Ich muß zugeben, zu den Diplomen der WAM zu gehen, war nicht ganz so einfach für mich. Nicht nur, weil ich nach meiner Kündigung dort einiges an Unfreundlichkeiten gesagt habe (und völlig zurecht und immer nur in Bezug auf eine Person), zum anderen, weil ich im Rahmen des vorherigen Konfliktes mit dieser Person einer meiner Klassen ob nun zu Recht oder Unrecht (wahrscheinlich eher letzteres) in diesen Konflikt mit reingezogen habe und den Unterricht so gestaltete, wie mein Vorgesetzter sich das wohl wünschte: Overheadfolien, aus dem Buch vorlesen, langweilige Themen, die die Studies leider seinerzeit nicht als dreiste Persiflage auf die 08/15-WAM-Standardthemen (Starbuckartige Coffee Shops usw) enttarnten, egal, wie dreist ich vorging. Anstatt wenigstens 1a Unterricht zu machen und dann hinzuschmeißen, Insofern hätte es ja gut sein können, daß mich entweder Inéz rauswirft oder die Studenten sich zusammenrobben und blutige Rache nehmen. Steffi und ein last-minute-ICQ von Maori haben mich dann doch aus der Angststarre gelöst und ich war da.
Und nett war’s. Obwohl ich an der Ruhrakademie unter’m Strich sehr viel zufriedener bin, gehört die Art des Diploms, zumindest in der reinen Inszenierung, die sich ja deutlich von der normalen FH-Zeigung abhebt, zu den Sachen, die ich immer mochte. Die Tatsache, daß die Studenten vor zig Leuten stehen, schwitzen und sich zwanzig Minuten verkaufen müssen, mag ich einfach. Gerade bei der Ausrichtung der WAM, die ja eher stark verschult Art Directors für Werbeagenturen heranzieht (während die RA eher einem universitären, freieren, künstlerischen Ansatz folgt), und die mit diesem Ansatz auch erfolgreich quasi als Ausbildung Leute in Praktika und Junior-AD-Jobs bei Midrange, aber auch großen Agenturen bringt, ist die Fähigkeit, hochnervös einen Pitch machen zu können, einfach essentiell. Dieses Adrenalin ist einer der Aspekte, die ich bei den Diplomen an der RA, die deutlich entspannter sind, etwas vermissen werde. Es macht Spaß, im Publikum zu sitzen und mit zu feiern, wenn etwas gut ist, oder mit zu leiden, wenn jemand auf der Bühne Mist präsentiert. Die Show war dieses Jahr technisch (dank Nico und Sascha) sehr viel besser, nur der Übergang von Powerpoint (ugh) zu DVD könnte vielleicht noch etwas smoother sein.
Nun ist dieser Kurs, wie der davor, für mich ein special case. Der erste Kurs an einer neuen Schule, da geht man meist so in der Mitte hinein, hat die Leute zu kurz, muß sich erst selbst orientieren, macht Fehler, weiß noch nicht, was man wirklich will. Ehrlich gesagt, den allerersten Kurs verbrennt man etwas. Und der letzte Kurs an der WAM, den hatte ich nur drei vier Termine, zu kurz, um mir (mit ein paar Ausnahmen) schon wirklich ans Herz zu wachsen. Die beiden dazwischen sind aber – auf recht unterschiedliche Arten – Kurse, die mir richtig wichtig waren. Beide haben die seltsamen Ideen von mir aufgenommen und sind damit losgegangen wie Krieger. Allein nur dieser eine Kurs hat Guerillakriege geführt, tote Kaninchen als Katzen verkleidet, Kuhaugen geworfen, Videos gedreht, Pornohefte gestaltet, und auf etwa 500 Seiten Projekt die Dortmunder Nordstadt durchdrungen. (Und wahrscheinlich vergesse ich noch die ein oder andere Sache, sorry). Das nimmst du mit als Dozent. Und ich glaube, mein Ruf als kompletter Psychopath war damit bei Akademie-Leitung wie bei allen folgenden Kursen irgendwie auch zementiert :-D. For better or worse. Solche Ideen funktionieren nur, wenn dein Kurs mit einsteigt, dich versteht, die Rolle des Dozenten als agent provocateur akzeptiert und nicht mit dem Trichter Weisheiten von der Tafel eingefüllt kriegen will, sondern versteht, daß – wie bei Karate Kid – der Sinn ist, aus den absurden Aufgaben eine eigene Idee, eine kreative Leistung erwachsen zu lassen, die mehr ist als eben nur eines der sonst üblichen Plakate, Briefpapiere oder CD-Cover. Insofern habe ich das Typographie-Fach eindeutig mißbraucht, um herumzuphilosophieren, herumzuspinnen, permanent zu überfordern und vielleicht nebenbei ein paar Sachen loszurütteln. Ob das an einer Schule, die im Schnitt zu oft nur brave Middle-of-the-road-Werbung einfordert, eine sinnvolle Strategie war, sei mal dahingestellt. Inéz hatte mich genau dafür eingestellt, Daniel Poznanski genau dafür herausgemobbt. Ich finds bis heute den richtigen Weg, bei allen Fehlern, die man auf einer solchen Route unweigerlich auch mal macht… und mit denen ich hoffentlich immer ehrlich umgegangen bin.
Meine Traumschule hängt irgendwo zwischen WAM – an der ich den schulischen Aspekt mag, die Gruppenbildung, die Intensität, die Tatsache, daß auch die eher schwachen Studenten brauchbar für die Werbung «ausgebildet» werden, die leicht professionellere Eigenwerbung , vielleicht auch die Tatsache, daß ich die Schüler vier Semester lang begleiten konnte – und der RA, an der ich die weniger marketinglastige Ausrichtung mag, den Enthusiasmus der Dozenten, den grandiosen Campus, die offeneren und liberaleren Strukturen, die ein Mehr an Kreativität bringen, das Universitäre. Während 90% dessen, was ich an der WAM machte direkte Reaktion auf die engen eingrenzenden Regeln der Schule waren, gibt es an der RA nahezu keine Korsett-Organisation, vielleicht sogar etwas zu wenig Order, so daß ein leises Laissez-Faire durchweht. Was die Studenten vielleicht weich und wehleidig macht und so die Ergebnisse der Arbeit auf eine andere Art zu wenig Biß haben… nicht weil die Schule einengt, sondern weil sie nicht genug antreibt. Keine Ahnung. Die Mitte ist ideal, oder ein best-of-both.-worlds und beide Systeme bieten verschiedenen Schülern sicher klare Alternativen. Wer eher Design-Künstler sein will, sich selbst finden, kreativ arbeiten, wer Artwork für Bands machen will und sich eher mit Sagmeister denn mit Springer&Jacoby identifiziert, der ist an der RA sicher besser aufgehoben. Wer bei Ogilvy, Grey et al einen Beruf haben will, ist zunächst an der WAM besser dabei.
Und so war das Diplom – von dem ich nur einen von drei Tagen gesehen habe, man hat ja auch so etwas wie einen Dayjob – oft vielleicht etwas langweilig, deja vu, nur Kampagnen für dieses oder jedes, oft auch eher zu kurz und naheliegend gedacht (sorry Jan… Radspuren und ein Ritzel für eine High-End-Fahrradmarke? Mann, da kommt jeder Fahrradladen an der Ecke drauf. :-D) Der einzige, der wirklich konsequent gegen den Strom des sich Anbietenden und Naheliegenden gedacht hat, war Maori. Vielleicht sogar noch zu augenzwinkernd nett dabei, aber sicher funktional. Werbung für Blumen mit Mord und Todschlag in Verbindung zu bringen, ist eine Idealleistung. Würde ein echter Kunde im Pitch vielleicht nicht kaufen –obwohl, wer weiß, wer weiß…? –, aber es würde real wahrscheinlich funktionieren, weil es die Weichzeichner-Klischees auflöst und so sicher via Humorattacke neue Akzeptanz schafft, Blumenschenken weniger abgeschmackt macht. Das Logo war trotzdem Schrott, Meister, sorry. Und… schön war, daß es bei den Arbeit keinen wirklichen Durchhänger gab. Selbst Leute, bei denen man sich à priori vielleicht Sorgen machen könnte, zeigten Arbeiten, die nie wirklich peinlich wurden (keine Selbstverständlichkeit inj vergangenen Jahren) und mit etwas Feinschliff sogar wirklich gut gewesen wären, wie etwa Heidis Weinlounge, die zwar etwas auf Freixenet aufsetzte, aber trotzdem ein paar schöne Ideen brachte. Bei Meike, absurderweise, habe ich am meisten gelitten. Ich liebe Meike als analytisches Meisterhirn, die eine wahnsinnig gute Designer ist, wenn sie nur mal aufhört, sich selbst permanent zu hinterfragen. Und was macht sie? Stundenlange Marketing-Vorträge und Detailansagen, anstatt auf ihre Power zu vertrauen und den Kopf mal abzuschalten. Es ist immer etwas blöde, jemanden zu sehen, von dem du definitiv WEISST, daß er richtig amtlich gut ist, und der sich einfach via Hyperperfektionismus und Selbstzweifel vielleicht um verdienten Ruhm und Ehre bringt.
Insgesamt fällt auf, daß die Studenten die Logik der Präsentation vor der WAM-Jury Jahr um Jahr mehr durchschauen und damit die Präsentationen auch immer besser, wenn auch gleicher werden. Der Ansatz mu irgendwie humorig sein, die Marketing-Konzeption sollte knackig sein, die Idee nicht ZU anspruchsvoll, die Umsetzung nicht ZU abgedreht, alles Middle of the Road, es muß etwas für Messebau dabei sein, es sollte am Ende ein möglichst professioneller Kinospot dabei sein, der noch mal eine Marke am Ende setzt und Durchhänger am Start kaschiert. Je mehr Lacher, desto Note. Deutschlands Werbung ist da leider inzwischen zu oft auf genau diesem Niveau, dem von von Pro-Sieben-Comedyshows, und so sieht eben selbst die Katzenstreu-Werbung im echten Leben inzwischen eben auch lustig aus. Etwas schade, daß hier wie am Fließband recht gleichförmige Produkte geschaffen werden, weil ich glaube, daß die deutsche Werbung eben nicht lustige Staatsbespaßer braucht, sondern die Sorte kreative Querdenker und Zaungucker, die in den 60ern die großen Mythen schufen. Die sich für Kunst und Kultur, Psychologoei und Philosphie interessieren, nicht für Werbung und Soaps. Die Frank Sinatra sind und nicht Udo Jürgens. Aber naja.
Die nächsten Diplome schaue ich nicht mehr wegen einem ganzen Kurs, sondern nur noch wegen einer einzelnen Person an. Insofern ist dies so eine Art Abschied für mich gewesen von einem Projekt, das mit genau diesem Kurs auch – wenn auch nur für ein Semester und wenn auch gegen bürokratischen Widerstand, der mich letztlich den Job kostete – vielleicht seinen Zenith erreicht hat (obwohl Marians Kurs auch seeehr vielversprechend anfing :-D). Mit diesem Kurs habe ich ein oder zwei Semester lang genau den Unterricht gemacht, den ich machen wollte und für mich machen mußte und dabei (meist) jeden Freitag genossen. Wenn ich ehrlich bin, ist der Weggang von der WAM nie schmerzhaft wegen der Schule an sich gewesen, sondern wegen Leuten wie sie in diesem Kurs waren… und genau solche Studenten waren ja in allen Kursen vertreten, so ist’s nicht. Und werden mit der Zeit auch an der RA kommen, auch wenn ich da nur so derart kurz (ein zwei Semester und dabei weniger Stunden) mit Studenten zu tun habe, daß die Bindung einfach nicht ganz die gleiche ist, leider. Und die RA so entspannt ist, daß ich da nicht als Gegenmodell auflaufen kann, sondern einen anderen Ansatz finden muß.
Aber die grundsätzliche Idee von Unterricht, die ich habe, hat für einen Lichtmoment an der WAM funktioniert (und sei es nur zum Teil). Das Ergebnis ist dann vielleicht ein Semester, daß freier und rebellischer, querdenkerischer und offener war (und natürlich immer schon war, auch bevor die mich jemals in Typo hatten, klar, ich habe nur von der ohnehin vorhandenen Revoluzzer-Denke profitieren dürfen). Und deshalb am Ende in der echten Welt ordentlich Erfolg haben und über Zäune springen wird.
24. September 2005 20:29 Uhr. Kategorie Leben. 5 Antworten.
Als nicht zu milder ADHS-Fall neige ich inzwischen auch beim Lesen zum hyperaktiven Chaos. Mehr oder minder gleichzeitig lese ich derzeit nach wie vor den Weltinnenraum des Kapitalismus von Sloterdeijk, den man sehr portionsweise lesen muß, weil man nächtelang wachliegt davon, die komplette Modesty Blaise (der zweite Band ebenso gut wie der erste, wegweisend für die Swinging Sixties und für Hardedged Pulp Fiction, der dritte Band, I Lucifer läßt sich auch gut an), Kapitalismus als Religion von Baecker und, neu dabei, Lunar Park von Bret Easton Ellis, der so vielversprechend und so ungewohnt für Ellis ist, daß ich sehr neugierig bin, wo daß hinführt und denke, er dürfte den anderen etwas den Focus stehlen. Daneben die üblichen Comics, Magazine und Zeitungen… my brain is in a million places.
10:08 Uhr. Kategorie Leben. Keine Antwort.
Eine Stelle ist wahrscheinlich schon vergeben, die andere noch frei.
Die Fakten: Mo-Fr. 11-18. 12 Monate. Bis 400 Euro im Monat. Plus Prämie bei above-and-beyond-Leistungen. Ab November oder Dezember.
Eigenengagement ist wichtig, je mehr du kannst und machst und willst, umso freier und selbstbestimmter und kreativer auch wird der Job. Wir sind ein kleines Büro mit vier Leuten, da zählt jede Hand. Idealerweise Leute, die sich aufs Studium oder nach dem Studium auf den Job vorbereiten wollen und Lust haben, sich ein Jahr seltsamen Wahnsinn anzutun. eMail an: schellnack@nodesign.com.
21. September 2005 20:25 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.
Egal, welcher politischen Couleur man angehört, mit dieser Wahl – auch wenn sich die einzelnen Parteisprecher gewohnheitsgemäß als Sieger vermarkten – kann niemand zufrieden sein. Es ist Schröder mehr als hoch anzurechnen, daß er, als Zirkuspferd wie einst Kohl in Wahlkampfzeiten verläßlich in Hochform, den medial so sicher scheinenden Abstieg noch drehen konnte. Zwar mit Tricks, wie man sie sonst eher aus dem Bush/Kerry-Wahlkampf kannte, mit ordentlich Angstmacherei, mit mauen Argumenten und Halbwahrheiten, mit vielen Sachen, die nur noch Machterhalt sind, nicht mehr konstruktiv. Aber einen gewissen Respekt vor einer solchen Fighterqualität muß man haben dürfen, da schlägt mein Herz für den Underdog, der in der letzten Runde immerhin ein Patt schafft und halbwegs aufrecht vom Spielfeld humpeln darf. Merkel ist mehr als angeschlagen, was vielleicht schade ist. Selbst wenn ich sie mir beileibe nicht nahtlos als Kanzlerin vorstellen kann und ihre mitunter reflektionsfreie Übernahme neoliberaler und neokonservativer Wertvorstellungen, die per se zu kurz greifen, weil sie zu spät kommen und wir niemals so einen schlanken Staat haben werden wie einige andere Länder. Man sollte also ganz unternehmerisch sehen, welches Design Deutschland braucht.
18. September 2005 23:43 Uhr. Kategorie Leben. Keine Antwort.
The job of a copywriter or art director isn’t fun and it isn’t easy.
Jackasses often get the final say about whether our work runs or is even presented to a small group of people.
Genuine hacks often are given free rein to edit our work.
There is no honor in the advertising business.
Although you cannot create high level work without approaching it as an artist, you will not find yourself treated as an artist.
In short, you will not be able to love the job of advertising copywriter or art director as you would like to.
Do not fear.
Your desire is not muted.
Only misdirected.
This, i have found, is what can happen.
The process of creation is worthy of love and will return to you what you seek.
The workbook is both the repository of your work and the feeding mechanism for your brain in the process.
Do not waste your love on the business. It cannot meet you where an artist deserves to be met.
Love the process.
via Mark Fenske10:02 Uhr. Kategorie Design. Keine Antwort.
Kennt überhaupt noch jemand Mork&Mandy? Aber wo wir gerade beim iPod Nano sind: Mir fälllt gerade ein, daß man sich doch eigentlich genauso gut für knapp 200 Euro eine 4GB-SD-Card kaufen kann, in sein MP3-taugliches Handy packt, wie etwa das XDA-Smartphone, und fertig. Oder?
Ich selbst finde nichts richtiges. Der iPod ist mir zu monothematisch. Das N91 hat wahrscheinlich eine solide Kamera und einen 3,5″-Stecker, aber Symbian, was ich nicht mag – außerdem sind die 4 Gig eine Festplatte, das gibts längst als Flashspeicher solider und sicherer. Das demnächst kommende neue XDA-Smartphone (oder analog bereits erhältlich Qtek 8100) hat keinen Touchscreen sondern Joystick und ist leistungsmäßig sehr viel schwächer als die anderen M/X/PDA/Qteks. M/X/PDA III und IV sind extrem klobige Monster, vor allem der klappbare IV.
Das richtig geniale Allround-gerät ist immer noch nicht am Markt. Wie schwer kann es sein, ein WinCE-Smartphone auf XDA-Basis mit Touchscreen, 3-MP-Kamera, einem normalen Headphones-Ausgang und vor allem einem leichten, handlichem Design auf den Markt zu bringen? Ein eingebauter GPS-Empfänger wäre noch optimal, aber es gibt ja Bluetooth, das wäre kein Essential. WLAN usw sind ja inzwischen eigentlich Pflicht. Im Grunde geht es nur noch um die ordentliche Kamera und um die Baugröße…
17. September 2005 13:54 Uhr. Kategorie Technik. Keine Antwort.
… wenn man mit toten Katzen im Tank fährt.
Da bin ich gespannt, wie die Grünen damit umgehen:
BERLIN (Reuters) – A German inventor has angered animal rights activists with his answer to fighting the soaring cost of fuel — dead cats.
Christian Koch, 55, from the eastern county of Saxony, told Bild newspaper that his organic diesel fuel — a home-made blend of garbage, run-over cats, and other ingredients — is a proven alternative to normal consumer diesel.
“I drive my normal diesel-powered car with this mixture,” Koch said. “I have gone 170,000 km (106,000 miles) without a problem.”
The Web site of Koch’s firm, “Alphakat GmbH,” says his patented “KDV 500″ machine can produce what he calls the “bio-diesel” fuel at about 23 euro cents (30 cents) a litre, which is about one-fifth the price at petrol stations now.
Koch said around 20 dead cats added into the mix could help produce enough fuel to fill up a 50-litre (11 gallon) tank.
But the president of the German Society for the Protection of Animals, Wolfgang Apel, said using dead cats for fuel was illegal.
“There’s no danger for cats and dogs in Germany because this practice is outlawed in Germany,” Apel told Bild on Wednesday in a story entitled “Can you really make fuel out of cats?”
“We’re going to keep an eye on this case,” Apel said.
14. September 2005 21:45 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.
Dinge, die einem den Start in den Tag verderben….
Du startest den Rechner und anstelle des gewohnten kurzen Check-Beep kommt ein langes sattes Beeeeeeep.
Die Meldung Bad CMOS Checksum erscheint, drücken sie F2 oder F12.
Genau der richtige Moment, um zu erleben, daß die Logitech DiNovo 2.0 trotz Logis Versprechungen im reinen DOS-Modus eben doch nicht läuft. Danke, Logitech.
Nachdem man also insofern nicht ins Setup kommt erscheint die Meldung: No Operation System found. Okay, die Sache ist ja erst einmal klar: mein Bios hat sich aufgehangen und resetted, dabei anscheinend auch vergessen, daß es vom SCSI-RAID-Array booten soll. Und auf den anderen IDE-Platten ist nun einmal kein OS.Dir fällt kurz ein, daß du gestern nacht um Drei kein Backup mehr gemacht hattest. Life sucks. Wieviel Deadlines waren noch einmal am Montag?
Also holt man sein altes halbzerstörtes USB-Keyboard heraus. Aus irgendwelchen Gründen hat das aber Schnupfen und reagiert kaum.
Nach etwa zehn Reboots schafft man es dann endlich, soweit rechtzeitig vorher F2 zu pushen, daß tatsächlich man ins BIOS kommt.
Die Tastatur spinnt und reagiert kaum. Die Einstellungen für die Boot-Reihenfolge zu finden ist fast unmöglich. Es dauert 10 Minuten, bis das sitzt. Dazu dass klassische Rätseln, weil man ja echt nur alle zig Monate mal im Bios herumwerkelt: Wie war das eigentlich nochmal??? Und die nagende Frage: Ist die Tastatur so lahm… oder stimmt etwas mit dem Rechner an sich nicht?
Aber stimmt, die Reihenfolge ist falsch.
Da der POST jetzt auf «lang» eingestellt ist, dauert es etwa eine Mondumrundung, bis das RAM gecheckt ist. Da kann man schön gemütlich mitzählen, steigert die Spannung enorm.
Überhaupt: Spannung. Booten oder nicht, daß ist hier die Frage.
Houston, wir booten. Selten so gerne das XP-Logo gesehen.
We’re back in Business, aber dafür geht zunächst das Web nicht, was aber mehr an Arcor liegt (DNS-Probleme, den Fix kenne ich gottseidank schon halbwegs).
Den Rest des Morgens verbringe ich dann erst mal mit Ghosten, Backups usw. Denn ein CMOS-Checksum-Error macht mir Sorgen. Hoffentlich nur ein Lapsus, hatte das Tyan-Board schon einmal. Die Batterie ist eigentlich nie leer bei modernen Boards. Mal abwarten, obs ein Memory-Problem ist. Ich sollte schon mal Marc Buschmanns Telefonnummer suchen gehen :D.
What a way to start the weekend….
Ah, die Dramen des zivilisierten Lebens.
10. September 2005 09:28 Uhr. Kategorie Technik. Keine Antwort.

Und wieder ein Kaupp-Katalog fertig. Unwirklich, wenn man bedenkt, daß man in drei Wochen mehr oder minder zu zweit 850 Seiten layoutet. Noch unwirklicher, daß es Anfang Oktober schon an den nächsten geht. Der Katalog ist kein Design-Award-Ding, aber ich bin immer ziemlich stolz auf das, was wir hier in der kurzen Zeit schaffen, vor allem verglichen mit anderen Auktions-Katalogen. Der Imageteil und die generelle Tonalität mischen, wenn ich Melanie Edelbruch von Kaupp glauben darf, dementsprechend auch die Branche ziemlich auf… und das liegt weniger an uns als vielmehr am Mut von Kaupp, an deren harter Arbeit in der Vorbereitung und in der Korrektur, sicher ganz entscheidend an den Photos von Oliver und Marc. Vielleicht auch an der Tatsache, daß mit Ausnahme der Website inzwischen von der Gebäudebeschriftung bis zum Aufkleber auf dem Postpaket alles relativ aus einem Guß daherkommt.
(weiterlesen…)
9. September 2005 23:54 Uhr. Kategorie Arbeit. Eine Antwort.
Der Fanmade-Teaser. Da nicht offiziell, kein neues Material, aber schöner Zusammenschnitt und exzellenter Fake :-D. Ich hege nach dem recht schrecklichen Batman Begins ja nicht unbedingt große Hoffnung für Superman Returns, aber immerhin scheint Singer seine Ankündigung/Drohung/Versprechung wahrzumachen, nahtlos an Donners Version aus den Siebzigern anzuknüpfen.
18:28 Uhr. Kategorie Film. Keine Antwort.
Ich habe gerade ausnahmsweise am Freitag noch einmal eine Zeit im Supermarkt bekommen. Und im Feuilletonteil der Zeit ist JG Ballard, dessen Crash und Concrete Island und High Rise ich so als Teen alle mal gelesen habe. Ballard schreibt Beckett-artige minimalistische, beklemmende Bücher, durch die man sich mitunter zwingen muß. Verwirrend, daliesque, neurotisch, nihilistisch, zynisch, bösartig, amoralisch. Everything a good book needs. Es kann tatsächlich niemanden besseren geben als diesen alten Herrn der literarischen Endzeit, um über New Orleans zu sprechen – ein Meistergriff der Zeit. Chapeau!
17:33 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.

Hier ist nicht alles gut, aber absolut einiges sehenswert. Achtung: contains nudity.
09:23 Uhr. Kategorie Design. Keine Antwort.
08:51 Uhr. Kategorie Film. Keine Antwort.
… mir fällt einfach plötzlich auf, daß Seele brennt von den Neubauten immer noch das schönste Liebeslied seiner Zeit (1985) ist. Und bleibt. Mag sein, daß Bargeld und Einheit heute eher kopflastige, mitunter prätentiöse Kunstproduzenten sind… die Phase um Halber Mensch hatte einfach Druck. Erst rückblickend merkst du, wie zeitpräzise und doch zeitlos die Neubauten irgendwann einmal zwischen dem deutsch gefilterten Psychic-TV-Feeling der Anfänge (Das Logo, die Kunstkopfstereoexperimente, Stahlmusik) und dem musealen Konzept-Kunsthandwerk (Perpetuum Mobile, im Grunde auch schon Hamletmaschine, Faustmusik usw.) von heute waren, wie ehrlich und nahe an der guten Popmusik.
Ich bin die umstürzlerische Liebe
der Gegensex
Jeder Tag kostet mich Wunden
dabei bin ich schon jetzt
zerschunden und völlig blutverschmiert
Du fängst im Taxi an zu heulen
bloss weil ich sage
dass ich bei dem Konsum
in zwei Jahren tot bin
Alle Idole müssen sterben (Lachen)
meine Seele brennt
Ich versteck mich, sitz in meinem Loch
und warte auf die Träume, die mich retten (Kommen nicht)
Liebe ist ein Scheiterhaufen
auf dem ich langsam aber sicher
von innen her zum Rand verbrenne
Ich hab gekostet
bin zu weit gegangen
werd den Geschmack nicht los
Vielleicht ist nur entzündet
vielleicht ist nur entzündet, was da brennt
An Stelle meiner Seele
an der Stelle meiner Seele
meine Seele brennt!
18:46 Uhr. Kategorie Musik. Keine Antwort.


Our heroes are teenagers emerging from the most «heroic» of life’s phases. All of our young heroes are conquerors in the virtual world. Their enemy is absent, and pain and suffering are forbidden by the very nature of the game. They are so alienated that nothing, not even their common virtual battlefield, inhibits their giving themselves over to pure personal exploit, to securing victory over an enemy that does not exist. Our title, ACTION HALF LIFE, is the name of real computer game. Our heroes are teens carefully cast from among more than 500 top applicants who had first been screened by the best of modelling agencies. The landscape for this project is the Sinai desert, which so rightfully deserves its selection as the main set of the next Star Wars episode. The armaments are specially crafted 3D mash blasters and instruments of other famous technologies that have been well-tested and proven in previous virtual wars.Hier…
7. September 2005 19:07 Uhr. Kategorie Design. Keine Antwort.

Ein Film, den ich eigentlich nicht sehen wollte und der mich um so mehr positiv überrascht hat. In «Mr. and Mrs. Smith» geht es vor allem um Lippen. Und sekundär um Augen. Die, jeweils, von Angelina Jolie und Brad Pitt. So viele Zooms auf Lippen, Zähne, auf Grinsen und Küssen hast du selten gesehen. Und sie machen den Film aus. Niemand, schließlich, grinst so selbstbewußt und smart und sexy wie Brad und Jolie in die Kamera. Die Explosionen, die High-Tech-Gadgets, das ganze Blockbuster-Gedöhns zerschellt an dem Sexappeal des Paares, das derzeit als Hollywoods neues Traumpaar gehandelt wird, sei es real oder PR für eben diesen Film. Die beiden passen in der Besetzung. Beiden nimmt man den Anzug ebenso ab wie das zerfetzte T-Shirt, beide sind nahezu animalisch-traumwandlerisch in ihrer Ausstrahlung, beide wirken in ihrer (durchaus stets begrenzten) Selbstinszenierung selbstironisch und beide haben eine toughness, die diesen Film glaubhaft macht. Im Untergebüsch geht es um zwei Killer (oder Agenten, who cares?), die für gegnerische Agenturen arbeiten, ohne es zu wissen und sich schließlich gegenseitig umbringen müssen oder von ihren Auftraggebern aus dem Weg geräumt werden. So viel zu dem Plot, der so dünn ist die die Kleider von der Jolie, der nur das Exoskelett ist für einen Special-FX-Film, dessen Trickeffekte eben nicht die Sprengsätze sind sondern ein Screwball-Paar wie Tracy und Hepburn, gut gelaunt und sexy as hell. Der Film huldigt den beiden bis hin zu dem Punkt das einer der Darsteller, Adam Brody, in einer Szene ein Fight-Club-T-Shirt trägt. Jolie posiert als Lara Croft, Pitt irrlichtert zwischen Twelve Monkey und Oceans 12, es gibt ein bißchen Bond, ein wenig True Lies, ein wenig Rosenkrieg, ein wenig Met the Parents, ein wenig Moonlighting, einen Spritzer Die Hard. Bedenkt man, wie chaotisch dieser Film angeblich entstanden ist (mit permanenten Umbesetzungen), ist es fast verwunderlich, daß er so traumwandlerisch auf nichts als auf Jolie und Pitt setzt und genau deshalb gute Laune verbreitet. Das Metathema, daß Supermenschen ersticken, wenn sie sich auf ein suburbanes Alltagsleben einlassen, daß Liebe leidenschaftlich und böse sein sollte, am besten ist, wenn man sich in den Ruinen des Alltags wälzt und Sekt aus geborstenen Gläsern trinkt… diese Botschaft funktioniert nur, weil beide Darsteller biographisch und filmographisch glaubhaft den Sexappeal des Kaputten verkörpern, weil Pitt in Fight Club, Seven und anderen Filmen endlos Mut zur Inszenierung des Häßlichen beweist (und trotzdem immer breathtaking aussieht) und Jolie fast exhibitionistisch mit ihrem Wild-Child-Image hausieren geht. Es ist ein ziemlicher nobrainer, die beiden sexiest people alive in einem film zu stopfen… und meist kommt dabei scheußlicher Mist dabei heraus. In diesem Film und eben diesem Film zum Trotz, ist das nicht so. Als Moloch ohne Plot, ohne Hirn zeigen uns Pitt und Jolie den reinen Sex-Appeal des Handelns, den Slapstick und das Balletts von Kugeln und Gewalt, den dekadenten Wunsch einer narkotisierten Gesellschaft nach Sex und Crime. Und mit etwas Popcorn und einer Flasche Bier dazu, reicht das eben auch mal einfach.
6. September 2005 13:04 Uhr. Kategorie Film. Keine Antwort.

Etwas verspätet, weil ich gestern nicht mehr dazu kam…
Ist es eigentlich traurig, wenn man Politik mehr und mehr als eine Art Reality Soap betrachtet? Wenn man mit Schadenfreude, wie bei einer Art Boxkampf, zusieht, wie zwei rhetorisch eher minderbemittelte Kandidaten sich durch steife Prefab-Sätze straucheln und ihre jeweiligen Ehrlichkeitslücken dokumentieren? Teilbausätze aus ihren öffentlichen Reden wiederkäuen, Fakten verbiegen, antäuschen, zuschlagen, ausweichen, tänzeln wie bei einem schlechten Vorort-Boxkampf? Ist es schlimm, wenn man sich angesichts dieser Fight-Qualität nach einem mexikanischen illegalen Boxing sehnt? Wo getreten, gebissen, mit bloßer Faust in die Fresse geschlagen wird? Wo Blut spritzt und nicht Punkte zählen? Wo Testosteron und das dreckige Siegergrinsen mehr gelten als Eleganz und Selbstkontrolle? Schon gut… wahrscheinlich ist das traurig, daß man so denkt.
12:33 Uhr. Kategorie Leben. Keine Antwort.

Dieser charmante Mann ist auf dem Weg zur Rente. Gehet hin und gratuliert ihm im Gästebuch…
4. September 2005 22:14 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.
Aber immerhin, rund eine Woche nach dem Sturm, geht die Evakuierung von NO langsam voran. Wenn auch mit Mucken:
At one point Friday, the evacuation was interrupted briefly when school buses pulled up so some 700 guests and employees from the Hyatt Hotel could move to the head of the evacuation line — much to the amazement of those who had been crammed in the Superdome since last Sunday.
“How does this work? They (are) clean, they are dry, they get out ahead of us?�? exclaimed Howard Blue, 22, who tried to get in their line. The National Guard blocked him as other guardsmen helped the well-dressed guests with their luggage.
The 700 had been trapped in the hotel, near the Superdome, but conditions were considerably cleaner, even without running water, than the unsanitary crush inside the dome. The Hyatt was severely damaged by the storm. Every pane of glass on the riverside wall was blown out.
Mayor Ray Nagin has used the hotel as a base since it sits across the street from city hall, and there were reports the hotel was cleared with priority to make room for police, firefighters and other officials.
12:34 Uhr. Kategorie Leben. Keine Antwort.
Bietet sich ein Ansatz, US-Präsident Bush zu dissen, läßt Michael Moore nicht lange auf sich warten.
Where on earth could you have misplaced all our military choppers? Do you need help finding them? I once lost my car in a Sears parking lot. Man, was that a drag.Where on earth could you have misplaced all our military choppers? Do you need help finding them? I once lost my car in a Sears parking lot. Man, was that a drag.
…
I especially like how, the day after the hurricane, instead of flying to Louisiana, you flew to San Diego to party with your business peeps. Don’t let people criticize you for this — after all, the hurricane was over and what the heck could you do, put your finger in the dike?
…
And don’t listen to those who, in the coming days, will reveal how you specifically reduced the Army Corps of Engineers’ budget for New Orleans this summer for the third year in a row. You just tell them that even if you hadn’t cut the money to fix those levees, there weren’t going to be any Army engineers to fix them anyway because you had a much more important construction job for them — BUILDING DEMOCRACY IN IRAQ!
Und so weiter. Wie immer, gerade aus der ja auch nich Bush-freundlichen europäöischen Sicht, polemisch, sarkastisch, witzig und irrrrgendwie auch richtig. Etwas irritierend dabei ist das Bewußtsein, daß Moore Bush natürlich mißbraucht,m um seine eigene Medienkarriere in Gang zu halten. Naja, es gibt schlimmeres. Katrina – Der Film wird da sicherlich nicht lange auf sich warten lassen.
12:31 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.

Julia Kappus hat für das erste Programmheft der Bielefelder Philharmoniker eine ganze Reihe von Photos mit ihrer Holga gemacht. Von den Motiven haben wir nicht alle abgezogen und gescannt, aber selbst die gemachten Scans sind nicht alle im Heft gelandet (sonst wäre da auch kein Platz für die sauberen Texte von Uwe Sommer mehr gewesen). Deshalb hier alle Bilder zumindest als Übersicht im Blog… für die Blitzaktion ist das eine schöne Sache… und ein schönes kleines Heftlein… geworden.
3. September 2005 22:43 Uhr. Kategorie Arbeit, Design. Keine Antwort.
Sagt, was ihr wollt. Der Bürgermeister von New Orleans hat Balls. Big bold Balls. Seine Rede, inder er Hilfe für seine Stadt verlangt, ist amerikaweit zensiert worden, im Internet in zahlreichen Blogs aber als MP3 und als Transkript verfügbar.
It’s politics. They’re out there spinning. They’re spinning for the cameras…
I don’t know what they’re doing I mean the air conditioning must be good…
I keep hearing that it’s coning this is coming and that is coming. And my answer to that is BS. Where is the beef….
These Goddmaned ships that are coming, I don’t see them….
I told him [Bush] that we have an incredible crisis here and that his flying over in Airforce One does not do it justice….
They don’t have a clue what’s going on down here. They flew down here one time two days after the doggone event was over with TV cameras, AP reporters, all kinda goddamn — pardon my French, everybody in America, but I am pissed….
I need reinforcement, I need troops, man, I need 500 busses… This is a national disaster. Get every doggon Grayhound bus line in the country and get their asses moving to New Orleans. They’re thinking small, man. This is a major, major, major deal….
It’s awful down here, man….
God is looking down on all this. And if they are not doing everything in their power to save people, they are going to pay the price. Because every day that we delay people are dying. And they’re dying by the hundreds…
They’re feeding people a line of bull and they’re spinning and people are dying down here…
I’m probably going to get in a whole bunch of trouble… they probably won’t even want to deal with me after this interview is over. But we authorized $8 billion to go to Iraq lickity-quick…. You mean to tell me that a place where most of your oil is coming through, a place that is so unique… you mean to tell me… that we can’t figure out a way to authorize the resources we need? Come on, man….
I don’t know whether it’s the governor’s problem. I don’t know whether it’s the president’s problem. But somebody needs to get their ass on a plane and figure this out….
I don’t want ot see anybody do anymore goodammned press conferences… Don’t do another press conference until the resources are in this city and then come to this city and stand with us…
It’s ridiculous. It’s too doggone late. Get off your asses and let’s do something and let’s fix the biggest goddamn crisis in the history of this country….
People are dying. They don’t have homes. They don’t have jobs. The city of New Orleans will never be the same. And it’s time.
> The interview ends with the mayor and his interviewers in silent tears.
19:28 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.
… finden sich hier.
1. Men are obsessed with sex but will forego sex in order to watch football or drink beer.
2. Women are locked in a constant battle with their weight/body shape/hairstyle.
3. Career success is entirely based on your ability to impress your boss.
4. Mums are often harassed but NEVER depressed/unable to cope.
5. Any act of male stupidity (e.g. walking across a clean floor in muddy boots, putting the dog in the dishwasher, etc.) will be met with a wry smile, not genuine annoyance/anger.
6. Married men will flirt with other, younger women but NEVER act upon it.
7. Anyone with a scientific career will have a bad haircut and dreadful clothes.
8. If you work for the emergency services, you are a better person than the general population.
9. Elderly relatives NEVER suffer from senile dementia.
10. Scandinavians are, without exception, blonde and beautiful.
11. Women have jobs they never do in real life, e.g. dockworker (who looks like a model).
12. Children will not eat fruit or vegetables. Ever.
13. Both men and women find driving deeply pleasurable, never boring or stressful.
14. Men are inherently lazy/slobbish; women are the reverse.
15. Chocolate, however, will cause women to immediately fall into the languor of the opium eater.
16. High Street bank staff are (A) friends of the customers, and (B) of slightly above-average attractiveness (only if female).
17. Modern men own a cat.
18. Hot beverages have miraculous rejuvenating effects.
19. Professional people have strangely trivial preoccupations, e.g. a female barrister who is morbidly obsessed with finding a healthy snack bar.
20. All women (except stay-at-home housewives) have interesting and enjoyable careers.
21. Any over-the-counter medical product will work instantly and 100% effectively.
22. Children know more than adults.
23. Women never merely hop in and out of the shower, instead preferring to act out some sort of soapy Dance of the Seven Veils.
24. School is a happy experience for all children.
25. Tortilla chips are the most exciting experience any group of young people can experience.
26. Playing bingo is THE number one pastime among 18-25 year old British women.
16:05 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.
Fox-News
New Orleans ist eine der unwirklichsten Katastrophen, die ich jemals erlebt habe. Das auch ansonsten bei der medialen Rückspiegelung globaler Notsituationen eintretende Gefühl wird hier seltsam surreal durch die Tatsache, daß Spenden und Hilfen eigentlich keinen Sinn machen, weil die –übrigens absolut vorhersehbare – Notsituation eines der reichsten Länder der Welt betreffen. Ein Land mit runden 400 Milliarden an Rüstungsausgaben. Wieviel soll man spenden, um gegen eine solche potentiell zur Verfügung stehenden Summe anzukommen? Und zugleich eskaliert die Situation in einem Maße, das unvorstellbar ist. In einem Altersheim sind angeblich die behinderten Alten zurückgelassen worden und in ihren Rollstühlen ertrunken. Polizisten räumen Geldautomaten aus. Vergewaltigungen auf offener Straße, Schwarze werden erschossen, weil sie etwas zu essen stehlen (oder– ebenso absurd – Fernsehgeräte), das verbliebene Flutwasser ist eine seifenblasenbunte, hochgiftige Mixtur aus Ölen, Säuren, Chemikalien und Müll. Die Bilder und Berichte lassen jeden Katastrophenfilm, jedes SF-Szenario blass wirken. In einem der reichsten, zivilisiertesten Länder der Welt ist die Fassade der Bürgerlichkeit und Ordnung binnen einer Woche nahtlos verschwunden. Ein Blinder mit Krückstock kann sehen, daß die meisten Opfer der Katastrophe meist Afro-Amerikaner der Unterschicht sind. Insofern ist Katrina weniger eine reine Naturkatastrophe, vielmehr eine soziale Katastrophe, in der der Riß, der quer durch die Soziostruktur der Vereinigten Staaten geht, sich als das wahre Problem erweist. Die, die hier im Astrodome in ihren eigenen Fäkalien kauern, die mit ihren Babies auf offener Straße verhungern oder verdursten, das sind die Untouchables der amerikanischen Gesellschaft. Die Flut hat es nur ans Tageslicht gebracht.
PS:
Zwei Worte: Wiederaufbau. Haliburton. Watch it happen.
15:14 Uhr. Kategorie Stuff. Eine Antwort.

Alles, was mit Licht und LED zu tun hat, ist spannend… Photonic Textiles von Phillips natürlich also auch. LED-Applikationen bleiben in Architektur, Mode und Design auf einige Zeit hinaus sicher wegweisende Konzeptträger. Eine schöne Vorhut für die nächste Welle von Stoffen und Materialien, die hauchdünn sind, aber komplette Wireless-Bilddaten empfangen und wie mikrofeine TFT-Bildschirme darstellen können. Stoff, de facto, der eine ganz neue Form von Leinwand sein wird. Tapeten, die programmierbar sind. Papier, das sich von selbst live bedruckt und auch Filme zeigen kann.
auch via Infosthetics
2. September 2005 22:41 Uhr. Kategorie Technik. Keine Antwort.
SonicFabric
ist eine Art Kittel, der aus alten Audiobändern gemacht hat. Die Geräusche auf den alten Tapes werden hörbar, wenn man mit einem Tonkopf daran entlangfährt.via Information Aesthetics22:31 Uhr. Kategorie Technik. Keine Antwort.
Kyle Cooper ist der Mann, der unter anderem den kongenialen SEVEN-Vorspann gemacht hat und dabei irgendwie DaveMcKeans fiebernde Visuals in das bewegte Bild übersetzt hat. Seine Demoreel zeigt überraschend viele bekannte und gute Filmintros – oft besser als die dahinter stehenden Filme –, aber auch Arbeit im Werbe-Bereich.
21:15 Uhr. Kategorie Design. Keine Antwort.


Jaja, die Headline ist zynisch. Ein paar Zeilen zur Sache: Mit dem Hurrikan Katrina ist, de facto, eine ganze Stadt verschwunden. Bilder wie nach einem Bombenangriff, Stimmen von Online-Bekannten vor Ort, die mehr oder minder mit der Tatsache leben müssen, daß für sie ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Augenzeugenberichte in Blogs von Plündereien, an denen die Polizeit fleißig mitwirkt, die gleichen Polizisten, die via Shoot to Kill Plünderien verhindern sollen. Ausnahmezustand, Tausende Tote, Millionen Obdachlose, Choleragefahr, Marauders and Soldiers… Bilder wie aus dem Irak. Ich warte darauf, daß jemand Bush die Frage stellt, wann er endlich das Kyoto-Abkommen voll unterstützt und endlich aus dem Kampf gegen Terror auch ein Kampf gegen den Treibhauseffekt wird. Solche Flutkatastrophen sind kein Zufall. Der Schaden ist größer als der von 9/11… und das war ein angeblich weltverändernder Terroranschlag. Bei Naturkatastrophen zuckt man mit den Schultern und macht weiter wie gehabt. Nur, daß es eben keine rein natürlichen Katastrophen sind, sondern man-made. Ich befürchte, daß selbst nach New Orleans keine grundsätzliche Haltungsänderung der USA in Sachen Umweltschutz zu erwarten ist, obwohl hier ein industrieller Spar-Affekt auf die gesamte (weltweite) Volkswirtschaft (und wie man in N.O. sehr deutlich sehen kann, auf die Ärmsten der Bevölkerung, am härtesten betroffen scheinen jene zu sein, die zu arm sind, um schnell flüchten zu können) verteilt wird. Was mit dem globalen Wetter passiert, wenn China erst voll mit Energieverbrauch und Co²-Ausstoß der westlichen Welt gleichgezogen hat, daran darf man gar nicht denken.Insgesamt fühlt sich N.O. an wie ein dystopischer Roman, wie eine moderne Plague-Story. Es ist interessant zu beobachten wie die Welt nach 2000 ein deutlich düsterer Ort geworden ist. Tsunamis, Bombenanschläge, Flugzeuge, die in Wolkenkratzer fliegen. Unschuldige werden von britischen Polizisten ermordet und keinen scherts. Menschen werden widerrechtlich interniert und gefoltert.. who cares. Und jetzt versinken auch noch ganze Städte im Meer… es fühlt sich mehr an wie ein schlechter Roland-Emmerich-Film als wie das echte Leben (come on, wer hat bei der Superdome-Sache NICHT an The Day After gedacht???). Wirklich gute Zeiten für Endzeit-Propheten. Ähnlich wie bei 9/11 wird man vor allem das Gefühl nicht los, daß eine solche Katastrophe in den USA undenkbar erscheint… aber offensichtlich ist es bei Naturdesastern egal, ob es Afghanistan, Indien oder die Vereinigten Staaten trifft: High-Tech und hochgezüchtete Militärindustrie helfen nicht gegen Flutwellen und Erdbeben.
Photos via Lotus Lynn
08:07 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.
So sieht es aus, wenn ein Schachcomputer den nächsten Zug kalkuliert. Beautiful.

via C-Blog
1. September 2005 08:02 Uhr. Kategorie Technik. Keine Antwort.