu viel erwartet, ist Brei. Blendwerk, das versucht, die Entkernung dekorativ zu umfloren. Das Stück ist nicht komisch, aber auch nicht tragisch, nicht politisch, aber auch nicht persönlich, nicht mitreißend, aber eben auch nicht wirklich schlecht. Es tut nicht weh, es reißt nicht mit. Es ist solide, es will nett sein, es will doch nur spielen… es ist das, was halt in deutschem Stadttheater allzu oft so läuft. Aber eben nicht mehr. In nahezu keiner Sekunde wirklich mehr. Es ist ein Bausparvertrag, aber eben kein Theater. Am Ende bleibt mir die Langeweile, wo mir andere Inszenierungen mit durchaus weniger Aufwand nahezu das Herz rausreißen, oder mich begeistert über so viel Mut böse grinsen lassen oder mich wenigstens, wenigstens, klug und ehrlich unterhalten, meinethalben auch nur zum Lachen bringen. Nichts von alledem passiert, das Ganze bleibt so unambitioniert wie auch das Abendprogramm, das nur funktionieren will, nur lieb Text und Bild liefert, ohne einen eigenen Geschmack zu hinterlassen, das nicht anregt oder wenigstens aufregt. Theater, unterm Strich, das farblos bleibt und müde wirkt.

Und das in einer Zeit, in der Theater wie lange nicht mehr brennen könnte. Brennen sollte.

Aber vielleicht erwarte ich ja zuviel.

11:55 Uhr. Kategorie Live. Keine Antwort.

MAC XP BOOT CAMP

Das finale Wort in Sachen «Apple kann jetzt auch mit XP». :-D…

von Scott Kurtz

09:11 Uhr. Kategorie Technik. Eine Antwort.

HOCH

12. April 2006 13:14 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

BALLADE VOM TAG DER NICHT VORÜBER IST

Auf der Rückfahrt von der RA habe ich gestern übrigens auf WDR5 Gert Loschütz Ballade vom Tag, der nicht vorüber ist, gehört, auch wenn ich auf der Fahrt noch nicht wußte, von wem das Hörspiel ist. Ein stark verdichtetes Stück, das sprachlich knapp aber wunderbar geschliffen, mit seltsam minimalistisch/überbordenden Details verschiedene Zeitebenen verwebt und simultan ineinandergreifenden Erinnerungsfragmenten zu einer Gesamtgestalt bringt. Die Geschichte scheint sich an Loschütz eigene Biographie anzulehnen, der in den späten Fünfzigern von der ehemaligen DDR in die Bundesrepublik flüchtete. Inszenatorisch, mit Ausnahme eines hier und da etwas nervigen Berliner Akzentes, hervorragend umgesetzt. Das Schöne am Hörspiel ist ja seine Zeitlosigkeit. Diese Aufnahme war von 1988 (damals Hörspiel des Monats) und hätte aber ebenso eine Produktion der letzten Woche sein können. Ausgezeichnet.

08:26 Uhr. Kategorie Leben. Keine Antwort.

Das Ruhrgebiet wird Kulturhauptstadt…

Mal ehrlich, ich hätte es Görlitz auch gegönnt, aber die Tatsache, daß eben nicht ESSEN, sondern explizit das gesamte Ruhrgebiet sich als eine Stadt vermarketet und damit auch Erfolg hatte, weist einfach in die richtige Richtung. Ruhrmetropole all the way. Duisburg, Dortmund, Essen, Bochum und die dazwischen liegenden Städte bieten zusammen einen Kulturreichtum der eben Hamburg oder Berlin durchaus ebenbürtig ist, auch wenn man das, weil man zu nahe dran und drin lebt, manchmal aus den Augen verliert. Fein ist auch, daß ein paar Leute, die man so kennt, so vielleicht ihre in dem Kulturhauptstadt-Umfeld entwickelten Projekte umsetzen können. Und Oliver Scheytt hat sich den Erfolg mit einer Ochsentour wuchtiger und engagierter Kulturarbeit in Essen sicher auch einfach verdient. Gute Sache also, Glückwunsch.

07:11 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.

RUHRAKADEMIE DIPLOME 0406

Ich habe während der Diplomzeigung an der Ruhrakademie gestern ein paar Schnappschüsse gemacht, eher aus der Hüfte und was man so in dem Menschengewusel eben mitnehmen konnte (gerade gegen Ende war es oft unmöglich, die Vortragenden aufs Bild zu kriegen, sorry), also erwartet jetzt nichts Dolles, dazu noch alles mit 3200 ISO und wegen der Bildermenge hier auch total unbearbeitet, und irgendwie stelle ich fest, daß man trotz der Bilderflut nur einen Hauch Ahnung von der Mühe mitkriegt, die sich einige der Studenten bei der Präsentation ihrer Arbeiten gemacht haben. Ich fand eigentlich die Präsentationsform an der WAM – auf der Bühne stehen und einen Beamer-Vortrag halten zu müssen, im Stil einer Pitch-Präsentation – abstrakt immer irgendwie besser, enger am späteren Beruf, aber nach gestern bin ich mir nicht so sicher. Die Ruhrakademie hat eine stark künstlerischere Ausprägung und die Idee, eine Designleistung quasi galerie-artig in Szene zu setzen, hat in diesem Kontext etwas. Wenn ich zudem sehe, wie neben der reinen grafischen Arbeiten auch zunehmend eine aufwendige Rauminstallation stattfindet, wo Lesepulte geschreinert werden, Snowboards an die Wände kommen und Partystimmung erzeugt wird oder Licht und das Ambiente der RA selbst aktiv eingesetzt werden, um die eigene Arbeit ideal zu kommunizieren (was gerade bei komplexeren Aufgaben nicht immer so einfach ist…), dann denke ich, daß diese Form der Zeigung und die Chance zur direkten Interaktion mit Publikum und Jury eigentlich auch eine sehr richtige Sache ist. Großartig fand ich bei fast allen Studenten die Weiterentwicklung von Vorpräsentation (an der Ruhrakademie zeigt man seine Ideen und einen Zwischenstand vorab der Jury zur Vorkritik… eine sehr faire und hilfreiche Sache, wenn auch für die Studenten in dem Moment sicher manchmal auch sehr hart, weil man hier sehr klar gesagt bekommt, was Mist ist) zum Finale gab. Es waren auch eher maue und auch ein zwei schlechte Arbeiten dabei, aber im Schnitt haben sich alle Studenten gegenüber der Vorpräsentation individuell entscheidend weiterentwickelt, was sicher auch an der Beratung durch Andreas Darda und Daniel Klafke lag. Die ganze Sache hatte etwas von Event, die Jurysitzung war nicht nur spannend, sondern auch ungeheuer an den Interessen der Studenten und einer ausgewogenen Benotung interessiert – allein die Tatsache, daß zwei Studentenvertreter der Jury beisitzen ist positiv, ebenso das ein Dozent für jeweils «seinen» Studenten das Plädoyer führt –, und der ganze Tag, auch wenn ich eigentlich wie üblich gar keine Zeit hatte und ich am Ende des Tages auch doch überraschend ausgepowert war, ist perfekt gewesen. Nicht zuletzt, weil Raffael die verdiente Eins mit Auszeichnung erkämpft hat ;-). Photos von seinem Buch liefere ich noch getrennt nach. Aber jetzt erst einmal die Bilderflut von gestern, leider etwas wenig Ambiente. Ich brauche dringend eine größere Speicherkarte. 2 GB sind vielleicht ausreichend für eine 8 MP-Kamera, bei 12 MP sinds nur 135 Photos, das geht einfach nicht.

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06:00 Uhr. Kategorie Stuff. 5 Antworten.

KISTEN

11. April 2006 11:01 Uhr. Kategorie Photos. 4 Antworten.

INFADELS LIVE IN KÖLN

Okay, was ist der Unterschied zwischen einer deutschen und einer britischen Band? Etwa fünf Pfund Koks. Während die aus Darmstadt kommenden Data Break sich im bei der Vorband noch recht leeren Underground charmant aber etwas steif und nervös durch ihr Set quälen, schaffen die Infadels von der ersten Sekunde an – mit dem Opener Love Like Semtex – Partystimmung. Der Unterschied ist, daß das Quintett musikalisch wie vom Auftreten her eine Pub-Party-Combo sind, deren seltsamer Mix aus Dark Disco, Acid House, Talking Heads und New Wave ohne Anstrengung Spaß macht. Von den Pink abgeklebten Instrumenten über die seltsamen Outfits, von der Inszenierung der Musik auf der Bühne, die deutlich stärker nach vorne geht als auf dem Album, von der reinen puren Partystimmung… die Band weiß, wie mans live bringt. Keyboarder/percussionist Richie, der nicht viel zu tun hat, da er meist nur die Midi-Sets neu einstellt, springt wie ein Irrsinniger auf und ab, Drummer Matt, der sehr kontrolliert und funktional den Computerklick umsetzt, ist mit vollem Körpereinsatz bei der Sache und nach dem Gig entsprechend schweißgebadet. Sänger Bnann gibt sich als extrovertierter Partymacher, feuert das Publikum an, tanzt über die Bühne, als wäre er in der großen Halle, nicht bei einem Kneipengig. Überhaupt ist der ganzen Band eine Spielfreude anzumerken, bei der man sich fragt, warum man eigentlich 70 Euro für müde Riesencombos hinlegt, zumal die Infadels nicht eine Sekunde lang unprofessionell oder amateurhaft wirken, das Set ist tight, ausgewogen, sauber runtergespielt, wie die CD getragen von den druckvollen Acidbässen und Analogsounds des Keyboards. Rock’n'Roll meets House meets Funk meets 80s Dark Disco und das alles bei vollster Lautstärke. Die Infadels haben vielleicht ein, zwei ruhigere Nummern, wie etwa Stories from the Bar und Murder that Sound, liefern aber ansonsten eine Tanzhymne nach der anderen ab, darunter die Hits Can’t get Enough und Jagger 67, teilweise deutlich ausgedehnter und exzessiver als auf dem Album, die Jungs sind nicht umsonst auf einem Label namens Wall of Sound :-D. Uns schwerfällige Deutsche dazu zu kriegen, zu tanzen, ist keine einfache Sache und hier gehts ab dem ersten Song los, es wird geklatscht, mitgesungen und tatsächlich der Arsch bewegt. Die Infadels wissen also wahrscheinlich überhaupt gar nicht, daß die deutschen Konzertbesucher eigentlich eine tough crowd sind. Und genau so solls ja auch sein. Nach dem Break kommen noch ein paar Fotos von den Infadels live im Underground in Köln.
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09:11 Uhr. Kategorie Live. 3 Antworten.

Wall

00:25 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

HOOKS


10. April 2006 18:00 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.

HOLGA DIGITAL

Ich habe ja ein starkes Faible für verzockte Analog-Photos, wie eher alte oder grottige Kameras à la Polaroid, Robot, Lomo, Holga oder Zweiaugen-Apparate sie oft ergeben. Auf der anderen Seite liebe ich die Möglichkeiten des digitalen Workflows und bin – als Desigenr eher vom Rechner herkommend – auch gar nicht dagegen, selbst die Photolabor-Arbeit mitübernehmen zu können.
Und damit bin ich anscheinend nicht allein. Der Photograph Kevin Black hat seine ganz eigene Lösung gefunden und die Low-Tech Holga mit dem High-End-Rückenteil H20 von PhaseOne verkoppelt.


Und das Ergebnis ist ganz sehenswert, auch wenn man in seinem Pixelpost-Blog noch nicht allzuviele Bilder sieht.

07:22 Uhr. Kategorie Design. 5 Antworten.

HERZ


9. April 2006 15:14 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

SCHMUCK

Wir haben vor rund einem Jahr für einen Schmuckdesigner einige Exemplare seiner Arbeit photographiert, die dann aber nie verwendet wurden. Da jetzt einige der Bilder für eine Website – die ein anderes Büro für ihn gestaltet – angefragt wurden, hatte ich Gelegenheit, mir die Bilder mal wieder anzusehen. Und fand sie eigentlich ganz nett. Und was tut man nicht alles, um das Blog zu füllen, oder? Nach dem Break gibt es also mehr Bilder, die seinerzeit von der stets genialen Julia Kappus hier Inhouse gemacht und bearbeitet wurden…

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08:46 Uhr. Kategorie Arbeit. 3 Antworten.

NORM GEWINNT FORM

Raffael Stüken schickt mir heute ein kleines Photo vom Aufbau seiner Diplompräsentation am 11.04. Schaut auch unbestückt, also ohne die Plakate, Bücher und LCDs schon spannend aus, oder? Der Mann ist eben gut.

Wer will kann es sich ansehen: 11.4., ab 13 Uhr, Ruhrakademie Schwerte. Wer nicht kann, hat hier zumindest einen virtuellen Blick auf sein Buch.

8. April 2006 21:07 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.

Happy Birthday Peter

Wenn mich mein Outlook nicht trügt, hat Peter Thielmann (aka Sentenza) heute Geburtstag. Alles Liebe, Meister!

20:31 Uhr. Kategorie Stuff. 2 Antworten.

DUCKY

15:22 Uhr. Kategorie Photos. Keine Antwort.

IS THERE ANYBODY OUT THERE

Eine meiner Studentinnen hat ein kleines Büchlein über Handies produziert, dem man zwar anmerkt, daß es ein Ich-muß-noch-vorm-Diplom-schnell-meinen-Schein-machen-Schnellschuß ist, das aber trotzdem ein paar lustige Seiten hat.

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07:31 Uhr. Kategorie Design. Keine Antwort.

Nochn Blog

PathosFM, eine von Essens besseren Combos, bloggen.

07:28 Uhr. Kategorie Online. Keine Antwort.

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