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WAM-Diplome

Ich muß zugeben, zu den Diplomen der WAM zu gehen, war nicht ganz so einfach für mich. Nicht nur, weil ich nach meiner Kündigung dort einiges an Unfreundlichkeiten gesagt habe (und völlig zurecht und immer nur in Bezug auf eine Person), zum anderen, weil ich im Rahmen des vorherigen Konfliktes mit dieser Person einer meiner Klassen ob nun zu Recht oder Unrecht (wahrscheinlich eher letzteres) in diesen Konflikt mit reingezogen habe und den Unterricht so gestaltete, wie mein Vorgesetzter sich das wohl wünschte: Overheadfolien, aus dem Buch vorlesen, langweilige Themen, die die Studies leider seinerzeit nicht als dreiste Persiflage auf die 08/15-WAM-Standardthemen (Starbuckartige Coffee Shops usw) enttarnten, egal, wie dreist ich vorging. Anstatt wenigstens 1a Unterricht zu machen und dann hinzuschmeißen, Insofern hätte es ja gut sein können, daß mich entweder Inéz rauswirft oder die Studenten sich zusammenrobben und blutige Rache nehmen. Steffi und ein last-minute-ICQ von Maori haben mich dann doch aus der Angststarre gelöst und ich war da.
Und nett war’s. Obwohl ich an der Ruhrakademie unter’m Strich sehr viel zufriedener bin, gehört die Art des Diploms, zumindest in der reinen Inszenierung, die sich ja deutlich von der normalen FH-Zeigung abhebt, zu den Sachen, die ich immer mochte. Die Tatsache, daß die Studenten vor zig Leuten stehen, schwitzen und sich zwanzig Minuten verkaufen müssen, mag ich einfach. Gerade bei der Ausrichtung der WAM, die ja eher stark verschult Art Directors für Werbeagenturen heranzieht (während die RA eher einem universitären, freieren, künstlerischen Ansatz folgt), und die mit diesem Ansatz auch erfolgreich quasi als Ausbildung Leute in Praktika und Junior-AD-Jobs bei Midrange, aber auch großen Agenturen bringt, ist die Fähigkeit, hochnervös einen Pitch machen zu können, einfach essentiell. Dieses Adrenalin ist einer der Aspekte, die ich bei den Diplomen an der RA, die deutlich entspannter sind, etwas vermissen werde. Es macht Spaß, im Publikum zu sitzen und mit zu feiern, wenn etwas gut ist, oder mit zu leiden, wenn jemand auf der Bühne Mist präsentiert. Die Show war dieses Jahr technisch (dank Nico und Sascha) sehr viel besser, nur der Übergang von Powerpoint (ugh) zu DVD könnte vielleicht noch etwas smoother sein.

Nun ist dieser Kurs, wie der davor, für mich ein special case. Der erste Kurs an einer neuen Schule, da geht man meist so in der Mitte hinein, hat die Leute zu kurz, muß sich erst selbst orientieren, macht Fehler, weiß noch nicht, was man wirklich will. Ehrlich gesagt, den allerersten Kurs verbrennt man etwas. Und der letzte Kurs an der WAM, den hatte ich nur drei vier Termine, zu kurz, um mir (mit ein paar Ausnahmen) schon wirklich ans Herz zu wachsen. Die beiden dazwischen sind aber – auf recht unterschiedliche Arten – Kurse, die mir richtig wichtig waren. Beide haben die seltsamen Ideen von mir aufgenommen und sind damit losgegangen wie Krieger. Allein nur dieser eine Kurs hat Guerillakriege geführt, tote Kaninchen als Katzen verkleidet, Kuhaugen geworfen, Videos gedreht, Pornohefte gestaltet, und auf etwa 500 Seiten Projekt die Dortmunder Nordstadt durchdrungen. (Und wahrscheinlich vergesse ich noch die ein oder andere Sache, sorry). Das nimmst du mit als Dozent. Und ich glaube, mein Ruf als kompletter Psychopath war damit bei Akademie-Leitung wie bei allen folgenden Kursen irgendwie auch zementiert :-D. For better or worse. Solche Ideen funktionieren nur, wenn dein Kurs mit einsteigt, dich versteht, die Rolle des Dozenten als agent provocateur akzeptiert und nicht mit dem Trichter Weisheiten von der Tafel eingefüllt kriegen will, sondern versteht, daß – wie bei Karate Kid – der Sinn ist, aus den absurden Aufgaben eine eigene Idee, eine kreative Leistung erwachsen zu lassen, die mehr ist als eben nur eines der sonst üblichen Plakate, Briefpapiere oder CD-Cover. Insofern habe ich das Typographie-Fach eindeutig mißbraucht, um herumzuphilosophieren, herumzuspinnen, permanent zu überfordern und vielleicht nebenbei ein paar Sachen loszurütteln. Ob das an einer Schule, die im Schnitt zu oft nur brave Middle-of-the-road-Werbung einfordert, eine sinnvolle Strategie war, sei mal dahingestellt. Inéz hatte mich genau dafür eingestellt, Daniel Poznanski genau dafür herausgemobbt. Ich finds bis heute den richtigen Weg, bei allen Fehlern, die man auf einer solchen Route unweigerlich auch mal macht… und mit denen ich hoffentlich immer ehrlich umgegangen bin.

Meine Traumschule hängt irgendwo zwischen WAM – an der ich den schulischen Aspekt mag, die Gruppenbildung, die Intensität, die Tatsache, daß auch die eher schwachen Studenten brauchbar für die Werbung «ausgebildet» werden, die leicht professionellere Eigenwerbung , vielleicht auch die Tatsache, daß ich die Schüler vier Semester lang begleiten konnte – und der RA, an der ich die weniger marketinglastige Ausrichtung mag, den Enthusiasmus der Dozenten, den grandiosen Campus, die offeneren und liberaleren Strukturen, die ein Mehr an Kreativität bringen, das Universitäre. Während 90% dessen, was ich an der WAM machte direkte Reaktion auf die engen eingrenzenden Regeln der Schule waren, gibt es an der RA nahezu keine Korsett-Organisation, vielleicht sogar etwas zu wenig Order, so daß ein leises Laissez-Faire durchweht. Was die Studenten vielleicht weich und wehleidig macht und so die Ergebnisse der Arbeit auf eine andere Art zu wenig Biß haben… nicht weil die Schule einengt, sondern weil sie nicht genug antreibt. Keine Ahnung. Die Mitte ist ideal, oder ein best-of-both.-worlds und beide Systeme bieten verschiedenen Schülern sicher klare Alternativen. Wer eher Design-Künstler sein will, sich selbst finden, kreativ arbeiten, wer Artwork für Bands machen will und sich eher mit Sagmeister denn mit Springer&Jacoby identifiziert, der ist an der RA sicher besser aufgehoben. Wer bei Ogilvy, Grey et al einen Beruf haben will, ist zunächst an der WAM besser dabei.

Und so war das Diplom – von dem ich nur einen von drei Tagen gesehen habe, man hat ja auch so etwas wie einen Dayjob – oft vielleicht etwas langweilig, deja vu, nur Kampagnen für dieses oder jedes, oft auch eher zu kurz und naheliegend gedacht (sorry Jan… Radspuren und ein Ritzel für eine High-End-Fahrradmarke? Mann, da kommt jeder Fahrradladen an der Ecke drauf. :-D) Der einzige, der wirklich konsequent gegen den Strom des sich Anbietenden und Naheliegenden gedacht hat, war Maori. Vielleicht sogar noch zu augenzwinkernd nett dabei, aber sicher funktional. Werbung für Blumen mit Mord und Todschlag in Verbindung zu bringen, ist eine Idealleistung. Würde ein echter Kunde im Pitch vielleicht nicht kaufen –obwohl, wer weiß, wer weiß…? –, aber es würde real wahrscheinlich funktionieren, weil es die Weichzeichner-Klischees auflöst und so sicher via Humorattacke neue Akzeptanz schafft, Blumenschenken weniger abgeschmackt macht. Das Logo war trotzdem Schrott, Meister, sorry. Und… schön war, daß es bei den Arbeit keinen wirklichen Durchhänger gab. Selbst Leute, bei denen man sich à priori vielleicht Sorgen machen könnte, zeigten Arbeiten, die nie wirklich peinlich wurden (keine Selbstverständlichkeit inj vergangenen Jahren) und mit etwas Feinschliff sogar wirklich gut gewesen wären, wie etwa Heidis Weinlounge, die zwar etwas auf Freixenet aufsetzte, aber trotzdem ein paar schöne Ideen brachte. Bei Meike, absurderweise, habe ich am meisten gelitten. Ich liebe Meike als analytisches Meisterhirn, die eine wahnsinnig gute Designer ist, wenn sie nur mal aufhört, sich selbst permanent zu hinterfragen. Und was macht sie? Stundenlange Marketing-Vorträge und Detailansagen, anstatt auf ihre Power zu vertrauen und den Kopf mal abzuschalten. Es ist immer etwas blöde, jemanden zu sehen, von dem du definitiv WEISST, daß er richtig amtlich gut ist, und der sich einfach via Hyperperfektionismus und Selbstzweifel vielleicht um verdienten Ruhm und Ehre bringt.

Insgesamt fällt auf, daß die Studenten die Logik der Präsentation vor der WAM-Jury Jahr um Jahr mehr durchschauen und damit die Präsentationen auch immer besser, wenn auch gleicher werden. Der Ansatz mu irgendwie humorig sein, die Marketing-Konzeption sollte knackig sein, die Idee nicht ZU anspruchsvoll, die Umsetzung nicht ZU abgedreht, alles Middle of the Road, es muß etwas für Messebau dabei sein, es sollte am Ende ein möglichst professioneller Kinospot dabei sein, der noch mal eine Marke am Ende setzt und Durchhänger am Start kaschiert. Je mehr Lacher, desto Note. Deutschlands Werbung ist da leider inzwischen zu oft auf genau diesem Niveau, dem von von Pro-Sieben-Comedyshows, und so sieht eben selbst die Katzenstreu-Werbung im echten Leben inzwischen eben auch lustig aus. Etwas schade, daß hier wie am Fließband recht gleichförmige Produkte geschaffen werden, weil ich glaube, daß die deutsche Werbung eben nicht lustige Staatsbespaßer braucht, sondern die Sorte kreative Querdenker und Zaungucker, die in den 60ern die großen Mythen schufen. Die sich für Kunst und Kultur, Psychologoei und Philosphie interessieren, nicht für Werbung und Soaps. Die Frank Sinatra sind und nicht Udo Jürgens. Aber naja.

Die nächsten Diplome schaue ich nicht mehr wegen einem ganzen Kurs, sondern nur noch wegen einer einzelnen Person an. Insofern ist dies so eine Art Abschied für mich gewesen von einem Projekt, das mit genau diesem Kurs auch – wenn auch nur für ein Semester und wenn auch gegen bürokratischen Widerstand, der mich letztlich den Job kostete – vielleicht seinen Zenith erreicht hat (obwohl Marians Kurs auch seeehr vielversprechend anfing :-D). Mit diesem Kurs habe ich ein oder zwei Semester lang genau den Unterricht gemacht, den ich machen wollte und für mich machen mußte und dabei (meist) jeden Freitag genossen. Wenn ich ehrlich bin, ist der Weggang von der WAM nie schmerzhaft wegen der Schule an sich gewesen, sondern wegen Leuten wie sie in diesem Kurs waren… und genau solche Studenten waren ja in allen Kursen vertreten, so ist’s nicht. Und werden mit der Zeit auch an der RA kommen, auch wenn ich da nur so derart kurz (ein zwei Semester und dabei weniger Stunden) mit Studenten zu tun habe, daß die Bindung einfach nicht ganz die gleiche ist, leider. Und die RA so entspannt ist, daß ich da nicht als Gegenmodell auflaufen kann, sondern einen anderen Ansatz finden muß.

Aber die grundsätzliche Idee von Unterricht, die ich habe, hat für einen Lichtmoment an der WAM funktioniert (und sei es nur zum Teil). Das Ergebnis ist dann vielleicht ein Semester, daß freier und rebellischer, querdenkerischer und offener war (und natürlich immer schon war, auch bevor die mich jemals in Typo hatten, klar, ich habe nur von der ohnehin vorhandenen Revoluzzer-Denke profitieren dürfen). Und deshalb am Ende in der echten Welt ordentlich Erfolg haben und über Zäune springen wird.

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READING CHAOS

Als nicht zu milder ADHS-Fall neige ich inzwischen auch beim Lesen zum hyperaktiven Chaos. Mehr oder minder gleichzeitig lese ich derzeit nach wie vor den Weltinnenraum des Kapitalismus von Sloterdeijk, den man sehr portionsweise lesen muß, weil man nächtelang wachliegt davon, die komplette Modesty Blaise (der zweite Band ebenso gut wie der erste, wegweisend für die Swinging Sixties und für Hardedged Pulp Fiction, der dritte Band, I Lucifer läßt sich auch gut an), Kapitalismus als Religion von Baecker und, neu dabei, Lunar Park von Bret Easton Ellis, der so vielversprechend und so ungewohnt für Ellis ist, daß ich sehr neugierig bin, wo daß hinführt und denke, er dürfte den anderen etwas den Focus stehlen. Daneben die üblichen Comics, Magazine und Zeitungen… my brain is in a million places.

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NOCHMAL: PRAKTIKANT GESUCHT

Eine Stelle ist wahrscheinlich schon vergeben, die andere noch frei.
Die Fakten: Mo-Fr. 11-18. 12 Monate. Bis 400 Euro im Monat. Plus Prämie bei above-and-beyond-Leistungen. Ab November oder Dezember.
Eigenengagement ist wichtig, je mehr du kannst und machst und willst, umso freier und selbstbestimmter und kreativer auch wird der Job. Wir sind ein kleines Büro mit vier Leuten, da zählt jede Hand. Idealerweise Leute, die sich aufs Studium oder nach dem Studium auf den Job vorbereiten wollen und Lust haben, sich ein Jahr seltsamen Wahnsinn anzutun. eMail an: schellnack@nodesign.com.

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RANT-O-MAT

Egal, welcher politischen Couleur man angehört, mit dieser Wahl – auch wenn sich die einzelnen Parteisprecher gewohnheitsgemäß als Sieger vermarkten – kann niemand zufrieden sein. Es ist Schröder mehr als hoch anzurechnen, daß er, als Zirkuspferd wie einst Kohl in Wahlkampfzeiten verläßlich in Hochform, den medial so sicher scheinenden Abstieg noch drehen konnte. Zwar mit Tricks, wie man sie sonst eher aus dem Bush/Kerry-Wahlkampf kannte, mit ordentlich Angstmacherei, mit mauen Argumenten und Halbwahrheiten, mit vielen Sachen, die nur noch Machterhalt sind, nicht mehr konstruktiv. Aber einen gewissen Respekt vor einer solchen Fighterqualität muß man haben dürfen, da schlägt mein Herz für den Underdog, der in der letzten Runde immerhin ein Patt schafft und halbwegs aufrecht vom Spielfeld humpeln darf. Merkel ist mehr als angeschlagen, was vielleicht schade ist. Selbst wenn ich sie mir beileibe nicht nahtlos als Kanzlerin vorstellen kann und ihre mitunter reflektionsfreie Übernahme neoliberaler und neokonservativer Wertvorstellungen, die per se zu kurz greifen, weil sie zu spät kommen und wir niemals so einen schlanken Staat haben werden wie einige andere Länder. Man sollte also ganz unternehmerisch sehen, welches Design Deutschland braucht.

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AMEN

The job of a copywriter or art director isn’t fun and it isn’t easy.
Jackasses often get the final say about whether our work runs or is even presented to a small group of people.
Genuine hacks often are given free rein to edit our work.
There is no honor in the advertising business.
Although you cannot create high level work without approaching it as an artist, you will not find yourself treated as an artist.
In short, you will not be able to love the job of advertising copywriter or art director as you would like to.
Do not fear.
Your desire is not muted.
Only misdirected.
This, i have found, is what can happen.
The process of creation is worthy of love and will return to you what you seek.
The workbook is both the repository of your work and the feeding mechanism for your brain in the process.
Do not waste your love on the business. It cannot meet you where an artist deserves to be met.
Love the process.

via Mark Fenske

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Nanonanu

Kennt überhaupt noch jemand Mork&Mandy? Aber wo wir gerade beim iPod Nano sind: Mir fälllt gerade ein, daß man sich doch eigentlich genauso gut für knapp 200 Euro eine 4GB-SD-Card kaufen kann, in sein MP3-taugliches Handy packt, wie etwa das XDA-Smartphone, und fertig. Oder?
Ich selbst finde nichts richtiges. Der iPod ist mir zu monothematisch. Das N91 hat wahrscheinlich eine solide Kamera und einen 3,5″-Stecker, aber Symbian, was ich nicht mag – außerdem sind die 4 Gig eine Festplatte, das gibts längst als Flashspeicher solider und sicherer. Das demnächst kommende neue XDA-Smartphone (oder analog bereits erhältlich Qtek 8100) hat keinen Touchscreen sondern Joystick und ist leistungsmäßig sehr viel schwächer als die anderen M/X/PDA/Qteks. M/X/PDA III und IV sind extrem klobige Monster, vor allem der klappbare IV.
Das richtig geniale Allround-gerät ist immer noch nicht am Markt. Wie schwer kann es sein, ein WinCE-Smartphone auf XDA-Basis mit Touchscreen, 3-MP-Kamera, einem normalen Headphones-Ausgang und vor allem einem leichten, handlichem Design auf den Markt zu bringen? Ein eingebauter GPS-Empfänger wäre noch optimal, aber es gibt ja Bluetooth, das wäre kein Essential. WLAN usw sind ja inzwischen eigentlich Pflicht. Im Grunde geht es nur noch um die ordentliche Kamera und um die Baugröße…

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SPRIT SPAREN? KEIN PROBLEM….

wenn man mit toten Katzen im Tank fährt.

Da bin ich gespannt, wie die Grünen damit umgehen:

BERLIN (Reuters) – A German inventor has angered animal rights activists with his answer to fighting the soaring cost of fuel — dead cats.

Christian Koch, 55, from the eastern county of Saxony, told Bild newspaper that his organic diesel fuel — a home-made blend of garbage, run-over cats, and other ingredients — is a proven alternative to normal consumer diesel.

“I drive my normal diesel-powered car with this mixture,” Koch said. “I have gone 170,000 km (106,000 miles) without a problem.”

The Web site of Koch’s firm, “Alphakat GmbH,” says his patented “KDV 500″ machine can produce what he calls the “bio-diesel” fuel at about 23 euro cents (30 cents) a litre, which is about one-fifth the price at petrol stations now.

Koch said around 20 dead cats added into the mix could help produce enough fuel to fill up a 50-litre (11 gallon) tank.

But the president of the German Society for the Protection of Animals, Wolfgang Apel, said using dead cats for fuel was illegal.

“There’s no danger for cats and dogs in Germany because this practice is outlawed in Germany,” Apel told Bild on Wednesday in a story entitled “Can you really make fuel out of cats?”

“We’re going to keep an eye on this case,” Apel said.

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BAD CMOS CHECKSUM

Dinge, die einem den Start in den Tag verderben….

Du startest den Rechner und anstelle des gewohnten kurzen Check-Beep kommt ein langes sattes Beeeeeeep.

Die Meldung Bad CMOS Checksum erscheint, drücken sie F2 oder F12.

Genau der richtige Moment, um zu erleben, daß die Logitech DiNovo 2.0 trotz Logis Versprechungen im reinen DOS-Modus eben doch nicht läuft. Danke, Logitech.

Nachdem man also insofern nicht ins Setup kommt erscheint die Meldung: No Operation System found. Okay, die Sache ist ja erst einmal klar: mein Bios hat sich aufgehangen und resetted, dabei anscheinend auch vergessen, daß es vom SCSI-RAID-Array booten soll. Und auf den anderen IDE-Platten ist nun einmal kein OS.Dir fällt kurz ein, daß du gestern nacht um Drei kein Backup mehr gemacht hattest. Life sucks. Wieviel Deadlines waren noch einmal am Montag?

Also holt man sein altes halbzerstörtes USB-Keyboard heraus. Aus irgendwelchen Gründen hat das aber Schnupfen und reagiert kaum.

Nach etwa zehn Reboots schafft man es dann endlich, soweit rechtzeitig vorher F2 zu pushen, daß tatsächlich man ins BIOS kommt.

Die Tastatur spinnt und reagiert kaum. Die Einstellungen für die Boot-Reihenfolge zu finden ist fast unmöglich. Es dauert 10 Minuten, bis das sitzt. Dazu dass klassische Rätseln, weil man ja echt nur alle zig Monate mal im Bios herumwerkelt: Wie war das eigentlich nochmal??? Und die nagende Frage: Ist die Tastatur so lahm… oder stimmt etwas mit dem Rechner an sich nicht?

Aber stimmt, die Reihenfolge ist falsch.

Da der POST jetzt auf «lang» eingestellt ist, dauert es etwa eine Mondumrundung, bis das RAM gecheckt ist. Da kann man schön gemütlich mitzählen, steigert die Spannung enorm.

Überhaupt: Spannung. Booten oder nicht, daß ist hier die Frage.

Houston, wir booten. Selten so gerne das XP-Logo gesehen.

We’re back in Business, aber dafür geht zunächst das Web nicht, was aber mehr an Arcor liegt (DNS-Probleme, den Fix kenne ich gottseidank schon halbwegs).

Den Rest des Morgens verbringe ich dann erst mal mit Ghosten, Backups usw. Denn ein CMOS-Checksum-Error macht mir Sorgen. Hoffentlich nur ein Lapsus, hatte das Tyan-Board schon einmal. Die Batterie ist eigentlich nie leer bei modernen Boards. Mal abwarten, obs ein Memory-Problem ist. Ich sollte schon mal Marc Buschmanns Telefonnummer suchen gehen :D.

What a way to start the weekend….

Ah, die Dramen des zivilisierten Lebens.

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KAUPP 0905

Und wieder ein Kaupp-Katalog fertig. Unwirklich, wenn man bedenkt, daß man in drei Wochen mehr oder minder zu zweit 850 Seiten layoutet. Noch unwirklicher, daß es Anfang Oktober schon an den nächsten geht. Der Katalog ist kein Design-Award-Ding, aber ich bin immer ziemlich stolz auf das, was wir hier in der kurzen Zeit schaffen, vor allem verglichen mit anderen Auktions-Katalogen. Der Imageteil und die generelle Tonalität mischen, wenn ich Melanie Edelbruch von Kaupp glauben darf, dementsprechend auch die Branche ziemlich auf… und das liegt weniger an uns als vielmehr am Mut von Kaupp, an deren harter Arbeit in der Vorbereitung und in der Korrektur, sicher ganz entscheidend an den Photos von Oliver und Marc. Vielleicht auch an der Tatsache, daß mit Ausnahme der Website inzwischen von der Gebäudebeschriftung bis zum Aufkleber auf dem Postpaket alles relativ aus einem Guß daherkommt.
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SUPERMAN RETURNS

Der Fanmade-Teaser. Da nicht offiziell, kein neues Material, aber schöner Zusammenschnitt und exzellenter Fake :-D. Ich hege nach dem recht schrecklichen Batman Begins ja nicht unbedingt große Hoffnung für Superman Returns, aber immerhin scheint Singer seine Ankündigung/Drohung/Versprechung wahrzumachen, nahtlos an Donners Version aus den Siebzigern anzuknüpfen.

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JG BALLARD IN DER ZEIT

Ich habe gerade ausnahmsweise am Freitag noch einmal eine Zeit im Supermarkt bekommen. Und im Feuilletonteil der Zeit ist JG Ballard, dessen Crash und Concrete Island und High Rise ich so als Teen alle mal gelesen habe. Ballard schreibt Beckett-artige minimalistische, beklemmende Bücher, durch die man sich mitunter zwingen muß. Verwirrend, daliesque, neurotisch, nihilistisch, zynisch, bösartig, amoralisch. Everything a good book needs. Es kann tatsächlich niemanden besseren geben als diesen alten Herrn der literarischen Endzeit, um über New Orleans zu sprechen – ein Meistergriff der Zeit. Chapeau!

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CLAYTON JAMES CUBITT

Hier ist nicht alles gut, aber absolut einiges sehenswert. Achtung: contains nudity.

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2001: THE SCRIPT

Hier gibt es das Script von Arthur C.Clarke für einen der wichtigsten SF-Filme aller Zeiten, das sich an einigen Stellen noch spürbar von Kubricks Vision unterscheidet.
Auf der Site gibt es ohnehin hochinteressante SF-Film-Drehbücher.via C-Blog

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WIR BRAUCHEN BASS! BASS!

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Seele brennt

… mir fällt einfach plötzlich auf, daß Seele brennt von den Neubauten immer noch das schönste Liebeslied seiner Zeit (1985) ist. Und bleibt. Mag sein, daß Bargeld und Einheit heute eher kopflastige, mitunter prätentiöse Kunstproduzenten sind… die Phase um Halber Mensch hatte einfach Druck. Erst rückblickend merkst du, wie zeitpräzise und doch zeitlos die Neubauten irgendwann einmal zwischen dem deutsch gefilterten Psychic-TV-Feeling der Anfänge (Das Logo, die Kunstkopfstereoexperimente, Stahlmusik) und dem musealen Konzept-Kunsthandwerk (Perpetuum Mobile, im Grunde auch schon Hamletmaschine, Faustmusik usw.) von heute waren, wie ehrlich und nahe an der guten Popmusik.

Ich bin die umstürzlerische Liebe
der Gegensex
Jeder Tag kostet mich Wunden
dabei bin ich schon jetzt
zerschunden und völlig blutverschmiert

Du fängst im Taxi an zu heulen
bloss weil ich sage
dass ich bei dem Konsum
in zwei Jahren tot bin
Alle Idole müssen sterben (Lachen)

meine Seele brennt
Ich versteck mich, sitz in meinem Loch
und warte auf die Träume, die mich retten (Kommen nicht)
Liebe ist ein Scheiterhaufen
auf dem ich langsam aber sicher
von innen her zum Rand verbrenne

Ich hab gekostet
bin zu weit gegangen
werd den Geschmack nicht los
Vielleicht ist nur entzündet
vielleicht ist nur entzündet, was da brennt
An Stelle meiner Seele
an der Stelle meiner Seele
meine Seele brennt!

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